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Ohne festen Wohnsitz 1, 2


Handfest am 03 Mai 2023 16:59:26

pwglobe hat geschrieben:Wir haben uns deshalb entschlossen unsere Wohnsitz vorerst zu behalten, man kann es auch einfach riskieren und hoffen man bleibt Gesund, baut keInen Unfall und die Behörden merken nichts.
Wir wollen keinen Stress wenn wir im Wohnmobil leben und deshalb gehen wir auf Nummer sicher.


Dazu auch noch zwei, drei kleine Hürden, die ihr bestimmt auf dem Schirm habt:
- Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen, evtl. auch andere, erwarten ein bewohntes Gebäude, mindestens aber eine entsprechende Kontrolle bei "längerer Abwesenheit"
- Haftpflichtversicherungen gehören bezüglich einer evtl. Deckung bei dauerhafter Abwesenheit zumindest überprüft.
- Krankenversicherungen die längere Abwesenheiten aus D abdecken sind - je nach Altersklasse - nicht "ganz günstig" und zu zweit sogar doppelt so teuer :mrgreen:
- Rücktransporte aus dem Ausland, sei es nun die Person im Krankheitsfall oder des Fahrzeugs, unterliegen auch gewissen Randbedingungen bezüglich des Aufenthalts ausserhalb Deutschlands

Ob man das alles irgendwie auch anders regeln kann entzieht sich meiner Kenntnis, aber schon wenn man nur drei Monate aus D weg ist wird es spannend. Und wenn Versicherungen leisten sollen weil dann doch mal was passiert ist es heute durchaus üblich auch mal Nachweise zu verlangen wann man denn wo war.

Nur als Hinweis - das ganze ist nicht unbedingt trivial - selbst wenn man sich nur in der EU rumtreibt, was für meinen Geschmack eigentlich problemlos auch für längere Zeit möglich sein sollte, ohne das Gedöns oben zu berücksichtigen...

JM2C, Gruß Handfest

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MilesandMore am 03 Mai 2023 19:38:07

Camper510 hat geschrieben:Lagerplatz wofür? Wer im Wohnmobil leben will, muss loslassen können. Ich habe alles, was ich nicht mitnehmen kann, verkauft, verschenkt oder weggeworfen.


Ich kann nur für mich kommentieren und unser Leben.
Es war voll mit Reisen und Erlebnissen.
40 Jahre in die ganze Welt insgesamt fast 50 Länder und da waren viele Begegnungen und sind viele nicht kommerzielle Souvenirs, ein Stein, eine Wurzel, Sand aus der Sahara, ein Teezeremonieset aus Japan, ein Kimono den ich geschenkt bekam und vieles mehr.
Ganz zu schweigen die vielen Dingen aus der Kinderzeit unserer Tochter.

Jedes dieser Dinge bringt schöne Erinnerungen zurück beim anfassen und betrachten.

Loslassen von was - und warum?

Unser Leben ist nicht perfekt, es war eine Achterbahnfahrt, aufregend, aber es war und ist gut - warum soll ich es symbolisch wegwerfen?

Bernd

Tinduck am 03 Mai 2023 22:06:02

MilesandMore hat geschrieben:Unser Leben ist nicht perfekt, es war eine Achterbahnfahrt, aufregend, aber es war und ist gut - warum soll ich es symbolisch wegwerfen?

Bernd


Ist halt im Trend - loslassen ist toll. Sachen haben ist uncool und man ist ja nur zu feige um loszulassen :roll:

Die Lösung aller Probleme und alleinseeligmachend ist das aber auch nicht für jeden. Will nur keiner hören.

Zwischen Minimalist und Messie gibt es beliebig viele Zwischenstufen, und jede davon hat ihre Berechtigung. Wir werden auch einen Wohnsitz in D behalten, wenn es uns im Ruhestand länger ins Ausland zieht. Einfach, weil es viele Probleme erst gar nicht entstehen lässt und nicht zuletzt auch, weil es uns finanziell nicht weh tut. Ich persönlich hätte keine Lust, jedesmal in irgendein Hotel zu gehen, wenn man wegen z. B. der Kinder mal wieder in D ist und das Womo in Weitfortistan geparkt ist.

bis denn,

Uwe

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landmesser am 05 Mai 2023 23:55:39

Moin,

Bin ich durch Zufall drauf gekommen caya.com

Die lassen sich deine Post per Nachsendeauftrag zuschicken, öffnen die Briefe, scannen die ein und lassen dir das per E-Mail zukommen. Kost natürlich.

Hat das schonmal jemand ausprobiert?

Neugierig
landmesser

WomoToureu am 06 Mai 2023 11:34:58

Zu kostet, lt. Homepage 9,99 € / Monat.
Leider jedoch sinnlos aus meiner Sicht, da gerade wichtige Post oft den Vermerk - nicht nachsenden - mit neuer Anschrift zurück etc. trägt und da nicht alles per Post kommt, sondern auch durch andere Briefdienste etc.

binsofrei am 24 Mai 2023 16:32:15

Gebe folgendes zu bedenken:
Der Unterhalt einer Scheinwohnanschrift ist ebenso ordnungswidrig wie das Nicht Anmelden.
Meiner Meinung nach ist die Lösung tatsächlich ein Postbevollmächtigter und ein Abmelden ohne(!) Angabe eines neuen Wohnsitzes.
Man ist dann halt obdachlos, was eben nicht strafbar ist!
Als Rentner habe ich einem Verwandten Postbevollmächtigung erteilt und alle in Frage kommenden Vertragspartner informiert. Das Konto wird ebenfalls in Deutschland beibehalten. Innerhalb der EU komme ich an jedem Geldautomaten an mein Geld, der immer weiter fortschreitende bargeldlose Zahlungsverkehr tut sein übrigens.
Auch gesetzlich Versicherte sind mit ihrer Gesundheitskarte in der EU gut aufgestellt.
Weitere Probleme kann ich nicht erkennen.

bhomburg am 24 Mai 2023 17:21:11

binsofrei hat geschrieben:Meiner Meinung nach ist die Lösung tatsächlich ein Postbevollmächtigter und ein Abmelden ohne(!) Angabe eines neuen Wohnsitzes.
Man ist dann halt obdachlos, was eben nicht strafbar ist!
Weitere Probleme kann ich nicht erkennen.


Nicht obdachlos, nur wohnsitzlos :).
Eins muss man noch tun wenn man Halter eines in D angemeldeten KFZ ist und das auch nach einer Wohnsitzabmeldung bleiben will: Bei der Zulassungsbehörde einen Empfangsbevollmächtigten angeben. Sonst gibt es früher oder später Ärger wenn evtl. Strafzettel nicht zugestellt werden können (wenn bei der KFZ-Halterabfrage noch die nicht mehr existierende alte Adresse als Halteranschrift drinsteht). Grundlage: § 46 Absatz 2 Satz 2 Fahrzeugzulassungsverordnung.
Formular dazu gibts z.B. auf den Seiten der Berliner Zulassungsbehörde: --> Link

gfkarlchen am 27 Mai 2023 12:41:40

NeuerCamper2021 hat geschrieben:Bezüglich der Rentenzahlung würde ich mal mit dem Finanzamt Neubrandenburg folgendes abklären.
100% versteuert und keine Freibeträge mehr?

--> Link


Bezieht sich aber auf Wohnsitz im Ausland!!!

FastFood44 am 27 Mai 2023 15:31:51

busfshrer hat geschrieben:Dazu kommt das wir mindestens 4 Monate zum Überwintern nach
Spanien fahren.


Nach 3 Monaten müsste man sich doch eigentlich dann dort anmelden?

AJ61 am 16 Jun 2023 12:02:38

hampshire hat geschrieben:Hallo "busfahrer",
hier berichtet jemand wie er die Herausforderung, die Du hast für sich lösen konnte und welche Möglichkeiten und Herausforderungen sich daraus ergaben. Jedenfalls konnte diese Person den Wohnsitz abmelden und dennoch sein Fahrzeug in D zulassen und versichern.
--> Link
Vielleicht ist das ja hilfreich.


Servus,
etwas verspätet, aber auch zum Thema passend: Ich versuche mal mich verständlich zu machen...

Ich bekomme seit Jahren Medikamente, auf die ich nicht verzichten kann. Die Krankenkassenkarte ist bei mir (für alle Fälle). Doch wie bekomme ich nun vom Hausarzt oder so (ohne, dass meine Vertretung meine Karte hat) meine Langzeit-Medizin?
Bsp: Ich habe meinen Wohnsitz proforma durch Verwandte oder Freund in Deutschland, die auch meine Post empfangen, etc. Mein Arzt sitzt auch bei denen Vor-Ort. Und dieser weiß auch Bescheid, benötigt aber weiterhin alle 1/4 Jahr meine Karte zum Einscannen.

Bitte nur antworten, wenn ihr es aus Erfahrung wisst!!!

Tinduck am 16 Jun 2023 12:20:36

Man kann Medikamente auch im Ausland verschrieben bekommen und kaufen, und der dortige Arzt darf sogar mit deinem Hausarzt kommunizieren... evtl. musst du die Kosten dann erstmal vorstrecken und die Rechnung bei der KK selber einreichen.

Konfrontiere doch einfach mal deine KK mit dem Problem, die wissen bestimmt, wie das geht.

bis denn,

Uwe

hampshire am 16 Jun 2023 13:22:17

AJ61 hat geschrieben:Bitte nur antworten, wenn ihr es aus Erfahrung wisst!!!

In England bekam ich meine Schilddrüsenhormone mit meiner Gesundheitskarte beim Arzt problemfrei ohne selbst zahlen zu müssen. Das war allerdings vor dem Brexit. Meine Krankenversicherung bietet für unterschiedliche Länder Formulare, die ich ausdrucken und mitnehmen kann. Die Länderregelungen sind außerhalb Europas nicht einheitlich. Ich bin sicher, dass Deine Krankenversicherung Dir genau sagen kann wie Du auf Reisen an Deine Medikamente kommst.

kossler am 16 Jun 2023 22:59:48

Ich bekomme alle meine Medikamente hier in Südspanien ohne Rezept. Einzig so Medikamente die Drogen oder Psychopharmaka enthalten bekomme ich nur, wenn ich hier zu einem Centro de Salud gehe und der Arzt dort das Rezept ausstellt.
Dieter

uli644 am 16 Jun 2023 23:42:35

In Südafrika hatten wir von unseren deutschen Ärzten eine Bescheinigung mit, was wir an Medikamenten benötigen. (Formular dazu gibt es z.B. beim ADAC, da steht es dann auch in Englisch drauf )

Damit hatten wir a) eine Bescheinigung für den Zoll bei der Einreise und b) sind wir in SA damit zu einem Arzt, der hat auf der Basis Rezepte ausgestellt, mit denen wir in der Apotheke die Medikamente bekommen haben.

WomoToureu am 17 Jun 2023 08:37:00

kossler hat geschrieben:Ich bekomme alle meine Medikamente hier in Südspanien ohne Rezept.

Das es so ist kann ich bestätigen, jedoch sollte man hinzufügen ( zumindest kenne ich es nur so ) das man die Medikamente auch voll bezahlen muss. Was man dann von seiner KK erstattet bekommt weiß ich nicht.

silver34 am 17 Jun 2023 10:38:23

Wie sieht das eigentlich mit der Riester-Rente aus?

Muss ich da dann als Rentner die Förderung + Zinsen zurückzahlen?

Wenn ich in der EU meinen Wohnsitzt habe muss ich das ja nicht, nur bei außer EU!
Bei ohne Wohnsitz finde ich da nix!
Ich vermute aber es wird wie außer EU betrachtet!

Weis da einer Bescheid?

Handfest am 18 Jun 2023 15:16:13

AJ61 hat geschrieben:Bsp: Ich habe meinen Wohnsitz proforma durch Verwandte oder Freund in Deutschland, die auch meine Post empfangen, etc. Mein Arzt sitzt auch bei denen Vor-Ort. Und dieser weiß auch Bescheid, benötigt aber weiterhin alle 1/4 Jahr meine Karte zum Einscannen.


Hallo AJ61,
Mich würde vielmehr interessieren welche Krankenkasse eine so lange Abwesenheit von der Heimatadresse akzeptiert. Eine ProForma Anschrift wird dir m.E. Nicht wirklich helfen. Alle Bedingungen von gesetzlichen Krankenversicherungen die ich dazu gelesen habe gehen von einem tatsächlichen und dauerhaften Aufenthalt im Inland aus. Andernfalls ist eine Auslandskrankenversicherung erforderlich, die entweder eine Wiedereinreise nach spätestens ca. 60 Tagen erfordert, oder nur für das Ausland gilt und dann in der Altersklasse 60+ nicht ganz günstig ist (dann ist man allerdings innerhalb D nicht mehr versichert).

Oder habe ich hier irgendetwas übersehen oder falsch verstanden? Wir sind aktuell noch mit der 62-Tage Lösung unterwegs, was aber oft schon eine Heimreise erfordert wenn wir gerne noch geblieben wären.

Gruß Handfest

pwglobe am 18 Jun 2023 16:22:40

Hallo, unsere Planung ist jetzt weiter vorangeschritten.
Haus übernimmt unser Sohn, wir bleiben dort gemeldet.
Krankenversicherung: da man sich nicht abmelden muss hat die KV keine Info wie oft und wie lange wir unterwegs sind.
Finanzamt: dito
Versicherungen: dito
Unser Sohn bekommt eine Universalvollmacht.
Falls wir mal schnell nach Hause müssen, wird geflogen oder mit dem PKW gefahren.
Risiken minimiert und einem entspannten Leben im Wohnmobil steht nichts mehr im Wege, außer der restlichen Arbeitszeit.

Handfest am 18 Jun 2023 16:30:20

pwglobe hat geschrieben:Krankenversicherung: da man sich nicht abmelden muss hat die KV keine Info wie oft und wie lange wir unterwegs sind.

Versicherungen: dito

Mut zur Lücke… Solange man im Ausland nicht krank wird ist alles gut.
Soviel Mut hätte ich nicht! Und soviel Kohle im Zweifel die Kosten selbst zu tragen auch nicht

Aber jeder wie er mag

Gruß Handfest

UweHD am 18 Jun 2023 18:46:17

Handfest hat geschrieben: ...Mut zur Lücke… Solange man im Ausland nicht krank wird ist alles gut...

Und was soll deiner Ansicht nach passieren, wenn du im EU-Ausland nach einem längeren Aufenthalt krank wirst? Es gibt keine Grenzkontrollen, keine Visa oder ähnliches, die deine Abwesenheitsdauer rechtssicher dokumentieren.

Handfest am 18 Jun 2023 20:25:03

UweHD hat geschrieben:Und was soll deiner Ansicht nach passieren, wenn du im EU-Ausland nach einem längeren Aufenthalt krank wirst?

Gegenfrage: Was antwortest du deiner Krankenkasse auf die simple Frage „Wie lange sind sie schon nicht mehr im Inland gewesen?“
Versicherungsbetrug kommt immer mehr Mode, sicher…!
Mag ja eine Frage der Erziehung sein, aber es gibt schon Gründe für Regeln.
Und ja: ich fahre auch manchmal schneller als 50 im Ort. Ich bin aber auch ein Verfechter der Solidargemeinschaft. Spätestens wenn man sie auch mal braucht sollte man darüber nachdenken.
Es sind dann oft die Verhältnismäßigkeiten die den Unterschied machen.

Und dafür auch noch andere „zu begeistern“ in dem man offen drüber schreibt finde ich denen gegenüber nicht fair, die sich an die Regeln halten.

Aber so sind die Menschen eben verschieden.
Gruß Handfest

Tinduck am 19 Jun 2023 07:23:26

UweHD hat geschrieben:Und was soll deiner Ansicht nach passieren, wenn du im EU-Ausland nach einem längeren Aufenthalt krank wirst? Es gibt keine Grenzkontrollen, keine Visa oder ähnliches, die deine Abwesenheitsdauer rechtssicher dokumentieren.


Die Versicherung verweigert einfach die Leistung, wenn du auf Nachfrage nicht zumindest ein paar inländische Tankbons etc. aus den letzten XX Tagen vorweisen kannst, die dir klar zuzuordnen sind (über Kreditkartennummer o. ä.). Kannst ja dann klagen, und dann fliegst du mit Sicherheit auf.

Muss ja jeder selber wissen, aber die Faustregel ist, dass man existentielle Risiken mit einer Versicherung abdecken sollte. Und zwar so, dass die auch zahlt im Fall der Fälle, was sie bei Obliegenheitsverletzungen nicht tun wird.

Wenn man kein Geld hat oder zu geizig ist für eine Auslandskrankenversicherung, die auch das eigene Reiseverhalten abdeckt, muss man halt bis auf Kurztrips in D bleiben oder im Fall der Fälle selber zahlen - am besten, ohne dann rumzuheulen von wegen Abzocke, Beschiss etc. pp.

bis denn,

Uwe

WomoToureu am 19 Jun 2023 07:53:49

Handfest hat geschrieben: Was antwortest du deiner Krankenkasse auf die simple Frage „Wie lange sind sie schon nicht mehr im Inland gewesen?“

Ich nehme an, da wird es nicht bei einer Frage bleiben, sondern kommen sie mal mit den Kontoauszügen ihrer Bank der letzten Monate mal vorbei, bringen sie mal Tankquittungen mit usw.
Wie ich mal von einem Aussteiger berichtet bekam, gibt es da Dienstleister die derartige Recherchen übernehmen, die im Falle eines versuchten Betruges der Versicherte bezahlen muss.

pwglobe am 19 Jun 2023 08:29:29

Hallo, ich frage mich immer wie man auf solche Ideen kommt, dass die KV ermittelt ob man 3 Wochen oder 3 Monate unterwegs ist.

Ein Freund von uns verbringt mindesten ein halbes Jahr in Portugal und dies seit 8 Jahren.

Zahnarzt Notfall wurde von der KV übernommen.
Schnittverletzung an der Hand musste im Krankenhaus genäht werden, wurde übernommen.

Die KV hat in keinem Fall nach irgendwelchen Nachweisen gefragt. Solange der Wohnsitz in D bleibt und sich in diesem, wie auch in unserem Fall, nicht ändert besteht seitens der KV kein Grund zu recherchieren.

Wer jetzt auf Nummer sicher gehen will, kann bei seiner deutschen KV eine Anwartschaft beantragen und eine private KV abschließen, mit einer Basisabsicherung sind die Kosten ca. 20% über der gesetzlichen KV. So kann man dann nach der Rückkehr wieder in die KV eintreten. Diesen Aufwand alle paar Monate werde ich mir sparen.

hampshire am 19 Jun 2023 13:00:37

pwglobe hat geschrieben:Risiken minimiert und einem entspannten Leben im Wohnmobil steht nichts mehr im Wege, außer der restlichen Arbeitszeit.

Glückwunsch und genießt die Zeit bis dahin und danach!

Handfest hat geschrieben:Mut zur Lücke… Solange man im Ausland nicht krank wird ist alles gut.
Soviel Mut hätte ich nicht! Und soviel Kohle im Zweifel die Kosten selbst zu tragen auch nicht

Das ist nicht "mutig" solange Du in der EU und ein paar explizit genannten Ländern wie Großbritanien, Norwegen oder Schweiz bleibst. Als gesetzlich Krankenversicherter hast Du wie ich das lese Anspruch auf die im Gastland üblichen Leistungen.
Schwierig ist - wenn ich das richtig verstanden habe - nicht die Reisedauer, sondern eine mögliche lange Behandlungsdauer im Ausland. Dagegen gibt es beim Versicherungen, die einen Rücktransport nach Deutschland abdecken.
Ich bin kein Fachmann, erkenne aber, dass das Modell einen Teil des Lebens reisend im Ausland zu verbringen ganz gute Berücksichtigung in der Gesetzgebung findet.
Nur die aus Kostengründen geplante Aufgabe des Wohnsitzes, der im deutschen Melderecht gefordert wird und Grundlage für viele Leistungen ist macht es schwierig.

Hab hier mal was von der Verbraucherzentrale gefunden. --> Link.
Und noch einen Link zum Bundesgesundheitsministerium: --> LinkDu kannst Dir da Sicherheit für Deine Planung holen.
Und noch ein Link zur europäischen Krankenversicherungskarte von der EU: --> Link

Verbraucherzentrale, Gesundheitsministerium und der offiziellen Seite der EU unterstelle uch hohe Validität der Information. Auf allen Seiten gibt es die Möglichkeit in Kontakt zu treten und ganz persönliche Fragen zu stellen.

Handfest am 19 Jun 2023 20:06:49

hampshire hat geschrieben:Als gesetzlich Krankenversicherter hast Du wie ich das lese Anspruch auf die im Gastland üblichen Leistungen.

Verbraucherzentrale, Gesundheitsministerium und der offiziellen Seite der EU unterstelle uch hohe Validität der Information. Auf allen Seiten gibt es die Möglichkeit in Kontakt zu treten und ganz persönliche Fragen zu stellen.


Man sollte das tatsächlich mal in Ruhe lesen und zwar so wie es in den einzelnen Links beschrieben ist. Ob man das dann als praxistauglich empfindet und/oder mit seiner gesetzlichen KV diskutieren möchte bleibt ja jedem selbst überlassen.
Da wir gerade in Portugal sind habe ich mir den Spaß gemacht und mal ein paar Stellen aus den verschiedenen Links zusammengetragen. Seht es mir nach, dass ich die Links dazu nicht überall dazu geschrieben hab:

VZ.:
„Bei vorübergehenden Aufenthalten ohne Verlegung des Lebensmittelpunktes reicht im europäischen Ausland (einschließlich Island, Norwegen und der Schweiz) die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) aus.“

Und „Die Abgrenzung zwischen vorübergehenden und dauerhaften Auslandsaufenthalten erfolgt danach, ob ein neuer Hauptwohnsitz im Ausland begründet wird. Dies ist nach dem Bundesmeldegesetz dann der Fall, wenn der Schwerpunkt der Lebensbeziehungen der/des Versicherten in einen anderen Staat verlagert wird.“

EU:
„Mit Ihrer Europäischen Krankenversicherungskarte können Sie zu denselben Bedingungen wie Staatsangehörige des Landes, in dem Sie sich befinden, Gesundheitsversorgung erhalten und die Rückerstattung der Kosten beantragen. Wenn Ihre benötigte Behandlung für Ortsansässige kostenlos ist, brauchen Sie nichts zu zahlen. Müssen Sie die Behandlung bezahlen, können Sie die Rückerstattung entweder vor Ort bei der entsprechenden nationalen Einrichtung beantragen und erhalten oder sich nach Ihrer Rückkehr an Ihre Krankenkasse wenden.“

Neben den zu erwartenden Diskussionen mit der Krankenkasse heißt das zum Beispiel für Portugal:--> Link
„ Als gesetzlich Versicherter ungeplant zum Arzt

In einem staatlichen Gesundheitszentrum (Centro de Saúde) oder der Notaufnahme eines öffentlichen Hospitals (hospitales públicos com urgência) erhältst du darüber sogenannte medizinisch notwendige und unverzüglich erforderliche Behandlungen. Dein vorübergehender Aufenthalt in Portugal darf dafür in der Regel maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr lang sein. Nach Ausfüllen eines Formulars erhältst du nun eine ambulante Grundversorgung mit Medikamenten und Hilfsmitteln oder Teilleistungen bei einem stationären Aufenthalt. Der Arzt rechnet direkt mit deiner Krankenkasse ab.

Bei Akzeptanzproblemen der EHIC legst du die Kosten aus und reichst die Rechnungen zur Erstattung bei deiner Krankenkasse ein. Bringe bei deiner Krankenkasse in Erfahrung, welche Behandlungsdaten sie zur Erstattung benötigt. Maßstab für die Höhe der Rückzahlungen sind die für die Portugiesen in Portugal üblichen Kostenerstattungen.

Nicht versichert sind die Behandlung chronischer Erkrankungen und Vorsorgeuntersuchungen. Auch den Besuch eines Facharztes in einem öffentlichen Krankenhaus, eines Privatarztes, eines Privaten Krankenhauses und den Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall musst du privat bezahlen. Meist sind solche Kosten sofort fällig. Geplante Arztbehandlungen im Portugalurlaub wie die Dialyse solltest du vorher mit deiner Krankenkasse abklären.“

Und am Beispiel einer der großen gesetzlichen KV in Deutschland, der TK:
„Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) erhalten Sie auf Reisen in Europa alle Leistungen, die die staatliche Krankenversicherung Ihres Urlaubslandes vorsieht. Dies ist oft weniger als in Deutschland.

Wir bieten Ihnen deshalb mit dem TK-EuropaService ein besonderes Angebot, mit dem das Risiko unvorhersehbarer Erkrankungen während vorübergehender Auslandsaufenthalte von bis zu 42 Tagen gedeckt wird. Dazu haben wir für Not- und Akutfälle in vielen beliebten Urlaubsregionen Verträge mit ausgewählten Kliniken und Arztpraxen geschlossen.“

Viel Spaß wenn es dringend notwendig ist sich behandeln zu lassen und du schon länger als 42 Tage ohne Auslandskrankenversicherung unterwegs bist.
Alleine eine Arzt zu suchen und zu finden den die KV akzeptiert und mit dem sie evtl. abrechnet. Der kann dann auch schon mal 100km weit entfernt sein. Blöd, wenn es einem wirklich akut schlecht geht.

Ich möchte das nicht erleben, ganz zu schweigen davon dass im Sinne der Krankenkassen die Behandlung von chronischen Erkrankungen eh nicht übernommen wird. Wenn man regelmäßig Medikamente benötigt ist man aus Sicht der KV vermutlich chronisch krank. Aber natürlich kann man das auch noch mit der KV ausdiskutieren…

Alles nix für mich. Ich halte das für ein existenzielles Risiko was ich abgesichert haben möchte. Aber jeder wie er will.
Viel Glück

Gruß Handfest

P.S. Wenn das alles so simpel wäre , warum gibt es dann Auslandskrankenversicherungen?
Auch der ADAC holt weder dich noch dein Fzg. zurück, wenn du länger als x Tage im EU-Ausland bist. Deine Hausrat- und Wohngebäudeversicherung verlangt auch ständig bewohnte Objekte
Ein fataler Irrtum wenn du glaubst dass die bei den u.U. zu erwartenden Kosten im Schadensfall keine Nachweise haben wollen.

Kuhtreiber am 19 Jun 2023 20:47:01

Meine Frau hat sich 2010 im Urlaub in Kroatien den Arm gebrochen. Krankenhaus, Untersuchung- zahlen. Röntgen- zahlen. Eingipsen - zahlen. Kroatien war damals noch nicht in der EU. Daheim die drei Rechnungen bei der AOK eingereicht und kurz darauf bekam sie das Geld zurück. Kein Mensch hat gefragt wie lange wir im Ausland waren.

Trailwild am 19 Jun 2023 22:41:09

Kuhtreiber hat geschrieben:Meine Frau hat sich 2010 im Urlaub in Kroatien den Arm gebrochen. Krankenhaus, Untersuchung- zahlen. Röntgen- zahlen. Eingipsen - zahlen. Kroatien war damals noch nicht in der EU. Daheim die drei Rechnungen bei der AOK eingereicht und kurz darauf bekam sie das Geld zurück. Kein Mensch hat gefragt wie lange wir im Ausland waren.



Wir haben schon mehrmals medizinische Hilfe in Anspruch nehmen müssen, früher mit den Kinder, zuletzt hatte ich mir ne Blasenentzündung eingegangen und war in Luxemburg zum Arzt. Die Krankenversichetung wollte den ersten und letzten Tag vom Urlaub/Aufenthalt wissen. Jedesmal wenn wir was hatten…

jwjakarta am 19 Jun 2023 22:46:58

AJ61 hat geschrieben:
Ich bekomme seit Jahren Medikamente, auf die ich nicht verzichten kann. Die Krankenkassenkarte ist bei mir (für alle Fälle). Doch wie bekomme ich nun vom Hausarzt oder so (ohne, dass meine Vertretung meine Karte hat) meine Langzeit-Medizin?

Bitte nur antworten, wenn ihr es aus Erfahrung wisst!!!


Aus eigener Erfahrung :
Ich muss auch Medikamente nehmen (seit über 30 Jahren), 4 Tabletten am Tag.
Als ich für 2 Jahre nach Indonesien gegangen bin hat mir mein Facharzt ein Rezept über 2 Doppelpackungen ( 400 Stück ) ausgestellt.
Mein Hausarzt das gleiche nochmal...
250 Stück hatte ich noch - insgesamt also genug für knapp 9 Monate
Da ich eh nach 8 bzw. 16 Monaten für jeweils 10 Tage nach Deutschland wollte war der erste Step also "abgesichert".
Vom Facharzt noch die Erklärung für die Einreise auf Englisch, fertig...

Und dann ? Alles unnötig...
In Jakarta in die Fachabteilung eines Rumah Sakit (Krankenhaus) und die haben mir problemlos mein Medikament aus Deutschland (!!!) besorgt - übrigens habe ich DEUTLICH (!!!) weniger dafür bezahlt als meine Krankversicherung in Deutschland...

Ach ja :
Ich hatte eine internationale KV , hatte aber meine Vorerkrankung bis auf Notfallbehandlungen auschliessen lassen - macht finanziell mehr Sinn da ich ausser den Medikamenten sonst keine Behandlungen etc. brauche.

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