Ich bin 5 Wochen lang zum Nordkapp und dann über die Lofoten südwärts gefahren. Die Reisezeit (ab Mitte Mai) war ein Kompromiss. Einerseits sind noch nicht SO viele Touristen unterwegs, andererseits ist die Natur oft noch nicht sehr grün, es liegt viel Schnee oder kommt auch von oben und einiges ist noch nicht in Betrieb oder offen.
Hier gibts die Version mit Bildern: --> Link
18.5.2023 Do
Wetter am Anfang noch ein paar Tropfen, aber sonst gut bis sonnig.
Wenig Verkehr, keine LKW. Nachdem es gut lief, bin ich durchgefahren.
1139km
19.5.2023 Fr
Fähre um 8:15 bis 14:30
In Schweden immer besseres Wetter bis blauer Himmel mit ein paar Wolken.
Fahrt bis zum Luftwaffenmuseum Linköping (nur zum Übernachten). Außerhalb der Städte wenig Verkehr.
1603km - 464km
20.5.2023 Sa
Nach Uppsala - SP bei Gamla Uppsala. Verkehr in Stockholm OK, Unfall auf der Gegenspur.
Gamla etwa bis 13:30 - Erdhaufen, sonst hat nicht viel auf, dann in die Stadt. Es gibt einen schönen Radweg durch Wald und Feld. In der Stadt dann einen abgetrennten an der Straße und an einem Fluß/Kanal entlang. Ich lasse mein Rad in der Nähe des Doms stehen und gehe zu fuß weiter. Dom - es soll bald eine Hochzeit stattfinden. Kleinere Kirche (das gleiche). Garten von Linnee.
1891km - 288km
21.5.2023 So
erst etwas wolkig, dann blauer Himmel
Start um 8:00, gegen 11:00 sehe ich das Flugmuseum und bin etwa 1h dort. Höga Kusten bron Brücke angehalten. In Umea auf einem ungeteerten Platz bei einer Freizeitanlage. Man merkt schon die hohe Breite. Um 22:00 ist es noch recht hell, wie gerade nach dem Sonnenuntergang. 23:00 noch nicht ganz dunkel. Aber es wird schon am Nachmittag empfindlich kühler (13°C). Drohne getestet - geht sehr gut.
2488km - 597km
22.5.2023 Mo
blauer Himmel. In Kalix etwas Wolken und recht kühl. Weiter von der Küste weg wärmer.
Kalix - Kirche fotographiert, nach der Grenze in Tornio Kirche besucht (auch zu).
Gletschermühlen knapp vor Rovaniemi. Weiter auf einen Parkplatz ganz in der Nähe vom Arktikum.
3024km - 536km
23.5.2023 Di
Erst Regen, dann trocken und teils Sonne
Arktikum, Santa Village, Inari, Stromschnellen
Santa Palace hat zu, den Polarkreis habe ich nicht gesehen. Rentiere an der Straße
3389km - 365km
24.5.2023 Mi
Blauer Himmel, der sich aber bald bezieht.
Nochmal zur Stromschnelle, Inari Samen Museum, Karasjok nicht lang: Parlament (nur außen), Straßen in N sind noch etwas schlechter. Man muß immer mit zwei Händen fahren.
Der erste Tunnel ist sehr eng, ich muß etwas zurück wegen eines LKW. Nordkapp Tunnel ist etwa 6km, geht aber 212m unter den Meeresspiegel, sehr steil. 2.Gang 30km/h hinter einem Tanklastzug. Man sieht weiteren Tunnel im Bau.
Nordkapp, es ist gerade noch gutes Wetter. Ich komme aber nicht mehr bis zur Kugel, da ein Graupelschauer loslegt. Nach etwa 1h ist aber alles vorbei und es kommt wieder blauer Himmel. Ich habe zwischendurch umgeparkt, da der Wind stark an den Dachluken zieht. Der Riegelmechanismus an der großen ist teildefekt. Viele Fotos, dann bin ich ostwärts bis zum Ende gewandert. Um 00:00 nochmal raus. Es ist sehr kalt (4°C), nur kurz.
3788km - 399km
25.5.2023 Do
4°C außen, Heizung über Nacht. Blauer Himmel
Nach einigen Bildern fahre ich zum Ausgangspunkt der Wanderung zum "echten" Nordkapp. Der Weg ist mit Steinmännchen und Markierungen an Steinen markiert, die aber teils schwer zu finden sind. Auf halbem Weg zieht es sich stark zu, 2 Regentropfen. Am Rückweg ist aber wieder blauer Himmel, der nur teilweise durch größere Wolken getrübt wird. Am Ende wird es recht kalt. Die Sonne hat nicht mehr viel Kraft. Knapp 7h und 19km. Ich bleibe hier über Nacht. Der Wind bläst und ich muß ordentlich heizen.
3794km - 6km
26.5.2023 Fr
Skarsvag - Kirkeporten: weiter hinten ist ein Parkplatz am Hafen(?). Der Weg ist nicht so kurz (30min?), das Wetter ist noch gut, später immer wieder Regen und Schnee.
Honningsvag - Wetter teils gut, Parken ist ein Problem. Ich stand dann an der Hauptstraße mit einem Parkschein. Das Museum ist klein, aber nett. Einiges über das Ende des Krieges und die Zerstörungen.
Tanken scheint mir (leider) zu teuer. Es wird noch teurer.
Der Nordkapptunnel geht etwas schneller. Der lästige Tunnel der Herfahrt wurde durch einen neuen ersetzt, der wohl gerade erst in Betrieb gegangen ist.
Man sieht den Schnee noch an allen Hängen. Nach Skaidi gibt es eine VE mit einem Automaten(gratis).
Einkauf vor der Brücke nach Hammerfest. Auch da ist das Parken nicht einfach. Ich fahre erst zum Aussichtspunkt. Dort könnte man wohl stehen, aber manchmal gibt es Tickets. Ich fahre dann weiter nach Forsol, wo es einen großen freien Platz am Meer gegenüber eines Hafens gibt. Schnee, Regen...
4036km - 242km
27.5.2023 Sa
Regen und Schnee. Die Vorhersage für Alta ist besser, also breche ich auf. In Hammerfest zur Meridiansäule und Freiluftmuseum.
Weiter über Skaidi und eine Hochebene, wo noch viel Schnee liegt. Direkt zum Altamuseum. Rundgang der Felsritzungen. Dann bei der Kathedrale geparkt (gratis ab 18:00 Sa). Kleiner Spaziergang ins Zentrum und dann Richtung Wasser auf einen Hügel.
4202km - 166km
28.5.2023
Der Alta Canyon ist Nordeuropas größter Canyon. Das wollte ich mir ansehen. Das Wetter am Morgen war eher mies, aber der Wetterbericht versprach für den Nachmittag einige bessere Stunden. Also bin ich bis zum Ausgangspunkt der Wanderung gefahren. Zumindest fast. 1km davor war ein hohes Schneefeld auf der Straße.
Der Weg führt über das Fjell, die Hochebene. Teils verschwindet er unter Schneefeldern und ist nicht so leicht wieder zu finden. Das größere Problem sind die zu querenden Bäche. Neben den kleinen ist der erste größere noch einigermaßen einfach zu bezwingen. Der zweite aber ist eine andere Nummer. Beim vorgesehenen Weg sind hohe Schneewächten und ein tiefer schnell fließender Bach. Ich schaue stromabwärts, aber da wird es kaum besser. Weiter oben finde ich eine Stelle, an der viele Steine sind und kein größerer Bereich mit schnellem Wasser. Ich balanciere über die Steine und bin trotzdem öfter tiefer im Wasser. Zum Glück sind meine Schuhe hoch genug wasserdicht.
Danach ist eher das Finden des Weges das Problem. Immer wieder wird die Spur dünn. Am Ende komme ich am Aussichtspunkt über dem Canyon an. Die volle Sonne verpasse ich knapp, aber immerhin habe ich noch recht helles Licht. Kurz darauf fängt es wieder zu regnen an. Das wechselt in Folge immer wieder mit Sonnenschein. Die meiste Zeit geht ein starker, kalter Wind.
Nach ca. 5,5h und 14km bin ich wieder beim Womo. Ich fahre zurück zur Hauptstraße (E6) und ein kleines Stück weiter nach Süden (zumindest generell). Hier scheint die Sonne, und ich finde einen sehr schönen Rastplatz sogar mit Frischwasser. Durch die Nordausrichtung sehe ich wieder die Mitternachtssonne. Als der Wind schwächer wird, kann ich meine Drohne mal wieder einsetzen.
4276km - 74km
29.5.2023 Mo
Lang geschlafen, Fahrt nach Oksfjord, von dort sieht man einen Gletscher, das Wetter ist bescheiden. Single Track Tunnel.
Im Jokelfjord sieht man den Øksfjordjøkelen(Gletscher), der hier direkt ins Meer abfällt. Ich mache eine kleine Wanderung, um näher heranzukommen. Ich fahre weiter und sehe den Stellplatz in Burfjord, wo ich die Nacht verbringe. Ich fliege meine Drohne, aber die Möwen kommen ihr gefährlich nahe.
4457km - 181km
30.5.2023 Di
Das Wetter ist heute fast durchgehend mies. Meistens Regen.
Es steht viel Fahren an. In einigen Gebieten sieht man schon viel Grün, in anderen, höheren noch kaum. 2x Fähren, jeweils Wartezeit davor (ca. 45min). Über die Tromsöbrücke nach Tromsörüber. Parken in Tromsö ist schwierig oder teuer oder beides. Ich fahre nach ein paar Fehlversuchen zum Stadion, wo man von 17-24 gratis stehen kann. Ich gehe zufuß in die Stadt. Alles nur von außen, da ab 17:00 fast alles zu ist. Rathaus, Polarmuseum, dann über die Brücke zur Ishavskatedralen. Zurück, etwas am Ufer entlang und dann wieder hoch zum Stadion. Gleich daneben hole ich mir noch eine Pizza. Ich schaue mir die Optionen an und entscheide noch etwas weiterzufahren. Ich verlasse Tromsö auf der anderen Seite, auch über eine Brücke. Dann geht es länger die Küste entlang. Ich mache ein paar Fotos am Tirpitzdenkmal. Dann noch etwas weiter in die Nähe von Steinritzungen, wo ich einen Platz beim alten Fähranleger finde. Es gibt jetzt einen Tunnel unter dem Meer, den ich auch noch nehmen werde.
4695km - 238km
31.5.2023 Mi
Das Wetter ist variabel bis mies. Anfangs immer wieder leichter Regen mit kurzen trockenen Phasen, später dann wiederholt Schneeschauer.
Neben dem Parkplatz ist ein kleines Freilichtmuseum (nicht offen) mit einigen älteren Häusern. Ich fahre zu den Steinritzungen nebenan. Einige sieht man recht deutlich gleich an der Straße, der Zugang zu den weiteren ist gesperrt. Weiter der Straße nach sollen noch mehr kommen. Da ich nichts finde, kehre ich aber irgendwann um. Durch den Unterseetunnel komme ich wieder aufs Festland. Irgendwann gibt es wieder ein Schild zu Steinritzungen, dem ich folge. Diesmal ist es ein gut beschilderter, kleiner Wanderweg durch den Wald zu einigen Steinen. Leider ist er auch sehr naß und matschig. Am Weg zurück zur Route kommt mir eine Rentierherde mit Jungtieren in die Quere, die lieber vor mir herlaufen, als einfach zur Seite zu gehen.
Auf einem Paß gibt es einen Rastplatz und daneben einen Sami Shop. Ein großes Zelt mit allem, was die Souvenirindustrie so zu bieten hat. Ich kaufe u.a. ein Rentierfell. Als ich rauskomme, herrscht Schneetreiben.
Bevor ich nach Senja über die Brücke fahre, tanke ich noch und kaufe ein.
Ich finde einen Stellplatz direkt neben der Brücke bei einem kleinen Yachthafen. Es schneit immer wieder, bleibt aber zum Glück nicht liegen, da die Zufahrt recht steil ist.
4901km - 206km
1.6.2023 Do
Das Wetter beginnt mies (Regen und Schnee). Gegen Mittag macht es auf und es kommt immer wieder mal die Sonne heraus.
Ich fahre zuerst nach Botnhamn. Etwas weiter der Straße lang findet man sogar einen Sandstrand. Weiter nach Husoy. Das ist eine kleine Insel, die vom Fischfang lebt. Sie ist mit einem Damm mit dem Festland verbunden. Ich parke davor und gehe zu fuß weiter. Im Norden ist ein kleiner Naturbereich mit einem Leuchtturm. Hier sieht man viele Möwen und auch Kormorane beim Trocknen.
Weiter nach Fjordgard. Der Weg enthält zwei Tunnel mit Single Lane Betrieb, und natürlich kommen einige Fahrzeuge entgegen. Es gibt dort einen Wanderparkplatz für einige Routen, der leider voll ist (und kosten soll). Ich finde noch einen komplett neuen Parkplatz unten am Wasser ein Stück weiter nördlich. Einerseits sind diese Routen etwas anspruchsvoller und es liegt noch Schnee zusätzlich zu dem gerade gefallenen. Außerdem soll die Stunde etwa €3 kosten, und ich weiß ja nicht so genau, wie lang ich brauche. Also fahre ich weiter.
In Mefjordvaer gibt es einfachere Routen und einen Gratisplatz am Meer. Außerdem die erste Entsorgung für Grauwasser, die ich sehe (und nutze). Ich gehe erst auf den Knuten, einen kleinen Hügel gleich neben dem Parkplatz. Dann noch weiter zu einem Aussichtspunkt. Das zieht sich ziemlich, da es über einen Steinfeldhang geht. D.h. man muß ständig auf und abklettern. Ich übernachte auch hier. Neben mir steht ein PKW, in dem die Besitzer auch schlafen, dessen Standheizung wie ein Hochofen klingt und die ganze Zeit röhrt. Ein Austernfischer(Vogel) hat sein Gelege genau auf dem Parkplatz angelegt. Derzeit nur etwa 1m vor einem Womo.
Heute hat mein Womo die 100.000km überschritten.
5031km - 130km
2.6.2023 Fr
Es beginnt mit Regen, der sich aber größtenteils legt. Auch wieder einige Phasen mit Sonne.
Heute klappere ich erstmal einige typische Aussichten ab. Ich beginne mit dem Ersfjord Strand, wo man sehr schön stehen kann und wo ich auch meine Drohne genutzt habe. Dann Tungeneset: Steinklippen am Meer, an denen sich die Brandung austobt. Dann der Strand von Bovaer. Die einzige Parkmöglichkeit war nur bis zum Nachmittag offen, da dann dort etwas stattfindet.
Bergsbotn Aussicht: ein Stahlkonstuktion, von der aus man über die Bucht sehen kann.
Ich fahre die 86 bis zur Straumensbru und drehe dann um. Weiter geht es ins Kaperdalen, wobei man erstmal über 350m hoch klettern muß, bevor es wieder zum Fjord runtergeht. Am Weg liegt ein recht zerfallenes Sami Freiluftmuseum. Ich erreiche den Tverrelva Wasserfall. Eigentlich ist das nicht ein Wasserfall, sondern eine Abfolge von kleineren und mittleren Wasserfällen. Ich nehme eine Wanderroute neben dem Bach und steige immer höher. Am Rückweg halte ich noch mal um den Gjeskeelva Wasserfall daneben zu fotografieren. Er ist noch spektakulärer. Allerdings zeigt mein Navi keine Route dorthin an.
Beim Rückweg über den Paß halte ich bei einem weiteren Wasserfall und dann noch bei Stromschnellen an.
Als Ziel für heute ist ein Parkplatz beim Nationalpark Anderdalen geplant. Eines der Navis will eine wesentlich kürzere Route nehmen. Die stellt sich aber als unbefestigte Schotterpiste mit Schlaglöchern heraus, weswegen ich doch lieber die lange Route fahre.
Wie bei anderen Parkplätzen kann man am Zielort nicht mehr übernachten und muß am Tag zahlen. Ich fahre 5km weiter, wo ich einen schönen Platz für die Nacht finde und noch einen Spaziergang am Meer mache.
5220km - 189km
3.6.2023 Sa
Regen, teils bedeckt, am Nachmittag schöner
Ich verlasse die Insel Senja. Am Festland kaufe ich ein und tanke. Dann geht es weiter zum Malselvafossen, das ist ein Wasserfall/Stromschnelle, die ziemlich beeindruckend ist. In Setermoen eine 8eckige Kirche.
Ich folge der E6. Am Weg liegt ein Freilichtmuseum mit alten Häusern (Bardu Bygdetun), das aber wohl noch nicht wieder eröffnet hat. Man kann aber alles von außen ansehen. In einem kleineren Bau versteckt sich ein kleines marderartiges Tier. Dann wieder ein Wasserfall: Sir Henri's Wasserfall.
Etwas ab der Route liegt ein kleines Bootsmuseum. Es gibt auch noch eine Restaurierungswerkstatt mit Ausstellung, die leider heute zu ist.
Der Narvik View zeigt nur wenig von Narvik, da die Bäume zu hoch gewachsen sind. Entlang des Wegs gibt es Erinnerungspunkte an den Kampf um Narvik 1940, bei dem die Deutschen von Norwegern und anderen Ländern zurückgedrängt wurden. Dann aber zogen sich die Alliierten zurück und die Deutschen übernahmen Norwegen.
Ich fahre dann nach Süden an die Küste. Bei einer alten Artilleriestellung gibt es eine moderene "Kirche" - ein Betongebäude mit Bildern ähnlich den Steinritzungen. Hier ist man gut aufgehoben, da ein Militärstützpunkt in der Nähe liegt, und es Patrouillen gibt. Daher darf man aber auch nur sehr eingeschränkt fotografieren.
5481km - 261km
4.6.2023 So
Das Wetter ist mies, am Anfang geht es noch, dann immer wieder starker Regen.
Speerfischer. Am Morgen fahre ich in der Nähe zur "Trollkirka" (Trollkirche). Den Punkt habe ich auf Google Maps gefunden, aber ohne Info, was es eigentlich ist. Maps kannte keine Route, OSMand auch nicht. Auf Alltrails habe ich dann eine Geocacherunde dorthin gefunden. In der Nähe des Einstiegs gab es sogar eine Parkmöglichkeit. Der Weg war größtenteils erkennbar und führte einen Hang aufwärts. Oben dann die positive Überraschung. Die Trollkirka ist ein rauschender Bach, der in einer Höhle verschwindet. Caches habe ich aber weder gesucht, noch gefunden.
Die weitere Fahrt im Regen brachte nicht viel. Die Brücke vom Festland, ein netter See, eine sparsame Tankstelle, die nicht voll machen wollte und jede Menge Verkehr. Ich bin dann auf einem Rastplatz stehengeblieben. Von dort habe ich einen kleinen Spaziergang zu einem Bach gemacht. Am Abend kam nochmal kurz die Sonne heraus, aber ich werde wohl trotzdem hier bleiben, da die Wolken fast alles verdecken.
5616km - 135km
5.6.2023 Mo
Hin und wieder hat es nicht geregnet. Am Nachmittag sogar mal ein wenig länger.
Das Wetter hat sich nicht wirklich verbessert. Auch die Berge sind oben im Nebel. Ich fahre zur Insel Langoya bis nach Hovden. Hier gibt es eine ehemalige Handelssiedlung. Auf dem Weg kann ich einen Vogelfelsen und einige nette Aussichten sehen. In Hovden bleibe ich am Ortseingang stehen und schaue mir die Gestelle mit Trockenfisch am Strand an. Ich gehe weiter bis zur Mole und über einen anderen Weg an einem anderen Strand und dem Friedhof vorbei zurück. Hier gibt es tatsächlich mal eine Bucht ohne Mobilnetz.
Ich fahre dann nach Fore, wo man alte Gräber gefunden hat, und weiter die Runde über Bo (Kirche). Dann zurück Richtung Osten. An einem Rastplatz verbringe ich die Nacht an einem kleinen See.
Eigentlich wollte ich noch eine Walsafari machen, aber bei dem Wetter hat es wenig Sinn, falls sie überhaupt fahren. Und hier im Norden der Vesteralen gibt es bei schlechtem Wetter nicht viel zu tun für vielleicht 2-3 Tage. Also geht es nach Süden auf die Lofoten weiter.
5901km - 285km
6.6.2023 Di
Heute war das Wetter etwas besser. Im Süden der Vesteralen sogar schön, aber auch wieder etwas Regen.
Allzuviel km werden es heute nicht werden. Der Weg zur Fähre ist kurz und dann nur nach Svolvaer.
Ich starte mit dem Hurtigrutenmuseum in Stokmarknes. Hier wurde ein komplettes altes Schiff in einen Glaspalast gesteckt. Dazu noch ein Decksaufbau eines noch älteren Schiffs. Man kann fast alles anschauen. Allein das Gebäude ist schon sehenswert.
Am Weg nach Süden will ich noch ein paar Sachen anschauen. Zwei davon sind ein Reinfall, das dritte ist ein nettes Gelände am Meer. Ich habe fast die Zeit übersehen und fahre relativ schnell (soweit das halt geht) nach Melbu. 5min vor Abfahrt kann ich auf die Fähre fahren, die höchstens zu einem Drittel gefüllt ist. Ca. 30min dauert die Überfahrt. Auf den Lofoten dann wieder das Wetter von zuvor. Ein Mitarbeiter bei einem Ausflugsschiffbetrieb meint, daß er jetzt 7 Tage dort arbeitet und noch nicht die Sonne gesehen hat.
Ich halte bei einem Rastplatz, von dem aus man einen guten Blicke auf eine kleine Kirche und den Fjord hat.
In Svolvaer stehe ich bei einem Fährterminal, wo man 24h parken darf. Ich gehe in die Stadt und erkundige mich wegen der Bootsausflüge und kaufe Souvenirs ein. Ich besuche Magic Ice. Das ist eine Mischung aus Gefrieranlage, Gallerie und Bar. Bei -6°C bekommt man einen Drink in einem Eisglas und kann sich farbig beleuchtete Skulpturen ansehen. Dazu gibts einen Poncho zum Wärmen. Mit Fellen als Unterlage ist das Sitzen am Eis (zumindest einige Zeit) durchaus angenehm warm.
6033km - 132km
7.6.2023 Mi
Wie angekündigt ist das Wetter mies.
Ich fahre erstmal zu einer Gasfüllstation. Dann das Lofotenmuseum: eine Sammlung von Gebäuden mit Ausstellungen. Gleich daneben ist das Lofoten Aquarium. Man sieht alle möglichen Fische und andere Tiere, die es in der Gegend gibt. Sie haben auch einige Robben und zumindest einen Otter. Außerdem sehe ich hier das Modell einer Struktur, die ich von der Fähre aus gesehen habe. Es war eine riesige schwimmende Aquakultur.
Unweit des Museums gibt es eine Glashütte, wo man auch sehen kann, wie sie Glas blasen. Am weiteren Weg halte ich bei der Lofotenkathedrale.
Für die Nacht stehe ich auf einem Badeplatz etwas östlich der Stadt. Gleich daneben ist ein kleiner Hügel mit Sendemast, auf den ich steige.
6052km - 19km
8.6.2023 Do
Das erstemal Sonne seit Wochen (laut Bootscrew). Nicht immer gut, es regnet auch heute immer wieder mal, aber eher kurz.
Ich fahre am Morgen wieder zum Fährkai zum Parken und mache dann eine Bootstour (Silent Cruise) zum Trollfjord. Das Schiff hat einen Hybridantrieb. D.h. er wechselt vor dem Fjord oder bei Tierbeobachtungen auf Elektroantrieb. Der Diesel ist aber auch sehr leise.
Der Trollfjord an sich ist eher kurz, mit sehr steilen Wänden. Aber die Fahrt ist sehr schön. Am Hinweg sehen wir sogar Fischadler. Nach dem Fjord lassen sie noch eine Drohne unterwasser, deren Bild man am Monitor verfolgen kann.
Zurück lasse ich noch eine weitere Gasflasche füllen und fahre weiter nach Hemmingsvaer. Manche vergleichen es mit Venedig, weil viele Gebäude auf Stämmen stehen. Der Ort ist nicht so berauschend. Es gibt eine Menge Galerien und Kunsthandwerk, auch Glasbläser.
Die Umgebung allerdings ist spektakulär.
Dann geht es weiter über den Gimsoystraumen Richtung Westen. Bei einem Vogelbeobachtungsturm bleibe ich über Nacht.
6113km - 61km
9.6.2023 Fr
Der Tag beginnt noch etwas trüb, in der Nacht hat es geregnet. Dann aber strahlend blauer Himmel fast ohne Wolken.
Die Wege auf den Lofoten sind meist recht kurz. Ich beginne den Tag mit Entsorgung auf einem Rastplatz. Hier wurden einige Rastplätze mit besonderem Design der Sitzbereiche gestaltet.
Dann nach Eggum. Sie haben etwas wie eine Burg, das aber neuer aussieht. Im 2.WK war hier eine Radarstation. Ich mache eine kleine Wanderung über eine Schafweide zu einem Skulpturenpark, oder zumindest zu seinem Beginn. Dann fülle ich noch Wasser nach.
Am Rückweg stoppe ich bei einem Trockenfischgerüst, neben dem auch ein schöner Sandstrand liegt und fliege auch meine Drohne.
Einige km weiter ist ein Wikingermuseum. Hier wurde das längste Langhaus Nordeuropas ausgegraben. Gleich daneben haben sie eine Rekonstruktion davon errichtet, in der man verschiedene Handwerker beobachten kann. Ich höre mir auch eine "Führung" an, die aber eher kurz ist. Am Wasser gibt es einen Nachbau eines Wikingerschiffs, dessen Original in Oslo ausgestellt ist. Außerdem kann man Bogenschiessen, Axtwerfen u.a.
Es folgt Unstad Beach. Hier trifft sich die Surferszene. Die Wellen waren aber am Abend klein, so daß die meisten schon weg waren. Außerdem wäre es schwierig gewesen, für das Parken oder die Übernachtung zu zahlen, da sie nur skandinavische Zahlungssysteme oder teure Überweisungen akzeptieren.
Ich fahre zurück und finde einen schönen Platz neben der Straße an einem See. Ich kann sogar in der Sonne sitzen. OK, mit Daunenjacke und Haube bis der Wind kommt, aber immerhin.
6180km - 67km
10.6.2023 Sa
Das war mal ein Tag mit perfektem Wetter. Keine Wolke am Himmel, den ganzen Tag lang.
Die Route hätte sogar noch kürzer sein können, aber da morgen So. ist und auch hier nicht alle Supermärkte am So. geöffnet sind, wollte ich noch Brot kaufen. Das Ziel ist Hauklandstranda. Hier bleibe ich auch über Nacht.
Am Strand treffe ich zwei Franzosen, von denen einer sogar schwimmen geht.
Ich nehme den Uferweg nach Utakleiv, der vor der Eröffnung des Tunnels auch die Verbindung für Autos war. Jetzt weiden da Schafe. Am Weg sehe ich sogar eine Robbe. Utakleiv ist recht hektisch. Hier gibt es fast gar nichts außer Landwirtschaften und einem Parkplatz, der noch teurer ist als in Haukland. Zurück will ich eine alte Postroute gehen, die vor dem Weg aktuell war. Leider erwische ich den falschen Weg und lande bei einem kleinen See oben am Berg. Nachdem ich wieder unten bin, gehe ich den normalen Weg zurück.
Jetzt traue ich mich auch und nehme ein (sehr) kurzes Bad bei 11°C. Dann blase ich mein Kajak auf und mache eine Tour rund um die Bucht.
Leider verschwindet die Sonne hier schon um 20:00 hinter den Bergen. Für die Mitternachtssonne muß man etwa die Hälfte des Weges gehen oder mit dem Rad fahren.
6208km - 28km

