Frankoboy am 14 Jul 2025 19:59:51 Hallo zusammen, nach Besprechung mit meiner Autowerkstatt, die schon öfter Paneele auf Wohnmobile geklebt hat, habe ich mir 2 Haus-Solarpaneele ca. 170 x 115 cm bestellt. Montieren wollen wir die mit großen Aluwinkeln, die auf das Dach geklebt werden. Das GFK Dach hat an beiden Seiten längst zur Karosserie ein Delle auf dem Dach, die sich über die ganze Länge zieht, auf dem Bild ist das einigermaßen ersichtlich. Die Autowerkstatt meinte, das drückt sich leicht nach unten, kein Problem. Und wir hatten eigentlich vor, die Aluwinkel quer zur Fahrtrichtung zu kleben, d. h. ein Aluwinkel direkt an das große Oberlicht und der andere Winkel praktisch in die Nähe der Stoßkante (ca. 20 cm davon weg) wo sich die Dachhutze mit der Dachfläche trifft. Zur Erklärung: das mittig sitzende erste Oberlicht würde ausgebaut werden, damit das Panel dort Platz hat. Meine 3 Fragen: 1. Würdet ihr die Aluwinkel auch quer zur Fahrtrichtung kleben? Ich befürchte, dass durch Erschütterungen und Schwingungen des Paneels (wiegt 25 Kilo) die Stoßkante von Dach und Hutze mechanisch belastet und undicht werden könnte, es gibt ja Einige, die mit Undichtigkeiten in dem Bereich zu kämpfen haben. Alternativ würden die Winkel außen parallel zur Fahrzeugkante sitzen, würden dann aber wahrscheinlich halb auf diesen Dellen liegen (das wäre die nächste Frage). Der Fahrtwind würde dann auch unter das Paneel kommen, das könnte ich aber durch aufkleben eine Spoilers (Aluwinkels) verhindern. Mir würde daran auch eher gefallen, dass die Last mehr zu den Außenwänden geleitet wird. 2. Zu diesen Dellen: hat jemand schonmal etwas darauf befestigt oder sonstwie Erfahrungen damit gesammelt? Bzw. wie verhält sich ein anscheinend schwimmend verlegtes GFK-Dach überhaupt? 3. Falls ihr empfehlen solltet die Winkel auf die Dellen bzw. halb auf die Dellen zu setzen, wäre ich eventuell offen dafür, durch das Dach zu bohren und mit durchgehenden Bolzen die Winkel sozusagen zu stabilisieren/fixieren. Ich würde dann von unten/innen einen dicken weißen Alustreifen unterlegen (an den Anblick von innen würde ich mich schnell gewöhnen, das wäre für mich ok, da sowieso schon ein paar Spuren zu sehen sind, weil ich das Hubbett ausgebaut habe) und einen Bolzen mit runden Kopf nach oben durchstecken und von oben eine selbstsichernde Mutter drauf (natürlich nur leicht angezogen). Da die aufzuklebenden Aluwinkel 10 cm breit sind, habe ich keine Bedenken wegen einer evtl Unrichtigkeit von der Dachfläche ausgehend, da die Bolzen dann mittig auf diesem Aluwinkel rauskommen würden und auf jeder Seite noch 5 cm Platz für eine Menge Dichtmaterial/Kleber ist. Allerdings müsste ich die Schraube mit Mutter von oben aus abdichten und hatte mir vorgestellt mit viel Harz und Glasfasermatten den kompletten Aluwinkel sozusagen von oben zu laminieren und die Muttern sozusagen unter ein paar Glasfaserschichten zu begraben, ich denke, das sollte dann auch dicht sein. Das zweite Paneel würde übrigens über das kleine Oberlicht der Dusche gesetzt werden, da würde der Winkel mit der Fahrtrichtung ganz an die Fahrzeugkante gesetzt werden Ich hoffe, ihr könnte mir mit Ideen, Meinungen und Erfahrungen helfen.
Luppo am 14 Jul 2025 20:11:09 Die eingezeichneten Panels sind jedenfalls nicht gleich groß. Wieso nimmst du nicht 2 Module rechts hintereinander und eines links vorne? Gäbe ähnliche Leistung.
Ginnes am 14 Jul 2025 20:33:24 Ich versteh's nicht, sonderliches Unterfangen. Ich würde die Paneele so kaufen, daß man sie um die bestehenden Dachöffnungen herum legen kann. Warum solche riesen Haus-Paneele, was soll das bringen? Wir haben auf unseren TI (7,5m) auch 790W draufgebracht, ohne sonstigen Dachumbau.
Irmie am 14 Jul 2025 22:58:19 Hallo,
quer zur Fahrtrichtung verklebte Module haben bei unseren Wohnmobilen nie zu irgendwelchen Problemen geführt.
Der einzige Fehler ist, dass die Solarmodule nicht neben die Dachluken geklebt werden sollen. Hoffentlich hast du abgeklärt, ob Hausmodule auch pistenfest sind. Nicht, dass durch Erschütterungen auf der Straße die Module Schaden erleiden.
Ich spreche da aus Erfahrung! Mein Mann hatte ein überzähliges Ausklappmodul in einem Plastikgehäuse, einem Kollegen versprochen. Er fuhr mit dem Fahrrad zur Arbeit und hatte den Griff des Modules am Lenker eingehängt. Am Arbeitsplatz angekommen, zeigte sich, das durch die Erschütterungen die Glasscheibe komplett zerbrochen war.
Mangels Erfahrung kann ich nicht sagen, wie sich Hausmodule bei Erschütterungen verhalten. :?:
Rockerbox am 15 Jul 2025 07:41:57 Diese "Dellen" drücken sich nicht nach unten, die entstehen, wenn sich das Dach bei Hitze ausdehnt. Die oberste GFK-Schicht ist nicht verklebt sondern nur aufgelegt. Ich würde mir das auch hundert mal überlegen, eine bzw. zwei Dachluken "zu opfern", nur um große Module zu verwenden. Wie schon geschrieben sind ev. 4 kleinere Module, die neben die Lunken passen, sicher die bessere Wahl. Und Durchschrauben durchs Dach ist ebenfalls keine gute Idee, es gibt vernünftige Schienen, die man aufklebt und die halten auch (wenn man es ordentlich macht). Schau dir mal z.B. den Montagebericht von Jack an: --> LinkDas ist vom Prinzip her die selbe Dachkonstruktion mit aufgelegtem GFK und da siehst du auch die Aluschienen, die Jack und ich verwendet haben.
fschuen am 15 Jul 2025 08:01:36 Ich würde heutzutage in Randnähe über die Länge vom Dach Montageschienen kleben. Wenn du dem nicht ganz traust und es dir nichts ausmacht, durch Dach zu bohren, kannst du die auch zusätzlich mit ein paar Schrauben sichern, die Gegenseite kann dann ja im Oberschrank landen. Auf die Schienen dann Querträger und darauf die Panele. Die Luke kannst du einfach drinlassen und zubauen, das ganze ist später immer noch änder- oder rückbaubar.
Gruss Manfred
andwein am 15 Jul 2025 11:06:56 Frankoboy hat geschrieben:.........Und wir hatten eigentlich vor, die Aluwinkel quer zur Fahrtrichtung zu kleben, d. h. ein Aluwinkel direkt an das große Oberlicht und der andere Winkel praktisch in die Nähe der Stoßkante (ca. 20 cm davon weg) wo sich die Dachhutze mit der Dachfläche trifft.
Quer zur Fahrtrichtung kleben hat in meinen Augen den Nachteil, das der darunterliegende Schmutz nicht durch das Regenwasser/Fahrtwind abgewaschen wird. Ansonsten ist es halt eine Frage der Festigkeit, ich würde immer an der längsten Panelseite die Befestigungsschienen führen/Kleben Meine Vorgehensweise, Gruß Andreas
Frankoboy am 15 Jul 2025 19:39:51 Hallo, danke für die vielen Antworten. An Luppo: Die eingezeichneten (mit der Maus "gemalten") Paneele sind nicht gleich groß gezeichnet, das stimmt, die Linien sind auch ein bisschen krumm ..... An Ginnes: Versteh ich nicht, dass Du es nicht verstehst, im Idealfall wären bei mir 4 Winkel zu montieren, pro Paneel habe ich etwas über 70 Euro bezahlt, sind bifasziale Module mit etwas über 400 Watt pro Paneel. Was ist denn da bei dir einfacher oder logischer? An Irmie: Warum sollten die Paneele nicht neben die Dachluken geklebt werden, wenn man auf genügend Platz für das Öffnen der Luke lässt. Befürchtest Du, dass das Dach da nicht stabil genug ist? Kann ich mir nicht vorstellen, aber vielleicht hat Du ja Kenntnisse? Die Module sind glaube ich, ausreichend stabil, sie haben oben und unten Glas, sind bifaszial. Ein an den Lenker gehängtes Modul wird vermutlich eher durch anschlagen an die Gabel oder sonstige harten Teile das Fahrrads passiert sein, als durch das hoch und runter hüpfen beim Fahrrad fahren. An Rockerbox: Die Dellen kann man fast ohne Druck nach unten drücken, ich weiß nur nicht, ob es gut wäre, an dieser Stelle was anzukleben, da das Hochkommen der GFK Bahn anscheinend durch das Ausdehnen so sein muss. Die Schienen die Du empfiehlst und die ihr verwendet habt, gefallen mir sehr gut, sie haben eine schön große Auflagefläche und können eine Menge Haftung aufbauen. Die schmalen C-Schienen die manche verwenden haben mir nie gefallen, sind mir irgendwie zu schmal (Gefühlssache). Das "Opfern" der Dachluke ist für mich garkein Problem, bis vor kurzem war sowieso das Hubbett darunter, es kam von dort nie Licht an. Die kleine Luke im Bad wird auch nicht ausgebaut, da kommt das Paneel drüber. An fschuen: Die Idee an der langen Kante rechts und links eine Montageschiene (ich nehme an ein Alu-Vierkantrohr) zu kleben finde ich ganz charmant. Wenn man die auf der ganzen Länge klebt, hat man schon für spätere Ideen eine "Grundlage". Allerdings gefällt mir die Idee so hoch zu bauen, dass die Luke drin bleiben kann nicht, ich wäre dann ja mit der Oberkante Paneel bei fast 20 cm Aufbauhöhe. An andwein: Die Gedanken mit der Verschmutzung kann ich verstehen, lösen bei mir aber keine Sorgen aus, ich habe es eh nicht so sehr mit der "Aussenpflege" des Wohnmobils. Das Wohnmobil ist für mich kein Hobby oder Leidenschaft, sondern Gebrauchsgegenstand. Und überhaupt: ich wollte 800 Watt auf dem Dach haben, aber leider sind die Luken alle so angeordnet, dass ich nicht in die Nähe der 800 Watt gekommen bin, wenn ich die schmalen Module genommen hätte. Das Fahrzeug ist auch nur 7m lang, die 7,5m wie bei Ginnes wären hilfreich gewesen. Und bei der Entscheidungsfindung geholfen hat, dass ich die guten Module für gut 70 Euro pro Stück bekommen habe, was bei den kleineren Modulen wesentlich teurer geworden wäre. Und die Verkabelung der beiden Module dürfte wohl auch einiges einfacher sein, gerade wenn man so semi motiviert ist wie ich. Ich werde mir wohl die breiten Schienen besorgen, die Rockerbox verwendet hat, ich habe da ein gutes Gefühl bei. Aber nochmal, meine Bedenken sind immer noch an der Stoßkante von Hutze und Dachfläche. Hat jemand von euch da schonmal Erfahrungen gemacht, oder etwas mitbekommen? Vielen Dank für eure Beteiligung.
Stocki333 am 16 Jul 2025 16:26:43 Frankoboy hat geschrieben:Aber nochmal, meine Bedenken sind immer noch an der Stoßkante von Hutze und Dachfläche. Hat jemand von euch da schonmal Erfahrungen gemacht, oder etwas mitbekommen?
Ich kann dir nur sagen wies bei mir ist. Alter Chausson BJ 99. Aufgelegtes dünnes GFK. Vor 8 Jahren die Kantenleisten neu eingdichtet. Im Frühjahr wenn ich da aufs Dach geschaut habe. War das schön eben. Im Sommer ist da einen Wellblechpiste. Momentan sind 500 Watt oben. und eien Snipe Satanlage. Bis jetzt kein Probleme. Auch eine Dachreling ist oben mit dem Dach verklebt. zumindet das hinter Drittel. Denke mir das dein Vorhaben funktioniert. ABer das ist nur meine persönliche Meinung. Franz
fomo am 17 Jul 2025 11:42:45 Wenn die GfK-Schicht Wellen bilden kann, dann ist sie nicht fest mit dem Untergrund verbunden. Wenn man auf diese "aufgelegte" GfK-Schicht etwas durch kleben befestigen möchte stellt sich für mich die Frage, wie stabil das ganze werden kann.
Rockerbox am 17 Jul 2025 12:37:35 fomo hat geschrieben:Wenn die GfK-Schicht Wellen bilden kann, dann ist sie nicht fest mit dem Untergrund verbunden. Wenn man auf diese "aufgelegte" GfK-Schicht etwas durch kleben befestigen möchte stellt sich für mich die Frage, wie stabil das ganze werden kann.
Das Aufkleben auf ein "schwimmendes" GFK-Dach ist grundsätzlich kein Problem, gibt genug Kameraden hier im Forum (inkl. mir), die das erfolgreich und haltbar gemacht haben, man muss die Halter ja nicht ausgerechnet auf die "Dellen" kleben ....
Dani99 am 07 Sep 2025 05:17:17 Hi,
unser Sunlight hat auch diese Dehnungsfugen links und rechts längs zur Fahrtrichtung. Und ich plane im Moment auch die Montage zweier Module. Meine Überlegung, sie mag falsch sein, ist dazu aber noch eine ganz andere. Bitte berichtigt mich, wenn ich da falsch liege.
Dehnungsfugen haben ja den Sinn, Längenänderung des Materials, sei es durch Hitze oder Bewegung, aufzufangen, so dass es nirgendwo zu Defekten kommt. Drücke ich diese Fuge nach unten und klebe da nun ein starren Träger drüber und verschraube ihn vielleicht auch noch fest mit dem Untergrund, heble ich ja die Funktion der Dehnungsfuge aus, da sie sich nicht mehr dehnen kann. Selbes passiert nach meinem physikalischen Verständnis, wenn ich eine Schiene links und eine rechts der Fuge klebe und das Ganze dann mit dem starren Modul versperre. Ich hab dann zwar noch den flexiblen Sikakleber der Schiene, ich weis aber nicht ob dessen Dehnungsfähigkeit langt.
Ich persönlich werde also die lieber die Finger von dieser Wölbung lassen und die Module nur im inneren Bereich des Daches montieren.
LG Daniel
BossHogg am 07 Sep 2025 06:37:40 Servus, die Hutzen sind eher eine mögliche Verschattungsstelle der Module. Es gibt einige Firmen die Module auf Maß fertigen und mit Halbzellen damit auch auf gute Leistungen kommen! Bau doch mit alten Zeitungen ein Abbild deiner Dachfläche und versuche eine optimale Belegung zu ermitteln. Ggf. fahre mit deinem Abbild zu einem Termin wenn Du mit dem Womo nicht hinfahren kannst. Mit schmalen Modulen kannst Du einen großen Flächenanteil jetzt schon gut zubauen. Solltest Du ein Modul quer montieren müssen, prüfe unbedingt ob Luftströmungen ein Modul ggf. anheben könnten. Dann muß die Anströmung mit einem Leitprofil behindert werden.
wurzelseppel am 03 Okt 2025 08:57:27 Um es nochmal klar zu schreiben. Das GFK ist nur an den beiden Dehnstreifen nicht verklebt. Der deutlich größere Teil des Daches ist also verklebt. Wenn man das beachtet, kann man die Panelle ohne Schrauben aufkleben, auch wenn man ein paar cm der Dehnstreifen quer überklebt.
Grüße
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