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Dieselpest - ist das wirklich relevant für Wohnmobilisten? 1, 2, 3


UweHD am 15 Dez 2025 15:35:43

MilesandMore hat geschrieben: ...HVO hat ja weitere Vorteile, in Norwegen und Schweden kommt das Zeugs fast aus jeder "Diesel" Zapfsäule...

Ich muss mal aktiv darauf achten, ob und wo man das Zeug hier überhaupt bekommt.
Wir fahren aus dem Rhein-Neckar Raum eigentlich grundsätzlich nur in Richtung Süden, und mir wäre jetzt beim Tankstopp in Österreich, Frankreich, Italien oder Spanien keine Tanksäule mit HVO100 aufgefallen. Kann aber auch sein, dass ich das einfach übersehen habe, weil nicht darauf geachtet.

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RaGu am 15 Dez 2025 15:39:03

MilesandMore hat geschrieben:Ob das einem 200 Euro im Jahr pro 10.000 km wert ist kann jeder selber entscheiden.
Aber den Wert von sechs Flaschen Rotwein gönne ich auch meinem Lieblingsfahrzeug.

Kurz OT....
Trinkst du immer 33€ Rotwein? :D

Tinduck am 15 Dez 2025 15:42:49

Dieselpest gabs auch schon vor Biozusätzen im Diesel, die sind nicht dafür 'nötig', begünstigen das Entstehen aber.

Was nötig ist, ist Wasser im Diesel, weil die Mikroorganismen an der Grenzschicht Wasser-Diesel leben (Wassertropfen reichen) und sich vom Diesel ernähren.

Kein Wasser im Diesel, keine Dieselpest.

Also ganz volltanken, so dass es keine/kaum Kondensation im Tank gibt, dann gibts auch keine Probleme in den paar Monaten, wo das Mobil nicht bewegt wird. Sorte ist egal, solange kein Wasser im Tank ist.

Wenn man natürlich 2cm Wasser unten im Tank hat, muss man das erstmal entfernen und den Tank reinigen, um eine 'Grundlage' zu haben. Wenn einmal Dieselpest drin ist, sowieso.

Das Problem tritt wesentlich öfter bei Booten mit Dieselmotor auf, weil die üblicherweise noch länger rumstehen als Wohnmobile und sich wesentlich mehr Kondenswasser bildet, weil die seltener vollgetankt werden und fast immer Metalltanks haben.

bis denn,

Uwe

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MilesandMore am 15 Dez 2025 16:29:44

UweHD hat geschrieben:Wir fahren aus dem Rhein-Neckar Raum eigentlich grundsätzlich nur in Richtung Süden, und mir wäre jetzt beim Tankstopp in Österreich, Frankreich, Italien oder Spanien keine Tanksäule mit HVO100 aufgefallen. Kann aber auch sein, dass ich das einfach übersehen habe, weil nicht darauf geachtet.


Guckst du hier.
iScreen Shoter - Safari - 251215151819.jpg


--> Link

In Italien und Spanien gibts HVO fast an jeder Markenzapfe.
Heisst halt oft nicht HVO sondern XTL (X=Anything to Liquid)
Tatsächlich kann man Pflanzenöle, Algen, Gülle, Biomasse, Erdgas (GtL), Biomasse (BtL), CO2 (PtL/E-Fuels) oder auch Kunststoffabfälle zu HVO oder XTL machen.

Deshalb meinen unsere Nachbarn - wie Skandinavien - auch das wäre nachhaltig.
Keine Ahnung wie die drauf kommen, bestimmt haben die nicht mit Robert geredet sonst würden die sowas nicht machen.

Warum weiß man in Deutschland davon nichts?
Weil nichts darüber berichtet wird.
Ausser das die DUH mit zwei alten Autos in einem Selbstversuch behauptet es käme mehr Feinstaub hinten raus.
Vom ADAC widerlegt, vom KBA offiziell widerlegt.
Aber lesen und hören tut man - na? - richtig - nur das Statement der DUH.

Kann nix werden mit Umwelt hier.
Wir wissen es immer besser als der Rest der Welt.

Beste Gruesse Bernd

Stocki333 am 15 Dez 2025 16:31:14

Wie ihr das kennt ob du Dieselpesthast.
Als erstes geht der Filter zu. Ziemlich schnell. Ich kan hier nur von Booten sprechen. Die haben oben eine Reinigungsdeckel um Abschrauben. Öffnest du den, dann siehs tdu es.
Es leuchtet leicht violett aus dem Tank. Das Zeug, bzw die Algen die sich da bilden. flureszieren.
Gabs vor 15 Jahren auch bei LKW. Und ich weiß das Zeug loszuwerden ist eine schiet Hackn. Wenn du nur einen kleinen Rest wo übersiehst.
Die vermehren sich rasend schnell. Die Hitze macht den Rest im Sommer.
Jedoch durch die andere Aufbereitung heute des Biodiesel, dürfte das eigentlich nicht mehr vorkommen.
Denke mir das ist Vergangenheit. Und so abwegig war das früher nicht mit der Dieselpest. Von Volvo Marine gabs speziele Filter mit starken Magneten. . Die zerstören die Algen. Auch die Mähdrescher der Bauern hier haben sich lautsprechermagneten auf die Tanks geklebt.
Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Franz

basste315 am 15 Dez 2025 17:22:07

UweHD hat geschrieben: Hat ein Ducato eine Dieselheizung?

Mein Hymer-SL 514 aus 2007 auf Fiat 130 PS ;D hat eine Webasto --> Link

Ich muss sie wieder einmal probieren, da ich sie schon 3 Jahre nicht mehr benutzt habe.
Zusatz oder Premiumdiesel zur Überwinterung --> seit 12 Jahren nicht .........

Helmut

UweHD am 15 Dez 2025 17:22:53

Stocki333 hat geschrieben: ...Jedoch durch die andere Aufbereitung heute des Biodiesel, dürfte das eigentlich nicht mehr vorkommen.
Denke mir das ist Vergangenheit....

Hätte ich eigentlich auch gedacht. Ich frage mich dann aber, warum auf YT Kanälen wie dem von Wohnmobile-MKK --> Link gleich von mehreren Fällen berichtet wird.

Klar, das kann jetzt Clickbait sein, extreme Sonderfälle vielleicht, man kann halt nicht alles glauben was jemand auf YT teilt. Nachdenklich gemacht hat mich das aber schon, zumal die Folgen bei einem modernen Ducato offenbar verheerend sind und die Vertragshändler im Zweifelsfall (angeblich) auch schon den kompletten Motor tauschen um der Sache Herr zu werden. Und dann die Übernahme der Garantie seitens des Herstellers verweigert wird, da "Bedienungsfehler" weil "Einlagerungsvorschriften" nicht beachtet wurden.

Luppo am 15 Dez 2025 17:28:14

UweHD hat geschrieben:Ich muss mal aktiv darauf achten, ob und wo man das Zeug hier überhaupt bekommt.

Die HVO-Tankstellen sind je nach Region schon recht flächendeckend. Hier bei uns (knapp 60k Einwohner) 6 Tanken.
Aber teuer ist es halt. Es summiert sich.

UweHD am 15 Dez 2025 17:36:32

Thema HVO100: In unserer Bedienungsanleitung (Citroen Jumper mod. 2021) steht folgendes:
***
Kraftstoffqualität für Dieselmotoren
Die Dieselmotoren sind so konzipiert, dass sie mit Biokraftstoffen betrieben werden können, die den aktuellen und künftigen europäischen Normen entsprechen (Diesel gemäß der Norm EN 590, durch den Mineralölhersteller gemischt mit bis zu 5% Biodiesel gemäß Norm EN 14214).
Die Verwendung jeder anderen Art von (Bio)-Kraftstoff (reine oder verdünnte pflanzliche oder tierische Öle, Heizöl, ...) ist ausdrücklich verboten (Gefahr der Beschädigung des Motors und des Kraftstoffkreislaufs).
***
Entspricht HVO100 denn jetzt einer dieser Normen, oder fährt man das Zeug innerhalb der Garantiefrist auf eigene Gefahr?

basste315 am 15 Dez 2025 17:37:58

Ist für Wohnmobile in der Winterpause ein Zusatz zum Diesel notwendig?

Die KI :roll: sagt:

Kein Zusatz nötig, wenn:
* der Tank vor der Einlagerung randvoll gemacht wird
* Winterdiesel (üblich ab Herbst) im Tank ist
* das Wohnmobil trocken und kühl steht
* die Standzeit ≤ 4–6 Monate beträgt

In diesem Fall ist das Risiko für Dieselpest sehr gering.

Helmut

RaGu am 15 Dez 2025 17:53:02

UweHD hat geschrieben:Entspricht HVO100 denn jetzt einer dieser Normen, oder fährt man das Zeug innerhalb der Garantiefrist auf eigene Gefahr?

Lesen:
Stellantis-Fahrzeuge vollständig mit HVO-Diesel kompatibel (--> Link)

UweHD am 15 Dez 2025 18:47:23

RaGu hat geschrieben: ...Stellantis-Fahrzeuge vollständig mit HVO-Diesel kompatibel (--> Link)

Danke für den Link, aber unser Motor steht nicht in der Liste (2.2 BlueHDI 165). Da muss ich wohl mal schauen, ob auf dem Einfüllstutzen irgendwo "XTL" steht.

neyoo am 15 Dez 2025 19:02:26

Es ist schon mühsam, die verschiedenen Meinungen zu bewerten.
Es ist aber in der Praxis kein Problem. Es gibt 2 Lager:
Die einen hatten noch nie Probleme mit der Dieselpest und sehen auch keinen Sinn, etwas zu Unternehmen.
Die anderen kennen das Problem, sind sich der Gefahr bewußt und handeln entsprechend.
also z.B. HV100 oder Biofreies Diesel oder Tankzusatz tanken.
Kann ja jeder machen, wie er möchte. Jeder darf auch die möglichen Folgekosten tragen.
Ich persönlich sehe bei Standzeiten von 6 Monaten kein Problem. Eher noch viel länger.

Warum sich auch noch Leute melden, mit 30 Jahre alten Motoren, ist mir ein Rätzel. Da gab es das Problem nicht, und wird auch weniger auftreten.
Heute sind Ventile, Drucksteller und auch Einspritzdüsen filigrane elektromechanische Bauteile, die mit den "groben" Teilen von früher nichts zu tun haben.
Es reichen heute schon kleinste Verunreinigungen, um ein Dieselsystem zu stören.

viele grüße
neyoo

Rockerbox am 15 Dez 2025 19:37:15

Wieviele nachweisliche Fälle von Dieselpest im Wohnmobil gibt's denn überhaupt - allein hier im Forum?

Also echte Fälle, nicht vom Schwager des Nachbarn seinem Onkel der mal gehört hat, dass .....

Trouw am 15 Dez 2025 19:38:55

neyoo hat geschrieben:
Warum sich auch noch Leute melden, mit 30 Jahre alten Motoren, ist mir ein Rätzel.



...vielleicht weil sie nicht wissen, dass es da Unterschiede gibt, dafür aber Rätsel mit "s" schreiben und nicht mit "z" :versteck:

Gruziwuzi am 15 Dez 2025 19:44:02

Stocki333 hat geschrieben:... Von Volvo Marine gabs speziele Filter mit starken Magneten. . Die zerstören die Algen. Auch die Mähdrescher der Bauern hier haben sich lautsprechermagneten auf die Tanks geklebt.

Ja, solche esoterischen Wundermagneten helfen gegen ALLES ... :lol:
Könnt ihr bei mir bestellen für 199 € das Stück ... :D

Jagstcamp-Widdern am 15 Dez 2025 19:56:19

ist der versand inklusive?

Gruziwuzi am 15 Dez 2025 20:00:10

Jagstcamp-Widdern hat geschrieben:ist der versand inklusive?

Normal ja ... für gewerbliche User aber nicht ... :mrgreen:

HWBI am 15 Dez 2025 20:15:39

Tinduck hat geschrieben:...Das Problem tritt wesentlich öfter bei Booten mit Dieselmotor auf, weil die üblicherweise noch länger rumstehen als Wohnmobile und sich wesentlich mehr Kondenswasser bildet, weil die seltener vollgetankt werden und fast immer Metalltanks haben...

Ich fahre Diesel seit ewigen Zeiten, also auch seit es Biodiesel gibt, habe nie auf Volltanken geachtet und noch nie ein Problem.
Ich wage zu behaupten (aber lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen) dass die Ursache weniger bei Kondenswasser zu suchen ist, da quasi destilliertes Wasser also weitestgehend keimfrei. (Ausser es kondensiert irgendwo an kontaminierten Oberflächen und gelangt dann in den Tank.)

Ich gehe davon aus, dass es hauptsächlich bei Booten aufgrund des Eintrags von Seewasser auftritt was dann überhaupt erst die Bakterien in den Tank bringt. Sei es Spritzwasser durch undichten Tankverschuss (Tankstutzen sitzen meist waagerecht im Deck) oder die Belüftungsöffnung oder direkt über die Zapfpistole. (Selbst in Griechenland erlebt wie der Schlauch ins Hafenbecken springt weil der Tankwart die Hand am Handy statt am Zapfhahn hat)

RaGu am 15 Dez 2025 21:02:03

Pseudomonas aeruginosa und die große Tank-WG

Es war einmal ein sauberer, dunkler Wohnmobil-Dieseltank.
Ruhig. Trocken. Eigentlich tot.
Doch dann… ein paar harmlose Tropfen Wasser. „Ach, nur Kondensat“, dachte der Tank. Großer Fehler.
Denn genau in diesem Moment klopfte Pseudomonas aeruginosa an. „Hallo? Ist hier noch Platz? Ich bringe Freunde mit.“

Kaum drin, kamen sie alle:
- Desulfovibrio, der Typ, der alles korrodieren lässt.
- Clostridium, der anaerobe Partylöwe.
Und natürlich die ungebetenen Gäste aus der Luft:
- Candida tropicalis, die Hefe mit fragwürdigem Lebensstil.
- Hormoconis resinae, Spitzname: „Der Dieselschlamm-Macher“

Reingeschleppt wurden sie übrigens nicht durch reinen Diesel, sondern ganz klassisch über Wasser:
Ein bisschen Kondensat, ein Hauch Feuchtigkeit, vielleicht ein Tropfen von der Zapfsäule, mehr brauchten sie nicht.

An der Diesel-Wasser-Grenzfläche wurde dann sofort gefeiert:
Kohlenwasserstoffe auf dem Buffet, Wasser zum Trinken – und zack: mikrobielle Sexparty.

Erst nur wenige Gäste, dann Teilung, dann noch mehr Teilung.
Und irgendwann war aus der WG eine ausgewachsene Schlamm-Rave-Party.
Hormoconis resinae legte schwarze Teppiche aus, Candida gärte fröhlich vor sich hin, und Pseudomonas organisierte den Laden.

Und der Tank?
Verstopfte Filter.
Braune Brühe.
Motor sagt: „Nö.“

Olli2305 am 15 Dez 2025 21:05:36

UweHD hat geschrieben:Danke für den Link, aber unser Motor steht nicht in der Liste (2.2 BlueHDI 165). Da muss ich wohl mal schauen, ob auf dem Einfüllstutzen irgendwo "XTL" steht.

Bei meinem Ford (2020) steht in "kein XTL" in der Tankklappe, laut Ford Europa ist HVO bei allen Transit Diesel seid 2019 Freigegeben, nur auf der Deutschen Seite stand noch das Verbot. Auf Anfrage wurde die Freigabe aber bestätigt.
Da gab's im Werk wohl noch einige Aufkleber, die weg mussten. :D
Sich mal hier im Forum, da gibt's auch eine Diskussion dazu.

neyoo am 15 Dez 2025 21:33:31

Rockerbox hat geschrieben:Wieviele nachweisliche Fälle von Dieselpest im Wohnmobil gibt's denn überhaupt - allein hier im Forum?

Also echte Fälle, nicht vom Schwager des Nachbarn seinem Onkel der mal gehört hat, dass .....


also ich kann dir von ca 10 Motoren berichten, die nach langer Standzeit deswegen nicht mehr liefen.
Was willst du überhaupt mit deiner Frage bezwecken?
Möchtest du unterstellen, daß es diesen Fehler nicht gibt? Daß alle, die daran glauben mit dem Aluhut rumlaufen?
Es steht dir frei Biodiesel in dein Womo zu füllen und es jahrelang stehen zulassen. Berichte bitte.

viele grüße
neyoo

Pechvogel am 15 Dez 2025 22:28:36

RaGu hat geschrieben:Pseudomonas aeruginosa und die große Tank-WG

Es war einmal ein sauberer, dunkler Wohnmobil-Dieseltank.
Ruhig. Trocken. Eigentlich tot.
Doch dann… ein paar harmlose Tropfen Wasser. „Ach, nur Kondensat“, dachte der Tank. Großer Fehler.
Motor sagt: „Nö.“…

Was Du vergessen hast ist die Temperatur.
Nicht der ganze Diesel der „in den Motor“ gepumpt wird wird auch eingespritzt / verbrannt.
Ein nicht gerader kleiner Teil des geförderten Treibstoffs fließt wieder zurück in den Tank.
Davor wird der Diesel aber auf Temperaturen von teilweise über 80 Grad erhitzt. Manche Fahrzeuge haben sogar einen Treibstoffkühler in der Rücklaufleitung.
Gerade auf längeren Fahrten ( bzw langen Motorlaufzeiten ) erhitzt sich auf diese Weise auch der Tank samt seinem Inhalt.

Und Pilze und Bakterien mögen in der Regel keine Temperaturen über 60 Grad.
D.h. bei warmem Motor wird der Diesel quasi sterilisiert.

Auf der anderen Seite stehen Womos im Winter oft bei Temperaturen von unter 0 Grad.
Ab etwa 10 Grad über Null wird es Bakterien und Pilzen zu kalt. Da ist dann eher nix mehr mit Fortpflanzung.

Auch das sind Gründe warum die Diesellest in Womos eher seltener vorkommt:
im Sommer, wenn die Bakterien sich wohl fühlen und sich kräftig vermehren wollen, fahren diese „Womoheinis“ in Urlaub und desinfizieren dadurch Tank und Inhalt. Und im Winter, wenn es den „Warmduschern“ zu kalt für „oben ohne am Strand“ ist ziehen auch die Bakterien ihren Schwanz ein und verhalten sich unauffällig und ruhig.



Grüße
Dirk

HY4740 am 15 Dez 2025 22:54:57

[quote=
Es ist wohl so, dass zwei Faktoren die Entstehung von Dieselpest begünstigen: Wasser und Sauerstoff. Von daher ist es wohl auch sinnvoll, das Wohnmobil mit randvollem Tank im Winterlager abzustellen. Was mir übrigens bislang nicht bewusst war und ich auch nicht gemacht habe, außer zufällig (wie diesen Winter)[/quote]
Ja so machen es die Dampfschifffahrts Kapitäne wenn Sie den Kahn vor dem Winter stilllegen bis es im Frühjahr wieder losgeht. Wenig Luft zwecks Kondenswasser.

UweHD am 15 Dez 2025 23:16:47

RaGu hat geschrieben:Pseudomonas aeruginosa und die große Tank-WG.“

Geil…. Hast du dir das selber ausgedacht? Dann Hut ab dafür! :D

rolandderaeltere am 16 Dez 2025 02:12:09

Hallo,

ich kann leider selbst von eigener Dieselpest berichten:

Meine heilige Kuh hatte sie!

Da ich an ihr alles repariere, durfte ich ihr auch diese Unpässlichkeit behandeln.
Ein befreundeter Dukatofahrer löhnte dafür über € 2000 in seiner Fachwerkstatt…

An Ursachen können bei mir alle möglichen in Frage kommen.
Ich tanke normalerweise überall das billigste, womit ein Vorkammerdieselmotor so laufen kann. Da kam in unseren Reiseländern vieles zusammen. Zeitweise auch Salatöl.

Dafür habe ich etliches umgebaut und angepasst. Unter anderem Förderbeginn, Einspritzdüsen, Vorwärmungen, dickere Dieselleitungen und ein Vorsieb.
Der Schlonz, also die Dieselpest belästigte uns trotzdem.
Da blieb das Sieb dann nicht mehr so sauber:

3.JPG


So ging dann gar nichts mehr:

4.JPG


Im Tank sah es unten am Ausgang sehr dicht aus:

1.JPG


Mit einem groben Lappen bekam ich das dort raus:

2.JPG


An Schlauchverschraubungen wurde es für Kraftstoff langsam zu eng:

5.JPG


6.JPG


Für mich bedeutete dies dann eine gründliche mechanische Reinigung des gesamten Systems und anschließende Abtötung des Pilzes mittels gewaltiger chemischer Keule (Schockbehandlung).
Für die bekam ich (als Endverbraucher) damals noch „Grotamar 82“. Heute wird ein ähnliches Produkt von Liqui Moly für Endverbraucher angeboten.

Jetzt gebe ich vorbeugend alle paar Jahre immer mal wieder einen Schluck dieses Biozids in den Tank und habe meine Ruhe.

Dass Ihr damit nie behelligt werdet und immer gut zurück kommt,
wünscht Euch wieder einmal aus Niederbayern grüßend

flyingpenguin am 16 Dez 2025 07:37:30

rolandderaeltere hat geschrieben:ich kann leider selbst von eigener Dieselpest berichten

Hallo Roland,
Danke für Deinen Bericht. Jetzt hab ich einen Eindruck, was da passiert ist und wie das aussieht. Ganz ohne YouTube und KI, was für eine Wohltat :-)
Grüße, und komm gut ins neue Jahr,
Hendrik

Rockerbox am 16 Dez 2025 08:57:16

Rockerbox hat geschrieben:Wieviele nachweisliche Fälle von Dieselpest im Wohnmobil gibt's denn überhaupt - allein hier im Forum?

Also echte Fälle, nicht vom Schwager des Nachbarn seinem Onkel der mal gehört hat, dass .....


neyoo hat geschrieben:also ich kann dir von ca 10 Motoren berichten, die nach langer Standzeit deswegen nicht mehr liefen.
Was willst du überhaupt mit deiner Frage bezwecken?

neyoo hat geschrieben:Möchtest du unterstellen, daß es diesen Fehler nicht gibt? Daß alle, die daran glauben mit dem Aluhut rumlaufen?
Es steht dir frei Biodiesel in dein Womo zu füllen und es jahrelang stehen zulassen. Berichte bitte.

viele grüße
neyoo


Was ich damit bezwecken will? Eine Beurteilung, wie groß das Risiko tatsächlich ist!

Du kennst also 10 Wohnmobile, die mit Dieselpest befallen waren? Interessant, mir ist kein einziger Fall bekannt und ich kenne doch viele Mobilbesitzer.
Wie lange war denn die Standzeit der Mobile, die du kennst?

Und NEIN, ich unterstelle NICHT, dass es Dieselpest nicht gibt. Ich kenne das sehr wohl selbst als Miteigner eines Bootes.
Allerdings sind gerade bei Booten die Umstände doch sehr unterschiedlich zu den üblichen Stehpausen von Reisemobilen.

Und üblicherweise stehen Reisemobile auch nicht wie von dir "angeraten" jahrelang herum, Winterpausen dauern vielleicht 4-5 Monate
und genau um solche Bedingungen und um die möglichen Auswirkungen ging es bei meiner Frage. Um Wohnmobile. Nicht um Boote oder Traktoren.

rkopka am 16 Dez 2025 13:34:37

UweHD hat geschrieben:Es ist wohl so, dass zwei Faktoren die Entstehung von Dieselpest begünstigen: Wasser und Sauerstoff. Von daher ist es wohl auch sinnvoll, das Wohnmobil mit randvollem Tank im Winterlager abzustellen. Was mir übrigens bislang nicht bewusst war und ich auch nicht gemacht habe, außer zufällig (wie diesen Winter)

Ich mache es immer, nicht zufällig, aber auch nicht unbedingt deswegen. Ich tanke nach jeder Tour voll. Einmal um sofort starten zu können, andererseits, damit ich genau weiß, weiviel ich verbraucht habe (ich mag Zahlen). Einmal habe ich Diesel Pur (soll kein Biodiesel enthalten, gab es damals bei einer Tankstelle) vor dem Winter getankt. Das nächste Jahr gabs gerade keines. Und wenn der Tank nicht leer ist, bringt es nur einen Teil.

Jagstcamp-Widdern hat geschrieben:denkt an eure reservekanister.
die stehen/liegen manchmal jahrelang rum....
ich fülle jedes jahr neu!

Im Womo habe ich nur einen leeren Reservekanister, falls ich mal wo Sprit holen muß. In einigen Ländern ist die Nutzung sogar verboten, wenn ich mich recht erinnere.

Allerdings habe ich ein paar Kanister Benzin für die Generatoren. Wie sieht es denn da aus mit der Haltbarkeit ? Derzeit tausche ich den Inhalt einmal im Jahr aus.

RK

Jagstcamp-Widdern am 16 Dez 2025 15:11:10

benzin wird nicht "schlecht", aber bei langer lagerung nimmt die zündfähigkeit ab

grusz hartmut

Tinduck am 16 Dez 2025 15:26:45

rkopka hat geschrieben:Allerdings habe ich ein paar Kanister Benzin für die Generatoren. Wie sieht es denn da aus mit der Haltbarkeit ? Derzeit tausche ich den Inhalt einmal im Jahr aus.

RK


Ich baller das Benzin, was ich im Winter für den Moppel lagere, im Sommer mit dem Boot weg. Rinse and Repeat im Herbst :)

bis denn,

Uwe

rkopka am 16 Dez 2025 17:56:19

Tinduck hat geschrieben:Ich baller das Benzin, was ich im Winter für den Moppel lagere, im Sommer mit dem Boot weg. Rinse and Repeat im Herbst :)

Beim mir kommts in den PKW. Aber wenn nur alle paar Jahre mal austauschen reicht, hätte ich auch nichts dagegen.

RK

neyoo am 16 Dez 2025 18:58:27

Rockerbox hat geschrieben:...

Was ich damit bezwecken will? Eine Beurteilung, wie groß das Risiko tatsächlich ist!

Du kennst also 10 Wohnmobile, die mit Dieselpest befallen waren? Interessant, mir ist kein einziger Fall bekannt und ich kenne doch viele Mobilbesitzer.
Wie lange war denn die Standzeit der Mobile, die du kennst?

...


Jetzt wird deine Frage klarer. Wie ich oben schrieb standen alle Motoren länger wie 6 Monate. Also eher 1 Jahr oder mehr. Das waren alles Motoren, die auch in Wohnmobilen verbaut werden können. Also nicht Wohnmobile.
Ich persönlich schätze das Risiko eher gering ein. Außer Biofreien Diesel vor der Winterpause, wenn man es nicht vergisst. -Also kein Stress ;)


Zu der Bemerkung daß das ja bei BENZIN problemlos ist, kann ich nur grinsen.
Ja, auch das Benzin gammelt. Habe schone einige Vergaser von Generator, Rasenmäher, Motorsense, Mopet, Motorrad von dem Schmodder, den Biobenzin hinterläßt befreien dürfen. Das Benzin wird nicht ganz unbrauchbar, aber hätte man vor dem "einmotten" Biofreies BENZIN verwendet, gäbe es keine Ablagerungen und Verstopfungen.
Auch hier eine kleine Entwarnung: 6 Monate überstehen die meisten Motoren problemlos.

viele grüße
neyoo

TrigonSP am 16 Dez 2025 19:26:39

UweHD hat geschrieben:"Pseudomonas aeruginosa und die große Tank-WG“
Geil…. Hast du dir das selber ausgedacht? Dann Hut ab dafür! :D


Ja hat er wohl und hat das sehr gut gemacht, aber er hat auch gut recherchiert z.B. :D --> Link wobei Dieselkraftstoff nach DIN EN 590 laut Spezifikation bis zu 200 mg Wasser pro kg Kraftstoff , das Kondensat kommt noch zusätzlich dazu, enthalten kann. Und bei Biodiesel kommen noch " leicht verdauliche und gut abbaubare " Komponenten dazu welche angeboten werden, welche die ganze Sache begünstigen.

Bergbewohner1 am 16 Dez 2025 19:35:49

IMG_20241115_110755.jpg
IMG_20250429_151019.jpg
Hallo UweHD, mit dem Zusatz machst du alles richtig, diese Mittel hat mir auch der Aralkundendienst empfohlen.
Wer hier denkt, wenn der Tank voll ist, bekommt keine Dieselpest, der irrt.
Ich setze ein Foto rein, wo ich vor 1 Jahr die Dieselpest in meinem Vorratsbehälter hatte. Ich hatte danach sehr ausführliche Gespräche mit dem Kundendienst.
Es ist grundsätzlich immer ein gewisser kleiner Anteil Wasser mit im Diesel und auch Sauerstoff, bedingt schon dadurch, dass die Tanks an den Tankstellen ja nicht immer voll sind.
Bei mir waren ca. 700 Liter Diesel betroffen, habe es mit dem Zusatz von TE in den Griff bekommen, die Kosten vom Gabelstapler hielten sich in Grenzen, da es kein Commenrail ist.
Diesel soll nicht länger als 3 Monate gelagert werden.
Das alles stammt nicht von mir, sondern vom Kundendienst.
Es ist deshalb auch untersagt, Biodiesel dem Heizöl zuzusetzen.
Die Ablagerungen in dem Tank sind so fest, dass die harte "Schmiere" nicht mal mit dem Dreckfräser vom Hochdruckreiniger entfernt werden kann.
Wenn das in den Zuleitungen und Pumpen sich absetzt, ist es aus mit lustig.
Der Tank war neu, also absolut unbelastet.
Seit dem habe bei längerer Standzeit immer nur Ultimate von Aral drin und alle anderen Firmenfahrzeuge bekommen alle paar Monate ein paar Milliliter von dem Pestizit in den Tank.

Bergbewohner1 am 16 Dez 2025 19:43:36

War nicht vor allzu langer Zeit ein Wohnmobilhändler davon betroffen, mit tausenden Euros Schaden :?: Oder auch nur Fake :?:
Ich wünsche es keinem :!:

mowgli am 16 Dez 2025 20:16:25

Ich hatte das Problem vor ein paar Jahren. Sehr blöde in diesem Morgen.
Davor 30 Jahre keine Dieselpest. Hätte nicht gedacht das es mir passiert.

Pechvogel am 16 Dez 2025 20:19:15

Bergbewohner1 hat geschrieben:War nicht vor allzu langer Zeit ein Wohnmobilhändler davon betroffen, mit tausenden Euros Schaden :?: Oder auch nur Fake :?:
Ich wünsche es keinem :!:

Schon mal den Eingangspost gelesen? :eek:



Grüße
Dirk

mv4 am 16 Dez 2025 20:22:34

Wer nicht an die Dieselpest glaubt...der soll beim nächsten Dieselfilter Wechsel seinen alten Filter aufschneiden ...die Fotos kann er gerne hier einstellen.

Das ist ein schleichender Prozess...zum Glück kommt das nicht durch die Filterpatronen durch...für die teuren modernen Injektoren wäre das der sofortige Tot.

Bergbewohner1 am 16 Dez 2025 21:11:17

Pechvogel hat geschrieben:Schon mal den Eingangspost gelesen? :eek:
Grüße
Dirk

Warum, denkst du ich bin nicht in der Lage, den zu lesen :?:
Ich habe nur auf die Zweifler geantwortet, die es anzweifelten.
Nicht gelesen Dirk :?:

friedrich45 am 16 Dez 2025 21:21:09

Bergbewohner1 hat geschrieben:War nicht vor allzu langer Zeit ein Wohnmobilhändler davon betroffen, mit tausenden Euros Schaden :?: Oder auch nur Fake :?:
Ich wünsche es keinem :!:


Wenn du so viel Diesel lagerst, hast du doch hoffentlich eine Genehmigung dafür. Auch gewerblich dürfen maximal 450 Liter ohne explizite Genehmigung gelagert werden. Nicht das Mal eine Kontrolle kommt. Oder oder. Man denke auch an Versicherung ect.

landmesser am 16 Dez 2025 21:52:08

Moin,

Dieselpest taucht jedes Jahr hier im Forum auf - und de Biodiesel ist schuld.

Ich war nie beim Bund, aber von meinen Freunden habe ich einen Spruch gelernt: Einen Tank lagert man immer ganz voll oder immer ganz leer. Das war vor Biodieselzeiten. Sollte man alleine wegen Korrosion so handhaben - dann gibts keine Probleme mit der Dieselpest.

Und jetzt weiter in der Diskussion und hört alle auf die Beimischungshersteller :mrgreen:

Viele Grüße, ich bin ganzjährig unterwegs und lese amüsiert mit
landmesser

Womofreund2 am 17 Dez 2025 16:28:05

Jagstcamp-Widdern hat geschrieben:benzin wird nicht "schlecht", aber bei langer lagerung nimmt die zündfähigkeit ab

grusz hartmut

Da heißt es zwar nicht Dieselpest, passiert aber genauso. Musste ich vor vielen Jahren bei unseren Motorrädern erleben, welche auch nur im Sommer gefahren wurden. Nach Einführung des Bioanteils wollten die im Frühjahr nicht mehr anspringen.

Bergbewohner1 am 17 Dez 2025 20:47:41

friedrich45 hat geschrieben:
Wenn du so viel Diesel lagerst, hast du doch hoffentlich eine Genehmigung dafür. Auch gewerblich dürfen maximal 450 Liter ohne explizite Genehmigung gelagert werden. Nicht das Mal eine Kontrolle kommt. Oder oder. Man denke auch an Versicherung ect.

Lasse es einfach, es geht dich gar nichts an, was ich lagere. :thema:

Russel am 18 Dez 2025 07:13:59

Was machen den die ganzen Fahrzeug Hersteller und Händler weltweit, vom Motorrad bis zum Bagger?

Tanken die alle noch schnell Super Diesel, randvoll oder schütten die auch Zusätze in die Verkaufsfahrzeuge wenn die länger stehen vorm Winter? Oder gehen die volles Risiko und machen nix?

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