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Tag 063 / 30.10.2007 / ca. 0 km / Marina di Modici
PUTZTAG … Gestern hat der Wagen noch eine komplette Außenreinigung bekommen. War ja einfach, weil wir direkt am Wasserkran stehen. Irgendwie hatte gestern dann noch ein Jeder, der hier steht, irgendwas zu putzen, zu wienern oder zu reparieren. RMB MIT WASCHMASCHINE … Ein Wohnmobilpaar mit einem gewaltigen RMB, Silver Star, haben gar erst den Smart, dann Waschmaschine und Trockner aus der Garage hervorgeholt und Großwäsche abgehalten. Neben diesem RMB, aus Belgien übrigens, kommen wir uns fast vor, als würden wir in einem Minibus reisen. Der Wind hat am Nachmittag gedreht und es blies recht kühl her von Norden (18 Grad). Dafür wurden die Sichtweiten wieder besser. Das Meer hat sich vollständig beruhigt und die Wellen plätschern nur leicht an das Ufer. WINTERMÜDIGKEIT …? Irgendwie verfällt man hier, auf diesem schönen Platz in eine Winterlethargie. Wir haben so recht keinen Bock mehr zu fahren. Einfach nur abhängen, möchten wir am liebsten. MAKING MONEY – MISSON IMPOSSIBLE … ? Mit dem Markttag kam uns dann noch so eine Idee. Mal angenommen, nur mal so als Gedanke, wir hätten gestern z.B. 100 Stück, 3 Liter-Kanister Autopolitur, in der Garage des Reisemobils gehabt, die wir für € 10,00 pro Stück eingekauft und für € 22,00 locker an den Mann gebracht hätten, wären das schlappe € 1.200 Profit gewesen. Selbst wenn wir nur 50 Stück verkauft hätten, und das hätten wir sicherlich, wären das € 600 Plus auf dem Konto. Bei Conrad Electronics gab es im Sommer diese kleinen Handventilatoren, mit 1,5 Volt Batterie für € 0,99 das Stück. Zugegeben, gestern war es nicht so recht heiß, aber, wenn es heiß ist, und alle anstehen, um dann endlich irgendeine Ruine zu besichtigen, würden diese kleinen Kühler locker für Euro 5,00 den Besitzer wechseln. Nur 100 Stück am Tag, wären dann ja auch € 400 Gewinn, vor Steuern versteht sich. Auf dem Petersplatz im Rom, wo wir im Sommer bei brütenden 40 Grad eine Stunde anstanden, hatte Gitte so ein Teil und wurde darum geradezu ehrfürchtig beneidet. Wir sind uns sicher, dass wir mindestens 500 Stück für € 5,00 das Stück hätten dort verkaufen können. Das wären dann € 2.000 mehr am Abend als am Morgen. Bei 10 Tagen Arbeit im Monate …, na ??? Tja! Wir wollen ja keine Geschäfte mehr betreiben aber, es kann einem auch nicht verborgen bleiben, das man durchaus gutes Geld beim Überwintern verdienen könnte. Vielleicht liegt das Geld ja doch auf der berühmt-berüchtigten Strasse und man(n) muss es mit der richtigen Idee, einfach nur aufheben?! Falls ihr ein deutsches Konto benötigt...ich könnte da aushelfen :D
Mensch, ich beneide euch gerade.... :roll: Hallo Gitte, hallo Jeff,
Gratulation für dieses Fotoalbum mit den tollen Bildern. Besonders interessant die Tatsache, daß Süddalmatien mit der Insel Peljesac und dem Camp Nevio auch erscheint. Macht einfach so informativ weiter. P.S.: Vielleicht schaut Ihr auch einmal in den priv. mail-Briefkasten. Viele und weiterhin ein angenehmes Überwintern - wir hören - Sabine und Udo Hey Nachbarn :)
euch dann mal ein Herzlich willkommen :) Jeff und Gitte ich kann euch mit der Lethargie gut verstehen, sollten wir uns jetzt da der Winter naht in die Höhlen verkrichen. Ihr macht das schon richtig so :) Ein abendlicher an alle.
Gerade aufgenommen. Das ist ja eine traumhafte Abendstimmung.
Danke für die Infos. Es ist ja eine neue Route - aber sehr interessant. Wow was für eine Abendstimmung, damit kann man natürlich nicht konkurrieren.
Aber trotzdem einen schönen aus Deutschland bei Sonnenuntergang. Tag 064 / 31.10.2007 / ca. 50 km / Marina di Modica
EINKAUFEN … Nichts Besonderes gibt es heute zu vermelden, außer, das wir im südlichstem Lidl Siziliens, in Mengen eingekauft haben. Dieser befindet sich in der Stadt Rosolino, direkt an der E 45, zwischen Pozallo und Noto. Wir haben auch zwölf Brotbackmischungen erstanden und backen nun wieder eigenes Brot und das schmeckt …. Mmmmmmhhhhhhhhhh! Veltins gab es dort auch und warum kleckern, warum nicht klotzen?! Vier Paletten, danke! Leider bekommen wir nirgendwo gescheiten Pfeifentabak. Nur diesen A m . h . . a , eine echte Bahndammernte, ist das. So geht’s halt wieder ans Zigarre und Zigarillo rauchen. Wohl oder Übel, gezwungenermaßen, beim Sonnenuntergang, mit einem schönen, großen Cognacschwenker, gefüllt mit Marsala-Brandy. Das Leben kann so hart und gemein sein. Warum nur immer wir?! Ansonsten hängen wir einfach nur ab und lauschen abends den Fernreisesagas von Werner, unserem netten Nachbarn, hören den Wellen zu und ab an einmal wieder, verwöhnen wir unsere Gehörgänge mit Led Zeppelin, Uriah Heep, Freddy Quinn und Udo Lindenberg (… wenn uns dann das Heimweh überkommt!) und natürlich Deep Purple, the Who und Mick the Jagger a Rolling Stone. EINSAMER WANDERER ZWISCHEN DEN WELTEN … Gestern kam hier ein Deutscher vorbei. Rucksack und auch sonst eher bescheiden gekleidet. Seine Haut war von der Sonne gegerbt. Seit 35 Jahren, so sagt er, ist er per Pedes unterwegs. China, Japan, Asien, Afrika, Nord- und Süd-Amerika, und …, und …, und …, hat er schon abgelaufen. Arbeiten? Nur in äußersten Notlagen, wenn er Schuhe oder Kleidung braucht. Essen? Nur das, was die Supermärkte abends in die Tonnen werfen. Liebe Mitreisenden! Euch muss es doch jetzt einfach nur noch langweilig bei uns sein. Seid aber getrost, am Samstag, vielleicht schon Freitag, reisen wir weiter. Liebe und schade, dass keiner mit uns tauschen will. Winter in Deutschland, … das wäre nun eine echte Abwechselung für uns. Aber, … das gönnt Ihr uns ja wieder nicht und so müssen wir bei 20 Grad Luft und Wassertemperatur auf Sizilien ausharren. Wir beneiden Euch immer, wenn wir nach der Tagesschau, die Wetterkarte sehen. Verzeiht uns den Sarkasmus, heute ist uns einfach einmal danach! Das Wetter heute? Strahlend blauer Himmel den ganzen Tag lang, 22 Grad im Schatten. Südwestbrise und ein Meter hohe Wellen. Wenn nur die aufdringlichen Fliegen nicht wären! an alle, die im Hamsterrad fleißig ihre Runden drehen …, von …, Jeff & Gitte Neiiiiiiiiid!!!!
Wir fahren gleich nach Cuxhaven, da isset auch schön. :D Wir wünschen Euch noch eine schöne Zeit. Und uns noch viele schöne Bilder und Berichte (ohne Sarkasmus bitteschön) . Halt Stopp, diesen Sonnenuntegang müssen wir Euch noch kredenzen. ganz schön viele fingerabdrücke auf dem glass. :D
gruß rainer Du bist ja überhaupt nicht gemein zu uns :wink:
Hier ist trübes Herbstwetter - da entgeht euch halt :ill: Tolles Foto :!:
Wir hatten eben, so kurz vor Sonne untergeht ein paar Strahlen, ansonsten wirklich S** kalt. Musste heute zwecks Arbeit und mangels Fahrzeug mit Motor Fahrrad fahren :eek: :!: und das gesamt über eine Stunde :( Tag 065 / 01.11.2007 / ca. 0 km / Marina di Modica
Gestern Abend war ja bekanntlich der Abend der Hexen. Und als es dunkel war, klopften auch gleich zwei niedliche, kleine „Hexen“ an den Camper. Sie waren echt hexisch-gruselig verkleidet und sagten einen wirklich langen Spruch (… in Deutsch!) auf. Als Belohnung gab es Süßigkeiten, in ihren ohnehin schon so prall gefüllten Hexensack. Der Morgen ist wunderschön und sonnig. Es ist schlagartig so heiß. Am Mittag zieht ein heftiger Gewittersturm über uns hinweg. Den Hagel haben wir nur am Rande des Tiefs mitbekommen. Keine Schäden! Sturm Auf diesem Wege mal herzlichen Dank für die SMS-.
Wir hoffen Ihr habt trotz des "Shit-Wetters" trotzdem ne schöne Zeit... So weit weg ist unser Himmel von eurem nicht...so von der Farbe her gesehen :D Sonnenuntergang gestern. Hallo, ihr zwei!
2 Tage noch-und dann gehts auch für uns los-natürlich wieder nach Italien. Auf der to do Liste stehen Saturnia, Herculaneum(Pompei vielleicht auch noch mal), Sorrento und wenn noch Zeit ist-Sizilien. Eure Bilder lassen uns an die schönen Tage im letzten November denken und wecken das Fernweh... (Übrigens: Unser Askan fährt auch noch mal-wohl das letzte mal) Viel Spass noch Werner Tag 067 / 03.11.2007 / ca. 90 km / Zum südlichsten Zipfel Siziliens
Die Sonne scheint und gegen 9:00 Uhr verabschieden wir uns von unseren Nachbarn auf dem Piazza Donatello in Marina di Modica. Es zieht uns weiter! Als erstes wollen wir den südlichsten Zipfel Siziliens und somit auch Italiens erkunden. Wir rollen über Pozallo nach Ispica und biegen dann gen Südosten ab nach Paccino und weiter nach Portopalo di C Passero. Hier, an dieser Küste waren letzte Woche noch 200 Afrikaner, völlig erschöpft und ohne Verpflegung und Wasser, in seeuntauglichen Booten, angestrandet. Die Sonne scheint und im Hafen von Portopalo frühstücken wir erst einmal. Das Brot welches Gitte gestern gebacken hat, mundet erstklassig. Vor uns scheiden sich die Wasser des Golfo di Pozallo und des Golfo di Noto, in das Ionischen Meer übergehend. SP-Beschreibung: Der Hafen von Portopalo ist durchaus zum Übernachten geeignet. Wasserkräne gibt es genügend am Kai. Das Verbotsschild für Camper scheint auch hier niemand ernst zu nehmen. Steckdosen sind dort auch genügend, aber ob der Hafenmeister sie freischaltet, ist dann doch fraglich. Der Hafen an sich ist sauber und bietet eine schöne Kulisse, bestimmt auch bei Nacht, wenn die großen Strahler alles ausleuchten. Über dem Hafen, oben auf der Aufschüttung des Deiches zu stehen, ist bestimmt ein Höhepunkt der optischen Art. Zur drei Seiten Meer und zur anderen der Hafen. Ein deutsches Reisemobil aus Rosenheim steht dort oben. Man kann auch leicht hinauffahren, nur steht man dann, wie auf fast allen Plätzen Siziliens, vor verstreuten Müllbergen mit entsprechenden Populationen von Fliegen. Nach dem Frühstück interessiert uns die Isola Capo Passero, mit alter Burganlage und Leuchtturm und die Isola delle Correnti. Wir stehen ihnen gegenüber und wer nun glaubt die stolze, inoffizielle sizilianische Fahne vor gepflegten Anlagen und Boulevards fotografieren zu können, der irrt gewaltig. Betonburgen reichen bis ans Meer, Müll säumt die Ufer, alles ist verwahrlost, dreckig und ungepflegt. Plantagen reichen bis in den Sand. Leider kein 5-Sterne-Bella-Italia für Portopalo und somit geben wir für dieses Ziel, dessen Erreichen über marode, unterspülte und Schlammpisten bei Regen führt, gerade einmal 2 Sternchen. So verlassen wir auch bald schon wieder diesen eher ungastlichen Ort und rollen gen Noto, die Stadt mit den 30 Kirchen. Kaum Pachino umfahren, setzt ein gewaltiges Unwetter ein. Der Himmel öffnet seine Schleusen und das nicht zu knapp. Die 15 km nach Noto durchrollen wir eher im Schritttempo, überflutete (Straßen?) Kanäle, mit Wassertiefen von bis zu 60 cm. Und bald schon leuchtet auch eine Warmlampe am Armaturenbrett auf. Wir nehmen den ersten Parkplatz vor Noto und wettern hier erst einmal ab. Den Motor lassen wir noch eine Weile zum abtrocknen laufen, dann erlischt die Warnlampe auch wieder. Der ach so schön saubere Wagen sieht nun wieder einmal aus wie …! Sind eigentlich Ferien in Italien? Wir zählen auf den wenigen Kilometern über 50 Italo-Reisemobile. Der Regen prasselt nur so hernieder, wo wir gerade parken. Keine Ahnung wo wir heute Abend anlanden werden. Bei den Straßenfluten fahren wir erst einmal nicht weiter. Fotos 14:00 Uhr, NACHTRAG.
Ununterbrochen Sirenengeheul, Polizeiwagen, Feuerwehr, Krankenwagen, Abschleppdienste! Gemeindearbeiter sperren die ersten Straßen. Soviel Wasser haben wir in unserem ganzen Leben vielleicht zweimal erlebt. Eines dieser Erlebnisse in einem Zyklon, in Australien, das andere Mal als 1977, glauben wir war es, ein Staudamm in Spanien brach, weil er die Wassermassen der Sierra nicht mehr aufnehmen konnte. Wir machen uns Gedanken. Der Platz auf dem wir stehen wird unterspült. Wir stehen quasi in einem Fluss mit ca. 30 cm Wasserhöhe. Wir müssen hier weg und entscheiden nach Noto zu fahren, denn es liegt auf dem Berg. LKW-Fahrer die aus Richtung Siracusa kommen, winken anderen LKW-Fahrern ab. Hier scheint nichts mehr zu gehen, deuten wir die Gesten. Klar verpassen wir auch prompt den SP, links, am Ortseingang von Noto und sind auch schon mittendrin, in der romantischen Stadt, welche heute eher unromantisch, eher wie ein Blick in ein kitschiges Aquarium, wirkt. Die Regenrinnen der Dächer packen den Wasserschwall von oben nicht mehr und ganze Wasserfälle prasseln von den Dächern auf den Camper, der sich sehr langsam durch die Gassen schiebt. Dies einmal mehr, dank der „vorbildlichen“ Parkraumnutzung der Italiener. Einmal rollen wir durch Noto hindurch und erreichen die erste Straßensperre, zweier älterer Damen, mit ihrem querstehenden Fiat Punto. Hier geht nix mehr, verstehen wir und sehen auch schon den braunen See, 100 Meter weiter vor uns, der laut Tom-Tom ein Kreisverkehr sein sollte. Ergo 500 Meter rückwärts, zurück zur Kreuzung, wo lauter Blaulichter funkeln. Dann wieder durch Noto, unter den Wasserfällen der Dächer hindurch und endlich landen wir auf den Stellplatz für Reisemobile. Na, jedenfalls ist unser Wagen dicht, das steht ja nun wohl fest. Quasi aquarientauglich ist er. Heute packe ich kein Lenkrad mehr an, soviel steht fest. Dann müsste schon der ganze Platz wegschwimmen. Es donnert, es blitzt und die Sirenen heulen, während wir dies hier in die Tasten geben. Werdet Ihr davon etwas in den Nachrichten mitbekommen? Es grüßen Euch vom „Weltuntergang“ auf Sizilien, Jeff und Gitte Hallo Jeff
möglich, dass die Schulen dort Brückentage mitnehmen wie in Deutschland. Aber richtige Ferien haben sie zu dieser Zeit keine. Schulferien in Sizilien 05.04.2007 - 10.04.2007, 10.06.2007 - 17.09.2007, 24.12.2007 - 05.01.2008 Na das Wetter schlägt bei euch ja auch Cabriolen. Aber nehmts locker, hier ist richtig Herbst; Nebel, diesig, buntgefärbte Wälder..... Wisst ihr noch was das alles ist??? lach Seit lieb gegrüßt so siehts per Satellit bei euch aus Erweiterte Wettervorhersage
Sizilien, ITA Lokale Vorhersagealle 3 Std10 TageKartenDurchschnitt Genauer Wetterbericht für 10 Tage °F | °C Tag Vorhersage Wind Feuchtigk. Niederschlag % Heute 03 Nov Details Schauer Höchst: 15° Niedrig: 10° 13 kmh SO 84% 65% Morgen 04 Nov Details Schauer / wolkenlos Höchst: 16° Niedrig: 9° 10 kmh SW 69% 50% Montag 05 Nov Schauer / wolkenlos Höchst: 16° Niedrig: 8° 9 kmh N 71% 50% Dienstag 06 Nov Wolkenlos Höchst: 14° Niedrig: 6° 11 kmh NNO 65% 10% Mittwoch 07 Nov Nachmittags Regen Höchst: 11° Niedrig: 5° 8 kmh ONO 76% 70% Donnerstag 08 Nov Heiter Höchst: 13° Niedrig: 5° 10 kmh NNO 64% 15% Freitag 09 Nov Nachmittags Regen Höchst: 12° Niedrig: 9° 18 kmh W 83% 25% Samstag 10 Nov Teilweise bewölkt Höchst: 8° Niedrig: 4° 39 kmh N 61% 65% Sonntag 11 Nov Nachmittags Regen Höchst: 11° Niedrig: 5° 28 kmh NNW 61% 50% Montag 12 Nov Nachmittags Regen Höchst: 11° Niedrig: 8° 18 kmh W 66% 35% hmmmm ........ bischen Sonne ist ja dabei........ :roll: Hallo Jeff und Gitte,
wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. Doch solche Erlebnisse, denke darauf könntet Ihr verzichten. Ich stelle mir das Schrecklich vor und wünsche Euch doch bald ganz viel Sonnenschein. Auch der Süden hat seine Tücken und dann jammere ich schon den ganzen Tag, weil es nicht so recht hell wird. November und Neben, ein Graus. Möchte nicht mit Euch tauschen und drücke Euch die Daumen, dass das Unwetter bald vorbei ist. Die Bilder sind einfach super und danke nochmals für die SMS. Uns gehts gut, das Womo ist in der Garage und der Garten und ums Haus rum alles Winterfest. Einen lieben aus dem Odenwald sendet Euch Anita und Reinhold Boah, das sieht ja übel aus mit dem Wetter. Drück euch die Daumen, dass es bald besser wird. Na, da werden wir wohl vorerst mal weiter im Norden Italiens bleiben-denn da sieht es auch Vorhersagemässig recht freundlich aus.
Werner moin jeff und gitte...
gerade aktuell wetteronline abgerufen... sucht euch für mitte nächster woche ein sicheres plätzchen, denn dann solls wieder in heftigen regenfällen losgehen... toitoitoi!!! werner hab gelesen, dass ihr gestartet seid.... waren gestern in saturnia, da ist die hölle los, alles voll, wir sind gleich wieder geflüchtet und sind nun in montalto marina bei sonnenschein und ca. 22 grad (in der sonne, sonst kahalt) ich glaub, mit sizilien warten wir erst mal noch ab, obwooohl.... wo WIR sind ist sonne *lach*.... daher sollten wir uns auf den acker machen .... nochmals toitoitoi zu jeff und gitte, haltet die ohren steif und das Womo trocken!! Tag 068 / 04.11.2007 / ca. 40 km / Noto und Fahrt nach Siracusa
Die Nacht war relativ ruhig, abgesehen von den vielen Blaulichtern die durch die Nacht flirrten. In der Nacht wurden offensichtlich viele Straßen von den vielen, kleinen Erdrutschen geräumt. Der italienische Zivilschutz fuhr jedenfalls ununterbrochen. Am Morgen scheint wieder die Sonne. Am frühen Morgen machten wir uns auf in das Centro storico von Noto. WWWWWWooooooooohhhhhhhhhhh, ist das eine Stadt! Im Jahre 1693 wurde das alte Noto, wie auch die Städte Ragusa und Medica von einem Erdbeben fast vollends zerstört. Ihr Wiederaufbau, sollte Zeichen setzen und in Noto sind die Zeichen architektonisch besonders vielfältig und gewaltig, ganz im Stile des Barock, ausgefallen. Kein Wunder, das die Stadt heute, unter dem Schutze der UNESCO steht. Sie zählt 30 Kirchen und viele, schmucke Paläste und Verwaltungsgebäude. Das „neue“, Noto, das aus dem 18. Jahrhundert, wurde nur 10 km vom ursprünglichen Ort der alten, zerstörten Stadt aufgebaut. Von dem kleinen Gebirge, auf der sie liegt, dem weißen Iblei-Gebirge, wurde der Stein gebrochen und gehauen, der Notos Gebäude heute prägt. Der ADAC schreibt: „Der Aufbau Notos erfolgte in einer wahren Orgie an Schmucklust!“ Das können wir nur bestätigen. Es macht Spaß die Straßen zu durchwandern und unzählige Fotos zu schießen. Bei uns waren es heute 118 Stück an der Zahl. Am Nachmittag verlassen wir Noto, als sich schon wieder diese überdimensionalen Wolkengebilde über den Bergen aufbauen. Wir rollen zurück an die Küste und stehen nun in Siracusa, auf einem SP. € 15,00 kostet er für 24 Stunden und liegt nah an der vorgelagerten, historischen Altstadt. Unterwegs haben wir die Leute vom Straßenbau gesehen, die in ungewohnter Hektik Straßen wieder befahrbar machten. Für Noto geben wir auf jeden Fall 4 funkelnde Sterne. Diese Stadt muss man sich angeschaut haben und der Abstecher von der Küstenstraße beträgt ja auch gerade einmal 15 kurze Kilometer in die Berge. Noto hat 3 Stellplätze, die alle gut ausgeschildert sind. Der am Ortseingang von Siracusa kommend ist kostenfrei, hat Entsorgung, aber leider keine Versorgung. Der Wasserkran fehlt. Dieser SP befindet sich direkt an der Kreuzung. Die Zufahrt in die Stadt ist auf unter 5 Tonnen begrenzt. Fotos SIRACUSA
Wir wollen es wissen und heute noch einmal, eigentlich nur um die Ecke, das Santuario Madonna Delle L Lacrime besuchen. Daraus wurde dann allerdings doch sehr viel mehr und Ortigia haben wir dann auch gleich noch in Angriff genommen. Doch zunächst zum Santuario Madonna Delle L Lacrime, einer hypermodernen Kirche, wie könnte man sie auch nennen könnte. Schon von weitem, wenn man Siracusa anfährt, scheint sie über der Stadt zu schweben. Ganz so, wie die Spitze einer Rakete. Eben ganz Geschmacksache, ist sie. Von außen ein Betonskelett, situiert in einen wunderschönen, von Palmen gesäumten Garten, mit Skulpturen der christlichen Religionsgeschichte. Innen ist es eher dunkel und die Wirkung des gen Himmel ragenden 100 Meter hohen Gewölberaumes erschließt sich eher nicht so dem Besucher. Gewöhnungsbedürftig, selbst bei aller Aufgeschlossenheit , auch die Innengestaltung der Kirche. Oder sollte man sie gar einen Dom nennen? Eher sehr sachlich, schlicht und mit, in den Schluchten der „Rakete“ befindlichen Themenaltaren, mit modernen Glaselementen, die das wenige Licht in den Innenraum gelangen lassen. Interessant die derzeitige Ausstellung einer Kopie des Tuches von Turin. Jenes, auf dem das Abbild Jesu nach der Kreuzigung zu erkennen sein soll. In Originalgröße und aus der Nähe ein durchaus beeindruckendes Stück Gewebe. Der Skulpturenpark ist interessant, gleichwohl die Ausformungen mancher Plastiken eher abstoßend erscheinen, da sie die Körper in mehr grobschlächtiger Art und Weise wiedergeben. So eben, wie man sie sich lieber nicht vorstellen möchte. Ob das an- oder aufregt, bleibt aber dann doch jedem selbst überlassen. ORTIGIA Dann wandern wir in Richtung Porto Piccolo, um über die Brücke auf die Insel der Barockbauten zu gelangen. Hier finden sich auch die Reste des Apollo Tempels und der eindrucksvolle Artemis-Brunnen Ortigia hat was, hat Charme, hat Kultur, hat Geschichte und zieht einen irgendwie in seinen Bann. Es macht Spaß die Insel zu umrunden und die engen Gassen mittendrin zu ergründen. Leider ist hier, bis auf wenige Bauten, alles dem Verfall preisgegeben. Die paar Gerüste, die von Denkmalpflege künden, können mit dem tausendfachen Verfall der ganz offensichtlich sehr schnell fortschreitet, nicht mithalten. Dies ist kaum verständlich, denn die kleinen barocken Häuschen direkt am Meer, würden in jedem anderen zivilisiertem Land der Erde zu Kostbarkeiten renoviert und viele Millionen Euro wert sein dürfen. Hier, auf Sizilien, in Ortigia nicht so. Der schwarze Pilzbefall ist an allen Fassaden zu erkennen und an den meisten Häusern wurde wohl noch nie Hand angelegt. Ein wenig sieht es so aus, wie in Berlin, nach der Wende, wo man am Prenzlauer Berg die heruntergekommenen Villen bestaunen konnte, von denen man befürchten musste, unter einem herabstürzenden Balkon, jeden Moment begraben werden zu können. Schade, das Ortigia, dieses Juwel, von Geschichte, Völkern und Kultur dem Verfall derartig preisgeben ist. Dennoch ist Ortigia ein Muss! Und egal wie sehr man sich über den baulichen Zustand des Barockstädtchens ärgern muss, geben wir für dieses Muss 4 Sterne. Gegen Abend sind wir ganz schön müde und die Beine schmerzen. Wir nehmen ein Taxi zurück zum „Hotel“ auf dem SP Paracheggio von Platen, denn die 4 Kilometer laufen, möchten wir nun doch nicht mehr. Ortigia Ortigia Da bin ich aber froh das ihr das Unwetter gut überstanden habt!
Tolle Bilder wieder :) Jules Verne war ja ganz gut!!
. Der junge hat in 80 tagen die erde umkreist. Ich aber hab gerade in 2 Stunden Italien geschafft. :D :D Tolle reise bis lang. Meeeeensch was ich alles hab erleben dürfen. Und ich bin scheinbar noch nicht am ende angelangt. Hallo Gitte und Jeff Wenn auch verspätet, so hab ich mich gerade in die reihe der wissbegierigen leser eingeordnet. Belebender text, gepaart mit tollen bildern, machen euren reisebericht zu einer spannenden unterhaltung. Alles gute weiterhin und ein grosses danke Tag 069 / 05.11.2007 / ca. 100 km / Etna und Acrireale
ONLINE-KOSTEN, … EIN PAAR WORTE IN EIGENER SACHE … Die Rechnungen für die letzten 2 Monate sind da und lesen sich nicht spaßig. Um den Reisebericht ONLINE zu stellen, zahlen wir inzwischen rund € 180 pro Monat. Das ist eine Menge Holz. Ende November 2007 läuft die Vodafon-Karte ab und wir wollen diese, bei diesen Kosten nicht mehr verlängern. Ergo: 1. Wird es ab Ende diesen Monats keinen täglichen Bericht mehr geben können, zumal man hier in Italien nur und ausschließlich gesicherte Netzwerke vorfindet. Aber …, wir können so Sizilien noch vollends abschließen, denn wir stehen ja heute schon in Acireale. Ergo 2. Werden wir alle 14 Tage bis 3 Wochen in einem Internetcafe den Bericht fortführen. Das ist zwar nicht so aktuell, aber der einzige vernünftige Weg den Reisebericht fortzusetzen. Fotos! Wir werden in Kürze wieder an Beduin (INA) eine Foto-CD senden, so dass der Bericht quasi auch auf Bildern fliegt und bessere Eindrücke ermöglicht. Wir bitten um Verständnis! SIZILIEN, IN 14 TAGEN 3 Wochen Urlaub? Eine Woche für Hin- und Rückfahrt und 14 Tage für Sizilien. 4 Wochen Urlaub? Eine Woche mehr Zeit lassen oder im Inland noch Enna und Corleone ansteuern. Nachdem wir nun Sizilien zweimal intensiv bereist haben, würden wir, aus unserer Sicht und Erlebnissen, einen Reisemobilisten, der 14 Tage bis drei Wochen Zeit hat, die folgenden Ziele empfehlen. Dabei steht das Reisen, das Erleben von Landschaften und interessanten Zielen, klar Vordergrund. UMRUNDUNG IM, ODER ENTGEGENGESETZT DES UHRZEIGERSINNS? Diese Frage stellt sich gleich nach der Ankunft. Wir würden empfehlen dem Wetter die Entscheidung zu überlassen. Sind die Wetterverhältnisse klar, Sonne und Weitsicht herrschen vor, dann auf jeden Fall den Uhrzeigersinn wählen, um alle Wetterrisiken zum Besuch des Etna`s, auszuschließen. Ziel 1: Taormina, 1 Tag SP: Giardina Naxos, Viale Stracina 22 Unsere Bewertung: 4 Sterne für die Stadt und die Ausgrabungen Ziel 2: Der Vulkan Etna, 2 Tage 3.370 Meter hoch, bietet sich von Messina kommend die Rundfahrt Etna Nord hoch und Etna Süd herunter an. SP: Rifugio Sapienza mit Versorgung auf rund 2.000 m Höhe. Unsere Bewertung: 5 Sterne für Natur und Vulkan Ziel 3: Siracusa: Insel Ortigia, 1 Tag SP: Siracusa, Paracheggio von Platen mit V&E Unsere Bewertung: 3-4 Sterne für die Insel Ortigia (Barockstädtchen) Ziel 4: Noto, 1 Tag SP: 3 SPs sind ausgeschildert, oder 35 km zur Marina di Modica, Piazza Donatella Unsere Bewertung: 4 Sterne für die Altstadt von Noto (Barockstadt) Ziel 5: Ereclea Minoa ( … und Tal der Tempel bei Agricento), 1 Tag SP: Parkplatz vor den Ausgrabungen auf den Kreidefelsen, oder der Beschilderung Hafen folgen. Unsere Bewertung: 3-4 Sterne für Natur Ziel 6: Seliunte und Segesta, Auf der Durchreise von Südwest nach Nord besuchen. Unsere Bewertung: 3-4 Sterne für Geschichte und die Akropolis Ziel 7: Erice, 1 Tag SP oben in 700 Metern Höhe, vor Erice ausgeschildert. Unsere Bewertung: 4 Sterne für die mittelalterliche Stadt auf dem Berg Ziel 8: San Vito lo Capo unterhalb des Monte Cofano, 2 Tage SP: Unterhalb des Monte Cofano Halbzeit der Tour und eine gute Möglichkeit am Meer auszuspannen. Unsere Bewertung: 3-4 Sterne für Landschaft und Natur (Berge und Meer) Ziel 9: Palermo und Monreale, 2-3 Tage SP: Campingplatz aufsuchen und Bus für Stadtbesuch wählen. Unsere Bewertung: 5 Sterne für die Altstadt Palermos und Monreale. Ziel 10: Cefalu, 1 Tag SP: Östlicher Stadteingang, hinunter zum Hafen fahren und dort stehen. Bitte keinen Versuch unternehmen Cefalu durchfahren zu wollen. Unsere Bewertung: 3-4 Sterne für das Altstädtchen Ziel 11: Tindari, Durchreise SP: Unterhalb des Klosters, allerdings € 3,00 pro Stunde. Unsere Bewertung: 3 Sterne für Natur, Ausblick und Kloster der schwarzen Madonna Ziel 12: Milazo, 1 Tag SP: Hafen zu Liparischen Inseln versuchen. Je nach Betrieb! Unsere Bewertung: 3 Sterne für Natur und Blick auf die Liparischen Inseln Weitere Beschreibungen zu den Zielen können diesem Thread entnommen werden. Der Link zu den Fotos führen zu der Diashow und somit zu den Zielen. AUF DEM ETNA: WIE SIE SEHEN, SEHEN SIE NICHTS … 9:00 Uhr in Siracus, 18 Grad, bewölkt, es sieht nach Regen aus. Wir starten das Hotel und rollen Richtung Etna. Das ist zwar, bei diesen Wetteraussichten, kein erstklassiger 1-A-Plan für diesen Tag, , aber, wir wollen versuchen, vielleicht doch ein paar Fotos schießen zu können. Kann ja sein, dass die Wolkendecke doch noch aufreist. Wir umfahren den Großstadtmoloch der Industriemetropole Catania (500.000 Einwohner), deren Ausdehnungen gewaltig sind. Erreichen Nicolosi und beginnen kurz danach mit dem Aufstieg des Hotels über die zahlreichen Serpentinen (17 km). Der Asphalt ist erstklassig und es gibt auch eine ganze Menge Parkbuchten, um die Aussicht bei einem Stopp genießen zu können, doch … leider … Sichtweite meist 100 Meter, selten mehr. Nach 20 km hinter Nicolosi und gut einer Stunde regelrechter Bergtrödelfahrt, vorbei an in Lava versunkenen Häusern und einem Kirchlein, erreichen wir das Rifugio Sapienza in 1.910 Metern Höhe. Auf der Fahrt können von Lava überflutete Häuser und ein Kirchlein gesehen werden. ZUM GIPFEL DES ETNA … Jeglicher Betrieb per Seilbahn und Jeep zum Gipfel zu gelangen werden jeweils Ende Oktober vollends eingestellt. Es beginnt zu nieseln und mit der Aussicht ist es eine totale Fehlanzeige. Wie schon geschrieben, es war ein Versuch. 4 Grad sind es hier oben und der Stellplatz für rund 40 Reisemobile gehört völlig uns alleine. (Gekennzeichnete Parkbuchten mit Strom und Wasser beim Refugio Sapienza) DER ETNA Die Geschichte des Vulkans reicht 600.000 Jahre zurück, so die Wissenschaft. Es war am Ende des Zeitalters des Quartärs als der Etna aus dem Ionischen Meer erstmals, als Insel quasi vor dem Festland, in der heutigen Bucht von Catania, emporstieg und sich durch Lavaergüsse ausweitete. Höhe 3.340 Meter über N.N. Durchmesser 44 km, Vulkanfuß 400 Kilometer. Letzter, wesentlicher Ausbruch 2001, in der Gegend um Silvestri, in 2.500 m. Höhe. Hauptkrater ist der Crateri Sommitali, in 3.3.40 m. Höhe. Es gibt drei Nebenkrater. Stationen für Exkursionen: Rifugio Sapienza (Ost), Piano Provenzana (Nord). Auffahrt Ost: Sehr steinige Ausblick, nur Moose und wenige Büsche. Schwarzes Lavagestein entlang der Straße. Abfahrt Nord: Lavagestein und viel Lavasand mit schwarzer Lavestaub auf dem zahlreiche Gräser, Büsche und Bäume wachsen. Zur Zeit ist Herbst hier oben, die Bäume tragen noch ihr buntes Laub. Wir wandern ein wenig durch den Nebel, stehen auch direkt am Krater Sylvestri, den wir aber nicht einsehen können. Wir erleben auch, wie wichtig es ist, sich hier, bei diesem Wetter vernünftig zu orientieren. Denn als wir losgingen konnten wir sehr kurz noch einmal die Küste sehen und nun umgibt uns eine undurchsichtige Nebelsuppe mit quasi null Metern Sichtweite. Da könnte man sich sehr schnell verlaufen. Also, das bringt alles nichts hier oben, wollen wir bleiben? Wollen wir fahren? Wir entscheiden uns dem regnerischen Tag noch etwas Positives abzugewinnen und steuern einen CP mit Waschmaschine in Acireale an. So können wir die Berge an Wäsche waschen. Am 12. November fliegt ja unsere Tochter für ein paar Tage in Catania ein und wir hoffen die Tour Etna, dann bei besserem Wetter, noch einmal machen zu können. CP „La Timpa“ IN ACIREALE … Anschrift: Acireale, Via Santa Maria La Scala 25. 3-Sterne-Platz. Sehr schön auf Lavaklippen gelegen mit weit reichender Aussicht auf das Ionische Meer und einen Teil der Zyklopen. Schwimmingpool und jede Menge Terrassen und Badebuchten. Nun stehen wir nach schwieriger Anfahrt auf diesem Campingplatze, ca. 50 Meter hoch auf den schwarzen Lavaklippen und schauen auf einen Teil der Zyklopenküste, mit den Felsmassiven, die auf dem Meer ragen. Sollte nun der Etna spucken und die Erde wackeln, sind wir wahrscheinlich die ersten, die über die viel zitierte Klippe springen, so nah stehen wir daran. Von den zahlreichen Aussichtsplattformen zum Meer hin, können wir uns eine aussuchen. Auch würde uns ein Aufzug, durch das schwarze Gestein, die 50 Meter hinunter zur Küste befördern. Aber, da wird uns eher klaustrophobisch und wir verzichten. Natürlich kann man auch die Stufen nehmen. ACIREALE … 160 Meter hohe Lava-Stelküste. Das Zentrum der Stadt ist ein Barockjuwel, ähnlich Noto. In Acitrezza (Nachbarort) befindet sich ein Normannen-Kastell auf schwarzem Lavafelsen. Wie könnte es anders sein, es beginnt auch hier an zu regnen. Bei diesem Wetter, über schon so viele Tage, gleiten wir vielleicht bald in eine Winterdepression ab. Tag 070 / 06.11.2007 / ca. 0 km / … auf dem CP La Timpa, in Acireale 9:00 Uhr, die achte Waschmaschine wird gerade befüllt. Wir sind die einzigen Gäste auf dem CP und von unseren eigenen Wäscheleinen vollends umzingelt. Gegen 10:00 Uhr hupt es und der Bäcker kommt mit frischem Brot und Brötchen vorbei. Wir kaufen drei Brötchen und überlassen ihm das Wechselgeld von 20 Cent, worauf er uns eine handvoll Zitronen schenkt. Gitte badet derweil eine vielleicht 4-6 Wochen junge Babykatze, die offensichtlich in frischen Beton gefallen war und dadurch von der Mutter abgestoßen wurde. Nach dem Vollbad kümmert sich die Mutter wieder liebevoll um die Kleine. Das Wetter ist durchwachsen, etwas mehr Sonne als Wolken. Es gibt nichts zu berichten heute. Fotos Tag 071 / 07.11.2007 / ca. 90 km / 2. Versuch, Etna und Giardini-Naxos
Die Sonne lacht und wir ändern unseren Plan, fahren nicht nach Taormina, sondern steuern erneut den Etna-Süd an. Doch schon auf der Bergfahrt, zieht es sich erneut zu. Immerhin bekommen wir einmal die Spitze zu sehen. Die Bergbahn fährt übrigens heute. € 48,00 pro Person, Hin- und Rückfahrt, einschließlich Jeep zum Krater. Wir sparen uns aber heute zumindest das Geld, der Nebel ist zu dicht. Aber, … wir schießen ein paar interessante Fotos, auch von der verschneiten Spitze. Das Wetter bessert sich auch nach 2 weiteren Stunden nicht, wir rollen zu unserem SP für die nächsten Tage, vor Taormina, in Giardini-Naxos und erleben eine echte Überraschung. Ein toller Platz ist das. Selten haben wir so was an Vorbildlichkeit gesehen und hier ist alles sauber, ordentlich und gepflegt. Das gibt es für € 13,00 für 24 Stunden und € 10,00 den Tag, wenn man 3 Tage bleibt. Vor jedem Platz steht sogar eine eigene Dusche und Waschbecken. Sitzecke mit Stühlen und Tisch. Wasseranschluss, Strom sowieso und die V+E ist bestens ausgestattet. Diesen Platz können wir empfehlen. Die Adresse: Giardina Naxos, Viale Stracina 22 Hier werden wir erst einmal bleiben, bis unsre Tochter dann kommenden Montag einfliegt und werden erst in einigen Tagen wieder von Taormina berichten. ( Wir, setzen dies hier einmal in Klammern, möchten nicht als notorische Meckerer gelten, oder etwa etwas Mies machen. Heute stehen wir auf dem SP, Etna-Süd und können tatsächlich, trotz aufziehender Wolken und Nebel vieles sehen. Was wir sehen, erfreut uns leider nicht immer. Immerhin befinden wir uns hier in einem der wichtigsten Naturparks Italiens. Doch nicht nur das, wir befinden uns in einer Region, die in der Erdgeschichte, seit immerhin 600.000 Jahren eine gewichtige Rolle spielt und somit auch einmalig ist. Dies aber nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Zukunft, vielleicht sogar solange, wie unser blauer Planet bestehen wird. Aber auch in einer Region, die den Italienern ein Einkommen und Auskommen bringt. Immerhin steuern jedes Jahr Millionen von Touristen das Gebiet um den Etna an. Wir umrunden den Krater des letzten Ausbruchs, den Sylvestri, und was liegt darin außer Lava? Müll, jede Menge Müll! Wir gehen entlang der Aussichtsplattform (250 Meter), die hinunter auf Catania und das Meer schaut. Und? Alles in Wurfweite (ca. 20 Meter) ist heilos zugemüllt! Die Parkplätze? Zugemüllt! Wege? Zugemüllt! Dabei stehen überall große Müllcontainer herum. Spuren auf dem SP für Reisemobile sprechen auf eine klare Sprache. Hier wurde wild abgelassen, man kann es deutlich auf dem Asphalt erkennen. Warum wird eigentlich in Italien, und wir wollen gar nicht die Italiener alleine dafür verantwortlich machen, immer alles zugemüllt? Wie können die Menschen hier, nur mit dem ständigen Blick auf Müll leben? Wieso fliegen aus fahrenden Fahrzeugen heraus Plastikflaschen und Tüten? Wieso lädt man hier seinen Hausmüll in zugeknoteten Plastikeinkaufstaschen auf Parkplätzen oder in Parkbuchten ab. Wieso landen auf Parkplätzen ganze, nicht mehr notwendige, Einrichtungsgegenstände? Was für eine Intelligenz, Kultur, Hygiene, Lebensart und Einstellung müssen Menschen haben, die ihre unmittelbare Umgebung und ihre Naturwunder so behandeln? Jeder mag sich hierüber einmal seine Gedanken machen. Wenn wir uns selbst irgendwie verantwortlich fühlen und vielleicht versuchen wollen etwas zu ändern, dann sollten wir nach unseren Italienreisen die jeweiligen Botschaften, nebst einigen eindrucksvollen Fotos anschreiben und mitteilen, das man in Zukunft vielleicht andere, saubere Ziele ansteuern wird. In jedem Fall sollte man den Umgang mit der Natur anprangern. Ob es hilft? Nun, wenn Tausende protestieren und auf die Missstände aufmerksam machen, können eigentlich auch die Italiener, dies nicht mehr ignorieren, denn es geht für sie ja auch um sehr viel Geld. Wir werden ein solches Schreiben in jedem Fall verfassen und verschicken und schließen die Klammer hier.) Tag 072 / 08.11.2007 / ca. 0 km / Giardini - Naxos
Eine ruhige, wenn auch regnerische Nacht liegt hinter uns. Auf dem SP hier, den wir mit 4-5 Sternen bewerten können, stehen noch 12 Reisemobile, fast alles Deutsche. Am Morgen scheint die Sonne und ein Blick aus der Panoramascheibe zeigt den Etna, diesmal ganz ohne Wolken, im hellen Sonnenschein und der Schnee auf seinen Gipfeln reflektiert die Lichtstrahlen weit ins Land hinein. Wir packen die Fahrräder aus und erkunden Naxos und dann Giardini. Zwei nette, wenn auch Touristenstädtchen, die aber nun vollends den Einheimischen gehört. Vom Lungomare aus betrachtet hat sich Giardini aber den Charme eines sauberen, italienischen Städtchens am Meer, erhalten können. Es bietet sich ein kleiner, nicht so fantastischer Blick wie von Taormina, auf die Isola Bella, ein kleines Inselchen. Naxos war einst (VIII. Jahrh.v.Chr.) eine antike griechische Kolonie. Zeugen aus dieser Zeit befinden sich in den archäologischen Gebieten von Naxos. Wir geben 3-4 Sterne für dieses Ziel am Mare Jonio, zwischen Catania und Messina. Bei klarem Wetter kann man die Küste des südlichen Stiefels Italiens (Reggio Calabria) erkennen. Super, dass ihr doch noch freien Blick auf den Etna bekommen habt.
Gittes Hilfe ist echt rührend, sie hat halt doch ein Herz für Tiere. Süß die drei vereint zu sehn. Tja Müll....nicht überall gibt es so ausgeprägten Umweltschutz. Wird aber auch höchste Zeit, dass die Italiener aufwachen und nicht im Müll versinken. Bin ganz deiner Meinung. Tolle Bilder. Die ersten Herbststürme sind hier durchgezogen. Wünsche euch trotzdem noch schöne Tage auf Sizilien. Zum Thema Müll - Auszug aus meinem Reisebericht "Süditalien im August"vom letzten Jahr:
Wir stimmen uns ein in den italienischen Badeurlaubs-Alltag: Kurzes Frühstück, bestehend aus irgendeinem Getränk, dazu ein abgepacktes Biscotti, Strand, Mittagessen, Dösen vor dem Wohnmobil, Strand, Abendessen – entweder auswärts oder eine bekocht die ganze Sippe (denn es steigen immer mindestens 5 Personen aus jedem Wohnmobil aus – siehe meine Bemerkung bei Cortona), dann wird sich rausgeputzt für die Passeggiata, also das Auf- und Abflanieren im nahmen Örtle. Die deutsche Hausfrau ist bestürzt ob der Abfallmengen, die ein solcher Badetag von einer einzigen Wohnmobilbesatzung produziert wird, es wird ausschließlich aus Plastikbecherchen getrunken, von Plastiktellerchen gegessen, mit Plastikmesserchen geschnitten usw. (im nahen Supermarkt kosten 300 Plastikteller 1,09 Euro). Nach der Mahlzeit wird alles in eine Plastiktüte gestopft, diese in den Müllbehältern versenkt oder – wenn die anderen schneller waren und den Müllbehälter schon gefüllt hatten – diskret danebengestellt. In freier Natur dann kommen die in Italien überall präsenten armen (vielleicht auch ausgesetzten) verwilderten Hunde, zerlegen auf der Suche nach Essbarem die Tüten, ein Windhauch fährt durch und verteilt das ganze dann in der Gegend. Zio Tom aber ist auf Ordnung bedacht und so kommt 2 x am Tag der Burschi mit dem Schubkarren und sammelt die Tüten ein. Tja, so ist das leider. Drum bedeutet es für uns auch stets einen "Kulturschock", in Palermo aufs und in Genua vom Schiff zu gehen und dann am "sauberen" Gardasee zu nächtigen. Wir Deutschen haben immer das Bild des Italieners mit herrlichem Ambiente, Olivengärten und schönen Möbeln vor Augen, aber das ist beileibe nicht die Wahrheit. Eher andersrum - der Italiener sagt: "Dusche geht im Hotel nicht? Macht nichts, geht daheim auch nicht" ... An eine EU-Verordnung zu glauben, die sowas regeln könnte, erlaubt mir meine Beobachtungsgabe nicht. Dort (in der EU-Verwaltung) sitzen doch - verzeiht - hauptsächlich weltfremde Holzköpfe, die lieber über Normgrößen von Bananen und Kondomen konferieren und darüber Verordnungen erlassen, als was wirklich Wichtiges und Sachdienliches, das die gemeinsame Sache weiterbringen könnte (meine Meinung). Es dauert auch bei uns immer eine geraume Zeit, bis wir den überall herumliegenden Müll geflissentlich übersehen können und oft schon haben wir unseren Übernachtungsplatz "gereinigt", eine oder mehrere Müllbeutel eingesammelt und die dann in auch überall präsente Müllcontainer geworfen. Trotzdem noch gute Zeit. Die hellen und freundlichen Tage sind doch wie gemacht dafür ?! Tag 073 / 09.11.2007 / ca. 0 km / Taormina
Schon vor 2.300 Jahren, als Sizilien noch „magna gracias“ genannt wurde, war das heutige Taormina für seine außergewöhnlich schöne Lage und sanftem Klima im Winter bekannt und berühmt. Guy de Maupassant schrieb über diese Stadt: „Taormina ist auf der Erde geschaffen worden, um Augen, Geist und Fantasie zu verführen!“ Goethe schrieb, während seiner Italienreise, über das Theatro Greco, von der einst schönsten Lage eines Theaters in der ganzen Welt. Große Ankündigungen und Aussagen sind das und wir sind nun wirklich gespannt, denn Taormina ist heute unser erklärtes Ziel. Mit dem Taxi legen wir die 5 Kilometer zurück. Taormina ist auch wirklich eine sehr eindrucksvolle Stadt, am Hang des Monte Tauro, 200 Höhenmeter, über dem Ionischen Meer, gelegen, beeindruckt schon das Stadttor, als wir den Einstieg in die Altstadt finden. Die drei Badestrände kann man von Taormina aus auch mit einer Seilbahn erreichen. Die Altstadt hat Charme und wirkt so wie man sie sich vorstellen möchte, typisch südländisch und sizilianisch in der Stimmung, mit barocken und mauretanischen Einflüssen in der Architektur. Unzählige große und kleine Kirchlein säumen die große Promenade, Corso Umberto, an deren Ende sich die Ruinen des berühmte Theatro Greco aus dem III. Jahrhundert v.Chr. befindet. Zwei mittelalterliche Stadttore begrenzen die einen Kilometer lange Flaniermeile Taorminas. Die schmalste Gasse ist gerade einmal 50 cm breit. Sehr schön ist der Domplatz mit Kathedrale aus dem XIII. Jahrhundert und dem barocken Brunnen davor. Von Theatro Greco bietet sich ein wirklich wahrhaftig traumhafter Ausblick auf die Küste, den Ätna und natürlich über Taormina, bis hin zur Küste Calabriens. Johann Wolfgang von Goethe lag völlig richtig, mit seiner Beschreibung. Wo sonst könnte so ein Schauplatz, so erstklassig gelegen sein. Wer Taormina besucht wird bestimmt seinen Reiseführer zur Hand haben und so verzichten wir auf eine Aufzählung der zahlreichen und vielfältigen Sehenswürdigkeiten. 300 Meter über der Stadt schwebt das Örtchen Castelmola, welches einen noch schöneren Panoramablick über die Küste und Toarmina bietet. Auch Maupassant lag mit seiner Einschätzung goldrichtig. Taormina ist auf jeden Fall einen ausgiebigen Besuch wert und wir geben gut und gerne 4-5 Sterne. 212 Fotos haben wir geschossen. Im Vergleich zu anderen Zielen ein klarer Spitzenwert. Für die nächsten sieben Tage haben wir uns einen Mietwagen gemietet und können unser „Hotel“ auf dem exzellenten Stellplatz in Giardini-Naxos getrost stehen lassen. Damit sind wir auch beweglicher, für die wenigen Tage, die unsere Tochter uns ab Montag, besuchen kommt. (Mietwagen spritziger Kleinwagen: € 238,00 pro Woche, arrangiert der SP-Betreiber auf Wunsch) Gegen Abend treffen wir auf dem SP einen Hymeristen aus Deutschland, der mit uns schon in Ereclea Minoa für drei Tage am Strand stand. Auf Sizilen kann man sich scheinbar nicht verlieren, weil die Ziele doch immer die Selben sind und wenn dann noch das Timing stimmt, sieht man sich eben wieder. Tag 074 / 10.11.2007 / ca. 0 km / Giardini Naxos In den Nachrichten vom Vortag können wir sehen, was sich jetzt in Deutschland abspielt. Sturmflut in Helgoland reist Teile der Sandküste weg. Fischmarkt in Hamburg überschwemmt und in Bayern Schnee ohne Ende und dazu ein Sturm mit Spitzengeschwindigkeiten von 130 km / Std. Dies sahen wir, als wir noch in T-Shirt und kurzer Hose vor dem Camper saßen. Um 6:00 Uhr heute morgen wurden wir dann unsanft geweckt. Der Sturm, bzw. seine Ausläufer waren offensichtlich die Nacht in Richtung Sizilien durchgereist und schlagartig schüttelten uns die heftigen Sturmböen durch. Schnell die Schüssel einfahren und den Kopf unter die Decke. Gegen 10:00 Uhr klopft es an unsere „Hotel“. Karin und Fritz aus dem Forum sind inzwischen auch hier eingetroffen. Um 10:30 Uhr kommt pünktlich unser Leihwagen und wir starten auch sofort unseren Großeinkauf. Als wir gegen 13:00 Uhr zurück auf den Platz kommen, ist ein weiterer Hymerist eingetroffen, mit dem wir uns den SP in Selinunte, am Bahnhof, teilten. Wie schon geschrieben, hier kann man sich nicht verlieren. Der Sturm hat nachgelassen, die Sonne scheint, aber es sind schlagartig 5 Grad weniger geworden. Wenn Ihr uns noch einmal so ein Wetterpaket aus Deutschland schickt, dann heizt doch bitte wenigstens den Wind etwas auf. Den Rest des Tages lassen wir ruhig angehen. Sicherlich werden heute noch eine Menge Informationen ausgetauscht. Hallo Jeff und Gitte,
leider hatte ich noch nicht die Zeit euren tollen Bericht ganz durch zu lesen, hab mir hier und da kurz was raus gepickt und Mike (Lockenhaupt) hat mir einige Passagen vorgelesen (z.B. die wo Gitte Hebamme bei einem Lamm spielte, das mit den wilden Pferden usw). Ich find eure Idee einfach Klasse. So ein Reisetagebuch, direkt aus der Ferne ist was tolles, besonders wenn es dann noch so geniale Fotos mit drin hat und der Text ist einfach einmalig. So ein Buch würd ich mir auf jeden Fall kaufen! Da wird einem keine Minute langweilig und man hat direkt Lust auch wieder auf Achse zu sein. Dieses Jahr haben wir Italien mal umrundet, aber das nächte Mal gehts ins Landesinnere. Wir haben ja Familie und Freunde in Italien und meist reicht dann die Zeit nicht mehr für viel, also kennen wir Italien halt nur Regionenweise, jetzt jedoch zumindest kennen wir die ganze Küste. Ist ja auch schon was. Nächstes mal ist noch Sizilien dran und das Landesinnere. Es gibt, wie ihr schön darstellt, noch so viel zu entdecken. schade dass es immer nur 3 Wochen sind die wir am STück frei haben. Ich wünsche euch alles Gute und warte gespannt auf weitere Kapitel. Rita Und bevor ich es dann vergesse, muss morgen früh raus.........
Jeff hat mir wieder eine Cd mit Bildern geschickt. :) die könnt hier --> Link ab morgen 8.00 :!: ansehen. Sorry, ist bei Arcor halt so |
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