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Live ... Überwintern in Italien 1, 2, 3, 4, 5


Flywolf am 14 Okt 2007 12:02:45

Hab ich keine Probleme mit!! Ich ess nichts, was unter der Wasseroberfläche lebte.
Schöne Fotos, macht weiter.
Wolf

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Poldi am 14 Okt 2007 13:21:21

Hab ich keine Probleme mit!! Ich ess nichts, was unter der Wasseroberfläche lebte.
Schöne Fotos, macht weiter.
Wolf


und ich esse nichts was überhaupt noch lebt, wie z.B. Austern 8)

Trotzdem guten Appetit. :D

Poldi

JEFF und GITTE am 14 Okt 2007 13:42:42

Tag 044 / 12.10.2007 / ca. 400 km / … bis 200 km vor Reggio di Callabria


Der erste Tag, seit dem wir den Gargano verlassen haben, an dem es nicht regnet und gewittert.

Wir ziehen weiter, verlassen heute den Steifelabsatz und damit ist es an der Zeit, eine kleine „Stiefelabsatzbilanz“ zu ziehen und damit geht auch immer gleich die erste Frage einher.

Lohnt sich der Stiefelabsatz?
Umkreist man ihn, sind das auch immerhin rund 300 km.
Wir sagen nein, es lohnt sich nicht wirklich!

Die Landschaft gibt nicht viel her, weder der gebirgige, eher nördliche Teil, noch der sandige, südliche Bereich.
Und wer hier im Sommer rollt, wenn der Billigtourismus hier eingefallen ist, wird noch weniger freudige Momente empfinden, als wir es, jetzt im Herbst, tun.

Für uns war der eigentliche Höhepunkt der Stiefelabsatzreise Capo Santa Maria di Leuca.

Vielleicht hätte Gallipoli ja auch noch was gebracht, aber, diese Großstädte, sind eben nicht für uns gemacht.

Fazit Ende!

Wir verlassen also den Stiefelabsatz und rollen gen Taranto.
Unserem Tom Tom sei Dank, dirigiert es uns doch auf eine Nebenstraße, um die Bucht des Mare Picolo herum auf die Autobahn, Richtung Reggio di Calabria.

Nicht auszudenken, wären wir durch diesen Moloch Taranto gesteuert, den wir nun großräumig umfahren und nur noch kopfschüttelnd betrachten können.
Eine überdimensionierte Industriemetropole ist Taranto.

Wir bleiben auf der Autobahn, der 106 und rollen gen Süden.
Imposant ist der mittelalterliche Ort Rocca Imperiale, der sich fest um einen Fels herum klammert.
In der warmen Herbstsonne sieht er wirklich gut aus.

Mangels wirklich schöner Landschaften, nur eben dreckiger und mit Funktionalbauten aus Beton gegossener Städte, stoppen wir an dieser Küste nur noch einmal.

Das ist in Le Castella, am Fersenballen des Stiefels.
Die Burg sieht im Sonnenuntergangslicht, mit den Krähen die um sie kreisen, schon fast gespenstisch aus.

Stellplatz? Mangelware!
Es gibt zwar einen großen Platz der mit Mittel der EU für Touristen erbaut wurde, aber von Jugendlichen zum Fußball spielen und mofafahren gewürdigt wird.

Was uns noch auffällt sind die vielen Megabauten, entlang den langen 500 Kilometern, die hier als Betonskelette erbaut, nie aber fertig gestellt wurden.
Es sind Hunderte und wir fragen uns, wer hat hier sein Geld eigentlich verloren und wie dumm muss man sein, solche Investments getätigt zu haben.

Geldwäsche? Abzocken des Europäischen Gemeinschaftsfonds für Förderprojekte des Tourismus?

Es müssen Milliarden über Milliarden Euro sein, die hier buchstäblich in den Sand gesetzt wurden.

Es war ein langer Tag und wir übernachten auf einer Klippenstraße in Melitto di Porto Salvo, 35 km vor Reggio di Calabria.

Auch hier ein kurzes Fazit:

Die Küstenstrecke von Taranto bis Reggio (550 km) lohnt sich ebenfalls nicht zu fahren.
Sie bietet wirklich nicht ansehnliches und ist zudem straßenzustandstechnisch eine absolute Katastrophe.

Wer allerdings in das Aspromonte Gebirge möchte, hat von hier aus eine gute Ausgangsposition.

Einigermaßen frustriert, schließen wir das Kapitel Stiefelabsatz und Fußsohle ab.


Tag 045 / 13.10.2007 / ca. 300 km / Auf Sizilien angelandet.

Früh brechen wir auf, rollen nach Reggio di Calabria und wollen übersetzen.
Übersetzen nach Sizilien.
Gegen 12 Uhr stehen wir im Hafen, bezahlen € 30,00 für das One-way Ticket.
Das Piktogramm auf dem Billet zeigt einen Sattelschlepper und so wissen wir auch gleich, wie wir veranlagt wurden.
Egal, € 30,00 ist ja noch ein ziviler Preis.

Die Überfahrt ist ruhig und die Fähre auch nur halbvoll.
Wir schießen etliche Fotos, vor allem vom dem Meeresungetüm, einer riesigen Fähre der Grimaldi-Line.
Ein wirklich beeindruckendes Schiff mit den Ausmaßen einer AIDA.

Wir landen nach rund einer Stunde Fährzeit über die Straße Messina in der gleichnamigen Stadt und Hafen an.

Wir haben uns entschlossen, diesmal die Reise „rückwärts“ zu rollen.
Vor drei Jahren umkreisten wir Sizilien im Uhrzeigersinn, diesmal soll die Zeit rückwärts laufen.

Es geht auf die Küstenstraße und wir kommen uns vor, auf einem Jahrmarkt eher Autoscooter zu fahren, als auf einer Bundesstraße unterwegs zu sein.

Ort reiht sich an Ort und die Durchfahrten gestalten sich teilweise sehr schwierig, was mit den Park- und Fahrgewohnheiten der Italiener und der Sizilianer im Besonderen zu tun haben.

Das zehrt etwas an den Nerven und es ist ja auch schon 16 Uhr, Zeit zu parken, zu ruhen, zu genießen.

Wir müssen bis nach Capo di Orlando rollen, um endlich einen Platz für die Nacht erspähen zu können.
Hier stehen auch 4 weitere, italienische Reisemobile.

Als wir den Hang endlich hinunter sind, erspähen wir auch gleich die Schilder, die uns auf diesen 80 km Sizilienfahrt überall auffallen „Camper verboten“ steht auf ihnen.

Egal, wir stehen und warten einmal ab, ob den Carabinieri, die ja auch sonst nichts zu interessieren scheint, unser Wagen auffällt.
Bald schon rollen sie völlig uninteressiert vorbei.

SP: Der SP Capo di Orlando befindet sich weit unterhalb der Küstenstraße von Messina kommend am Ortseingang.
Steile Abfahrt!

Dort sind Palmen und der Strand und, eine Quelle zum Wasser fassen nur 200 Meter entfernt.

Die Sizilianer mit den zur Wagenburg rangierten Reisemobilien grillen und sind, wie könnte es anders sein, recht laut.

Um 22 Uhr brechen sie auf und wir haben eine fast ruhige Nacht, wenn man von den paar Rennfahrern in der Dunkelheit einmal absieht.


Tag 046 / 14.10.2007 / ca. 75 km / Cefalu

Wir entschliessen uns die Autobahn Richtung Cefalu zu nehmen.
Von hier oben haben wir einen besseren Blick auf mögliche Küstenstellplätze und das Meer und die Berge.
Abgesehen davon, müssen wir uns nicht durch die Ortschaften quälen.

Schon bei Stefano verlassen wir den Highway und rollen zur Küste.
Ein toller Ausblick auf Cefalu öffnet sich uns.

Sonntags vormittags zu reisen ist übrigens sehr viel ruhiger als an Werktagen, oder Wochenendnachmittagen.

Wir rollen in den Hafen von Cefalu, ignorieren das Verbotsschild für Camper und stehen mit fantastischer Aussicht auf die alte Burgruine, den Hafen und das Meer.

Verstreut stehen hier noch vier Camper.

Gerne würden wir hier zwei – drei Tage verbringen und die Seele baumeln lassen.
Mal sehen ob das auch klappt.

Gitte jedenfalls hat sich vorbereitet, mit möglichen Carabinieri in Streitgespräche einzutreten und ich soll mich gefälligst zurückhalten.

So liebe Mitreisende. Wir wünschen Euch einen schönen Sonntag.

Jeff & Gitte

Anzeige vom Forum


JEFF und GITTE am 14 Okt 2007 13:45:03

Fotos

JEFF und GITTE am 14 Okt 2007 16:02:56

EIN SPAZIERGANG DURCH CEFALU`S GASSEN

Gitte fühlt sich nicht so wohl und so mache ich mich alleine auf, Cefalu zu erkunden.
Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall, verheißt der ADAC Reiseführer.

Es ist die Lage hoch über den Klippen, das 270 Meter hohe Vorgebirge, die Dächer, die vielen Gässchen und natürlich die Kathedrale, die alles zu einer Harmonie aus fernen und längst vergangenen Zeiten verschmelzen lassen.

Bausünden hier? Fehlanzeige! Am Bankenautomat und den wild verlegten Elektrokabeln könnte man sich stören, sonst erinnert, außer den vielen Mofas und den Autos nichts an unsere, moderne Zeit.

Alles hier hat den Charme noch niemals einen Neuanstrich, oder Ausbesserungen, erlebt zu haben.
Es ist so, wie die Zeit es verwittert hat, wie das Wetter es gegerbt hat und wie die Menschen es verlebt haben.

Ich wandele auf den Gehwegen aus schwarzen und bräunlichen Steinen, die Millionen von Menschen, in den Jahrhunderten rund und glänzend gelaufen haben.

Die Kathedrale stammt aus der Normannenzeit, Baubeginn 1131.
Von hier aus eroberten, die Araber, im 9.Jh, Sizilien.

In den Gässchen, von den Balkonen, von denen man annehmen möchte, das sie jeden Moment in die Tiefe stürzen, so marode sehen sie aus, hängt die Wäsche der Bewohner.

Der Domplatz, mit seinen vielen Restaurants lädt zu einem Glas Wein, Bierchen, oder essen ein.
Er beherbergt eine ganz besondere Atmosphäre hier im Schatten der Kathedrale, der übermächtigen vier Heiligenfiguren und einer gewaltigen Treppe zu ihm hinauf führt.

Bestimmt eine ganz besondere Art zu dinieren ist allerdings, Eines der auf die Klippen gebauten Restaurants zu besuchen.
Hier kann man über den Wellen, die sich unter den Gästen, an den schwarzen Felsen brechen, dinieren und dem Rauschen der Brandung zuhören.

Cefalu würde von mir auf jeden Fall 4 Sterne bekommen.

Wir stehen hier neben dem Hafen am Sandstrand und hören, wie die Wellen an das Ufer schlagen.

In der Ferne leuchten die Gebirge in der untergehenden Sonne.
24 Grad waren es heute und es waren auch einige, deutsche Reisegruppen hier in Cefalu unterwegs.

Die, wie man sagt, aus Feuer und Wind geborenen, Liparischen Inseln, mit den beiden gewaltigen Bergkegel deren Anblick uns noch bis Capo di Orlando begleiteten, können wir von hier aus nicht mehr sehen.

Wir befinden uns hier am Tyrrhenischen Meer, nur noch rund 80 Kilometer, östlich, vor Palermo und übrigens war es den frühen, griechischen Siedlern an der Küste Kalabriens angeraten Sizilien niemals zu betreten.

Der Grund hierfür?

Der Gründe waren der Feuer speiende Vulkan Ätna, der, wie auch die ganze Insel selbst, als Wohnort des Teufels angesehen wurden.

koi am 14 Okt 2007 20:44:02

Hallo Jeff und Gitte,

wir sind heute bei herrlichem Sonnenschein wieder zu Hause gelandet.
Kroatien hat uns sehr gut gefallen und wir werden ganz sicher in den nächsten Jahren nochmals dahinfahren.
Dir liebe Gitte gute Besserung sagt Dir Anita und Reinhold

JEFF und GITTE am 15 Okt 2007 09:49:13

Danke für die lieben Koi.
Gitte ist wieder fit und uns geht es gut.
Kroatien ist in der Tat die schönste Küste Europas.
Da kann auch Italien nicht mithalten.


Jeff und Gitte

JEFF und GITTE am 15 Okt 2007 11:08:17

Tag 047 / 15.10.2007 / ca. 0 km / In Cefalu am Strand

Wir hatten eine ruhige Nacht, standen völlig alleine am Strand und der Sonnenuntergang des Vorabends bescherte uns noch einen Monumentalblick auf eine in orange bis rot angeleuchtete Küste.

Hinter uns fließt ein kleiner Fluss. Das Wasser kommt aus den Bergen und hat Trinkwasserqualität.
Gitte wäscht und wir plempern nur so mit dem Wasser rum.
Soviel hatten wir noch nie.

Ich wasche sogar den Wagen, er hatte es bitter nötig.

Ein älterer Herr kommt auf uns zu. Er interessiert sich für die Sat-Anlage.
Wir erklären ihm die Funktion und er ist dankbar dafür.

Es ergibt sich ein kleines Gespräch, eher mit Händen und Füßen.
Wir fragen nach den Verbotsschildern für die Camper und glauben zu verstehen was er uns sagen will.

Hier mal eine kurze Kostprobe von dem was wir glaubten verstehen zu können:

Carabinieri stupido, Italia prohibitione (… und er macht eine ausladende Geste, so als wäre alles verboten in Italien und man darf das auch alles nicht ernst nehmen!)
Lido pipolo (… wir verstehen der Strand gehört den Leuten nicht den Politikern und der Polizei …)

Na-ja, jedenfalls wollen wir es so verstehen und auch wirklich, die Polizei fährt vorbei und interessiert sich auch nicht für uns.

Der nette, ältere Herr deutet an in Palermo zu wohnen und das direkt am Meer.
Wir erhalten seine Adresse und Telefonnummer.
Er lädt uns ein bei ihm sicher zu stehen.

Gitte besucht jetzt, in diesem Moment Cefalu.
Sie will das Notwendigste einkaufen.

Wir werden hier einen faulen Tag verbringen.
Das Meer hat immerhin noch 21 Grad.

Zeit zum schwimmen gehen.
Heute Abend wird gegrillt.
Es gibt riesige Filetsteaks und dazu jede Menge gegrilltes Gemüse.

Ansonsten ist die Versorgungslage gut.
Die Batterien laden kräftig, 150 Dosen Spaten-Bräu stehen in der Garage, das Tiefkühlfach platz aus allen Nähten und Katzenfutter für die beiden Schnurries haben wir für eine ganze Woche.

Speedjunky am 15 Okt 2007 15:28:38

Hallo,
muss schon sagen,habt mich heute mit Euren Bildern wieder richtig aufgebaut.
Bin gerade Online gewesen,nachdem ich die"Summe aller Sch...."
vom Wochenende abgearbeitet habe,und beneide euch um den Aufenthaltsort.
,und Bitte weiter so gute Bilder und Berichte,obwohl der Neidfaktor ständig steigt :D
Noch schöne Wochen wünscht
Klaus

JEFF und GITTE am 16 Okt 2007 13:58:48

Tag 048 / 16.10.2007 / ca. 0 km / Wir bleiben in Cefalu …


Cefalu, hier haben wir alles was wir brauchen. Ruhe, Sonne, Strand, Frischwasser und ein nettes Örtchen, direkt vor unserer Reisemobilhaustür.
Deshalb bleiben wir auch heute noch
Bei dem malerischen Örtchen.

Die Holländer melden sich mal wieder per SMS.
Sie stehen weit hinter Palermo, zu weit (170 km), um mal schnell hinzufahren und Hallo zu sagen.
Paco, dem kleinen Welpenrüden, geht es blendend, so der Inhalt der SMS.

So tauschen wir auch noch schnell ein paar SP-Tipps aus.

In einem puren Anfall von Reinigungswahn, habe ich gestern noch den ganzen Wagen gewienert und poliert.
Selbst die Reifen sind tief schwarz und die Felgen strahlen, wie auch sonst die Karosse besser aussieht, als wir sie einst entgegen genommen haben.

Ich bin froh es gemacht zu haben, allerdings spüre ich auch meine Knochen.
Es sind doch etliche Quadratmeter, die gepflegt werden wollen.

Drei Franzosen gesellten sich am Abend auch noch zu uns, auf unseren, eigentlich so einsamen Platz.
Erst fuhr ein Reisemobil vor und der Fahrer erkundigte sich freundlich, ob es Probleme gibt.
Dies mit Hinweis auf das Verbotsschild.
Wir erwiderten, dass man hier gut stehen kann und es keinen interessiert.

Darauf hin nahm der Franzose sein Sprechfunkgerät und beorderte weitere zwei Reisemobile von der Küstenstraße an unseren Strand.

So, nun zum heutigen Tag!

Natürlich interessierte sich auch diese Nacht kein Carabinieri für uns.
Die Gesetze werden eben in Rom gemacht und Sizilien gehört bekanntlich nur dann zu Italien, wenn Italien Fußball-Weltmeister wird.
Sonst hat man nichts mit den Italienern gemein, außer, vielleicht noch der Sprache und der Vorliebe für Nudeln und Grappa. Viva Sizilia!

Der Morgen ist sehr ruhig, einige Wölkchen sind aufgezogen, aber, das Thermometer zeigt erfreuliche 21,9 Grad und das bereits um 9:00 Uhr.

Die Franzosen waschen sich gerade am Bach und filmen sich gegenseitig dabei.

Es ist Ebbe und die Sandbank vor uns, dort wo das frische Nass aus den Bergen ins Meer läuft, nutzen die Möwen nun für ihre Morgentoilette.
Hier, in dieser Ecke der kleinen Bucht dürfte, durch den relativ starken Zufluss des Baches, der Salzgehalt gegen Null gehen.

Jedenfalls sieht es so aus, als wäre das Bad für sie die Lebensfreude pur.
Sie tauchen die Köpfe unter, schlagen mit dem Gefieder, fliegen auf, landen wieder und tanzen förmlich, im frischen Nass.

In der Ferne können wir einen Buschbrand ausmachen.
Der Rauch nimmt schon die Gestade, in ca. 30 km Entfernung, vollends ein.
Wie ein weißer Vorhang steigt er auf, um dann abgekühlt von den hohen Bergen abzuprallen, wieder herabzusinken.
Wie Zuckerwatte schwimmt er dann auf dem Meer dahin.
Ist das nicht Grund genug Deep Purple`s Smoke on the Water in den CD-Player zu schieben?

Vor uns läuft gerade eine rund 15 Meter lange Segelyacht aus.
Das wäre nun noch eine echte Alternative zum Reisemobil.
Rund um das Mittelmeer zu segeln ist ein Traum von uns.

Im Fernsehen genießen wir jetzt, bei einer Pfeife mit Vanilletabak und Kaffee, einen Bericht über das Katharienkloster auf dem Sinai.
Dort, wo wir vor 4 Jahren Station machten.
Faszinierend, dieses Land, der Sinai, er hat tiefe Eindrücke bei uns hinterlassen und das Kloster ist ein wirklicher Schatz der Menschheit.
Er wird gehütet von ca. 50 orthodoxen Mönchen und Priestern.

Hier hat, der Bibel nach, Moses vor dem brennenden Dornbusch gestanden und die Botschaft erhalten, sein Volk aus Ägypten, nach Israel zu führen.
Einen Dornbusch, es soll der Originale sein, steht dort noch immer.
Ein Blatt von ihm ist in unserer Sammlung der besonderen Dinge, von noch besonderen Reisen.

Aber, wir lieben ja auch Wüsten, Steine und Einsamkeit pur, wie wir auch das Meer sehr schätzen, aber Wüsten haben eben etwas ungemein Großartiges für uns.
So auch ganz besonders der Sinai.

Gitte und ich beschließen heute weiter Cefalu zu erkunden und drehen viele Runden durch die kleinen, engen Gassen.
Wir finden auch den tief, fast am Meer, von den Arabern gebauten Waschplatz.
Ein kleiner Bach rinnt hier aus den Bergen, durchfließt die Rinnen und zahlreichen Becken, um dann im Meer zu entschwinden.
Auch mit dem öffentlichen Klo wurde das so gehandhabt.

Genial finden wir das, denn 900 n.Chr. haben unsere Vorfahren noch ihr Nachttöpfchen mit lautem Warnschrei vom Fenster aus auf die belebten Gässchen geschüttet.
Eine solche Waschanlage hatten wir damals wohl auch noch nicht.
Und die englische Queen bekam bekanntlich erst vor 100 Jahren ein Wasserklo.
Nein! Das war nicht die heutige Queen, es war Ihre Großmutter.

Die Franzosen versprachen ein Auge auf den Camper zu werfen.
Das haben sie wohl wörtlich genommen.
Als wir zurückkommen, sitzen sie direkt vor dem Wagen.
Wir sagen „Merci“.

Ein Reisemobil mit D-Kennzeichen trudelt am Nachmittag ein.
Die Insassen inspizieren die Schilder „Camper verboten“ und drehen ohne zu fragen wieder ab.
Wie gehorsam wir Deutschen doch sind. Wie angepasst und von der Obrigkeit so gut erzogen.
Schließlich muss ja alles seine Ordnung haben.
Schade eigentlich, wir hätten gerne ein bisschen gequatscht.

Morgen werden wir weiter rollen.
Immer der Küste entlang Richtung Palermo.
Mal sehen wo wir laden werden.

eva b. am 16 Okt 2007 14:16:38

JEFF und GITTE hat geschrieben:Vor uns läuft gerade eine rund 15 Meter lange Segelyacht aus.
Das wäre nun noch eine echte Alternative zum Reisemobil.
Rund um das Mittelmeer zu segeln ist ein Traum von uns.


Hallo Ihr Beiden,
habt Ihr schon diesen Bericht gelesen (dem link im link folgen :wink: )? Sehr interessant!
--> Link[/url]

JEFF und GITTE am 17 Okt 2007 15:58:44

DANKE EVA FÜR DEN TIPP!

Tag 049 / 17.10.2007 / ca. 200 km / San Vito lo Capo

Zwei Dinge waren da gestern noch.

Die Franzosen hatten ja alles ausgepackt und man könnte sagen, sie campierten mit allen drum und dran.
Das wiederum zog die Aufmerksamkeit des Hafenbeamten auf sich, der sie des Platzes verweisen wollte.
Uns hingegen nicht, weil wir ja nichts ausgepackt hatten.
Wir konnten die Sache noch so regeln, dass sie über Nacht bleiben durften.
Man soll es eben nicht übertreiben.

Dann überlegten Gitte und ich, welcher Wochentag es denn heute sei.
Klar hätten wir es schnell raus finden können, ein Blick aufs Handy und wir wüssten es.
Aber, wir beschlossen, ohne nachzuschauen, es heute Sonntag sein zu lassen,
was auch bequemer ist, denn zum Abschluss der Woche gehen wir immer essen, so auch heute Abend.

Wir nehmen das Restaurant über dem Hafen und genießen noch einmal den Blick über die Küste, die Klippen und die Reste der Burg.

Am frühen, sehr frühen Morgen verließen die Franzosen den Platz.
Sie waren etwas frustriert, wie es schien.

Wir trollten uns gegen 9:00 Uhr, Richtung Palermo und völlig offen, für den nächsten Stellplatz diesen Tages.

Palermo, so besprachen wir es gestern, wollten wir nicht noch einmal machen.
Noch immer haben wir die Eindrücke von der letzten Reise und die Sehenswürdigkeiten einfach so noch mal ablaufen, wollten wir nicht und, … die CPs haben es ja richtig in sich.
€ 35,00 die Nacht sind normal, für uns allerdings nicht.

Vor Palermo schossen wir noch ein paar tolle Aufnahmen von den Felsen von Bagheria.

Palermo druchrollten wir recht zügig, die Durchgangsstraße war relativ leer und nach rund 1,5 Stunden nach unserem Aufbruch umfuhren wir den eindrucksvollen, von Bergmassiven geprägten Golfo di Castellamare.

25 Grad sind es und etwas diesig.

Wir nehmen die Abfahrt Castellmare, schießen noch ein paar Fotos von Ausblick hoch in den Bergen und rollen über Scopello, Tore dell`Impiso, nach San Vito lo Capo.

Schon bald können wir den Mount Monaco erspähen, der sich mit seinen 532 Metern über San Vito erhebt.

Ca. 4 Kilometer vor San Vito nehmen wir links eine kleine, aber asphaltierte Straße und sehen den Platz für die Nacht.
Direkt am Meer, mit Blick auf das Kap (Capo) und den Punta di Solanto.

Doch erst rollen wir nach San Capo.
Große, breite und einladende Straßen führen hinunter zum Strand.
Der Ort ist so ganz anders, eher mauretanisch im Baustil und auch straßentechnisch so geordnet.
Ein interessantes Örtchen.
Hier stehen so um die 15 Reisemobile am Strand und gerne hätten wir uns dazu gesellt, aber ein Franzose mit einem kleinen Camper musste ja unbedingt drei SPs einnehmen.
Er machte auch keine Anstallten etwas beiseite zu rücken und diskutieren, mit Franzosen? Was soll das bringen?
So rollen wir die vier Kilometer zurück und nehmen den vorher besichtigten SP am Meer.

Hier stehen, in der rund 6 Kilometer langen Bucht zwischen dem Mount Monaco und dem Punto di Solano noch rund fünf Reisemobile, aber eben sehr verteilt, eher mit dem Fernglas auszumachen.

Wind zieht auf und wir werden etwas durchgeschüttelt.

Vor uns liegt die Küste mit kleinen Sandinseln und den rauen, schroffen Felsen.
Wir haben uns so platziert, dass wir zu allen drei Seiten des Wagens auf Meer und Meer und Berge schauen können.

In Castelluzzo haben wir noch die Vorräte aufgefüllt.
Alles was man so zum Leben braucht, wurde verstaut.

Die drei Batterien sind voll, 350 Liter Frischwasser sind an Board und die Abwassertanks ordnungsgemäß entsorgt. Selbst der Dieseltank ist voll.

Für die nächsten Tage sind wir sehr unabhängig und bereit für einsamere Fleckchen dieser Insel, Sizilien.

DIESELPREISE: Unter € 1,199 pro Liter ist kein Diesel zu bekommen.
STRASSEN: Die Straßen sind in erfreulich gutem Zustand, viel besser als die an der Ostküste Italiens.
W-LAN: Alle Netze die wir bisher orten konnten sind Sicherheitsaktiviert. Schade!

Für heute grüßen wir alle die mit uns reisen, Jeff und Gitte

P.S. Morgen ist bereits der 50ste Tag unserer Reise.
Wir sind bisher knapp 5000 km unfallfrei gerollt. Hatten auch sonst keine Probleme.
Toi – Toi – Toi, und … klar feinern wir unseren 50sten.

topolino666 am 17 Okt 2007 16:28:56

Hallo Gitte! Hallo Jeff!

Euch einen schönen Sonntag - wo bei uns langsam der Winter einbricht!!!

Dürfen wir Euch auch mit belanglosen Fragen belästigen??

Wie macht Ihr es mit Gas?

- so viel dabei haben dass es reicht
- italienische Flasche (erzählt bitte mehr!)
- deutsche Flaschen füllen (auch hier bitte mehr!)

Euch noch viel Spass auf der zweitschönsten Insel Europas :razz: und kommt heil wieder!!



topolino
Matthias

Chris_62 am 18 Okt 2007 10:04:16

Liebe Gitte , lieber Jeff,

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zum 51. SONNTAG !!! :wink:

:kette:

geniesst es ! Hier hats gestern abend seit langem mal wieder geregnet und jetzt 12 Grad , die Wolken sind in den Schwarzwald gezogen...

Gast am 18 Okt 2007 13:09:16

:oops:

Lt Reisebericht reden wir vom 17.10!

:oops:

In Hamburg war das ein Mittwoch :eek:

Gibt es neben der Zeitverschiebung auch ne Tagesverschiebung.???

Traudl am 18 Okt 2007 13:28:57

Hallo Gitte hallo Jeff

........beam me up nach Sizilien............ :razz:
Wenn ich aus dem Fenster schau und den bewölkten Himmel seh, sehn ich mich auch nach so einen Ausblick wie ihr ihn habt.
Lassts euch gut gehn.
Ich bin auf die nächsten Bilder gespannt.

Lieben
Traudl

JEFF und GITTE am 18 Okt 2007 13:45:52

Tag 050 / 18.10.2007 / ca. 0 km / San Vito lo Capo

Gestern Abend sind wir dann doch noch umgezogen.

Es war so ein ungutes Gefühl, welches uns beschlich, als quasi alle verstreuten Reisemobile der Küste entschwunden waren und mehr und mehr dunkle, grimmig ausschauende Gestalten, mit verschlagenen Blicken und ohne in der Bucht auftauchten und uns musterten.

Hier in dieser Einsamkeit würde nicht einmal jemand unsere Alarmanlage hören und das Blinkfeuer auf dem Wagen wahrnehmen können, wenn wir den Panikschalter, im Notfall, bedienen würden und auf den Einsatz sonstiger Mittel, verzichten wir sowieso liebend gerne.

Ergo, wir rollen die vier Kilometer zurück nach San Vito lo Capo und stehen am Sandstrand, mit rund weiteren 10 Wohnmobilen, direkt unterhalb es Mont Monaco. Wir können direkt vor uns das helle Feuer des Leuchtturmes kreisen sehen.

Die Nacht war ruhig.

Heute Morgen ist es bedeckt, aber, jetzt gegen 9:00 Uhr schon 22 Grad.
Der Wind von gestern ist abgeflaut.

Wir werden hier bleiben, in dieser kleinen, ungewöhnlichen, fast schon tunesisch-marokkanisch anmutenden Stadt mit den vielen Palmen.
Für die nächsten Tage zumindest.

Heute ist der 50ste Tag unserer Reise, eigentlich ein Grund zum Feiern.
Und das werden wir auch übermorgen, dann haben wir sowieso unseren ganz großen Jahrestag.

Der 20. Oktober 2007, ist unser 29-ster Hochzeitstag und der 48-ste Jahrestag, seit wir uns kennen gelernt haben, damals in dem kleinen Städtchen Nordhessens, in der Schule.
Seitdem haben wir die Jahre zusammen verbracht, seit frühen Kindesjahren an.

Das sind immerhin 17.568 Tage, 421.632 Stunden und 25.297.920 Minuten.
Unglaublich! Unglaublich auch, wie schnell die Zeit vergeht!

Also haben wir gleich drei Gründe die Sektkorken übermorgen knallen zu lassen.

Gleich werden wir San Vito lo Capo erkunden gehen.

San Vito ist zu dieser Jahreszeit ein verschlafenes, kleines Nestchen.
Nur wenige Läden haben auf, vor den Restaurants stapeln sich die Stühle.

Das Kirchlein, im maurischen Stil und ganz bescheiden ist einen Besuch wert.
Das Gesicht der Madonna ist eines der schönsten Gesichter einer Marienabbildung, die wir bisher gesehen haben.
Ein weiblich sehr hübsches Gesicht, mit einer gewissen Güte und Gelassenheit in den Gesichtszügen.

Wir bummeln durch die Gassen und entlang des Strandes zurück zum Fahrzeug.
Es beginnt ein wenig zu nieseln.

Am Wochenende ist hier großes Fischerfest mit vielen Ständen, der Segnung der Fischer und abends mit einer Band, die auf dem Platz vor dem Kirchlein aufspielt.

Irgendwie macht das Wetter müde und wir hauen uns in die Federn, für einen hoffentlich ruhigen Mittagsschlaf.

JEFF und GITTE am 18 Okt 2007 13:46:51

Foto

JEFF und GITTE am 18 Okt 2007 13:48:31

Foto

JEFF und GITTE am 18 Okt 2007 13:50:03

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JEFF und GITTE am 18 Okt 2007 14:55:47

BRIEF AN INA

Liebe Ina (Beduin),

die Foto-CD, mit rund 600 Fotos, von den ersten 50 Tagen unseres Überwinterns, ging heute, von San Vito lo Capo, per Post, an Dich ab.
Danke das Du Dich bereit erklärst hast, die zumindest schönsten Fotos in ein Album zu stellen und sie so, allen gedanklich Mitreisenden, zugänglich zu machen.
Die Fotos sind unserem Reisetagebuch nach Tagen, Datum und Titel einfach zuzuordnen. Sie sind in JPEG-Format und bereits optimal nachgearbeitet.
Wenn wir wieder in Germany sind, hast Du bei uns ein tolles Essen, nebst Drinks gut.

Liebe Jeff & Gitte

BRIEF AN TRAUDEL

Hallo „altes“ Mädchen.
Schön das Du den Weg ins Forum gefunden hast und unseren herzlichste Glückwunsch zum Geburtstag. Alles Liebe, alles Gute, viel Glück, immer Gesundheit und legt Dich mit Deinem Geburtstagsgeschenk nur nicht auf die kleine, süße Nase.

Sei lieb gedrückt, Jeff & Gitte

BRIEF AN TOPPOLINO

Hallo Ihr Beiden, schön von Euch zu lesen.
Mit dem Gas haben wir kein Problem, wir haben einen 200 Litertank, den wir an, fast jeder Tankstelle, füllen können.

Ansonsten haben wir für die Flaschen ein Euro-Adapterset.
Wenn wir diese nutzen, wie in Türkei, Syrien, Jordanien, geht immer was, was passt.
Wir haben aber auch schon selbst umgefüllt, weil Flaschen zu groß waren.

Liebe , Jeff und Gitte

BRIEF AN ALLE ANDEREN BEITRAGSSCHREIBER

Danke für Eure Kommentare. Wir bekommen sehr gerne feedback von Euch.
Ist es nicht schön, wenn man sich die Wochentage so zurecht legen kann, wie man sie gerne hätte.
Heute lassen wir es mal wieder Sonntag sein.

Jeff und Gitte

flup am 18 Okt 2007 15:46:56

Hallo JEFF und GITTE,

mit Vergnügen habe ich Euren Reisebericht über Sizilien verfolgt. Ich habe mir erlaubt, Eure beiden eben veröffentlichen Fotos etwas mit meinem Fotoprogramm "Microsoft Picture It" zu optimieren. Bei solchen weitsichtigen Landschaftsaufnahmen ist der Unterschied meist erstaunlich. Das Programm ist einfach zu bedienen und für die Optimierung von Fotos bestens geeignet (übrigens, ich habe keine Microsoft-Aktien :-)

Wir befinden uns zur Zeit in Südspanien am "Mar Menor" und stehen heute in strömendem Regen. In unserem Reisetagebuch findet Ihr noch mehr Infos dazu.

Ich hoffe, ich habe Euch mit meinen Korrekturfotos nicht all zu sehr vor den Kopf gestossen. Macht weiter so...

Gute und unfallfreie Reise wünscht Euch

Heinz (alias flup)

Sellheimer am 18 Okt 2007 19:34:25

Hallo,

wenn ich ehrlich bin, gefallen mir aber die Originale besser.

:)

Sellheimer

Gast am 18 Okt 2007 20:34:07

Sellheimer hat geschrieben:Hallo,

wenn ich ehrlich bin, gefallen mir aber die Originale besser.

:)

Sellheimer


Du nimmst mir die Worte aus dem Mund, besonders bei dem 1. Bild, wollte nur nicht so direkt sein.

Ich finde die Bilder von Jeff und den Bericht super, habe diese Tour vor 2 Jahren im Herbst selbst gefahren, ausser Sizilien.

Gast am 18 Okt 2007 21:15:53

sorry aber ich finde die originalfotos einfach traumhaft und freue mich immer wenn ich neue sehe
BITTE nicht verändern lasst sie so wie sie von jeff gemacht werden danke

Babs am 18 Okt 2007 21:44:17

auch ich finde die original Bilder schöner :oops: und freue mich jeden Tag auf den Bericht und die schönen Bilder.

Danke, daß Ihr uns mitfahren laßt.

Habt noch eine schöne Zeit.

LG
Babs

JEFF und GITTE am 19 Okt 2007 12:17:31

Tag 051 / 19.10.2007 / ca. 0 km / San Vito lo Capo, … wir bleiben noch!


TANZENDE MINITORNADOS …

Vom Rest des gestrigen Tages gibt es nichts zu berichten, außer das er sehr ruhig war.

Übrigens stehen hier noch vier deutsche Reisemobilisten, neben Italienern, Franzosen und Schweizern.
Sie kommen seit sieben Jahren immer wieder hierher, treffen sich in San Vito lo Capo, unterhalb des Monte Monaco, immer auf den selbem Platz.
Das wäre uns irgendwie zu langweilig, zumal sie so rund sieben Wochen hier, meistens nur einfach, verweilen.

FRISCHWASSER: Wer uns irgendwann einmal hierher folgt, sollte wissen, wo er Trinkwasser bekommen kann.
Vom SP unterhalb des Monte Monaco Richtung Palermo fahren, ergo, San Vito verlassen.
Dort wo die Bundestrasse mit den vielen Palmen vierspurig wird, ist 50 Meter nach dem Beginn der breiteren Straße eine Möglichkeit auf die Gegenspur zu wechseln (U-Turn).
Dort ist ein Becken und Frischwasser sprudelt dort, allerdings nur bis Mittags.

Wer Wasser fassen möchte wenn er in San Vito ankommt, muss die Beschreibung einfach nur rückwärts denken.

Am Morgen wird es dunkel über dem Meer.
Aufgeregt rennen alle die hier auf dem Platz stehen ans Meer.
Da draußen spielt sich ein Naturspektakel ab.

Blitze huschen durch die dunklen Wolken und mehrere, insgesamt sieben, Minitornados kreisen über dem Meer, hinter dem Leuchtturm.

Mit dem Fernglas können wir es gut beobachten und schießen auch einige Fotos von dem Ereignis.

Dann kommt es über uns.
Starkregen, Blitze, Donner und heftiger, böiger Wind.
In nur wenigen Minuten wandeln sich die Straßen zu Kanälen.
Wir stehen hier auf dem SP, erhoben, wie auf einer kleinen Insel und sind vom Wasser umgeben.

Nach einer halben Stunde ist der Spuk vorbei, die Sonne scheint wieder und wir kaufen in San Vito lo Capo ein, bummeln durch die Gassen und ruhen an einer Bar aus.

Das wird wieder so ein total fauler Tag.

JEFF und GITTE am 19 Okt 2007 12:36:28

Fotos

Gast am 19 Okt 2007 14:32:34

Gitte und Jeff,

dann wollt ihr euch tatsächlich das barbarische und blutrünstige Spektakel einer Mattanza antun? Schreibt mal, ob ihr auch DANACH noch Thunfisch eßt!
Brrrrr - darum beneide ich euch jetzt nicht, um einiges andere eher schon ...
Hoffentlich habt ihr dann morgen keine schlaflose Nacht!
Gute Zeit!

JEFF und GITTE am 19 Okt 2007 14:41:58

WIEDERSEHEN MIT PACO …

Der kleine Welpe aus dem Abruzzen, wir berichteten darüber.
Gitte hatte ihn ja entlaust und gut gefüttert (Fotos in diesem Thread).
Er wurde dann ja von den Holländern mitgenommen, sonst wäre er längst im Hundehimmel.

Große Überraschung am Nachmittag.

Wir sitzen vor dem Wagen und wer kommt auf den SP? Genau!
Die Holländer mit Paco, der inzwischen ein ganz anderer Hund geworden ist.
Das war ein freudiges Wiedersehen.

EINE TECHNISCHE FRAGE …

Unsere Vodafon UMTS-Karte, über die wir per Telefonverbindung mit 0,58 Euro pro Minute, zur normalen Gebühr (Monatlich € 50,00) hinzukommend, online gehen, zeigt an manchen Standorten an, das auch W-LAN verfügbar ist.

Frage 1: Wäre eine W-LAN-Verbindung preiswerter und wenn ja, was kostet diese?

Frage 2: Klicken wir W-LAN an, sagt eine Meldung, dass bereits eine IP-Adresse übertragen wurde und wir die Einstellungen im System ändern müssen.
Welche Einstellungen müssen wir, wie und wo ändern?

Da wir uns immer sehr kurz fassen, wegen der Gebühren, wäre es nett, wenn vielleicht jemand diese Frage einmal in den entsprechenden Technikthread stellt, falls hier keine Antwort zu gewinnen sein sollte.
Wäre nett, wenn uns jemand damit weiterhelfen könnte. DANKE!

FOTOS BEARBEITEN ODER NICHT …

Zu der Idee unsere Fotos zu bearbeiten, um mehr Schärfe zu gewinnen, möchten wir folgendes ausführen:

Wenn wir die Fotos schärfer stellen würden, was durchaus mit unseren Programmen machbar ist, würden wir das Landschaftsbild, welches wir Euch so Original wie möglich wiedergeben möchten, verfälschen.

Die Landschaft hier ist aber nicht immer so scharf im Kontrast.
Die Farben in den Fernaufnahmen sind meist sehr sanft, oft pastellfarbig, harmonisieren sich in der Weite zu nur kleinen Nuancen in den Farbunterschieden, verlieren in der Ferne natürlich an Schärfe, verschwinden gar unter dem Schleier der milden und feuchten Luft.
Das sind manchmal echte und tolle Stimmungen.
Das sind so bestimmte Harmonien.
Sie lösen auch durchaus Gefühle aus, die man einfach nicht verfälschen darf, sonst verlieren sich diese.

So wird es auch weiterhin nur Originale geben, die manchmal nur, wenn der Himmel nicht gar so strahlt, oder bei Innenaufnahmen in Kirchen und Kathedralen, etwas aufgehellt werden, um eine bessere Ausleuchtung zu gewährleisten, die der normale Blitz alleine, nicht zu erreichen vermag.

Wir nehmen aber gerne jeden Ratschlag an, der die Qualität verbessert.

JEFF und GITTE am 19 Okt 2007 14:44:04

Liebe Lira,

ein Gemetzel wollen wir uns nicht antun.
Aber die Segnung der Fischer schon.

Wir sind KEINE Freunde von Tierquälereien.

Liebe

Labrador am 19 Okt 2007 14:48:31

Lieber Jeff,

Deine Berichte sind eine echte Bereicherung. Ich freue mich jedesmal diese zu lesen.

Viele nach Italy.

Labrador

Gast am 19 Okt 2007 15:27:48

Der kleine Kerl schaut ja wirklich süß aus, den hätte ich wahrscheinlich auch mitgenommen, da hätte mein Maxi endlich einen Spielkameraden, denn dem ist immer langweilig.

Hier legt er am Lago Maggiore gerade eine kleine Holländerin aufs Kreuz

Beduin am 19 Okt 2007 15:44:53

Jau, das ihr den Paco habt hergeben können............................. :?
Nur gut das ich nicht dabei war ;D

In dem alter wäre es mit den Katzen vermutlich noch gut gegangen :)

machst schon gut mit deinen Fotos und ich stell auch gerne die anderen ein

Traudl am 19 Okt 2007 17:47:35

Wer schmilzt da nicht dahin, wenn man sonen kleinen süßen Kerl sieht wie Paco.

Ja Jeff, ich habs geschafft hier reinzukommen, schließlich bin ich auch neugierig wo du dich grade rumtreibst :)

Danke für die Geb-Wünsche. Morgen gibts Nußtorte. Ich würde dir und Gitte ja gern was davon abgeben ........ aber der Weg ist bissi weit :razz:

Schönen faulen Tag in Italien (habt ihr nicht lauter faullenzer Tage???)

maximilian am 19 Okt 2007 17:57:18

Hallo Ihr Beiden. Eure Berichte sind zur täglichen Pflichtlektüre geworden. In Gedanken reisen wir mit. Einfach Klasse !

JEFF und GITTE am 20 Okt 2007 10:47:47

DANKE FÜR EURE BEITRÄGE, FREUEN WIR UNS ÜBER DAS FEEDBACK!

Tag 052 / 20.10.2007 / ca. 0 km / Jubiläum in San Vito lo Capo

HEUTE IST EIN GANZ BESONDERER TAG …

Nun ist es soweit, der heutige, 20. Oktober 2007, ist unser 29-ster Hochzeitstag und gleichzeitig unser 48-ster Jahrestag an dem unsere Freundschaft begann.

Ein Richter würde das in einem Urteil vermutlich so formulieren:

Dreimal Lebenslänglich mit anschließender Sicherheitsverwahrung ( … grins …).
Wie kann man(n) nur so eine lange Zeit miteinander aushalten?
Wir jedenfalls legen Rechtsmittel gegen das Urteil ein, gehen in Berufung und verlangen ganz klar eine Verdoppelung der „Strafe“.

Heute gehen wir chic aus, rundherum fein dinieren und feiern unser Jubiläum.

Das Wetter heute? Eher bescheiden! Es regnet bei 19 Grad und es sieht ganz so aus, als würde es sich einregnen.

Morgen soll dann unsere Reise weitergehen. In die Berge, nach Erice.

Beduin am 20 Okt 2007 10:50:47

Herzlichen Glückwunsch euch beiden :)
Möge euer Wunsch in erfüllung gehen und die "Strafe" :) noch lange währen.

Wünsche euch einen wunderschönen Tag und das die Sonne doch noch raus kommt um euer Glück zu bescheinen

Traudl am 20 Okt 2007 12:15:39

Alles Gute zu eurer langen Haftstrafe .......... Verlängerung ist sicher bewilligt, :P
Habt einen schönen Tag ihr beiden.

rittersmann am 20 Okt 2007 13:21:11

Hallo Gitte,
Hallo Jeff,

wir verfolgen auch Eure Berichte und erfreuen uns an den Bildern.

Zu Eurem Hochzeitstag wünschen wir alles Gute und einen wundervollen Tag. Ihr habt die "Höchststrafe" wirklich verdient.

Liebe von Birgit und Günter

Gast am 20 Okt 2007 13:25:48

Auch von mir alles gute und macht weiter so

stefco am 20 Okt 2007 13:28:51

Hallo Gitte, hallo Jeff,
auch wir schaffen es bei allem beruflichen Stress mal endlich was in den besten thread des Forums zu schreiben.
:chor2:
herzlichen Glückwunsch zum Hochzeitstag...alles alles Liebe und Gute..
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen

Eure Beiträge sind auch bei uns natürlich Pflichtlektüre.

aus Leipzig

Petra und Stefan

Gogolo am 20 Okt 2007 13:52:33

Hallo Gitte und Jeff,

herzlichen Glückwunsch auch von mir zum Hochzeitstag. Das "Lebenslänglich mit Sicherungsverwahrung" wird euch wegen der Sachbeschädigung der Bank ganz sicher aufgebrummt! :D :D :D

Viel Glück und weiterhin eine schöne gemeinsame Zeit wünscht euch


Gogolo (Habe die Ehre)

charis am 20 Okt 2007 14:26:52

Hallo Jeff und Gitte,

auch von uns ganz herzliche Glückwünsche und alles erdenklich Gute zu eurem Ehrentag. Laßt es Euch gut gehen und seit weiterhin so verliebt, wie am ersten Tag.

Falls die Berufungverhandlung nicht zu Euren Gunsten ausgeht, sagt mir Bescheid, ich lege Euch meine Handschließen an, werde den Schlüssel zum vierbeinigen Kollegen in den Zwinger legen, dann seit Ihr für immer unzertrennlich.
Ich wünsche Euch einen ganz schönen Tag und viel Spaß.

Trockentaucher am 20 Okt 2007 14:54:34

Hallo Gitte und Jeff,

wir wünschen Euch für den Ehrentag Alles Gute und viel Spass! :hearts:

Weiterhin gute Fahrt und berichtet fleißig weiter. Eure Berichte sind zu unserer täglichen Pflichtlektüre geworden.


Einen lieben aus der sonnigen Eifel senden Euch

Susanne und Gregor

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