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Live ... Überwintern in Italien 1, 2, 3, 4, 5


Gast am 20 Okt 2007 15:11:29

Hallo ihr Zwei!

Auch von uns die herzlichste Gratulation zu eurem Ehrentag. Genießt ihn denn es wird der letzte mit einem Zweier davor sein.
Auch wir verfolgen eure Reise und genießen die tollen Fotos. Lasst sie wie sie sind so gefallen sie uns.

LG A & CH die Rider's

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Anne42 am 20 Okt 2007 21:17:18

Hallo jeff und Gitte,
auch von mir ganz herzlichen Glückwunsch und noch viele schöne gemeinsame Jahre. Ich lese eure Berichte mit großer Begeisterung und ganz viel "Fernweh"

JEFF und GITTE am 21 Okt 2007 11:53:56

MODERNE SCHATZSUCHER …

Ein älteres, italienisches Ehepaar, welches wir seit drei Tagen beobachten können, zieht jeden Tag für zwei bis drei Stunden ihre Kreise im Sand.

Er schiebt behutsam einen Metalldetektor vor sich her und sie folgt ihm mit einem Plastikschäufelchen, immer ganz brav, auf Schritt und Tritt.

Wir müssen immer grinsen, wenn er ihr mit einem streng befehlendem Finger nach unten zeigt, wo sie gefälligst zu buddeln hat, während er den nächsten Grabungsort ortet.

Was wollen die hier schon finden, denken wir, unterliegen dabei aber einem Trugschluss, wie sich später herausstellt.

Auf jeden ihre Gänge finden sie rund € 5,00 bis € 10,00 an Münzen, selten auch mal einen Ehering, oder sonstige Schmuckstücke.

Auf rund € 500,00 wollen sie es in guten Sommermonaten bringen, behaupten sie und er rasselt dabei, verschmitzt grinsend, mit der Hand in der Hosentasche, wo sich die Ausbeute von Heute befindet.

Offensichtlich ein einträgliches Hobby.



SO VIEL ZEIT …

Wir haben ja so viel Zeit vor uns und überlegen schon einmal, was wir machen, wenn wir von Sizilien alles gesehen haben.
Nichts ist schlimmer als Langeweile und Wiederholungen und so kreisen unsere Gedanken schon jetzt um neue, noch weitere, unbekannte Ziele, für diesen Winter 2007 – 2008.

Malta liegt quasi vor unserer Haustüre und Sardinien auch.
Oder sollten wir vielleicht hinüber nach Tunesien?

Hat jemand hier im Forum Erfahrungen mit diesen beiden Inseln und den nördlichen Gestaden von Afrika.

Besonders interessieren uns bestimmte Einreisebestimmungen für unsere Katzen?
Den Heimtierausweis haben sie bereits und alle für Europa erforderlichen Impfungen.
Nur verlangen eben manche Länder sehr frische Tollwutbescheinigungen.
Kann jemand etwas dazu sagen?

Der Regen lässt gegen 14 Uhr nach und die Sonne kommt zum Vorschein.
Dennoch hängen, Richtung Nordost, tiefe Wolken über dem Meer, sie sehen aber schon etwas versöhnlicher aus.

DER ABEND …

Das Wetter schlägt Kapriolen.
Als wir loszogen unseren Abend zu begießen regnete es und der starke Wind riss den Schirm entzwei.
Einigermaßen nass erreichten wir das Restaurant.
Drei Gänge verputzten wir um uns dann verfrüht wieder zum Reisemobil zu begeben, den der Wind wurde zum Sturm.

Es gab auch noch einen Einsatz des Krankenwagens auf dem Stellplatz.
Ein deutscher Reisemobilist bekam eine Nierenkolik.
Er wurde mitgenommen.
Wir sprachen mit der Frau und boten unsere Hilfe an.

Die Nacht war unruhig, der Sturm heftig und Starkregen setzte ein.




Tag 053 / 21.10.2007 / ca. 0 km / Im Sturm in San Vito lo Capo

Der heutige Morgen ist grausam.
Wo gestern noch der breite, einladende Strand vor uns lag, klatscht nun die Gischt an die Ufer.
Die Wellen, die sich 200 Meter vor uns brechen, dürften gut und gerne 4-5 Meter hoch sein.
Überhaupt ist das Meer nur noch als eine riesige, weiße Schaumkrone wahrnehmbar.

Die Palmen verbiegen sich so, dass es schon recht schmerzhaft aussieht.
Es prasselt nur so auf den Wagen und wir werden unanständig durchgeschüttelt.
Die Katzen liegen unter dem Tisch und rollen sich zusammen.

Die Straßen hinter dem SP haben sich in alles mitreißende Wasserfluten verwandelt.
Der Himmel ist fast schwarz. Blitze rasen durch die Wolken, um dann in den Fluten zu verdampfen.
Wir können nichts machen, müssen aushalten.
Bei dem Wetter über die Berge? Lieber nicht!
Erst Mittwoch – Donnerstag soll es besser werden.

So gibt es dann auch nichts Interessantes zu berichten, was ja irgendwie schade für Euch ist.
Für uns natürlich auch.

Stürmische senden Euch, Jeff und Gitte

P.S. Und vielen Dank für die vielen, lieben Glückwünsche zu unserem Jubiläum.
Wir haben uns sehr darüber gefreut.

Anzeige vom Forum


Gast am 21 Okt 2007 13:01:56

Hallo Gitte, hi Jeff,

vielleicht wisst ihr das noch nicht. Im Genua Golf braut sich sich ein sehr starkes Tief zusammen das von Skandinavien polare Kaltluft nach Süden schaufelt. Es sieht am Sat Bild aus wie ein Wasserfall. Das Tief habt ihr ja schon zu spüren bekommen. Bei uns war heute Morgen die Wiese wieder weiß.

Nun zu deiner tollen Fotomontage. Das sieht höllisch gut aus, mein Kompliment. wenn du das Just.... weglässt wäre das ein ganz tolles WOMOdekor für euer WOMO.

LG A & CH

Kai P. am 21 Okt 2007 16:42:23

Hallo Ihr Zwei,
auch von mir die herzlichsten Glückwünsche. Fast hätte ich Euch zu einem anderen Datum gratuliert, denn Ihr hattet ursprünglich mal geschrieben:

[i]"Am 24.10. feiern wir unseren 29sten Hochzeitstag und den 47sten Jahrestag, als wir uns in der Schule kennen lernten und schnell zu Freunden wurden." [/i]

Aber egal - ist ja noch nicht zu spät. Alles alles gute und schreibt weiter so tolle Berichte!!!

JEFF und GITTE am 21 Okt 2007 18:40:11

NACHTRAG IM STURM …

Es ist ununterbrochen am stürmen.
Das Reisemobil haben wir auf ausgenordet und stehen so mit der Front im Wind, wobei wir den perfekten Ausblick aufs Meer haben.
Das rüttelt weniger als zuvor.

Das Meer gibt dem Menschen seine zivilisatorischen Geschenke zurück.
Der Strand ist voller Müll, PET-Flaschen und selbiger Verschlüsse überwiegen in dem Müllbergen.

Mit dem Fernglas erspähe ich etwas Orangefarbenes in den Wellenkämmen.
Das ist von Interesse und ich bleibe dran, beim beobachten.
Als es anlandet hole ich es mir.

Es ist ein nigel-nagel-neuer Rettungsring mit Prüfnummer.
Kein billiges Teil, aufwendig gemacht.
Leider steckt keine Meerjungfrau mehr darinnen. Schade!

Der Ring trägt die Aufschrift „Maria Suprema“, Palermo.

Vielleicht schaut einmal jemand von Euch bei Google, was das für ein Kahn ist, oder war und ob er vielleicht heute, im Sturm vermisst wird.

Nachrichten zu schauen können wir heute vergessen.
Sonst sorgt unsere Sat-Schüssel noch als UFO für Aufsehen.


Dennoch, egal wie das Wetter morgen auch sein wird, wir rollen weiter.
Die Trinkwasserreserven gehen der Neige zu, Bier haben wir für noch gut einen Tag und auch sonst, wird die Versorgungslage eher eng.

unter schwarzem Himmel, Blitz und Donner und fetten Brechern, die an den Strand rollen, von Jeff und Gitte

JEFF und GITTE am 22 Okt 2007 16:23:17

Tag 054 / 22.10.2007 / ca. 40 km / Eine stürmische Nacht auf nach Erice

Was für eine Nacht war denn das!?
Wir konnten kaum schlafen.

„Der Wind, der Wind, das (gar nicht so …) himmlische Kind“ rüttelte und schüttelte uns kräftig durch.

Im Reisemobil fühlte es sich fast so an, wie auf hoher See.

Dann prasselte der Regen hernieder, es donnerte, es blitzte, so, als würde jeden Moment die Welt untergehen.
Das war kein wirklicher Spaß mehr.
Wie war das noch gleich in der Werbung? „Sizilien, von der Sonne verwöhnt!?“

Und am frühen Morgen sieht es auch nicht gerade nach Besserung aus.
Der Sandstrand ist vollends verdreckt und Berge von Seetang türmen sich vor uns auf.

Egal wie stürmisch es nun ist, wir brechen auf.
Die Wasserreserven füllen wir noch in San Vito, am Ortsausgang, in Regen und Hagelschauern, auf.
25 Gießkannen passen rein und wir sind so nass und durchgeweicht, das es nun auch schon nicht mehr darauf ankommt und Gitte in dem Steinbecken die Handtücher und Kleinwäsche wäscht.

Dann kaufen wir noch schnell ein, das Nötigste wird verstaut und es geht über die Berge Richtung Erice.

Der Wagen schwankt und ich muss kräftig gegensteuern, um auf der Straße zu bleiben.

Vor Erice reißt zumindest der Himmel auf und es wird heller, die Sonne kommt gar durch.

Die Straße windet sich nun in Serpentinen die 650 Meter hinauf, zum mittelalterlichen Bergdörfchen Erice.

Der Blick über die Küste ist mehr als fantastisch.

SP ERICE: Hinter der letzten Kehre, bevor es zum Busparkplatz geht, ist ein kostenfreier SP für Reisemobile gekennzeichnet. Links abbiegen!
Er liegt direkt an einem der vier Stadttore und bietet einen Panoramablick, eigentlich, bei klarem Wetter, bis zur Küste Tunesiens, die hier nur noch 60 km entfernt ist.
Der Weg zur Stadt führt durch dieses eher kleine Stadttor, immer bergauf, ca. 350 Meter.
Wasser kann man abends, wenn die Busse weg sind, am Busparkplatz zapfen.

MITTAGS …

Neben uns geht es steil den Hang hinab. Gitte erschauert es, sie hat ja Höhenangst.
Wir stehen mit der Seite dem Meer zugewandt und können die 650 Meter zur Küste fast senkrecht hinunter schauen.
Der Camper ist wieder ausgenordet und dennoch werden wir auch hier durchgeschüttelt.

Der Wind ist eisig kalt.
Ob wir heute Erice in Angriff nehmen, wir wissen es noch nicht, warten die Entwicklung des Sturmes erst noch ab.

NACHMITTAGS …

Die Sonne lugt hervor und wir beschließen uns Erice anzusehen.
Allerdings zeitversetzt und getrennt, denn hier wo der Wagen steht ist rundherum nur Einsamkeit.
Wir wollen den Wagen mit den zwei Katzen hier nicht alleine lassen.

DER BESUCH VON ERICE …

Der Lengede nach soll Eryx, Sohn der Schönheitsgöttin Aphrodite das malerische Städtchen als Hochburg kultischer Liebesspiele gegründet haben.

Eher lässt sich die Gründung aber auf die Normannen zurückführen.
800 Meter hoch liegt das Bergstädtchen und hat sich den Charme des Mittelalters vollends erhalten.
Von hier oben bietet sich ein mehr als fantastischer Fernblick auf das Vito lo Capo, die Küsten- und Hafenstadt Trapani und der südlichen Gestade dahinter.

Ebenso die Isola di Lavenzo, Isola Favignana und Isola Marettimo sind, selbst bei diesem Wetter, recht gut auszumachen.
Eigentlich sollten wir Tunesien von hier aus sehen können.

Über die Geschichte des Örtchens, seiner Kriege und Eroberungen, wollen wir uns hier nicht auslassen.
Wer die Stadt besucht und sich dafür interessiert, wird einen Reiseführer dabei haben.

Schon die Steinböden der Gässchen sind noch ursprünglich so, wie vor hunderten von Jahren, von wohl Tausenden von Arbeitern, so verlegt.
Lauter kleine Quadrate, umrandet mit hellem und gefüllt mit dunklem Gestein.

Erice, Name des Ortes und auch des Berges, ist eine Stadt der Kirchen.
Ein gutes Dutzend zählen wir und besuchen auch einige davon.
Jetzt, in der Nachsaison, sind wir fast alleine hier oben.

Ein kleiner Rundweg wird empfohlen, den man bequem in 1,5 Stunden schaffen und somit alles Sehenswerte aufnehmen kann.

Auf keinen Fall sollte man den Park an der Burg auslassen.
Hier, befindet sich ein Skulpturengarten und die Aussicht ist besonders schön.
Sogar ein Gedenkstein an den Duce, an Mussolini, finden wir hier vor.

14: 55 Uhr: Die Idee, die Stadt getrennt zu erkunden war offensichtlich eine Gute.
Denn während ich diese Zeilen schreibe, kommt ein Kleintransporter mit zwei jungen Typen die Sackgasse, in der wir hier stehen, hoch gerast.
Vollbremsung neben unserem Wagen.
Einer steigt aus und checkt sehr schnell, zielgerichtet und ganz offensichtlich, ob jemand im Wagen ist.
Als er mich erspäht, kehrt er schnurstracks um und beide rasen mit quietschenden Reifen davon.

Der Camper wäre für sie eine sehr leichte Beute gewesen und ungestört hätten sie ihr Ding hier durchziehen können.
Es war zu offensichtlich, was sie wollten.

Für uns hätte das dann unter Umständen der U-Turn in Richtung Heimat werden können. Und wie gehen solche Typen mit den Tieren eigentlich um?

So verlassen wir uns auf unser Gefühl und bestimmte Regeln und das war Heute wohl wieder einmal die richtige Entscheidung.

Heute Nacht werden wir den Wagen wieder zur Festung umfunktionieren.

Die Wäsche flattert jetzt im Wind neben dem Wagen und Gitte ist noch unterwegs.
Jetzt ist es an der Zeit für einen guten, starken Kaffee und einer Pfeife.

NACHTRAG …

Gitte ist zurück und entscheidet zügig.
Sie will runter an die Küste.
Mit dem Fernglas können wir auch schon den Platz in Tonnara di Bonagia, direkt am Meer, ausmachen.
Dort stehen wir nun.

JEFF und GITTE am 22 Okt 2007 17:35:34

Foto

JEFF und GITTE am 22 Okt 2007 17:36:19

Foto

JEFF und GITTE am 22 Okt 2007 17:37:33

Foto

hezuelro am 22 Okt 2007 17:54:51

Hallo Jeff und Gitte,

habe ein bißchen gegoogelt:

Sardinien: nur EU-Heimtierausweis

Malta: Hunde & Katzen
Damit der Hund/Katze ohne Schwierigkeiten nach Malta einreisen darf, müssen folgende Bedingungen gewährleistet sein:
1. Ein EU Reisepass(Heimtierausweis) sollte vorhanden sein
2. Ein Microchip sollte implantiert sein (Hinweis: Microchip und EU Reisepass stehen in direkter Verbindung, da die dazugehörige Nummer auf dem EU Reisepass für den Hund, sowie die Nummer, welche in dem Microchip gespeichert ist, dieselbe ist)
3. Der Hund sollte über alle nötigen Impfungen verfügen:
1. Tollwutimpfung
2. Zeckenbehandlung und Behandlung gegen Echinococcus (Hinweis: diese beiden Behandlungen sollten 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen werden)
3. Impfungen gegen S, H, P, Pi, L sollten vorhanden sein. (Hinweis: Diese Impfungen werden normalerweise alle zusammen in einer Spritze verabreicht); (Notiz: S - Staupe; H - Hepatitis; P - Parvovirose; Pi - Zwingerhusten; L - Leptospirose)
4. Sehr wichtig: Ein Titer Test (Tollwut-Antikörperbestimmung für Hunde und Katzen zwecks Einreise) muss 6 Monate vor der Einreise entnommen werden.
Folgen bei Nichteinhaltung:
Sollten die oben genannten Bestimmungen nicht gewährleistet sein, wird das Tier 6 Monate lang (diese Bestimmung hat sich nach unserem Wissen geändert, früher betrug die Zeit lediglich 30 Tage oder weniger) in die Quarantäne-Station nach Luqa gebracht. Da sich diese Bestimmung von Zeit zu Zeit ändert und wir uns über die genaue Situation nicht 100% sicher sind, sollten Sie dies selbst nachfragen: Malta Veterinary Services, Albertown Marsa, Tel: (+356) 22 53 63, Fax: (+356) 23 81 05

Tunesien
Tunesien mind. 30 Tagen
max. 6 Monaten Amtstierärztliches Gesundheits-
zeugnis erforderlich - nicht älter als 6 Wochen
(mit Bestätigung, dass innerhalb der letzten 6 Wochen vor Abreise am Herkunftsort keine ansteckenden Tierkrankheiten zu verzeichnen waren) Int. Impfpaß mit Tollwutbescheinigung, vom Tierarzt bestätigt
Keine Einfuhr von Jagdhunden
Hunde: Impfung gegen Staupe

Einreise mit Haustieren
Für Haustiere wird ein amtliches Gesundheitszeugnis des Herkunftslandes benötigt, das bescheinigt, dass am Herkunftsort innerhalb der letzten 6 Wochen vor der Abreise keine ansteckenden Tierkrankheiten vorkamen. Katzen und Hunde benötigen zusätzlich ein Tollwutimpfzertifikat, das mindestens 1 Monat und maximal 6 Monate vor der Abreise ausgestellt wurde.
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Viel
Henning

Peewee am 22 Okt 2007 19:31:23

Hallo liebe Gitte,lieber Jeff,

da habt ihr mit eurer Entscheidung ,getrennt in die Stadt zu gehen,offensichtlich das richtige Gespür gehabt. Aber...Glück gehabt, dass alles harmlos verlaufen ist. Könnnte durchaus mal gefährlich sein, wenn man so einsam steht. Irgendwo in der Stadt mag sicher auch rotzfrech ein Womo aufgebrochen werden, ohne das es Passanten kümmert oder überhaupt auffällt und dann ist es gut, wenn jemand da ist und so die Diebe abschreckt. Gegen gewaltbereite Diebe kann in der Abgeschiedenheit die Sache aber böse mit mehr als nur dumm gelaufen ausgehen.Oder ist das in Italien generell unbedenklich.

Hier ist es mittlerweile rattenkalt. Ihr habt sicher bald wieder prima Wetter. Wir würden am liebsten auch sofort wieder los( Stefan, Bronja und ich).Aber das wird wohl erst mal noch ein Jahr dauern bis zum nächsten Urlaub und hoffentlich Treffen.

Euch bald besseres Wetter und bleibt gesund.


Liebe von Petra und Stefan :D :D :D

Traudl am 22 Okt 2007 19:37:56

Hallo Jeff hallo Gitte
ich beneide euch um die Aussicht, aber sicherlich nicht um den Sturm den ihr dort mitmachen müsst. Hier hats schon um die 0 Grad. Die Autos sind ganz weiß am morgen.

Über deinen "müsterjösen Fund" am Strand hab ich nix gefunden.
___________________________________________
Erweiterte Wettervorhersage
Sizilien, ITA

Lokale Vorhersage
Genauer Wetterbericht für 10 Tage °F | °C
Tag Vorhersage Wind Feuchtigk. Niederschlag %

Heute
22 Okt
Schauer
Höchst: 8° Niedrig: 6°
33 kmh WNW 77% 85%

Morgen
23 Okt

Schauer
Höchst: 10° Niedrig: 8°
18 kmh W 87% 65%

Mittwoch
24 Okt Nachmittags Regen
Höchst: 16° Niedrig: 8°
18 kmh W 73% 55%

Donnerstag
25 Okt Bewölkt / Nachmittags sonnig
Höchst: 18° Niedrig: 10°
5 kmh NNO 62% 15%

Freitag
26 Okt Wolkig
Höchst: 18° Niedrig: 11°
7 kmh SO 64% 15%

Samstag
27 Okt Wolkig
Höchst: 20° Niedrig: 13°
24 kmh O 77% 10%

Sonntag
28 Okt Nachmittags Regen
Höchst: 21° Niedrig: 13°
9 kmh NO 69% 35%

Montag
29 Okt Nachmittags Regen
Höchst: 22° Niedrig: 14°
12 kmh O 66% 30%

Dienstag
30 Okt Regen
Höchst: 21° Niedrig: 12°
19 kmh SO 75% 40%

Mittwoch
31 Okt Schauer / wolkenlos
Höchst: 18° Niedrig: 10°
20 kmh NW 70% 35%

Lieben Traudl

JEFF und GITTE am 22 Okt 2007 20:39:57

Heeeeyyyyy, das ist ja ein Superservice von Euch.
Vielen Dank dafür!

So muss das sein, für uns ist googeln leider viel zu teuer.
Rein und raus ist die Devise.

Hat mal jemand das Schiff gegoogelt, dessen Rettungsring wir gefunden haben?

Jeff und Gitte

Tipsel am 22 Okt 2007 20:42:06

Tante Gugel kennt das Schiff leider nicht

JEFF und GITTE am 23 Okt 2007 16:05:27

Tag 055 / 23.10.2007 / ca. 125 km / Von Trapani die Westküste nach Seliunte

Die SP Empfehlung für Tonnara di Bonagia, unterhalb am Meer, nach Erice – Besuch.
Die Küstenstraße von Erice Richtung Trapani fahren. An der Küste rechts abbiegen, Richtung San Vito.
Danach auf die Uferpromenade, links abbiegen (… ist ausgeschildert mit „Lido“)
Hier entlang fahren und einen der Parkplätze, nebst Vollausleuchtung, nehmen, oder direkt an der kleinen Küstenstraße stehen. Entsorgungsmöglichkeit: Öffentliche Toiletten an der Uferpromenade.
Einen strandnahen CP gibt es hier auch, aber der ist geschlossen.
Hätten wir wohl eher auch nicht genommen.
Das alles liegt schaut man über das Meer, links vom eindrucksvollem Monte Cofano, der in der untergehenden Sonne viel für die Kamera hergibt.

Landschaftlich ist diese Bucht bei Tonnara di Bonagia ein echter Leckerbissen.

Ganz vergessen haben wir, die Bewertungen für San Vito lo Capo und Erice, zu geben.

Wir sagen, und lassen uns von dem schlechten Wetter nicht beeinflussen, für
San Vito lo Capo Stadt, 3 Sterne. Für die dortigen Buchten, Landschaften, Meer, Strand und Gebirge, klare 4 Sterne.

Dem mittelalterlichen Ort Erice, hoch in den Bergen (700 m.), über Trapani, würden wir für einen Besuch alleine schon gut und gerne 4 Sterne geben.
Die Stadt ist mehr als außergewöhnlich und sehenswert, auch die Ausblicke sind atemberaubend schön.

Wir danken für die gestrigen Informationen (Wetter und Einreisebestimmungen) und auch die , hier im Thread.
Das ist wirklich sehr hilfreich für uns.
Dann kommt Tunesien, wegen der beiden Tiger, wohl eher nicht in Betracht. Schade!

Wenn wir „ON“ gehen um etwas zu suchen, dann müssen wir zu den normalen Telefongebühren in Deutschland nochmals € 0,58 Roaming pro Minute zahlen.
Deshalb lautet unsere Devise immer, schnell „ON“ und noch schneller wieder „OFF“ gehen.

Nun zum heutigem Tag …

In der Nacht mussten wir die Schüssel einfahren. Es war zu stürmisch.
Etliche Regenschauer zogen über uns hinweg.
Sonst war die Nacht ruhig.

Der Morgen ist von anhaltenden Regenschauern bestimmt.
Eigentlich wollten wir nach Segeste, die kleine Tempeltour machen.
Aber bei dem Wetter, ins Inland, in die Berge?

Dann warten wir lieber auf das Tal der Tempel bei Agricento und folgen diesmal nicht Goethes Spuren.

So richtig haben wir jetzt, bei diesem Wetter, keinen Plan mehr.
Sollen wir zurück nach San Vito lo Capo? Oder sollen wir weiter nach Marsala?

Für San Vito spricht der Stellplatz am Meer und mit einigen anderen Reisemobilen, die Wasserversorgung und relativ nahe Einkaufsmöglichkeiten.

Die Batterien sind ziemlich leer. Solartanken ist bei den Wolken auch nicht angesagt.
Wir müssen eben den Wagen laufen lassen.

ES GEHT NACH SÜDEN …

Wir haben uns entschieden, wollen gen Süden und die Küste rollen.

Von drei Wundern können wir heute berichten:
Wunder 1: Wir sind ohne Lackschäden und Beulen durch Trapani gefahren.
Wunder 2: Wir sind ohne Lackschäden und Beulen durch Marsala gefahren.
Wunder 3: 150 Dosen Bergedorfer Bier, die Dose für € 0,35 / ½ Liter, haben wir im Angebot bei Euro-Spin erstehen können.

Die Durchfahrungen von Trapani und Marsala können wir keinesfalls empfehlen.

Die Küste südlich von Trapani gibt nicht viel fürs Auge her.
Selten kann man einen Blick auf die Inseln, Isole Egadi werfen.
Zuviel ist hier verbaut worden.

Auch der Blick auf die noch südlichere Isole delle Stagnone, bleibt eher schemenhaft.

In Ponte, 5 km südlich von Marsala, kann man den guten Sherry oder Brandy kaufen.
Wer mag natürlich auch den Wein.
Überdimensionale Plastikflaschen kündigen die Verkaufslager an.

Wir versprechen uns etwas von den Zielen, a. Torre die Gesuiti, b. Granitola Torretta, c. Capo Granilola und d. Tre Fontane, allesamt am Meer.

Leider sind diese Ziele eher als trostlos einzustufen.
Landschaftlich gleich Null, sieht man einmal davon ab, dass man hier am Meer stehen kann.
Kann aber auch sein, das wir schon wieder zu verwöhnt sind.

Wir stoppen, beraten uns und setzen die Zielflagge etwas weiter, nun gen Osten, im südlichen Teil Siziliens.
Nach Marinella wollen wir und erhoffen uns etwas mehr Landschaft, etwas mehr Leben, etwas mehr, … ach wir wissen es ja auch nicht so genau.

Um 14:00 Uhr stehen wir auf dem Parkplatz in Selinunte, vor den Hügeln der Reste der einstmals so mächtigen Akropolis.

€ 6,00 kostet das Ticket pro Person und wir besichtigen diese, 400 Jahre v.Chr. so wichtigen Handelsort, bzw. was von ihm blieb.

Jeder damalige Herrscher musste Seliunte ganz offensichtlich einmal in seinem Leben besitzen und was danach und dabei herauskam, sind Ruinen- und Trümmerfelder.

Der Besuch, wenn man hier vorbei kommt, lohnt sich.
Große Umwege dafür in Kauf zu nehmen eher nicht.

Drei Sterne lassen wir uns die Ruinen in unserer Bewertung kosten.

Marinella, neben den Ruinen, ist eher ein kleiner Ort, der von den geschichtssüchtigen Touristen lebt.
Viel Strand bietet Marinella nicht, alles ist in privater Hand und nicht zugänglich.

Zusammenfassend finden wir, dass die Küste zwischen Trapani und Mazara del Vallo nichts Wirkliches zu bieten hat.
Auch das Befahren der meeresnahen Küstenstraße ist eher kein Aha-Erlebnis.

Die Torre`s, Capo`s, Lido`s und Porto`s zwischen Mazara del Vallo und Marinella (Seliunte) kann man sich ebenfalls gut sparen.
Nun sind wir einmal gespannt, wie attraktiv, die noch im Dutzend vor uns liegenden sind, bis wir dann in Agricento einrollen werden.

Heute Abend nehmen wir wohl einem kleinen Parkplatz, vor den Toren der Parkanlage zur Akropolis, von Seliunte, zum Übernachten.

Das Wetter? Wechselhaft, mal Sonne, mal Schauer, meist bedeckt.
Um 16 Grad.

Beduin am 23 Okt 2007 16:53:19

und hier nun die Bilder der ersten 50 Tage :)

--> Link

kleines Bild anklicken, im nächsten Fenster unten halb rechts auf "Go" klicken, dann kommt Dia-show

Viel Spass

Traudl am 24 Okt 2007 10:32:15

DANKE an Ina,

die Mühe Jeffs Bilder einzustellen hat sich ja voll gelohnt.

Das hat mich den Vormittag gekostet sie anzuschaun :D

Super Fotos, Jeff. Du hast ein Auge für Details.

Lieben Traudl

Beduin am 24 Okt 2007 10:42:37

gern geschehen :)

Ich hatte auch Freude daran.
Freue mich auch über dein Feedback.
Eines von bisher über 600 Betrachtern, wobei allerdings auch die Arcor seher abgezogen werden müssen.

topolino666 am 24 Okt 2007 11:12:34

wobei allerdings auch die Arcor seher abgezogen werden müssen.


Denke auch, dass ganz arcor da sitzt und die Bilder anschaut!!! :D

Beduin am 24 Okt 2007 11:17:22

Quatschkopf :D

topolino666 am 24 Okt 2007 12:01:55

:versteck:

JEFF und GITTE am 24 Okt 2007 13:10:23

Tag 057 / 25.10.2007 / ca. 60 km / Von Selinunte nach Seccagrande

LIEBE INA,

VIELEN LIEBEN DANK FÜR DEINE MÜHE UND FÜR DIE VIELE ARBEIT DIE DU DIR MIT DEM ANLEGEN DES FOTOALBUMS GEMACHT HAST.
SO KÖNNEN ALLE DIE MIT UNS REISEN, DEN WORTEN NUN AUCH BILDER UND EINDRÜCKE ZUORDNEN.
DAS IST DOCH EIGENTLICH EINEN DANK VON ALLEN WERT!

WIE VERSPROCHEN, AUF DEM RÜCKWEG WERDEN WIR DICH ZU EINEM ÜPPIGEM DINNER, EINLADEN

DANKE FÜR DEINE ARBEIT JEFF UND GITTE

HEUTE, MITTWOCH …

Die Nacht war sehr ruhig und am Morgen strahlt die Sonne, der Sturm ist offensichtlich vorbei.

Wir unterhalten uns noch mit den Hymeristen aus Lübeck, die, noch bis Mitte Dezember auf Sizilien verweilen wollen.
Telefonnummern werden ausgetauscht und für das beste Wohnmobilforum der Welt, wie schon so oft, kräftig die Werbetrommel, gerührt.

Dann rollen wir, nachdem unsere Reserven, in Castelvetrano, in einem Euro-Spin, auf gefüllt wurden.
Gitte hat ein Kilo Flusskrebse erstanden. Das wird ja dann ein Festmahl heute Abend.
Wir rollen die N 115, küstennah Richtung Menfi, dann Sciacca und trollen uns an den Beach in Seccagrande, einem kleinen, verschlafenen Nest mit vielen Palmen und noch mehr geschlossenen Fensterklappen.
Ein Geisterstädtchen, um diese Jahreszeit.

Auf einem kleinen Platz, direkt über dem Meer, stellen wir uns breit ab.
Die Wellen schlagen an die Felsen und unser Blick richtet sich über die ganze Bucht.
Es ist 12:00 Uhr und wir frühstücken erstmal.

Der Wagen, der vor dem Sturm so schon sauber war, überzieht nun eine braune Lehmkruste.

Die Strecke heute ist leider nicht von Höhepunkten geprägt und die Portos und Capos am Weg können uns nicht viel abgewinnen.

So fällt unser Bericht heute auch recht kurz aus.
Wir werden gleich, zum Zeitvertreib, ein wenig angeln.

Eine Überlegung schoss uns heute Morgen allerdings noch durch den Kopf.
Nachdem wir in den letzten drei Jahren die Inseln Kreta, Sizilien (2-mal) und Zypern intensiv bereist haben, sollten wir diese einmal ausgiebig bewerten und gegenüber stellen. Denn eines ist schon jetzt völlig klar, die Unterschiede sind gravierend.

Dazu werden wir uns ein Format einfallen lassen, um eine möglichst gerechte Wertung zu ermöglichen.
Weiteres hierzu in Kürze.

Nun geht es zum angeln.

Es grüssen Euch herzlich, Jeff und Gitte

Beduin am 24 Okt 2007 13:36:55

Jetzt bringt mich doch bitte nicht in aller öffentlichkeit in Verlegenheit :oops:
War doch kein akt und habe ich gerne gemacht.
Auf das Dinner freue ich mich natürlich :)

JEFF und GITTE am 24 Okt 2007 16:07:23

INSELBEWERTUNG für Reisemobilreisen

Bewertet werden Reisemobilreisen auf insgesamt drei Inseln.
Kreta, Sizilien und Zypern.
Die Reisezeit war jeweils Herbst bis Winter.

In den einzelnen Fragen vergeben wir maximal 10 Punkte und das wäre auch gleich das höchste und beste Ergebnis, welches erzielt werden kann.

KATEGORIE K S Z

Klima im Winter
Temperaturen ( 08 – 20 Grad Wahrscheinlichkeit) 10 08 09
Stürme und Winde (Wahrscheinlichkeit) 07 07 07
Schnee in den Hochgebirgen (Möglichkeit) 06 07 06

Straßenzustand (Asphalt)
Küsten- und küstenahe Straßen (Inselumrundung) 08 03 05
Inländische Landstraßen zu den allg. Sehenswürdigkeiten 07 03 05
Autobahnen 09 06 07
Größere Verbindungs- und Bundesstraßen 07 04 07

Im Straßenverkehr
Beachtung von Verkehrsregeln 08 02 09
Kooperation im Straßenverkehr 08 03 08
Partnerschaftlichkeit im Straßenverkehr 08 01 07
Ausschilderungen 08 03 06
Hinweisschilder zu Stätten des Interesses 09 04 07

Menschen
Freundlichkeit der Menschen beim Einkauf 08 03 03
Freundlichkeit in Restaurants 07 03 05
Freundlichkeit allgemein 08 05 06

Natur ( Häufigkeit oder vorhanden sein von …)
Gebirge 10 08 06
Hochgebirge 10 07 04
Berge 10 10 10
Besondere Seen 03 06 03

Geschichte und geschichtliche Stätten
Geschichtliche Stätten (Menge) 10 06 08
Pflege und Umgang mit der Geschichte 09 03 07
Pflege von Denkmälern, Ruinen und Anlagen 08 04 08

Umweltbewusstsein
Sauberkeit der Strände 09 02 08
Sauberkeit der Klippen 09 02 08
Sauberkeit der inländischen Berge und Gebirge 09 03 08
Sauberkeit von Park- und Aussichtsplätzen 09 01 07
Sauberkeit der größeren Städte 09 02 08
Sauberkeit der kleineren Orte 07 01 06
Sauberkeit von Stätten des Interesses 08 02 08

Reisemobil
Freistehplätze in Städten (Auch Duldung in Häfen) 08 06 09
Freistehplätze in Natur (Beachen und Hinterland) 08 08 08
Subjektive Sicherheit beim Freistehen 08 05 08

SUMMEN 262 138 221


Erklärung:
Dieses ist keine wissenschaftliche Analyse.
Die Bewertungen können nur subjektiv sein und spiegeln Erfahrungen, Empfindungen und Eindrücke wieder.
Trotz der nicht wirklich analytischen Punktevergabe, ist es beachtlich, das die Unterschiede so erstaunlich groß ausfallen.
Kreta gewinnt bei dieser Betrachtung, mit fast doppelter Punktzahl, über Sizilien.
Das hätten wir bei Beginn dieser Betrachtung auch nicht erwartet.
Fest steht jedoch, dass wir auf jeden Fall Kreta den Vorzug geben und auch Zypern vor Sizilien stellen würden.

Na, das wird ja nun wohl eine heftige Diskussion auslösen!

Gast am 24 Okt 2007 16:35:31

Bravo Jeff,

das Ergebnis wäre bei uns unwesentlich anders ausgefallen, wenn überhaupt. :daumen2:
Ich glaube nicht, dass es da zu großen Diskussionen kommt. Man kann höchstens in Details mal einen Punkt mehr oder weniger geben, was aber das Gesamtergebnis nicht beeinflussen würde. Auch die Bewertungskategorien finde ich toll und ausreichend.

Aber dass es inzwischen auf K AB geben soll, überraschte mich sehr. Ja ja, die Zeit vergeht leider zu schnell. :wink:

LG Rider

Gast am 24 Okt 2007 19:19:49

Hallo,
jetzt müßte aber zur Erläuterung auch noch einfließen, die Größe der Insel sowie ihre Einwohnerzahl. Und dann - was ist gemeint mit Zypern - Nord- oder Süd ?? Ich denke doch, das dürfte ein RIESEN-Unterschied sein ...
Schöne Zeit noch !!

Peewee am 25 Okt 2007 19:00:08

Hallo liebe Gitte, lieber Jeff,

wenn man sich die Vergleiche KSZ so ansieht, glaube ich für mich, dass man sich zumindest nicht vorrangig vor anderen Zielen den Stiefel runterquälen muss ( wohl doch nicht so warm im Winter und die Leute wohl auch etwas unterkühlt im Umgang mit Touris). Wie sind die Preise auf CP s auf Kreta und die sonstigen Kosten? Bischen vergleichbar mit Kroatien oder eher recht teuer, so wie ich es von Sizilien gehört habe.

Übrigens, Thema roamingkosten....Wir waren in Kroatien max. 5 Stunden im Internet. E-plus will jetzt dafür schlappe fast 3000,00 e, also 10 € pro Minute. Wir überlegen uns, falls wir keine halbwegs akzeptable Einigung erzielen,es auf eine Klage ankommen zu lassen.Nach unserer Auffassung ist eine derart überhöhte Forderung sittenwidrig.Dafür hätten wir jeden Tag mit Ryanair oder sonst wem zwischen Kanzlei und Strand pendeln können.So ein Mist.

LG Peewee und Stefco

GoldenAisha am 25 Okt 2007 21:17:18

Hallo Peewee und Stefco,

wir waren im Sommer in Frankreich und sind auch nur kurzweilig im Netz gesurft (wir sind selbständig und müssen deshalb mails abrufen - Banken checken etc.), hatten jedoch zumindest auf unserem letzten CP in Soulac-sur-mer derbe Schwierigkeiten überhaupt ein Netz zu bekommen und uns deshalb zig mal am Tag versucht einzuloggen, nur (na ja, "nur" ist relativ :D ) 160,00 € Kosten. Da kann wohl bei Euch etwas nicht stimmen, oder? Oder gibt es solche Unterschiede zwischen GR und F?

LG
Solveig

maximilian am 25 Okt 2007 21:32:49

Schaut hier mal in der Abteilung COMPUTECKE nach. Dort beschäftigen wir uns seit einiger Zeit mit dem Thema "mobiles Internet und Kosten".

Vagabund am 26 Okt 2007 08:46:40

Hallo!
Ich war in meinen Urlaub in Kalabrien knapp 2 Std. insgesamt eingeloggt
Kosten - 112 € .
Vagabund

Peewee am 26 Okt 2007 13:43:17

Hallo Solveig,Max und Vagabund

vielen Dank für die Infos. Mal sehen, was zu retten ist.

Danke von Peewee und Stefco

JEFF und GITTE am 27 Okt 2007 15:15:43

Tag 058 / 25.10.2007 / ca. 110 km / Ereclea Minoa und Torre Salza


INSELBEWERTUNG:

Liebe Lira, Du hast es erfasst, das Zypern geteilt bewertet werden sollte.
Wenn wir das einfließen lassen, dann würde der türkische Teil noch 15% bis 20% besser abschneiden, als der griechische, der ja nicht mehr griechisch, sondern, über die letzten Jahre verstärkt, eher englisch geprägt worden ist. Leider, leider, leider!
Wenn wir das also Umschichten, kommt ja, bei Betrachtung der Insel als ein Ganzes, wieder dasselbe dabei, an Punkten heraus.

Noch ein Nachsatz zu Sizilien …

Bei der Größe der Insel, sollten 10 Millionen Einwohner, außer in den Großstädten natürlich, sich eher sehr verteilen.
Wir empfinden jedoch eine so starke Siedlungsdichte am Meer, besonders an der Nord und Westküste, die auf eine Menge Touristenbauten und Sommerresidenzen schließen lassen.

Jetzt, in dieser Jahreszeit, schlägt das auch nicht so zu Buche.
Aber im Sommer, da waren wir ja auch schon einmal hier, wird es dann doch sehr bevölkert, eben auch durch die Touristen.

Aber das soll alles auch keine Propaganda gegen Sizilien sein. Die Insel ist wunderschön und wir sind froh, soviel, ruhige und ungestörte Tage an Stränden verbringen zu können, die fast nur uns gehören.

Es sollte aber einmal eine Anregung für Inselfahrer sein, die eine neue Inseltour planen und vielleicht einmal etwas anderes ausprobieren möchten.



TAG 58 …

Eine ruhige, aber regnerische Nacht liegt hinter uns.
Die Flusskrebse vom Vorabend haben köstlich gemundet.

Es ist wesentlich wärmer geworden und am Morgen, haben wir Südwind, direkt aus dem nahen Afrika, sanft zu uns herüber wehend.
Der Wind ist sehr warm, feucht und riecht auch irgendwie exotischer.

Was ist für heute angesagt?
Der ADAC empfiehlt einen Abstecher nach Caltabellotta, 1000 Meter hoch, in den Bergen.
Ein Schwalbennestchen am Hang soll es sein, Charme haben und einen Blick weit über die Berge und Meer öffnen.
Roger der I, der Normannenkönig (1090), hat hier seine Festungsanlagen hinterlassen und 4000 Jahre alte Gräber sollen zu bestaunen sein.

Wir schrauben uns langsam die Berge hoch, genießen den rundum Fernblick und kommen endlich in Caltabellota an.

Charme? In soviel Beton? Und die paar Ruinen? Nein! Das war es wirklich nicht wert.
Der ADAC hat hier maßlos übertrieben.

Wer dennoch die Tour unternehmen möchte ( Entfernung 60 km von der Küste über Santa Anna, Hin- und Rückweg), der kann unterwegs reichlich Wasser fassen, so viele, eingefasste Quellen passieren wir, und füllen selbst natürlich auch nach.

Ein SP bietet sich links direkt am Eingang zur Stadt an (Parkplatz) und dieser auch gleich mit Fernblick mit westlicher Ausrichtung zur Küste und somit garantiertem Sonnenuntergang.
Es ist heute recht kühl hier oben, wir sind in Wolken gehüllt.

Eine kleine Tour unternehmen wir dennoch, dann geht es zurück, durch Olivenplantagen und Mandelhainen, an das azurblaue Meer.
Ereclea Minoa ist unser zweiter Anrollpunkt für den heutigen Tag.

Hier finden sich minoische Reste (Amphitheater aus dem 3. Jh.v.Chr.), die aber bei weitem nicht so attraktiv sind, wie die 75 Meter hohen, weißen Kreidefelsen, unterhalb der Ausgrabungsstelle.
König Minos soll in Ereclea übrigens verstorben sein.

Hier kann man, einmal um das kleine Capo wandern und direkt tief in den Abgrund schauen. Das ist aber nichts für Leute die Höhenangst haben,
Einen Zaun gibt es hier nicht.

Der kleine Spaziergang am Abgrund lohnt sich sehr und ist hundertmal Fotomotiv mehr, als der schönste Sandstrand mit Palmen.

Ein atemberaubendes Panorama, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Wer also die E 931 (Bundesstrasse 115) zwischen Agrigento und Sciacca rollt, sollte die 3 km Abstecher zum Meer hin unternehmen, und zwar unbedingt.
Der Name der Ausfahrt lautet Ereclea Minoa.

SP-Empfehlung 1: Parkplatz vor den Ausgrabungen (… nach 18 Uhr) oder seitlich, an den weißen Kreidefelsen ( … kleine Parkbuchten) anschmiegen.
In 80 Metern Höhe hat man den universalen Blick über eine riesige Bucht, über den so malerischen und weithin dominanten Kreidefelsen.

SP-Empfehlung 2: Hinunter in den Ort fahren und sich ein Plätzchen unter den hunderten von Pinien, an der Beach suchen.
Meist in der Nähe eines Restaurants und vielleicht mit einem Dinner verbunden.

Wir wollen aber heute noch etwas weiter, an das Meer, denn der Tag ist noch so jung.
Torre Salza ist unser Ziel, nur 3 km von den Kreidefelsen entfernt, ist Ziel für den heutigen Tag.

TORRE SALZA AGRI-SP IST KEINE SP-EMPFEHLUNG!!!

Gibt es sie noch Zeichen (Schilder!) und Wunder?
Ein großes, blaues Reisemobilschild jedenfalls, wie wir es aus Deutschland kennen, weist uns den Weg.
Super ausgeschildert, durch viele Kurven uns begleitend, erreichen wir einen kleinen Agri-Platz, hoch oben, über dem Meer, aber mitten im Nirvana und ohne jegliche Aussicht auf die hier so üppige Landschaft und Natur.

Die Dame kommt auch gleich zur Sache: € 16,00 die Nacht für Camper und 2 Personen, € 2,00 für Strom und € 2,00 für die Duschen, pro Person, will sie haben.

Wir fragen noch freundlich lächelnd nach, ob es sich bei diesem Preis, um ein All-inklusiv-Offer, nebst Fahrzeugwäsche und Ölwechsel handelt und drehen auch sofort wieder ab.
Wer uns folgt und hier rollt, sollte sich von den blauen Schildern jedenfalls nicht locken und abzocken lassen.
Übrigens stand dort oben auch kein anderer Gast.

HIER STEHT MAN GUT …

Dann rollen wir ins Tal, folgen der Beschilderung zur Marina, die eigentlich keine ist und nur aus drei Strandrestaurants und Bars besteht, die aber, um diese Zeit längst geschlossen haben.

Ein Verbotsschild für Camper kennzeichnet den Weg.
Doch wir lassen uns nicht beirren, rollen durch die Einbahnstraße und stehen an einem wunderschönen Sandstrand, namens Solero Beach und können Richtung Westen der Länge nach die Kreidefelsen bewundern.
Richtung Osten öffnet sich eine gewaltige Bucht.

Unsere Nachbarn? Sieben weitere Reisemobile und davon Vier aus Deutschland.
Einige stehen schon etwas länger hier.
Einen Thüringer erkennen wir von dem SP in San Vito lo Capo wieder.

Sie alle waren zuerst auch den blauen Schildern gefolgt und haben, wie wir, bei den Preisen, für solch einen Platz und das dazu noch um diese Jahreszeit, mitten im Nichts, kehrt gemacht.

Die Carabinieri schauen ab und an mal vorbei, sagen aber nichts, so wird uns berichtet.

Das lassen wir uns auch gefallen und bleiben, direkt, mit voller Breitseite zum Strand, bei etwas Sonne und sehr warmen Winden aus Afrika, stehen.

Am Abend kommen vier Italiener, drei davon arbeiten im Sommer in Deutschland.
Es kommt eine kleine Unterhaltung zustande bei der sich herausstellt, dass der Ältere der Aufseher der Gegend hier ist.

Freies Stehen hier, ist dann ja wirklich kein Problem.

Trinkwasser gibt es ca. 4 km weiter, wenn man vom SP aus Richtung Hauptstrasse nach Agrigento fährt. Hier befinden sich ein Brunnen und eine Zapfstelle, vor einem haziendaähnlichen Anwesen.

Leider haben wir hier keinen Empfang mehr und können auch keinen Reisebericht in das Forum stellen.


Tag 059 / 26.10.2007 / ca. 0 km / ... ein fauler Tag an Solero Beach

Die Sonne weckt uns, die Nacht war ruhig, aber der Wind hat gedreht.
Er ist etwas frischer, dennoch ist es recht warm.

Am Morgen ist erst einmal eine Innenreinigung fällig.
Der Sand der letzten Tage muss aus dem Wagen.

Den Rest des Tages werden wir heute und hier am einladendem Strand vergammeln.
Die Wassertemperatur des Meeres beträgt immerhin noch 19,5 Grad.
Heute Nachmittag waren es 24 Grad im Schatten.
Die Terrasse einer der Bars wird unser überdachtes Domizil.

Es ist Vollmond und mit dem Mond, kommen nachts die Angler, die auf größere Doraden jagt machen.
Wir setzen uns an den Strand, bei immer noch 22 Grad um 23:00 Uhr und schauen ihnen zu.


Tag 060 / 27.10.2007 / ca. 200 km / … von Agrigento nach Marina di Modica

Es ist Sonnabend und erfahrungsgemäß werden die Strände dann voll.
Italienische Familien feiern eben gerne laut und lange am Strand.
Daher brechen wir auf, wollen die Ruhe der letzten Tage weiter geniessen.
NACH FRUST KOMMT DIE LUST …

Schnell, 30 km, sind wir in Agrigento und froh, das wir wie auf einer großen Bühne über die hohe Stelzenstraße vor der Hochhauskulisse herfahren können und nicht irgendwie durch die Gassen der 60.000 Einwohner zählenden Stadt durchmüssen.

So sind wir auch schnell durch mit Agrigento, welches man als Stadt eher nicht empfehlen kann (… sagt auch der ADAC).

Was, wer Geschichte liebt, erlebenswert ist, ist das Tal der Tempel von Agrigento.
Am östlichen Stadtausgang befindet sich ein eigentlich viel zu kleiner, gebührenpflichtiger Parkplatz, auf der rechten Seite.
Von dort aus kann man mit einem Ticket das Tal der Tempel durchwandern.
Oben in den Bergen ziehen sich noch weit den Gipfeln hinauf die Überreste des einstigen Griechensiedlung aus dem 5 Jh.v.Chr.
Gekrönt wird die alte Stadt von einer Akropolis, die hoch in den Himmel aufragt.

Von Agrigento rollen wir weiter. Weiter Richtung Gela.
Alles was wir wollen ist einen schönen, ruhigen Platz am Meer und hoffen ihn auch bald zu finden.

Gela von Westen kommend ist eine Retortenstadt im entstehen.
Überall Neubauten, Anlagen, Siedlungen, Parks und Einkaufszentren.

Der östliche Teil Gelas ist ursprünglich und heute wie ein Ameisenstaat, den wir durchfahren müssen.
Es herrscht Hochbetrieb und die typisch italienische Parkweise sorgt für das entsprechende Chaos.

Hinter Gela beginnen die riesigen Plantagen.
Millionen Quadratmeter Plastik decken hier zeltartig die Tomatenstauden ab.

Die Straße 115 führt zwar sehr küstennah am Meer (… fast am Meer) entlang, gibt aber kaum einen Blick auf das selbige Preis.
Der Straßenzustand lässt sehr zu wünschen übrig.
Es kommt Frust auf. Hier zu rollen lohnt sich wirklich nicht.

ZUM FRUST KOMMT DIE WUT …

Nächstes Ziel wäre Scoglitti und vielleicht gibt’s ja hier ein Stellplatz.
Das Städtchen ist fast leer, aber wir fahren uns dennoch fest, müssen zurück.
Ein Fahrzeug ist auf der Durchgangsstraße so quer geparkt, das für uns zwischen Bäumen und geparktem Wagen kein Durchkommen ist.
Wir sind sogar gezwungen, verkehrt in zwei Einbahnstraßen zu fahren, um überhaupt auf dem engen Knäul von Straßen, den Ort verlassen zu können.

Dann müssen wir einen 12 km langen Umweg in Kauf nehmen, um an Scoglitti herumzukommen.

Überall hier, entlang der B 115 liegt Müll. Jede kleine Parkbucht ist mit Hausmüll gefüllt und nicht nur das, er stapelt sich teils Meter hoch.
Fernseher, Kühlschränke, ganze Sesselgruppen und zugeknotete Plastiktüten verschandeln die Landschaft.
Man muss die Fenster beim fahren schließen, um sich nicht die Fliegen zu Scharen einzufangen.

Jede Abzeigung, jede auch noch so kleine Lücke zwischen Asphalt und Landschaft, ist eine Müllhalde.

Wir werden wütend über soviel Sauerei und Umweltverschmutzung.
Machen sogar ein Foto, weil es so unglaublich ist, was hier passiert.

Jedenfalls ist die Strecke von Gela bis nach Marina di Ragusa auf keinen Fall eine Empfehlung.

Marina di Ragusa hingegen ist ein netter und schön anzuschauender Ort.
Hier wären wir gerne zwei Tage geblieben.
Platz gibt es am Meer auch genug.
Die überdimensionierten Hinweisschilder gegen das Parken von Reisemobilen aber, machen uns trotzig und wir rollen weiter, denn hier sind wir nicht willkommen.

Übrigens beträgt die Sichtweite heute, bei eigentlich klarem Wetter, höchstens nur 10 Kilometer. Der Südwind bringt uns Staub und Sand aus der Sahara.
Die Sonne kommt durch diese Staubschicht in der Luft nicht hindurch und wir haben so ein verklärtes, schummriges Zwielicht, den ganzen Tag.


ES KOMMT DIE LUST, NACH ALL DEM FRUST …

Nach weiteren 15 Kilometern probieren wir, in der Hoffnung auf ein Plätzchen für die Nacht die Abfahrt Marina di Modici und … wwwwwwwwoooooooohhhhhh.

Auf der Piazza Donatello, direkt am Meer, mit herrlichen Palem und Strand und Promenade, stehen bereits 15 Reisemobile.

Für uns ist ein Plätzchen in der ersten Reihe frei, unter Palmen und neben Blumenbeeten.

Das ist die Belohnung für den Frust und die Wut des heutigen Tages,
Wir packen aus, stellen Stühle und Tisch neben die Promenade, zwischen Blumenbeeten und Palmen und hören dem Rauschen des Meeres zu.

JEFF und GITTE am 27 Okt 2007 15:17:15

Fotos

JEFF und GITTE am 27 Okt 2007 15:18:35

fotos

maximilian am 27 Okt 2007 17:59:32

Na super, der Platz in Marina di Modica sieht doch toll aus, wie für Euch geschaffen.

Mit der Landkarte fahre ich die Strecke mit Euch ab. In Marina di Modica ist in meinen Unterlagen kein Parkplatz oder Stellplatz angezeigt, auch von ccg nicht.

Alles Gute noch und schönes Wochenende.

Traudl am 27 Okt 2007 18:30:01

Da seit ihr wieder mal über einen schönen Platz gestolpert :wink:

Die Barockstadt Modica liegt nur ca.15 Minuten Autofahrt von Marina di Modica entfernt und ist das, was man sich unter einer typisch sizilianischen Kleinstadt vorstellt. Eindrücksvoll ist die Altstadt Modicas mit ihren zahlreichen Barockkirchen, wie z.B. dem "Dom von San Giorgio", sowohl bei Tag als auch bei Nacht!

Marina di Modica ist mit Sicherheit noch einer der wenigen Flecke auf der sizilianischen Insel, welcher noch nicht vom Tourismus überlaufen ist. Hier, sowie in der ganzen Region von Ragusa, kann man das wirkliche sizilianische Leben kennenlernen!



Ob ihr dem Reiseführer damit recht gebt?

Schönes Wochenende euch beiden.

Gast am 28 Okt 2007 09:25:09

Hallo,
ihr habt nun einen unserer Lieblingsabschnitte Siziliens befahren!! Erläutern möchte ich noch, daß mittlerweile der SP am Torre Salsa tatsächlich offenbar ziemlich hochpreisig ist, man von diesem in 10 Minuten Schüttelstrecke aber auch zum weitläufigen Strand hinunterfahren kann. Dort unten haben wir schon im August (denn da waren wir bislang zumeist auf der Insel, weil es da RICHTIG schön warm ist und das Leben tobt) ausgesprochen hübsche Tage und Nächte zugebracht. In dem Bereich handeln übrigens auch die Commissario-Montalbano-Bücher, die ich für die Sizilien-Reisen stets im Gepäck habe. Man kann ziemlich weit kurz oberhalb des Strandes bis fast hinter fahren zu den weißen Kalkfelsen, die man von eurem Ausblick Eraclea Minoa auch am andern Ende der Sandbucht erkennen kann und es gibt sogar Süßwasserduschen am Strand - welcher Luxus in der trockensten Region Siziliens!!
Dies möge dann ein wenig den abzudrückenden Betrag rechtfertigen.
Nicht grad im Juli und August, aber ansonsten sollte man auch ohne den Agriturismo dort irgendwo stehen können, zumindest genau in der Mitte der großen Sandbucht, es steht ein Kiosk da und die Teerdecke geht bis eben vor den Sandstrand.
Der Abschnitt um Licata/Gela und die Treibhauskolonien bis zum Meer weiter östlich sind tatsächlich keine Augenweide, Gela ist ja auch das Kriminialitätszentrum der ganzen Insel und man tut als Tourist gut dran, dort Gas zu geben, es gibt fürwahr schönere Ecken und Städte.
An den überall präsenten Müll muß man sich tatsächlich auch gewöhnen, wir waren bisher immer von Palermo mit dem Schiff wieder nach Norditalien gefahren - und haben schier einen "Kulturschock" erlitten, als wir den nächsten Halt am sauberen und gepflegten Gardasee einlegten ...
Euch trotz aller Widrigkeiten noch eine schöne und endrucksvolle Reise, die ich gespannt mitverfolge, wohin es euch noch verschlägt!!
Was macht eigentlich der Etna zur Zeit? Verhält er sich ruhig?

JEFF und GITTE am 28 Okt 2007 12:23:23

Tag 061 / 28.10.2007 / ca. 0 km / Marina di Modici

Gestern Abend bekamen wir überraschend Besuch.
Ein Ehepaar, welches vor uns in San Capo lo Vito stand, hat sich auch hierher verirrt.
Wir unterhalten uns eine ganze Weile.


EINE UNRUHIGE NACHT … - GEFOLGT VON EINEM UNRUHETAG …

Wir können nicht einschlafen. Es sind 28 Grad im Wagen, gleichwohl eine leichte Brise geht und die Fenster und Luken offen sind.
Der Wind kommt vom Süden, ist aufgeheizt und konnte sich die kurze Strecke über das 20 Grad warme Meer nicht abkühlen.
Die Luftfeuchtigkeit tut ihr übriges, 78 % zeigt das Hygrometer.
Zudem ist die Brandung sehr laut. Die Wellen rollen nur so an den Strand und brechen sich an den Felsen.

Endlich, gegen morgen etwas weggedöst, wird es draußen, gegen 5:00 Uhr, laut.
Sonntags ist auf diesem Platz hier Markt, haben wir den Abend zuvor erfahren.
Die ersten Marokkaner, Senegalesen und Vietnamesen rollen an.
Machen die Nacht zum Tag. Musik erklingt und Türen schlagen.

Gegen 9:00 Uhr sind wir auch schon zur einen Fahrzeugseite hin völlig umzingelt.
Taschen, Gürtel, Haarspangen, Sandalen und allen Kram, von minderwertiger Qualität und den eigentlich kein Mensch wirklich braucht werden direkt vor unserem Seitenfenster und Fahrzeugfront angeboten.

Nur die Katzen erfreuen sich der Abwechselung vom Blick aufs Meer, nun auf die zahlreichen Menschen, die sich durch die Gänge des Marktes bewegen.

Zwischen Palmen und Ausstieg haben wir unsere Stühle gestellt und können das bunte Treiben beobachten.

TYPISCH DEUTSCH ? …

Ein deutscher Wohnmobilist, der hier in Marina di Modici immer für 4-5 Monate überwintert reist an und stellt erbost fest, dass der Platz, den er schon „immer“, die letzten sieben Jahre, belegt hat, vergeben ist.

Und was macht er?
Er geht hin und motzt den Anderen, einen Landsmann übrigens, an und erklärt aufgebracht, das dieser Platz quasi sein Eigentum geworden ist und er das Recht hätte hier zu stehen, wo doch der Andere nun steht.
Ist dies nun zum Lachen? Oder zum Weinen?
Hätte er den Hals auch so aufgerissen, wenn ein Italiener dort gestanden hätte?

Jedenfalls ist der SP in Marina di Modici auf der Piazza Donatello eine klare 5-Sterne-Empfehlung von uns.
Der versteckte Wasserkran am Boden befindet sich zwischen der Promenade und Parkplatz, wo drei große Palmen, von Ziegeln eingerahmt, stehen.
Gras verdeckt ihn, also ist etwas suchen erforderlich. Immer dem Ziegeln, parkplatzseitig, folgen, dann kann man ihn eigentlich nicht verfehlen.

EIN WEITGEREISTER NACHBAR …

Unser Nachbar, aus dem Hundsrück, 69 Jahre jung, erzählt uns von seinen Reisen und wir können nur neidisch werden.

Den Iran, Pakistan, Indien, Nepal, Südafrika und zuletzt Südamerika ist er mit seinem Bürstner schon gerollt.
Mit der Grimaldi-Linie ist er hinüber gefahren, € 3.400 one-way, hat das Ticket gekostet, 9 Wochen auf Überfahrt, mit vielen Stops an der Elfenbeinküste, wo Autos entladen wurden.
Bis Feuerland war er und insgesamt 11 Monate unterwegs.
Auch in Australien hat er schon bereist.
Da haben wir ja einen echten Nachholbedarf an Kontinenten und Ländern.

Gefangen im Markttreiben können wir heute, bis zum Anbruch der Dunkelheit, wenn sich hier alles auflöst, nicht viel unternehmen und schauen auf Teppiche, Textilien, Leder und Elektrogeräte.

Das Wetter? Wir haben Schlieren am Himmel, der Wind weht von Süden, das Außenthermometer zeigt 27 Grad.
Wenigstens das Bier ist schön kühl.

JEFF und GITTE am 28 Okt 2007 12:28:35

Mangels E-Mail-Adresse auf diesen Weg. Für RIDER!

Gast am 28 Okt 2007 21:37:42

Hi Jeff, Hallo Gitte,
sorry, mit der mail addy das war mein Fehler. Näheres per PN und mail.
Herzlichen Dank für die Montagen.
LG Rider & Co

JEFF und GITTE am 29 Okt 2007 10:11:50

Tag 062 / 29.10.2007 / ca. 0 km / Marina di Modici


12 STUNDEN REDEN, … OHNE PUNKT UND KOMMA …

Wir dachten immer, ohne Punkt und Komma, stundenlang sich unterhalten zu können wäre die angeborene Begabung, ausschließlich weiblicher, Kaffeekränzchenschwestern.
Weit gefehlt!
Unsere beiden Senegalesen vom Marktstand, direkt neben uns haben, so glauben wir, einen neuen Weltrekord aufgestellt.
Dies auch in Sachen Redegeschwindigkeit.
Von 9:00 bis 21:00 Uhr hatten sie sich gestern ununterbrochen etwas zu erzählen.

SAUBERMACHEN …

Nachdem die Marktleute abgebaut haben und verschwunden sind, ist der Platz vermüllt. Plastikverpackungen, Kartons und Papier dominieren den so schön angelegten Platz vor den Palmen und Mee.
Wir und weitere 10 Reisemobilisten die hier stehen, beginnen das Reinigen des Platzes.
Bella Italia … ?!

INTERESSANTE GESCHICHTEN …

Bei einigen Bierchen lauschen wir am Abend den Geschichten unseres Nachbarn.
Indien, Nepal, Iran, Afghanistan … , spannend!



SAND UND FEINSTAUB AUS AFRIKA …

Vermutlich die ganze Nacht haben, unsere afrikanischen Freunde, auf der anderen Seite der „sizilianisch-afrikanischen Badewanne“, ihre Staubsaugerbeutel ausgeschüttelt und irgendetwas Süßes gegrillt.

Rotgelber Sand und Feinstaub liegt auf den weißen Karossen der Reisemobile und die Sichtweite ist doch etwas beeinträchtigt.
Die Brise vom Süden duftete irgendwie gewürzartig-süßlich und exotisch.
Aber, es ist angenehm, sommerlich warm und das genießen wir vollends.

Wir bleiben noch mindestens einen Tag hier.

Beduin am 29 Okt 2007 16:54:59

hihihi

is ja heiss :) ihr mitten drin.
Ist uns in Frankreich mal passiert, aber als der Krach los ging habe ich mich ganz schnell ganz erfolgreich verdrückt.

Machts euch noch schön :)

Gast am 29 Okt 2007 17:00:38

aber als der Krach los ging habe ich mich ganz schnell ganz erfolgreich verdrückt.


Feigling, hättest Du doch einfach das Fenster aufgemacht und Kaffee raus verkauft :-)))))))))))))))))

Ich lerne Dir das Marktfahren schon mal :D :D

Peewee am 30 Okt 2007 10:33:32

Das ganze Szenario - mit Womo auf Marktplatz - stelle man sich mal in Deutschland vor. Hätte sofort Polizei und Politessen an den Start gerufen.Schön zu sehen, dass es auch ganz entspannt geht.

LG Peewee :) :)

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