Ich glaube, dass in diesem Thread – und auch in anderen zu dem gleichen Thema – etwas durcheinander gerät. Nach der Diskussion um den Womo-Knacker-Schreck ging es ziemlich schnell nur noch um angebliche Gasüberfälle und die Frage, ob
Gaswarner dagegen sinnvoll seien. Einige meinen, Gasüberfälle könne es gar nicht geben, weil dafür jeder Beweis fehle. Kopfschmerzen und Übelkeit am nächsten Morgen, nachdem man ausgeraubt worden ist, könnten also nur durch Erschöpfung am Vortag oder zuviel Alkohol am Abend bewirkt worden sein. Andere meinen, es gebe glaubwürdige Aussagen von Betroffenen und der Polizei, dass die Auswirkungen am nächsten Morgen nur durch Betäubung der Bewohner erfolgt sein könnten.
Ich denke, dass man zwei verschiedene Situationen unterscheiden muss. Zum einen die, dass die Täter von außen Betäubungsgas in das
Womo einleiten und dann, wenn die Bewohner betäubt sind, einbrechen und die Wertsachen stehlen. Das ist aber nur mit Riesenmengen an Gas möglich und schon deshalb äußerst unwahrscheinlich. Auch müssten die Täter dann ja, um nicht selbst betäubt zu werden, mit Gasmasken eindringen. Diese Situation ist also sehr unwahrscheinlich.
Die zweite Situation erscheint mir als die einzig realistische : Die Täter öffnen – und das soll ja in Sekunden und nahezu lautlos möglich sein – die Beifahrertür, warten, ob sich drinnen etwas regt und wenn das nicht der Fall ist, betäuben sie die Insassen, z.B. mit Chloroform, das sie auf die Kopfkissen träufeln oder mit einem damit getränkten Lappen, den sie über die Gesichter der Schlafenden halten) und rauben dann den Wagen aus. Das so etwas möglich ist, wird wohl niemand bestreiten wollen.
Wenn man nun hört und was die Polizei in ihren Berichten auch immer wieder schreibt, Bewohner seien narkotisiert worden, kann man das nicht mit der Behauptung bestreiten, dafür seien ja Riesenmengen an Gas notwendig, die hätten eingeleitet werden müssen. Das Narkotisieren kann doch auch – und viel wahrscheinlicher – im Rahmen der zweiten genannten Situation erfolgt sein. Ist denn bei all den Aussagen, Bewohner eines Womos seien narkotisiert worden (was man wohl nicht einfach durchweg als Hirngespinst abtun kann), gesagt worden, das könne nicht nach dem Eindringen in das Womo erfolgt sein, sondern durch vorheriges Einleiten von Gas ? Sind irgendwo Spuren entdeckt worden, die auf das Einleiten von Gas schließen lassen ? Ich habe beides weder hier noch in den anderen zu diesem Thema erfolgten Threads, auch nicht in den zitierten Polizei-Protokollen, gelesen.
Schlussfolgerung ist für mich : Gaswarner sind Unsinn (Ich habe mir allerdings selbst als Neuling vor fünf Jahren so einen einbauen lassen, ihn aber nach einigen Fehlalarmen nie wieder aktiviert). Sinnvoll sind alleine Alarmanlagen oder gut gesicherte Türen (siehe das Thema dieses Threads „Womo-Knacker-Schreck“).