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Ist der Ford Transit mit Frontantrieb lebensgefährlich? 1, 2


Gast am 12 Okt 2008 11:12:24

Zitat aus der aktuellen RI Heft 11/2008 Seite 66 ff:

"Bei beladener Heckgarage macht der Ford Transit mit Frontantrieb auf Mustang: Er scharrt mit den Hufen und bockt bei Bodenwellen. Beruhigt ihn eine Luftfederung?"

Weiter heißt es:

"Schon im Leerzustand sitzen die Anschlagpuffer auf. Beladen werden sie stärker zusammengedrückt, lassen kaum noch Federweg zu und beeinflussen so Fahrkomfort und Kurventraktion."

Abhilfe sollen nachträglich einzubauende Luftbälge schaffen. Wieso nachträglich, auf Kosten des Käufers?? Wie kann so ein Fahrzeug durch die Zulassungsbestimmungen kommen und die internen Tests des Herstellers, in diesem Falle Dethleffs, passieren. Hat es keine Fahrtestes gegeben??

Wie soll man kritische Situationen meistern (ausweichen, versehentlich zu schnelles anfahren einer Kurve usw.), wenn das Fahrzeug schon im normalen Fahrbetrieb hoffnungslos überfordert zu sein scheint? Wie soll man mit so einer traktion auf nassen, geschweige denn verschneiten Fahrbahnen sicher unterwegs sein?????? Ich fasse es nicht, was so ausgeliefert wird.

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Friedrich am 12 Okt 2008 11:51:13

Hi ratanplan,
schau Dir doch die Überlängen bei praktisch allen Herstellern an. Zwei Meter hinter der Achse sind ja fast normal. Und:natürlich befindet sich im Überhang die obligatorische Garage. Bei leistungsstarken Fahrgestellen mag das vertretbar sein, aber sonst gehören solche Bauarten nicht auf die Straße. Sitzt noch der Wassertank im Heckbereich, wird einem Bange wenn man die Fahrzeuge viel zu hecklastig an einem vorbeifahren sieht.
Frieder

johet am 12 Okt 2008 13:33:30

Hallo rantanplan und Frieder,

die von Euch völlig zu Recht angesprochene Problematik existiert seit vielen Jahren. Offiziell, d.h. nach Herstellerauskunft, entspricht der Hecküberhang den gesetzlichen Vorschriften bzw. der einschlägigen Norm.

Seit vielen Jahren kämpfen wir (als Reiseveranstalter) gegen diese in der Praxis z.T. sehr gefährlichen Konstruktionen. Bei manchen Herstellern (so auch Dethleffs) gab und gibt es Überhänge von bis zu 3 (!) Meter. Die Heckgaragen sind entsprechend voluminös und werden vom Fahrzeugbenutzer auch bis zum Rand vollgeladen, was die Traktion natürlich beim Fronttriebler noch mehr verschlechtert.

Ein sicheres Fahrverhalten ist dann bei geringstem Seitenwind, plötzlichen Ausweichmanövern u.ä. nicht mehr gegeben. Aufsitzen bei Zufahrten zu Campingplätzen, die nicht völlig eben sind, bei Fähren oder in Serpentinen ist völlig normal, da unter diese riesigen Überhänge auch noch Wasser- oder Abwassertanks, Reservereifen und andere Dinge gebaut wurden.

Rantanplan – was bitte sind Fahrtests? Könntest Du das bitte einem Hersteller mal buchstabieren? :roll:
Du wirst doch nicht im Ernst glauben, daß es so etwas auch nur bei einem Hersteller gibt. In meiner ganzen bisherigen Tätigkeit habe ich noch keinen einzigen leitenden Mitarbeiter (aus dem technischen Bereich oder aus dem Marketing) getroffen, der selbst (außer auf Showveranstaltungen) sein eigenes Produkt fährt, geschweige denn damit auch Urlaub macht. Wo soll dann die praktische Erfahrung herkommen?

Und Deinem letzten Satz ist wirklich nichts hinzuzufügen:
Ich fasse es nicht, was so ausgeliefert wird

Herzliche
Johannes

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Eileen am 12 Okt 2008 15:40:50

Wenn ich so Kisten mit riesen Ueberhanegen (und schweren Lasten hinten und dann auch noch Vorderradantrieb) sehe, dann frage ich mich immer:

Hatten die Hersteller und Kaeufer dieser Konstruktionen eigentlich keine Kindheit?

Haben die nie auf einer Wippe gespielt ?

Wirklich ...da braucht's doch echt kein Ingeniersstudium dazu

Lauterberger am 12 Okt 2008 16:14:57

Ein Ford Fahrgestell kannte ich bisher nur als Hecktriebler
:?:
Das Ideal beim WOMo ist wohl der Hinterradantrieb !

Bei unserem alten 660 Hymer mit Zwillingsreifen gab es eine Zuladung von 1,6 to und unseren Roller hinten drauf hast du nicht bemerkt.

Am Nachfolger auf Fiat 614 Hymer hatten wir eine riesige Heckgarage mit zwei großen Türen, verlockt natürlich zum Beladen. Roller,Fahrräder und vieles Weitere machte sich in der Traktion insbesondere bei Nässe und bergauf gewaltig bemerkbar.
Bei solchen Fahrwerken und Frontantrieb sollte ab Werk eine Luftfederung eingebaut werden.

Auf einer nassen Moselwiese habe ich mit Frontantrieb jedesmal wieder Bedenken, heil herunter zu kommen.

Dietmar

Eileen am 12 Okt 2008 16:25:10

Na ja, auch bei Hinterradantrieb kann man es mit den Ueberhaengen und den schweren Gewichten am langen Hebelarm uebertreiben.

Da hat man zwar keine Traktionsprobleme, aber was hilft die beste Traktion wenn die Vorderraeder mangels Bodenhaftung kaum noch lenkbar sind und in kritischen Situationen nur noch geradeaus fahren.


Ich merke das auch bei meinem Hecktriebler. Ich hab' zwei Frischwassertanks. Einen genau auf der Hinterachse, den anderen ein ganzes Stueck dahinter. Auch der Abwassertank und der Festtank der Toilette sitzen sehr weit hinter der Achse. Wenn ich mal ein laengeres Wochenende wegfahre (ohne zu entsorgen) und mache zuerst den vorderen Tank leer (und pumpe den quasi um nach hinten in die Abwassertanks) und hab den anderen Wassertank noch voll ...also da wird die Lenkung schon ganz schoen schwammig. Den zweiten Frischwassertank leerlaufen lassen, und schon wird's besser.

Seither achte ich drauf, dass ich immer erst den hinteren Frischwassertank leermache.

Nordmann am 12 Okt 2008 17:04:15

Manch großer Alkoven und Integrierter auf Transporterfahrgestell braucht wohl den langen Überhang, um dadurch die Schwachstelle "Vorderachse" zu kompensieren. Diese sind häufig für solche Aufbauten zu schwach. So begegnet man einer unzureichend dimensionierten Vorderachse mit Mehrgewicht auf der Hinterachse. Am Ende ist nicht ein Problem wirklich vernünftig gelöst.


Nordmann

Gast am 12 Okt 2008 17:47:30

Ich habe dies auch schon in anderem Zusammenhang mal geschrieben:

Ich hatte auch schon zwei Karmänner mit Heckantrieb. Ich muss sagen, dass ich damit nicht wirklich zufrieden war. Die schaukelten, dass den Kids hinten im Fahrzeug schlecht wurde. Also wurde mit Stabis nachgerüstet usw..

Dann fuhr ich diverse Zweiachser mit Frontantrieb, hauptsächlich Knäuse. Die schaukelten auch, aber nicht so schlimm. Mit Luftbälgen war das Problem ganz gut lösbar.

Da ein MAN nicht in Betracht kommt, bleibt also nur der Iveco oder eben der Fiat mit Tandem. Nach einer ausgiebigen Probefahrt eines Concorde 790 auf Iveco sind wir wieder beim Doppelachser-Fiat gelandet und damit sehr glücklich. Der hat das mit Abstand beste Fahrgefühl und eine ausreichende Traktion, jedenfalls der Eura. Der Frankia A800 mit Tandemachse war etwas schlechter, weil er auf der Vorderachse leichter war.

Versuch macht kluch. Ich hab´s probiert, auf den vielbeschworenen Hinterradantrieb zu wechseln, komme aber vom Popometer her nicht vom Tandemachser los. Mein Eura kennt keine durchdrehenden Räder, wie sie vom Ford jetzt in der RI beschrieben werden. Der Tandemachser schaukelt sich auch nicht auf. Er ist nicht windempfindlich, im gegensatz zu allen zwieachsern bisher. Er nimmt schwere Lasten in der Heckgarage nicht wahrnehmbar übel, also nicht übel. Im Stand brauche ich an sich keine Kurbelstützen, weil er so schon recht fest steht, usw. usw.. Ich werde übrigens nicht vol ALKO gesponsort, wobei Alko ja auch Zweiachser beliefert. Natürlich hat auch der Eura mit Tandemachse seine Grenzen und man kann sich festfahren, keine Frage. Aber auf 99,9 % der Strecken, die wir fahren, habe ich mit dem Tandemachser ausgesprochene Vorteile. So die Rückmeldung auch aller Mitfahrer und nach Fahrversuchen über ca. 200.000 km im Womo mit verschiedensten Größen, Grundrissen und Fahrwerken. Anderenfalls es ja kein Problem gewesen wäre, einfach beim Heckantriebler zu bleiben oder den Iveco zu nehmen.

Deshalb auch meine Entrüstung über diesen Murks, der da auf den Markt geworfen wird; zumal es auch noch gefährlich ist, nicht für die Insassen, sondern auch für die anderen Verkehrsteilnehmer.

bert am 12 Okt 2008 20:43:50

Frontantrieb ist nun mal billiger, auch wenn es keinen Sinn macht.
Ein wenig kommt es auch auf die Käuferschicht an.
Jeder will alles an Luxus in so einem Ding eingebaut haben.
Heckgarage, Klima, Sat, Solar, gr. Kühschrank, Backofen......
Das soll dann noch bis 3,5 Tonnen und Frontantrieb möglich sein?

Vor einiger Zeit ist ein Ducato Wohnmobil ( der Neue) vor mir gefahren.
Der ist an der Hinterachse bei Bodenwellen regelrecht gehüpft, wirkte als wenn das Fahrzeug schon an den Aufschlaggummis aufsitzt.
Hinten einen Roller drauf und die Garage wohl bis oben hin angerammelt.



Ein weiteres Beispiel ist der neue Chausson, der hat Heckantrieb und Zwillingsreifen.
Dadurch sicher eine gute Ausgangsbasis mit dem Ford.
Wird in Österreich mit fahrbarem Gewicht mit 3280kg ausgeliefert und als 3,5 Tonner zugelassen (7,3m Alkoven).
Da braucht man unbedingt eine rosarote Brille um kein Überladungsproblem zu sehen.
Auch wenns "NUR" gesetzlich und nicht technisch/ lebensgefährlich ist!!
So weit kann auch jeder Polizist ohne Waage rechnen.

Bert

heiinjoy am 13 Okt 2008 07:19:06

Hallo Leute,

ich denke die Frage ist falsch gestellt. Der Transit ist ein gutes Fahrzeug. Ich habe ihn selbst als Unterbau für meinen Laika, allerdings mit Heckantrieb und Luftfederung. Die Fahreigenschaften sind top und ich kann ihn nur empfehlen.
Die Frage ist, was macht der Hersteller von Wohnmobilen daraus. Für jedes Fahrgestell gibt es einen Lastverteilungsplan. Vielleicht sollten die Auf- und Ausbauhersteller diesen einmal studieren und danach das Womo aufbauen. Bei Aufbau brauchen die Hersteller diesen aber leider nicht zubeachten. Sie müssen nur auf höchstzulässigen Achslasten achten.
Die zweite Frage ist, was machen die Womofahrer daraus. Was ich in den Sommermonaten so auf der Autobahn sehe, wiege und dann die Weiterfahrt verbiete, schreit zum Himmel.
Die dritte Frage ist, warum gibt es Käufer für solche Womo`s? Wenn diese Fehlkonstrucktionen nicht mehr gekauft werden, löst sich das Problem von selber. Jeder vernüftige Wohnmobilist sollte oder müßte wissen, dass 7,30m Aufbau nicht mit einem solchen schwachen Fahrgestell zumachen ist. Er kauft es aber trotzdem, weil es billig ist. Dann bitte schön, hinterher nicht meckern. Leider sind diese gefährlichen Gurken dann aber doch auf der Straße und gefährenden uns.

Viele

Heinz

Gast am 13 Okt 2008 07:44:43

heiinjoy hat geschrieben:Hallo Leute,

ich denke die Frage ist falsch gestellt. Der Transit ist ein gutes Fahrzeug. Ich habe ihn selbst als Unterbau für meinen Laika, allerdings mit Heckantrieb und Luftfederung. Die Fahreigenschaften sind top und ich kann ihn nur empfehlen.
Die Frage ist, was macht der Hersteller von Wohnmobilen daraus. Für jedes Fahrgestell gibt es einen Lastverteilungsplan. Vielleicht sollten die Auf- und Ausbauhersteller diesen einmal studieren und danach das Womo aufbauen. Bei Aufbau brauchen die Hersteller diesen aber leider nicht zubeachten. Sie müssen nur auf höchstzulässigen Achslasten achten.
Die zweite Frage ist, was machen die Womofahrer daraus. Was ich in den Sommermonaten so auf der Autobahn sehe, wiege und dann die Weiterfahrt verbiete, schreit zum Himmel.
Die dritte Frage ist, warum gibt es Käufer für solche Womo`s? Wenn diese Fehlkonstrucktionen nicht mehr gekauft werden, löst sich das Problem von selber. Jeder vernüftige Wohnmobilist sollte oder müßte wissen, dass 7,30m Aufbau nicht mit einem solchen schwachen Fahrgestell zumachen ist. Er kauft es aber trotzdem, weil es billig ist. Dann bitte schön, hinterher nicht meckern. Leider sind diese gefährlichen Gurken dann aber doch auf der Straße und gefährenden uns.

Viele

Heinz


Hallo , kann Dir nur recht geben.
Unser Ford Freetec 598 mit zwillingsbereiftem Heckantrieb hat leer 2910 Kg auf die Waage gebracht .
Mit uns beiden , allem Zubehör und komplett reisefertig beladen, Wassertank mit 50 l halbvoll, 3450 Kg.
Das Ding läuft wie auf Schienen , steckenbleiben gibt es nicht.
Was war das früher für ein Gegurke z.B mit dem kleinen Nasenbär vo Eura oder so was ähnlichem von LMC, da blieb man schon an der Wassertankstelle auf dem ebenen CP stecken und in Kurven auf regennassem Pflaster schoben die Kisten über alle 4 Räder nach außen.
Nie mehr Frontantrieb.
Nun erwarte ich einen Aufschrei aller DUC - Fahrer :D :D :D
lg
p

Gast am 13 Okt 2008 08:12:24

Natürlich ist der Fahrer dafür verantwortlich, ob er das zulässige Gesamtgewicht einhält oder nicht. Und letztendlich muss auch jeder selbst überlegen, ob er ein 7,30m Reisemobil in der 3,5t Klasse möchte....
Allerdings muss ich an dieser Stelle auch mal eine Lanze für den Frontantrieb brechen: Ich fahre einen Ducato mit Alko-Rahmen hinten dran (Bürstner 572-2) und finde das Fahrverhalten absolut klasse!!! Sicherlich laufe ich auch Gefahr, mit meinem Fahrzeug über 3,5 t zu kommen. Aber dennoch finde ich die Vorzüge der Ducato / Alko -Kombination überzeugend! Niedriege Bauweise (dadurch Doppelboden möglich) tiefer Schwerpunkt, breite Hinterachsspur....
Traktionsprobleme hatte ich bislang nur auf nasser Wiese, und darauf kann man sich meiner Meinung nach einstellen.
Das Vorderradantrieb billiger sein soll, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Die Fiat-Fahrzeuge auf Ducato-Maxi-Chassis sind mit Sicherheit für die 4,5 Tonnen geeignet, für die sie zugelassen sind. Und die 3-Achser (z.B. Hobby 725) liegen wirklich wie ein Brett auf der Straße!!
Ein anderes Problem ist angesprochene Überhang, da wundere auch ich mich über manche Konstrukteure. Diese Phänomen findet man aber auch bei größeren Fahrzeugen mit Heckantrieb (z.B. auf Iveco-Basis).

Viele ,
westy75

jonathan am 13 Okt 2008 08:48:33

westy75 hat geschrieben:Das Vorderradantrieb billiger sein soll, ist für mich nicht nachvollziehbar.

westy75

Vorderradantrieb ist billiger, weil alle antreibemden Komponenten in einer Baugruppe zusammengefasst und in einem Gehäuse untergebracht werden können. Geht einbauseitig bei der Herstellung viel schneller vonstatten als der kompliziertere Hinterradantrieb mit sep. Differenzial, mehrfach gelagerter-auszuwuchtender-Kardanwelle usw. (Zeit ist Geld)
Werner

Gast am 13 Okt 2008 10:23:28

heiinjoy hat geschrieben:Hallo Leute,

ich denke die Frage ist falsch gestellt. Der Transit ist ein gutes Fahrzeug. Ich habe ihn selbst als Unterbau für meinen Laika, allerdings mit Heckantrieb und Luftfederung. Die Fahreigenschaften sind top und ich kann ihn nur empfehlen.
Heinz


Hallo!!!

In der Überschrift steht was von Ford mit Frontantrieb. Ihr schreibt was zum Ford mit Heckantrieb!?

Gast am 13 Okt 2008 10:32:57

Aufschlussreich ist der Spezialpospekt von Ford für die Chassis, die für Reisemobile verwendet werden sollen. Da wird der Frontantrieb als optimal vorbereitet angepriesen, um Fahrsicherheit und Komfort sicherzustellen. Da steht nicht, dass für die schweren Reisemobilaufbauten (im Vergleich zu Pritschen oder Busaufbauten) lieber zum massiveren Rahmenkonstrukt mit Heckantrieb gegriffen werden soll. Warum bieten die so etwas an, wenn es nicht wirklich geeignet erscheint und warum kaufen die Hersteller solche Fahrwerke zu, wenn die Versprechungen zwar toll klingen, aber schon der erste Fahrversuch belegt, dass da was nicht stimmen kann?

Gast am 13 Okt 2008 10:36:28

Freetec 598 hat geschrieben:Was war das früher für ein Gegurke z.B mit dem kleinen Nasenbär vo Eura oder so was ähnlichem von LMC, da blieb man schon an der Wassertankstelle auf dem ebenen CP stecken und in Kurven auf regennassem Pflaster schoben die Kisten über alle 4 Räder nach außen.
Nie mehr Frontantrieb.
Nun erwarte ich einen Aufschrei aller DUC - Fahrer :D :D :D
lg
p


Ich habe einen 2005er Transit mit Frontantrieb und bin damit sehr zufrieden.

So pauschale Aussagen über Front- oder Heckantrieb sind doch eher nutzlos, da es auf das Fahrzeug insgesamt ankommt.

Der von rantanplan beschriebeneFall ist natürlich eine Katastrophe. Das heißt doch aber nicht, das Fronttriebler gundsätzlich die schlechteren Autos sind.

terradoro am 13 Okt 2008 18:26:51

Nun ja, das ist schon eine sehr direkt Frage die aufmerksam macht und ihre Wirkung nicht verfehlt.

Wir haben seit wenigen Wochen in unserem ersten Womo übergaupt einen Ford als Vorderradantrieb. Bisweilen ist alles ok. Auf der ersten Passfahrt, dem Loiblpass in Richtung Slowenien, stellte ich mir jedoch schon die Frage: "Wäre ich da auch bei feuchter Fahrbahn oder gar bei Schnee hoch gekommen?" Die Räder rubbelten schon etwas beim sanften Gas geben...ein Hecktriebler wäre da sicher besser gewesen.

Ich sag mir eben: "Noch vorausschauender Fahren, gute Reifen (Sommer wie Winter), Ketten und zu guter letzt auch mal Nein sagen können wenn das Risiko zu groß erscheint.

Im nächsten Fahrzeug werden wir uns sicherlich über ein anderes Antriebskonzept Gedanken und ausgiebige Probefahrten machen.

Liebe

Reimund

MA-XI am 13 Okt 2008 21:11:44

Hallo,

wir haben uns lange überlegt ein Akovenmobil selbst zu bauen, habe mich aus diesem Grund auch intensiv mit den Aufbaurichtlinien diverser Basisfahrzeughersteller beschäftigt. Hier sind immer die maximalen Überhänge angegeben mit der Bemerkung, dass längere Überhänge mit der jeweiligen technischen Abteilung des Fahrzeugherstellers abgesprochen werden müssen.

Da der Basisfahrzeughersteller ja weiterhin für das Fahrzeug die Garantie übernimmt und ich noch nie davon gehört habe, dass Garantieleistungen innerhalb der Gewährleistungsfristen mit Hinweis auf einen nicht richtlinienkonformen Aufbau abgelehnt wurden, gehe ich mal stark davon aus, dass alle Aubauhersteller die Abmessungen der Aufbauten mit dem Basisfahrzeughersteller abstimmen. Oder habt Ihr da andere Erfahrungen?

Inwieweit die technischen Abteilungen bei den Aufbauwünschen der Womohersteller beide Augen zudrücken um den Absatz Ihrer Basisfahrzeuge nicht zu gefährden ist natürlich ein anderer Problem.

Fakt ist, dass es leider Aufbauten gibt bei denen jeder durchschnittlich belesene Leser diese Forums graue Haare bekommt. So lange es jedoch noch Kunden gibt die 3 m lange Überhänge auf einem frontgetriebenen Fahrzeug kaufen und es vor allem Händler gibt die solche Fahrzeuge in ihre Vermietflotten aufnehmen, werden diese Teile auch hergestellt.

Wir haben unser Womo u.a. ganz bewußt nach dem Kriterium "wenn schon Frontantrieb, dann langer Radstand und wenig Überhang gekauft" und sind dann bei 4 m Radstand bei einer Gesamtlänge von 6,70 gelandet. Wir sind mit dem Auto schon engste Serpentinen auf Schotterpisten in GR gefahren, ohne hängen zu bleiben (allerdings immer mit einem etwas mumligen Gefühl ob man im Notfall bei einem Stop wirklich an jeder Stelle der Piste wieder anfahren kann).



Matthias

boxer80 am 13 Okt 2008 21:54:50

hallo,
auch ich hatte schon in 2006 meine Erahrungen mit dem TRansit geschildert.
Ständig durchdrehende Reifen bei Regen, beim beschleunigen usw.

Seit Einbau einer Luftfederanlage ist es wesentlich besser geworden.

Aber bei Schnee werde ich nicht fahren.

Keine Rückendeckung vom Händler, auch er empfiehlt Luftfederung.
gruß

Heiko

Gast am 14 Okt 2008 09:36:47

MA-XI hat geschrieben:So lange es jedoch noch Kunden gibt die 3 m lange Überhänge auf einem frontgetriebenen Fahrzeug kaufen


Warum schießen sich hier alle auf die Fronttriebler ein? Ist es weniger gefährlich, wenn ein Hecktriebler wegen Lastproblemen den Grip auf den Vorderrädern verliert und in Kurven über die Räder schiebt?

Gast am 14 Okt 2008 09:49:35

aldebaran hat geschrieben:
Freetec 598 hat geschrieben:Was war das früher für ein Gegurke z.B mit dem kleinen Nasenbär vo Eura oder so was ähnlichem von LMC, da blieb man schon an der Wassertankstelle auf dem ebenen CP stecken und in Kurven auf regennassem Pflaster schoben die Kisten über alle 4 Räder nach außen.
Nie mehr Frontantrieb.
Nun erwarte ich einen Aufschrei aller DUC - Fahrer :D :D :D
lg
p


Ich habe einen 2005er Transit mit Frontantrieb und bin damit sehr zufrieden.

So pauschale Aussagen über Front- oder Heckantrieb sind doch eher nutzlos, da es auf das Fahrzeug insgesamt ankommt.

Der von rantanplan beschriebeneFall ist natürlich eine Katastrophe. Das heißt doch aber nicht, das Fronttriebler gundsätzlich die schlechteren Autos sind.


Hallo ,

grundsätzlich sicher nicht ,aber doch in vielen Situationen.
Ein Hecktriebler mit Zwillingsbereifung kommt auch bei weitem nicht so schnell an die Beladungsgrenze seiner Hinterachse wie andere.
Auch sind die Fahrgestelle mit Ihren Antriebskonzepten nicht mit denen von PKWs zu vergleichen , wo wieder etwas andere Regeln gelten.
Fronttriebler haben bei Regen oder Schnee Vorteile , aber nur wenn das Hauptgewicht auch auf der Vorderachse liegt und nicht wie bei den meisten vollgeladenen Wohnmobilen zu 2/3 auf der Hinterachse.
lg
p

locker am 14 Okt 2008 09:54:44

hallo,

auch ich fahre einen Transit 08 mit Frontantrieb. Ich kann die hier angeführten Aussagen nur zum Teil bestätigen. Die Traktion ist in der Tat etwas schlechter als beim vorher gefahrenen Ducato mit Luftfederung.
Bisherige max. Steigung waren 19% auf regennasser Straße. Er hat sie problemlos gepackt.
Ich denke, es hängt sehr vom Aufbauer ab, wie er die Gewichtsverteilung hinbekommt. Mein Womo ist ein Carioca 599 mit einem sehr günstigen Leergewicht. Natürlich trägt auch der Fahrer Verantwortung, wenn er die Garage mit seinem halben Hausrat vollräumt.

Eine Frage an die KFZ Experten: In welcher Weise soll eine Luftfederung die Traktion oder gar das Achslastverhältnis ändern? Als Laie blicke ich hier nicht durch. Am alten Womo Hymer Camp 59 habe ich des öfteren mit dem Druck an der Luftfederung experimentiert. Im Stand konnte man sehr wohl die "Wackelanfälligkeit" ohne Stützen beeinflussen. Im Fahrbetrieb habe ich jedoch keinerlei Unterschied gemerkt.

Ist in meinem Fall die Nachrüstung einer Luftfederung überlegenswert?

lg, Walter

ewillin am 14 Okt 2008 10:32:47

Hallo zusammen,

ein Bekannter von uns hatte sich einen 6m langen Hobby Van mit Ford Frontantrieb gekauft. Schon nach kurzer Zeit konnte er die Ruckelei der frontgetriebenen Räder feststellen und hat bei Ford um eine Nachbesserung gebeten. Dort war das Problem bekannt, konnte jedoch nicht gelöst werden. Von Ford wurde deshalb eine Rückwandlung des Kaufs angeboten, was unser Bekannter auch angenommen hat. Ich denke, Ford hätte nicht so schnell eine Rücknahme angeboten, wenn sie nicht selbst wüssten, wie unangenehm diese Fahreigenschaft sein kann. Jetzt hat sich unser Bekannter wieder einen Hobby, jedoch mit Fiat Fahrgestell gekauft und ist wesentlich zufriedener.

Gast am 14 Okt 2008 10:36:29

ewillin hat geschrieben:Hallo zusammen,

ein Bekannter von uns hatte sich einen 6m langen Hobby Van mit Ford Frontantrieb gekauft. Schon nach kurzer Zeit konnte er die Ruckelei der frontgetriebenen Räder feststellen und hat bei Ford um eine Nachbesserung gebeten. Dort war das Problem bekannt, konnte jedoch nicht gelöst werden. Von Ford wurde deshalb eine Rückwandlung des Kaufs angeboten, was unser Bekannter auch angenommen hat. Ich denke, Ford hätte nicht so schnell eine Rücknahme angeboten, wenn sie nicht selbst wüssten, wie unangenehm diese Fahreigenschaft sein kann. Jetzt hat sich unser Bekannter wieder einen Hobby, jedoch mit Fiat Fahrgestell gekauft und ist wesentlich zufriedener.


Wer hat denn zurück genommen? Hobby, oder Ford?

Gast am 14 Okt 2008 12:06:00

locker hat geschrieben:hallo,

auch ich fahre einen Transit 08 mit Frontantrieb. Ich kann die hier angeführten Aussagen nur zum Teil bestätigen. Die Traktion ist in der Tat etwas schlechter als beim vorher gefahrenen Ducato mit Luftfederung.
Bisherige max. Steigung waren 19% auf regennasser Straße. Er hat sie problemlos gepackt.
Ich denke, es hängt sehr vom Aufbauer ab, wie er die Gewichtsverteilung hinbekommt. Mein Womo ist ein Carioca 599 mit einem sehr günstigen Leergewicht. Natürlich trägt auch der Fahrer Verantwortung, wenn er die Garage mit seinem halben Hausrat vollräumt.

Eine Frage an die KFZ Experten: In welcher Weise soll eine Luftfederung die Traktion oder gar das Achslastverhältnis ändern? Als Laie blicke ich hier nicht durch. Am alten Womo Hymer Camp 59 habe ich des öfteren mit dem Druck an der Luftfederung experimentiert. Im Stand konnte man sehr wohl die "Wackelanfälligkeit" ohne Stützen beeinflussen. Im Fahrbetrieb habe ich jedoch keinerlei Unterschied gemerkt.

Ist in meinem Fall die Nachrüstung einer Luftfederung überlegenswert?

lg, Walter


Ich glaube, es wäre das Beste, sich die aktuelle Reisemobil International Heft 11/2008 zu kaufen. Darin ist der recht ausführliche Vergleichstest, einmal mit und einmal ohne Luftbälge enthalten.

Gast am 14 Okt 2008 12:22:39

rantanplan hat geschrieben:Da wird der Frontantrieb als optimal vorbereitet angepriesen, um Fahrsicherheit und Komfort sicherzustellen. Da steht nicht, dass für die schweren Reisemobilaufbauten (im Vergleich zu Pritschen oder Busaufbauten) lieber zum massiveren Rahmenkonstrukt mit Heckantrieb gegriffen werden soll.


Den Prospekt kenne ich leider nicht. Auf der Webseite von Ford findet man aber dies:

Zitat:
Ford Transit Fahrgestell mit Leiterrahmen

Das Ford Transit Fahrgestell mit Leiterrahmen eignet sich ideal für große und schwere Aufbauten sowie für den Anhängerbetrieb. Unsere Kooperationspartner bauen Reisemobile auf Basis von Fahrzeugmodellen mit Heckantrieb und Zwillingsbereifung – für eine höhere zulässige Achslast hinten und eine bessere Traktion.

Auf einen Blick

* Verstärkte Achsen serienmäßig
* Auf Wunsch Erhöhung der Achslast vorn auf 1.850 kg
* Zwillingsbereifung (optional), dadurch verbesserte Fahreigenschaften und ein Plus an Sicherheit bei einer Reifenpanne
* Verstärkte Hinterachse und Stabilisatoren (bei Zwillingsbereifung) für ein deutlich reduziertes Wankverhalten
* Heckantrieb serienmäßig
* Erhöhte Anhängelasten
* Hohe Stabilität
* Bereifung: 185/75 R16 (Zwillingsbereifung) bzw. 195/75 R16 (Zwillingsbereifung und verstärkte Vorderachse 1.850 kg) oder 215/75 R16 (Einzelbereifung)

Zitat Ende, siehe --> Link

Da steht doch imho deutlich, das Heckantrieb und Zwillingsbereifung bei schweren Mobilen Vorteile haben sollen.

Ist es ein Fordproblem, wenn ein Wohnmobilhersteller auf ein Chassis Aufbauten setzt, die das Chassis überfordern?

Ich glaube, nicht der Ford ist lebensgefährlich, sondern der Dethleffs, der hier angesprochen wurde, oder eben andere so seltsam konstruierte Fahrzeuge.

ingemaus am 14 Okt 2008 13:43:42

Hallo!

Einen Überhang von 3 m halte ich dann doch für übertrieben.
Fiat genehmigt bis 62 % Ford bis 60 % des Radstandes. Dies sind dann bei einem Radstand von ca 4 m die Üherhangs-Höchstlänge von 2.40m!
Die immer angeführte Luftfederung kann bei einem Hecküberstand auch nichts bewirken, weil die Hebelwirkung bereits vom ersten cm nach der HA einsetzt! Hebelwirkung beibt nach Adam dem Riesen, Hebelwirkung.
Wie mit diesen Hebelwirkungen manche Motorradträger- Anbauer umgehen, ist da schon mehr als seltsam. Devise: Anbauen, dann kräht kein Hahn mehr danach!
Wir als Kunden sind froh, daß da jemand ohne zu überlegen den Träger angebaut und der Roller mitgenommen werden kann!
Dann heißt es aber: Der VA Antrieb dreht sofort durch!
Komisch fast alle PKW haben heute Frontantrieb, drehen die bei jeder Kleingkeit durch?
Es sind die Aufbauer, die die per Handbuch vorgegebenen Massen ignorieren! Wie soll ein WM mit Heckgarage und einer Länge von 730 m
auf Radstand von 4 m, Heizung Gas usw alles hinter der Achse, anders reagieren als durchzudrehen.
Die VA wird einfach zu wenig belastet! !
Wie die FG allerdings durch die Homologation gekommen sind, das wissen die Götter.
Wer einen Vorderantrieb-Fiat fährt ,der sollte sein FG vor der Abfahrt wiegen! Dabei ist es wichtig, die VA Last alleine zuwiegen. Fiat sagt hierzu: Diese Masse muss in allen Situationen mindestens 42 % des Gesamtgewichtes betragen.
Dies wären bei 3.500 kg = Mindestens 1.470 kg.
Ford schweigt und weiß nach Anfrage angeblich nichts über eine Mindestbelastung. Sie schreiben: Angaben zur prozentualen Lastverteilung oder " Mindestachslast " der Vorderachse gibt es in dieser Form leider nicht. Wir wünschen stets eine gute Fahrt!
Wann es also gefährlich werden kann, bitte ausprobieren!
Intern über Umwegen habe ich die Masse von 1.200 kg erfahren!
Der befragte TÜV spricht von nicht weniger als 50 % !

NOCH EINMAL: KENNT JEMAND DIE GENAUE MASSE BEI FORD ??

kopfschüttelnd und tschüss ingemaus

dieter2 am 14 Okt 2008 14:02:01

Was mir nicht in den Kopf will,wie kann eine Luftfeder an der Hinterachse die Traktion an der Vorderachse erhöhen?

Die Belastung der VA ändert sich doch nicht im geringsten wenn die HA durch eine Luftfeder unterstützt wird.

Oder habe ich da was übersehen?

Dieter

ingemaus am 14 Okt 2008 18:25:18

Hallo Dieter!

Das Gewicht ändert sich schon, weil nicht mehr so viel Geld an Bord.
Was sich verändert, ist nach Einbau die Zuladungmöglichkeit.
Gewicht der Luftfederung bekommt man nicht unsonst
Sonst hast Du nichts übersehen.

tschüss ingemaus

Bergbewohner1 am 14 Okt 2008 19:34:55

aldebaran hat geschrieben:
MA-XI hat geschrieben:So lange es jedoch noch Kunden gibt die 3 m lange Überhänge auf einem frontgetriebenen Fahrzeug kaufen


Warum schießen sich hier alle auf die Fronttriebler ein? Ist es weniger gefährlich, wenn ein Hecktriebler wegen Lastproblemen den Grip auf den Vorderrädern verliert und in Kurven über die Räder schiebt?

Was soll das jetzt, habe mich schon gewundert, warum die Vorderachse beim Hecktriebler so weit vorn sitzen, damit sie den Grip verliert, ist besonders gefährlich bergab :kuller:

MA-XI am 14 Okt 2008 20:21:34

Was mir nicht in den Kopf will,wie kann eine Luftfeder an der Hinterachse die Traktion an der Vorderachse erhöhen?


Lege Dir mal das Gewicht einer Eisenstange gleichmäßig verteilt auf den Zeigefinger der rechten und der linken Hand und hebe die rechte Hand an - was passiert dann? Der Druck auf den Zeigefinger der linken Hand erhöht sind. So erhöht sich auf das Gewicht auf der Forderachse wenn der Druck in der Luftfederung erhöht wird. Soweit die Theorie, inwieweit dies in der Praxis von Bedeutung ist müsste mal jemand messen der mit der Forderachse auf einer Wage steht und den Druck in den Luftbälgen der Hinterachse erhöht.



Matthias

Voyager2 am 15 Okt 2008 06:04:44

Hallo
Wir fahren einen Sunlith T63 auf Ford Transit Bj.2007 130 PS Frontantrieb mit Rollerträger am Heck.Da ich schon des Öfteren über das Problem der mind.Achslast beim Transit gelesen habe fuhr ich kurzerhand zum TÜV und die Herren haben mir sogar kostenlos die Achsen gewogen.Die mindest AL beträgt 1250 kg,ich hatte 1340 kg mit Roller auf dem Träger ohne meine bessere Hälfte und das sind noch mal 60kg.
Also beim Packen etwas aufpassen und alles ist ok.Ansonsten sind wir mit dem Auto zufrieden
Gr.Voyager2

ingemaus am 15 Okt 2008 10:04:05

Hallo Voayger 2!

Wenigstens jemand der auf der sicheren Seite sein will und gewogen hat!

Deine Messung ist leider nicht allgemein zu verwenden, weil der Übehang über die HA letzendlich bei jedem FG maßgeblich die Entlastung der VA beeinflusst.

und tschüss ingemaus

dieter2 am 15 Okt 2008 10:33:26

MA-XI hat geschrieben:
Was mir nicht in den Kopf will,wie kann eine Luftfeder an der Hinterachse die Traktion an der Vorderachse erhöhen?


Lege Dir mal das Gewicht einer Eisenstange gleichmäßig verteilt auf den Zeigefinger der rechten und der linken Hand und hebe die rechte Hand an - was passiert dann? Der Druck auf den Zeigefinger der linken Hand erhöht sind. So erhöht sich auf das Gewicht auf der Forderachse wenn der Druck in der Luftfederung erhöht wird. Soweit die Theorie, inwieweit dies in der Praxis von Bedeutung ist müsste mal jemand messen der mit der Forderachse auf einer Wage steht und den Druck in den Luftbälgen der Hinterachse erhöht.


Matthias


Das ist natürlich reines Wunschdenken.
In der Praxis würde das nicht Meßbar sein.

Der einzige Effeckt währe,wenn der Aufbau nach vorne kippt durch das höhere Heck
geht das obere Gewicht nach vorne.

Wenn das Heck also 2-3 cm höher kommt macht das in der Praxis so gut wie nichts aus.Es sei der Wagen wird hinten extrem höher.

Und die Luftfeder macht im Algemeinen das Heck nicht höher,sondern hält bei Beladung die Höhe konstant.

Dieter

Gast am 15 Okt 2008 12:24:24

Durch die Zusatzluftfedern wird grob folgendes erreicht:

Das Heck kann, vor allem bei Kurven, nicht mehr so tief einsinken. Also wird die Vorderachse auf der jeweils anderen Seite weniger aus den Federn gehoben. Dadurch bleibt mehr Grip für die Reifen übrig und der Schlupf wird geringer.

Entsprechend günstiger muss dann das Fahrverhalten auch bei kritischen Fahrmanövern und/oder Seitenwind sein, welche natürlich auch den stark hecklastigen Hecktrieblern zu schaffen macht. Wird die Vorderachse nämlich zu weit ausgehoben, verringert sich auf jeden Fall vorne die Haftung, dadurch auch die Seitenführung und dadurch wiederum wird die Seitenwindempfindlichkeit erhöht. Ähnlich ist es dann beim Überholen oder Überholtwerden von LKW und Bussen sowie beim Bremsen.

Solche stark hecklastigen Fahrzeuge, egal ob Front oder Heckantrieb, sollten gar nicht zulässig sein. Denn wenn einer nicht anfahren kann, mag das vor allem ihn betreffen. Wenn einer eine windempfindliche Schaukelkiste hat, betrifft es die Verkehrssicherheit aller anderen Verkehrsteilnehmer auch. Gleiches gilt bei geringerer Haftung der Vorderräder bei Kurvenfahrten und Ausweichmanövern sowie dem Bremsverhalten. Da ist es auch gleichgültig, ob ich Front- Heck oder Allradantrieb habe.

Macht mal einen kleinen Versuch auf dem Schreib/Tisch:
Nehmt irgendeinen Gegenstand und schiebt ihn langsam ein Stückchen auf der Tischoberfläche von Euch weg. Merkt Euch die Kraft, die ihr gefühlt aufwenden mußtet. Nun wiederholt den Versuch und drückt mit der freien Hand oben auf diesen Gegenstand. Wieder fühlt ihr die Kraft, die aufgewendet werden muss.

Natürlich ist die erforderliche Kraft im zweiten Fall höher. Nehmt diese Kraft als Anpressdruck auf der Vorderachse. Dann wird einem unmitelbar klar, dass ein geringerer Anpressdruck auf einem Rad zu einer geringeren Haftung, egal ob Vortrieb, Bremswirkung oder Seitenführung gefordert wird, führen muss. Deshalb ist ein hoher Anpressdruck auf der Vorderachse wichtig, weil davon die Seitenführung, die Bremswirkung und beim Fronttriebler auch die Vortriebskraft abhängt. Wird der Anpressdruck aber durch ein wegsackendes Heck gemindert, wie dies bei dem getesteten Fahrzeug eben auch war, so führt das zu Schlupf beim Vortrieb, zu höherer Windempfindlichkeit, geringerer Kurvenstabilität und längerem Bremsweg.

Jeder, der ein gutes Fahrsicherheitstraining absolviert hat, kennt das aus dem theoretischen Unterricht zum Kammschen Kreis.

--> Link

Udo 70 am 15 Okt 2008 12:30:24

Hallo,
Eura bzw. Ford hat damals von sich aus an der Hinterachse neue Gummis anbringen lassen, wir hatten selber einen Transit mit Frondantrieb und waren sehr begeistert.
Das Womo war in der Beschleunigung und beim Fahren einfach Super und der Verbrauch lag bei ca. 10-11 liter. Gut wir hatten keine Heckgarage und haben das Fahrzeug auch nicht mit allehand unnützem Zeug voll gepackt, aber das bleibt ja jedem selbst überlassen, ob ich einen 3,5 Tonner bis zum :ooo: voll banse.
Hoffe ich bin jetzt keinem auf die Füsse getreten, geht bei manchen ja schnell.
aus dem verregneten Sauerland :)

Peter123 am 16 Okt 2008 19:51:51

Hallo Allerseits,
angeregt durch frühere Achslastdiskussionen, habe ich meinen Dethleffs teilintegr. T6405 auf Ford-Transit Bj2007 wiegen lassen.
Folgendes Ergebnis: Gesamtgew 2,92t , Hinterachse 1,56t
Das mobil war gepackt für Kurztrip, 1x11kg Gasflasche, ca 70l Wasser, ca 30l-Diesel, Frau (60kg) inclusive und kl. Hund.
Die Achslastverteilung ist also optimal zu nennen.
ich möchte aber nicht verschweigen, daß trotzdem bei nasser Straße beim Anfahren sehr gefühlvoll mit dem Gaspedal umgegangen werden muß, die Räder drehen sonst durch.

Peter123

locker am 16 Okt 2008 21:15:15

hallo Transit Gemeinde,

@rantaplan: danke für dem Tipp bzgl. Womo Zeitung. Ich habe mir zwar vorgenommen, diese Werbungs Blättchen nie mehr zu kaufen. Na klar heute wurde ich rückfallig.

Der Test selbst wirkt glaubhaft, aber wenn man liest, was die alles reingepackt haben, dann sind wir genau bei meiner Ansicht:
Wenn man ein halbwegs leichtes Auto kauft und nicht einpackt als wollte man in die Mongolei übersiedeln, dann kommt das Erwähnte überhaupt nicht zum Tragen.
Wir sind immer mit etwa 3000 kg Gesamtgewicht unterwegs.
Gewogene Lastverteilung reisefertig mit Passagieren: 55% HA, 45% VA
Das dürfte das Entscheidende sein. Gut, bei 2 Personen ist das gar nicht so schwer.
Die Heckgarage wird nur mit leichten, aber sperrigen Sachen vollgeräumt.
(Campingmöbel, Gummiboot, Isomatten und so Zeug) Gesamt sicher unter 40 kg.
Also schenke ich mir das Sponsoring an die Firma Goldxxxx und kaufe dafür meine Getränke und Lebensmittel ohnehin lieber im jeweiligen Gastland.

Ich gebe natürlich allen Kritikern recht, wenn das Womo an die 3500 oder gar mehr kg beladen ist, dann mag die Welt für den Fronttriebler übel aussehen.
Denn ein >7 m Familienmobil für 4 oder 5 Personen mit bis zu 3 m Hecküberhang ist in meinen Augen seriös in der 3500 kg Klasse nicht herstellbar, und schon gar nicht mit Frontantrieb.

Noch eine Beobachtung nach den ersten 8000 km: Der Sog Effekt beim Überholen von LKW kommt mir wesentlich geringer vor, als beim alten Hymer-Ducato. (Beides Alkoven)

Fazit: nicht alles Ford anlasten: Aufbauer und Eigner tragen die Hauptschuld, wenn unfahrbare Vehikel zustande kommen.
Ich stehe nicht auf der Ford Gehaltsliste ;-)

lG, Walter

trebla am 16 Okt 2008 21:26:05

Peter123 hat geschrieben:Hallo Allerseits,
angeregt durch frühere Achslastdiskussionen, habe ich meinen Dethleffs teilintegr. T6405 auf Ford-Transit Bj2007 wiegen lassen.
Folgendes Ergebnis: Gesamtgew 2,92t , Hinterachse 1,56t
Das mobil war gepackt für Kurztrip, 1x11kg Gasflasche, ca 70l Wasser, ca 30l-Diesel, Frau (60kg) inclusive und kl. Hund.
Die Achslastverteilung ist also optimal zu nennen.
ich möchte aber nicht verschweigen, daß trotzdem bei nasser Straße beim Anfahren sehr gefühlvoll mit dem Gaspedal umgegangen werden muß, die Räder drehen sonst durch.

Peter123

--

Einfach mal so ca. 20-30 PS drosseln lassen, dann dreht nichts mehr durch :D :D

trebla

Voyager2 am 17 Okt 2008 10:40:48

Hallo
Ich denke das Problem beim Anfahren (durchdrehende Reifen) sind nicht 20 od 30 PS sondern die Kupplung denn die ist Gewöhnungsbedürftig.Aber im 2.u 3.Gang ???

Gr.Voyager2

Udo 70 am 17 Okt 2008 12:16:28

@ locker / Walter
meine meinung :zustimm:
Udo

viking92 am 20 Okt 2008 13:14:29

locker hat geschrieben:hallo Transit Gemeinde,

@rantaplan: danke für dem Tipp bzgl. Womo Zeitung. Ich habe mir zwar vorgenommen, diese Werbungs Blättchen nie mehr zu kaufen. Na klar heute wurde ich rückfallig.



Ob da wirklich fachkundige Journalisten arbeiten sei dahingestellt......der CARADO (Test im selben Heft) basiert lt. denen ja auch auf 'n Ducato :D

btt: ...und ich wette, Goldschmitt & Co. werden in den nächsten Wochen regen Zulauf bekommen. Schonmal daran gedacht?
Wäre der Test z.B. mit einem Ducato anders ausgefallen?


boxer80 am 20 Okt 2008 21:58:59

Hallo Forengemeinde,
ich hatte letzte Woche einen Brief direkt an Ford gesandt, und noch einmal mein Problem geschildert. Auch das die Vertragswerkstatt, mir nur den Tipp geben konnte eine Luftfederrung einzubauen.
Weiterhin habe ich mitgeteilt, das ein DEKRA Prüfer mit meinem Fahrzeug gefahren ist, und mir mitteilte das man das Fahrzeug still legen müsse.

Die Antwort von Ford Köln telefonisch:
Da können wir auch nichts machen. Wenn der Händler keinen Mangel erkennt, dann liegt auch keiner vor. Ende

Welche weiteren Schritte empfehlt ihr ?

mfg boxer

Voyager2 am 21 Okt 2008 09:07:45

Hallo Boxer80
Hast du die Aussage der Vertragswerkstatt und des Dekra Prüfers schriftlich?
Ich könnte mir Vorstellen daß dich Ford dann nicht mehr nur Tel.abfertigt
Wie lautet die Werbung: Ford die tun was
Gr.Voyager2

Gast am 21 Okt 2008 09:52:21

MA-XI hat geschrieben:
Was mir nicht in den Kopf will,wie kann eine Luftfeder an der Hinterachse die Traktion an der Vorderachse erhöhen?


Lege Dir mal das Gewicht einer Eisenstange gleichmäßig verteilt auf den Zeigefinger der rechten und der linken Hand und hebe die rechte Hand an - was passiert dann? Der Druck auf den Zeigefinger der linken Hand erhöht sind. So erhöht sich auf das Gewicht auf der Forderachse wenn der Druck in der Luftfederung erhöht wird. Soweit die Theorie, inwieweit dies in der Praxis von Bedeutung ist müsste mal jemand messen der mit der Forderachse auf einer Wage steht und den Druck in den Luftbälgen der Hinterachse erhöht.



Matthias


Hallo,

stimmt theoretisch.
ohne größeres Nachdenken setze ich mal eine Cosinus-Funktion an, dann beträgt die Entlastung beim Anheben der Hinterachse um 17 cm bei 4 m Achsabstand (= 2,5 Grad) gerade mal 0,1%

grüße klaus

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