aqua
anhaengerkupplung
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Torf im RIMO(O)R :( 1, 2, 3


rheiwo am 08 Dez 2008 11:36:10

Hallo,

diese Fotos wollte ich eigentlich direkt an Turbokurtla schicken. Doch leider kann ich als Neuling keine PMs versenden. Daher hoffe ich sehr, dass Kurt mir ein paar Tipps geben kann.

@Kurt: Deine Fotogeschichte zur Sanierung des Wohnwagens habe ich mir genau durchgelesen. Ich denke dieser Patient ist ähnlich krank. Das Holz ist - über Jahre hinweg - völlig mit Wasser vollgesogen. Als Ursache kommen die nachgerüstetete Leiter (L1-L1) und der Fahrradträger (F1,2) in Frage. Vermutlich ist die Abdichtung der Montagestellen völliger Murks. Man sieht, dass sich die Nässe um diese Befestigungsstellen weit ausgebreitet hat. Die Schrauben oben (O1,2) sind die Montagelöcher des früheren Original-RIMOR Fahrradträgers. Das konnte ich auf einem älteren RIMOR-Foto sehen und dort auch erkennen, dass die hier verbaute Leiter nachgerüstet wurde.

Für eine kurze Stellungnahme wäre ich sehr dankbar.
Fotos vom Boden, der bestimmt auch was abbekommen hatte stelle ich später rein.

Die Schäden waren bei der Kauf-Besichtigung absolut unsichtbar und unriechbar! Das Bad war mit einer Vinyltapete tapeziert. Waschbecken und alle anderen Einbauten saßen fest. Stutzig machen hätte ich aber bei dem Thretford Klo werden sollen, dessen (eine) Schraube zum Heck hin lose war, weil sie dort keinen Halt mehr hatte.


Gerold

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

rheiwo am 08 Dez 2008 11:38:01

Hier die weiteren Fotos....

Leif am 08 Dez 2008 12:44:25

ich bin zwar nicht kurt, aber ich sag trotzdem was dazu :)

das sieht mir danach aus, wie du schon vermutest, dass die verschraubungen an fehlender dichtmasse leiden und dadurch feuchtigkeit eingedrungen ist.-

ich würde mal ein loch machen und nachsehen, wie die rahmenhölzer aussehen und die dann nach kurts anleitung o.ä. stück für stück ersetzen, neue sperrholzverkleidung innen drauf, tapete und fertig.- vorher natürlich die entsprechenden verschraubungen von zubehör wie fahrradträger und leiter etc. entfernen und mit vernünftiger abdichtung wieder montieren.

die küche würd ich auch komplett ausbauen und auch beim fenster genau nachsehen, ob dort alles dicht ist.- evt. noch die obere leiste checken, und ggf. beim neumontieren nachdichten. das sieht man dann beim arbeiten, ob das notwendig ist.

und schau dir auch den boden unter der küche und dem bad an.- ich hatte vor kurzem auch nen rimor zum begutachten, und da war die linke ecke beim klo durch, dazu der unterboden komplett unter küche und bad.- scheint ne krankheit bei denen zu sein, aber muss natürlich nicht auf deinen zutreffen. nachsehen ist aber ein muss.

zum glück scheint mir alles relativ einfach zugänglich zu sein. bau aus, was du kannst, öffne die wand sauber (grade schnitte), wie kurt das immer beschreibt, und stell die kiste trocken unter zum austrocknen und lüften. je länger, je besser.- und dann nach einigen vielen stunden arbeit, ist es fast besser wie neu.

materialkosten: hauptsächlich für den kleber, der rest kommt rel. günstig. ich schätz einfach mal grob 200-300 euro.

ich wünsch dir viel erfolg dabei! :)


Leif
(erfolgreicher alkovensanierer in eingenem womo)

Anzeige vom Forum


rheiwo am 08 Dez 2008 13:18:54

Hallo Leif,

sorry so war das nicht gemeint. Bin für jeden fachmännischen Rat sehr dankbar! Also die Rahmenhölzer im Eck hat es auf jeden Fall erwischt. Das senkrechte an der Rückwand ist fast vollständig hin. Das angrenzenden Holz der Seitenwand (senkrecht) ist auch nass. Ab da ist aber dann in der Seitenwand Schluss. Heute abend mach ich das Ganze mal Richtung Küche, Fenster und Boden weiter auf.

Ich hoffe, das wenigstens die Dachreling ab Werk drauf war. Auf den Fotos alter RIMORs sind die kurzen vertikalen Streben immer schwarz (Kunststoff). Ich hoffe, das Ding hat nicht auch noch ein Bastler draufgebastelt.

Also, herzlichen Dank für Deine Tipps!

Gerold

Leif am 08 Dez 2008 14:13:46

ich hoffe, dass du nicht mehr findest als das bereits geschilderte.-

aber wie schon gesagt, es lässt sich alles mit mehr oder weniger aufwand reparieren. es ist nur eine schweinearbeit...

mein einleitender kommentar oben sollte eher darauf anspielen, dass du explizit nach kurt gerufen hattest und jetzt meldet sich ein anderer. hatte nichts zu bedeuten ;)

turbokurtla am 08 Dez 2008 14:46:04

Hallo Gerold
Das schaut aber nicht sehr gut aus. Da wartet extrem viel Arbeit auf Dich.
Hasts übrigens klasse übersichtlich dokumentiert.
Die Anbauten außen sind aber eigentlich schon o.k. so, vorausgesetzt das immer richtig Dichtmittel drunter ist. Der Rost ist unwesentlich.
Totaler Murks ist allerdings L3 und L4 ! Das ist haarsträubend und ganz sicher undicht. Hier musste später was anderes machen.
Kann natürlich auch sein, dass nur dort Wasser eingedrungen ist. Du müsstest zur besseren Ursachenforschung nur innen weiter nach oben das Dekor entfernen. Zieh Dir kurz über diesen obersten Schrauben einen waagerechten Strich und entferne erstmal nur das Dekor.
Dann wirst Du sehen ob es nach oben trocken wird. Nur so kannst Du es exakt eingrenzen.
Sollten sich dort Oberschränke oder Regale befinden, dann schneide entweder an deren Unterkante oder bau sie ab und schneide genau unter einem Querbrett das Dekor waagerecht durch.
Bei einem späteren Neueinbau der Platten sieht man dann keinen Stoß.
Und ansonsten so viel wie möglich ausbauen, öffnen und lange austrocknen lassen. Nur nasses Holz kannste nach dem Trocknen ev. schon drin lassen.
Kurt

rheiwo am 08 Dez 2008 23:39:01

Hallo Kurt,

auch Dir vielen Dank für Deine Zeilen. Hab heute abend weitergemacht und die Querhölzer unter den Dach-Leiterbefestigungen hatten es wirklich in sich, d.h. die schwammen im Saft.
Es geht tatsächlich auch bis hinter die Küche und daher musste ich gerade beim Ausbau von Spüle, Kühlschrank etc. Feierabend machen. Ist aber soweit schon alles demontiert. Ich hoffe, morgen oder übermorgen bekomm ich die Küche ganz raus.
Eine Frage: Wenn ich es richtig gesehen habe, bleibt das Styropor drin soweit es geht - oder? Von den Dekoplatten bleibt teilweise so eine ganz dünne, braune Schicht auf dem Styropor hängen, die nur schwer runter geht. Ich schätze eine Mischung aus Kleber und Holzoberfläche. Muss die bis aufs weiße Styropor runter oder kann die sitzen bleiben und austrocknen?
Wenn die Wand frei ist, mach ich Fotos. Dann sieht man es besser.

Gerold

turbokurtla am 09 Dez 2008 08:17:29

Guten Morgen
Ich kenn das schon.
Es sollte allerdings weg, um später wieder einen guten Halt zum Styropor zu bekommen. Nimm ein großes, scharfes Stemmeisen und schneid das Zeugs weg. Mit einem Schwingschleifer geht es zwar auch, ist aber eine Riesen Sauerei an Staub.
Das Styropor kannste da drunter ruhig drin lassen, es ist ja o. k.. Ich schneid es nur dort raus, wo es beim Abreißen der Dekorplatten tiefe Löcher hinterlässt oder keine gute Verbindung zum Blech mehr hat. Und trocknen tut es eh relativ schnell, falls es nass ist.
Kurt

rheiwo am 13 Dez 2008 21:52:12

... und dem Ausbau der Küche sieht das Ganze so aus. Fest steht, dass die falsche Abdichtung der Leiter die Ursache für den Wassereinbruch war. Vor allem die oberen Befestigungen sind durchlässig gewesen. Man sieht auch die vergrößerten Bohrungen und den Alufraß an ihnen. Hinzu kommt ein nicht verschlossenen Loch, das wahrscheinlich eine "Probebohrung beim Anbringen der Leiter war (s. Markierung "!").

Das Wasser ist über Jahre hinweg an diesen Stellen eingedrungen und dann an den senkrechten Ecklatten bis zur Bodenecke gelaufen. Die von der Ecke abzweigenden Querlatten haben sich ebenfalls vollgesaugt. Die Seitenwand hat es nur ein Stück weit erwischt, weil die Dekorfolie als Sperre zwischen der Wandverbindung saß. Nach oben hat das Wasser nur ca. 15 cm "geschafft", so das ich dort schnell auf Massivholz gestoßen bin. Je mehr sich das Wasser unten staute, desto weiter sind die Querlatten durchnässt. Zustäzlich ist das Küchenfenster am Heck an einer Ecke leicht undicht gewesen. Dies etvtl. aber ab Werk.

Ich habe die Dekorplatten gem. Kurts Vorgaben entfernt und alle morschen Konstruktionslatten entfernt. Erst im gesunden Holz wurde winklig abgestemmt.

Da ich schon etwas weiter bin als auf den Fotos sichtbar, ist jetzt nur noch die untere waagerechte Latte der Heckwand zu entfernen. Diese ist jedoch hinter dem Leiterrahmen verschaubt (rot Linie), sodas ich da nur rankomme, wenn ich die Rückwand öffne und wegklappe. Dazu nun folgende Fragen:

1. Müssen die Kantenschutzleisten außen dazu komplett bis zum Rand des Daches geöffnet werden? Sollten vorher schon neue Teile eingeklebt werden bevor ich da rangehe?

2. Die Holzlatten waren mit dem Beitel und viel Mühe und Vorsicht einigermaßen zu entfernen. Nur in der Toiletteneck war das Zeug mit dem Alu "verschweißt" obwohl es total nass war. Was kann ich tun um die restlichen Fasern weg zu bekommen?

3. An diesen senkrechten Latten im Eck gab es auch deutlichen Alufraß, also kleine Löcher und Ritze, die sich im Bereich der Latte an der Seitenwand von oben nach unten ziehen. Ich habe mir überlegt hier später an beiden Seiten eine Aluleiste aufzukleben um darunter die Löcher abzudichten. Gibt es bessere Möglichkeiten?

Die Fotos füge ich in zwei Lieferungen an und bedanke mich schon im Voraus für Eure Tipps!


Gerold

rheiwo am 13 Dez 2008 21:54:07

hier weitere Fotos

turbokurtla am 14 Dez 2008 12:27:40

rheiwo hat geschrieben: Fest steht, dass die falsche Abdichtung der Leiter die Ursache für den Wassereinbruch war. Vor allem die oberen Befestigungen sind durchlässig gewesen.
...........
Das Wasser ist über Jahre hinweg an diesen Stellen eingedrungen und dann an den senkrechten Ecklatten bis zur Bodenecke gelaufen. Die von der Ecke abzweigenden Querlatten haben sich ebenfalls vollgesaugt.



Sag ich doch ! :schlaumeier: :D

Nee, Spass beiseite, nur so, wie Du das machst, ist es richtig ! Alles raus, dann kommt man überall gut hin und kann wirklich alles anständig reparieren.
Die haben das Ding aber anständig durchlöchert, den Rest hat dann das Wasser erledigt.
Doch nun zu Deinen Fragen :
1. Mach die beiden Kantenleisten ganz ab. Ev. sogar um die Biegung oben rum und noch ein Stück bis zum Stoß der Leiste. Die Dinger sind sonst nur im Weg. Den Gummi allerdings nur so weit wie nötig lösen.
Hölzer würde ich noch keine einkleben, dann ist die Wand flexibler. Aber vorsichtig agieren !
Alle Schrauben, mit denen die Heckwand in Boden und Seitenwand ( ca. 1 m hoch ) geschraubt ist, entfernen. Dann die Heckwand vorsichtig lösen und etwas abstehen lassen. Um sie zu stabilisieren solltest Du sie, ziemlich unten, mit 2 Querhölzern und Schraubzwingen, provisorisch befestigen.
Nun die verfaulte, unterste Latte wegmachen und eine neue einkleben.
Ev. auch ein kleines Stück, von unten, der beiden senkrechten Hölzer erneuern.
Dann die Heckwand wieder neu verschrauben und kleben.
2. Wenn das etwas ausgetrocknet ist, gehts wahrscheinlich leichter. Ich mach es immer mit einem Spezial Werkzeug, ähnlich einem umgekehrten Stemmeisen ( im meinem Wasserschaden Bericht beschrieben ). Es geht aber auch mit einem Stemmeisen. Aber vorsicht, nicht nach vorne schieben, sondern rückwärts abkratzen, sonst bekommst Du noch mehr Löcher. So wirds halt schnell stumpf und man muss es immer wieder nachschleifen.
3. Wenn man es optisch schön mit einer Aluleiste machen kann, ist es sicher am einfachsten. Kleb Dir aber vorher, innen, eine Holzlatte an diese Stellen. Dann kann man die Leisten gut schrauben.
Man kann aber auch von innen ein dünnes Alublech ans Blech kleben, also als erstes und unter das Styropor. Aber nicht mit Caravankleber, sondern mit Sika 221, das ist dicht. Später von außen nur mit Lackstift abtupfen, das fällt nicht auf.

Vergiss auf keinen Fall, Dir innen an die Wände Hölzer einzukleben !
Und zwar an allen Stellen, an denen außen was befestigt ist. Unter die Schrauben des Trägers sollten möglichst große Hölzer, also so 20x20 cm.

Vieleicht kannst Du den Träger auch etwas nach oben oder unten versetzen. Dann wäre diese obere blöde Halterung nicht mehr mittig auf der Fensterleiste und würde diese lockern. Uberleg es Dir und bau dann sicherheitshalber Hölzer ein. Die alten Befestigungslöcher dann wie beschrieben abdecken.
Kurt

ingemaus am 14 Dez 2008 13:24:10

Hallo rheiwo!

Bei der Korrosion um die eine Bohrung, haben 2 Materialien, nämlich Stahlschraube und Alublech, dazu Feuchtigkeit und die Zeit , in verbindung mit der voltaischen Spannungsreihe, das Alu- Material zerstört.
Hier sieht man deutlich, was ein Fuscher ohne Hirn, alles anrichten kann!
An Deinem WM scheint sich jemand richtig ausgetobt zu haben. Könnte als abschreckendes Beispiel, zur Ausstellung in Düs ausgestellt werden.
Vielleicht habe ich nicht aufgepasst, wie bist Du an das WM überhaupt gekommen?
Falls eine Latte nicht ganz entfernt werden soll oder kann, empfiehlt es sich die Schnittstellen jeweils anzuschrägen. Die Halltbarkeit wird dadurch stark erhöht.

schönen Sonntag und tschüss ingemaus

abo1 am 14 Dez 2008 14:03:57

ingemaus hat geschrieben:....
Bei der Korrosion um die eine Bohrung, haben 2 Materialien, nämlich Stahlschraube und Alublech, dazu Feuchtigkeit und die Zeit , in verbindung mit der voltaischen Spannungsreihe, das Alu- Material zerstört.
Hier sieht man deutlich, was ein Fuscher ohne Hirn, alles anrichten kann!
...



hallo

womit würdest du denn alublech verschrauben?
aluschrauben?

und bevor du jetzt begriffe wie V2E oder V4E verwendest sieh dir doch den abstand auf der spannungsreihe an ...

da ist kaum ein unerscheid zwischen zink und edelstahl zu alu, eigentlich ist zink sogar näher dran

bei niroschrauben entfällt also nur der optisch erkennbare "rost", die metallauflösung ist ähnlich wie wenn du normale verzinkte schrauben verwenden würdest

lg
g

rheiwo am 14 Dez 2008 14:34:38

@Kurt: Danke für Deine schnelle Antwort. Ich hatte gehofft, dass Du etwas schreibst. Aber dass es so schnell geht - einfach super. Jetzt weiß ich, worauf ich achten muss. Ab nächster Woche habe ich eine Halle. Dann mache ich die Rückwand ganz auf und der Bodenbereich kann austrocknen. Leider habe ich zu einem anderen Punkt nirgends eine genau Beschreibung gefunden. Und zwar zum Entfernen der Unterlegpofile und der Kantenleisten. Gibt es da irgendwo eine Schritt-für-Schritt Beschreibung oder vielleicht sogar Fotos?

@ingemaus: Ich habe das Teil bei einem Händler unter Ausschluss jeglicher Garantie gekauft. Obwohl wir den Innenraum an verschiedensten Stellen gemessen haben, ist dieser Schaden nicht aufgefallen. Im Bad war fast die gesamte Wand von Einbauten und einer dicken Vinyltapete bedeckt. in der Küche liegen die durchnässten Teile genau hinter dem Kühlschrank. Ich hätte wirklich alle 30 cm messen müssen und bei ganz genauer Kontrolle hätte es noch weitere Indizien gegeben. Aber der Wasserschaden war bei der Begutachtung weder sichtbar (auch unter dem Fahrzeug nicht) noch riechbar. Ist sogar möglich, dass der Händler davon nichts wusste. Selbst der Vorbesitzer, mit dem ich lange telefoniert habe, war (glaubhaft) ahnungslos.

@abo1: Wenn ich es richtig verstehe, kommt die elektrochemische Reaktion doch erst durch das Wasser zustande. D.h. solange es trocken bleibt, passiert auch bei der Kombination Stahl/Eldelstahl und Alu nichts.

turbokurtla am 14 Dez 2008 17:38:01

So, einmal noch, bevor ich mir den Herbstmeister anschau.
Kantenleisten sind auf ein Unterlegprofil aus Gummi geschraubt. Auf dessen Unterseite ist Dichtmaterial angebracht.
Nur dieses macht die Sache dicht !
Wenn Du jetzt die Leiste wegschraubst, siehst Du an der Oberseite des Gummis oft Wasserreste. Macht überhaupt nix aus, denn da drunter ist wichtig, wie beschrieben.
Man kann also ohne Probleme, bei gut haftendem Gummi, die Leiste einfach wieder anschrauben. Ich geb da sicherheitshalber auf jede Schraube vorm Reinschrauben einfach noch ein Bätzchen Dekalin aufs Gewinde.
So, bei Dir schauts so aus :
Leiste bis oben, ev. bis Mitte des Fahrzeugs abschrauben. Dann den Gummi etwa einen Meter von unten abziehen. Diesen, wenn das Dichtmittel noch o.k. ist, vorsichtig nach oben ans Fahrzeug pappen. Aufpassen, dass er nicht zusammenklebt. Meist bringt man das Dichtmittel gar nicht vom Gummi runter, deshalb später einfach zusätzlich Dekalin auf das Blech und Gummi wieder drüber. Dort wo der Gummi dran blieb, wie beschrieben Dekalin an die Schrauben und die Leiste wieder dran.
Das ist dicht !
Muss man den Gummi ev. erneuern, kann man diesen, genau wie eine Leiste, auch stoßen. Sollte man aber nur an senkrechten Stellen machen. Einfach abschneiden und neues Unterlegprofil stumpf ansetzen. Und ganz wichtig, unter den Stoß genügend Dekalin. Dann Leisten drauf.
Auch das ist so dicht !
Solltest Du Dir die Leisten nicht ganz abmachen trauen, dann schraub sie nur bis zur Rundung auf und binde sie mit einer Schnur seitlich nach vorne, wo sie Dich nicht stört. Geht auch, aber ganz ohne Leisten arbeitet man leichter.
Und mach Dich nicht verrückt wegen der Schrauben. Ich hab noch keinen Wagen gesehen, der im Inneren des Aufbaus Edelstahl oder sowas drin hatte. Immer nur ganz normale verzinkte Schrauben. Ohne Wasserschaden sind die nach 30 Jahren noch wie neu.
Kurt
... und hoffentlich gewinnt Hoffenheim.

rheiwo am 14 Dez 2008 21:21:44

Na denn Glückwunsch zum Herbstmeister :bia: Bin zware kein Fußballfan - aber da hab ich doch mal aufgepasst. Und Kurt, danke für die weiteren Turbo-Tipps. Jetzt trau ich mich auch da ran. Ich habe das noch nirgends so im Zusammenhang gelesen. Ich werde berichten, wie es läuft und auch weitere Fotos schießen.

Gerold

ingemaus am 14 Dez 2008 21:57:09

HALLO abo 1

Die voltaische Spannungsreihe ist mir, so wie Du sie beschreibst, auch bekannt.
Leider muss man manchesmal verschiedene Materialien verbauen. Korrosion wird aber dort verstärkt auftreten, wo die Materialunterschiede in der Reihe, sowie die aufeinander liegendenden blanken Flächen groß sind.
Wenn wie hier, mit verzinkten Schrauben und Alu gearbeitet wurde ist der Spannungsunterschied nicht so groß, als wenn sich die Verzinkerei in Laufe der Jahre verabschiedet hat. Das nun blanke Eisen hat wohl an den blanken, runden Bohrungen das Alu zersetzt. Selbst ein unterlegen von Gummischeiben oder PVC hätte nicht zu dieser Materialauflösung geführt.
Woher sollte den sonst die Korrosion entstanden sein?

Hallo Turbokattle!

Eine Frage: Wie ist es vor dem Zusammenbau mit einer entsprechenden Pilz- Schimmel-Vernichtung?
Irgend etwas zu empfehlen?

Hallo rheiwo!

Kann man bei einem Händler etwas unter Ausschluss jeglicher Garantie kaufen?
Wenn ein Händler oder Privatverkäufer bei diesen Schäden behauptet nichts gemerkt zu haben, gehört ihm sofort die Lizenz entzogen!
Wenn jemand ein Mobil in Zahlung geben will, da sollst Du einmal sehen, wie schnell der Händler mit einem Feuchtigkeitsgerät angesaust kommt.
Also, Dein guter Glaube der Verkäufer habe ausdrücklich gesagt, nichts gewusst zu haben, tut mit leid, finde ich naiv, nichts für ungut..
Was soll der Händler anderes auch behaupten.
Ob er nun, oder ob er nun nicht, er hat zumindestens Schuld.
Ist aber letztendlich Dein Problem.

trotzdem viel Geduld und gutes gelingen und tschüss ingemaus

rheiwo am 14 Dez 2008 23:28:44

@ingemaus: Ganz so naiv war ich nicht. Das Teil wurde vor dem Kauf wirklich intensivst unter die Lupe genommen. Der Gesamtzustand für den Preis war m.E. mehr als o.k.. Der Vertrag ist lt. Auskunft meines Anwaltes so formuliert, dass der Händler die Gewährleistung tatsächlich rechtswirksam ausgeschlossen hat.

Da mir das Prozessrisiko zu hoch ist, ist dies Thema damit für mich durch. O.k., hätte ich das Ausmaß des Schadens gekannt, hätte ich das Teil nicht gekauft. Nützt jetzt aber nix mehr. Also werd ich es im Eigenbetrieb aufarbeiten und hoffe, dass unterm Strich die Sache sich doch gelohnt hat. Wir werden sehen.

turbokurtla am 15 Dez 2008 08:12:18

Guten Morgen
Nein Ingemaus, sowas bringt gar nichts. Außer dem Verkäufer solcher Sprays.
Wenn man Modriges bei einer Sanierung entfernt und alles gut austrocknet, ist ja nichts mehr drin und alles trocken.
Dicht muss es anschließend natürlich schon sein.
Doch selbst wenn wieder Wasser reinläuft helfen Sprays auch nix, dann fault es halt wieder.
Kurt

rheiwo am 15 Dez 2008 09:42:22

Hallo Kurt,

mir ist nochmal die Sache mit den kleinen Alu-Fraß-Löchern durch den Kopf gegangen. Von außen nur Tupflack gefällt mir gut. Ich denke, das kriege ich auch optisch gut hin. Wenn ich aber von innen eine Aluleiste unterfüttere, muss ich die 20 mm Latte entsprechend abhobeln (lassen).

Könnte ich an diesen Stellen nicht stattdessen:

a.) Löcher von außen abkleben und dann die Sandwich-Latte an den Lochstellen direkt von innen (ausnahmsweise) mit Sikaflex aufkleben... oder

b.) Löcher von außen abkleben und von innen über die Löcher mit Sikaflex Alufolienstücke gegenkleben (je ca. 2 x 2 cm) und darüber später mit Caravankleber die Latte drüberkleben?


Gerold

turbokurtla am 15 Dez 2008 10:54:18

Ja sicher geht das auch.
Dicht macht in dem Fall ja das Sika.
An senkrechten, seitlichen Flächen langt oft auch nur ein Tupfer Farbe, da hier eh fast kein Wasser reinlaufen kann. Das meiste Wasser läuft ja vom Dach nach hinten ab, und das bißchen an der Seite ist egal, da es eh sehr schnell abfließt.
Anders ist es am Heck, da kommt schon mehr Wasser runter.
Ich dachte nur ein dünnes Alublech, auch zum Verstärken des umliegenden Bleches. Dann ist natürlich kein Holz nötig, da keine Leiste angeschraubt wird.
Mach es aber mit Variante a, denn wie so ne Alufolie reagiert, weiß ich nicht. Kleber hält da bestimmt auch nicht.
Und grundsätzlich beim Kleben von innen außen die Löcher immer schön mit Isolierband abkleben.
Kurt
Kurt

rheiwo am 15 Dez 2008 12:06:07

Jepp, wird gemacht:) Kleber und Sikaflex sind bestellt, Scheibendicht hol ich mir hier am Ort bei Würth... Spätestens am Wochenende geht´s dann los.

Vossi am 16 Dez 2008 13:32:28

Das ist für mich der Albtraum.Wenn ich das sehe.
Ich frage mich immerwieder...Warum wird in dieser Branche kein Behandeltes Holz genommen.Es gibt in den Baumärkten ja auch dieses grün Imprägnierte Holz.Nennt sich Imprägniersalz gibt es in Tischlerein o.Ä. und so teuer ist das auch nicht.Wenn ich so weit bin,werde ich es machen.

turbokurtla am 16 Dez 2008 16:48:41

Vergiss es Vossi
Das grüne Zeugs taugt vielleicht grad mal für nen Dachstuhl, und das nicht wirklich.
Wenn, wie in einer Sandwichwand, nasses Holz fast luftdicht verschlossen ist, wird es immer faulen.
Vielleicht würde druckimprägniertes Holz ein Jahr länger halten, aber nicht mehr. Und wer will schon solches Gift da drin haben.
Auch von einem Hersteller verwendetes Saunaholz fault durch.
Kurt

rheiwo am 21 Dez 2008 19:16:49

So – bevor ich die Rückwand aufmache, habe ich noch einige Sachen erledigt. Zunächst mal die Styroplatten mit einem Schwingschleifer gesäubert und geglättet. Hat prima hingehauen, vor allem mit angeschlossenem Staubsauger. Vorher gab es weiße Weihnacht bei 8 Grad ;-) Das ich die Lüftungsgitter des Kühlis relativ leicht rausziehen konnte und auch das Küchenfenster undicht war, habe ich die drei Teile auch gleich ausgebaut.

Da nun aber die Rückwand durch das amputierte Gerippe und die großen Löcher immer instabiler wurde, habe ich mich entschlossen, noch vor dem Öffnen der Seitenschienen ein breites Querbrett über die gesamte Breite einzukleben. In diesem Bereich lagen ja vorher zwei Latten mit ein bisschen Styropor dazwischen.

Das breitere Brett sorgt bei der weiteren Arbeit für mehr Stabilität. Außerdem gibt es später eine bessere Statik für die Neubefestigung der Leiter. Da in diesem Bereich viel Wasser sehr lange "quer" gestanden hat, gibts hier auch den den meisten Lochfraß. Mit Halogenstrahler im Womo und bei Dunkelheit lassen sich auch kleinste Perforationen sicher erkennen. Ich habe dies mit Isolierband abgeklebt und dann das Brett vollflächig mit weißem Sikaflex verklebt.

rheiwo am 21 Dez 2008 19:46:40

So habe ich mir übrigens die zusätzliche Unterfütterung für die Leiterbefestigung vorgestellt. Sollte doch reichen. Oder?

turbokurtla am 22 Dez 2008 09:23:33

Klar reicht das Gerold.
Guten Morgen, übrigens.
Und wenn Du die Wand weg hast, überleg Dir ev. auch gleich den Boden mitzumachen. Geht bei offenem Heck bestimmt leichter, z. B. kommt man dann mit Schraubzwingen rein. Zumindest die Rahmenhölzer.
Ist ein schönes Bild mit dem Licht im Inneren.
Schick das doch Rimor oder dem Händler zu Weihnachten. :D
Kurt

rheiwo am 22 Dez 2008 10:10:10

Moin Kurt,

...jau zur Untermalung der romantischen Weihnachtsstimmung :tannenbaum:

Der Boden in der einen Ecke ist ja schon auf 20 x 20 cm raus. Ich rechne damit, dass ich da auf der ganzen Breite ca. 10 cm machen muss. Bin gestern mit dem Öffnen angefangen. Da waren aber überall noch die festgerosteten Schrauben der Fahrradträgerkonstruktion im Weg und haben mich blöd lange aufgehalten. :wall: Caramba!

Bis denne Gerold

rheiwo am 23 Dez 2008 09:46:40

So nun ist das Heck offen. Einige der Schrauben unter den vertikalen Aluleisten saßen dermaßen fest, dass ich die Köpfe anflexen musste. Überraschung beim Herausdrehen der Schraube unten: Das Rechteckrohr an der Unterseite stand voll mit blankem Wasser :heul: .

Der untere Teil der Rückwand ließ sich dann leicht abheben. Alle Aluteile der Sandwichwände sind horizontal geteilt. Die untere Platte ist jeweils in einen Falz des oberen Bleches eingeschoben. Kurt, wird die Platte später tatsächlich nur eingeschoben oder in dem Falz verklebt?

Von hinten gesehen links muss ich den Boden bis kurz vor der WC-Trennwand aufarbeiten. In Fahrtrichtung rechts geht's noch deutlich weiter bzw. fängt bei der Tür wieder an!. Ich schätze hier hat man bei der Tür wichtige Dichtungen einfach entfernt, Moosgummi eingeklebt und die Kedergummis nicht erneuert. Auch an der rechts an die Tür anschließenden Stauraumklappe (noch kein Foto) gibt es zwar eine innen liegende Dichtung im Rahmen aber die Klappe selbst hat nur einen nackten Alurahmen.

rheiwo am 23 Dez 2008 09:48:39

Hier noch zwei Fotos zur Tür.

MobilIveco am 24 Dez 2008 23:19:53

Wir hatten auch mal 'nen Europeo von Rimor. Durch eigene Schuld war der auch nachher undicht. Ich denke meine nachträglichen Einbauten waren ähnlich unsachgemäß wie bei euch.

Wir habe das Rimor Werk in Pogibonsi besucht. Die waren wirklich sehr freundlich und hilfsbereit. Bevor ich mich da ans basteln gäbe würde ich in jeden Fall bei einer größeren Reperatur einen Besuch dort in Erwägung ziehen.
Da wird nicht lange rumgebstelt. Die alte Wand kommt raus, die neue rein und fertig.

turbokurtla am 25 Dez 2008 10:44:46

Klasse !
Jetzt wirds interessant !
Und sehr übersichtlich ! :D
O.K., zuerst hab ich mal ein paar Fragen:
Was meinste denn mit Vierkantrohr, wo unten das Wasser rausläuft ? Den hinteren Teil des Rahmens oder ist da unter dem unteren Spoiler so ein Alurohr zur besseren Befestigung.
Und wie haste denn das ganze Blech abbekommen, da hast doch erst das breite Brett ( müsste doch auf dem Stoß des Bleches sein ) mit Sika draufgeklebt ?
Egal, wenn Du das eingehängte Blech sauber ausgehängt hast, ist es nur gut für Dich. Jetzt kannst Du erst mal sehr gut ran und schön an Wand und Boden arbeiten.
Mit solchen Falzen arbeiten viele Hersteller. Scheinbar tun sie sich bei der Herstellung der Wände, also beim ersten Auflegen des Bleches, leichter. Und später brauchen sie dann auch keine Aluleiste mehr über den Blechstoss, denn der ist so dicht.
Eigentlich könntest Du jetzt in die Heckwand über dem Stoß schon mal Hölzer einkleben. Wenn Du Platz hast, kannst Du die Heckwand auch im ausgebauten Zustand, also z.B. auf einem großen Tisch erneuern. Zumindest einen Großteil der Rahmenhölzer. Sehr wichtig ist nur, dass Du die paar Zentimeter ( nach oben und unten ) Platz beachtest, die zum Einhängen später unbedingt nötig sind. Die geklebten Hölzer über den Falz von innen ( musst Du machen für guten Halt ) und die Dekorplatten musst Du aber erst am Schluss von innen kleben. Hierbei würde ich, für die Blechkante des Falzes, ein paar mm aus einem Brett ausfräsen und dieses dann draufkleben.
Als erstes solltest Du jetzt aber den Fußboden und die Seitenwände machen. Die kannst Du dann auch ganz fertig machen, mit Dekorplatten und allem. Gleiches gilt für den kompletten Fußboden. Tut man sich bei offenem Heck bedeutend leichter, da man besser rankommt und Schraubzwingen auch von hinten ansetzen kann. Den Boden kannst Du so auch mit einer ganzen Platte machen. Sag ich Dir, wenns soweit ist.
Kannst Du ein Bild in der ganzen Breite hinter rein machen ? Vielleicht auch von schräg oben so auf den ganzen Boden in voller Breite drauf. Gib mir auch die Stärken der einzelnen Platten des Bodens durch. Ist wichtig für mich wegen der kompletten Platte.
Interessant wäre auch der weitere Schadensverlauf nach vorne. Sollte dieser unterbrochen sein, wie Du sagst, könnte wirklich weiter vorne noch was sein. Die Tür und die Klappen würde ich erst mal ausbauen um alles besser begutachten zu können. Bei der Reparatur müssen sie sowieso weg.
Machst echt nen guten Job da. Das Ding bringen wir zusammen schon wieder hin. :daumen2:
Und mir gefällts, wenn ich mal angeben darf, was andere zu tun haben. :D
Kurt

turbokurtla am 25 Dez 2008 11:00:19

@ MobilIveco,
das würde mich etwas genauer interessieren.
Also Größe des Schadens, Aufwand, Zeit und Kosten.
Unsere deutschen Hersteller tauschen ja auch komplette Wände. Kann man aber nur im Werk machen wegen dem unmöglichen Transport. Geht natürlich viel schneller, als eine ganze Wand von innen zu erneuern. Gibt meist nur 2 Probleme.
Da ja oft nur ein Teil der Wand kaputt ist rentieren sich die manchmal irre hohen Kosten nicht und es kommt eine herkömmliche Reparatur beim Händler bedeutend billiger. Ja, und dann gibts ja heutzutage oft nicht mal mehr Bleche bei nur wenige Jahre alten Fahrzeugen, geschweige denn komplette Wände.
Kurt

rheiwo am 26 Dez 2008 23:58:05

Hi Kurt, ich hoffe, Du/Ihr hattest ein schönes Fest und danke für die aufbauenden Worte. Mit Dir als Coach wird´s schon klappen. :biggthumpup: Ich betrachte das mittlerweile als Herausforderung...

Zu Deinen Fragen:
1.) Das Wasser stand im hinteren Rechteck-Querrohr des Tragrahmens unter dem Bodensandwich. Auf dem Foto etwas blöd zu sehen, weil da die Wand noch davor hängt. Ich denke 1-2 Entwässerungsbohrungen reichen. Dies Rohr ist vollständig eingeschweißt; die Längsrohre dagegen sind an den Stirnseiten offen.
2.) Mein Stabilisierungsbrett klebt tatsächlich über dem Falzeinschub. Mir war wichtig zu wissen, ob die untere Platte wirklich ohne jede Abdichtung in den Falz geschoben wird. Aber das weiß ich ja jetzt ;-) Der Falz trägt ausschließlich außen auf. Innen ist der Stoß völlig glatt. Ich denke dort eine Fülleiste mit Sikaflex drauf und der Stoß ist dicht.
3.) Werde wie von Dir vorgeschlagen erst den Fußboden (und die linke Seitenwand) machen. Nach rechts zur Tür hin (von hinten gesehen) ist viel feste Substanz. Das Holz war dort nur nass ist aber sonst härter und tragfähiger.
4.) Die Sandwichplatten haben folgenden Aufbau:
- Boden unten 3 mm Sperrholz/Mitte 20 mm Styro/Oben 8mm Sperrholz+Bodenbelag
- Wände außen Alu/Mitte 20 mm Styro/innen 6 mm Sperrholz+Dekooberseite
5.) Fotos von der Breitseite von hinten habe ich schon. Kann ich morgen reinstellen.
6.) Nach vorn wirds tatsächlich nochmal schlimmer. Der RIMOR hat eine Stauraumklappe in Fahrtichtung rechts von 1, 50 m Länge, die an der Unterkante mit drei Bändern angeschlagen ist. Alle drei Alubänder sind in der Vernietung im Klappenrahmen ausgeschlagen und haben vermutlich jahrelang herumgewackelt. Durch die Bohrlöcher ist dann munter Wasser in den Stauraum gelaufen. (Fotos folgen). Die innere Silikondichtung ist beschädigt und die äußere Dichtung, die ich an anderen Klappen zumindest an der Oberseite gesehen habe, fehlt ganz. Ich will aber - wegen der Gesamtstatik - erst die Rückwand fertigmachen, bevor ich an die Baustelle rangehe.
7.) Es ist eigentlich unbegreiflich. Mit ein wenig mehr Verstand beim Anbau der Zubehörteile und bei rechtzeitiger Instandsetzung der Poppnieten an der Stauraumklappe hätten diese Schäden wahrscheinlich komplett verhindert werden können. Möchte nicht wissen, wie viele WOMO Besitzer Ihre Schmuckstücke schon mit diversen Extras genauso durchlöchert haben ohne es zu ahnen...
@MobilIveco:
Mit einer Reparatur im Werk oder in der Fachwerkstatt wäre der wirtschaftliche Totalschaden sicher. Passende Platten gibts schon lange nicht mehr.

Bei Aufklebern und anderen Teilen habe ich noch eine Quelle mit Restbeständen aufgetan. Ich hoffe, ich kriege auch die Kedergummis da noch und - falls nötig - Leisten und Dichtungen. Die Unterleggummis konnte ich dagegen komplett vom Dekalin befreien. Sind wie neu. Habe schon mehrere Dekalin-Popel angesammelt. Mit ein bisschen Wärmenachhilfe aus der Heißluftpistole lässt sich das Zeug prima entfernen.

turbokurtla am 27 Dez 2008 11:41:05

rheiwo hat geschrieben: :biggthumpup: Ich betrachte das mittlerweile als Herausforderung...



Und mir gefällts, wenn ich Dir dabei helfen kann.

Guten Morgen
1. Klar, bohr unten einige Löcher rein und gut iss.
2. Der Falz ist absolut dicht gegen Wasser; wennst keine Alufraslöcher da drin hast, nimmst später nur Caravankleber fürs Holz.
3. Dann lass die ausgetrockneten Hölzer drin und kleb später einfach ein zusätzliches, neues daneben. Ev. hier vorher das Styropor auf Lattenbreite ausschneiden
4. Etwas ungewöhnlich zwar, besonders die 6 mm Dekorplatte, aber egal.
Die 20 mm Iso ist jedenfalls leicht zu bekommen.
6. Ungewöhnlich. Die innere Dichtung ist eigentlich wurscht. Wichtig ist die Abdichtung des Falzes der Klappe am Blech. Hier ist meist Moosgummi oder Dekalin. Sollte das vorhanden sein, dürfte es nicht zu den Scharnieren reinlaufen, denn die sollten im Trockenen sein. Nach dem Ausbau ganz genau ansehen, nicht das es doch von wo anders kommt.
Und, auch wenn Du es später machst, schnell zum Trocknen öffnen.

So, hab da noch ein paar Skizzen für Dich, bezügl. des Neuaufbaues des Bodens. Schaus einfach an, vielleicht hilft es. Ev., schon beim Ausschneiden der alten Bodenplatte, darauf achten.
Bei Dir speziell, wäre es möglich, wie auf Bild "Rep 4", statt der Latte, eine komplette Platte in 20 mm zwischen unterer und oberer Platte einzuschieben. Wie schon angedeutet, in der kompletten Breite des Bodens. Kann ja, entsprechend der Schadenstiefe, unterschiedlich weit hineinreichen. Dann oben und unten die entsprechenden Platten drauf und fertig.
Kurt

rheiwo am 27 Dez 2008 21:28:34

Mensch Kurt, ich hoffe, da musstest Du nicht etwas extra für mich zeichnen. Aber so in der Übersicht... perfekt. :klatschen: Vielen Dank für die Zusammenstellung.

Das Verstärken ist auch klar... und das mit der Platte werde ich auch checken. Ich denke, ich habe das "Überlappungsprinzip" verstanden.;-)

Da es in der Halle z.Zt. zu kalt ist und ich Deinen Spezialschaber nicht herstellen kann, habe ich im Bastelkeller schon mal einen Styropor-Handschneider gebaut. Der Draht ist ein Schweißdraht und wird mit dem Gasbrenner aufgeheizt. Man kann dann immer so 20-30 cm sauber am Stück ausarbeiten. Funktioniert an dem Abfallstück recht gut. Mal sehen ob es (evtl. morgen) auch in der Halle klappt. Dann mach ich auch die Fotos von den Stauraumbändern.

turbokurtla am 28 Dez 2008 15:01:10

Nein, sind schon älter.
Hab ich mal eingescannt, falls sie jemand braucht.
Deine Schneidetechnik fürs Sty. hat zwar was, doch wirst Du die Flächen der oberen und unteren Platten so, glaub ich, nicht richtig sauber bekommen. Und wenn die nicht plan sind bekommst Du Holz in der Stärke des Sty. nur sehr schwer rein.
Und wegen dem spez. Werkzeug, nochmal, Du wirst doch nen alten, großen Schraubenzieher haben und ihn umbiegen und zuschleifen können.
Dann mit dem Gasbrenner glühend machen und abkühlen. Dann ist das Ding hart.
Gleiches bei dem breiteren Abziehwerkzeug, nur das die harte, geschliffene Platte angeschweißt werden muss.
Besonders das kleine ist fürs Styropor rauskratzen, und mit den hinterschliffenen Seiten, für die Flächen der Platten, ideal.
Hab noch mal ein paar Bilder gemacht und angehängt.
Kurt

rheiwo am 03 Jan 2009 11:14:12

Hallo Kurt, danke für die Werkzeugtipps.

Die Baustelle musste ich leider wegen "Schlechtwetter" vorübergehend schließen. Bei -10 Grad macht es in einer unbeheizten Halle auch mit Gasstrahlern keinen Spaß mehr. Ich habe zwar noch genügend Wärme an die Klebestellen bekommen. Aber das war schon grenzwertig.

Daher erstmal an alle ein "frohes neues Jahr" an alle. Sobald das Thermometer im Plus ist, geht´s weiter.

Viele
Gerold

rheiwo am 19 Jan 2009 22:26:48

Hallo Kurt und alle Interessierten! Da ich das untere Teil der Rückwand abnehmen konnte, habe ich es im heimischen Keller weiter bearbeitet. (s. Foto). Ich bin mittlerweile mit dem Teil fast fertig inkl. Öffnung für Außenduschklappe etc.. und plane jetzt die Verstärkungen für die Leiter und einen neuen Fahrradträger ein (s. Fotomontage Bild 2).

Ich habe vor, ich die Leiter (1,2) höher zu setzen, damit ich mit der Befestigung aus den Stößen rauskomme und auch den Fahrradträger höher anzusetzen als vorher (3,4). Der Alustreifen 5 deckt den Lochfras ab, darunter ist im Sandwich bereits eine breite Leiste mit Sika verklebt. An 6 ist eine Druckstelle von der Leiterabstützung. Da möchte ich auch eine Aluplatte aufkleben, um den Druck besser zu verteilen und die Druckstelle zu kaschieren.

Wenn es klappt, hole ich mir das Oberteil der Rückwand auch in den Keller. Das Arbeiten am Tisch geht wesentlich einfacher und schneller von der Hand.

Gibt es eigentlich irgendeinen Spachtel oder Füllzeug, um Löcher im Styropor wärmedämmend auszuspachteln? Klar bei größeren Stellen wird neu eingesetzt. Aber bei kleineren Schäden, die nicht mit dem Kleber ausgeglichen werden, wär das schon praktisch.

turbokurtla am 20 Jan 2009 08:26:23

Tag
Also die Halter der Leiter würd ich nicht höher setzen, denn da kommste mit den oberen in die Rundung, und das ist schlecht.
Umgekehrt würde ich den Träger eher tiefer setzen, natürlich nur wenns geht. Aber das muss man natürlich vor Ort messen und entscheiden.
Kleinere, löchrige Stellen gleicht der Kleber locker aus. Wenn Du ihn mit Wasser ansprühst geht der richtig schön auf. Probier es aus.
Und über die Seitenwand brauchst Du nicht so viele Zwingen. Leg ne übertragende, gerade Latte drauf und dann 4 oder 5 Zwingen reichen locker.
Weiter so, passt scho.
Kurt

rheiwo am 20 Jan 2009 09:10:26

an die Frühschicht! Kurt, bei Kringel 1 bin ich mit dem oberen Halter noch einige cm unterhalb der Rundung im geraden, glatten Blech. Vorher war die Leiter oben ja auf der Abdeckleiste verschraubt. Wenn ich die oberen Halter drehe, sieht es so aus wie auf der Montage. Mit dem Radträger habe ich auch lange geknobelt. Oben muss er auf jeden Fall auch ins glatte Blech, weil er - wegen der Breite (80 -100 cm verstellbar) - übers Fenster ragt. Unten habe ich dann an der eingezeichneten Stelle sowohl das Alublech außen und vor allem innen die Unterfütterung durch die breite Holzleiste.

Die Schäumerei bei dem Caravankleber ist mir auch erst jetzt klar geworden. Ich hatte bisher geglaubt, dass der sich die Feuchtigkeit auch aus der Raumluft ziehen kann, dann aber halt länger braucht.

turbokurtla am 20 Jan 2009 13:51:51

Wie gesagt, das muss man vor Ort entscheiden.
Pass nur auf die Rundung auf, denn da sind die Bleche oft nicht geklebt.
Es muss halt fest sein, aber das machst Du schon.
Das mit dem Kleber ist so:
Ohne Wasser reagiert er langsamer, hat also eine längere, offene Zeit und quillt nicht so arg auf. Meist kleb ich so.
Wenns mal pressiert und ich am selben Abend noch was machen will, sprüh ich Wasser drauf. Oder eben wenn er größere Löcher ausfüllen soll. Allerdings sollte man dann in wenigen Minuten das Teil anpressen können, sonst hat er schon ne leichte Haut gebildet.
Gib einfach mal ein 2 Spritzer auf ein Stück Holz. Einen Teil spritzte mit Wasser an und den anderen Teil nicht. Dann siehste den Unterschied.
Jetzt grüßt die Mittagsschicht
Kurt

rheiwo am 21 Jan 2009 22:18:48

Hallo Kurt, habe noch einmal über Deinen Hinweis nachgedacht. Ab der oberen Abdeckleiste ist das Styropor tatsächlich nicht mehr mit dem Alublech verklebt. Andererseits sind bei vielen RIMORs dieser Jahrgänge die Fahrradträger immer dort oben verschraubt. (s. auch vorhandene Blindschrauben des früheren Trägers O2). Ich hatte daher vor, dort oben (wie auf der Fotomontage weiter oben zu sehen) mit einer breiten eingeklebten Leiste die neuen Befestigungspunkte zu unterfüttern. Dabei klebe ich das neue Styropor natürlich auch ein. Die alten Löcher L3 und L4 würde ich verschließen. Sollte doch funktionieren - oder? Der von Dir empfohlene Caravankleber ist tatsächlich phantastisch. Jeweils die ausgehärtete Spitze abbrechen und weiterarbeiten = nahezu 100%ige Ausnutzung der Kartusche. Reste an den Fingern lassen sich übrigens sofort mit Wasser und Bürste und nach dem Antrocknen mit Stahlwolle und Seife gut entfernen.

turbokurtla am 22 Jan 2009 09:33:33

rheiwo hat geschrieben:Ab der oberen Abdeckleiste ist das Styropor tatsächlich nicht mehr mit dem Alublech verklebt. Andererseits sind bei vielen RIMORs dieser Jahrgänge die Fahrradträger immer dort oben verschraubt.


Das ist nicht nur bei Rimor so, sondern bei vielen anderen auch.
Bei der Herstellung wird nur die gerade Dachplatte als Sandwich fertig vorgeklebt. Das Blech für die Rundung ist dann lose dran. Bei der Montage des Daches wird in die Rundung das Styropor einfach lose reingelegt und das Blech drübergezogen bis zum Stoß an der Fensterleiste.
Deshalb sind alle solchen Rundungen sehr empfindlich und lange nicht so stabil wie das eigentliche, verklebte Sandwich. Durch Abklopfen kann man das von außen sehr leicht feststellen. Oder in den Staukästen von innen.
Ja, und dann bauen die Deppen hier die Radträger an.
Das muss ja undicht werden !

Wenn Du, zumindest an dem untersten, geraden Stück zusätzliches Holz und Styropor verklebst, kannst Du bedenkenlos den Träger hier montieren.
Nur vorsichtig an der Rundung kleben. Keinesfalls breite Latten einkleben, sonst gibts am Blech ne Kante. Mehrere schmale ( 5 cm ) Hölzer übereinander sind kein Problem, da sie sich der Rundung anpassen.
Kurt

turbokurtla am 22 Jan 2009 09:37:49

Ach so, noch was.
Das ist übrigens einer der wichtigsten Gründe, warum Womos und Wowas meist an der Fensterleiste undicht werden.Durch die geringere Festigkeit, ohne Verklebung, der Rundung, kommen einfach mehr Verwindungen an die Leiste.

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Welches Heki für Wohnmobil?
Was würdet ihr tun?
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt