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Erfahrungsaustausch Carthago Chic I 51 s-plus


chiron am 20 Sep 2009 12:27:50

Bin seit kurzem stolzer Besitzer eines Chic I 51 s-plus 2009.
Möchte von erfahrenen Eignern dieses Typs Tricks und Tips, vor allem was die Gewichtsverteilung auf die Vorder- und Hinterachse betrifft, bekommen.

Auf hilfreiche Antworten hoffend

Chiron

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Tomas H am 21 Sep 2009 11:46:07

Hallo Chiron,

da bin ich auch gespannt. Wir haben seit ein paar Wochen ebenfalls einen Cic I51 S-Plus. Es ist auch ein Neufahrzeug. Bislang sind wir sehr zufrieden. Es gibt nur ein paar Kleinigkeiten, die gemacht werden müssen. Das ist hauptsächlich das Nachstellen der Türen und eine LED-Leiste geht nicht.

chiron am 21 Sep 2009 12:37:10

Hallo Thomas
Ich bin mit meinem Fahrzeug was den Aufbau betrifft sehr zufrieden. Allerdings habe ich etwas Probleme mit der Maximallast der Vorderachse.

Damit ich die zulässigen 1900 kg nicht überschreite, muss ich ein Mindestgewicht von 280 kg in die Heckgarage packen. Das heisst, ich darf mein Fahrzeug nicht "leer" benutzen.?!
Ich habe eine Zusage von IVECO, dass ich eine Auflastung von +50kg machen lassen kann, natürlich wenn ich bereit bin, die Kosten von etwa 300 Euro zu übernehmen.

Hast Du Dein Traummobil schon auf der Waage gehabt?

freundlich grüsst

Chiron

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Tomas H am 21 Sep 2009 13:38:26

Das war mir bislang nicht bekannt. Ich war noch nicht auf der Waage aber habe sicherlich das gleiche Problem.

chiron am 21 Sep 2009 16:09:54

Hallo Thomas
habe soeben vom Verkäufer meines Reisemobils die mündliche Zusage erhalten, dass Carthago eine technische Lösung des Problems in Kulanz anbieten wird. Auflastung der Vorderachse,stärkere Reifen und Alufelgen sollen mir dann eine Maximal Last von 2100 kg zulassen.
Nun ich hoffe, dass Carthago ihrem Ruf treu bleibt und den Worten auch Taten folgen lässt. Ich habe bis heute nur Gutes von Carthago gehört was die Kundenfreundlichkeit anbelangt.
Ich werde über den weiteren Verlauf der Geschichte hier berichten.

Chiron

Tomas H am 21 Sep 2009 16:13:02

Prima. Vielen Dank. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie die überhaupt eine Zulassung für die Modellreihe bekommen haben.

joekel am 21 Sep 2009 16:27:28

Hallo, welchen Iveco bzw. Chasssis ist unter dem Chic ? der 5 to 50c18 ?
Weiterhin springt der Motorlüfter des öfteren an Steigungen an ?
mfg

Hotte

Pijpop am 21 Sep 2009 17:10:37

Alles schön und gut - stellt sich halt die Frage wie solch eine Firma wie
Carthago eigentlich ein neues Modell konzipiert - geht anscheinend sehr
oft richtig daneben - die 416er Sprinter mit Zuladungsproblemen
sind schon Geschichte.

Die sollten sich mal einen neuen Rechenschieber anschaffen.

Was glaubt ihr denn wieviel Eigentümer von den Kisten wissen was sie
unter dem Hintern haben???

Pijpop

joekel am 21 Sep 2009 17:37:07

Schon seltsam was sich die Branche so erlauben kann..... wie so oft, die Banane reift beim Kunden. Ein Trost bleibt, bei Concorde und Phönix isses nicht besser. Die Achsprobleme kommen mir bekannt vor, die ersten Carver plagen sich auch damit rum, einzige Abhilfe Luftfedern vorn.....
War gerade auf dem Homepage und der Chic hat den C15, für den mächtigen Preis hätte eigentlich der C18 reingehört. Vorallem ärgerlich wenn man die Preisliste sichtet und zum Beispiel den 100 l Tank nur gegen Aufpreis
bekommt, welcher beim C18 standartmäßig verbaut ist.

mfg

Hotte

chiron am 21 Sep 2009 21:03:04

Was mich am meisten ärgert ist die Unverschämtheit der Hersteller, ein Fahrzeug auszuliefern, das bis auf 40kg der möglichen 1900kg Achslast im leeren (!!) Zustand gemessen wurde. Leider habe ich Greenhorn das erst bemerkt, wie ich das Fahrzeug bei der Motorfahrzeugkonrolle (schweizerischer TüV) wiegen musste.
Übringens weis ich von Goldschmitt, dass Concorde Carver ihre Modelle auf 2200kg auflastet.

Chiron

pezz88 am 21 Sep 2009 21:41:01

Existiert das Problem eigentlich auch beim Sprinter Fahrgestell (518).
Das würde dann aber so langsam das Fass zum überlaufen bringen, bei der „Möhre“…
Bis jetzt war das Fahrgestell eigentlich das Bauteil, was so ziemlich als einziges ohne
Mängel war!

chiron am 24 Sep 2009 22:11:01

Habe heute Post von Carthago bekommen. Carthago hat mir zugesichert, mein Problem so schnell wie möglich zu lösen mit einer Auflastung der Vorderachse um 200 kg.
Das bestätigt meine gute Meinung von der Firma Carthago. Ich habe beispielsweise von einem Opus 52 Besitzer vernommen, dass Carthago an seinem 5 Jahre alten Fahrzeug die Alu-Schürzen wegen Alufrass alle in Kulanz ausgetauscht hat.
Wenn das nicht für die Firma Carthago spricht!
Ich jedenfalls bin von meinem Gefährt nach wie vor begeistert.


Chiron :D

magicklaus am 30 Okt 2009 06:04:56

Hallo ich habe den Chic I 51 auf Iveco seit ca. 2,5 Jahre und ca. 54000 km auf der Uhr.
Nach meinen Infos ist eine Auflastung nicht möglich,trotz verbauter Luftfederung.Iveco lehnt das ab.
Sollte jemand aber wissen wie, was und wo, würde ich mich über eine Info freuen.
Und mit den Problemen und Service wünsche ich euch viel Glück. :-o
Klaus

chiron am 30 Okt 2009 18:25:26

Ich weis, dass Goldschmitt Deutschland eine Zusatzluftfederung für das IVECO 50C18 Chassi anbietet mit einer Erhöhung der Vorderachslast von 1900 kg auf 2100 kg. (Fa. Goldschmitt, Herr Stäbler kontaktieren).
Ich war gestern auf der Schweizerischen Caravan Messe in Bern. Da habe ich gesehen, dass Carthago die Auflastung der Vorderachse auf 2100 kg bei den Neufahrzeugen als Option anbietet.
Mit der Zulassung in der Schweiz rechne ich Ende November. Für an einer Auflastung Interressierte in der Schweiz ist eine Kontaktaufnahme mit Goldschmitt Schweiz in Langenthal, Herr Uebersax empfehlenswert.

Christoph

PS: Allfällige Fragen kann ich frühstens morgen Abend beantworten, da ich den ganzen Tag an einem Amateurfunk Anlass eingespannt bin.

carthagocliff am 30 Okt 2009 18:40:33

Ich gehöre zu den o.g. Mercedes 416 Überladenen (Mondial 57 E). Wie ich hier im Forum schon einmal geschrieben habe, war mein Womo schon LEER um ein paar Kilo überladen, reisefertig dann um 500 kg. Von der Fa. Carthago habe ich nie eine befriedigende Antwort erhalten, wie ich aber ermittelt habe, bin ich kein Einzelfall. Trotzdem ist es unverständlich, daß immer wieder Fahrzeuge an den Kunden ausgeliefert werden, die eigentlich falsch konstruiert werden. Bei meinem Womo kann ich mir nicht vorstellen, daß der Kostenunterschied zw. 416 und 616 Sprinter so entscheidend gewesen ist bei einem NP von dazumals 115.000 Euro. Also wird am falschen Ende gespart.

Allerdings muß ich auch bestätigen, daß alle Gewährleistungsleistungen - also auch die Auflastung bei mir auf 4,9 t - von Carthago relativ problemlos über die Bühne ging. Da ist Carthago wirklich kundenorientiert.

Viele
Christian

mueckenstuermer am 30 Okt 2009 19:01:54

chiron hat geschrieben:Habe heute Post von Carthago bekommen. Carthago hat mir zugesichert, Ich habe beispielsweise von einem Opus 52 Besitzer vernommen, dass Carthago an seinem 5 Jahre alten Fahrzeug die Alu-Schürzen wegen Alufrass alle in Kulanz ausgetauscht hat.
Wenn das nicht für die Firma Carthago spricht!


Wie bitte!? Wenn an den hochpreisigen Carthagos, vor allem auch bei den Chic, reihenweise Alufrass auftritt, ist das doch zunächst einmal ein Fiasko. Andere Hersteller kennen so einen reihenweise auftretenden Mangel gar nicht. Wenn man dann noch weiss, dass bei vielen Carthagos erhebliche bis teilweise lebensgefährliche Gewichtsprobleme bestehen (Reifen auf der Vorderachse bis zu 300 kg und mehr überlastet!
Ist das Kundenfreundlich? Hat das was mit Produktqualität zu tun.

m.

Schnulzenfutzy am 30 Okt 2009 19:46:24

Hallo, warum werden solche Gewichtsprobleme nicht in den einschlägigen Fachzeitungen angeprangert? Aber da sieh man mal wieder was diese Zeitungen wert sind , es sind Prospekte der Wohnmobilindustrie. Lassen wirs doch lieber den Kunden auslöffeln. Gut das es so ein Forum gibt wo die vieles Negatives aufgedeckt wird. Schönes Wochenende vom Rhein

wolfherm am 30 Okt 2009 21:12:22

Schnulzenfutzy hat geschrieben:Hallo, warum werden solche Gewichtsprobleme nicht in den einschlägigen Fachzeitungen angeprangert? Aber da sieh man mal wieder was diese Zeitungen wert sind , es sind Prospekte der Wohnmobilindustrie. Lassen wirs doch lieber den Kunden auslöffeln. Gut das es so ein Forum gibt wo die vieles Negatives aufgedeckt wird. Schönes Wochenende vom Rhein


Dann lies die Zeitungen mal richtig. Die bringen alle Werte wunderbar in Schaubildern und empfehlen dann, z.B. gleich die Auflastung zu ordern, weil die Basis gerade mal die Personen und wenig Gepäck, aber kein Zubehör mehr verträgt.

LG Wolfgang

carthagocliff am 31 Okt 2009 00:17:30

Gut gesprochen, Wolfgang!

Vorallem werden diese von der Industrie den Zeitungsfritzen zur Verfügung gestellten Fahrzeuge häufig OHNE Zubehör getestet. Da sieht man dann Womos ohne Sat, Markise, Ahk, Solar, etc. . Und wir alle wissen ja, daß das alleine oft schon 200 kg oder mehr sind.

Die Zeitschriften sind halt alle sehr anzeigenabhängig !! :twisted:
Wie sonst kann es sein, daß in der letzten RMI ein Bürstner um 96.000 Euro im Oberklassebereich mit Holz und Styroporaufbau nicht von der Zeitschrift zerissen wird, sondern nur als Anmerkung "...konventioneller Aufbau ..." vermerkt wird. Als würde das jeden etwas sagen.

Wir brauchen eine Autobild für Reisemobile.


Christian

wolfherm am 31 Okt 2009 00:35:04

carthagocliff hat geschrieben:Gut gesprochen, Wolfgang!

Vorallem werden diese von der Industrie den Zeitungsfritzen zur Verfügung gestellten Fahrzeuge häufig OHNE Zubehör getestet. Da sieht man dann Womos ohne Sat, Markise, Ahk, Solar, etc. . Und wir alle wissen ja, daß das alleine oft schon 200 kg oder mehr sind.

Die Zeitschriften sind halt alle sehr anzeigenabhängig !! :twisted:
Wie sonst kann es sein, daß in der letzten RMI ein Bürstner um 96.000 Euro im Oberklassebereich mit Holz und Styroporaufbau nicht von der Zeitschrift zerissen wird, sondern nur als Anmerkung "...konventioneller Aufbau ..." vermerkt wird. Als würde das jeden etwas sagen.

Wir brauchen eine Autobild für Reisemobile.


Christian



Du hast mich falsch verstanden. Die berichten schon richtig; man muss es nur richtig verstehen. Wer will denn die Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen??? Der Käufer mit dem "falschen" Führerschein. Letztens wurde ein Oberklassefahrzeug in der 3,5-Tonnen-Klasse vorgestellt und gleich dazu geschrieben, dass der Hersteller die Auflastung auf über 3,5 Tonnen empfiehlt, weil sonst kein Zubehör eingebaut werden kann. Früher hatten die Fahrzeuge sogar deutlich unter 3,5 Tonnen. Das hat gereicht. Aber heute will ja jeder allen Luxus haben: Klima, SAT, Solar, zusätzliche Batterien, damit der Fernseher auch beim Freistehen laufen kann. Ich würde das jetzt nicht immer auf die Hersteller und auf die Zeitschriften schieben. Entweder machen die Leute mal einen "ordentlichen" Führerschein, haben die Gnade der "frühen Geburt" oder verzichten mal auf eine Details. Dann klappt es auch mit 3,5 Tonnen.


LG Wolfgang

carthagocliff am 31 Okt 2009 12:37:47

Hallo Wolfgang !

Wir beide gehen schon konform. Genauso habe ich Dich verstanden, daß man es lesen können muß. Und das bringen die Zeitungen nicht genug deutlich zum Verständnis. Der normale technisch nicht interessierte Kunden versteht es nicht oder liest drüber hinweg. Wenn ich in meinen Bekanntenkreis so manchmal schaue, wie schnell und nebenbei Womos gekauft werden :eek:

So bleiben bei den Profitest der Zeitschriften oft noch 400 kg Zuladung bei zwei Personen. Gewogen aber oft ohne Zubehör !! Das dem Kunden ausgelieferte Fahrzeug hat dann aber Sat, Solar, 2. Batterie, etc. noch oben, vielleicht noch eine Automatik oder den größeren Motor.

Dies sollte klar und deutlich von solchen Printmedien gesagt werden.

Gut, die Führerscheindiskussion ist wohl eine andere. Das da aber in der näheren Zukunft immer mehr nachrücken, die nur 3,5 t bewegen dürfen, ist vorhersehbar. Genauso wie der Drang nach immer mehr Luxus (also Gewicht).


Christian

Gast am 31 Okt 2009 12:38:33

Wir brauchen eine Autobild für Reisemobile.


Christian[/quote]

Hallo Christian,

:daumen2: :daumen2: :daumen2:

Ich denke,Springer hat das schon geprüft,wahrscheinlich zu wenig Käufer vorhanden :D
lg
peter

wolfherm am 31 Okt 2009 12:59:44

carthagocliff hat geschrieben:Hallo Wolfgang !

Wir beide gehen schon konform. Genauso habe ich Dich verstanden, daß man es lesen können muß. Und das bringen die Zeitungen nicht genug deutlich zum Verständnis. Der normale technisch nicht interessierte Kunden versteht es nicht oder liest drüber hinweg. Wenn ich in meinen Bekanntenkreis so manchmal schaue, wie schnell und nebenbei Womos gekauft werden :eek:

So bleiben bei den Profitest der Zeitschriften oft noch 400 kg Zuladung bei zwei Personen. Gewogen aber oft ohne Zubehör !! Das dem Kunden ausgelieferte Fahrzeug hat dann aber Sat, Solar, 2. Batterie, etc. noch oben, vielleicht noch eine Automatik oder den größeren Motor.

Dies sollte klar und deutlich von solchen Printmedien gesagt werden.

Gut, die Führerscheindiskussion ist wohl eine andere. Das da aber in der näheren Zukunft immer mehr nachrücken, die nur 3,5 t bewegen dürfen, ist vorhersehbar. Genauso wie der Drang nach immer mehr Luxus (also Gewicht).


Christian


Hallo,

dann ist ja alles OK. Ich glaube aber auch, dass die Leute einfach zu blauäugig (wie du ja beschrieben hast) an die Sache rangehen. Lese gerade die Kataloge eines großen Herstellers. Da steht bei jedem Zubehörteil die genaue Gewichtsangabe. Wer da dann mal rechnet, kann selbst feststellen, wieviel ihm noch verbleibt. Aber es ist ja so schön bequem, hinterher immer anderen die Schuld zu geben. Aber auf welches niveau sollen die Zeitungen denn noch runtergehen? Ich meine, Zahlen lesen müsste doch eigentlich jeder können.

LG Wolfgang

magicklaus am 31 Okt 2009 13:07:49

Hallo ihr Lieben,
eure Meinungen in Ehren,aber keiner kann mir sagen wie er sein Iveco 50c18 aufgelastet hat. Sorry das was in der Schweiz geht,ist nicht Deuschland.
Meine Info ist,auch bei Goldschmitt hinterfragt und bei Iveco,es geht nicht.
Wenn jemand weiß wie,was und wo ,würde ich mich über die Info freuen.
Das Thema Cathago-Werkservice habe ich abgehakt,da wird man doch nur für Dumm verkauft.
Man kauft einen Wagen für 150.000,00€ und bekommt eine Baustelle.
Ich hoffe du hast mehr Glück.
Es ist schon richtig,das die Zeitschriften für die Produkte(Wohnmobile),positives schreiben müssen,auch wenn diese Müll sind,sonst verlieren ja sie ihre Kunden "Anzeigen usw."
Über Fa.Carthago könnte ich einen Roman schreiben.
Also bitte sagt mir wie das funktioniert mit der Auflastung?
Klaus :-o

Schnulzenfutzy am 31 Okt 2009 13:32:31

Hallo, um sicher zu gehen ,kann man den Kaufvertrag nur nach der Fahrt über einer geeichten Waage machen am besten bei der Dekra oder Tüv, wo der Techniker die angegebenen Gewichtsangaben überprüfen kann. Bei der 5% Klausel sind es immerhin 175kg bei 3,5t.

mueckenstuermer am 31 Okt 2009 13:41:26

Noch mal was zum Gewicht und den Vorderachsreifen:

Da werden Carthagos ausgeliefert, z.B. 52er M-Liner auf Sprinter 416, die haben eine eingetragene Vorderachslast von 1.750 kg. Gleichzeitig werden Reifen montiert und sind auch eingetragen mit der Tragfähigkeit 104/102. Das bedeutet beim einfachen Reifen 104 gleich 900 kg pro Reifen (wenn sie neu sind....). Bei zwei Reifen können also auf der Vorderachse bis zu 1.800 kg Last aufgenommen werden.

Tragfähigkeitsindex: --> Link

Die 102 steht für die Zwillingsbereifung.

Bedenkt man, dass diese Werte sich auf ein Wohnmobil in Serienausstattung beziehen werden, bedenkt man weiter, dass zwar 150 bis 200 Liter-Tanks eingebaut werden, es aber irgendwo im Kleingedruckten heisst, man solle nur 50 Liter auf der Fahrt mitnehmen (!), und rechnet man eins und eins zusammen, kann sich jeder, der des Lesens kundig ist und um diese Bedeutung der Zahlen weiss schon durch bloße Inausgenscheinnahme der Zahlen im Brief und auf den Reifen ausrechnen, dass das Fahrzeug ruck zuck auf der Vorderachse so schwer wird, dass die Reifen keine ausreichende Tragfähigkeit mehr haben. Diese lächerlichen 50 kg Reserve sind nicht nur ein Witz, sondern schlicht verantwortungslos.

Dazu kommt, dass Reifen altern. Man empfiehlt daher, für die Traglast der Reifen 10 % mehr zu nehmen, als die Achse eigentlich tragen muss. Dann käme man zu Reifen der Tragfähigkeit 110/108.

Wenn man dann noch weiss, dass diese Fahrzeuge mit Zusatzausstattungen auf der Vorderachse tatsächlich 2000 bis 2100 kg wiegen, wird mir schlecht. Dafür wären Reifen der Tragfähigkeitsklasse 116/114 nötig (einschließlich 10 % Sicherheitsreserve). Die Fahrzeuge hätten mit den 104/102er Reifen niemals das Werk verlassen dürfen, denn schließlich steht in jedem Prospekt, wie schwer Zubehör ist und der Hersteller kennt diese Zusammenhänge; muss sie kennen.

Ich kann allen, vor allem aber Carthagoeigenern nur sehr dringend empfehlen, sich diese Daten mal am konkreten Fahrzeug anzuschauen. Ich weiss, wovon ich rede, will auch keine Panik verbreiten, aber wenigstens auf diesen Zustand hinweisen.

Und warum Reisemobilzeitschriften, vor allem in den Jahren 2002 bis 2004 bei den Tests so etwas nicht moniert haben, kann ich auch nicht verstehen. Die Tester sollten sich schämen.

Und wenn dann mal wieder ein Reifen weggeflogen ist, heißt es: Na, wird wohl zu wenig Luft gefahren sein, oder hat den Bordstein zu hart genommen...

Wie das aussehen kann, wenn ein Reifen platzt, sieht man an diesem Beispiel:

--> Link

Der Fahrer hat nur deshlab überlebt, weil er seine Blechkiste um sich hatte. Ein M-Liner von Carthago ist aber ein Integrierter... ohne Blechkiste um Fahrer und Beifahrer.

Mir ist ein Carthago M-Liner bekannt, der fährt heute noch mit den ersten Reifen 104/102 und wiegt mit Besatzung und Zusatzausstattung auf der Vorderachse über 2.100 kg. Die Reifen sind 6 Jahre alt. Der Eigner hatte bisher keine Ahnung. Inzwischen fährt er nicht mehr mit dem Fahrzeug und sucht nach einer Lösung. Man soll sein Glcük nicht allzu oft herausfordern.

m.

carthagocliff am 01 Nov 2009 13:51:25

Hallo Mückenstürmer!

Ein wirklich sehr technisch fundierter Bericht von Dir.

Die Krönung habe ich dieses Jahr im Weinviertel in Österreich auf einen Stellplatz gesehen. Nämlich ein österr. Carthago M Liner (muß ein 52 gewesen sein, war vielleicht 7,20 lang - stand neben meinen 7,70 m langen) auf 316 BASIS !!!!!!! :eek: , also mit Singlebereifung hinten und 3,5 Tonnen. Kein Spaß, ich habe 2 Tage Zeit gehabt, den zu untersuchen. Konnte leider mit dem Eigner nicht sprechen. Hätte mich interressiert , wie denn soetwas überhaupt geht. Macht Carthago wahrscheinlich für den österr. Markt. Geht alles !!


Christian

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