Hallo Wohnmobilforum,
wie immer wird man auf Foren aufmerksam wenn man Hilfe sucht (leider :( ).
Das erste Mal wurde ich auf das Forum aufmerksam, als ich meinen ersten größeren Wasserschaden hatten.
Aber erst einmal von Anfang an. Fahre ein Eura Sport 635 VB, Erstzulassung 2001. Super Aufteilung und hatten echt schon viel Spaß mit der Familie. Aber nun die Kehrseite, neben Kupplungsproblemen (3 mal auf Kulanz ersetzt), Getriebeschaden (Fiat hat nach Ablauf der Garantie (6Monate) noch 80% übernommen, Montage natürlich wir) und nach 60Tkm wieder eine neue Kupplung. Der Eura Aufbau macht aber genauso Ärger!
Während der Dichtigkeitsgarantie wurde glaube ich fast jedes Jahr etwas ausgebessert. Immer wieder die Kanthölzer welche anscheinend feucht waren.
Nach Ablauf der Dichtigkeitsgarantie dann der große Schock. Im Innenraum Feuchtigkeit beim Übergang von Chassis auf den Aufbau. Wie ich damals gelesen hatte kein Einzelfall. Die Pfender waren durch und wurden wie auch schon im Forum beschrieben nach Ersatz der Innenhölzer neu mit Kantblechen belegt. Eura hat 800 € übernommen 2500 € hatten wir dann selbst bezahlt.
Nun ein weiteres Jahr später nach Rückkehr unseres Sommerurlaubs eine weiche Stelle kurz hinter dem hinteren Radlauf. Hier rauf habe ich erst einmal das Forum durchforstet und siehe da ein ähnlicher Fall! Wahrscheinlich ist die Montage des Beleuchtungskabels mittels einfacher Verschraubung sowie die Fixierung des Radlaufs der Auslöser. Habe mir danach erst einmal ein Feuchtemeßgerät zugelegt (GMI 15, entspricht dem Preis einer Eura Dichtigkeitsprüfung 125 €). Somit konnte ich mehr oder weniger sehen wie weit die Sache nach oben gezogen ist. Nach erster Messung geht die Sache ca. 10 cm über den Zwischenboden und 40 cm hinter den Radlauf im Kantholz, sowie 20 cm vor dem Radlauf.
Nun habe ich den Schaden mittlerweile „geöffnet“ und das Holz des gesamten Radlaufs entfernt (siehe Bild). Die Sache „STAND“ im Wasser und war wie ein nasser Schwamm. Nach hinten habe ich ebenfalls das Kantholz 40 cm mühsam „rausgeklopft“, da die Feuchtigkeit nicht von unten reingezogen ist, sondern sich von oben über den Radlauf breit gemacht hat. Der Unterboden hat sehr wenig abbekommen. Messwerte sind nur geringfügig höher. Zum Glück ist nur die linke Seite betroffen. Die rechte Seite zeigt keine Auffälligkeiten bei der Messung. Werde aber nach Abschuss der Übung sicher den Radlauf ebenfalls neu Adichten.
Nun habe ich an die Fachleute noch ein paar Fragen:
- Das Styropor ist in angrenzenden Bereichen noch Feucht (Messgerät zeigt erhöhte Werte). Wie lange dauert das Austrocknen erfahrungsgemäß und wie kann dieses beschleunigt werden?
- Oberhalb des Zwischenbodens, scheint die Feuchtigkeit etwa 10cm in den darüberliegenden Badbereich eingezogen sein. Sollte ich dieses öffnen? Von außen sieht man wie immer nichts.
- Werde natürlich jetzt schon anfangen die Holzteile vorzubereiten. Welche Holzart ist zu bevorzugen und wo beziehe ich dieses (Baumarkt?)? Wie wird dieses vor dem einsetzen behandelt?
- Beim einsetzen der Kanthölzer werde ich sozusagen Ansetzen müssen. Muss der Übergang speziell behandelt werden bzw. reicht hier der so oft erwähnte Caravankleber?
- Beim Radlauf habe ich noch keine genaue Idee. Möchte diesen gesamthaft abdichten und vor dem Neuverschrauben, vor allem die Schrauben abdichen. Das Kabel werde ich sicher Alternativ fixieren und nicht mit Schrauben ins Holz.
- Am Ende möchte ich die Baustelle wieder mit ähnlichem Dekor versehen. Woher beziehe ich ein weiß auf Holz laminiertes Dekor? Wie wird dieses montiert? Ebenfalls mit Caravankleber geklebt?
Wäre echt super wenn ihr mir hier ein paar Tips geben könntet. Sicher kommen später noch weitere Fragen, aber das ist mein aktueller Stand.
Schon im voraus vielen Dank u viele
Schjojo

