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anhaengerkupplung
hallo
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Ich wollte mich vorstellen und gleich etwas berichten


chilln am 15 Jun 2005 13:22:36

Hallo liebe Mitglieder des Wohnmobil-Forums,

Ich möchte mich gerne als Neuling im Bereich „Wohnmobile“ und in diesem Forum vorstellen und bin sehr froh, dass es hier so viele engagierte Menschen gibt, die dieses Forum betreuen und immer freundlich mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Deshalb erhoffe ich mir hier eventuell ein paar Tipps zu bekommen auf was ich bei dem Kauf eines alten gebrauchten Wohnmobils so achten muss. Ich habe hier auch schon einiges im Forum gelesen was mir sehr weitergeholfen hat.
Aber das was mir gestern beim „fast“-Kauf eines Alkoven Hymer / Eriba passiert ist, lässt doch Rückschlüsse auf so einige Unkenntnis meinerseits auf diesem Gebiet zu.
Deshalb schreibe ich jetzt einmal was mir dabei passiert ist und vielleicht kann mir der eine oder andere einen Tipp oder Hinweis geben.

Über das Internet haben ich und meine Freundin uns in ein Fiat Ducato / Hymer-Eriba Alkoven-Mobil (Erstzulassung 1986) verliebt. Es entsprach von den Bildern und den Angaben genau dem was wir uns vorgestellt haben. Das Fahrzeug hat 2001 einen Austauschmotor bekommen mit dem bis Dato nur 27.000 km gefahren wurden. Darüberhinaus im gleichen Jahr 2001 ein neues Getriebe inkl. neuer Kupplung. Über alle diese Arbeiten liegen datierte Rechnungen vor. Gesamtkosten ca. 10.000 DM (vor der Währungsreform). Des weiteren hat das Fahrzeug TÜV und AU / Gas bis März 2007, Omnistore Markise, Motorrad-träger (für meine Vespa). Eben alles was wir uns gewünscht hatten.

Wir machten uns also gestern auf den Weg um dieses Fahrzeug anzusehen (270km von Bremen entfernt) und dann auch zu kaufen.
Habe vorher noch Kurzzeitkennzeichen besorgt und bin dann direkt mit meiner Freundin und meine Mutter losgefahren. (Der mütterliche Instinkt ist ja oftmals Gold wert)
Dort angekommen stand dann auch das gute Stück. Es sah genauso aus wie wir es in der Internetbeschreibung gesehen hatten.
Der Mann der uns empfing und dieses Fahrzeug (für einen Freund) verkaufte, war ein sehr netter älterer Mann der auch viel mit einem Wohnmobil reist und beruflich diese auch repariert und instandsetzt. Ein Fachmann also. Ich war begeistert.
Er erklärte mir von Kopf bis Fuss alles, was ich über den Innenausbau des Fahrzeuges wissen musste. Das war für mich schon einmal sehr lehrreich, da ich ja nun noch gar keinen richtigen Plan davon hatte. Alle technischen Dinge die den Wohnbereich des Fahrzeuges betrafen funktionierten einwandfrei und waren sehr gut gepflegt worden. Bis hierher alles Tip-Top. :D
Dann bekam ich einen ersten Dämpfer, denn der als „neuer“ Austauschmotor mit 27.000 Kilometer Laufleistung deklarierte Motor, war gar kein Austauschmotor sondern der Original-Motor der 2001 nur komplett neu instandgesetzt und generalüberholt wurde. Bis zu dieser Generalüberholung hatte er aber schon 195.000 Km gelaufen. Allerdings versicherte er mir, dass er einwandfrei läuft und das alles wichtige wie Dichtungen, Zahnriemen sowie auch Getriebe und Kupplung gemacht wurden was er auch mit Rechnungen aus 2001 belegen konnte.
Ich war etwas skeptisch, aber machte mir nicht weiter Gedanken darüber, da ja die Rechnungen diese Generalüberholung belegten. Dazu kam, dass alles sonst so perfekt war und funktionierte, dass ich vor lauter Euphorie fast alles unterschrieben hätte.
Nachdem ich mich noch einmal fachmännisch unter das Fahrzeug gelegt hatte um festzustellen, dass ich KEINE Ahnung hatte von dem was ich da sah, oder ob das was ich sah nun gut oder schlecht sein könnte, willigte ich in den Kaufvertrag ein.
Zum Glück und da kann ich meiner Freundin nur danken, war sie es die vorschlug (nachdem ich aber schon bezahlt hatte) noch einmal eine Runde zu drehen bevor wir uns nun in Richtung Bremen auf den Weg machten.
Beim einsteigen musste wir erst einmal die Frontfenster von aussen putzen, da das Fahrzeug mindestens 3 Monate (wenn nicht länger) gestanden haben musste, so dick saß da Staub und Dreck drauf. Naja...dachte ich....
Wir stiegen also ein und nachdem das Fahrzeug mit vorglühen und Choke ordnungsgemäß startete fuhr ich langsam zur Ausfahrt auf die Landstrasse. Dabei fiel mir auf daß das Fahrzeug eine sehr schwammige Lenkung hatte, denn es dauerte immer so ca. 10-20 cm Lenkbewegung bis das Fahrzeug überhaupt anfing einzuschlagen. Bei meinem Saab 9-5 bin ich natürlich anderes gewohnt. :D
Aber hier wusste ich nicht ob dies bei einem 20 Jahre alten Fahrzeug, was 3,4 Tonnen wiegt normal ist oder nicht.
Ich nahm es erst einmal hin und fuhr los in Richtung Tankstelle um das Fahrzeug bei der Gelegenheit gleich zu tanken, denn der Tank war fast komplett leer.
Dann merkte ich, dass ich an der ersten Ampel Probleme bekam den ersten Gang einzulegen. Ich war aber auch noch mega aufgeregt und die Schaltung war für mich auch noch sehr gewöhnungsbedürftig. Es kann also auch einfach eine Fehlbedienung gewesen sein.
Naja, nachdem wir dann im 2ten Gang losfuhren und eine etwas längere Strecke kam, probierte ich einmal die Lüftung auf Kaltgebläse anzustellen, weil es aufgrund des Sonnenscheins schon ziemlich warm war, aber egal welchen der drei Regler ich auch bewegte es tat sich nichts. Gleiches Spiel auch mit dem Autoradio. Na klasse, dachte ich mir das fängt ja gut an. Dann hörte ich ein regelmäßiges zischen, was sich wie ein Tropfen Wasser auf einer Herdplatte anhört. Konnte es aber nicht genau definieren. Mir wurde zunehmends mulmiger auf meinem Fahrersitz. Auf einmal sagt meine Freundin „Du, da qualmt es aus dem Armaturenbrett!“ Und tatsächlich fing es auf einmal an immer mehr aus dem Armaturenbrett zu qualmen. Es roch ganz heftig nach verschmorten Kabeln und Gummi und ich fuhr sofort rechts ran um das Fahrzeug schnell auszumachen. Doch auch trotz ausstellen des Fahrzeuges qualmte es immer weiter und wurde zunehmend mehr. Ich geriet ein wenig in Panik und kippte vor lauter Angst, dass mir nun das Wohnmobil auf den ersten Kilometern abbrennt einfach meine Apfelschorle darüber, aber es half nichts. Tja da kam zum Glück ein sehr netter Motorradfahrer vorbei der sofort richtig reagierte und natürlich erst einmal die Batterie abklemmte, was mir selbst einfach in der Situation nicht in den Sinn gekommen ist. Dadurch hörte es nun zum Glück langsam auf zu qualmen, aber sonst wäre mir das teil bestimmt abgebrannt. Vor allem mit zwei 11kg Gasflaschen an Bord.
Ich kann nur sagen, das war echt eine heftige Aktion das ganze.
Zum Glück annullierte der völlig entsetzte Verkäufer und der Freund (dem das Fahrzeug gehörte) den Kaufvertrag und gab mir mein bereits gezahltes Geld zurück. Ich persönlich wie auch meine Freundin und meine Mutter die ich auch mitgenommen hatte, waren allerdings davon genauso überzeugt wie ich, dass sie sich über diesen Mangel absolut nicht bewusst waren. Sie entschuldigten sich auch immer wieder dafür, dass das passiert ist.
Nun schlugen sie mir vor das Fahrzeug in einer Fachwerkstatt auf deren Kosten komplett mit einem neuen Kabelbaum herrichten zu lassen und fragten mich dann, ob ich denn dann noch Interesse an dem Fahrzeug hätte, weil es ja sonst genau meinen Wünschen entsprochen hätte.
Ich bin mir jetzt etwas unschlüssig nach dieser Situation und habe nur noch wenig Vertrauen in dieses Fahrzeug. :(
Jetzt wäre es klasse, wenn mir jemand einen Tipp oder einen Anstoß geben könnte auf die folgenden Fragen:

1. Ist es normal, dass das Fahrzeug eine schwammige Lenkung hat und erst nach 10-20cm Lenkeinschlag anfängt einzuschlagen?

2. Ist es normal, dass in diesem Alter die Bremsen stark durchgetreten werden müssen um das Fahrzeug zum stehen zu kriegen?

3. Ist es nach diesem Kabelbrandschaden wirklich mit der Installation eines neuen Kabelbaumes getan?

4. Worauf muss man, wenn man unter das Fahrzeug schaut achten? Gibt es bestimmte wichtige Stellen woran man sieht, dass etwas nachträglich gemacht wurde, oder unsachgemäß ist?

5. Sollte ich einfach die Idee vergessen ein funktionstüchtiges altes Wohnmobil zwischen 5.000 und 6.000 Euro kriegen zu können?

Vielen Dank, dass Sie sich das alles durchgelesen haben. Ich habe es deshalb so ausführlich beschrieben, weil vielleicht andere Neu-Wohnmobilisten genau vor den selben Anfängerproblemen stehen wie ich und weil es auch noch nicht einmal 24 Stunden her ist. Ich weiß im Moment einfach nicht weiter. :(

Mit freundlichen n
Piet

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Hermanns am 15 Jun 2005 13:40:19

Hallo Piet,
für mich als technischen Laien gibt es da nur folgende Antworten:
Fragen 1 - 3: NEIN!
Frage 4: Am besten jemanden mitnehmen, der aus eigener Erfahrung schon öfters unter einem Womo gelegen hat (und da wirst du in diesem Forum in deiner Nähe sicher jemanden finden)
Frage 5: Ja, solange ich kein passionierter, erfahrener Hobbybastler bin.
Also ich war im ersten Jahr nach dem Kauf eines nur zwei Jahre alten Womos genug beschäftigt, mich mit der ganzen Technik von Wasser, Gas und Strom zurecht zu finden, da wäre ich mit den altersbedingten Macken eines viele Jahre alten Fahrzeugs echt überfordert gewesen.
Ach übrigens: Willkommen im Forum!
Hermann

wolfherm am 15 Jun 2005 13:44:18

Herzlich willkommen.

Laß die Finger davon. Wahrscheinlich hat das Teil ewig gestanden und die gesamte Technik ist hinüber.

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Gast am 15 Jun 2005 13:48:25

im Zweifel könnte man das Fahrzeug vor dem Kauf beim Tüv oder der DEKRA vorführen. Oder es von einem Gutachter ansehen lassen. Kostet zwar Geld, aber man kann dann ziemlich sicher sein, das alle Mängel entdeckt werden.



Achim

peterhubertus am 15 Jun 2005 15:31:45

Bereits Punkt 1 und 2 machen das Fahrzeug verkehrsuntüchtig (kein TÜV oder Dekra). Schätze Dich glücklich, DIESE Erfahrung mit gutem Ausgang gemacht zu haben, die ist Gold wert.

Als Studi hab ich mal einen tollen BMW gekauft, von einem alten Lehrer. Heisse Tränen weinte er seinem Auto hinterher. Sein Sohn, der KFZ-Mechaniker, habe ihm verboten, das Auto jemals zu verkaufen, aber der Wagen müsse doch weg, denn der neue Wagen, bei der Lotterie gewonnen, steht schon in der Garage...... (6 Monate später kam der Wagen nicht mehr durch den TÜV - er war durchgerostet. Das passierte leider erst, nachdem ich bereits einen teuren Motorschaden bezahlt hatte ....)

Facit: Sei wachsam und lass' andere, emotional unbeteiligte, die nicht im Kaufrausch sind, das Auto beurteilen.

Beduin am 15 Jun 2005 16:14:58

Tja nun

die alte Pragmatische Schwäbin. :D

Wenn die Kiste vor 3 Monaten frisch TÜV bekommen hat, können 1+2 so schlimm nicht sein.
zu3[, wenn sie ihn dir ohne Zuzahlung einbauen, würde ich mal davon ausgehen, das es so ist.
Die sollen-müssen das in einer Werkstatt machen lassen, den das ist ne sch.... abreit und kostet ein sch.... Geld, dann ist doch eh Garantie drauf.
Versichern lassen tust du ihn doch auch........

Hatte ich beim alten Duc auch mal Rauch von vorne, weis bis heute nicht warum, hat sich von selber erledigt, hat mich auch fast nen Herzanfall gekostet

zu 4
erstens auf Rost, zweites auf verfärbungen der Bodenplatte, die ist nämlich, wie bei allen? Womo´s aus Holz.
Und wenn das nachhaltig nass bzw feucht ist, dann verfärbt sich das, wird dunkler und wenn du drückst ist es weich.
Dann allerdings Finger weg.
Oder hier Seiten von dennen lesen die Pech hatten und das Thema angingen.
zu 5 es gibt Menschen die hatten Glück, aber es sind wenige :?
Wenn du noch Kohle in der Hinterhand hast................ warum nicht.

ACH SO, kauf dir vor der nächsten Besichtigung ein Feuchtigkeitsprüfgerät.
Oder drücke peniebel jeden cm mit dem Fingern ab, wenn weich, war Wasser drinn.
Schau von aussen so schräg auf die Aussenhaut, wenn du längliche Dellen bzw Beulen siehst, dann war das Holz nass und ist gequollen.

Eigentlich sollte bei allen Mobilen von früher, soweit ich weis, die Aluhaut noch fest mit dem Rest verkelbt sein, wenn die Aluaussenhaut lose ist, dann hat Wasser den Kleber ausgelöst.
Es soll aber auch Mobile geben, gegeben haben, wo die Aluhaut nur lose aufgelegt wurde, vielleicht weis einer der Herren da was genaueres
Finger weg o lesen

Beduin am 15 Jun 2005 16:26:14

Und zur Gangschaltung, das Auto ist 20 Jahre alt, da hakkelt schon mal was. Ist bei den Duc´s bekannt
Hatten wir die Tage erst.
Mit viel Gefühl vom 2ten in den ersten Schalten und dabei leicht bis feste Bremsen, dann gehts am einfachsten.

und der Motor, so eine Generalüberholung ist das schlechteste nicht, reicht auch für lange aus, wenn es gut und richtig gemacht wurde.
Hat mein VW, wie war das noch, der T3 vermute ich 8) auch bekommen, der läuft heute noch --> Link

Die hatten Glück, von mir bei Ebay für 3000€ abgekauft, vor 3 Jahren, ohne ihn zu sehen und der läuft und läuft
und reinstecken musst bei den alten Kisten immer was!

chilln am 15 Jun 2005 16:50:09

Vielen Dank schon einmal für die zahlreichen zum Teil sehr ausführlichen Stellungnahmen. Das ist echt ein tolles Gefühl wenn man gleich soviel Feedback bekommt.

- Ich bin wie gesagt vorher noch nie ein WoMo gefahren. Mein Vater sagte auch heute, daß das Lenkgefühl ein ganz anderes ist als das beim PKW und man schon mal einmal etwas mehr drehen muss um den gewünschten Lenkwinkel zu erreichen. Nun ja und die Bremsen sind eben so, dass man kräftig reintreten muss damit es gut bremst. Das ist aber auch eine Gewöhnungssache, denke ich. Ich wollte nur alles aufgeschrieben haben was mir negativ aufgefallen ist.


- Und ja, das Fahrzeug hat TÜV und AU / Gas bis März 2007! Das hat mich ja auch so stutzig gemacht.
Nun ist die Frage ob auf dem Dorf der Tüv überhaupt so richtig korrekt durchgeführt wird, oder ob das auch mal eben so „husch-husch“ gemacht wird weil sich alle untereinander kennen.


- Das mit dem Gutachter finde ich ansich eine gute Idee. Der Kostenpunkt für so einen wäre da noch die Frage.

-Thema Feuchtigkeit konnte ich einfach nichts entdecken. Es roch weder muffig im Fahrzeug (wie man es von feuchten Kellern kennt), noch waren irgendwelche Verfärbungen zu sehen, oder weiche Stellen in oder an den Wänden. Auch die Aussenwände waren schön Plan und es waren keine Dellen oder Wellen zu erkennen.

Hmpf, es ist einfach eine blöde Situation. :<

Gast am 15 Jun 2005 16:50:50

ich weiss nicht wo er seine tüv plakette her hat, aber mit einem enschlag von gut 20 cm bekommt man die normal nicht. damit ist das auto nicht verkehrssicher. davon soll man ganz schnell die finger lassen. auch ein fahrzeug aus dem baujahr ohne mängel zu bekommen ist fast ausgeschlossen. man muss schon basteln können, um damit glücklich zu werden. der motor hat über 220000 km runter, egal wie er überholt ist, kommt er an die schmerzgrenze der alten fiatantriebe. wenn es ein turbo ist, dann komme da bald sehr teuere werkstatt aufenthalte. die bremse muss beissen, das war auch schon vor 20 jahren so. ein bremse darf nie so nachgeben wie eine kupplung.
persönlich denke ich, da du, wie du selber sagst, keinerlei ahnung hast, sollst du doch einen fachmann mitnehmen oder ein solches fahrzeug von der dekra oder dem tüv checken lassen. ein andere möglichkeit wäre, eine weile länger sparen und ein moderneres Womo zu kaufen.

mikel am 15 Jun 2005 18:14:53

Hallo Chilln.

Herzlich Willkommen hier im Forum.

Ich bin in der Autobranche tätig und rate Dir - laß die Finger von dem Auto, das ist ein Fass ohne Boden!

Alle von Dir beschriebenen Punkte, sind einzeln schon genug, um das Fahrzeug aus dem Verkehr zu ziehen. Mit etwas krimineller Energie, ist es nie ein Problem, eine Plakette zu bekommen!

Eine angebotene Probefahrt vom Verkäufer mit einem solchen Fahrzeug grenzt schon an versuchten Totschlag.

Vergiss dieses Womo und such weiter. Nimm Dir beim nächsten mal eine Person Deines Vertrauens mit, von der Du weißt, das sie Ahnung von KFZ hat.

[Admin] am 15 Jun 2005 21:19:27

1. Ist es normal, dass das Fahrzeug eine schwammige Lenkung hat und erst nach 10-20cm Lenkeinschlag anfängt einzuschlagen?

Schau Dir das mal genauer an, wenn man nur PKW gefahren ist, kommt es einem recht schnell gewaltig viel vor. Bei einem älteren, schwereren Fzg kann 3-4 Finger breit Lenkungsspiel schon noch innerhalb der Toleranz sein.

2. Ist es normal, dass in diesem Alter die Bremsen stark durchgetreten werden müssen um das Fahrzeug zum stehen zu kriegen?
Tja, das kann "von....bis" sein. Vor total runtergenudelt bis einfach nur ein bissel Luft in der Leitung. Sprich: Kosten zwischen nix und 3000 Euro

3. Ist es nach diesem Kabelbrandschaden wirklich mit der Installation eines neuen Kabelbaumes getan?

Das würde ich auf jeden Fall meinen! (Ausführung durch eine vernünftige Fachwerkstatt vorausgesetzt)

4. Worauf muss man, wenn man unter das Fahrzeug schaut achten? Gibt es bestimmte wichtige Stellen woran man sieht, dass etwas nachträglich gemacht wurde, oder unsachgemäß ist?

Sicher..............aber bei allem Respekt: Nix, was Du wahrscheinlich einschätzen könntest.

5. Sollte ich einfach die Idee vergessen ein funktionstüchtiges altes Wohnmobil zwischen 5.000 und 6.000 Euro kriegen zu können?

Nein, für das Geld findet sich schon was - allerdings nicht bei eBay oder mobile.de :wink:

Ich möchte anmerken, daß ich ein unverbesserlicher Optimist bin.

Gast am 15 Jun 2005 21:36:57

1. Ist es normal, dass das Fahrzeug eine schwammige Lenkung hat und erst nach 10-20cm Lenkeinschlag anfängt einzuschlagen?


NEIN.
Deutet für mich auf ausgeschlagene Spurstangengelenke hin, wenn du pech hast sind die reifen auch schon seit ewigkeiten drauf und fangen bei der ersten grösseren tour an zu eiern...
ich würds lassen, ausser der preis ist dermassen heiss und du ein leidenschaftlicher heimwerker.... und wir reden ja hier erst mal von der mechanik-elektrik... die eigentlichen hunde bei den womos sind ja im aufbau vergraben; ob der mit fast 20 jahren noch dicht ist... ne, wie schon gesagt: ein fass ohne boden. da findest du sicher etwas besseres!

Camperfan am 15 Jun 2005 23:10:37

Hallo und willkommen, Piet,

tja da hattest Du ja einige Eindrücke bei der ersten Probefahrt.
Mir hätte das ehrlich gesagt schon gereicht, um überhaupt nicht über einen weiteren Kauf nach Reparatur nachzudenken.

Wie Du schriebst, ist einer der beiden Herren Kfz-Bastler?

Mit einer Ferndiagnose kann ich Dir dann auch sagen warum dieser Wagen "frischen" TÜV hat :!: :!: :!:
Man kennt sich und hilft sich auch, um alte Möhrchen loszuwerden.

Grundsätzlich sagt ein frischer TÜV nie etwas über den tatsächlichen Zustand aus, da sind schon viele Käufer reingefallen.

Wenn Du doch noch an dem Wagen interessiert bist, mußt Du eine Gebrauchtwagenprüfung machen lassen, das Geld ist ein etwaiger Verzicht mit Renovierungsersparnis wert!

Da Du Saab Bekenner bist (Glückwunsch) und ich mir 1998 einen Jahreswagen, Saab 900 SE Cabrio, Mellow Yellow, gekauft habe, war mein erster Weg zur DEKRA um das Fahrzeug schätzen und bewerten zu lassen. Es wurde eine Gebrauchtwagenprüfung durchgeführt und ein Mangel festgestellt der eine Reparatur oder einen Preisnachlas von 5.000 DM nach sich gezogen hätte.

Die Prüfung kostete damals 150 DM und hat mir wesentlich mehr eingebracht.

Das würde ich Dir, solltest Du noch interessiert sein, raten.

Sag uns mal Bescheid, wie es weitergeht.


Camperfan Udo

Gast am 16 Jun 2005 02:07:33

Hallo erst mal

Habe es auch gerade hinter mir 7000,- Euronen bei Ebay ersteigert,(siehe Profil) blind da 650km weit entfernt. Vorbesitzer 6 im Brief der siebente (Verkäufer, KFZ-Meister) hat ihn garnicht auf sich zugelassen nur ein par mal mit roten Nummern genutzt. Hat Tüv und AU neu gemacht, Kupplung neu Getriebe teilüberholt Auspuffanlage außer Krümmer komplett neu Kühler neu. Und im neuen Brief bin ich der erste.

Jetzt zu deinen Fragen:

1. Das Gefühl einer schwamigen Lenkung ist normal wen man gerade aus einem modernen PKW ausgestiegen ist, 20cm Lenkspiel aber nicht. Denke aber das es mehr an Deinem Empfinden lag. Ich brauchte etwa 100km bis das Gefühl stimmte, und dann machte es wieder richtig Spaß.

2. Mit den Bremsen wird es das selbe wie bei Punkt 1. sein.

3. Ein in einer Fachwerkstatt ordentlich getauschter neuer Kabelbaum (nicht nur geflickt) ist schon die halbe Miete. Ich überhole meinen gerade selber. Selbst Besitzer von weit aus jüngeren Modellen hätten den bestimmt gerne.

4. Schließe mich den diversen kundigen Vorschreibern an, auf Feuchtigkeits Schäden und natürlich Rost must du Ihn überprüfen. Reifenprofil und Alter (DOT-Nummer)

5. Bitte erwarte nicht das man für diese Summe einen Neuwagen bekommst, den Zahn mußte auch ich mir ziehen.

Da Du offensichtlich nicht aus dem KFZ Gewerbe kommst ist meiner Meinung nach ein unabhängiger Sachverständiger die beste Wahl.

Bei kleineren Macken, Scheiwerferverstellung zB. bei meinem, drückt ein befreundeter Prüfer sicherlich ein Auge zu, aber bei Lenkung und Bremsen bestimmt nicht mehr (kriminelle Ausnahmen wird es aber immer geben).
Beachte die Tips aus den Beiträgen, bedenke das immer mal etwas gemacht werden muß, und entscheide dich in aller Ruhe.

Mario

Ps. setz doch mal die Ebay-Nummer rein vielleicht kenn ich Ihn sogar.

Tipsel am 16 Jun 2005 02:22:49

Auch wenns schon recht spät ist, muss ich meinen Senf doch noch dazu geben:

Auch ich bin einstmals von einem PKW umgestiegen und ich habe in Erinnerung, dass die Lenkung genauso funktionierte, die Bremsen genauso griffen und nix schwammig war, denn da hörts bei mir auf. O.K., hab schon mal nen Bordstein mitgenommen, weil ichs nicht gleich richtig einschätzen konnte. Aber das hat nix mit der Fahrsicherheit zu tun.

Die einzige Umstellung waren die Windempfindlichkeit, die Spurrillen und, dass ich auf Bäume am Straßenrand achten musste.

Ich würde niemals ein Auto fahren, bei dem ich das Gefühlt hätte, dass das Ding mit mir macht, was es will. Hier gehts um Sicherheit bei der Lenkung und und bei den Bremsen. Eigentlich das wichtigste.

Beduin am 16 Jun 2005 07:47:11

Und noch ein Wort zu TÜV o auch DEKRA

Klar kann es vorkommen das ein gefälligkeits klber drauf kommt.
Aber ich glaube im Leben NIE das sich einer der Herren darauf einlässt wenn es sich um so Lebenserhaltende Dinge wie Bremse o Lenkung handelt.
Die müssen dafür Unterschreiben, das der Wagen iO ist. Die können im zweifelsfalle dafür zur Rechenschaft gezogen werden.
Und es sind schon einige von den Herren vorm Kadi gestanden.

Und mit Lenkung ect. Der Wagen ist 20 Jahre alt, da gab es so schnick-schnak wie Servo vermutlich noch garnicht.

Tja, mein lieber chilln
wie im Leben, eine Frage, 20 Antworten, 10 Meinungen.
Entscheiden kannst nur du :)

Emma am 16 Jun 2005 07:52:18

Wir haben im letzten Jahr unseren gebrauchten Hymer (Bj. 94) gekauft. Auch wir hatten überhaupt keine Ahnung und haben diverse Händler abgeklappert und das Internet durchforstet. Was bei so manchen Händlern rumstand, davon haben sich unsere Nackenhaare aufgestellt. Ungepflegte, dreckige, verrostete Kisten. Haben dann in Stade den Hymer entdeckt und sind hingefahren um ihn uns anzuschauen. Machte auf uns einen super Eindruck (nachdem was wir sonst so gesehen hatten). Wir dachten wir wissen worauf wir achten müssen. Wir konnten noch gut handeln, haben noch 4 Winterreifen dazubekommen und der Händler hat noch alle von uns beanstandete Mängel behoben. Und doch haben wir anscheinend nicht alles gesehen :oops:
Die vier Winterreifen sind inzwischen alle nacheinander geplatzt (Gott sei Dank nur im stehen bzw. auf dem Reifenbaum). Wir haben einen neuen Tacho drin (den hat der Händler noch übernommen). Ein Radlager mussten wir erneuern lassen, die Truma hat ihren Geist aufgegeben, die Batteriehalterung war durchgefressen und weil die Batterie wohl bei einem Vorbesitzter mal übergekocht ist und dies nicht neutralisiert wurde hat die Säure von innen den halben Kotflügel weggefressen (Reperatur schlappe 800,00 €).
Also unserer Meinung nach sollte man beim ersten Kauf eines Wohnmobils auf jeden Fall jemanden mitnehmen, der sich mit sowas schon auskennt und in etwa weiß worauf man achten muss. Wir lieben unser Wohnmobil und werden es so schnell nicht wieder hergeben, aber beim nächsten würden wir doch noch ein paar Sachen mehr überprüfen.
:razz:

Gast am 16 Jun 2005 07:56:58

Cruiser hat geschrieben:im Zweifel könnte man das Fahrzeug vor dem Kauf beim Tüv oder der DEKRA vorführen. Oder es von einem Gutachter ansehen lassen. Kostet zwar Geld, aber man kann dann ziemlich sicher sein, das alle Mängel entdeckt werden.



Achim

Achim`s Vorschlag scheint mir der einzig Wahre, sollten sich die Verkäufer dagegen sträuben, dann Finger weg davon.

chilln am 16 Jun 2005 10:11:35

Hallo und Guten Morgen noch einmal!

Donnerschlag, mit soviel Anteilnahme hätte ich nicht gerechnet. *freu*
Also, jetzt noch einmal vielen Dank für die vielen wirklich sinnvollen Antworten und Einschätzungen.
Ich denke auch, daß es die beste Idee ist dieses Fahrzeug durch einen unabhängigen Prüfer beurteilen zu lassen und werde das wohl dann auch so machen.
Wahrscheinlich ist es so, daß ich einfach noch nicht so das Gefühl für dieses Fahrzeug habe und von daher mir das alles etwas schwammig vorkam. Dazu muss man sagen, habe ich es mit dem Teil ja auch nur 3,1 km geschafft bevor es anfing zu qualmen :wink:
Ich werde zum Wocheneden hin noch ein paar Händler aufsuchen und auch noch einmal ein paar Probefahrten mit anderen Fahrzeugen machen. Da werde ich sicher schnell merken, ob das normal war oder nicht.
Bei so einem Hobby zählt ja fast nur die eigene Erfahrung und da bin ich ja nun auch schon ein paar Schritte weiter. :roll:
Ich werde Euch jedenfalls auf dem laufenden halten.

Viele
Piet

Beduin am 16 Jun 2005 11:33:04

Und wenn du an einer Waage vorbei kommst, dann stell dich mit dem Wagen mal drauf.
Zuerst die Vorderachse, dann das ganze Auto und dann die Hinterachse 8)

skylape am 16 Jun 2005 12:11:31

Hallo,
ich hatte mich auch mal in einen Ford Rimor verkuckt, über 10 Jahre alt, Solaranlage, Fahrerhaus war mit Türe zum Wohnraum getrennt, viel Schnickschnack, große Dusche ....

Aber als der Händler was von repariertem Wasserschaden unterhalb des Fensters sagte, da habe ich mir gedacht, wie viel Geld mußt du vielleicht noch rein stecken ?

Da habe ich es gelassen, das WoMo hatte außerdem kein ABS, keiner Airbag und nur Winterreifen.


Uwe

Troll am 16 Jun 2005 17:52:15

@Beduin

Nur so als Info, wenn Du mit einem Auto zum TÜV fährst und dort auch eine Plakette bekommst und das Auto dann vor dem TÜV-Gelände auseinanderbricht hat der TÜV keine Schuld. Du kannst Ihn nicht mal haftbar machen. Also so eine TÜV-Plakette ist kein Gütersiegel sondern nur eine Geldquelle für den Staat. Da mein Neffe einen Autohandel betreibt weiß ich auch wie das mit dem TÜV läuft.
Ich möchte jetzt nicht behaupten das, das beim TÜV üblich ist aber es ist nun mal so das man bei einem TÜV leichter die Plakette bekommt und beim anderen nicht.

Viele !

Norbert

Beduin am 16 Jun 2005 20:47:11

Hallo Norbert,

aber wenn es doch um so wichtige sachen geht wie Bremse oder Lenkung, das kann und darf doch garnicht sein?!?!
Das da der Prüfer beide Augen zudrückt.

Bei einer Verhandlung, wurde mal der TÜV Prüfer zu Gericht zitiert, weil er wohl zu kulant war.

Camperfan am 16 Jun 2005 20:52:02

Hallo Norbert,

genauso meinte ich das in meinem Posting, der sogenannte Werkstatt-TÜV, der Meister und der "unabhängige" Prüfer, die zwei vom Stammtisch und aus dem Schützenverein, machen das schon. Die kriegen jeden Wagen durch den TÜV, denn als Verkaufsargument zählt der zweijährige TÜV!

Ich habe jetzt vielleicht überzogen und etwas drastisch geschildert, aber diese schwarzen Schafe gibt´s überall und somit würde ich bei der Probefahrt einen Schlenker zum Gutachter machen, nicht wegen der "paar Euros" sonder wegen dem höchsten Gut, welches transportiert wird, dem Leben der Insassen.


Viel Erfolg Chilln


Camperfan Udo

Gast am 17 Jun 2005 09:20:08

Noch mal zum Tüv

Die Prüfung ist eine Sichtprüfung ohne Demontage von Teilen, da nun mal auch der korrekteste Prüfer keine Röntgenaugen besitzt können gut getarnte Fehler auch nicht gefunden werden. Ein Bremsen- oder Stoßdämpferprüfstand lässt sich so einfach nicht überrumpeln und ein zu großes Lenkungsspiel ist sogar von einem Laien recht gut zu überprüfen.
Selbst ein KFZ-Schlosser hat beim Gebrauchtwagenkauf seine Probleme, auch ich kann nicht vorhersehen wie gut oder lange ein Getriebe oder ein Motor wirklich noch hält oder ob in dieversen Hohlräumen nicht doch schon Genosse Rost am arbeiten ist, da ich ja auch nicht meine komplette Werkstatt auf dem Rücken zum Verkäufer mitnehme und das Auto komplett zerlegen kann.
Ist für unsereins auch nicht immer leicht für Bekannte nur mal schnell so auf der Straße einen Rat abgeben zu müssen.
Wer fast jedes Risiko ausschließen möchte wird um den Qualifizierten Händler mit umfangreicher Gebrauchtwagengarantie nicht vorbei kommen. aber auch die deckt nicht alles ab.
Wirkliche Schnäppchen sind halt gar nicht so leicht zu finden.

Mich würde es auch freuen wenn viel mehr Leute die sich durch Gefälligkeitsgutachten getäuscht sehen und auch noch eine Rechtschutzversicherung haben den Klageweg gegen Verkäufer und Prüfer nutzen würden, um viel mehr dieser schwarzen Schafe das Handwerk zu legen.
Denn wo kein Kläger, ist auch kein Richter!

bosco65 am 18 Jun 2005 00:40:36

WOMOmario hat es zentral getroffen denn auch beim TÜV arbeiten nicht nur
"Kfz - Einstein`s" ,von den schwarzen Schafen mal ganz abgesehen sondern
zumeist auch nur normale Menschen.
Erst gestern war ich mit einem Freund und seinem WOMO bei Dekra ! und der Prüfer dort sah eine gerissene Manschette von einem Kugelkopf der auch schon mächtig "blühte" nicht - oder wollte es nicht sehen(will ich ihm nicht unterstellen) denn er war mächtig entsetzt als wir ihn darauf aufmerksam machten...
Beduin hat schon recht grade Bremsen ,Lenkung und tragende Teile sind das A und O ,nicht ein verschlissenes Heckwischerblatt...
bosco65

Knausi am 19 Jun 2005 12:42:08

Hallo,

ich würde den nicht kaufen.
Bei unserem ersten Fahrzeug,Bus,hat man uns auch etwas angeschmiert.
Bei der Heimfahrt Auspuff abgebrochen,neuer Keilriemen.
Wir waren auch zu schnell und hatten auch keine Erfahrung.

Knausi

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