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Hat man eine PV-Anlage auf dem Dach, ist irgendwann die Aufbaubatterie voll. Hat man wie ich 640Wp auf dem Dach, geht das sogar sehr schnell. Vorne aber lümmelt die Starterbatterie und bekommt gar nichts ab. Eine einfache Brücke geht nicht, das sonst unkontrollierte Ströme hin- und herlaufen. Nur einen Widerstand als Begrenzer geht auch nicht, weil sonst ungewollte Rückströme laufen können. Die öfters mal genannte Kombination Widerstand/Diode macht auch wenig Sinn, da die Batterie vorne ja u.U. eine niedrigere Ladeendspannung als die Aufbaubatterie hat. Am meisten aber würde es mich stören, wenn die vordere Batterie nachgeladen wird, obwohl die hintere noch gar nicht voll genug ist.
Lange Rede kurzer Sinn, da muss was "intelligenteres" her. Und was wäre hier besser geeignet als ein kleiner Microprozessor, der so was ja "intelligent" regeln kann.
So sieht das Schaltbild aus:
Einfache Erklärung: (Werte mal angenommen, sind aber einstellbar) 1) Wenn die Wohnraumbatterie 14V erreicht hat ist sie "ladebereit" für die vordere Batterie. Ab jetzt darf vorne nachgeladen werden. Hat sie nur noch 13,5V, darf nicht mehr geladen werden. Somit wird sie nie leer, ladet aber trotzdem sofort, wenn die PV-Anlage die Wohnraumbatterie fast voll hat. 2) Die Batterie vorne wird aber trotzdem nur dann geladen, wenn sie nicht mehr als z.B. 13,5V hat (einstellbar). So wird sichergestellt, dass sie nicht überladen kann. 3) Die Elektronik regelt dies nun. Um zu hohe Stromflüsse zu verhindern, ist eine ganz normale 12V 35W Haogenstiftlampe als Kaltleiter dazwischen. Sie hat kalt einen sehr niedrigen Widerstand, heiß einen wesentlich höheren. D.h. sie passt den Ladestrom recht gut an. Selbst wenn es vorne einen Kurzschluss gäbe, würden maximal 3A laufen. 4) Eine Diode verhindert, dass der Strom rückwärts laufen kann (also von der Starter- zur Aufbaubatterie. 5) Erkennt die Elektronik, dass vorne <11V sind, wird gar nicht geladen und es blinkt eine FEHLER-LED. Denn dann stimmt irgend etwas nicht.
Und nun etwas komplizierter: Der MP attiny25 misst über die Analogeingänge pb3 und pb4 permanent die Spannung von Aufbaubatterie und Starterbatterie. Die Analogmessung eines attiny25 ist nicht besonders genau, aber die Wiederholgenauigkeit ist sehr gut. Deshalb werden die später genannten "Schwellwerte" über die Spindeltrimmer P1 und P2 exakt kalibriert. Einmal eingestellt ist die Wiederholgenauigkeit besser 0,1V, eher sogar besser 0,05V. Ist nun die Aufbaubatterie so voll geladen, dass der eingestellte Schwellwert von P1 überschritten wird, so leuchtet die LED 1 für "Ladebereitschaft". Leuchtet diese LED wird über P2 geprüft, ob die höchste eingestellte Spannung für die Aufbaubatterie schon erreicht ist. Wenn ja, passiert nichts, wenn nein wird über pb1 ein Relais gestartet, welche die Ladung einleitet und LED2 "laden" leuchtet. Damit nicht 14,5V ungebremst auf 12V treffen und ungewollte Ladeströme laufen, wird dieser von eine Kaltleiter begrenzt. Ich habe mich bewusst für eine Halogenstiftlampe GU6.3 12V 35W entschieden, weil diese den Ladestrom auf theoretisch max. 3A begrenzt. Messungen haben folgendes ergeben: 1V Differenz = 1,5A, 2V = 2A , 05,V = <1A. Während dieser Ladung wird permanent gemessen, ob a) die Ladebereitschaft noch gültig ist, oder die Aufbaubatterie schon zu viel Spannung verloren hat. Diesen Wert habe ich fix auf "Schwellwert(ein) - 5%" eingestellt. Würde man dies nicht tun, würde das Relais vermutlich immer ein- und ausschalten, da die Ladung ja die Spannung der Aufbaubatterie um einige mV nach unten zieht. b) die Oberste eingestellte Ladeendspannung der Starterbatterie überschritten ist. Ist a) nicht mehr gültig oder b) erreicht wird die Ladung wieder abgeschaltet und der normale Überwachungsmodus läuft weiter.
Im Überwachungsmodus wird regelmäßig geprüft, ob die Starterbatterie noch mehr als "eingestellte Abschaltspannung - 20%" hat). Beispiel: Sind 13,5V eingestellt, dann darf sie nicht weniger als 10,8V haben. Hat sie weniger wird nicht geladen sondern Alarm ausgelöst (LED3 "Alarm" blinkt). Die Shottkydiode verhindert Stromflüsse von der Starterbatterie zur Aufbaubatterie. Der Grundstromverbrauch im Ruhezustand (also nicht laden) beträgt ca. 1,5-2mA, wenn man die LED abschaltbar macht, sonst ~5-10mA je nach LED. Genaueres schreibe ich, wenn die Schaltung endgültig aufgebaut ist und nicht nur am Steckbrett.
Grenzbedinungen: 1) Die maximale Ladeendspannung für die Starterbatterie (SB) ist immer höchstens Wohnraumbatterie (WB) - Spannungabfall der Zenerdiode (~0,4-0,6V). 2) Natürlich wird die Ladespannung an SB immer geringer sein, als die von WB. Das ist aber völlig egal, da doch immerhin 13,5V immer erreichbar sind und dies ja auch gut ausreicht.
Sonstiges: 1) Ich habe bewusst ein Relais genommen. Dies hat zwei Gründe. a) Weil in KFZ immer alles positiv gesteuert ist und die meisten elektronischeh Relais über Masse schalten statt den Plus. b) Um eine völlig galvanische Trennung zu gewährleisten, wenn nicht geladen wird.
2= Unter normalen Ladezuständen sieht man die Lampe nicht leuchten. Hat die SB nur 12,2V, die AB aber 14,3V, dann sieht man sie dunkelrot glühen. Sie wird dann gut Hand-heiß. Sollte während eines Ladevorgangs der Motor gestartet werden oder ein Kurschschluß vorne entstehen, dann leuchtet sie allerdings mit fast vollen 35W. Allerdings bemerkt die Elektronik dann ja auch sofort, dass die unterste Spannung vorne unterschritten wurde,schaltet sofort die Ladung ab und lässt die LED "Fehler" blinken.
Das Programm in V0. steht schon, die endgültige Schaltung werde ich demnächst aufbauen. Dann gibt es auch Bilder. Die gesamte Schaltung lässt sich übrigens mittels Kabeldieben einfach an der EBL99 "anzwacken".
War das jetzt zu technisch?
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stift am 12 Okt 2013 21:04:31
hallo raidy, super Erklärung... bin gespannt auf die Bilder.
volker
ps.: wo hast du die flexiblen solarmodule bestellt?
phili am 12 Okt 2013 21:05:34
Raidy, Raidy, Raidy - ich bin immer wieder platt angesichts Deines Wissens! Respekt!!
Die Systematik hab ich zumindest verstanden, die technischen Details aber ... :roll:
phili
Gast am 12 Okt 2013 21:12:45
stift hat geschrieben:ps.: wo hast du die flexiblen solarmodule bestellt?
Steht hier: --> Link Übrigens: Peak heute war 34,7A! Allerdings musste ich erst mal wieder meinen 230V 1000W Heizlüfter anwerfen, weil die Batterien dauernd Randvoll sind. Deshalb auch die Zuladung der SB.
biauwe am 12 Okt 2013 22:58:49
Man(n) könnte aber auch so etwas fetiges kaufen: --> Link und einbauen.
Gast am 12 Okt 2013 23:01:36
biauwe hat geschrieben:Man(n) könnte aber auch so etwas fetiges kaufen: --> Link und einbauen.
Könnte man. hast du dafür einen Preis und eine Bezugsquelle?
biauwe am 12 Okt 2013 23:06:13
Hallo Raidy,
die waren auf der Caravanmesse. Preise habe ich leider nicht.
rkopka am 12 Okt 2013 23:27:39
raidy hat geschrieben:Die Analogmessung eines attiny25 ist nicht besonders genau, aber die Wiederholgenauigkeit ist sehr gut. Deshalb werden die später genannten "Schwellwerte" über die Spindeltrimmer P1 und P2 exakt kalibriert. Einmal eingestellt ist die Wiederholgenauigkeit besser 0,1V, eher sogar besser 0,05V.
Wie wäre es mit einer externen Spannungsreferenz ?
RK
Gast am 12 Okt 2013 23:32:07
rkopka hat geschrieben:
raidy hat geschrieben:Die Analogmessung eines attiny25 ist nicht besonders genau, aber die Wiederholgenauigkeit ist sehr gut. Deshalb werden die später genannten "Schwellwerte" über die Spindeltrimmer P1 und P2 exakt kalibriert. Einmal eingestellt ist die Wiederholgenauigkeit besser 0,1V, eher sogar besser 0,05V.
Wie wäre es mit einer externen Spannungsreferenz ? RK
der Attiny kann auch eine interne Spannungsrefenz, die sehr genau ist. Aber der Spannungsregler ist bereits sehr genau. So kann man die 5V des Spannungsreglers auf besser 1% als Referenz heranziehen. Die innere Referenz kann ich nicht nutzen, da ich dort eine LED dran habe. Ich könnte den Reset-Eingang für die LED verwenden, müsste dann aber ein Fusebit umsetzen, wodurch man keinen Programmupdate mehr machen kann. Auf 0,1V kommt es doch eh nicht an. der Vorteil selbst gemachter Schaltungen liegt darin, dass man genau weiß, was sie tut. Kaufen ist natürlich einfacher. Bis jetzt kenne ich allerdings noch kein Fertigmodul, an dem man die Schwellpunkte einstellen kann.
raribay am 12 Okt 2013 23:35:52
raidy hat geschrieben:
biauwe hat geschrieben:Man(n) könnte aber auch so etwas fetiges kaufen: --> Link und einbauen.
Könnte man. hast du dafür einen Preis und eine Bezugsquelle?
schnatterente hat geschrieben:Die zusätzlichen Bypassdioden braucht man nur bei serieller Verschaltung.
Sind nicht in jeder anschlussdose eines solarpanels bereits bypassdioden verbaut???
Gast am 13 Okt 2013 01:10:01
Danke. ich baue trotzdem mein Teil, weil ich da die Ein- und Ausschaltpunkte selbst bestimmen kann. Vermutlich baue ich es noch so um, dass ich einen AES-Ausgang habe.
andwein am 13 Okt 2013 12:41:01
Hallo raidy, Eine tolle Schaltung, aber wenn schon diesen Weg, dann doch bitte inklusive Steuerung der Temperaturkompensation bei beiden Batterien. Dann ist die Schaltung optimal. Übrigens, ich arbeide mit der Diode (kein Rückfluss, da Diode und Ladestrom Aufbaubatt voll und Startbatt geringer, da 0,7V Ladespannung durch den Durchflusswiderstand der Diode verloren geht) Sorry für die einfache Lösung, aber ich bin Purist, Andreas
Gast am 13 Okt 2013 12:47:31
andwein hat geschrieben:Hallo raidy, Eine tolle Schaltung, aber wenn schon diesen Weg, dann doch bitte inklusive Steuerung der Temperaturkompensation bei beiden Batterien. Dann ist die Schaltung optimal. Übrigens, ich arbeide mit der Diode (kein Rückfluss, da Diode und Ladestrom Aufbaubatt voll und Startbatt geringer, da 0,7V Ladespannung durch den Durchflusswiderstand der Diode verloren geht) Sorry für die einfache Lösung, aber ich bin Purist, Andreas
Temperaturkompensation mache ich schon deshalb nicht, weil ich ja die vordere Batterie nicht an die Ladegenze bringen will, sondern nur die Erhaltungspannung sicherstellen will. Das mit der Diode ist natürlich auch ok, aber: 1) Ist deine SB defekt, zieht sie deine AB auch in den Tod. 2) Wenn du das WoMo startest und der Anlasser die SB auf 8-9 V runterzieht, dann laufen über deine Diode extreme Ströme nach vorne. Deshalb solltest du einen Widerstand (1 Ohm) einbauen, weil es sonst deine Diode zerreißen kann.
Aber grundsätzlich ist eine einfach Kombination Diode+Widerstand(Glühbirne) allemal hundert mal besser als nichts.
Gast am 13 Okt 2013 13:50:21
Sorry, muss noch mal fragen:
schnatterente hat geschrieben:Die zusätzlichen Bypassdioden braucht man nur bei serieller Verschaltung.
Sind nicht in jeder anschlussdose eines solarpanels bereits bypassdioden verbaut???
Gast am 13 Okt 2013 14:06:00
Sorry, muss noch mal fragen:
schnatterente hat geschrieben:Die zusätzlichen Bypassdioden braucht man nur bei serieller Verschaltung.
Sind nicht in jeder anschlussdose eines solarpanels bereits bypassdioden verbaut???
Auszug aus der beschreibung der von raidy verbauten solarmodule:
Monocrystalline semi flexible solar panel 100% Brand New,come with diodes and 1.5 cable
Gast am 13 Okt 2013 20:36:23
Nicht jedes Modul hat Bypass-Dioden drin. Und dann wäre da noch die Frage, wie diese verschaltet sind: Schützen sie das Modul vor anderen Modulen, oder schützen sie je eine Reihe des Moduls vor den andere Reihen, oder sind sogar Sperrdioden drin, ... .. Ich habe wohl wissend, dass schon welche drin sind, in der seriellen Verschaltung trotzdem noch zusätzlich externe Bypassdioden dazu gemacht. Schaden kann es ja nicht. Zumal bei 6A und angenommenen 0,5V Bypass-Drop-Spannung stolze 3W Wärme in der winzigen Dose auch nicht gerade sehr lebensverlängernd wirken dürften. 3W klingt nach wenig, aber abgekapselt in einer Kunststoffdose kann das heftig heiß werden. Jetzt teilen sich die 3W auf 1,5 in der Dose und 1,5 im Kanal auf.
Gast am 13 Okt 2013 20:45:33
raidy hat geschrieben:Nicht jedes Modul hat Bypass-Dioden drin. Und dann wäre da noch die Frage, wie diese verschaltet sind: Schützen sie das Modul vor anderen Modulen, oder schützen sie je eine Reihe des Moduls vor den andere Reihen, oder sind sogar Sperrdioden drin,
Hmm, und woran erkennt man, welche art von dioden verbaut sind?
Je mehr dioden, desto mehr spannungsverlust???
Gast am 13 Okt 2013 23:46:43
Dioden, die als Bypass geschaltet sind, verursachen im Normalbetrieb gar keinen Spannungsverlust. Dioden, die als Schutz-/Blockdioden geschaltet sind, verursachen auch im Normalbetrieb Spannungsverlust. Alle Dioden IN Modulen sind als Bypass geschaltet und verursachen im Normalbetrieb keinen Spannungsverlust. Dafür schalten Sie bei Abschattung des Moduls durch und sorgen so dafür, dass seriell verschaltete Module überhaupt noch Leistung bringen. Dafür nehmen sie dann 0,4-0,7V "Verwaltungsgebühr" :lach:
Vielleicht packt mich mal der Rappel und ich zeichne die verschiedenen Möglichkeiten mal auf. Hier wäre schon mal ein Bild. --> Link
Welche Dioden und wie verschaltet in Modulen verlötet sind, kann man nicht pauschal sagen. Zu 99% sind es nur Bypassdioden, doch ich habe schon Pferde vor der Apotheke.... :ja:
Gast am 13 Okt 2013 23:56:49
Ahh, so ist das ;-)
Also bräuchte ich bei serieller schaltung mehrerer module (zb. die flexmodule von lensun) keine separaten dioden verbauen!?
Gast am 14 Okt 2013 00:02:43
conny7 hat geschrieben:Ahh, so ist das ;-) Also bräuchte ich bei serieller schaltung mehrerer module (zb. die flexmodule von lensun) keine separaten dioden verbauen!?
Nein, brauchst du nicht. Aber seriell schaltet man nur, wenn man nicht genügend dickes Kabel verwenden kann!
Gast am 14 Okt 2013 00:39:12
raidy hat geschrieben:Nein, brauchst du nicht. Aber seriell schaltet man nur, wenn man nicht genügend dickes Kabel verwenden kann!
Oder wenn man so wie ich, ein 190wp-modul mit 37v hat und dazu zwei 18,5v-module erst mal in serie schalten muss, um dann diese beiden 18,5v-module (zusammen jetzt 37v) parallel zum 190er schalten zu können ;-(
andwein am 14 Okt 2013 14:32:26
Hallo raidy, "Das mit der Diode ist natürlich auch ok, aber: 1) Ist deine SB defekt, zieht sie deine AB auch in den Tod". wenn meine eine SB defekt geht würde sie die 2. Start-Batt und die zwei Aufbau-Batts in den Tod ziehen. Der mögliche Strom von 260Ah würde dann in die defekte Start-Batt fließen. Damit aber genau dies nicht passiert sind überall jeweils die notwendigen Sicherungen verbaut (teils von Ford, teils vom Aufbauhersteller) Und so sollte es auch bei allen anderen Womos sein. Querlade/Entladeströme von über 50A sind bei mir eigentlich eher selten, deshalb halten die verbauten 60A Sicherungen auch ganz gut. Aber nichts desto trotz, deine Schaltung gefällt mir Andreas
Gast am 15 Okt 2013 10:32:56
Hallo raidy, Nochmals fragen zu den flexiblen solarmodulen. Lt. Hersteller sollen die ja uneingeschrängt begehbar sein. Hast du das schon praktiziert, bzw. machen die module auf dich nen begehbaren eindruck? Da ja nun das gesamte dach schwarz belegt ist, wie schätzt du die hitzeentwicklung im sommer bei voller sonneneinstrahlung ein, auf die module bezogen und insbesondere auf den innenraum des womos?
schnatterente am 15 Okt 2013 10:49:52
conny7 hat geschrieben:Sorry, muss noch mal fragen:
schnatterente hat geschrieben:Die zusätzlichen Bypassdioden braucht man nur bei serieller Verschaltung.
Sind nicht in jeder anschlussdose eines solarpanels bereits bypassdioden verbaut???
Raidy hat eigentlich schon alles geschrieben. Die zusätzlichen Bypassdioden bei serieller Verschaltung verhindern, dass durch das abgeschattete Modul der Strom des besonnten Modules fließt, was auf Dauer Schäden (z.B. Hotspots) verursacht. Denn das beschattete funtioniert dann als "Heizung".
Gast am 15 Okt 2013 10:52:40
Und wozu sind dann die bereits in der anschlussdose verbauten dioden gut?
Gast am 15 Okt 2013 17:05:57
Starterbartterie-Lader (quasi) fertig
Wäre bei der Lieferung auch noch der Lampensockel GU6.3 gekommen, dann wäre er jetzt fertig.
Gegenüber dem Erstenwurf sind ein paar Änderungen drin, die ich kurz erkläre.
1) Spannungsanzeige abschaltbar: Durch Stecken einer Steckbrücke (auf deutsch Jumper 8) ) kann man die Spannung der AB und der SB sehen. 2) Setup-Knopf: Durch drücken des weißen Setup-Tasters schaltet der Mikroprozessor für 2 Minuten in einen Einstellmodus. Dann kann man die Schwellwerte schön an den blauen Spindelpotis einstellen. Dabei schaut man einfach auf das Voltmeter. Hat die AB z.B. 14.0V und das ist die Spannung, ab der man Ladebereit für die SB wäre, dann dreht man einfach am linken Spindelpoti bis die linke grüne LED angeht. Ab jetzt ist immer die Ladebereitschaft da, falls die SB geladen werden will. Durch drücken des Mikroschalters wird die SB-Spannung angezeigt. Hat die SB z.B. 13.5V und man findet das voll genug, so dreht am am rechten Spindelpoti, bis die grüne LED rechts ausgeht.
Folgende Kombinationen sind möglich: SB voll, AB voll = nichts passiert. SB will geladen werden, AB noch nicht voll genug = nichts passiert. SB will geladen werden, AB ist Ladebereit = Ladung startet.(Gelbe Lampe geht an) SB unter 12V = grüne SB-LEd blinkt sehr schnell, keine Ladunng aus Sicherheitsgründen.
Für Gurus: Stromverbrauch im Ruhezustand ohne Ladung ohne Spannungsanzeige 4,2mA. Krieg ich aber noch auf ca. 2mA runter (CPU langsamer einstellen).
Heute war mein Pechtag: Zuerst kam bei der Lieferung der GU6.3 Sockel nicht (deshalb oben rechts nur eine Drahtbrücke), dann ging mir auch noch mein AVR-Programmer kaputt. Viele tausend Chips hat er programmiert und genau heute wollt er sterben. :cry: jetzt kann ich die Feinheiten nicht nach progrogrammieren. :cry:
Stefan1965 am 15 Okt 2013 19:13:19
Hallo raidy,
100%. Danke.
Stefan
schnatterente am 15 Okt 2013 21:24:31
conny7 hat geschrieben:Und wozu sind dann die bereits in der anschlussdose verbauten dioden gut?
In jedem Modul werden auch hier die einzelnen Zellen parallel und seriell verschaltet, um auf die nötige Leerlaufspannung von z.B. 21V bei einem "12V" Modul/System zu kommen. Hier schützen die Dioden das Modul nach gleichem Prinzip bei einer möglichen Teilabschattung auf dem Panel.
Gast am 23 Okt 2013 19:44:30
5 schönere Tage am Rhein und im Schwarzwald und der erste Echttest der neuen 640Wp: Beide Pedelecs konnten völlig problemlos geladen werden. Dabei kam der Strom trotz WR geschätzter Weise zu 70-80% direkt vom Dach und nur der Rest aus den Batterien. War aber auch super Wetter für Oktober! Wir sind immer so gegen 12:00 Uhr auf Tour gegangen und haben die Morgensonne zum Laden der Akkus genutzt. Dafür sind wir meist erst bei Einbruch der Dunkelheit zurück gekommen. Batterien waren abends immer 100% voll und nie waren sie am anderen Morgen unter 12,7V. Hat sich also schon mal gelohnt. :ja:
Einen der beiden MPPT-Regler musst ich übrigens vor einer Woche umtauschen, das der Setup-Taster fest gehängt war. Ging aber binnen 48 Stunden über die Bühne.
Gast am 23 Okt 2013 19:48:59
Toll - Danke für die Info !
Welche Ladeschlussspannung hast Du eingestellt ? Du hast auch AGM`s als Aufbauakkus ?
Gast am 23 Okt 2013 19:58:29
UlrichS hat geschrieben:Toll - Danke für die Info ! Welche Ladeschlussspannung hast Du eingestellt ? Du hast auch AGM`s als Aufbauakkus ?
Ich habe zwei Exide Gel 85Ah. Der Regler steht auf Gel. Er macht je nach Temperatur bis zu 14,7V boosten und geht dann ein paar Stunden auf 14,2V. Irgendwann schaltet er dann ab und lässt die Spannung auf bis zu 13,2V zurück fallen, bevor er wieder nachregelt. Der hohen PV-Leistung wegen ist er immer Ruck Zuck auf über 14V. Ich habe rein gefühlsmäßig und nicht professionell ermittelt den Eindruck, dass meine Batterien jetzt mehr liefern und erst deutlich später unter 12,7V fallen als zuvor.
Gast am 23 Okt 2013 20:41:08
Das wird auch so sein, da zumindest jetzt der Akku zu 100 % geladen wird, 14,7 V ist natürlich das höchste was geht. Allerdings meine ich mich zu erinnern, dass die Ducato Lichtmaschine auch 14,5 - 14,7 V liefert. Mein Netz Ladegerät läd nicht ganz so hoch.
Wir freuen uns auf weitere Infos, ich habe mir jetzt von den Modulen erst mal ein 80 W bestellt und zum Camping in Torre del Mar geschickt. Na gut ich bin ehrlich die beiden GPS Tracker, Alarmanlage u.a. zwingen mich zum aufrüsten :D
Gast am 29 Okt 2013 17:48:11
Intelligentes 12V Bosch e-Bike Ladegerät speziell für Wohnmobile
Ich wollte meine e-bike Akkus direkt mit 12V laden. Das geht mittels powerbuttler --> Link , aber: 1) der Preis, mein lieber Mann die langen hin. 320€ mit Stecker 2) Keine sinnvolle Bordbatteriekontrolle. Das Ding ladet halt, bis der Unterspannungsalarm angeht. 3) Nur 2,5A Ladestrom. :? Ne, das muss besser gehen.
Und da ich ja gerne Dinge mache, die vorher noch niemand gemacht hat..... 8)
Schaut euch dieses Prototypen-Chaos an und lasst euch sagen: Es geht! Bild noch ohne Umbau des DC/DC Wandlers und ohne die eigene Mikroprozessor-Steuerung.
Was ist das? Das ist ein Ladegerät für Bosch und Panasonic 36V Pedelec-Akkus welcher mit 12V läuft und nur "überschüssigen" Strom verwendet.
Grundprinzip: Er wartet bis die WoMo-Batterie fast voll ist. Dann fängt er an zu laden. Er ladet immer nur mit so viel Strom (0,1-4A), dass die WoMo-Batterie nie unter 13,2V fällt. Hierzu steuert der Mikroprozessor die Strombegrenzung des DC/DC-Wandlers und stellt somit den maximalen Ladestrom ein . Somit setzt er die überschüssige Solarenergie optimal in Ladeenergie für die e-bike Akkus um, ohne dass die WoMo-Batterie belastet wird. Das Ladegerät passt also seinen Ladestrom an die aktuell verfügbare Strommenge automatisch an.
Wo ist der Nutzen? Das ganze hat zwei Nutzen, wovon einer erheblichst ist: 1) Man kann das Ladegerät einstecken wann immer man will. Geladen wird auch nur dann, wenn genug Strom da ist. 2) An schönen Tagen ist bei mit dank der 640Wp Strom im Überfluss da. Aber der Strom ist genau dann im Überschuss da, wenn wir eh gerade schon mit den e-bikes unterwegs sind. Jetzt haben wir zwei Akkus pro Rad. Während wir die Landschaft via e-bike erkunden werden unsere Reserveakku geladen. Es kann nicht vorkommen, dass deshalb die Bordbatterie nicht geladen wird. Gab es Probleme: Ja, der Bosch-Akku hat so seine Eigenheiten. Er will "ein bestimmtes wake-up-Verhalten" bevor die Ladespannung anliegen darf. Das zu ermitteln hat mich viel Zeit gekostet. Aber jetzt funzt er. Er braucht diese 5V vorab um seine internen Balancer und Ladelogik zu steuern.
Aktueller Status: Prototyp läuft, Mikroprossesor läuft, Programm noch alpha V0.pfui. Materialkosten ca. 40€ bis jetzt. Nur nach einem Bosch-Akku-Stecker suche ich noch. Im Frühjahr muss er perfekt laufen.
Raidy
andwein am 30 Okt 2013 11:05:47
Hallo raidy, klasse Arbeit. Wenn alles läuft wirst du ja sicher wieder ein paar weitere Einzelheiten hier einstellen, oder? Andreas
Gast am 30 Okt 2013 11:39:32
andwein hat geschrieben:Hallo raidy, klasse Arbeit. Wenn alles läuft wirst du ja sicher wieder ein paar weitere Einzelheiten hier einstellen, oder? Andreas
Klar! ich dachte schon, das interessiert keinen. 8)
franz_99 am 30 Okt 2013 11:41:02
Doch doch
Gast am 30 Okt 2013 11:51:09
Vor ein paar Jahren, als ich noch davon lebte, hätte ich vermutlich mal 100 Stück in China machen lassen und über einen Partner testen lassen, ob es Kunden gibt. Aber heute mache ich ja nur noch, was mir Spaß macht und arbeite nicht mehr des Geldes wegen. Endkundengeschäfte habe ich aber nie gemacht. Ich habe immer nur B2B gemacht, weil ich mich mit den Vorstellungen und Verhalten mancher Endkunden schwer tun würde. Aber das würde dieses Thread sprengen und schnell zum Konflikt führen. Die oft anzutreffende "alle Hersteller wollen mich nur ausnehmen"-Mentalität mancher Endverbraucher könnte ich nicht ertragen.
franz_99 am 30 Okt 2013 11:52:51
Wenn de mal viel Lust hast, vielleicht machste dann mal 2 oder auch 3 ;D
andwein am 31 Okt 2013 12:33:33
Da hast du vollkommen recht, und Gewährleistung musst du dann auch noch geben. Mir genügt der Schaltplan. Hast du mal drüber nachgedacht, deine vier Rad-Accus während der Radler-Pause ins Bordnetz einzubinden. 4x400 =1600W, das ist ja ne 2. Aufbau-Batterie. Andreas
Gast am 15 Nov 2013 00:56:18
raidy hat geschrieben:Weil der erste (20A-Version) 3 Jahre super gelaufen ist. Weil man ein Display anschließen kann. Weil er Säure, AGM und GEl kann.
Ich habe jetzt auch den Tracer 2215 RN eingesetzt und trotz meiner AGM Akkus die Einstellung auf "2" gestellt. ( --> Link )
Auf welche Einstellung würdest Du bei AGM den Regler stellen ?
murksmax am 16 Nov 2013 15:04:46
raidy hat geschrieben:Schnauze voll! Jetzt bin ich 3 Tage auf der Leiter gestanden, auf allen Vieren rumgerobbt, gekniet, gebeugt......und völlig am A.sch. Dabei habe ich sogar nochmals Platz für weitere 60Wp "gefunden" und könnte die magische 700Wp Grenze sprengen. Für ein WoMo mit nur 595cm Länge doch ganz ordentlich.
Hi raidy,
schön, wie Du da die vielen Kilo Watt auf das Dach packst - nur schade, dass die nicht aus dem Nationalpark nds. Wattenmeer stammen :D
Nee, im Ernst, weshalb klebst Du die Teile auf? Meinem Kenntnisstand nach benötigen die PV-Elemente doch eine vernünftige Hinterlüftung, um bei Sonneneinstrahlung und Wärmeentwicklung noch gut produzieren zu können :?:
Ich weiß, vielleicht etwas alt das Thema, aber ...