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Womo Solarstrom ins Hausnetz einspeisen 1, 2, 3


WernerMobil am 13 Dez 2012 12:22:36

Hallo allerseits,

ich lese hier im Forum schon sehr lange mit und möchte nun auch mal ein eigenes Thema ansprechen.

Auf dem Wohnmobil habe ich eine Solaranlage mit 4 x 80 Watt installiert.
Das gibt in den Sommermonaten ordentlich Strom wenn wir unterwegs sind.
Leider sind wir aus Zeitgründen aber viel zu selten unterwegs und das Fahrzeug steht die meiste Zeit am Haus.

Nun zu meiner Frage:
Kann ich mit (vertretbarem Aufwand) den Stromertrag aus dem Womo ins Stromnetz meines Hauses einspeisen ?
Ich möchte aber nicht den ganzen Wiggel mit offizieller Anmeldung beim Energieversorger und Einspeisung in das öffentliche Stromnetz.
Am liebsten wäre es mir wenn der Strom einfach über eine Außensteckdose eingespeicht würde und dann im eigenen Haus verbraucht wird.
Er sollte dann also nur mit dem eingespeisten Strom die "Drehzahl" meines Stromzählers reduzieren.

Ist das technisch machbar, wenn ja wie ?
Oder hat da vielleicht schon jemand praktische Erfahrungen ?

Werner

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mv4 am 13 Dez 2012 12:27:05

technisch wäre es machbar...aber bei den geringen strom-mengen..viel zu aufwendig..und auch nicht erlaubt.
wenn du den erzeugten Strom wirklich verbraten willst ...geht das nur über deinen Wonmobil-Wechselrichter...und ein direkt angeschlossenes Gerät

thomas56 am 13 Dez 2012 12:42:27

Moin,

einspeisen lohnt wohl nicht, aber den Überschuss nutzen wäre nicht schlecht. Mann könnte eine Kabeltrommel vom Womo ins Haus legen und Radio/TV darüber betreiben.
Ich nutze meine 50l Kompressorbox als Gartenkühli, bringt nicht viel, ist aber ein Anfang.

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rolfblock am 13 Dez 2012 12:47:25

4 mal 80 Wp sind 320 Wp. Damit könntest du die Kühltruhe laufen lassen. Z.B. so:
Dein Solarregler liefert ein AES Signal, wenn die Batterie voll ist. Damit schaltest du den Wechselrichter im Wohnmobil ein. Dieser speist die Tiefkühltruhe autark, also ohne Verbindung zum Netz. Damit die Nacht gepuffert wird, stellst du den Thermostat auf tiefst mögliche Temperatur, z.B. -30°C.
Die Truhe bekommt nur dann Strom, wenn die Solarzellen ordentlich liefern und die Akkus voll sind.
Wenn du allerdings Regentage hast, solltest du die Temperatur der Truhe überwachen und alarmieren, wenn es über -18°C wird. Dann muss wieder Landstrom her.

Der Vorteil dieser Beschaltung ist, dass die Akkus ständig im oberen Ladezustand gehalten werden. Nur der "Wegwerfstrom" geht in die Kühltruhe.

biauwe am 13 Dez 2012 12:49:26

Womo Solarstrom ins Hausnetz einspeisen :?:

Sind die Akkus mit dazwischen geschallten?
Wenn Ja, wie wird das ohne sie zu belasten geregelt?

biauwe am 13 Dez 2012 12:52:01

rolfblock hat geschrieben:Dein Solarregler liefert ein AES Signal, wenn die Batterie voll ist.


Wann ist der Akku voll?
Bei wieviel Volt schaltet AES ein und aus?
Das alles ohne die Akkus zu belasten?

Gast am 13 Dez 2012 12:55:02

Hallo,

ohne großen Aufwand geht es vielleicht per Wechselrichter und dann zum Beispiel einen elektrischen Rasenmäher von 1000 Watt damit betreiben. Aber 4x 80W Solar sind dafür auch noch zu wenig. Und es bedeutet, dass du gnadenlos unter der brütenden Mittagssonne raus musst zum Mähen, denn nur dann ist genug Solarstrom da.
Aber mal angenommen, das WoMo parkt neben einem kleinen Stück Rasen, das du in 30 Minuten gemäht hast. Dann kauf dir einen 1200W bis 1500W Wechselrichter und einen 1000W Rasenmäher. An einem sonnigen Tag sollte das reichen.
Der Wechselrichter sollte eine etwas höhere Leistung haben, als der Rasenmäher um dessen Anlaufstrom zu verkraften.
Mal rechnen:
Der Rasenmäher braucht 0,5h x 1.000W = 500Wh Strom.
320W Solar liefern im Sommer von 11:00Uhr bis 13:00Uhr ca. 600Wh, in den Stunden davor und danach entsprechend weniger, aber es würde wohl reichen, geht allerdings auf die Wohnbatterie, die erstmal zwischenpuffern muss.
Nur mal so gesponnen...
Man könnte auch Akkus, Handys etc. im WoMo per Solarstrom aufladen.
Das mit der Kühltruhe klingt auch nicht schlecht, ist aber ziemlich aufwändig. Aber schade um den Stromüberschuss ist es schon.


CarbonUnit

rolfblock am 13 Dez 2012 13:53:39

biauwe hat geschrieben:
rolfblock hat geschrieben:Dein Solarregler liefert ein AES Signal, wenn die Batterie voll ist.


Wann ist der Akku voll?
Bei wieviel Volt schaltet AES ein und aus?
Das alles ohne die Akkus zu belasten?


Der Solarregler pflegt die Batterie. Er fährt eine stufige Ladekurve durch. Abgestimmt auf den Batterietyp. Wenn er mit dem Strom nicht mehr weiss wohin, schaltet er AES auf high. Meist minimum für 30 min. Danach entscheidet er, ob die Batteriespannung immer noch hoch genug ist. Wenn ja, bleibt AES an.
Der Akku wird nur im obersten Ladebereich geringfügig zum Puffern benutzt. Z.B: für eine vorbeiziehende Wolke. Maximal für eine halbe Stunde mit der Leistung des Tiefkühlschranks (plus WR Verluste)
Wenn du es genauer wissen willst, musst du im Datenblatt des jeweiligen Reglers nachschauen.

rolfblock am 13 Dez 2012 14:16:34

carbonunit hat geschrieben:Hallo,


Das mit der Kühltruhe klingt auch nicht schlecht, ist aber ziemlich aufwändig. Aber schade um den Stromüberschuss ist es schon.


CarbonUnit


Der Aufwand ist relativ gering. Man braucht nur ein Kabel zur Kühltruhe. Die AES Schaltung dient dem Schutz der Akkus. Eine Art Tiefentladeschutz nur eben im Bereich der Vollladung. Also zwischen ca 13 und 14 V. Die empfiehlt sich immer, auch wenn man z.B. Pedelec Akkus laden will.

maniac am 13 Dez 2012 14:38:52

Lange Rede, kurzer Sinn:

Ohne den ganzen Wiggel kannst du das nicht zuletzt aus rechtlichen Gründen kaum umsetzen.
Sollte es zu einem Problem kommen, welcher Art auch immer, die Schäden oder dergleichen mit sich ziehen, hast du den Hut auf, wegen ein paar Cent Ersparnis. Du riskierst dann sogar, dass dein Stromversorger dir den Vertrag kündigt, etc..
Ach ja, wenn dir wegen einer eigenen Konstruktion was abfackelt, zahlt keine Versicherung.

Mein Tipp:

Lade damit deine Batterien, dein Laptop und Handy, betreibe damit einen Springbrunnen u.o. Lampen im Garten oder sonstige vom Hausnetz getrennte Geräte. :)

Gast am 13 Dez 2012 14:50:55

Hallo,

also bei dem Wort "Kühltruhe" denke ich an ein Riesending, das 230V braucht und Tag und Nacht durchläuft. Die kann auch mit dem AES-Signal vom Laderegler erstmal gar nichts anfangen.
Gehen könnte das eventuell so:
Der Wechselrichter im WoMo lauscht auf das AES-Signal und schaltet sich ein, wenn das kommt, wenn also die Akkus voll sind.
Von dem geht eine 230V-Leitung zu einer Art Vorrangschaltung, also ein Schütz, das bei Strom vom WR diesen auf die Steckdose schaltet. Kommt kein Strom vom WR, fällt das Schütz ab und schaltet die Steckdose wieder auf Landstrom. Wenn jetzt die Leistungsaufnahme der Kühltruhe zum Wechselrichter passt, könnte die über die Mittagszeit im Hochsommer mit Solarstrom laufen und man braucht auch keine Heulboje im Keller, die Ausfall der Kühlung meldet.
Aber meine Lösung mit dem Rasenmäher ist einfacher zu realisieren, erfordert eben nur den Gartenfex, der in der Mittagshitze Rasenmähen mag.


CarbonUnit (der Rasenmähen hasst)

WernerMobil am 13 Dez 2012 15:28:03

Wow, so viele Anregungen in so kurzer Zeit.
Ich bin begeistert von diesem Forum.

Auf die Idee den Strom durch Anschluß der Verbraucher am Stromnetz des Wohnmobils zu machen bin ich noch gar nicht gekommen.
Ich habe einen 1500W Wechselrichter drin, damit kann ich ja fast alle Geräte betreiben.
Das scheint mir wirklich sinnvoller als eine Einspeisung ins Hausnetz.

Ich verstehe nur nicht warum eine Einspeisung verboten sein soll.
Eine Solaranlage auf dem Hausdach macht doch auch nichts anderes, oder ?

Werner

thomas56 am 13 Dez 2012 15:31:50

WernerMobil hat geschrieben:
Ich verstehe nur nicht warum eine Einspeisung verboten sein soll.
Eine Solaranlage auf dem Hausdach macht doch auch nichts anderes, oder ?


Dafür müsstest du erstmal eine neue Firma gründen, da du gewerbsmässig verkaufst.

Um wieviel Strom geht es überhaupt?

Gast am 13 Dez 2012 15:37:36

Hallo,

Einspeisung ist wohl dann verboten, wenn du den überschüssigen Strom ins Netz lieferst. Dann muss die Frequenz stimmen usw. Da gibts genaue Vorschriften, die ich aber auch nicht kenne. Wenn du einzelne Geräte im Haus zeitweise per Wechselrichter aus dem WoMo versorgst und das fachgerecht angeschlossen ist, wird keiner was dagegen haben.
Wenn dich Solar und Technikgebastel interessiert, dann ist das dein Blog: --> Link
Wenn dem Andre langweilig ist, fährt er entweder woanders hin oder fängt an zu basteln.


CarbonUnit

mv4 am 13 Dez 2012 15:41:13

eine Hausdach-solaranlage kannst da nicht vergleichen...du müsstest von deinen Mobil ja erstmal auf 240V wechselstrom umwandeln..was meinst was da noch übrigbleibt. :D von den 50 herz ganz zu schweigen..so wie das dein wechselrichter auch macht.
soviel strom ist das gar nicht mit 2x 80w...du könntest zb. deine Cafe Maschine damit betreiben...Wasserkocher..oder auch Kühlschrank...der braucht aber Dauer Strom...und wenn die sonne nicht scheint zieht er dir die Batterie bis Abschaltung leer...

biauwe am 13 Dez 2012 16:21:19

rolfblock hat geschrieben:Wenn du es genauer wissen willst, musst du im Datenblatt des jeweiligen Reglers nachschauen.


In den Datenblättern steht davon nichts.
Habe direkt angefragt.
Auch die Hersteller können (wollen?) keine Zahlen nennen.

thomas56 am 13 Dez 2012 16:29:36

meine Ladeschlussspannung ist auf Gel 14,4V eingestellt. Ob der AES vor der Schlussspannung abgibt weiß ich auch nicht.
Um die Batterien nicht zu entleeren, könnte ich vor dem Verbraucher einen Batteriewächter einbauen, den ich z.B. auf 12,6V einstelle und ab dem Wert den Stromfluss unterbricht.

rolfblock am 13 Dez 2012 17:17:39

thomas56 hat geschrieben:meine Ladeschlussspannung ist auf Gel 14,4V eingestellt. Ob der AES vor der Schlussspannung abgibt weiß ich auch nicht.
Um die Batterien nicht zu entleeren, könnte ich vor dem Verbraucher einen Batteriewächter einbauen, den ich z.B. auf 12,6V einstelle und ab dem Wert den Stromfluss unterbricht.


Batteriewächter brauchst du nicht. Erstens hat der WR sowieso einen, zweitens wird er über AES gesteuert. Das bedeutet bereits, dass die Batterie höchstens 30 min lang entladen wird. Wenn die Solaranlage keinen ausreichenden Strom liefert, und damit auf die Batterie zurückgegrifffen wird, geht das nur 30 min.
In meinem Wohnmobil liegt die Spannung nahezu immer über 13 V, wenn die Sonne scheint und ich die Fahrradakkus lade.

Gast am 13 Dez 2012 18:02:18

Vor einiger Zeit hat mir auf einer Messe mal ein Händler eine kleine Kompaktanalge angeboten, die irgendwo am Balkongeländer festgemacht wird und der Wechselrichter einfach irgendwo in eine Steckdose gesteckt wird, so das man seinen eigenen Grundbedarf reduzieren, bzw. bei genügend Sonnenstrom und aleten Zählern diese sogar rückwärts laufen lassen konnte.

Mittlerweile scheint das in D wieder verboten zu sein und nur in einigen europäischen Ländern erlaubt sein. Es lebe die EU!

Hier findest du viele Diskussionen zum Thema auf einem Link, den ich hier nicht posten darf, aber suche doch bei Tante G mal nach "Inselanlage und Einspeisung". Es ist ein Forum über Photovoltaik.

Mögliche geeignete, aber in D nicht zugelassene Wechselrichter gibt es auch hier: --> Link

abenn am 13 Dez 2012 18:33:29

Es ist unter anderem darum verboten weil du in einen öffentliches Netz einspeist. Den dein im WoMo produzierte Strom macht nicht halt in deinem Haus wenn du ihn gerade nicht verbrauchst. So gibt es z.B. eine Zwangabschaltung der Wechselrichter bei PVC-Anlagen! Stell dir vor die wollen was arbeiten, schalten ab und du speist weiter ein, aua!

Einzige sinnvolle Lösung, suche dir ein Gerät das du autark am Stromnetz des WoMo betreibst, wobei ich dank Batterie.Verschleiß und anderen Dingen mir nicht vorstellen kann, das das wirtschaftlich Sinn macht.


Alf

p.s.
wir haben 24x 240W Solar auf dem Dach und schaffen trotzdem nur ca. 12-15% Eigenverbrauch des Solarstromes !!

tober am 13 Dez 2012 18:34:11

longo hat geschrieben:Vor einiger Zeit hat mir auf einer Messe mal ein Händler eine kleine Kompaktanalge angeboten, die irgendwo am Balkongeländer festgemacht wird und der Wechselrichter einfach irgendwo in eine Steckdose gesteckt wird, so das man seinen eigenen Grundbedarf reduzieren, bzw. bei genügend Sonnenstrom und aleten Zählern diese sogar rückwärts laufen lassen konnte.



Ist schon der 1. April ? Bei " Etel-Tuning. de eh" gibt es ein 220V Patchkabel. Das kannste ja zwischen Womo und Haussteckdose zum "Stromaustausch" stecken.

Aber mal Ernsthaft. Googelt doch mal nach PV - Eigenverbrauch. Also Haustechnik. Da gibt es einiges interessantes. Kommt evt. 2013 bei mir auf's Dach und Winston LI-Akkus in den Keller. Mit der Materie ein bischen beschäftigen und man stellt fest das es mit "eigenem Strom" ins Hausnetz einspeisen nicht so einfach geht wie man sich das gerne vorstellen möchte. Für ne 380 Watt - Anlage ist der Tip mit Wechselrichter - Verlängerungskabel - Kühltruhe einstecken wohl tatsächlich das sinnvollste. Alles andere ist infolge der investitionskosten wohl :cry:
Achja , Wechselrichter und Batteriemanger werden wohl von Nedap kommen.

thomas56 am 13 Dez 2012 18:37:28

rolfblock hat geschrieben:
Batteriewächter brauchst du nicht. Erstens hat der WR sowieso einen, zweitens wird er über AES gesteuert.

Wann schaltet denn so ein WR ab, schätze mal bei 11,9V und das wäre mir zu spät. Aber ich dachte eh mehr an 12V-Geräte, vielleicht noch LED Gartenbeleuchtung.
Aber so ein AES Steuermodul bräuchte ich für eine seperate 12V-Steckdose in der Heckgarage. wie funktioniert sowas?

elektrotechnikzrenner am 13 Dez 2012 18:50:18

Hallo,

nun-technisch ist das ohne Probleme möglich.
Man braucht dafür wirklich nichts anderes als den passenden WR...
Die gibt es auch speziell für solche Kleinanlagen und hab ich auch schon bestellt und eingesetzt.
Die ersten hab ich vor 10-15 Jahren sogar noch selber gebaut :-)
Alle notwendigen Abschaltkriterien entspr. VDE sowie den Vorgaben des EVU sind da natürlich enthalten.
Nur wird in D für die Einspeisung ein extra Zähler (und dem ganzen anderen "Schlonz" der da dranhängt) gefordert und so macht es bei uns eben fast keiner, weil sich dieser Aufwand dann eben nicht lohnt, weil man das Geld da nie wieder reinholt...

Also technisch gar kein Problem...
Offiziell und rechtlich abgesichert einfach zu teuer und zu aufwändig
Inoffiziell verhältnissmäßig billig und einfach zu lösen.

Ich stand mal bei einem Landwirt und der hat nen Zwischenzähler eingebaut gehabt.
Der hat ganz schön blöd geguckt, als nachher der Zählerstand geringer war als vorher.
Eigentlich hätte ich noch Geld von ihm bekommen müssen :-)

rolfblock am 13 Dez 2012 19:16:15

thomas56 hat geschrieben:
rolfblock hat geschrieben:
Batteriewächter brauchst du nicht. Erstens hat der WR sowieso einen, zweitens wird er über AES gesteuert.

Wann schaltet denn so ein WR ab, schätze mal bei 11,9V und das wäre mir zu spät. Aber ich dachte eh mehr an 12V-Geräte, vielleicht noch LED Gartenbeleuchtung.
Aber so ein AES Steuermodul bräuchte ich für eine seperate 12V-Steckdose in der Heckgarage. wie funktioniert sowas?

Die Abschaltschwelle des WR ist hier irrelevant, da der Solarregler bereits bei kleiner 13 V nach spätestens 30 min abschaltet. Der WR läuft nur während der Sonnenstunden.
Der Solarregler hat einen extra Ausgang mit der Beschriftung AES. Wenn er einschaltet gibt er +12 V über (bei mir) 2 kOhm Innenwiderstand ab.
LED Gartenbeleuchtung brauchst du wohl eher, wenn es dunkel ist. Damit bleibt AES außen vor.
Und noch ein Hinweis an die Kollegen. Die Batterien werden durch AES NICHT (wesentlich) belastet. Alles spielt sich oberhalb von 13 V ab. Maximal 30 min werden 13 V unterschritten.
Die Pufferung der elektrischen Energie findet ja gerade nicht elektrisch statt, sondern in der "tieferen" Tiefkühlung, die bei minus 30°C problemlos 20 Stunden ohne Strom auskommt.
Rechtlich und technisch ist alles ohne wenn und aber erlaubt. Es findet KEINE Verkopplung mit dem öffentlichen Netz statt.

Wenn man erst mal den WR an den AES angeschlossen hat, eröffnen sich wunderbare weitere Anwendungen. Phantasie einschalten.

elektrotechnikzrenner am 13 Dez 2012 19:26:22

tober hat geschrieben:
Ist schon der 1. April ? Bei " Etel-Tuning. de eh" gibt es ein 220V Patchkabel. Das kannste ja zwischen womo und Haussteckdose zum "Stromaustausch" stecken.

Aber mal Ernsthaft. Googelt doch mal nach PV - Eigenverbrauch. Also Haustechnik. Da gibt es einiges interessantes. Kommt evt. 2013 bei mir auf's Dach und Winston LI-Akkus in den Keller. Mit der Materie ein bischen beschäftigen und man stellt fest das es mit "eigenem Strom" ins Hausnetz einspeisen nicht so einfach geht wie man sich das gerne vorstellen möchte. Für ne 380 Watt - Anlage ist der Tip mit Wechselrichter - Verlängerungskabel - Kühltruhe einstecken wohl tatsächlich das sinnvollste. Alles andere ist infolge der investitionskosten wohl :cry:
Achja , Wechselrichter und Batteriemanger werden wohl von Nedap kommen.


rentiert sich wirtschaftlich (noch lange) nicht...
eigenen Strom ins Hausnetz einspeisen-wo soll das Problem sein?

rolfblock am 13 Dez 2012 19:38:07

rentiert sich wirtschaftlich (noch lange) nicht...
eigenen Strom ins Hausnetz einspeisen-wo soll das Problem sein?

Es ging darum ohne viel Aufwand den Strom der Solaranlage aus dem Wohnmobil zu nutzen. Der WR des Wohnmobils ist nicht geeignet ins Wechselstromnetz einzuspeisen. Selbst einer mit Netzergänzungsschaltung kann das nicht.
Einen extra WR fürs Haus zu kaufen, scheidet sowohl finanziell als auch technisch aus. Technisch müsste dann nämlich 12 V ins Haus transportiert werden, oder der neue WR zusätzlich nahe oder im Wohnmobil platziert werden.
Die Anwendung "Tiefkühltruhe" kommt ohne Sachinvestition aus, amortisiert sich demnach wirtschaftlich bereits in der ersten Sekunde. Es wird lediglich eine Kabeltrommel gebraucht.
WR im Wohnmobil ist sowieso vorhanden.

tweiner am 13 Dez 2012 19:52:09

Hi,
ob diese Diskussion wirklich sinnvoll ist? Die Idee mag wohl interessant sein: ABER ...

a) der eingespeiste Strom muss synchron mit dem vom Hausnetz sein .... sonst gibt es einen lauten Knall ;-)
b) an der Haustechnik muss noch mehr angepasst werden, ich sage nur FI und seine Schutzfunktion.
c) WAS WOHL DIE VERSICHERUNG IN EINEM SCHADENFALL DAZU SAGT? Egal ob Womo / Haus oder beides abbrennt.

Im Ernst - das würde nur durch einen Fachmann gehen - und ob das dann noch Lohnenswert ist?
Den Solarstrom kannst du in diesem Fall nur in deiner Insellösung weiter betreiben / nutzen! Entweder als 12 Volt und damit ohne Verluste durch Wandlung, oder über einen WR mit entsprechendem Verlust.

--- und um die Idee einmal weiterzuspinnen: dann doch über die 220V Landstromverbindung in das öffentliche Netz einspeisen.
Damit macht es sogar Sinn das der Landstrom immer angeschlossen ist und Überschuss-Strom eingespeist werden kann. Man denke einmal: das machen 5000 Mobile an einem Tag - dann könnte man wieder ein kleines Atomkraftwerk abschalten.
Dann dürften Womos mit Solar auch kostenlos auf den SP's stehen ;-)

Nichtsdesto trotz möchte ich darauf hinweisen das arbeiten an 220 Volt dem Fachmann überlassen werden sollten, alles andere ist Lebensgefährlich!

gruß
Thomas

tober am 13 Dez 2012 19:58:49

elektrotechnikzrenner hat geschrieben:rentiert sich wirtschaftlich (noch lange) nicht...
eigenen Strom ins Hausnetz einspeisen-wo soll das Problem sein?


Es ist kein problem ! Mein beitrag bezog sich auf diese Aussage -


Vor einiger Zeit hat mir auf einer Messe mal ein Händler eine kleine Kompaktanalge angeboten, die irgendwo am Balkongeländer festgemacht wird und der Wechselrichter einfach irgendwo in eine Steckdose gesteckt wird, so das man seinen eigenen Grundbedarf reduzieren, bzw. bei genügend Sonnenstrom und aleten Zählern diese sogar rückwärts laufen lassen konnte -


Also ich möchte meinen Wechselrichter welcher Strom von der PV-Anlage bekommt nicht in irgendeine Steckdose einstöpseln. Das sollte schon so in s Hausnetz eingespeist werden ohne das es knallt. 8)

elektrotechnikzrenner am 13 Dez 2012 19:59:02

rolfblock hat geschrieben:
Es ging darum ohne viel Aufwand den Strom der Solaranlage aus dem Wohnmobil zu nutzen. Der WR des Wohnmobils ist nicht geeignet ins Wechselstromnetz einzuspeisen. Selbst einer mit Netzergänzungsschaltung kann das nicht.
Einen extra WR fürs Haus zu kaufen, scheidet sowohl finanziell als auch technisch aus. Technisch müsste dann nämlich 12 V ins Haus transportiert werden, oder der neue WR zusätzlich nahe oder im Wohnmobil platziert werden.
Die Anwendung "Tiefkühltruhe" kommt ohne Sachinvestition aus, amortisiert sich demnach wirtschaftlich bereits in der ersten Sekunde. Es wird lediglich eine Kabeltrommel gebraucht.
WR im Wohnmobil ist sowieso vorhanden.



Jetzt muß ich acht geben, immer schön die "Möglichkeitsform" zu nehmen: :-)
Wer spricht denn davon, daß man den WR ins Haus einbauen würde?
Ich würde den doch nicht nur zuhause nutzen wollen, sondern jeden Überschuß einspeisen-egal wo ich gerade stehen würde
Und das würde alles über das ganz normale Netzkabel laufen, daß ich für Landstrom eh anstecke.
Man bräuchte dafür rein gar nichts tun, weil ja eh alles automatisch laufen würde.
Würden die Batterien voll sein, dann würde dieser WR ins Hausnetz einspeisen. Ob da dann gerade die Kühltruhe den Strom brauchen würde oder der Fernseher oder sonst irgendwas wäre völlig egal...

Ja-klar-das mit der Tiefkühltruhe ist ja keine schlechte Idee.
Wenn man dauernd Kabel zur Kühltruhe auf und abrollen will-durchs WoMo-Fenster und Kellerfenster und so.
Und wehe, es scheint mal die Sonne nicht so, wie man es gerne hätte. Dann kann man sich aussuchen, was man die nächsten 3 Tage zum essen kocht und den Rest wegwerfen :-)
Und wenn mehr von Solar kommt als die Kühltruhe braucht, hat man wieder Überschuß...

elektrotechnikzrenner am 13 Dez 2012 20:04:16

tweiner hat geschrieben:Hi,
ob diese Diskussion wirklich sinnvoll ist? Die Idee mag wohl interessant sein: ABER ...

a) der eingespeiste Strom muss synchron mit dem vom Hausnetz sein .... sonst gibt es einen lauten Knall ;-)
b) an der Haustechnik muss noch mehr angepasst werden, ich sage nur FI und seine Schutzfunktion.
c) WAS WOHL DIE VERSICHERUNG IN EINEM SCHADENFALL DAZU SAGT? Egal ob Womo / Haus oder beides abbrennt.

Im Ernst - das würde nur durch einen Fachmann gehen - und ob das dann noch Lohnenswert ist?
Den Solarstrom kannst du in diesem Fall nur in deiner Insellösung weiter betreiben / nutzen! Entweder als 12 Volt und damit ohne Verluste durch Wandlung, oder über einen WR mit entsprechendem Verlust.

--- und um die Idee einmal weiterzuspinnen: dann doch über die 220V Landstromverbindung in das öffentliche Netz einspeisen.
Damit macht es sogar Sinn das der Landstrom immer angeschlossen ist und Überschuss-Strom eingespeist werden kann. Man denke einmal: das machen 5000 Mobile an einem Tag - dann könnte man wieder ein kleines Atomkraftwerk abschalten.
Dann dürften Womos mit Solar auch kostenlos auf den SP's stehen ;-)

Nichtsdesto trotz möchte ich darauf hinweisen das arbeiten an 220 Volt dem Fachmann überlassen werden sollten, alles andere ist Lebensgefährlich!

gruß
Thomas


Hallo Thomas,

a) ja
b) nein
c) nichts-kann sie gar nicht, da es entsprechend der Geräterichtlinie geprüft ist :-)

Fachmann? Wofür? Das ist ein Gerät, daß man an einer Steckdose ansteckt. Also nix anderes wie ein Wasserkocher oder Toaster oder Fernseher. Und um sowas anzustecken, braucht man keinen Fachmann denk ich mal :-)

Ja-deine "gesponnene Idee" ist genau der richtige Weg!

elektrotechnikzrenner am 13 Dez 2012 20:09:22

tober hat geschrieben:

Also ich möchte meinen Wechselrichter welcher Strom von der PV-Anlage bekommt nicht in irgendeine Steckdose einstöpseln. Das sollte schon so in s Hausnetz eingespeist werden ohne das es knallt. 8)


Aber genau so funktioniert das!
Du steckst das Ding in einer Steckdose an, es überprüft die Netzparameter und wenn die in Ordnung sind, synchronisiert er sich und fährt hoch und speist ein...
Und wenn du gerade lustig bist, steckst du es wieder aus.
Und wenn dir langweilig ist, kannst du das auch tagelang machen :D :-)
Warum sollte es da knallen?

Es ist salopp gesagt nichts anderes wie jedes andere elektrische Gerät, daß man an der Steckdose ansteckt.
Der einzige Unterschied: Es verbraucht keinen Strom sondern liefert einen.
Nicht mehr und nicht weniger...

felix52 am 13 Dez 2012 20:28:04

Alles richtig, aber mit falschem Ansatz.
Und es funzt.....--> Link



:eek: :D


Felix52 :)

elektrotechnikzrenner am 13 Dez 2012 20:32:47

felix52 hat geschrieben:Alles richtig, aber mit falschem Ansatz.
Und es funzt.....--> Link



:eek: :D


Felix52 :)


Na klar funzt das-ist nicht der erste Zähler, den ich rückwärts laufend sehe...
In D so zwar illegal aber techn. kein Problem :D

felix52 am 13 Dez 2012 21:00:41

elektrotechnikzrenner hat geschrieben:
felix52 hat geschrieben:Alles richtig, aber mit falschem Ansatz.
Und es funzt.....--> Link



:eek: :D


Felix52 :)


Na klar funzt das-ist nicht der erste Zähler, den ich rückwärts laufend sehe...
In D so zwar illegal aber techn. kein Problem :D



Toll,
warum erzählst Du dann hier rum und sagst es nicht gleich, daß Du es weißt :eek: .


Übrigens, so um 1904 hatten einige Berliner Bürger die Stromanschlüsse der Nachbarn angezapft. Sie wurden angeklagt.
Aber nach dem Grundsatz aus dem Strafrecht: "nulla poena sine lege" (keine Strafe ohne Gesetz) wurden sie freigesprochen. Es lag kein Diebstahl vor, da kein "materieller, also greifbarer Gegenstand" vorlag.
Danch wurde der "Diebstahlsparagraph im Stragfesetzbuch" natürlich sofort geändert... :D .

Und nun gibts neue Ideen.......
Ich sach nix mehr :D

elektrotechnikzrenner am 13 Dez 2012 21:11:31

@felix52

Also sorry-hättest meine Postings zu dem Thema genauer durchgelesen, wär dir das doch sicher aufgefallen, daß ich mich da ein kleines bischen auskenne.

Eigentlich dachte ich, der berühmte "Wink mit dem Zaunpfahl" reicht.
Aber manche muß man wohl mit dem Zaunpfahl verprügeln... :lach:

Ich bau seit 15 Jahren PV-Anlagen und weiß schon, was geht und was nicht :D
Aber wie ja gesagt: Was technisch möglich ist muß nicht unbedingt legal sein!


Ronny

tober am 13 Dez 2012 21:13:13

Tja, da sieht man das ich kein Elektrofachmann bin. :D OK. Wieder was dazugelernt. Trozdem hab ich ein etwas "flaues" gefühl wenn jetzt einer auf die idee kommt wahllos seine Wechselrichter einfach in ne Stechdose zu stöpseln. Macht es in dem fall was aus ob mod. Sinus oder gar "billiger Rechteck" ? Synchroniesiert sich jeder Wechselrichter oder muss er bestimmte Mindestvoraussetzungen erfüllen ?

elektrotechnikzrenner am 13 Dez 2012 21:29:48

tober hat geschrieben:Tja, da sieht man das ich kein Elektrofachmann bin. :D OK. Wieder was dazugelernt. Trozdem hab ich ein etwas "flaues" gefühl wenn jetzt einer auf die idee kommt wahllos seine Wechselrichter einfach in ne Stechdose zu stöpseln. Macht es in dem fall was aus ob mod. Sinus oder gar "billiger Rechteck" ? Synchroniesiert sich jeder Wechselrichter oder muss er bestimmte Mindestvoraussetzungen erfüllen ?


Nein! Um Gottes Willen! Also daß jetzt ja keiner auf die Idee kommt, seinen Wechselrichter aus dem WoMo ans öffentliche Netz zu koppeln! Das macht nen kleinen (oder auch größeren) Knall und evtl. riecht es dann kurzzeitig "etwas streng nach verbrannter Elektronik" und das war es dann mit dem guten Stück... :D
Das sind spezielle WR für Netzeinspeisung! Wie eben auch bei den PV-Anlagen auf den Hausdächern. Die gibt es in verschiedenen Leistungsklassen. Fängt in D bei kleinen WR mit ca. 1800 Watt an und geht bis Zentralwechselrichtern mit 1 MW.
Aber es gibt eben auch noch kleinere, von denen jedoch keiner (mehr) in D zugelassen ist...
Und hier kann aber "die deutsche Norm" nachgerüstet werden.
Etliche WR die im Ausland einwandfrei funktionieren würden bei uns gar nicht das einspeisen anfangen, wenn sie nicht nachgerüstet sind...
Es gibt in D recht strenge Richtlinien wie und wann ein WR zuschalten darf und wann er abschalten muß!
Andere Länder haben andere Vorschriften...
Und selbst wenn eben die techn. Vorraussetzungen des WR dann alle Normen und Vorschriften für D erfüllen, so darf man eben (rein rechtlich) nicht einfach einspeisen und so lustige Sachen machen wie in dem Video (z.B. beim Zähler den Rückwärtsgang einlegen).
In anderen Ländern ist es wieder ganz legitim sowas zu machen und wird seit Jahren auch praktiziert. Da gibt es viele, die haben ihre 3-400 Wp auf dem Dach und nen kleinen WR irgendwo an ner Steckdose angesteckt und da ihren gezählten Eigenverbrauch senken.

Also: entspricht der WR den technischen Vorschriften, brauchst du kein flaues Gefühl im Magen haben, was die Technik anbelangt. Die ist absolut sicher...
Wohl dann eher, was das rechtliche anbelangt...

Ist halt wie mit zu schnellen fahren. Darf man ja auch nicht... :D

Oder wie mein Opa immer zu mir sagte: "Bub-machen darfst du alles. Nur erwischen lassen darfst dich nicht" :lach:

stugapra am 13 Dez 2012 22:27:32

Hallo

Habe mit Solar vom Wohnmobil mit einem Wechselrichter die Umwälzpumpe der Solaranlage
vom Hausdach für Warmwasser versorgt.
MfG.Stugapra

elektrotechnikzrenner am 14 Dez 2012 02:34:47

stugapra hat geschrieben:Hallo

Habe mit Solar vom Wohnmobil mit einem Wechselrichter die Umwälzpumpe der Solaranlage
vom Hausdach für Warmwasser versorgt.
MfG.Stugapra


Darf ich da ein paar Fragen dazu stellen?

Hast du dafür dann ein extra Kabel vom Wechselrichter im WoMo zur Pumpe gelegt?
Hast Du da dann wirklich die Pumpe angesteckt oder die Steuerung der Solaranlage, die die Pumpe steuert?
Wird die Pumpe nur geschaltet von der Steuerung oder ist die Drehzahlgeregelt?
Wie ist der Wechselrichter angeschlossen im WoMo? Entlädt der auch die Batterie oder läuft der nur mit dem Solarüberschuß?
Wieviel Leistung hat der Wechselrichter? Was nimmt der im Leerlauf für einen Strom auf? Was hat die Pumpe für eine Leistung? War der WR immer an?
Wieviel PV-Leistung hast du auf deinem WoMo-Dach?
Und hat das immer gereicht für die Pumpe?

Danke!

WernerMobil am 14 Dez 2012 08:31:43

Also: entspricht der WR den technischen Vorschriften, brauchst du kein flaues Gefühl im Magen haben, was die Technik anbelangt. Die ist absolut sicher...
Wohl dann eher, was das rechtliche anbelangt...


Aha, es ist technisch also doch möglich und sicher.
Das hatte ich bei meiner Eingangsfrage eigentlich so erhofft, war mir aber nicht sicher.
Ich halte elektrotechnikzrenner für so erfahren und glaubwürdig dass wir das jetzt als gegeben annehmen können.

Jetzt mal zum rechtliches Aspekt.
Alle sagen das sei verboten, aber kann das auch jemand mit konkreten Paragrafen belegen?
Oder gibt es sogar Gerichtsurteile die Betreiber solcher Anlagen abstrafen ?
Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Paragrafenreiter.
Ich habe nur die stille Hoffnung dass hier von der Annahme eines Verbotes ausgegangen wird ohne dass jemand das wirklich belegen kann.
Aber wundern würde es mich nicht wenn es verboten wäre, wir leben ja schließlich in Deutschland ...

Werner

tober am 14 Dez 2012 09:18:13

WernerMobil hat geschrieben:Aha, es ist technisch also doch möglich und sicher.


Werner


Hallo Werner , Forumsmitglied elektrotechnikzrenner und ich haben ganz kurz "aneinander vorbeigeredet". Selbstverständlich hat er recht das es geht. Aber eben nicht einfach so das Du deinen Wohnmobilwechselrichter lediglich mit einem Stromkabel in eine "Haussteckdose" einspeist. Wobei die kosten für eine "regelelektronic zum synchronisieren" mit dem Hausnetzt nicht exorbitant sein sollten.

Inwieweit es verboten ist ? :gruebel: Jetzt fällt mir spontan ein das man den Vertrag mit seinem Stromanbieter mal genau durchlesen müsste. Werde ich mal machen :oops:

Wenn es nur darum geht die PV-Energie zu nutzen ist das durchaus überlegenswert wenn sich die Investitionskosten im Rahmen halten. Aber bedenke alle möglichkeiten. Wieviel Leistung vermag der Wechselrichter zu liefern. Machen die Batterien evt. hohe Ströme über längere Zeit mit.

War jetzt leider etwas OT. Sorry . Exakte Paragraphen habe ich keine gesucht , aber eine Frage nach Murphys Gesetz - Wenn die "Haussicherungen" aus sind und jemand schraubt am Stromnetz rum (elektriker/ich selber) kann es dann sein das es unter umständen "kribbelt" wenn der Wechselrichter noch an einer Steckdose hängt und die PV-Anlage Leistung liefert ?
Falls ja dann wäre das ein Grund warum es nicht erlaubt sein könnte.
Erlaubt ist es ja - mit entsprechendem "Equipment". Wie gesagt will ich sowas evt.machen (Haus - PV Anlage mit Eigenverbrauch) Aber alle Ideen es günstiger zu machen fruchten nicht wegen Gesetzlicher vorgaben :D

WernerMobil am 14 Dez 2012 09:48:10

@tober
Da bringst du mich schon wieder auf ganz neue Ideen.
Mit einer Solaranlage auf dem Hausdach hatte ich schon länger geliebäugelt.
Eine thermische Solaranlage habe ich schon ein paar Jahre und ich freue mich jedesmal beim Duschen dass mir die Sonne die Wärme geliefert hat.
Bei der Photovoltaik bin ich aber noch etwas unsicher und schlecht informiert.
Bei der ständig sinkenden Einspeisevergütung lohnt es sich doch eigentlich gar nicht mehr den Solarstrom ins öffentliche Netz einzuspeisen, oder sehe ich das falsch.
Auch da wäre es mir am liebsten wenn ich den produzierten Strom direkt selbst verbrauche.
Der Stromzähler sollte sich halt nur langsamer drehen wenn die Sonne scheint.
Ich habe einen recht hohen Stromverbrauch so dass die produzierte Strommenge wohl niemals den momentanen Verbrauch übersteigen würde.
Der Zähler würde sich also niemals rückwärts drehen, sondern nur langsamer.
Und das ganze sollte mit möglichst wenig Bürokratie funktionieren.
Vielleicht kann elektrotechnikzrenner als Fachmann was dazu sagen.

Werner

bernhardm am 14 Dez 2012 10:44:00

Vergiss es einfach. Zum einen hast Du keine so hohe Grundlast, dass immer der maximal mögliche Ertrag der Solaranlage sicher nicht ins Netz gelangt, zum anderen sehen die Spielregeln der Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur vor, daß Du sowas beim Netzbetreiber anmelden und nach VDE und diversen Vorschriften des Netzbetreibers installieren musst. Dazu gehört z.B. ein zweiter Zähler mit dessen Hilfe die erzeugte Energie der Solaranlage ermittelt wird. Bei Eigenverbrauch wird dann noch ermittelt wieviel Strom direkt selbst verbraucht wurde und wieviel ins Netz ging.

Eigenverbrauch im Sinne des EEG ist nicht, wenn Du am Jahresende mit Deinem Haus weniger Strom verbraucht hast, als Deine Solaranlage erzeugt hat, sondern wenn Du den von Dir erzeugten Solarstrom direkt - ohne daß er durch den Einspeiszähler gelaufen ist selbst verbraucht hast. Das ist ein riesen Unterschied. Bei mir würden sich nichtmal die höheren Kosten für die aufwändigeren Zähler gegenüber einer Volleinspeisung rechnen weil ich den meißten Strom am Abend und in der Nacht verbrauche.

elektrotechnikzrenner am 14 Dez 2012 11:20:58

@WernerMobil:

Nun-die Paragraphen suche ich jetzt nicht raus, weil da gibt es leider nicht nur einen.
Les die TAB's-da steht es drin.
Ich hab das vor Jahren auch mal alles durchgearbeitet um hier einen rechtlichen Ausweg zu finden, aber auch keinen gefunden.
Aber sei dir sicher-es ist tatsächlich verboten, ohne Anmeldung Strom ins öffentliche Netz zurückzuspeisen.
Kannst du garantieren (z.B. durch Strommanagement), daß du nie einspeisen könntest, sondern den Strom selber verbrauchst, dann ist auch keine Genehmigung erforderlich. So sieht es im Moment rechtlich aus...
Du bist ja nicht der erste, der sich mit dem Thema auseinandersetzt. :D
Nur wirst du das nicht garantieren können. Im Sommer wird das öfter der Fall sein, daß die Anlage-egal wie groß oder klein sie ist-mehr einspeisen wird als verbraucht wird...

Nun-die Chance dabei "erwischt" zu werden ist wohl äußerst gering.

Das passiert dir nur, wenn du mehr einspeisen würdest, als du verbrauchst (bei einem Zähler ohne Rücklaufsperre-da würde dann weniger "drauf" sein als vorher. Und nachdem der Energieversorger nicht weiß, daß du einspeist, gehen die davon aus, daß der Zähler sich 1 Mal komplett gedreht hat. Ähnlich einem Tacho im Auto, der nach 100000km wieder bei 0 anfängt. Also die Stromrechnung dürfte dann "etwas" höher ausfallen.) Aber das dürfte bei einer kleinen Anlage mit n paar hundert Watt nicht passieren, da man ja auch Strom verbraucht...

Bei elektronischen Zählern wäre es u.U. möglich auszulesen, ob du in Netz zurückgespeist hast (falls der Zähler auch auf Einspeisung eingestellt wäre. Das siehst du aber am Display dann)

Wenn der Zählerableser gerade vorbeikommt und es sieht, daß der Zähler sich gerade rückwärts dreht.

Ansonsten wird dir da nie einer dahinterkommen. Wie ich ja schon geschrieben habe: Ist wie beim zu schnellen Autofahren... Solange du immer nur 5 oder 10 km/h zu schnell fährst wird der Blitzer nicht mal angehen...

@Tober:

Solche WR sind im Verhältnis zur Leistung natürlich teurer als "Standart-Wechselrichter".
Wir sprechen da bei 300 Watt von ca. 500 Euro für so etwas.
Gibt da 2 Systeme die Sinn machen:
1. Überschußeinspeisung: Batterien sind voll und alles was dann zusätzlich "von oben" kommt wird ins Netz geliefert. Die Batterien werden also nie belastet.
2. Bedarfseinspeisung: Das ist regelungstechnisch aufwändiger. Hier werden die Batterien mit in das Konzept einbezogen.
Bei höherem Bedarf als Einspeisung werden die Batterien mit entladen. Sinkt der Bedarf wieder und die Einspeisung ist höher, werden die Batterien wieder aufgeladen. Das sind Anlagen mit Zwischenspeicherung-die gibt es inzwischen auch ganz regulär für Hausanlagen.
PV-Anlage auf dem Dach, WR und Batteriebank im Keller.
Als reine Hausanlage (leider) noch völlig unwirtschaftlich (wenn man das fertig vom Hersteller kauft). In Kombination mit dem WoMo ist das eine ganz hervorragende Lösung. Und auch da gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten. Aber das wäre jetzt hier zu viel...

Und nochmal: Ein WR, der den deutschen Vorschriften entspricht ist absolut sicher-da "kribbelt" nichts!

Achja-es gibt techn. allerdings eine einzige Einschränkung:
Das wäre eine Überlastung des verwendeten Stromkreises in dem man einspeist.
Sollte es einer wirklich genau wissen wollen, kann ich es auch erklären...
Aber das halte ich für so unrelevant, daß man wahrscheinlich vorher im Lotto gewinnt, bevor das in einem "normalen" Haushalt passieren würde...
Wenn da einer aber auf ganz sicher gehen wollen würde, kostet die "Umrüstung" der Hausinstallation keine 5 Euro, wenn man es selber macht. Und selbst wenn es ein Elektriker machen sollte, ist der keine halbe Stunde da...

tweiner am 14 Dez 2012 11:28:19

Hi,
also - technisch wird es immer irgendwie funktionieren. Die Frage ist das Kosten- / Nutzen- Verhältnis, und die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen!
Zu deiner Vorstellung: Eine Einspeisung über einen "220V Schukostecker oder Eurostecker" ist technisch nicht erlaubt da bei Steckern die stromführenden Kontakte berührt werden können.
Wenn du mit Schuko einspeist wird der FI in deinem Haus mit Zuschaltung des WOMO-Wechselrichter (hoffentlich) sofort auslösen da die angeschlossene Fremdstromquelle ein anderes Potential liefert.
Da die Einspeisung mit einem Stecker nicht zulässig ist, spare ich mir die Suche nach einem Verbot.
Eine Versicherung schaut übrigens nicht ob etwas verboten ist, dafür gibt es die Fahrlässigkeit oder grobe Fahrlässigkeit. ABER: am liebsten zahlt sie nicht ...

Technisch im Haus:
Einspeisen kannst du nur zwischen dem Zähler und FI (=Fehlerstromschalter) bzw. Sicherungen. Damit ist eine Vollabschaltung deiner Hausverteilung (auch durch den FI) möglich. Eine Freischaltung der "Solareinspeisung" muss ebenfalls möglich sein.
Erforderlich ist die Einspeisung durch einen passenden synchronisierenden (Gebäude-) Wechselrichter (Zulassung durch die Stromanbieter, Anschaltung, und / oder Abnahme durch einen vom Stromanbieter zugelassenen Elektriker (der muss dafür Unterschreiben!)).
Überlege einmal - sollte eine Freischaltung nicht vorhanden / oder möglich sein: der Elektriker fängt bei Wartungsarbeiten in deinem Haus kurzzeitig an zu leuchten, das bekommt ihm nicht besonders gut ;-)

Womo:
Damit bleibt dir nur die direkte Versorgung des Wandlers von deinen Panels, alles bereits eingebaute wie Solarregler usw. wird nicht benötigt, da bereits im Gebäude-Wechselrichter vorhanden. Entweder als Gleichstrom in dein Haus zum Wandler, oder als synchrone 220V an einen Übergabepunkt in deinem Haus (wenn der unterschreibende Elektriker das mitmacht).
By the way: bei Idealo nach einem günstigen Wechselrichter geschaut (>~500€, >25kg), bei Einbau im Womo erfolgt der Anschluss in den 220V Zweig, damit werden die Batterien immer über "Landstrom" geladen. Ob das vom Wirkungsgrad besser ist? ich möchte es bezweifeln.
Alternativ natürlich sowohl die 12Volt Lade-Technik, mit Umschalter, für die Bordstromversorgung und den Gebäudewechselrichter ins Auto.
.... wenn die Zuladung reicht.
Ich schätze einmal das du nicht unter 1000,00€ bleibst.
Aufwendig, aber so könnte es gehen ;-)

gruß
Thomas

Neulich wurden bei uns im Haus Rolladenmotore eingebaut. Der Monteur hat mit fliegender Leitung die Motore getestet und eingestellt - der elektrischer Anschluss musste vom Elektriker ausgeführt werden, gekonnt hätte das auch der Monteur - aber wenn etwas passiert haftet sein Versicherung nicht.

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