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Kroatien: Anfang März in Dalmatien


Schnecke am 26 Mär 2013 20:09:44

Die Anreise

Der Frühling 2013 ließ in Bayern lange auf sich warten und so beschlossen wir, in diesem Jahr Anfang März mit dem Wohnmobil nach Süddalmatien zu fahren um ( so wie ein Jahr zuvor) die blühenden Mandelbäume und Frühlingsblumen zu erleben.

In Bayern , Österreich, aber auch in Slowenien lag überall noch viel Schnee.

Auch beim Grenzübergang Pasjak und oberhalb von Rijeka war noch alles weiß.
Erst auf der Küstenstraße spürte man einen Hauch von Frühling.

Die ersten blühenden Mandelbäume sahen wir bei Crikvenica und Novi Vinodolski an geschützten Plätzen.

An der Küstenstraße vor Senj







In Senj fuhren wir nicht auf den Küstenstraße weiter, sondern über den Vratnikpass zur Autobahnauffahrt Zuta Lokva.





Und wieder waren wir mitten im Winter



Kurz vor der Auffahrt zur Autobahn



Sonniges Wetter in der Lika ( bei Otocac)



Je näher wir zum Velebitgebirge kamen, desto tiefer hingen die Wolken.

Der Berg Zir



Regen vor der Einfahrt in den Tunnel Sveti Rok.



Wir hofften auf Wetterbesserung am Ende des 5681m langen Tunnels.

Aber es kam anders: Strömender Regen, aber zum Glück kein starker Wind.



Je weiter sich die Autobahn jedoch vom Velebitgebirge entfernte, desto lichter wurde die
Wolkendecke.



Wir verließen die Autobahn bei Sibenik und fuhren nach Lozovac zum Autocamp Marina, einem der wenigen Campingplätze, der bereits offen war.

Das Wetter hatte sich gebessert . Schon am Abend war zu erkennen, dass es am nächsten Tag trocken sein würde und so beschlossen wir, zwei Nächte (als einzige Gäste) dort zu bleiben.

Ab und zu zeigte sich auch die Sonne und bei ungewohnten 15 Grad konnten wir auch schon unsere Stühle ins Freie stellen.




Unsere kleine Wanderung am nächsten Tag führte uns in das kleine Dorf Skocic abseits der Hauptstraße.

Die Mandelbäume standen in voller Blüte.



Das Dorf besteht nur aus wenigen Häusern- die meisten davon sind nicht mehr bewohnt. Ein freundlicher Einheimischer erzählte uns ein wenig vom Leben früher im Dorf und auch davon, dass ca 40 Bewohner nach Australien ausgewandert sind. Sie besitzen noch Häuser und Grund, aber kommen nur alle paar Jahre zu Besuch.

Einige der massiven Häuser verfallen.

Die Zisterne von 1938 ist noch intakt.



Der Dachstuhl ist eingebrochen



Ein unbewohntes, großes Steinhaus





Weitere Impressionen unseres Spazierganges durch Skocic.

Alte Häuser, Zeitzeugnisse – wenn sie vom Leben der Menschen in jener Zeit erzählen könnten…











Die jungen Leute sind weggezogen oder haben sich vorne an der Straße neue Häuser gebaut, einige alte Menschen leben noch im Dorf – vermutlich so wie schon vor Jahrzehnten.

Eine Dorfidylle , die mich an eine lang vergangene Zeit in meiner Kindheit erinnerte.









Nach den langen dunklen Wintermonaten zu Hause konnte ich mich an den Blüten der Mandelbäume nicht sattsehen (und kaum aufhören zu fotografieren)







Eine Mandel vom letzten Jahr zwischen den Blüten



Die Hochfläche oberhalb der Krka ist steinig und trocken . Mit Steinmauern eingegrenzte Weideflächen weisen darauf hin, dass früher wohl Schafe und Ziegen gehalten wurden.

Überall kann man breite Verbindungswege oder auch schmale Pfade finden - zu dieser Jahreszeit ideale Wanderwege.



Krokusse und Anemonen

Genauer: ein Scheinkrokus ( Romulea bulbocodium)



Sternanemonen ( Anemone hortensis)



Eine Überraschung im März: eine frühe Orchidee, ein Knabenkraut an einem geschützten Plätzchen





Wo im Sommer alles braun und vertrocknet ist, breitet sich zu dieser Jahreszeit ein Blütenteppich aus.



Das Wetter hatte sich an diesem Tag stabilisiert.



Und wir haben diesen Tag in Lozovac genossen.

Am nächsten Tag hatte sich dicker Nebel ausgebreitet.

Wir wollten auf der Autobahn so rasch wie möglich nach Süddalmatien kommen.

Die Autobahn war leer, aber wegen des Nebels sehr eintönig.

So verließen wir die A1 bei Sestanovac und fuhren auf der Küstenstraße unterhalb des Nebels bei Nieselregen weiter über Makarska in Richtung Peljesac und Korcula.

Bei Gradac an der Küstenstraße



Die Küstenstraße erwies sich zu dieser Jahreszeit als sehr baustellenreich.

Besonders lange Wartezeiten gab es vor und nach Neum, wo riesige neue Grenzabfertigungsanlagen gebaut werden. ( Das war dann auch auf unserer Rückreise der Hauptgrund, weshalb wir zwei Wochen später die Fähre von Trpanj nach Ploce benützten)



Sie sollen wohl zum Juli dieses Jahres fertig sein.

Vela Luka im Westen der Insel Korcula war unser Ziel.

Es regnete während der gesamten Fahrt über den Peljesac bis kurz vor Orebic.

Dann klarte der Himmel auf und als wir am Camp Mindel bei Vela Luka am westlichen Ende der Insel Korcula ankamen, empfingen uns blauer Himmel und frühlingshafte Temperaturen.

Elke

Anzeige vom Forum

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Schnecke am 26 Mär 2013 20:10:37

Frühling auf der Insel Korcula

Camp Mindel liegt etwa 7 km westlich von Vela Luka, man könnte sagen, fast am westlichsten Ende der Insel Korcula.

Wir lieben diesen familiär geführten Platz und sind seit ca 18 Jahren in jedem Jahr 1- 2 Mal für ein paar Tage dort: wegen der Lage des Platzes und wegen der herzlichen Gastfreundschaft und Freundschaft, die uns inzwischen mit der Familie verbindet.







Swimmingpool und Animation sucht man vergebens. Dafür findet man Natur, es gibt Tiere, Pflanzen zu entdecken und vor allem in der Vor- und Nachsaison kann man Platz und Ruhe genießen.

Wer ans Meer möchte, hat die Auswahl zwischen mehreren Buchten: bei Jugo geht man ca 20 min hinunter zur Bucht Tankarica oder zur Martina Bok, bei Bura zur nach Süden ausgerichteten Stacincica oder Gradina Bucht.

Unter mehr als hundert Olivenbäumen gibt es viele schattige Plätze für Zelte, aber auch für Wohnwagen und für eine begrenzte Zahl an Wohnmobilen.



Im Sommer sind die Wiesen eher vertrocknet und braun.

Jetzt im März erwartete uns eine Blütenpracht, die wir so nicht erwartet hatten.

Traubenhyazinthen



Calla an einer Mauer





Blaue Iris





Eine Überraschung: an geschützten Stellen konnten wir bereits die ersten grünen Spargel ernten: eine besondere Köstlichkeit





Bei mehr al 15 Grad ließ es sich an der Mauer der alten Zisterne gut aushalten.



Auch sie hatten sich an dem ersten warmen Tag aus ihrem Winterquartier hervorlocken lassen.
Vom Winterschlaf erwacht und frisch ausgebuddelt: eine kleine Schildkröte.



Zwei, die die warme Sonne genossen ( zwei Tage später, als die Bura blies, hatten sie sich wieder verkrochen.



Auf dem Campingplatz



Blühender Rosmarin



Eine Heuschrecke, vermutlich gerade aus der Winterstarre erwacht



Einer meiner Lieblingsplätze: auf der Terrasse auf dem Dach des Sanitärgebäudes

Blick nach Südwesten- bei klarem Burawetter soll man Palagruza sehen , wir hatten bisher noch nie dieses Glück



Blick von der Terrasse nach Nordwesten zur Insel Hvar





Zwischen der Insel Korcula und der Insel Hvar ist die kleine Insel Scedro zu sehen - Bootsfahrern sicher bekannt



Ein Spaziergang auf dem Campingplatz glich Anfang März einem Rundgang durch einen botanischen Garten.

Ein Strauch, den ich nicht kenne





Aloe Vera





Überall unter den Olivenbäumen blassgelbe Fresien, nicht zu übersehen, da ihr Duft schon von weitem ihren Standort verriet







Silber -Akazie (Acacia dealbata, ein Mimosengewächs), die Einheimischen nennen den Baum einfach "Mimosa". Die gelben Blüten waren im März schon fast verblüht



Schneeballsträucher mit duftenden Blüten und mit blauen Früchten vom letzten Jahr





Anemonen und Frühlingsalpenveilchen









Kleine weiße Blumen, die wie Margriten aussahen und die wie Teppiche den Boden unter den Olivenbäumen bedeckten





Auch außerhalb des Campingplatzes war der Eindruck ähnlich – obgleich die Hauptblütezeit der Mandelbäume auf Korcula Anfang März bereits vorbei war, war es unglaublich, wie weit die Vegetation Anfang März rund um Camp Mindel bereits war.

(Teil 2b)Anfang März in Dalmatien: Unterwegs bei Vela Luka

Wir hatten Glück – von dem Tag an, an dem wir auf Camp MIndel bei Vela Luka waren, war der Himmel blau , die Temperatur meist um 15 Grad – ideal für kleine Wanderungen und Spaziergänge.

Wege und Pfade gibt es genügend – meist durch Olivenhaine.



Blick zur Insel Hvar









Verlaufen kann man sich nicht- irgendwann kommt man immer an eine Bucht.

Einer unserer liebsten Rundwege führt immer rund um die Tankaricabucht.

Ein altes Steinhaus mit Zisterne



Der Ginster blühte schon



Weg durch einen Olivenhain



Blick hinüber zur Insel Hvar



Die Bucht Tankarica.





Auch hier gibt es – relativ abgelegen - Ferienhäuser





Im März waren noch nicht alle Zitronen geerntet





Hyazinthen, Fresien und Iris in voller Blüte







Terrassen- früher für Wein ( die Reblaus zerstörte vor rund 100 Jahren die Lebensgrundlage vieler Familien), heute werden zunehmend Olivenbäume angepflanzt.



Blick nach Hvar

Ginster- und Schneeballsträucher standen in voller Blüte





Ein Pfad hinüber zur Südseite der Insel, zur Bucht Stracincia



Im März war bei Vela Luka die Hauptblütezeit der meisten Mandelbäume bereits vorbei.

Hier noch ein „Nachzügler“



Steilküste an der Südseite der Insel



Alte, für die Insel Korcula typische Terrassen



Anemonen als Farbtupfer



Blüten des Erdbeerbaumes



Blick auf die Bucht Gradina, im Hintergrund der Berg Hum – die folgenden Bilder zeigen die Fortsetzung nach rechts bis zur Insel Susak









Überraschung : Klatschmohn im März





Überall in den Olivenhainen : blühende, duftende Fresien



Aloe Vera



Ein Dickblattgewächs mit Glöckchen, dessen Namen ich nicht kenne /( vermutlich eine Art aus der Familie der Kalanchoen)



Erinnerung an der Sommer: Unsere Badebucht Stracincica



Unser Badeplatz und „unsere“ Boje, an dem viele Jahre unser kleines Boot lag.



5 Tage wurden wir von schönstem Wetter verwöhnt- dann drehte der Wind und der Jugo brachte Regen.

Im Fernsehen sahen wir Bilder von heftigen Schneefällen in Deutschland und im Norden Kroatiens.
Bura und ein Temperatursturz wurden angekündigt .

Wir wollten eigentlich noch ein paar Tage die Gastfreundschaft auf Camp Mindel genießen, aber wir erinnerten uns an Erfahrungen mit heftiger Bura im März 2011 und 2012.
Der Himmel zog sich bedrohlich zu und es regnete die ganze Nacht heftig.



Unsere Freunde und Gastgeber ließen es sich nicht nehmen und verwöhnten uns noch einmal mit einer großen Schüssel voll „Fritule“ ( nach vielen anderen Köstlichkeiten während der letzten Tage: frischen Fisch, Palacinken, Gemüse und Fleisch nach Hausmannsart mit eigenem Olivenöl, u.v.m )



Dann packten wir zusammen und machten uns auf den Weg zurück zum Festland

Elke

Schnecke am 26 Mär 2013 20:11:11

Die Rückreise

Der Wind drehte und aus dem regenreichen Jugo wurde eine heftige Bura.

Die Vorhersage im Fernsehen verhieß nichts Gutes.



Auf dem Weg von Vela Luka zum Fährhafen Domince bei Korcula.

Blick zur Insel Mljet



In der Nebensaison fährt die Fähre zwischen der Insel Korcula und Peljesac nicht so oft.

Wir hatten Zeit für einen Cappuccino am Fährhafen.

Nicht die Sveti Krizevan, sondern die Supetar wartete.
Lieferwagen, PKWs mit DU Kennzeichen und ein großer LKW fuhren auf die Fähre. Wir waren die einzigen mit ausländischem Kennzeichen.







Auf der Fähre: Nicht nur mit blauem Himmel kann man für die Insel Hvar werben!



Wir hatten schon davon gehört- aber die Realität sah noch schlimmer aus als beschrieben:
Ein neuer Konzum Supermarkt wurde in Korcula oberhalb der Altstadt in den Hang hinein gebaut.





Eine Bausünde!
Derzeit ist der Weiterbau gestoppt – es ist unverständlich, wie so etwas oberhalb der Altstadt“ überhaupt begonnen werden durfte.
Korcula --> Link in die Liste der --> Link .
Man darf gespannt sein, was daraus wird.


Da wir auf der Anreise durch die großen Baustellen an den Grenzen zu Neum lange hatte warten und durch viel Schlamm fahren mussten, nahmen wir bei der Rückreise die Fähre von Trpanj nach Ploce

Sie fährt in der Nebensaison 3 Mal am Tag.
Die Vladimir Nazor lag schon am Hafen.







Es geht in der Nebensaison in Trpanj sehr geruhsam zu.

Zeit für einen Kaffee in der warmen Cafebar am Hafen.



Die angekündigte Bura hatte in der Zwischenzeit schon deutlich zugelegt.

Am Hafen von Trpanj





15 Minuten vor Abfahrt wurde die Fähre beladen



Ein Schwertransporter mit 2 Mal 12 Tonnen Ladung – Bauteile von der Firma Radez in Blato auf Korcula für eine Firma in den USA.



Das Wahrzeichen von Trpanj: Die Madonna auf dem Felsen am Hafen.





Ausfahrt aus dem Hafen





Die Überfahrt war weniger unruhig als ich erwartet hatte.

Der Blick über das Meer auf das schneebedeckte Biokovogebirge und die Farben erinnerten mich mehr an einen Fjord in Norwegen als an den Neretvanski Kanal in Dalmatien.



In der Lounge der Fähre ( im Freien war es zu kalt)



Nach rund einer Stunde Fahrt: Einfahrt in den Hafen von Ploce







Wir fuhren auf der Küstenstraße noch ein Stück weiter.

Die Bura wurde immer hefitger und so suchten wir auf dem im Winter einzigen offenen Campingplatz Ciste bei Drvenik einen geschützten Platz.

Blick hinüber nach Sucuraj auf der Insel Hvar.

Schon waren die ersten Windhosen auf dem Meer zu erkennen.



Im Laufe des Abends legte die Bura richtig los- der Wind stürzte vom Biokovogebirge herunter aufs Meer.

Von sicherem Ort aus waren die kurzen, kräftigen Wellen, weißen Schaumkronen und meterhoch hochgepeitschen Wasserfontänen ein richtiges Schauspiel.









Die Nacht war sehr unruhig, das Wohnmobil wurde heftig geschüttelt- die Temperatur ging zurück bis auf 0 Grad- im nahen Makarska gab es sogar Frost.

Ohne eine gute Heizung sollte man zu dieser Jahreszeit nicht nach Süddalmatien fahren.

Am nächsten Morgen ( wie oft nach der Bura): Klarer Himmel, Sonne.

Blick hinüber zur Insel Hvar



An der Küste



Diesen Tag wollten wir genießen und blieben einen weiteren Tag auf dem Campingplatz Ciste.





In unmittelbarer Nähe des Campingplatzes gibt es keine Einkaufsmöglichkeit.

Das war kein Problem- unsere Vorräte hätten zwar ausgereicht, aber Mladen und Jelka brachten frisches Brot und frische Fische.

Abends saßen wir mit ihnen lange in der warmen Küche des Restaurants und erfuhren viel über die Region, über die Probleme mit Bürokratie und der Legalisierung von Bauten, über die Erwartungen hinsichtlich der EU Mitgliedschaft, über die Politik in Kroatien im Allgemeinen, über die Probleme der Arbeitsplätze für die jungen Menschen usw. Es war sehr interessant, zumal wir auch mit unseren Freunden auf der Insel Korcula über ähnliche Themen gesprochen hatten .

Jugo und Regen waren für die nächsten Tage angesagt.

Wir machten uns langsam auf den Weg Richtung Norden.

Noch war der Himmel blankgefegt- in Makarska waren die Pfützen mit einer dünnen Eisschicht bedeckt.

Wir ließen Split in diesem Jahr links liegen und folgten der Magistrale.

( wir hatten Split im März schon einmal wunderbar erlebt.
Bericht siehe --> Link)

Wir blieben auf der Küstenstraße.
Primosten - eine eindrucksvolle Lage und für ein Postkartenfoto gut- der Ort selbst hat mich bis jetzt immer enttäuscht und so fuhren wir dieses Mal daran vorbei.



Brodarica südlich von Sibenik







Von Süden her kamen dicke Wolken. Der Wind drehte von Nordost auf Süd, das bedeutete Jugo.

Jugo bringt oft Regen und es fing tatsächlich an zu regnen.

Die Nacht verbrachen wir wieder auf dem Camp Marina in Lozovac oberhalb von Sibenik.

Der folgende Tag wurde spannend und anstrengend.

Wir wollten in Starigrad Paklenica einen weiteren Tag verbringen,
am Meer entlang spazieren,
vielleicht zu den Mirilas hochwandern,
in unserem Lieblingscafe sitzen...

Aber der Jugo blies heftig, es regnete.





So blieb nur Punkt 3: Unser Lieblingscafe am Hafen.

Kaffee Moka

Wir sind in der Nebensaison gerne dort. Es ist ein ( für mich) "kultiges" Kaffee, in dem die einheimischen Männer an der Theke stehen, einige von ihnen sind vermutlich Fischer, - kleine Tische, der Fernseher an der Wand, interessante Bilder , Modellsegelboote auf den Fensterbänken...

Es ist erstaunlich , wie schnell man in dieser Jahreszeit mit Einheimischen ins Gespräch kommt, Englisch, ein paar Wörter Kroatisch, Deutsch...









Die Weiterfahrt entlang der Küstenstraße bei zunehmend stärkerem Regen.





Wie immer führte unser Weg über Rijeka, Pasjak, Kozina, Triest auf die italienische Autobahn.

Es regnete in Strömen.

Bei Udine standen die Felder unter Wasser.



Plötzlich eine Anzeige auf dem großen Display quer über die Autobahn.

Wir konnten es kaum glauben:
Neve forte dopo Pontebba
possibile disagi i blocchi


Schnee nach Pontebba?

Bei der Ausfahrt Tarvisio fing er an



Das Flussbett der Fella



Schnell war die Fahrbahn schneebedeckt- Schneepflüge führten die Fahrzeugkolonne an, die fast nur aus schweren LKWs bestand.

Noch ging es





Der Schneefall wurde stärker



Ketten waren nötig



Es wurde dunkel und die Straße wurde immer schlechter.

Auf italienischer Seite waren viele Schneepflüge in Dreierformationen nebeneinander unterwegs gewesen - auf österreichischer Seite keiner- Die Autobahn war nicht geräumt.

LKWs und große Fahrzeuge standen quer auf der Autobahn.

Wir verließen die Autobahn bei der ersten möglichen Ausfahrt und schlichen auf der Bundesstraße bis zu einem Parkplatz, auf dem wir die Nacht verbringen wollten.

Das war auf dem Parkplatz eines Supermarktes bei Nötsch.

Zum Glück waren wir mit allem Notwendigen ausgestattet: ausreichend Wasser, Strom, Gas zum Heizen und noch ein paar Lebensmittelvorräte.

Wir verbrachten eine ruhige Nacht bis morgens 4 Uhr - da kamen die Schneepflüge und räumten die Bundesstraße und auch unseren Parkplatz.
Am nächsten Morgen lagen rund 60cm Neuschnee.

Ein wunderbarer Wintertag mit blauem Himmel hatte begonnen.

Tiefster Winter im Gailtal in Kärnten - es war der 19. März!







Der Dobratsch





Der Pressegger See bei Hermagor





Schneehäubchen





Die Straße war noch nicht ganz frei




Sankt Daniel im Gailtal



Die Fahrt über den Gailbergpass , durch den Felbertauerntunnel und über den Pass Thurn war problemlos.

In Tirol lag nur noch wenig Schnee und je weiter wir nach Norden kamen, desto besser wurde es.

Zuhause!



Am Abend des letzten Urlaubstages auf dem heimischen Balkon - daheim sah es nach Frühling aus!

Der Schnee war jetzt wieder weit entfernt .





In diesem Urlaub hatten wir alles erlebt: schöne , warme Tage, Frühling, Hagel, Regen, Blitz und Donner, regenreichen Jugo, kalte heftige Bura, Nebel, Frost, Schnee in großer Menge....
es war wieder einmal spannend und abwechslungsreich gewesen.

Es war unser dritter Märzurlaub in Dalmatien, wir wussten eigentlich, was uns in dieser Zeit erwarten kann.

Aber ich liebe diese Art von Urlaub mehr als Urlaub im Hochsommer.

Ich habe den Eindruck, dass man im späten Herbst( Ende Oktober/ November) und im Frühjahr die unterschiedlichen Seiten Kroatiens und seine Menschen in ihrer Vielfalt und mit ihren Besonderheiten besser kennenlernen kann als im Sommer, wenn mehr Touristen als Einheimische unterwegs sind und kaum jemand Zeit hat.

Elke

Anzeige vom Forum


sujokain am 26 Mär 2013 20:19:05

Wunderschöne Bilder! Das dauert noch, bis die Vegetation bei uns auch so weit ist.

franz_99 am 26 Mär 2013 20:50:05

sehr sehr schöne Bilder, die erste Hälfte hat mir am besten gefallen

Lancelot am 26 Mär 2013 20:54:34

Sehr schöner Reisebericht, tolle Fotos .. macht richtig Lust auf Frühling ..

(und das bissel Schnee in A wird auch bald weg sein :) )

:dankeschoen:

reiler am 26 Mär 2013 21:07:25

Hallo,

Oh Mann, sehr schöner Bericht mit schönen Fotos. Eigentlich wollten wir dieses Jahr auch über Ostern nach Kroatien, geht aber leider nicht!

Vielen dank für den Super tollen Bericht!

Bernd

mado am 26 Mär 2013 21:54:31

Hallo,

ein super Reisebericht, da bekommt man richtig Lust sofort loszufahren.
Geniale BIlder sind da dabei. :top:

Thomas

Schnecke am 26 Mär 2013 22:34:52

Danke für Eure Rückmeldungen - es freut mich, wenn Euch mein Bericht gefällt.

Allen, die in den nächsten Tagen eine Reise nach Kroatien planen, empfehle ich eine Seite der kroatischen Autobahngesellschaft HAK
die Verkehrslage
--> Link

Und vor allem auch die Seite mit den Kameras ( "Kamere")
--> Link


Übrigens: das günstigste Diesel gab es in Lienz/Osttirol : 1,36 € /l
in Slowenien ( Kozina) : 1,40€

in Kroatien umgerechnet etwa so wie in Slowenien ( bei einem äußerst günstigen Umtauschkurs von 7,52 Kuna/1 Euro)
Stand: 18. März 2013

,
Elke

vadda am 27 Mär 2013 13:33:27

Bura, Yugo, Regen, Eis, Schnee, Sonne - alle Jahreszeiten in nur fünf Tagen; Herz, was willst du mehr? (ich mach jetzt aber den Kachelofen an :wink: )

Herzlichen Dank für den Hoffnung auf den Frühling gebenden Bericht,
Irmgard und Klaus

vadda am 27 Mär 2013 13:42:37

Ups, doppelt

schaetzelein am 27 Mär 2013 16:09:35

Vielen Dank Elke für deinen tollen Bericht.
Da hattet ihr ja wirklich alles dabei, was das Wetter so zu bieten hatte.
Aber euer Blick vom heimischen Balkon ist auch nicht schlecht. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah :D
Neneee wir sind auch absolute Kroatien-Fans und werden demnächst auch wieder dort aufkreuzen. Dieses Jahr aber wahrscheinlich nicht, da liegen andere Ziele an.

apollo am 28 Mär 2013 08:49:04

Das Einkaufscenter in Korcula wird weitergebaut trotz Nationaler und Internationaler Proteste.

Zur weiteren Verschönerung Dubrovniks wird das gesamte Plateau des Berges Srd in ein Riesenferienresort
mit Golfplätzen und Privatvillen(Superblick auf Dubrovnik) umgebaut.
Eine Unterschriftensammlung gegen diese Projekt was auch mehr als reichlich der geforderten Stimmen hatt
wurde jetzt als ungültig erklärt und abgelehnt.

Wer die alte Napolenische Festung inkl ihrer 4-5 Festungswerke als ganzes noch sehen möchte muss es
dieses Jahr noch machen nächstes Jahr wird wohl ein Teil nicht mehr sichtbar sein.

mfg apollo

jbofan am 28 Mär 2013 12:59:36

Super Bericht
tolle einmalige Bilder
wir sind diese strecke schon 12 mal gefahren aber noch nie im märz
Es liest sich so schön ,mann will gleich wieder los .
aber bis 3.mai müssen wir noch warten
gruß ute und kuno
Ps.als ihr in trpanj gewesen seit hättet ihr doch mal zum camp runter fahren können .
da stehen wir jedes jahr ein paar tage,holen uns ein scooter und fahren peljesac teilweise ab in die traumhaften badebuchten

an alle dalmatien fans ___________
,denn da ist das wahre kroatien und nicht das volle istrien
,aber das soll jeder für sich selber entscheiden
frohe ostern.

kurt2 am 28 Mär 2013 16:41:21

Hallo Elke,
danke für den Reisebericht par excellence.

@ apollo,
Du schreibst: "Das Einkaufscenter in Korcula wird weitergebaut trotz Nationaler und Internationaler Proteste".
Die Frage ist: Warum auch nicht?? HRO ist ein souveräner Staat dessen Bürger die Politik bestimmen. (Ich weiß, das ist für uns völlig ungewohnt)!

apollo am 28 Mär 2013 19:57:46

Ja bauen kann jedes Land nach seinen Regeln stimmt schon.

Nur wenn Bauantrag und Realität zweierlei sind und sich die Bewohner der Stadt
gegen ein Bauprojekt stellen sollte wohl wenigstens diese gehört werden.
Aus diesem Grund gab es ja auch ein Baustopp der jetzt zur Zufriedenheit
einer weniger gelöst wurde.

Wenn du mal in Korcula bist schau es dir an und du wirst wissen warum
sich die Bewohner dagegen stark gemacht haben.

mfg apollo

kurt2 am 29 Mär 2013 13:44:12

apollo hat geschrieben:Ja bauen kann jedes Land nach seinen Regeln stimmt schon.

Nur wenn Bauantrag und Realität zweierlei sind und sich die Bewohner der Stadt
gegen ein Bauprojekt stellen sollte wohl wenigstens diese gehört werden.

mfg apollo


Hallo apollo,
zu Bürgerbeteiligung sage ich nur: Stuttgart 21, Startbahn West (FFM), Gorleben, Erweiterung Flughafen München, usw., usw.

Ist leider so! :cry:

Aber psst, :polit:

roxy am 30 Mai 2013 22:22:44

Hallo Elke,

kenne Kroatien aus 10 Jahren Bootsurlaub (eigens Schifferl). Waren von Istrien bis Dubrovnik sehr viel unterwegs. Die genannten Jahreszeiten sind sehr schön und überhaupt ein tolles Land.

Deine Eindrücke von Land aus sind toll, danke für diesen Bericht

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