An der Elektrik kann man viel machen / investieren. Ob es sich lohnt muss jeder selbst entscheiden.
1.) eine größere Batteriekapazität
- am einfachsten 2 baugleiche, gleich alte Batterien parallelschalten oder die vorhandene Batterie durch eine größere ersetzen
- Unterschiedliche Batterien zusammenschalten mittels Umschalter / (mit Ladestromverteiler z.B. durch Trenndioden) oder Trennrelais
- Comfort Lösung: NDS iManager für die automatische Überwachung und Umschaltung unterschiedlicher Batterien
- Elitärste und teuerste Lösung: Umrüstung auf LiFeYPO4 mit hoher Kapazität
All das verlängert den Aufenthalt Off-Grid, sorgt aber nicht für Energienachschub.
2.) Energieerzeugung:
- Ladebooster (Verteilung der LiMa Energie zu Gunsten der Bordbatterie und zu Lasten der Startbatterie, Schnell-Laden im Standgas möglich als Notlösung)
halte ich persönlich für überflüssig / Preis - Leistung passt IMHO nicht zusammen, andere schwören aber darauf.
- Landstrom (Ladegerät, Zusatzladegerät....) brauche ich nicht weiter auszuführen...
- Generator (Moppel), sollte mindestens die Leistung des stärksten 220V Verbrauchers + 50% haben, verhältnismäßig günstig und verlängert Freistehen
bis die Energiequelle erschöpft ist (Tank leer), gibt es in Benzin, Diesel, Gas-Ausführungen, man kann so was auch schallisolieren.
Hauptvorteil ist, dass man Stromfresser und Haushaltsgeräte im WoMo frei betreiben kann (Mikrowelle, Induktionsfeld, Klimaanlage, Fön, Kaffevollautomat, Waschmaschine...)
Man kann wie bei Landstrom natürlich auch die Akkus laden.
- Teuerste Lösung: Brennstoffzelle: niedriger Ertrag, teure Betriebsmittel, aber sehr leise, kann Tag und Nacht durchlaufen und so die Batterie bei Laune halten.
- Solar: super, wenn die Sonne scheint, schlecht bei Schlechtwetter und niedrigem Sonnenstand im Winter. Deshalb nur auf Platz 5. , Automatischer Betrieb, keine Verbrauchsmittel
nötig, Geräuschlos (je nach Regler). Bei ausreichender Kapazität kann man Geräte tagsüber mit der überschüssigen Energie betreiben (z.B. Kühlschrank, Ladegeräte für e-Bikes etc.)
ab 200Wp reicht das aus, um an Sonnentagen den Verbrauch des Vorabends sowie aller Kleinladegeräte / Notebook, TV etc. zu kompensieren, mit 500Wp reicht es auch für Kühlschrank
und gelegentlichen WR Einsatz für Kaffee und Fön.
Wenn man lange freistehen will und dafür eine garantierte Energieversorgung braucht, ist eine Kombi aus Solar,
Gas und
Moppel am besten. Da kann man schon mal ein Monat am Stück
oder auch länger wild stehen. Ein großer Unterflur-Gastank ist da besser als die Flaschen, der Moppel kann über Gas betrieben werden und man braucht keinen extra Treibstoff mitführen.
Mit Umrüstung der Beleuchtung auf LED kann man in etwa die 4-5 fache Zeit stehen, wenn der Batteriestrom nur für die Lampen genutzt wird.
Hauptstromfresser im normalen nicht aufgerüsteten Womo sind die Halogenlampen und das Gebläse der Heizung, für TV, SAT, Computer, Smatphone, Tablet, Wechselrichter etc. ist die
Elektrik der Basisausführung nicht wirklich dimensioniert.
- eine 500Wp Solaranlage mit flexiblen Panelen kosten um die 1500€ beim Selbstbau
- ein Honda Moppel 2kW kostet 1400€ / der kleinere 10i (1kW) ist für 950€ zu haben, es gibt aber auch Biliggeräte ab 300€ für die gelegentliche Nutzung (z.B. Kipor), Einbaugeräte sind wesentlich teurer.
- Brennstoffzellen bekommt man um die 2600€ ... 5500€
- Die Batteriepreise am besten im Netz heraussuchen, zu LiFeYPO4 kann man in den Tröts nachlesen, was so was bei Eigenbau kostet.