Zeitig verlassen wir am nächsten Morgen den Platz und fahren nach Bristol. Eigentlich sind wir bei solchen Stadtausflügen Fans von P&R. Aber vorab durchgeführte Internetrecherche ergab, dass alle Parkplätze eine Höhenbeschränkung haben. Na toll, das haben wir ja schon so gedacht. Also fahren wir direkt ins Zentrum von Englands sechstgrößter Stadt und werden fündig auf dem Parkplatz beim Museum der „Great Britain“. Die Great Britain hat in ihrer aktiven Zeit als erstes Schiff aus Eisen mit Propellerantrieb den Ozean überquert.
Auf dem Parkplatz ist früh am Tag noch eine Menge Platz, er ist zentrumsnah und kostet nur drei Pfund für vier Stunden. Das hat schon mal sehr gut geklappt! Eine kleine Personenfähre bringt uns für 50p auf die andere Seite des Hafens.
Bristol
Von dort sind es noch zehn Minuten bis ins Zentrum. Unterwegs gibt es eine Menge Kunst zu sehen und so wird einem der Weg auch nicht langweilig.
Bristol ist auf jeden Fall eine interessante Stadt, wir besichtigen die „Old Town“ mit ihren Markthallen.
Markthallen in Bristol
Da wir erst relativ spät wieder beim Auto sind und heute nicht mehr allzu weit fahren möchten, entscheiden wir uns nach einem spontanen kurzen Zwischenstopp in Bath bis nach Lacock zu fahren.
Tatoo Laden in Bath
Bath
Der Ort soll ziemlich pittoresk und der Drehort vieler Filme wie z.B. Harry Potter, Downton Abbey usw. gewesen sein. Außerdem soll man auf dem etwas außerhalb gelegenem Parkplatz des National Trusts über Nacht stehen dürfen. Auf dem Parkautomaten steht dann aber leider „No Overnight Parking“. Wir gehen erst mal in das schmucke Dorf und müssen leider feststellen, dass die Abbey wegen Filmarbeiten geschlossen ist. Das Dorf ist absolut sehenswert. Man kommt sich wirklich in eine andere Zeit versetzt vor.
sehr pittoresk, Lacock
Störende sind leider die ganzen Autos, die vor den bildhübschen Häusern parken. Das passt irgendwie nicht zusammen. Wir schlendern durch die Gässchen des Dorfes, finden die Stelle an der Dumbeldore und Harry auch schon rumgeschlendert sind und besichtigen die kleine Kirche. Bleibt natürlich die Frage, wo schlafen wir diese Nacht. Rat findet wir ja schon mal öfter im Pub und so gehen wir auf ein Getränk in einen der örtlichen Pubs. Wir fragen die etwas unwirsche Pub-Wirtin nach einer Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe. Zu unserer Überraschung meint sie, wir könnten uns auf den öffentlichen Parkplatz hinter dem Pub stellen. Dort gäbe es ein Areal für „Residents only“, welches sowieso keiner wirklich nutzen würde und für eine Nacht wäre das schon ok. Uschi reserviert einen Tisch für den Abend, was die Laune der Dame sichtlich hebt und ich laufe schnell das Auto holen.
unser Schlafplatz in Lacock
Den letzten vollständigen Tag in GB verbringen wir auf der Autobahn. Bis London geht es eigentlich ganz gut, aber um London herum ist es dann doch wieder ein wenig mühselig und wir kommen nur schleppend voran. Kurz vor fünf erreichen wir St. Margaret’s at Cliffe bzw. den Pub, auf dessen Parkplatz wir immer schlafen. In all den Jahren haben wir es noch nie geschafft, zu dem kleinen Leuchtturm auf den White Cliffs zu gehen.
Leuchtturm auf den "White Cliffs of Dover
am "Coastguard"
Das holen wir nun endlich nach. Von der Bucht ist man schnell auf den Felsen und von dort in ein paar Minuten am Leuchtturm. Was für eine tolle Aussicht über den Kanal! Kurz vor dem Essen bekommen wir dann noch eine E-Mail von P&O, dass wir MINDESTENS 90 Minuten vor dem geplanten Check-In am Hafen sein sollen. Der Hafen wäre ziemlich busy und es wäre mit langen Verzögerungen an der Zollabfertigung zu rechnen. Das bedeutet, sehr früh aufstehen! Unsere gebuchte Fähre soll um 8:30 Uhr gehen.
Am nächsten Tag sind wir um 6:00 Uhr am Check-In und es ist Nichts los.
und wieder Abschied nehmen von den White Cliffs :cry:
Um 6:12 stehen wir in der uns zugewiesenen Lane. So können wir dann wenigstens eine Fähre früher nehmen, wir frühstücken entspannt auf der Fähre und sind am frühen Nachmittag wieder zurück in Aachen.



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