Endlich geht es nach drei Jahren Abstinenz wieder mal im Winter nach Schottland. Die Gründe sind hinlänglich bekannt. Letztes Jahr war die Fähre zwar schon gebucht, aber dann haben die Briten eine Woche vor Weihnachten die Grenze wieder dicht gemacht. So sind wir kurzentschlossen über Weihnachten und Neujahr in die Bretagne gefahren - war auch nicht schlecht. Das Geld für die Fähre haben wir zeitnah zurückbekommen, dem Geld für die mit Vorkasse gebuchten PCR-Test sind wir noch Monate lang hinterhergelaufen, immerhin 270 Pfund für 3 Personen. Im Sommer 2022 waren wir das letzte Mal in Schottland und haben vor allem die Nord- und Ostküste bereist. Und da es uns dort so gut gefallen hat, geht es im Winter wieder dorthin, nur diesmal gegen den Uhrzeigersinn. Ich habe es zeitlich nicht geschafft, über die Sommerreise einen Reisebericht zu schreiben. Deshalb werde ich einfach die Stationen, die im Sommer besonders sehenswert waren, in diesem Reisebericht mit erwähnen.
Um möglichst schnell auf die Insel zu kommen, haben wir uns für die Fähre Rotterdam – Hull entschieden. Die Fähre von Amsterdam nach Newcastle wäre uns zwar lieber gewesen, aber da diese um 17:00 Uhr ablegt und Paula bis 14 Uhr Schule hat, ist uns das selbst von Aachen aus zu stressig und zu knapp. Die Fähre von Rotterdam startet um 21 Uhr und der Check-In schließt um 19:30 Uhr, also Zeit genug. Um halb drei starten wir in Aachen und sind gut drei Stunden später in Rotterdam. Das passt perfekt, wir können direkt auf die Fähre fahren und unsere Kabine beziehen. Die Restaurants und Bars haben alle schon offen und wir genießen von der Sky-Bar auf Deck 12 auf den riesigen Hafen von Rotterdam.
in Rotterdam geht die Sonne unter
Die Sonne verschwindet spektakulär hinter den Wolken und Phoebe, die Sängerin der Sky-Bar, fängt an zu trällern. Wir verschwinden zum Buffet, noch liegt das Schiff ruhig im Hafen und so sind bei Uschi keine bösen Überraschungen bzgl. Wellengang zu erwarten. Das Buffet ist zwar recht reichhaltig, aber so gut wie bei der DFDS oder gar der Norröna ist es dann doch nicht. Unbemerkt legt das Schiff irgendwann ab und wir verbringen den Abend in der Show-Bar bei Live Musik und Spielen. Pünktlich um 6:30 Uhr Ortszeit wird man vom Kapitän geweckt. Der vorher in den Medien groß angekündigte Streik der britischen Zollbeamten entpuppt sich als harmlos und schon kurz nach halb acht sind wir auf der Straße nach York. York ist zwar ein kleiner Umweg, aber meine beiden Ladies wollen unbedingt zum Weihnachtsshopping. Paula hat ihre Liebe zur englischen Teenager-Fiction-Literatur entdeckt und so müssen wir in diversen Buchhandlungen ihre schier endlose Wunschliste abarbeiten. Zudem benötigen wir eine Daten-Sim-Karte, man will ja auch im Urlaub au dem Laufenden bleiben. Wie vor ein paar Jahren schon nutzen wir den P&R Parkplatz Askham Bar im Südwesten von York. Nach einem kurzen Plausch über die Sprechanlage öffnet uns eine nette Dame die Schranke zum speziellen Wohnmobilparkplatz (no overnight parking natürlich) und wir fahren mit dem Bus ins Zentrum von York. York ist immer wieder nett, mit seinen alten Häusern, kleinen Geschäften und natürlich mit der imposanten Kathedrale.
gemütliche kleine Geschäfte laden zum Shoppen ein
Kurz nach Mittag sind wir wieder beim Auto und fahren weiter über die A1 Richtung Schottland. Unser nächstes Ziel ist North Berwick am südlichen Ufer des Firth of Forth.
North Berwick
Dort gibt es einen schönen Platz direkt am Meer, wo immer viele Womos stehen. Bis in die Stadt sind es gut 1 Kilometer.
direkt am Meer, unser Platz für die Nacht in North Berwick
Den Platz haben wir im Sommer gefunden, da von North Berwick die Touristenboote zum Bass Rock ablegen. Wenn man die Ostküste hinauffährt, fällt einem unweigerlich dieser riesige Vulkankegel am Ausgang des Firth of Forth auf. Er beherbergt die weltgrößte Basstölpel Kolonie und da wollten wir immer schon mal hin.
Bass Rock
In diesem Sommer war wegen der grassierenden Vogelgrippe ein Anlanden auf dem Rock verboten (wie sollte es bei unserem Glück auch anders sein) und so sind buchen wir eine Tour, bei der man erst um eine der kleineren Inseln und dann um den Bass Rock selber herumfahren. Ist trotzdem absolut sehenswert!
Unterwegs zum Bass Rock sieht man ein paar Puffins, die entweder gelangweilt auf dem Wasser schwimmen oder panisch das Weite suchen.
gelangweilte Puffins
panischer Puffin
Tausende von Basstölpeln brüten auf der Insel und veranstalten eine Menge Geschrei und Guano.
Basstölpel sind ausgesprochen elegante Vögel, mit ihren blauen Augen und mit ihrer auffälligen Zeichnung am Kopf.
Bass Rock Lighthouse und die Überreste des alten Castle
Leider sieht man auch viele tote Vögel, die die Grippe dahingerafft hat. Der Kapitän meint, gut ein Drittel weniger Vögel wären dieses Jahr auf der Insel. Die Insel ist heute unbewohnt, nur einen Leuchtturm und die Überreste von einem alten Castle zeugen von der ehemals menschlichen Besiedlung. 1671 wurde das Castle zum Alcatraz von Schottland umfunktioniert und 1701 zerstört. Auf dem Rückweg begegnen wir noch einer Schule Delphine, auch eine Premiere für uns. Auf all den Bootstouren, bei denen mit Delphinen geworben wurde, haben wir nie welche zu Gesicht bekommen, aber hier hat es mal funktioniert.
Kurz nach fünf erreichen wir North Berwick, es regnet in Strömen und wir stellen uns neben ein Womo aus GB. Um uns noch ein wenig zu bewegen, laufen wir die gut 1km nach North Berwick und gehen im Pub erst mal etwas Essen und Trinken. Zum Glück ist das Wetter am nächsten Tag besser. Es ist zwar auch deutlich kälter geworden, aber es ist wesentlich angenehmer als der Regen gestern Abend. Wir sind früh unterwegs fahren um Edingburgh herum, über den Firth of Forth und sind um kurz nach 11:00 in St. Monans.
St. Monans
An der Ostküste gibt es ein paar sehr schöne Fischerdörfer, wie z.B. St. Monans oder Anstruther. Die sind auf jeden Fall einen Besuch wert, leider sind sie im Sommer auch sehr überlaufen. Wir schlendern etwas in dem beschaulichen Ort herum, eine Möglichkeit einen Kaffee zu ergattern finden wir um diese Jahreszeit leider nicht.
St. Monans Pier
Wir setzten uns was ans Pier und hoffen auf kräftige Wellen, aber trotz des heftigen Windes ist ist das Meer ziemlich ruhig.
Über St. Andrews, dem berühmten Golf-Ort in dem wir dann auch endlich einen Kaffee bekommen, fahren wir weiter über Dundee mit seiner von Theodor Fontane bedichteten Tay Bridge nach Montrose.
St. Andrews Cathedral
Zum einen müssen wir vor den anstehenden Feiertagen, noch ein etwas Frisches Einkaufen, zum anderen wollen wir zum Scurdie Ness Lighthouse laufen. Nachdem wir uns beim Aldi mit allem Nötigen eingedeckt haben - wobei schon erstaunlich ist, wie viele Produkte einfach nicht vorrätig sind - machen wir uns auf zum Leuchtturm.
Scurdie Ness Lighthouse
Der Leuchtturm wurde 1870 von David und Thomas Stevenson erbaut und ist 34 Meter hoch.
Der Weg ist mit 1 km nicht allzu lang und nach kurzer Zeit steht man an dem schön gelegenen Leuchtturm.
Da heute Weihnachten ist und einige Familienmitglieder drängeln, doch endlich zum gemütlichen Teil des Tages überzugehen, suchen wir uns zeitig einen Platz zum Schlafen. Die Campingplätze haben zu dieser Jahreszeit meistens geschlossen. Fündig werden wir am Hafen Pub im netten Örtchen Gourdon, der uns auf seinem Parkplatz schlafen lässt und uns sogar noch ein leckeres Abendessen serviert. Der Parkplatz ist jetzt nicht unbedingt ein Traum von Aussichtspunkt, aber da es um 16:00 Uhr sowieso stockdunkel ist, macht das auch nichts.
Gourdon
Wie die Jahre davor findet uns das Christkind auch auf diesem Pub-Parkplatz und alle sind zufrieden.
Der Christmas Day startet sonnig mit Temperaturen um den Gefrierpunkt und einem recht frischen Wind. Bei Tageslicht ist dann auch die Aussicht vom Parkplatz so ernüchternd, dass wir uns zügig weiter Richtung Norden auf machen. Die Straßen sind absolut leer und wir kommen gut voran. Unseren ersten Halt machen wir beim Bullers of Buchan, einer wilder Küstenlandschaft.
Bullers of Buchan
Wir spazieren ein wenig über die schmalen Pfade. Wobei man schon vorsichtig gehen muss, da es zum Teil wirklich steil bergab geht. Die Landschaft ist phänomenal, wobei ein wenig der winterliche Touch fehlt, aber das kommt vielleicht ja noch. Es ist auf jeden Fall ziemlich windig, wenn nicht gar stürmisch, was auf einen Wetterwechsel hindeuten könnte. Die Suche nach einem Kaffee führt uns weiter zum Boddam Lighthouse (manchmal auch Buchan Ness Lighthouse genannt), welches ziemlich fotogen auf einer kleinen Insel liegt.
Boddam Lighthouse
immer unter Beobachtung
Aus dem Kaffee wird ein Tee im Wohnmobil und wir fahren weiter zum Rattray Head Lighthouse. Der Leuchtturm, der bei Ebbe über einen Damm zu erreichen ist, wurde 1895 von David und Charles Stevenson gebaut. Bei Ebbe sind am Strand sogar noch ein paar Schiffwracks zu sehen.
Rattray Head Lighthouse
Wer Schlaglöcher und schlechte holprige Straßen liebt, kommt bei der Zufahrt zu diesem Leuchtturm auf jeden Fall voll auf seine Kosten. Entlohnt wird man allerdings mit einer tollen Dünenlandschaft und einem interessanten Leuchtfeuer.
Wir laufen am Strand entlang und erklimmen die die bis zu 20m hohen Dünen. Auf jeden Fall ist der Turm ziemlich fotogen.
Wir probieren ein wenig mit der Drohne zu fliegen, aber es herrscht ziemlich starker Wind der vom Land auf die See hinaus weht. Die App warnt mich dauernd, dass es Probleme mit dem Rückflug geben könnte - aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Die Tage sind kurz, wir genießen die tiefstehende Sonne und fahren weiter nach Gardenstown. Der Ort liegt gedrängt am Fuße der Steilklippe und die Straße führt ziemlich steil bergab zum Meer hinunter.
Gardenstown
Hier gibt es einen Stellplatz (10Pfund) allerdings ohne Strom und Entsorgungsmöglichkeit. Man verweist zwar auf das öffentliche WC am Hafen (mit der dringenden Bitte, vom Entsorgen von chemical disposal abzusehen), aber dies hat - wie so oft in diesem Urlaub - geschlossen. In Gardenstown hat leider auch alles andere geschlossen und so wird es ein ruhiger Abend im Wohnmobil.
weihnachtlich dekorierter Briefkasten in Gardenstown
am linken Rand befindet sich der SP
Laut wird es erst, als die Flut kommt und das Wasser in ziemlichen Massen über die vor uns befindliche Schutzmauer schwappt. Am nächsten Morgen ist es lausig kalt, die Pfützen sind gefroren und wir machen uns auf zum Nachbarort Crovie.
Crovie
Direkt von unserem Übernachtungsplatz aus führt ein schmaler Pfad um die Klippen herum nach Crovie.
Küstenweg nach Crovie
Bei Sturm und Flut wie vorherige Nacht würde ich diesen Weg nicht gehen, davon zeugen die Überreste von Muscheln und Tang. Crovie kennt man von diversen Postkarten, Kalendern usw..
"Hauptstraße" in Crovie
Der Ort ist einen Besuch wert und man kann sich leicht vorstellen, was für ein hartes Leben die Leute früher hier geführt haben. Heute wirkt das Ganze sehr malerisch und wie aus einer anderen Zeit.Wir laufen einmal durch den Ort, was bei nur einer Straße auch keine größeren Probleme bereitet. Dann fahren die inzwischen gut gestreute Straße zurück auf die B9031, zwar auch nicht direkt eine Autobahn aber immerhin zweispurig. Direkt im nächsten größeren Ort Macduff ergattern wir einen Kaffee und fahren weiter nach Portsoy, einem kleinen Fischerdorf mit einem Hafen aus dem 17. Jahrhundert und Drehort diverser Filme.
Portsoy
Auch dieser Ort ist einen Besuch wert, wobei die Zufahrt zu all diesen kleinen Orten immer mühsam ist. Gerade wenn die Leute auf der Straße parken, wird es manchmal schon recht eng und ich bin froh das unser Mobil nur 6,30m ist. Machbar ist das natürlich alles. Unser nächstes Ziel ist der Bowfiddle Rock in Portknockie. Für jeden, der gerne fotografiert natürlich ein Traummotiv, besonders wenn das Wetter mitspielt.
Bowfiddle Rock
wir sind ein wenig spät, die Sonne trifft nur noch die Spitze
von oben sieht er nicht so spektakulär aus
Das scheint wirklich zu wechseln, es ist nochmal kälter geworden und der Himmel sieht nach Schnee aus - was will man mehr. Paula möchte auf einen Campingplatz mit einer heißen Dusche, in der man sich eine Stunde lang die Haare waschen kann. Mit offenen Campingplätzen ist es wie gesagt im Winter eher schwierig. Die meisten offenen Campingplätze, die wir im Netz finden, vermieten nur Camping-Pods und haben keinen Platz für Wohnmobile. Fündig werden wir nahe Inverness auf der Black Isle in North Kessock beim Kessock Caravan Park. Dieser kleine Platz liegt mitten im Wald und ist natürlich voll ausgebucht. Wir bekommen den (schönen) Not-Platz im Wendehammer und der Warden bringt uns noch ein Verlängerungskabel, damit wir Strom haben. Wie zu erwarten fängt es dann auch an zu schneien.
CP in North Kessock
Nachts hat es in höheren Lagen kräftig geschneit, auf Meeres Höhe ist meistens alles noch grün. Trotzdem kippen die Straßenmeistereien ordentlich Salz auf den Asphalt.
es wird winterlich
So fahren wir durch eine wunderschön verschneite Landschaft zu unserem ersten Tagesziel, den Whaligoe Steps.
Whaligoe Steps
Diese Sehenswürdigkeit haben wir schon im Sommer versucht zu besuchen, sind aber an einem Suizid-gefährdeten Reh gescheitert.
Die Whaligoe Steps bezeichnen eine steile Treppe, die über 365 Stufen steil zu einem Hafen hinunter zum Meer führt. Im Sommer war nachts ein Reh von den Klippen ins Meer gefallen und hatte sich in eine Höhle an dem kleinen Hafen gerettet. Der Wächter der Steps, zu dem wir später nochmal kommen, hatte daraufhin den Tierschutz alarmiert und die Treppe gesperrt. Die Stufen wurden Mitte des 18. Jahrhunderts in den Fels gehauen, um den kleinen natürlichen Hafen zwischen zwei Felsklippen erreichen zu können. Früher wurde hier vor allem Hering angelandet, im Hafen verarbeitet und dann von den Frauen der Fischer die Stufen hinaufgetragen und per pedes ins 8 Meilen entfernte Wick transportiert.
Wenn man auf dem kleinen Parkplatz bei den Steps parkt, läuft man unwillkürlich dem Hüter der Steps in die Arme. Ein durchaus sympathisches Männchen, welches einem in einer kaum zu bremsenden Ausführlichkeit zahnlos die Geschichte der Whaligoe Steps näher bringt. Wer das ganze schriftlich nachvollziehen möchte, kann natürlich bei dem Geschichtenerzähler für 2,50 Pfund ein kleines Heftchen erwerben. Wir haben es, da Weihnachten ist, geschenkt bekommen. Wir gehen erst auf dem oberen Wanderweg ein wenig die Küste entlang, um von der gegenüberliegenden Klippe einen besseren Blick auf die Steps zu erlangen. Anschließend geht es die 365 Stufen steil hinunter zum Hafen.
Die Stufen sind zum Teil mit Eis bedeckt, was dem Ganzen eine gewisse sportliche Note verleiht. Aber so ist das halt im Winter. Außer ein paar Mauern und einer alten Winsch ist von dem alten Hafen nicht viel übriggeblieben, aber eindrucksvoll ist es schon so am Fuße der Klippen. Da es inzwischen angefangen hat zu regnen, beginnen wir auch rasch wieder mit dem Aufstieg - mit 40kg Fisch auf dem Rücken ist das früher bestimmt kein Spaß gewesen.
In Wick halten wir kurz im Hafen an, tanken dann und fahren weiter zum Castle Sinclair Girnigoe am Noss Head. Die Zufahrt ist etwas mühsam, aber das Castle und das Lighthouse sind auf jeden Fall sehenswert.
altes Leuchtfeuer in Wick
Zufahrt zum Noss Head
Leuchtturm am Noss Head
Zum Castle läuft man nur ein paar Minuten. Es ist kalt und es schneit leicht - recht mystisch das Ganze.
Castle Sinclair Girnigoe
Wir gehen durch das alte Gemäuer, welches von Historic Scotland betreut wird aber keinen Eintritt kostet. Es ist gerade mal zwei Uhr und man merkt, wie es langsam schon dunkel wird. Die dicken Wolken schlucken das wenige Licht und tun so ihr Übriges dazu. Über die A99 erreichen wir eine gute halbe Stunde später John o’Groats und stellen uns für die Nacht neben die Camping Pods des Seaview Hotels. Wir haben natürlich vorher im Hotel nachgefragt. Im Winter kein Problem, in der Saison wird der Platz aber wohl von den Pod-Bewohnern belegt sein. Im Sommer können wir den Campingplatz im Ort mit Blick auf die Orkney Inseln empfehlen. Es regnet in Strömen, dazu weht ein lausig kalter Wind und wir sind froh, den Abend in der Bar des Hotels verbringen zu können. Das Essen und das Bier sind hervorragend, was will man mehr.
Am nächsten Morgen ist es leicht bewölkt, vom Schnee ist leider Nichts mehr zu sehen. Wir fahren etwas in der Gegend herum.
Wir kommen am Freswick Beach mit dem zugehörigen House vorbei und fahren dann zum Duncansby Head. Es gibt reichlich Parkgelegenheit, auch extra Plätze für Womos. Overnight parking ist auch hier explizit verboten. Vom Parkplatz ist es nicht weit bis zu den impossanten Stacks.
Parkplatz am Duncansby Head
Wenn man so am Klippenrand entlang geht, kommt man irgendwann zu einem kleinen Gatter. Hinter dem Gatter führt ein schmaler Pfad hinunter zu den Klippen. Da wir die Stacks von oben schon öfters gesehen haben, wählen wir diesmal den unteren „Viewpoint“.
die Stacks von unten
Man sollte schon vorsichtig sein, ein Problem ist der schmale Pfad aber nicht. Unten an den Klippen steppt natürlich der Bär, zumindest bei diesem etwas stürmischen Wetter und man muss höllisch aufpassen, nicht auf den glitschigen Steinen auszurutschen. Die Kulisse von hier unten ist natürlich eine ganz andere als von oben. Wir schrecken ein paar Roben auf, die sich sofort ins rettende Wasser verziehen.
Da die Flut eingesetzt hat und das Wasser steigt, halten wir uns nicht allzu lange am Klippenfuß auf.
die Stacks von oben
weiter geht's in Teil II



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