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England, Schottland, Wales … die Challenge II

permanenter Linkvon gnarz18 am 15 Sep 2017 10:43:14


Der neue Tag beginnt zwar trocken, aber die Wolken hängen sehr tief und man sieht von den umliegenden Gipfel rein gar nichts. Wie nutzen die Zeit und laufen die ca. 4km bis zur Landspitze Rubha an Dunain.

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Landspitze Rubha an Dunain

Der Weg verläuft fast ebenerdig und am Ende des Weges gibt es ein paar verlassene Häuser mit einem tollen Blick auf Meer. Wäre doch nur das Wetter besser!

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Auch hier gibt es schöne Pools, die Paula dann natürlich sofort auf den Plan rufen. Uns war das zu kalt.

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Aber wenn es Spaß macht…
Für den nächsten Tag verspricht die Wettervorhersage eine Regenwahrscheinlichkeit von < 5% mit einer Menge „sunny spells“. Also eigentlich eine gute Gelegenheit, den noch nicht bestiegenen Sgùrr Alasdair in Angriff zu nehmen. Am nächsten Morgen scheint dann zwar die Sonne, aber in den Bergen hängen immer noch dicke Wolken und ich bin äußerst skeptisch, ob sich diese heute noch verziehen. Aber ich stiefel los und eine gute Stunde später erreiche ich den großen Talkessel unterhalb vom Sgùrr Alasdair.

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Sgùrr Alasdair

Vom Berg selber sehe ich immer noch nichts. Es fängt natürlich wieder leicht an zu regnen und es geht ein scharfer Wind.

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das Wetter sieht nicht gut aus

Mit einem netten Schweizer Pärchen folgen wir den aufgestellten Steinmännern durch den Nebel. Am Lochan Coire Lagan beträgt die Sichtweite nur noch ein paar Meter und wir sind uns alle einig, dass ein Weitergehen nichts bringt und es oben auf dem Gipfelgrat bei dem Wetter auch zu gefährlich ist, zumal der Wanderführer von schwieriger Navigation und sehr ausgesetzter Kletterei spricht.

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am See, keine gute Sicht...

Wir kehren also um. Unten am CP scheint noch immer die Sonne, aber immerhin hüllt sich der Berg weiterhin in Wolken. Sonst wäre ich auch echt frustriert. Wir haben die Nase voll vom Wetter und fahren zum Fähranleger zur Insel Raasay.

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auf dem Weg nach Raasay

Diese kleine Hebriden-Insel liegt zwischen der Insel Skye und dem Festland, 160 Menschen leben dort und demnächst soll es dort sogar eine Whisky Destillerie geben. Die Überfahrt dauert eine knappe halbe Stunde und man hat einen herrlichen Blick auf das Trotternish Gebirge.

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Trotternish

Auf der Raasay angekommen sondieren wir erst mal die Lage und suchen nach einem geeigneten Platz für die Nacht. Gleich am neuen Fährterminal biegt eine kleine Straße ab, die zu einem Jetty führt. Dort kann man ganz gut stehen, man stört niemanden und hat einen schönen Blick auf die Skye.

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Fähre von Skye nach Raasay

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Aussicht von unserem Stellplatz

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um 21:30 macht die Fähre Schluss

Auf der Raasay wurde früher mal Erz angebaut, heute verfallen die alten Anlagen. Eine kurze Wanderung führt über die alte Bahntrasse zu den Gebäuden. Der Weg startet am alten Fähranleger und dauert nicht wirklich lange, bietet aber eine tolle Aussicht auf die Cullins der Insel Skye.

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alte Minengebäude

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altes Pier

An den mittlerweile geschlossenen öffentlichen Toiletten beweisen die Briten dann einmal mehr ihren etwas speziellen Humor.

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Beine zusammen, und klemmen :D

Für abends haben wir uns einen Tisch im Raasay Haus reserviert, dem einzigen Pub / Restaurant / Hotel auf der Insel. Dem Hotel ist ein kleiner CP für Zelte angegliedert, der auch gut besucht ist. Das Essen schmeckt ausgezeichnet und die Aussicht von der Terrasse ist sehenswert.

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In der Nacht wechselt das Wetter leider wieder, es ist zwar (noch) trocken aber dicke Wolken ziehen auf. Zuerst wollen wir das einzige Castle auf der Insel besuchen.

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Brochel Castle

Brochel Castle liegt ein wenig außerhalb des Ortes, direkt an der Küste. Die einspurige Straße, die über die Insel führt, ist echt lausig und an manchen Stellen auch steil.

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wir sind fast alleine unterwegs

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Am Bewuchs erkennt man schon, dass der Verkehr sich hier auf der Insel in Grenzen hält. Vom Castle selber ist nicht mehr viel übrig, daher ist ein Besuch nicht unbedingt lohnenswert. Kurz hinter dem Castle beginnt die Calum’s Road, die von der Qualität nochmal schlechter ist als die zum Castle.

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Hinter Calum’s Road verbirgt sich eine doch eher tragische Geschichte. Die Leute, die im nördlichen Raasay in der nur über einen Fußweg erreichbaren Ortschaft Arnish wohnten, versuchten über Jahre hinweg die lokale Regierung zum Bau einer Straße zu bewegen - ohne Erfolg. Darauf beschloss der in eben diesem Arnish lebende Crofter Calum MacLeod, die Straße selbst zu bauen. Er war sich sicher, dass nur mit einer besseren Anbindung an den Rest der Insel, die Abwanderung aus seinem geliebten Dorf gestoppt werden könne. Jahrelang baute er allein und überwiegend in Handarbeit an der Straße. Als die Straße nach zehn Jahren dann endlich fertig war, lebten aber nur noch er und seine Frau in Arnish.

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Calum’s Road

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Die Straße ist recht schmal und passagenweise auch steil. Leitplanken sucht man vergeblich, aber es ist toll wie sie sich an den Felsen entlang schlängelt. Wir parken in Arnish und wollten wir bis zum „North Pole“, der Nordspitze der Insel, laufen. Aber wir entschließen uns wetterbedingt nur bis zur kleinen Gezeiteninsel Eilean Fladday zu wandern. Bei schönem Wetter ist der Weg bestimmt ein Erlebnis, aber kurz bevor wir die Insel erreichen, fängt es mächtig an zu regnen.

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Gezeiteninsel Eilean Fladday

Zudem ist der Weg ziemlich zugewuchert und ein wenig schwierig zu gehen. Selbstverständlich ist auch Flut und so kommen wir nicht auf die Insel, um uns bei den Häusern dort unterstellen zu können.

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Was für ein Mist! Es bleibt uns nichts anderes übrige, wir laufen wir bei strömenden Regen die fünf Kilometer zurück zum Auto. Wir verlassen die Raasay wieder und fahren wieder auf’s Festland. Während wir noch so überlegen, was wir mit dem Rest des verregneten Tages Nettes anfangen, meldet Paula, dass ihr Tablett meint, dass wir heute Hochzeitstag haben. Sie schlägt der Tradition wegen vor, nach Ullapool zu fahren, dort ein wenig durch die Geschäfte zu bummeln und abends schön Essen zu gehen. Der Vorschlag klingt nicht schlecht und so machen wir uns auf den langen Weg nach Ullapool. In Ullapool ist das Wetter auch nicht besser, aber wir verbringen einen schönen Abend in der örtlichen Gastronomie.
Am Morgen schlendern wir wie schon so oft durchs Städtchen. Leider ist es wie so oft in der Saison total überlaufen. Über Nacht hat ein Kreuzfahrtschiff in Ullapool festgemacht und die kleinen Tenderboote bringen unablässig hunderte von Touristen in die kleine Stadt.

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Ullapool

Wir verlassen Ullapool im Regen und steuern die Black Isle in der Nähe von Inverness an. Hier im Osten ist das Wetter dann tatsächlich richtig gut. Die Halbinsel ist von Landwirtschaft geprägt und die die riesigen Kornfelder mit dem Blau des Wassers sehen richtig toll aus. Imposant sind auch die vielen Bohrinseln, die hier im Wasser liegen und auf ihren erneuten Einsatz in der Nordsee warten. Wir fahren bis zur Nordspitze der Halbinsel, nach Cromarty.

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Bohrinseln im Cromarty Firth

Der Ort ist hübsch, wirkt aber ein wenig verschlafen. Wir nehmen eine kleinen Mittagssnack ein und besuchen das örtliche Museum. Kurz nach Mittag machen wir uns auf nach Rosemarkie. Dort kennen wir eine CP, der ein guter Startpunkt für eine Delphin Observation ist. Die Landzunge Chanonry Point ist bekannt dafür, dass hier beim Gezeitenwechsel eine Schule Delphine auf Jagd geht. Wir quartieren uns auf dem örtlichen CP des Camping and Caravanning Club ein und machen uns auch gleich auf den Weg, da es kurz vor dem Gezeitenwechsel ist. Es geht gut einen guten Kilometer an Strand vorbei zum Chanonry Point.

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Chanonry Point

Hier haben sich schon gut und gerne hundert Leute zum Dolphin Spotting eingefunden. Nach gut einer viertel Stunde sieht man dann auch die ersten Tiere. Ein allgemeines „Oh“ und „Ah“ geht durch die Menge, aber die Tiere halten sich ziemlich zurück - keine spektakulären Sprünge oder Flipper-mäßiges auf dem Wasser tanzen.

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die Hauptdarsteller

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Trotzdem ist es schön. Abends gehen wir an Strand entlang in die andere Richtung und testen im Ort den Pub. Der Pub ist nett, das Essen lecker. Dann wird Paula unruhig. So schönes Wetter, und sie war nicht im Meer baden! Also schnell austrinken und zurück zum CP. Das Wasser ist wohl recht kalt, aber was so Delphine können, kann Paula auch und so nimmt sie ein sehr ausgiebiges Bad im absolut ruhigen Moray Firth.

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abendliches Badevergnügen

Der nächste Tag beginnt leider mal wieder mit Regen und wir fahren am Loch Ness vorbei zurück nach Fort William. Der Wetterbericht verspricht für die kommenden zwei Tage trockenes und sonniges Wetter. Wir nisten uns auf dem großen CP im Glen Nevis ein und kundschaften den Weg zum höchsten Berg GBs aus. Am nächsten Tag: was für ein Wetter, es regnet ohne Unterlass! Trotzdem zieht eine Menschengruppe nach der anderen den Weg zum Ben Nevis hoch. Wir fragen uns echt, was das bringen soll. Die Wolken hängen so bei 300-400 Meter, es regnet, es ist kalt und die Aussicht ist gleich Null. Wir verschieben unsere Besteigung auf den nächsten Tag und fahren stattdessen nach Fort William zu Einkaufen.

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dunkle Wolken über dem CP im Glen Nevis

Wir kaufen Paula ein T-Shirt mit der Aufschrift „I climb the three peaks“ und einem Bild der drei Berge drauf. Das bekommt sie natürlich erst, wenn sie alle drei geschafft hat. Gegen Abend wird das Wetter dann wirklich besser, die Sonne kommt raus, der Nebel lichtet sich ein wenig und gibt den Blick frei auf unseren morgigen Weg.
Wir starten früh am nächsten Morgen und bekommen noch einen Parkplatz beim Visitor Center, von dem aus der Weg losgeht.

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Glen Nevis

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Das Wetter scheint uns wohlgesonnen, also laufen wir los. Es ist natürlich viel Betrieb und eine Menge Leute kämpfen mit dem steilen Anstieg. Es gilt immerhin 1300 Höhenmeter zu bewältigen. Der Weg führt erst immer am Hang entlang, anschließen durch ein Tal bis zu einem Sattel. Auf dem Sattel trenne ich mich von meinen beiden Damen, ich möchte einen anderen Weg auf den Ben Nevis nehmen. Dieser führt um den Berg herum auf die Nordseite, von dort auf den Carn Moar Deag und weiter über einen schönen Grat auf den Gipfel des Ben Nevis. Dort treffen wir uns dann wieder. Kaum habe ich den Normalweg verlassen, wird es ruhig. Der Weg führt fast ebenerdig um den Ben Nevis herum in ein wunderschönes breites Tal.

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Auf der einen Seite der Moar Deag, auf der andern die Nordseite des Ben Nevis. Nach gut einer Stunde erreiche ich eine kleine Schutzhütte und mache erst mal eine kurze Pause.

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die kleine Notunterkunft

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die Nordseite vom Ben Nevis

Von hier geht es ziemlich Weg-los sehr steil über Heidekraut und Geröllfelder direkt zum Gipfel des Carn Moar Deag. Sehr anstrengend das Ganze. Dafür folgt nun ein wirklich toller Grat mit anschließendem steilem Aufstieg zum Gipfel des Ben Nevis.

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unten im Tal, Fort William

Auf dem Gipfel des Carn Moar Deag treffe ich auch auf andere Wanderer und folge diesen über den Grat. Leider wir das Wetter wieder schlechter und der Gipfel des Ben Nevis hüllt sich schon wieder in Nebel.

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ein wirklich toller Grat

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irgendwann wird der Grat auch wieder steiler

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es geht rauf und runter

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Blick zurück zum Carn Moar Deag

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der letzte steile Anstieg zum Gipfel

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Aber die Sicht vom Grat ist zum Glück noch frei. Mit 21 km auf jeden Fall eine tolle Wanderung, auch wenn man die fast 2000 zu bewältigenden Höhenmeter schon ganz schön in den Beinen merkt. Ich habe noch gut eine Stunde vor mir als das Handy klingelt und Paula vermeldet, frau hätte den Gipfel erreicht. Ich solle mich gefälligst beeilen, ihrer Mutter wäre es ziemlich kalt. Das war natürlich nicht so geschickt von mir, alle Jacken sind in meinem Rucksack und auf fast 1400 Meter kann es schon frisch sein. Ich beeile mich also und bin eine gute dreiviertel Stunde später auf dem Gipfel. Hier steppt echt der Bär, eine Menschenmenge, kaum vorstellbar. Während meine Damen auf mich gewartet haben, hat es sogar eine Verlobung auf dem Gipfel gegeben.

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der Gipfel vom Ben Nevis, natürlich in Wolken

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eine Menge Steinmänner weisen einem den Weg

Ich trinke nur kurz ein wenig und dann machen wir uns auch sofort an den Abstieg. Die Aussicht auf dem Gipfel ist gleich Null, auch wenn man die Sonne durch den Nebel erahnen kann, gibt dieser den Blick auf das Tal einfach nicht frei. Macht nichts, das sind wir ja gewohnt. Der Weg nach unten zieht sich, vom Gipfel geht es über viele Kehren zurück zu dem Sattel von wo mein Weg abzweigte.

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auf dem Normalweg sind eine Menge Leute unterwegs

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der Gipfel vom Ben Nevis, von Süden

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Nach gut zweieinhalb Stunden sind wir wieder beim Auto und beschließen noch eine weitere Nacht auf dem CP im Glen Nevis zu verbringen. Wir sind ziemlich erledigt und auf „jetzt noch weiterfahren“ haben wir alle keine Lust. Wir ergattern einen der letzten WoMo-Plätze, wenn auch ohne Strom. Egal, erst mal gehen wir ausgiebig duschen und schaffen es auch noch zu Fuß anschließend zum Essen in den CP eigenen Pub.
Wir schlafen etwas länger und verlassen gemütlich Fort William. Ein paar Kilometer später, kurz bevor man über die Ballachulish Bridge fährt, entdecken wir bei der Gleaner Tankstelle einen älteren Eura mit rotem Forumsaufkleber. Ein zweites anscheinend dazugehörendes Womo trägt einen Schriftzug … Uschi ist sicher was „Bolle“ angeht. Für den Rest bin ich zu schnell unterwegs und die Augen sind ja auch nicht mehr die besten. Wenn wir unsere Challenge schaffen wollen, müssen wir uns nun langsam aber sicher Richtung Süden bewegen. Wir verlassen Schottland und England begrüßt uns, wie soll es auch anders sein, mit Regen. Gegen 17 Uhr haben wir keine Lust mehr zu fahren und wir suchen uns einen CP in Southport. Auch hier sind wir auf dieser Tour zum ersten Mal und wie bei uns immer erweist sich die SP-/CP-Suche in England als nicht ganz so einfach. Die einzigen CPs, die wir finden, sind große Caravan-Parks bzw. Plätze von Clubs, die hier allerdings nur „Member Only“ sind. Durch Zufall entdecken wir ein Schild neben dem Freizeitpark von Southport, welches auf einen Stellplatz hinweist. Für 10 Pfund darf man auf dem Parkplatz des Freizeitparks nächtigen. Strom gibt es nicht, aber immerhin Frischwasser und eine Entsorge für Garu und Toilette.

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der Freizeitpark sieht recht runtergekommen aus

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[img]nicht%20sehr%20schön%20aber%20praktisch[/i mg]

Zugegeben der Platz ist scheußlich, aber er liegt nahe an der Promenade und am Zentrum von Southport. Außer uns stehen noch vier andere Womos auf dem Platz und kaum haben wir uns platziert, auch schon ein Lokalpatriot aus dem benachbarten Rapido geschossen. Er erzählt uns von seinem mobilen Leben und gibt uns Tipps für den Abend in Southport.
Wir folgen der Empfehlung unseres Nachbarn, aber so richtig toll sind der Pub und das servierte Essen nicht. Es regnet Bindfäden und die Stadt wirkt öde und trist, schön sind allerdings die Häuser mit ihren viktorianischen Arkaden. Wir werden die Geschäftsmeile morgen noch mal unter die Lupe nehmen. Außerdem möchte Paula unbedingt in den angrenzenden Freizeitpark zum Achterbahnfahren und der öffnet erst gegen 11 Uhr. Kaum auf dem CP angekommen, stürzt auch schon unser neuer Freund aus seinem Womo, um uns nach unseren Erfahrungen mit seiner Empfehlung zu fragen und direkt neue zu geben.
Am nächsten Morgen geht es dann bei sonnigem Wetter nochmal rein nach Southport - und es gefällt uns richtig gut! Ein wirklich schönes und lebendiges Städtchen.

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Milchwagen in Southport

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Pier

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modernes Pier in Southport

Paula drängelt natürlich ein wenig wegen des Freizeitparks und so fällt das Shoppen heute mal kürzer aus ( was ja auch Vorteile hat ) und gehen wir in den ein wenig runtergekommenen Park. Zuerst geht es auf die Achterbahn. Ich bin ein wenig skeptisch: die erste Sitzreihe darf nicht benutzt werden, weil die Sicherheitsbügel dort nicht funktionieren. Auch der automatische Transport des Wagens von der Aussteige- zur Einsteigeposition ist anscheinend defekt, die Angestellten müssen den Wagen mit Hand vorwärts schieben. Wie schon gesagt, der Park macht eben einen ein wenig heruntergekommenen Eindruck. Wir überstehen die Fahrt natürlich problemlos und genussvoll. Dann gehen weiter zur Wasserbahn. Dort wird man wenigstens mal so richtig nass!

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Um die Challenge mit dem Snowdon abzuschließen, müssen wir es heute noch bis nach Wales schaffen. Erst mal quer durch Liverpool und dann an der Nordküste von Wales entlang geht es bis zum Abzweig nach Llanberis. Kurz vor drei erreichen wir den alten Bergbauort und bekommen den letzten freien Platz auf dem Campingplatz. Die Wetteraussichten für den morgigen Tag sind recht gut und wir gehen in den Ort, um dort die Lage für den morgigen Aufstieg zu sondieren. Die zehn Minuten bis in den Ort sind schnell geschafft. Das erste Ziel ist die Bahnstation der Snowdon Bahn.

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Llanberis

Von hier fahren in der Saison in regelmäßigen Abständen die „Sherpa“-Busse ab, die uns zum Pen-Y-Pass und somit zum Start der Tour bringen. Auf dem Rückweg fängt es leider wieder an zu regnen und wir müssen in einem Kaffee Unterschlupf suchen. Zum Glück ist diesmal der Schauer nur von kurzer Dauer.
Am nächsten Tag geht es zeitig los. Die erste Überraschung des Tages ist die Parkplatzgebühr, die man uns abknöpfen möchte. Direkt neben der Busstation gibt es einen großen Parkplatz, der mit dem Schild „5 Pounds / day“ wirbt. Von uns möchte man sage und schreibe 16 Pfund haben, wir haben ja schließlich einen so großen Wendekreis!? Das finden wir unverschämt, können über diese Preisvorstellung aber doch wieder nur lachen und fahren weiter zum öffentlichen Besucher-Parkplatz nahe beim Dolbadarn Castle. Hier werden nur 4 Pfund für das Tagesticket fällig! Die 12 Pfund Unterschied sind uns der fünfminütige Weg vom Parkplatz zur Bushaltestelle wert. Der Bus kommt pünktlich und bringt uns für 1,50 Pfund / Person in recht rasanter Fahrt hoch zum Pen-Y-Pass. Für den Aufstieg haben wir uns den Miners’ Path, für den Abstieg den Pyg Path ausgesucht. Der Weg beginnt relativ harmlos, breit und leicht ansteigend führt er zu einem See und weiter zu einer alten Mine.

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Man passiert einen zweiten See und dann wird es deutlich steiler.

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ab dem See wird es dann steil

Das letzte Stück zum Grat ist tatsächlich nochmal anstrengend.

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und nebelig

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Baumstamm mit eingeschlagenem Geld

Natürlich ist der Gipfel inzwischen Wolken verhangen, wir kommen in den Nebel und die Sicht ist gleich Null. Wir hören nur, dass wir uns dem Gipfelgrat nähern - ab und zu hören wir das Stampfen und Pfeifen der Zahnradbahn. Oben am Grad ist es nicht nur sehr windig sondern auch empfindlich kalt und wir beeilen uns, den Gipfel zu erreichen.

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Gipfel vom Snowdon

Wir gehen nur kurz auf den Gipfel und suchen uns dann in der überfüllten Bahnstation ein Plätzchen, um einen Kaffee zu trinken und einen kurzen Snack einzunehmen. Paula darf nun ihr verdientes Three Peaks T-Shirt anziehen und kauft sich im Souvenir Shop noch eine Tasse, auf der alle drei Berge abgebildet sind. Die „offizielle“ Urkunde für die Besteigung der drei höchsten Berge von jedem Landesteil, ein einfach kopiertes Blatt zum Selber-Ausfüllen, ist uns mit fünf Pfund aber doch zu teuer. Uschi ist als Viel-Kaffee-Trinkerin mit dem hier servierten Kaffee geschmacklich und preislich sehr zufrieden. Meine beiden Mädels auf einem zugigen Gipfel nach dem dritten anstrengenden Aufstieg in relativ kurzer Zeit sind einfach nur zufrieden – dass das so einfach zu bewerkstelligen ist, hätte ich nicht gedacht. Wir fragen uns, was wollen denn all die Leute hier oben, die mit der Bahn hochgefahren kommen.

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Snowdonbahn

Die Sicht ist heute quasi nicht existent, es ist kalt und nass und viele von den mit der Bahn ankommenden schaffen noch nicht mal mehr die zwanzig Meter Entfernung zum Gipfel. Die Fahrt mit der Bahn ist ja auch kein billiges Vergnügen, eine einfache Talfahrt kostet immerhin 22Pfund / Erwachsener. Und das um dann in einer total überfüllten stickigen Bergstation rein gar nichts zu sehen.
Nach einer guten halben Stunde machen wir uns auf, den Abstieg zu bewältigen. Im dichten Nebel gehen wir den Weg zurück bis zum Abzweig des Pyg Tracks.

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der Pen Y Pass ist wieder in Sicht

Nach dem Abzweig wird es mit einem Schlag ruhiger und als wir unterhalb der Wolkendecke sind, hat man eine tolle Aussicht auf die grandiose Bergwelt. Landschaftlich ist der Pyg-Track auf jeden Fall schöner als der Miners’. Nach gut zwei Stunden sind wir wieder am Pen-Y-Pass und nehmen den Sherpa zurück nach Llanberis. Auf großartig Fahrerei haben wir natürlich keine Lust und finden einen wirklich schön gelegenen CP nahe dem Ort Trefor. Einfahrt und Straße zum CP sind zwar ein wenig schmal, aber der Platz liegt direkt am Meer mit schöner Aussicht. Paula testet auch hier Wassertemperatur und Wellengang aus, während wir unsere müden Knochen ausruhen.

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fotogener Strand in Trefor

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In diesem Urlaub waren wir noch in keiner größeren Stadt und so beschließen wir, uns mal in Bristol umzusehen. Zuerst müssen wir jedoch quer Wales hindurch, was eine ziemliche Gurkerei ist.

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unterwegs nach Bristol, Tiefflieger am Bwlch y Groes Pass

Am späten Nachmittag landen wir in dem Dorf Alvington. Unser Navi zeigt uns dort The Blacksmiths Arms als Pub mit angeschlossenem CP an und wir werden auch diesmal nicht enttäuscht. Der Wirt gibt uns einen Platz, aber nur wenn wir auch wirklich nur diese eine Nacht bleiben. Das anstehende Bank Holiday Wochenende würde bevorstehen und dann wäre hier der Teufel los. Kann man sich schwer vorstellen, da außer uns nur noch ein anderes (bewohntes) Womo auf dem großen Platz steht. Wir versprechen, zeitig unseren Platz zu räumen und gehen im Pub essen.

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Campingwiese%20am%20Blacksmiths%20Arms




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