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womo-schwemme in marokko 2005/2006


Gast am 07 Mai 2006 13:33:33

Marokko 2005 /2006

wir überwinterten wieder einmal in marokko.
alleine und auf eigene faust. gefahrene km gut 8000.

doch dieses mal war alles ganz anders.
nicht nur das wetter, sondern auch das klientel auf den campingplätzen :-(

da man in marokko nicht mehr frei stehen darf,
ist es ein unvorstellbares gedränge und gerangel auf den campingplätzen.

wie sich manche wohnmobilisten verhalten, wenn zu wenig platz ist,
brauche ich hier nicht breitzutreten, das weiß sicher jeder.
und erst die hundebesitzer.....sie gerieten untereinander in die haare oder ins fell oder umgekehrt?

Im jahr 2004 / 2005 fuhren 36 tausend womos nach marokko
Im jahr 2005 / 2006 waren es bestimmt mehr......

Das gedränge auf dem cp war auch der grund, warum wir, das ach so schöne land, frühzeitig verließen,
mit dem spontanen satz auf den lippen:
das war das letzte mal, dass wir nach marokko fuhren!

mal sehen, obs dabei bleibt.

es gibt in marokko herrliche landschaften, wunderbare menschen und unvergessliche erlebnisse und eindrücke. positive wie negative!
wir wurden öfters von einheimischen eingeladen,
die wir die jahre zuvor kennenlernten.
so hatten wir einblicke in die familien und deren kultur.
ja selbst einen koch- und backkurs machte ich bei marokkanischen frauen. der umgang unter den frauen ist total verschieden zu den unseren. ich habe mich selten so wohl gefühlt unter so vielen frauen und in einer fremden küche, es wurde viel geschnattert und gelacht J)))) eigentlich wollte ich etwas abnehmen, doch das gegenteil traf ein, kein wunder, bei den kochkünsten !!!!!

sehr schockiert hat uns dagegen, dass am strand freilaufende hunde an- und abschossen wurden, oder gar lebend die gurgel durchschnitten.

esel, die vor schwäche umfielen, auf diese wurde noch geprügelt .
esel, die angebunden auf einer schotterpiste standen mit eitrigen augen, ausgehungert....das tat uns in der seele weh.

aber auch einen jungen mann sahen wir tot auf der strasse liegen.
ihm haben sie im streit die kehle durchgeschnitten.
ab da trug ich immer ein halstuch.......

ein camper wurde von einem auto angefahren und schwer verletzt und der fahrer begann fahrerflucht.

als ich eine leere gasflasche ins geschäft zurück brachte, hörte ich den geschäftsmann fragen: ist das die gasflasche von den christen ?

übrigens, der angefahrene camper wurde im krankenhaus behandelt und als sie erfuhren, was geschah, musste er nichts bezahlen.

apropos zahlen....die fähre ageciras-tanger kostete 240euro

geregnet und gewindet hat es dieses jahr relativ häufig, was zur folge hatte, dass die wiesen in allen farben blühten.

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Beduin am 07 Mai 2006 22:31:46

Hallo lele

keine schöne Geschichte die du da aufgeschrieben, erlebt hast, besonders wenn man die vergangenen Jahre sieht :(

Ich wollt da auch immer mal hin (mir grausts ja vor nichts) aber so kann ich dann wohl darauf verzichten.
Bin gespannt wie das weiter geht

Gast am 08 Mai 2006 09:11:04

Hallo Lele,
schön, wieder mal von Dir zu lesen.
Auch, wenn ich Deinen Beitrag mehrmals gelesen habe und immer noch nicht weiß, was man dazu schreiben soll.
Eigentlich haben wir es ja auch in unserer Lebensplanung, "später", also dann, wenn man sich es aus beruflichen oder besser gesagt nicht mehr beruflichen Gründen leisten kann, von Januar bis Ende März dem mitteleuropäischen Sauwetter zu entfliehen - unter anderem auch nach Marokko. Daß dort scharenweise die Wohnmobile am Atlantik stehen, wußte ich schon. Daß es aber eine derartige Invasion ist, bislang nicht. Und bisher leisten wir uns den Aufenthalt auf proppenvollen Campingplätzen lediglich auf der Suche nach Hitze und warmen Nächten im August für zwei, drei Wochen im Süden - ob wir uns das dann noch geben werden, wenn wir darauf nicht mehr angewiesen sein werden, sei dahingestellt. Wobei ich natürlich überzeugt bin, daß die Städte schon mindestens eine Reise wert sind. Und daß es wie überall solche und solche Menschen gibt. Bloß, wie ist es, wenn man als "Christ" verachtet oder gar verfolgt wird, wenn man ausgesprochener Atheist mit am ehesten noch Tendenz zum Buddhismus ist??
Auch kann ich nicht sehenden Auges mit solchem immensen Tierleid umgehen. Obwohl man über das unendliche millionenfache Leid in unseren Landen im Zuge der Massentierhaltung weiß, mit seinen Steuergeldern die "Produktion" von Tieren finanziert, die dann auf bestialischste Weise umgebracht werden, so daß man sich schon des öfteren schämt, ein "Mensch" zu sein.
Dein Beitrag hat mich sehr nachdenklich gemacht.
Noch ist es nicht so weit, daß wir an den Antritt einer derartigen Reise überhaupt nur denken könnten, obwohl man in den langen Monaten jeden Jahresanfangs vom Licht und sorglosen Tagen in jenen Regionen träumt ...
Mal sehen, wie diese Träume ausgehen.
Das Leben bleibt spannend.
Zum Glück ist es ja derzeit endlich auch bei uns schön hell und sonnig und wir sind gesund und munter ...
Hast Du Deinen Kulturschock wohl schon verdaut??
Liebe

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groovy am 08 Mai 2006 12:53:18

Hallo lele,
ich war Ostern 3.Wochen mit dem Wohnmobil in Marokko und es war wie immer.Es sind mir nicht übermäßig viele Wohnmobile aufgefallen und die Campingplätze waren mehr oder weniger leer.Wo seid ihr denn gewesen um das Beschriebene zu erleben??
Das Freistehen war selbst an der Küste kein Problem und wurde auch von der Polizei nicht unterbunden.

MfG Volker

Gast am 09 Mai 2006 14:17:31

hallo lira,
vorweg, wir haben keinen kulturschock , obgleich wir sogar junge reisende trafen, die sehr wohl von so einem schock sprachen.

wir haben asien bereist und da ist man schon abgehärtet.

der umgang mit tieren ist in vielen südlichen ländern fast überall das gleiche.
da macht marokko keine ausnahme.
daran gewöhnen werden wir uns nicht.

nur dass dann die touris die verletzen hunde füttern und dann abfahren und sie ihrem schicksal überlassen und einfach nicht den mut haben, das schwerverletzte tier zu töten oder dafür bezahlen, dass das tier getötet wird, finden wir fast noch unmenschlicher.

verständlislos fanden wir auch, dass so mancher touri schildkröten mitnahm, so als souvenier für die enkelkinder, möglichst mehrere, im fall der fälle, in der hoffnung, dass wenigstens eine überlebt und sich dann aufregen, wenn die franzosen die tiere für die suppe einsammeln
.....ich könnte da gesehenes wiedergeben.....aber lassen wir das.

unter den campern gab es:
schlägereien, drohungen, schachbeschädigungen, belehrungen, intrigen, hämisches lachen, wenn ein Womo sich im sand festgefahren hat...
es gibt fast nichts, was es nicht gab!

langsam aber sicher betrachteten wir die campingplätze als große bühne. selten bekamen wir ein lustspiel zu sehen...nur komische opern
bis hin zum drama.

zum land marokko
marokko ist immer eine reisewert. man sollte eben nur gewisse dinge beachten, vorbereitet sein und..... die sprache einigermaßen beherrschen ........ ........... und sich bewusst sein,
dass man eine fähre nehmen muss, um das land zu verlassen.
Übrigens, fahrer und auto sind miteinander verbunden, was soviel heißt,
dass der fahrer ohne auto nicht ausreisen darf. Auch nicht per flugzeug.

die mehrzahl der marokkanischen menschen sind zurückhaltend, freundlich und hilfsbereit. die polizei äußerst tourisfreundlich.

fazit:
mit den marokkanern kamen wir wunderbar zurecht, wenngleich
ihrerseits ungewollte bemerkungen uns zu denken gaben.

uns haben die vielen womobilisten und ihr verhalten geschockt!
aber das kann sich ja ändern. vielleicht baut marokko campingplätze
und dann sieht die welt auf diesen vielleicht ganz anders aus.....
die hoffnung stirbt zuletzt!

groovy am 09 Mai 2006 15:17:37

Mich würde immer noch interessieren:
Wo war die "Womo-Schwemme" und wo waren die vollen Camingplätze?

MfG Volker

Gast am 09 Mai 2006 18:38:02

hallo volker,
mein bericht bezog sich auf 2005/2006 was soviel heißt wie
ende 2005 bis anfangs märz 2006.
vielleicht hätte ich das deutlicher eingrenzen sollen.
man lernt nie aus :-)

die womo-schwemme ist wohl in dieser zeit,
weil die meisten womofahrer
von oktober bis märz überwintern.
im november bekamen wir schon keinen platz mehr auf dem cp in agadir.
100 km südlicher, also in tiznit, aglou und sidi ifni war es ähnlich,
ab dezember standen bereits viele womos vor den cp...wegen überfüllung
mfg lele

Marisa am 09 Mai 2006 22:00:04

Oh....je,da muß ich meinen Traum wohl begraben.

Jahrelang haben wir Marokko hinausgeschoben,teils wegen negativen Erzählungen,teils dann aus Furcht und teils aus Zeitnot.
Bis jetzt sind wir immer nur von Dezember bis Februar über Gibraltar bis Jerez gefahren.
Diesen Winter 2006/07 haben wir uns fest vorgenommen uns Wohnmobilisten nach Marokko anzuschließen.Haben sogar schon Reiseroute und Pläne gewälzt.
Aber nach diesem Bericht werden wir doch wieder ein anderes sonniges Plätzchen über Winter suchen.

Schade,hätte gerne mal den Markt in Madagaskar besucht und die Königsstädte angefahren.

Nun Traum Marokko ,lebe wohl!

Trix

Gast am 19 Mai 2006 10:26:48

Madagaskar
:eek:

Marisa am 20 Mai 2006 18:22:11

Uuuuhps,sorry;

sollte natürlich ! Marrakesch " heißen und nicht Madagaskar,dürfte eigentlich einer berufsmäßigen "Reisetante" nicht passieren.....
Schande über mein Haupt!!!!!

Trix

Ingrid11 am 07 Jun 2006 21:56:44

Liebe Marisa,

wir haben es heuer einmal per Flugzeug versucht und das Land mittels Bus bereist. Hier mein Reisebericht dazu. --> Link

Wir selber haben einige Male gemeint, wir sind eigentlich froh einmal ein Land so kennen zu lernen. Sicher wird der Reiseleiter nur die positiven Seiten des Landes erzählen......aber ist das nicht auch bei uns so der Fall.

Im Innerland sahen wir fast überhaupt keine Reisemobile. Vielleicht gibt es da eben gewisse Trampelpfade, welche die Touris benützen.

Die Platte, wo diese vielen Mobile standen, wurde ohnehin rigoros geleert.
Zum Leidwesen vieler Mobilisten aber auch bei den Einheimischen, die dort ihre Geschäfte machten, ist Zähneklappern angesagt.

Jeder sieht eben ein Land aus anderer Sicht. Uns hat die Rundreise so gefallen, das nächste Mal kommt bei uns der Süden dran, auch wieder per Flug.

Herzlich Ingrid aus Österreich

pegatu am 27 Jun 2008 18:32:16

im grossen und ganzen stimmen eigentlich alle Berichte über Marokko, es kommt darauf an, zu welcher Jahreszeit und in welche Gegend man fährt...Wir waren jetzt fast jeden Winter inj Marokko, allerdings immer nur im tiefen Süden, also ab Dakkhla südlich. Dort stehenh zwar auch jede Menge Womos, vor allen Dingen Franzosen, aber wer will, kann zu seinem Nachbarn bis zu 1 km Abstand einhalten. Die Fahrt gen süden: Fähre zwischen 80 und 120 Euro (hin- und zurück), Etappen: Moulay Busselham (frei stehen), Essaouira (frei st.) Abeino (sehr schöner CP) Layoune (frei) un dann in die Wüste - alles frei.
Natürlich gibt es trostlose und erschreckende Bilder (aber die gibt es in D auch) - leider ist halt Marokko im Winter das einzige Land, wo man etwas "überwintern" kann.

Campoverde am 28 Jun 2008 14:48:51

Halle interessierte Marokkofahrer,

nach den Berichten habe ich mir erst einmal die Augen gerieben und dann festgestellt, daß der Bericht von Lele schon einige Zeit her ist. Es können sicherlich solche und solche Erfahrungen gesammelt werden. Ich kann nur für meine Person sprechen. Ich war mehrfach in Marokko und habe bisher keine negativen Erfahrungen machen müssen. Wer natürlich in der Kolonne mit 10 und mehr Fahrzeugen unterwegs ist, sollte schon einmal auf Steine werfende Kinder schauen.
Es ist ein Glück, dass sie die Platte und auch andere freien Stellplätze dicht gemacht haben. Ich denke, die Zustände waren auch nicht mehr tragbar. Nun tummeln sich eben mehr Wohnmobilisten auf den Campingplätzen. Leider meinen dann viele, wenn sie im vergangenen Jahr einen bestimmten Platz hatten, bestünde bei der Ankunft sofort wieder ein Anspruch auf den gleichen Platz usw. usw. Auf einigen Plätzen sind ja auch schon die Gartenzwerge angekommen und wehe der Gartenzwerg kann nicht immer da stehen, wo er immer stand.............. Nein Freunde, das ist es nicht, was wir suchen. Es gibt Gott sei Dank noch relativ günstige Stellplätze, die auch nicht überlaufen sind. Wir haben im letzten Winter fast 70 Tage auf einem Platz verbracht, ruhig und ohne Probleme. Im Dezember starten wir wieder zu diesem Platz und wünschen uns nicht die schrechklichen Schilderungen von Lele. Also wer nach Marokko will, sollte ruhig aufbrechen, die Sicherheit ist nicht schlechter, als in anderen Regionen auch. Und meistens scheint auch die Sonne, wir hatten Durchschnittsemperaturen von rund 28 Grad, Campingsplatzgebühren zwischen 3 - 4 Euro mit Strom und Wasser, Diesel 74 Cent, ein Brot 10 Cent. Die Menschen sind arm, aber sehr freundlich. Auch wir waren Gäste einer marokkanischen Familie und freuen uns auf ein Wiedersehen. Laßt Euch nicht abschrecken und fahrt einfach los. Die Fähre von Algeciras nach Tanger hin und zurück sollte nicht über 170 Euro kosten, oft bekommt das Ticket für 100 Euro.

Liebe aus Spanien
Heinz - Campoverde

Gast am 28 Jun 2008 15:13:31

vielleicht sollte ich meinen
marokkoreisebericht von 2004/05
hier nochmals einstellen.

am 5.12. gegen 4
wollten wir nach agadir.
das auto war soweit beladen,
wir checkten noch die letzten fragen.
da weinte plötzlich ohne grund –
das womo aus dem untergrund.
dem boiler war es viel zu kalt,
drum öffnet er den hahnen halt –
automatisch auf seine weise –
das war vielleicht so eine sch...

camperfreunde - gar keine frage,
halfen uns aus dieser lage:
die heizung musst erst richtig schalten,
sonst kann kein knopf das wasser halten.

wir fuhren dann auf d’autobahn,
so konnten wir uns nicht verfahren.
mein gg hat auf seine weise, davon geholt schon viele preise !
so landeten wir – und nicht zu spät,
bei einem freund im schönen sete.

in spanien bei dem spätzlefritz
gab’s dann schnitzel mit pommes frites.
wir hatten besser schon gegessen,
aber mit ein paar bier war all’s schon vergessen.

in der bucht von mazarron,
standen viele camper schon,
keiner musste hier bezahlen,
daher auch die hohen zahlen.

am sonntag gings dann mit hurra,
rüber nach dem afrika.
die fähre hatte platz und auch zum trinken,
noch einmal nach europa winken.
der wellengang war nicht harmonisch –
so speisten manche rückwärts – komisch.

von tanger bis settat
gings weiter in rasanter fahrt.


in agadir der campingplatz,
ich sage es mit einem satz:
italiener und franzosen,
dicke alte, nix zum kosen.
kleinparis und napoli –
sie waren sich nahe wie noch nie.
greise die an sedan denken,
andere die den kopf verrenken,
wenn sie nicht wie diese denken.
kurz und gut,
wir zogen aus
aus diesem ehrenwerten haus.
ins land hinein das wollten wir,
nur weg von diesem agadir.

tafraoute im anti atlas,
ich kann euch sagen, ja das war was.
wir kamen gra’d zur rechten zeit,
denn hammelfest war nah und weit.
es floss das blut von diesen tieren,
da lagen sie auf allen vieren.
ein hammelkopf vom rinnstein grüßte,
so jetzt nix wie ab und in die wüste.
da musst du einen magen haben,
um so etwas zu ertragen !

jetzt war die reise unser ziel,
da sahen wir auch wirklich viel.
wir sahen berge und viel sand,
eine kulisse wie im kinoland.
und trotz der riesigen weite,
wir erblickten keine einz’ge kneipe.

kamele esel und wilde hunde,
abgemagert auf ein paar pfunde.
wie schwer das leben oft so ist,
wenn du in der wüste bist.
hier merkt man erst,
wie gut’s wir haben,
eine sünde wäre fast, zu klagen.

nach langer trockner wüstenfahrt,
freuten wir uns sehnlichst auf ein bad.
abeino heißt der ort bei guelmim,
da fuhren wir mit vollgas hin.
doch welch ein jammer, welch ein graus,
das hälst du nicht im kopfe aus.
das wasser war ein dunkler satz,
am rand die kacheln eher schwarz.
das baden konnten wir uns schenken,
an erfrischung war nicht zu denken.
so fuhren wir gleich wieder fort,
sidi ifni hieß der nächste ort.

der platz war voll, das wetter kalt,
fast kälter als der böhmerwald.

das nächste ziel war aglou plage,
nix als franzosen, mi leck’st am arsch.
einen könnt’ ich heut’ noch killen,
ginge es nach meinem willen.
ging mit messer auf gg los,
ein vogelwilder altfranzos.
und mit seinem beile,
teilte er mein kabel in 2 teile.
judenkiller – nazischwein,
sein vokabular war nicht sehr fein.
der bonsaigallier war nicht zu halten,
kein knopf konnt’ jetzt sein hemd noch halten.
er riss es auf und stand in pose,
der schäumende giftfranzose.
der kleine, dicke, rund und fett,
menschenskind, war das ein depp.
der grund von diesem blöden streit,
war die einz’ge steckdose weit und breit.

in aglou page gefiel’s uns sehr,
mit meeresblick, was willst du mehr.
barfuss wandern im sand,
an einem wunderschönen strand.
hier blieben wir 3 wochen,
auch zur erholung unserer knochen.
die zeit verflog hier wie im flug,
wir bekamen einfach nicht genug.
doch langsam mussten wir dran denken,
das auto richtung norden lenken.

zurück ins pralle agadir,
zu alten campern und viel getier.

zwischen duschen und wc
stand ein flair – oh jemmine!
in seiner teuren womokiste,
sah der, wer gerade pisste.
diesen platz hat er jetzt inne,
3 monate – ich glaub ich spinne.

hundebesitzer aufgepasst,
und das ist wirklich gar kein spass.
marokkinis mögen hunde nicht,
und es ist auch kein gerücht,
dass mancher hund auf diese weise,
hat hier beendet seine reise.
ein köder war sein letztes fressen,
jetzt muss das herrchen ihn vergessen.
ein camper trauerte sooo sehr,
er nahm ihn mit, im frigidaire.

ein steirer mit etwa 80 jahren,
war allein hierher gefahren.
die frau hat er zuhaus’ gelassen,
so stand er abends ganz verlassen,
im campingplatz herum,
das ganze ohne publikum, und warum? –
sein hörapparat hatte einen sprung!

taghazoute liegt vor der stadt,
wo es 1000 camper hat.
„platte“ heißt das zauberwort,
es kostet nix an diesem ort.
die sch... musst du selbst entsorgen,
drum denke lieber nicht an morgen.
gebettelt wird hier und gestohlen,
ich hab’ den platz niemals empfohlen.
die leute kann ich nicht verstehen,
die jeden cent ein paar mal drehen.
und stolz verkünden dann zuhaus’:
hab’ hier gelebt in saus und braus.

die autobahn in diesem land,
gut zu fahren, aber kein garant.
rollstuhlfahrer auf autobahn,
habe es gesehen, habe es erfahr’n.
kinder auf dem mittelstreifen,
pflücken blumen, spielen „reifen“,
eselskarren voll beladen,
nach regeln darfst du hier nicht fragen.
ja, du siehst das viel zu eng,
hauptsache ist doch,
es macht nicht peng !!!


noch etwas bringt mich in rage,
generatoren welch’ üble plage.
lassen ihren diesel rauschen,
hocken vor dem tv und saufen.
solche könnte ich verfluchen,
hat in gemeinschaft nix zu suchen.

gastfreundschaft in höchster form,
erlebten wir, das war enorm.
das essen war ein highlight pur
man dachte nicht an die figur.
ob fleisch gemüse und dessert,
da aufzuhören war sehr schwer.
die frau verschleiert oder nicht,
das essen war stets ein gedicht.
alle strahlten freude aus,
in diesem freundschaftlichen haus.

ein fazit dieser marokkoreise,
ich sage es und das nicht leise,
lustig fröhlich und hilfsbereit,
sind marokkaner weit und breit.
sie lachen und sie grunzen,
bis dass sie in d’hos’ ‚nei bru....

ich glaube, bin wohl wieder da,
im nächsten jahr, so .. inshalla.

Campoverde am 29 Jun 2008 15:12:27

Hallo Lele,

ich wollte keinesfalls etwas negativ über Deíne Berichterstattung zum Audruck bringen. Nur, nach dem letzten eingestellten Bericht von 2004/05 muß ich jedoch feststellen, dass Deine zuletzt gemachten Erfahrungen doch erheblich voneinander abweichen. Wer nun überhaupt noch nicht in Marokko war oder der vielleicht eine Reise geplant hat, kommt doch durch die unterschiedlichen Berichte erheblich in Schwierigkeiten. Deshalb will ich diesen Leuten Mut machen. Sie sollen einfach fahren und Marokko jetzt erleben. Wir haben jedenfalls keine Probleme gehabt, man sollte natürlich auch keinen europäischen Standard auf den Campingplätzen erwarten oder man bezahlt erheblich mehr, als sonst üblich. Es gibt ja mittlerweile sehr gute Plätze in Marrakesch, Agadir und Aglou-Plage. Entsprechend sind auch die Preise. Mir reichen die einfachen Plätze aus, wenn Strom und gutes Wasser vorhanden ist. Wir werden auf jeden Fall wieder im Dezember aufbrechen und hoffen, dass unser Plätzchen aus dem Vorjahr noch frei ist. Wenn nicht, es gibt viele Möglichkeiten bei entsprechender Anpassung.
Mit freundlichen n
Heinz - Campoverde

Gast am 29 Jun 2008 19:50:48

campoverde schreibt:
(..)Wer nun überhaupt noch nicht in Marokko war oder der vielleicht eine Reise geplant hat, kommt doch durch die unterschiedlichen Berichte erheblich in Schwierigkeiten(...)

hallo campoverde,
genau das gegenteil wollte ich eigentlich erreichen.
ich wollte damit klar machen, dass es jedesmal anders ist.
und weil's jedes mal anders ist, sollte jeder seine erfahrungen machen,
hier einstellen, denn ich lese sie mit sicherheit mit grosser interesse.

ich denke, die vielfalt der reiseerlebnisse ist interessant
und sollte keineswegs jemand von einer reise, egal wohin, abhalten.

campoverde, ich wünsche dir ein gemütlichen sonntagabend
servus
lele

Delphin659 am 03 Aug 2008 21:16:09

Hallo Heinz-campoverde

Ich kann deine Ausführungen nur bestätigen.Wenn es meine Gesundheit zuläßt,werden wir im Dezember 2008 auch wieder starten.Wir werden uns je nach Wetterlage entscheiden,wie weit wir runterfahren.Das letzte mal landeten wir in Dakhla.
Mal sehen wie weit es diesesmal runtergeht.
Wir freuen uns schon auf die Fahrt,da sie immer neue Abenteuer bringt.Wer einmal vom Afrikavirus infiziert wurde kann ohne Fahrt dahin nicht mehr sein.



Delphin

Gast am 03 Aug 2008 22:05:39

@ lele

ein fazit dieser marokkoreise,
ich sage es und das nicht leise,
lustig fröhlich und hilfsbereit,
sind marokkaner weit und breit.
sie lachen und sie grunzen,
bis dass sie in d’hos’ ‚nei bru....


warum bekommen wir nicht mehr so köstliche Unterhaltung :roll:

Delphin659 am 05 Aug 2008 14:51:54

Hallo marokkofahrer

Ich habe mir heute die Zeit genommen und alle eingestellten Berichte gelesen.War zwar sehr mühselig,hat sich aber gelohnt.

Ich muß aber dem Reisebericht von lele in Form eines Gedichtes auch voll zustimmen.

Auch seinen Ausführungen mit den total überfüllten CP.
Auch das beschämende Verhalten einer sehr großen Anzahl von Wohnmobilisten meist Rentner gegen die ich aber nichts habe (ich bin selber einer)muß ich bestätigen.
Gibt auch Renter die meinen sie müssen ihren Urlaub mit zusammengefundenem Schrott und Altkleider die sie sehr teuer dann an die armen Marokkaner verkaufen,finanzieren.
Eine immer mehr kommende Finanazierungsart ist das illegale einführen von Spirituosen und Wein gekauft in Algeciras bei Lidl.Den billigsten Fusl der dann mindestens 5mal so teuer wie eingekauf,verkauft wird.
Es wird nicht mehr lange dauern,dann ist es mit Alkohol in Marokko so wie bei der Einreise nach Mauretanien.
Dort wird stichprobenweise das Womo zerlegt und nach Alkohol gesucht.Wehe es wird Alkohol irgendwo im Fzg. gefunden.Dann geht die behördl.Post ab.
Schade daß so viele Womo-besatzungen es nicht lassen können mehr wie den Eigenbedarf an Alkohol mitzunehmen.Irgendwann können wir dann nicht mal mehr unser Bier,das wir gerne zum Essen trinken einführen dürfen.
Ich habe mich auch sehr oft in verschiedenen Geschäften wenn wir einkaufen gingen für einige unserer Landsleute schämen müssen auf Grund ihrer Frechheiten und Dreistigkeiten,die sie an den Tag legten.
Das ist aber nicht nur bei Deutschen so,sondern auch sehr stark bei unseren franz. Nachbarn.Die meinen heute immer noch die Kolonialherren der Marokkaner zu sein.
Wenn man sehr oft da runtergefahren ist und runterfährt,kann man ein Lied von den manchmal schon fürchterlichen Verhaltensweisen die man so sieht,singen.

Wir haben festgestellt,daß schön langsam aber sicher immer mehr Campingplätze entstehen und vielleicht das Problem mit dem Stehen abgemildert wird.

Wenn ich dann lese,wir waren über Ostern,oder wir waren mit dem Flieger und haben keine Womos gesehen,dann muß ich den Leuten recht geben,denn zu dieser Zeit ist für alle Rentner aus Europa die Überwinterung beendet und sie stehen schon mit ihren Womos zu Hause.

Es wäre aber empfehlenswert bevor ich abwertend den Wahrheitsgehalt von einem Reisebericht in Frage stelle zu der gleichen Zeit wie der Berichterstatter da unten war,runter zu fahren oder fliegen,dann würde ich selbst die Richtigkeit der Schilderungen eines Reiseberichtes sehen.
Letzten Winter von Dez.-März waren etwa 36 000 Womos in Marokko.


Delphin

Allradmobilist am 14 Nov 2013 13:51:22

Wir sind gerade in Marokko und haben bislang keinerlei unagenehme Erlebnisse gehabt, uch keine, was Tiere angeht. Dass Mrokkaner Hunde nicht mögen, stimmt so pauschal auch nicht mehr. Wir haben schon einige gesehen, die selber Hunde an der Leine hatten.

Wir sind gespannt, was die Reise noch bringen wird. :)

Gast am 14 Nov 2013 18:17:51

Na ja,

sind ja auch schon wieder 5 Jahre ins Land gegangen :D
Es gibt ja wohl inzwischen eine Menge schöner CP dort.

manoka am 26 Okt 2015 23:01:45

Campoverde hat geschrieben:... Die Fähre von Algeciras nach Tanger hin und zurück sollte nicht über 170 Euro kosten, oft bekommt das Ticket für 100 Euro.

Heinz - Campoverde

Hallo Heinz, Mitleser und Mitschreiber,

Sind diese 100 Euro immer noch aktuell, und wenn ja, wo bekommt man solche Tickets (sowohl auf der europäischen-, als auch auf der afrikanischen Seite)?
Oder ist es deutlich billiger, wenn man gleich Tickets für Hin- und Rückfahrt zusammen kauft?

Dann noch eine andere Frage: Gemäss Infos im "Internet" braucht man für Marokko einen internationalen Führerschein. Gehe ich recht in der Annahme, dass man so einen dabei haben sollte?

Mit herzlichem Dank im Voraus!

manoka

bfwilli am 26 Okt 2015 23:11:48

Hallo manoka
Schau bitte auf das Datum! Diese Preise werden wohl nicht mehr stimmen.
Willi

manoka am 26 Okt 2015 23:19:46

Danke Willi!

Das habe ich schon befürchtet - aber man weiss ja nie, wenn man nicht fragt...
Jedenfalls bin ich wegen den hohen Preisen überrascht.
Ich bin vor kurzem mit Fähren von Dänemark nach Norwegen und von Schweden nach Deutschland gefahren - das dauerte jeweils mehrere Stunden, und kostete jeweils nur um die 60 Euro.



manoka

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