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rkopka hat geschrieben:Heizung (typisch) 2A bis 7A. bei 2A und 5 Tagen sind das 240Ah !? D.h. die Heizung dürfte so gerechnet nur 9h/Tag laufen und die Batterie wäre leer, von Licht und TV... ganz zu schweigen. Oder hast du ein alte Heizung, die nur eine kleine 1,5V Batterie braucht ?
Ich kann nur von meinen Erfahrungen sprechen, und bei mir funktioniert es. Ich habe eine Truma mit Gebläse, Thermostat etc., Modellnummer weiß ich nicht auswendig. TV habe ich nicht, Licht nur LED. Typischerweise werden während einer kühlen Nacht 15 Ah verbraucht. Tagsüber kommen selbst bei bewölktem Himmel wieder mind. 10 Ah rein. Passt also, wobei ich nicht im dicksten Winter unterwegs bin und normalerweise auch nicht eine Woche am Stück frei stehe.
Anfang April habe ich es aber getestet. Wir standen 6 Tage auf einem CP mit Strom, den ich aber nur für den Kühlschrank genutzt habe, das Ladegerät war ausgeschaltet. Ich wollte sehen, ob es reicht. Wetter war anfangs sonnig, dann durchwachsen. Meist war die Batterie am frühen Nachmittag wieder voll, nur einmal bin ich mit ein paar Ah im Minus in die Nacht gegangen.
Ät Chillcamper Es spricht nichts gegen eine BK, außer dass Lithium noch besser, aber viel teurer wäre. Bei der BK bekommst du viel nutzbare Kapazität bezogen auf das Gewicht, außerdem ist sie, wie du schon selbst gesehen hast, ziemlich pflegeleicht und unempfindlich. In dem Monster-Thread zur BK ist ein Video von einem Typ verlinkt, der eine BK und andere Batterien zum Test jeden Tag automatisiert tiefentladen und wieder geladen hat. Die beiden anderen Kandidaten waren noch wenigen Wochen hinüber, bei der BK wurde der Test abgebrochen, weil sie nach 6 Monaten immer noch funktionierte.
flo16v hat geschrieben:Hi, dein ladegerät bringt 14,4 Volt Ladespannung. Damit wird die BK zwar nicht 100% voll aber es macht Ihr nix aus.
Mehr nicht? Meines bringt bist zu 19 Volt - ohne Belastung. :ja:
rkopka am 07 Okt 2017 16:05:54
Chillcamper hat geschrieben:Mein Campingverhalten ist noch nicht ganz raus. ... Im Sommer komplett autark und im Winter eine Woche autark wäre das Ziel.
Im Sommer erreicht man das schnell einmal. Im Winter ist es viel schwieriger. Die Heizung braucht Strom, Solar bringt nur eingeschränkt Leistung. Das Wetter ist eher mal schlecht.
Mein Kühlschrank und meine Heizung laufen mit Gas. Der Laptop is halt schon ein guter 17“ HP Omen, der wird schon was verbrauchen und jetz mit dem schlechten Wetter läuft der auch mal 12h/Tag
Alle halbwegs neueren Heizungen brauchen auch Strom. Das wird so mit 2-7A angegeben. Genannt wurden ja schon 15Ah/Nacht, wenn man untertags nicht heizt Das sind dann 105Ah/Woche.
Laptop (17") braucht bei mir nach dem Laden (7-8A) etwa 2-4A je nach Aktivität. Bei 12h sind das schon mind. 24Ah, u.U. auch das Doppelte. Licht (LED) braucht wenig, aber unter 1A geht es kaum. Also nochmal mind. 6Ah/Tag(?). Macht als Beispiel 15+12+6=33Ah Minimum. Ich hab in Schweden ohne Heizung nur mit Laptop und wenig Licht an einem Abend auch so 10-20Ah gebraucht. Bei einer Woche also 230Ah nutzbare Kapazität für das Beispiel. Mit Solar reicht auch weniger, aber man muß halt überlegen, ob der Extremfall (kein Fahren, kein Solar, kein Netz) wirklich relevant ist. Für übliche Urlaubsfahrten geht man halt nach 2-3Tagen auf einen CP und lädt alles, wenn es wirklich so schlecht ist (oder man fährt weiter oder nach hause).
RK
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Chillcamper am 07 Okt 2017 16:49:58
Meine Heizung läuft sicher nur mit Gas, hat nämlich keinen Anschluss zum Stromnetz, und der Zündautomat läuft extra mit AA Batterien.
Ich hol mir jetzt eine BK 100ah und dann schau ich wie weit ich mit der komme.
Kannst mir bitte einen LED Birnen Hersteller empfehlen?
MeisterLampe am 07 Okt 2017 17:29:58
Chillcamper hat geschrieben:Meine Heizung läuft sicher nur mit Gas, hat nämlich keinen Anschluss zum Stromnetz, und der Zündautomat läuft extra mit AA Batterien.
Und was meinst du wie sich die Wärme dann im Wohni verteilt? Das wird doch üblicherweise über ein Gebläse sichergestellt und das braucht Strom. Ist das bei dir anders? Eine Alde Heizung hast du vermutlich nicht, oder?
PittiC am 07 Okt 2017 17:36:00
Es gibt ältere Truma Heizungen die auch ohne Gebläse funktionieren.
MeisterLampe am 07 Okt 2017 19:26:27
Danke Peter,
Ich wäre erstaunt wen Concorde soetwas in ihren Mobilen verbaut hat. Aber was ist schon unmöglich?
Wurden solche Heizung eher in Wohnwagen verbaut, oder war das mal Standard?
PittiC am 07 Okt 2017 19:38:22
War Standard
Tinduck am 07 Okt 2017 20:16:56
Heute werden die nur noch in Wohnwagen verbaut, aber vor ein paar Jahren waren die sogar noch in irgendeiner McGünstig-Linie verbaut, Miller oder Ahorn, wenn ich mich recht erinnere.
Ganz früher gabs noch keine Truma Combi oder 6000 :)
bis denn,
Uwe
rkopka am 07 Okt 2017 22:28:53
Tinduck hat geschrieben:Heute werden die nur noch in Wohnwagen verbaut, aber vor ein paar Jahren waren die sogar noch in irgendeiner McGünstig-Linie verbaut, Miller oder Ahorn, wenn ich mich recht erinnere.
Mein Bürstner (1992) hatte so eine, sogar ohne Batterie, mußte man mit dem Knopf zünden. Aber trotzdem mit Belüftungsrohren und Motoren. Sogar der alte Wowa (Baujahr ca. 1989, Zündung mit AA Batterien) hatte die Belüftungsrohre verlegt.
Aber ohne Lüftung und Strom für den Brenner tust du dir natürlich leichter im Winter, da der Stromverbrauch nicht steigt. Nur Solar (wenn vorhanden) wird schwächer. Das wären dann nach obiger Rechnung etwa 18Ah pro Tag Minimum. Bei einer Woche also nur noch etwa nutzbare 126Ah. Und wenn man mit Solar z.B. nur 5Ah pro Tag reinbekommt, so ist man schon runter auf 91Ah für eine Woche. Und das geht bei 100-200Wp auch noch bei trübem Wetter. Dann bleibt immer noch die Frage, muß man mit dem entsprechenden Nutzungsverhalten dort ausharren, oder reagiert man mit weniger Computer oder einem CP, bzw. Fahrt ? Dann reicht noch weniger Kapazität.
RK
Chillcamper am 09 Okt 2017 21:40:24
Die BK 100AH ist bestellt :) Bin gespannt.
Hab erstmal nur noch 2 Fragen.
1. Kann man die BK auch als Starterbatterie nutzen? Weil wenn die sich effizienter laden lässt, ich dann dadurch auch mehr Kapazität beim fahren bekomme, kann ich davon doch irgendwie Profitieren? Was spricht dagegen?
2. Für meinen Laptop brauche ich ein anderes Ladegerät ... Meins funktioniert nicht und ich habs nicht gemerkt weil ich den bis jetzt immer mit 230V geladen hatte. Er benötigt 19,5V bei 11,8A ... =230W Ist schon ein besserer Laptop, u.a. für CAD und gelegentliches zocken angedacht. Ein HP Omen mit i5 und Nvidia 1060.
Das Problem ist, der Laptop will nur die volle Ladung oder er sagt reicht nicht und will garnix ... Obwohl er mit Sicherheit im normalen Desktopmodus mit Inet und bisl Office oder Streamen nichtmal 80W verbraucht ... Wenn ich jetzt doch einen WR kaufe und dann Verluste vom WR und dem Netzteil habe wäre ich doch dumm? Kennt wer eine einfachere Möglichkeit?
Viele Grüße Markus
berny2 am 09 Okt 2017 22:25:55
Hallo Chillcamper, Ich wüsste nicht, dass man mit einer BK-Batterie sogar einen Diesel nicht starten könnte. Für die Versorgung des NB kannste mal hier schauen, mt 20€ biste dabei: --> Link.
Inselmann am 09 Okt 2017 22:42:50
Es gibt auch 12V Ladegeraete fuer den Laptop. Kostet halt 40 euro. Hier mal ein Beispiel --> Link
aber aufpassen das die Zigarettendose auch genug A vertragen kann.
berny2 am 09 Okt 2017 22:50:41
Inselmann hat geschrieben:Es gibt auch 12V Ladegeraete fuer den Laptop. Kostet halt 40 euro. Hier mal ein Beispiel --> Link
aber aufpassen das die Zigarettendose auch genug A vertragen kann.
... und die Steckverbindung sicher ist (welches ich bezweifele). :idea: PS: Der oben gelinkte Artikel ist ja doppelt so teuer... :oops:
rkopka am 09 Okt 2017 23:02:18
Chillcamper hat geschrieben:Weil wenn die sich effizienter laden lässt, ich dann dadurch auch mehr Kapazität beim fahren bekomme, kann ich davon doch irgendwie Profitieren? Was spricht dagegen?
Wenn sie für genügend Startstrom freigegen ist, nichts. Nur was nutzt dir die nutzbare Kapazität ? Bei normaler Verkabelung höchstens für das Autoradio. Die restlichen Fahrzeugsysteme kommen auch mit einer einfachen Batterie aus. Entladen wird sie ja bei normaler Nutzung kaum einmal. Außer man schließt sie auch im Stand mit der Aufbaubatterie zusammen, was aber entweder riskant ist, oder entsprechende Überwachungselektronik erfordert.
Wenn ich jetzt doch einen WR kaufe und dann Verluste vom WR und dem Netzteil habe wäre ich doch dumm?
Nicht unbedingt. Zum einen kann man den WR auch für anderes nutzen, du kannst das normale NT verwenden und es funktioniert auch mit dem nächsten Computer. Da mein 12V NT nicht recht will, habe ich das die letzte Zeit auch so gemacht. Kostet mich etwa 1A für den WR zusätzlich während der Laufzeit. Das kann ich verschmerzen. Außerdem hat man nicht den Ärger mit den heißlaufenden Steckverbindern.
Er benötigt 19,5V bei 11,8A ... =230W
Das Problem ist, der Laptop will nur die volle Ladung oder er sagt reicht nicht und will garnix ...
Inselmann hat geschrieben:Es gibt auch 12V Ladegeraete fuer den Laptop. Kostet halt 40 euro. Hier mal ein Beispiel --> Link
Das kann aber nur 6A. Außerdem traue ich den Teilen nicht mehr- So eines hat bei mir Rauchzeichen abgegeben, obwohl der Strom hätte reichen müssen. Ein weiteres (günstiges) raucht zwar nicht, aber zwitschert und läuft nur eine Weile. Ich werd es jetzt mal mit einer HK DCDC Wandler Platine probieren, da habe ich mehr Vertrauen. Der Stecker ist das andere Problem. Ich hab extra einen Kombistecker (mit der roten Kappe an der Spitze) benutzt. Nur leider hat der mit meiner 12V Dose (nicht Zigarettenanzünder) überhaupt keinen Kontakt :-(. Und das NT muß erstmal den passenden Stecker für den Laptop haben. Da hatte ich bisher kein Glück und mußte immer einen Adapter basteln.
RK
Inselmann am 09 Okt 2017 23:59:12
berny2 hat geschrieben:... und die Steckverbindung sicher ist (welches ich bezweifele). :idea: PS: Der oben gelinkte Artikel ist ja doppelt so teuer... :oops:
immer alles schoen schlecht reden. Ich habe einfach einen von Laptophersteller ORGINALEN 12V Adapter gekauft passend fuer meinen Laptop und da raucht nichts ab oder Stecker sind lose. Wenn man halt nur 9.99 ausgibt geht das auch nicht.
berny2 am 10 Okt 2017 01:04:09
Inselmann hat geschrieben:immer alles schoen schlecht reden. Ich habe einfach einen von Laptophersteller ORGINALEN 12V Adapter gekauft passend fuer meinen Laptop und da raucht nichts ab oder Stecker sind lose. Wenn man halt nur 9.99 ausgibt geht das auch nicht.
Ich meine nicht den sekundären, sondern den primären Stecker. :idea:
Chillcamper am 19 Okt 2017 18:39:37
So ... die Batterie ist da und eingebaut. Leider ist sie so hoch das ich die Klemmen direkt auf die M8 Gewinde schrauben musste. Schein aber eine gute Verbindung zu sein.
Komisch ist das jetzt mein Controlpanel die Starterbatterie nicht mehr anzeigt ... Bzw. nur noch wenn die Zündung an ist und ich bin ziemlich sicher dass die Anzeige normalerweise immer auf Knopfdruck was angezeigt hatte. Komisch ist auch das die Spannung direkt an den Polen 12,83V ist, angezeigt bekomme ich aber ca. 13,5V. Und die 13,5V sehe ich mit Zündung auf beiden Batterien und auch wenn der Motor läuft. Ist das so normal?
Daher würde ich auch gern testen ob meine Lima die neue Aufbaubatterie sauber läd. Wo, wie kann ich die Spannung an der Lima messen?
Die BK Batterie zeigt doch genau wie GELs und änliche mit der Spannung ihren Füllstand an? Wie tief würdet ihr die Spannung fallen lassen?
Grüße Markus
Tinduck am 20 Okt 2017 09:01:11
Hier mal das Verhältnis Spannung/Selbstentladedauer im Vergleich mit anderen Systemen:
Ich denke mal, da, wo die Kurven rechts aufhören, kann man wohl eine leere Batterie annehmen, ganz links dann halt voll.
Bezüglich deines Problems solltest Du vielleicht Deinen Batteriecomputer resetten?
bis denn,
Uwe
Gast am 20 Okt 2017 09:13:01
Hallo Uwe,
was zeigt uns diese Grafik für den WoMo Einsatz?
Grüße, Alf
MeisterLampe am 20 Okt 2017 09:19:16
Chillcamper hat geschrieben:Wie tief würdet ihr die Spannung fallen lassen?
Grüße Markus
So wie ich das verstanden habe, ist das von der Stromstärke mit der du die Batterie entlädst abhängig.
Discharge current (A) 0.05C or below or Intermittent discharge = 11,4V 0.05C of current close to it = 11,1V 0.1C of current close to it = 10,8V 0.2C of current close to it = 10,5V From 0.2C to 0.5C = 10,2V From 0.5C to 1C = 9,6V From 1C to 3C = 9,0V Current in excess of 3C = 7,8V
Die Kurve von Uwe ist doch eine reine Selbstentladungsdarstellung unterschiedlicher Batterietypen. Das hat nichts mit Last zu tun, wo sich eine Batterie anders verhält.
Tinduck am 20 Okt 2017 11:50:10
KudlWackerl hat geschrieben:Hallo Uwe,
was zeigt uns diese Grafik für den WoMo Einsatz?
Grüße, Alf
Sie gibt Dir das Verhältnis von Spannung im Ruhezustand (linke Achse) und Restkapazität (rechte Achse), und das war die Frage in dem Beitrag, auf den ich geantwortet habe. Die Selbstentladezeit ist für uns natürlich nur wenig relevant.
Eine Tabelle hätte es wohl auch getan, kann man sich ja leicht selbst erzeugen.
Und 0% ist natürlich da, wo es auch steht, ich hatte die rechte Achse in der Vorschau nicht angezeigt bekommen.
bis denn,
Uwe
Gast am 20 Okt 2017 12:04:56
Tinduck hat geschrieben: Sie gibt Dir das Verhältnis von Spannung im Ruhezustand (linke Achse) und Restkapazität (rechte Achse), und das war die Frage in dem Beitrag, auf den ich geantwortet habe.
Uwe
Du musst vielleicht etwas kritischer sein bei Tabellen welche Wettbewerber für Fremdprodukte erstellen. Je nach Elektrolyt (Säuredichte) und Plattenmaterial ist das Verhältnis von Spannung und Restkapazität unterschiedlich! Die Tabelle ist also maximal für eines der Produkte richtig.
Als Schätzeisen für den Ladezustand wirds vielleicht reichen, oder? Ich wollte nur mit einer Info aushelfen und hier nicht gleich wieder einen Glaubenskrieg entfachen.
Wer für den ungefähren Füllstand seiner Batterie erst die Säuredichte und die Umgebungstemperatur messen und ein paar Integrale lösen möchte, kann das gern machen. Mir reicht so ein Diagramm. Und dem Fragenden vielleicht auch.
bis denn,
Uwe
MeisterLampe am 20 Okt 2017 12:12:55
Sorry Uwe, aber da muss ich dir widersprechen.
Der TE hat nicht gefragt wie tief die Spannung ohne Last fallen darf. Die Kurve gibt ausschließlich die Selbstentladung an. Nach der Tabelle kannst du so nämlich nur etwas mehr als die Hälfte entnehmen. Aber es geht ja lt. Aussagen deutlich mehr.
Aus dem Graphen kannst du für diesen Fall keine Tabelle erzeugen, da auf der Y-Achse die Spannung bzw. SOC angezeigt wird und auf der X-Achse die Zeit.
Ich denke, dass die von mir zitierten Werte die Frage beantwortet. Also irgendetwas zw. 11,4V und 10,5V. Darunter ist irrelevant, da vorher der Tiefentladungsschutz greift.
Tinduck am 20 Okt 2017 12:25:47
Sorry, Meisterlampe oder wie auch immer du heisst :D
Egal wie man eine Batterie entlädt, lässt man sie danach eine zeitlang ruhen, stellt sich ein elektrochemisches Gleichgewicht ein und die resultierende Spannung der ruhenden Batterie ist zumindest grob proportional zum Ladezustand, wenn sie noch nicht völlig platt ist oder kaputte Zellen hat.
Die von Dir angegebenen Endspannungen bei verschiedenen Entladeströmungen (aus der Bedienungsanleitung der Batterie) sind unter Last gemessen und damit relevant für die Schutzabschaltung, die Restkapazität ermittelt man aber eher aus der Spannung der unbelasteten Batterie. Und die kann man ganz gut im Selbstentlade-Diagramm ablesen nach dem Rezept X Volt auf der linken Achse entsprechen Y % auf der rechten Achse. Das Diagramm dazwischen kann man sich eigentlich wegdenken.
Natürlich muss man im Mobil dann auch die Spannung ohne Last messen, aber anders gehts halt nicht, ausser mit Batteriecomputer.
bis denn,
Uwe
MeisterLampe am 20 Okt 2017 13:09:51
Wir sind gar nicht so weit auseinander. Klar ist die Messung nur bei unbelasteten Batterie die richtige. Geh mal die Kurve im Diagram weiter, dann kommst du nämlich bei 0% zu den 11,4V, das dürfte dann 0.05C oder kleiner sein. Einfach die x-Achse und die orangefarbene Linie verlängern.
Chillcamper am 21 Okt 2017 09:41:12
Hi ihr, danke für die Antworten.
Ich habs jetzt so verstanden:
Über wie tief ich Batterie entlade entscheide ich über die Lebensdauer der Batterie. Vom Batterie Datenblatt: Über 8000 Zyklen (6530 bei 20% DOD, 3670 bei 40% DOD, 2450 bei 60% DOD) Soll heißen, wenn ich immer 60% entnehme macht das die Batterie 2450 mal mit was ich jetzt nicht so toll finden würde aber OK. Und heißt auch ein Zyklus bei dem ich 60% entnehme kostet mich 2 Zyklen bei denen ich nur ca. 30% entnehme? Und laut dem Diagramm von Tinduck, was ja auch laut Meisterlampe ziemlich richtig ist entlade ich ich dann immer bis ca. 12,2V ?
Grüße Markus
andwein am 21 Okt 2017 10:58:23
Beschäftigt euch doch mal mit dem "Wahrheitsgehalt dieses Diagramms eines "unbekannten Erstellers" 1. Die angezeigte Selbstentladung geht über 700 Tage, also knapp 2 Jahre 2. Typ Bleikristall 44%, = 1,8% pro Monat Typ "best in class" whatever 26%, = 1,1% pro Monat Typ Gel 28%, = 1,2% pro Monat Typ Nass Säure 13%, = 0,5% pro Monat Das sind die dargestellten Zahlen, umgerechnet auf einen überschaubaren Zeitraum eines Womo-Fahrers! Wenn mich jetzt jemand fragen würde, was ich von den Zahlen halte, würde ich sagen: 1. die sind irgendwie falsch herum dargestellt. Die nasse Bleibatterie hat die höchste Selbstentladung, die Bleikristall die geringste! 2.Auch wenn man die Werte in der anderen Reihenfolge darstellt, die Zahlen sind alle zu niedrig angesetzt! Zumindest bei nassen Bleibatterien gehen die Dokumentationen von 10% Selbstentladung pro Monat aus, bei Gel ca. 2% pro Monat. Mein Fazit: Die Zahlen stammen von einem Hersteller von nassen Bleibatterie, da hier die dargestellten Werte krass daneben liegen Nur meine Interpretation, Gruß Andreas
MeisterLampe am 21 Okt 2017 11:57:08
andwein hat geschrieben:.. Nur meine Interpretation, Gruß Andreas
Hallo Andreas,
ich glaube da hast du recht! Ich interpretiere es gänzlich anders. Nach zwei Jahren hat die Blei-Kristall etwa 45% Restkapazität, Best in Class etwas über 30%, die Gel etwas unter 30% und die Blei-Batterie etwa 16%. Das deckt sich grundsätzlich mit deiner Wahrnehmung bzgl. des Rankings, aber irgendwie hast du genau das Gegenteil aus der Grafik gelesen.
ManfredK am 21 Okt 2017 17:51:01
Meister Lampe hat Recht - Andreas hat nur die Restkapazität falsch gewichtet - ist aber letztendlich egal, da die Selbstentladung eines Akkus massiv von der Lagertemperatur abhängig ist. Während sie im Winter bei -20°C sehr gering ausfällt, ist sie im Sommer bei +30°C sehr hoch.
Daher ist diese Grafik einfach nur nett anzuschauen, aber ohne sonstigen Wert.
MeisterLampe am 21 Okt 2017 21:53:57
Chillcamper hat geschrieben:.. Soll heißen, wenn ich immer 60% entnehme macht das die Batterie 2450 mal mit was ich jetzt nicht so toll finden würde aber OK.
Was ist denn daran nicht so toll? :roll: Bei 100 Nächten pro Jahr wären das 24,5 Jahre - also rein theoretisch. Die Praxis wird da sicherlich anders sein. Selbst bei Ganzjahrsnutzung wären das knapp 7 Jahre. Was erwartest du denn?
palstek am 22 Okt 2017 12:28:07
Und bei normalen Blei-Säure-Batterien ist evtl. schon nach 500 Mal Schluss.
berny2 am 22 Okt 2017 12:41:21
palstek hat geschrieben:Und bei normalen Blei-Säure-Batterien ist evtl. schon nach 500 Mal Schluss.
Begründung :?:
Gast am 22 Okt 2017 12:59:37
palstek hat geschrieben:Und bei normalen Blei-Säure-Batterien ist evtl. schon nach 500 Mal Schluss.
Dann muss man halt vor dem Kauf ins Datenblatt schauen. 500 Zyklen bei 50% ist nicht wenig, wenn die Batteriegröße passend gewählt wurde.
Eventuell macht man sich vor dem Kauf Gedanken über das persönliche Nutzungsverhalten ... Ich kann für mich nicht die absolute Wahrheit beanspruchen, schätze aber zur Zeit für mich so um die 60 Übernachtungen im WoMo je Jahr. (Ist das viel oder wenig?) In der Regel wird die Batterie dabei zwar nur um ca. 20% bis 30% entladen, (800 Zyklen bei 30% DOD) aber selbst bei 50% Entladetiefe wäre ich mit spezifizierten 600 Zyklen nach DIN schon bei 10 Jahren Gebrauchsdauer. (Übrigens bei einer Billig-Batterie, 250 € für 280 Ah Beispiel: --> Link )
Nur mal so zur Verdeutlichung:
Das wird die Batterie aufgrund der technischen Lebensdauer wohl gar nicht schaffen.
Weiteres Beispiel für knapp den doppelten Preis:
Wenn sich nun jemand der dreimal im Jahr mit dem Womo in den Urlaub fährt, sagen wir mal 30 Übernachtungen OHNE LANDSTROM, sich auf so eine Wunderbatterie mit versprochenen 2.500 Zyklen, aber einer technischen Lebensdauer von nur 10 Jahren stürzt und dafür den vierfachen Preis bezahlt, dann ist es halt Hobby, weil unwirtschaftlich. :lol:
Nur die WoMo-Einsiedler welche das ganze Jahr freistehend unterwegs sind, für die ist es natürlich interressant. Sobald ich mal über 200 Zyklen je Jahr gehe, dann mach ich mir neue Gedanken.
Wenn ich die verschiedenen Leidens-Threads zu frühzeitigem Batterietod hier im Forum lese, beschleicht mich oft der Verdacht, dass die Batterien eher an schlechter Behandlung wie falsche Ladetechnik, Tiefentladung, Übertemperatur, fehlende Pflege, jahrelange Nichtbenutzung oder Überlastung durch minutenlangen Hochstrom sterben als an zu vielen Zyklen. :roll:
Grüße, Alf
Ach ja, vergessen: "Nur Meine Meinung" :wink:
andwein am 22 Okt 2017 13:33:21
Wenn man es als Restkapazität "interpretiert" hast du recht. Aber es steht halt nirgends. Aber das ist genau das Problem bei solchen, aus dem Zusammenhang gerissenen, Informationen. Gruß Andreas
MeisterLampe am 23 Okt 2017 01:04:26
KudlWackerl hat geschrieben:Ich ... schätze aber zur Zeit für mich so um die 60 Übernachtungen im WoMo je Jahr. ... In der Regel wird die Batterie dabei zwar nur um ca. 20% bis 30% entladen, (800 Zyklen bei 30% DOD) aber selbst bei 50% Entladetiefe wäre ich mit spezifizierten 600 Zyklen schon bei 10 Jahren Gebrauchsdauer. (Billig-Batterie, 250 € für 280 Ah
* gekürzt wegen max 360 Zeichen
Mal abgesehen davon, dass die von dir verlinkte SMF-Batterie nur eine 230Ah C20 Batterie ist, mache ich dir jetzt mal eine Gegenrechnung auf.
30% von 230Ah sind 69Ah. Dafür würde also eine eine 90Ah C10 Blei-Kristall-Batterie reichen, da sie ja vollständig entladen werden kann. Diese kostet 309€ und hat 3 Jahre Garantie. Wir reden also über eine Mehrpreis 59€ oder 24% mehr, allerdings auch über eine erheblich längere Garantiezeitraum.
Sie nimmt deutlich weniger Platz ein und wiegt nicht mal die Hälfte - gerade mal 48%. Gewicht ist gerade in der 3,5t Klasse immer wieder ein Thema.
Die 69Ah stellen bei der Blei-Kristall 77% Prozent der nutzbaren Kapazität dar, also ca. 1630 Zyklen = 103% mehr.
Sie MUSS nicht ein zusätzliches Ladegerät verwenden. Also spart man sich die Kosten von dem von dir empfohlenen Ladegerät von 239€ und schon entwickelt sich der Mehrpreis zum Schnäppchenpreis. Denn deine Kombination kostet 250€ (Batterie) + 239€ (Ladegerät)= 489€ und die Blei-Kristall immer noch 309€, also nur 63% und hätte genug Kapazität bei deinem selbstbeschriebenen "persönlichen Nutzungsverhalten". Das Ladegerät sollte unbedingt mit erwähnt werden, weil die SMF sonst weder die 800 Zyklen bei 30%DOD erreicht, noch die 10 Jahre Gebrauchsdauer.
Würdest du den Betrag von 489€ in Blei-Kristall investieren, wäre das eine 150Ah C10 und du hättest 41% mehr Kapazität. Bei voller Ausnutzung dieser wären das 13,3% mehr Zyklen, als bei 50%DOD bei einer SMF-Batterie. Und selbst wenn sie bei Ganzjahresnutzung und 100% Entnahme nach den 680 Zyklen den Geist aufgibt, bist du mit der Blei-Kristall noch in der Garantiephase. Bei der SMF und 600 oder meinetwegen auch 800 Zyklen sieht das sicher ganz anders aus. Du würdest obendrein noch 15KG oder 25% Gewicht sparen und hättest immer noch etwa mehr Raum zu Verfügung.
Diese Rechnung basiert ausschließlich auf deinem Nutzungsverhalten. Ich finde solche Rechnungen und Vergleiche klasse, denn sie decken manchmal auf, das billig nicht unbedingt preiswerter ist.
gespeert am 25 Okt 2017 05:47:51
Die sogenannte Blei-Kristall ist eigentlich eine AGM- Batterie mit einem sich verfestigendem Elektrolyt mit geringem Saeureanteil und entspr. Plattenlegierung.
Im englischen Sprachgebrauch Lead-Crystal Technology, also Blei Kristalltechnologie. Also sehr gutes Marketinggeblubber.
Ist halt nur eine weiterentwickelte Bleibatterie die mit weniger Saeure befuellt ist als normal. Zusaetzlich verfestigt sich dieser Elektrolyt zu einem Salz was die Plattenkorrosion hemmt und einige Vorteile erklaert. Wo also liegt das Problem
Tinduck am 25 Okt 2017 11:42:12
Das Problem liegt darin, dass die positiven Eigenschaften dieser modifizierten Blei-Säure-Technik ständig ohne Argumente zerredet und als ‚Marketing-Geblubber‘ denunziert werden.
Dann ist AGM und Blei-Gel auch Marketing-Geblubber, sind ja schliesslich auch nur modifizierte Blei-Säure-Batterien.
bis denn,
Uwe
andwein am 26 Okt 2017 17:13:38
Tinduck hat geschrieben:Das Problem liegt darin, dass die positiven Eigenschaften dieser modifizierten Blei-Säure-Technik ständig ohne Argumente zerredet und als ‚Marketing-Geblubber‘ denunziert werden. Dann ist AGM und Blei-Gel auch Marketing-Geblubber, sind ja schliesslich auch nur modifizierte Blei-Säure-Batterien. Uwe
So ist es oft! Die Vorteile werden herausgestellt, die Nachteile verschwiegen. Das gilt für alle Batterietechnologien. Es ist immer Blei, der Elektrolyt ist auf der Basis von Batteriesäure, eventuell gebunden in Gel, einem Vlies oder in erstarrendem Gel/Vlies. Gruß Andreas
MeisterLampe am 26 Okt 2017 18:24:12
andwein hat geschrieben: Die Vorteile werden herausgestellt, die Nachteile verschwiegen.
Hallo Andreas,
was sind denn deiner Meinung nach die Nachteile der Blei-Kristall?
berny2 am 26 Okt 2017 18:45:50
MeisterLampe hat geschrieben:Hallo Andreas, was sind denn deiner Meinung nach die Nachteile der Blei-Kristall?
Würde(n) mich ebenfalls interessieren. Ich meine, mich zu erinnern, dass evtl. Nachteile kaum existieren lt. einem früheren Trööt, bei dem sich ein erfahrener User leider verabschiedet hatte.
Tinduck am 28 Okt 2017 08:42:47
Ein Nachteil ist ganz klar der hohe Preis. Andere wüsste ich nicht, zumindest nicht gegenüber konventionellen BS, Gel oder AGM Akkus.
Und bevor das zum x-ten mal kommt, zur optimalen Ladung reicht ein Solarcontroller, der 14,7 Volt kann. Wenn nicht vorhanden, ein 5 A CTEK Ladegerät für 50 Euro parallel zum normalen Ladegerät anschließen, auf Tieftemperatureinstellung, das liefert dann die 14,7 Volt für die letzten paar Ah.
Bis denn,
Uwe
palstek am 28 Okt 2017 11:27:21
Tinduck hat geschrieben:Ein Nachteil ist ganz klar der hohe Preis.
...und das auch nur, wenn man die Nennkapazitäten vergleicht, die obendrein bei der BK wenig verkaufsfördernd für C10 angegeben sind. Beim Vergleich der nutzbaren Kapazitäten relativiert sich der Preis schnell.
Grüße Frank
berny2 am 28 Okt 2017 11:58:05
Tinduck hat geschrieben:Wenn nicht vorhanden, ein 5 A CTEK Ladegerät für 50 Euro parallel zum normalen Ladegerät anschließen, auf ...
Nee, Uwe, würde ich niemals machen, dann hätte man ja einen "Hinter"lader (schweinische Gedanken...). :oops: