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Hymer zu E Womo dauert noch 1, 2, 3


kurt2 am 31 Dez 2017 15:46:44

willi_chic hat geschrieben:....da rennt auch ein Schweinchen durchs Dorf,
klaus



Hallo,
da rennen offenbar mehr als im Stall sitzen. Verstand ist nicht mehr gefragt. Innovationen sind geil, koste es was es wolle. Von Effizienz ganz zu schweigen. :vogel:

Ich glaube ich werde gleich mal ein paar Heilsteine auflegen.

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andwein am 31 Dez 2017 16:03:02

willi_chic hat geschrieben:ich denke, getrieben durch den Klimawandel wird mit der E-Mobilität die gleiche Sau durchs Dorf getrieben wie mit dem Solarstrom:

Ich habe einmal versucht, das Thema E-Mobil Infrastruktur auf der Basis nachprüfbarer Zahlen zu beleuchten. Vielleicht sind Denkfehler darin, wenn ja wäre ich für jeden nachprüfbaren Hinweis mit Quellenangabe dankbar.

Einmal eine grobe Betrachtung der Benzin/Diesel/E-Mobil Energiespeicherung und Ladung. Zuerst die nackten Zahlen, die Quellen sind das Umweltbundesamt, das Kraftfahrzeugbundesamt und Wikipedia (Tesla), also zumindest keine direkten Lobbyverbände.

Der Pkw-Bestand 2016 lag, je nach Quelle, bei ca. 46 Mio Pkws
Alle Eco/Normal und Bleifussfahrer sind jährlich im Durchschnitt 14.000 km gefahren und hatten dabei einen Durchschnittsverbrauch von ca. 7l pro 100 km. (Kraftfahrt-BA)
Der Treibstoffverbrauch Diesel/Benzin lag 2015 bei ca. 47 Mio Liter (Umwelt BA)
Der Einfachheit halber habe ich Benzin und Diesel zusammengerechnet, man will ja beide Energieträger durch Strom ersetzen.

Diese 47 Mio Liter Treibstoff haben eine Masse von ca. 36 Mio kg und eine Energieleistung von ca. 43 Mio KiloWattstunden.
Zum Vergleich der Energiegehalt verschiedener Energieträger:
Blei-Akku (Nass/AGM/Gel/Ca) 30 bis 40 Wh/kg
Lithium-Eisenphosphat-Akku (LiFePO4)90 bis 110 Wh/kg
Lithium Polymer-Akku 160 Wh/kg
Diesel 1.200 Wh/kg
LPG (Butan, Propan) 1.300 Wh/kg
Wasserstoff 33.000 Wh/kg

Ein Pkw-Treibstofftank fasst ungefähr 70l also ca. 56kg und hat damit einen Energiespeicher von ca. 67 kWh. Damit fährt der durchschnittliche 100 kW-Ottomotor ca. 1000 km. Für eine Tankfüllung (ohne Abrechnung/Kasse) muss eine Zeit von ca. 0,1 h = 6 Min aufgewendet werden. Ein Ottomotor hat leider nur einen Wirkungsgrad von ca. 35-40%. Ca. 60% der getankten Energie gehen durch Wärme- und Reibungsverluste (Getriebe) verloren. Allerdings steht diese Abwärme von ca. 30-40 kWh bei einer Reisezeit von ca. 10h (1000 km) der Heizung/Klimaanlage/Defroster zur Verfügung und wird damit teilweise genutzt.
46 Mio Ottomotoren verbrauchen bei einem Wirkungsgrad von 35%, einem Durchschnittsverbrauch von 7l/100km und einer Ø jährlichen Fahrleistung von 14.000 km also Energie von ca. 43 Mio kWh

Der Tesla, Modell 3, als Serienmodell zukünftiger E-Mobile, bräuchte für die vergleichbare Reichweite eine 150 kWh Batterie. Für eine Batteriefüllung (ohne Abrechnung/Kasse) muss eine Zeit von ca. 0,7 h = 40 Min aufgewendet werden.
Der E-Motor hat zwar einen Wirkungsgrad von ca. 90%, für Wechselrichter und chem Ladungwandlung fallen aber Umwandlungsverluste von ca. 20% an. Der effektive Wirkungsgrad liegt also bei ca. 70%. Dabei muss man aber noch für den Betrieb von Heizungen/Klimaanlage/Defroster über die 1000 km wie beim herkömmlichen Pkw noch eine Belastung von 30 kWh abziehen. Diese zusätzliche Last senkt die effektive Reichweite dann auf ca. 800 km ab. Allerdings kann durch Recupation (Bergabfahrt) wieder ein Teil der Energie geladen werden.
46 Mio E-Motoren verbrauchen bei einem Wirkungsgrad von 70%, einem Durchschnittsverbrauch von 15 kW/100km und einer Ø jährlichen Fahrleistung von 14.000 km also Energie von ca. 22 Mio kWh. Dies ist natürlich eine Einsparung der zu erzeugenden Energiemenge.

Soviel zum Vergleich der Energieaufwendung für Diesel/Benzin bzw. E-Antrieb.
Wenn ich allerdings von den emissionsausstossenden Ottomotoren weg möchte bleibt nur ein Explosionsmotor auf Wasserstoffbasis, ein E-Motor der mit emissionsfrei erzeugtem Strom (Wind/Wasser/Solar oder Atom) betrieben wird oder eine Brennstoffzelle. Diese hat allerdings den entscheidenden Nachteil, dass ich hier sowohl einen Gastank als auch eine Batterie für die Spitzenlastabdeckung benötige.
Bei der E-Strom erzeugung muss man beachten, dass die Grundlast stabil erzeugt werden muss und nicht von Wind, Sonne oder Gezeiten abhängig sein darf. Bei dieser Vorgabe wird der Anteil emissionsfreier Energie (Wind/Sonne/Wasser) von heuteca. 22% kaum höher als 50% liegen können.
Beim heutigen Stand der Technik und Abwägung aller Vor/Nachteile scheint hier mit Wasserstoff betriebener Verbrennungsmotor die beste Alternative zu sein. Er hat auch den Vorteil, dass sich Wasserstoff leicht und relativ günstig aus Wasser und schwankendem Wind/Solarertrag erzeugen lässt. Eine Treibstoffinfrastruktur ist relativ schnell ausgebaut, man muss nur die sukzessiv freiwerdenden Benzin/Dieselvorratstanks an den Tankstellen durch Wasserstofftanks ersetzen.

Und nun zum Umbau der Versorgungsinfrastruktur am Beispiel unserer Autobahn-tankstellen und der Hauptreisezeit an Ferien und Feiertagen:
Man stelle sich jetzt die Hauptreisezeiten (worst case) an einer BAB-Tankstelle vor, mit 84 Pkws zum Betanken! An jeder der 4 Zapfspuren mit je 3 Zapfsäulen stehen jeweils 3 tankenden Pkws, dies ergibt 12 Pkws, die mit einer jeweiligen Tankdauer von 0,1h = 6 Min gleichzeitig betankt werden können. Die wartende Menge von 84 Benzin/Diesel/LPG-Pkws ist also im Idealfall in 0,7h = 40 Min aufgetankt.

Für die Ladung einer 100 kW Batterie benötigt der Tesla-Supercharger mit 480V Gleichspannung und 145 kW Gesamt-Ladeleistung (für vier Zapfsäulen) momentan ca. 0,7h = 40 Minuten. Um eine vergleichbare Reichweite von 1000 km zu erzielen wäre allerdings eine 150 kW Batterie notwendig. Damit läge die Ladezeit mit einem Supercharger bei über 60 Minuten.
Wenn ich 84 Elektroautos a 1h = 60 Min mit einer gleichen Durchsatzinfrastruktur aufladen möchte, benötige ich für die gleiche Pkw-Durchsatzzeit aufgrund der 10-fachen Ladezeit eine 10-fache Anzahl von Anschlussstellen/Zapfsäulen, nämlich 120 Anschlussstellen.
Jeder Tesla-Supercharger hat 4 Anschlussstellen und eine Gesamtleistung von 145 kW. Es werden also 30 Supercharger mit einem Gesamt-Anschlusswert von 4.400 kW benötigt um den gleichen Fahrzeugdurchsatz wie bei einer Benzin/Diesel/LPG Tankstelle zu ermöglichen. Die Reisenden werden ja bloß weil sie jetzt E-Mobil fahren nicht weniger und ihr Anspruchsdenken an kurze Tankstellenaufenthalte wird auch nicht geringer werden.
Natürlich kann man jetzt sagen, "dann tauschen wir halt die Batterien", aber damit sinkt vielleicht die Aufenthaltsdauer um 50%, aber nicht die benötigte Ladeleistung.

Im Augenblick sind die 145 kW Supercharger für eine Tankstelle kein Problem, aber in der Masse wird die bestehende Strom-Infrastruktur zusammenbrechen.
Denn für diese 30 Schnellladestationen mit 4,4 Megawatt Anschlusswert ist das 380V Drehstromnetz einer Tankstelle noch nicht geeignet. Es muss deshalb "ertüchtigt" werden indem die alten 380V Leitungen durch neue Zuleitungen ersetzt werden. Diese Zuleitungen laufen bei uns in Deutschland im Erdreich, es müssen deshalb neue Trassen gelegt werden. Vergleiche mit den USA (Freileitungssystem) oder Norwegen (geringe Pkw-Dichte) sind deshalb nur bedingt möglich.

Solche finanziellen Investitionen werden normalerweise über 20 Jahre abgeschrieben. Dieser Zeitraum ist allerdings ein großes Risiko, denn wer glaubt wirklich daran, dass wir in 15 Jahren noch einen Individualverkehr mit Energietransport in Batterien haben werden?

Dies ist nur eine Zusammenstellung bekannter Zahlen und deren Übertragung auf die Praxis der "Gedankenwelt E-Mobilität im Individualverkehr". Diese Betrachtung habe ich leider in keiner Tageszeitung oder Talkshow gesehen, geschweige den von einem "die E-Mobilitätszukunft Deutschlands" bestimmenden Politiker gesehen. Lediglich in guten Technik-Magazinen und Fachbeiträgen im Internet werden diese Problematiken aufgezeigt.
Aus meiner Sicht gesehen, Gruß Andreas
Und einen Guten Rutsch ins neue Jahr

willi_chic am 31 Dez 2017 16:07:50

mv4 hat geschrieben:1. Aber warum ist der Grenzwert für Feinstaub an jeden Büroarbeitsplatz höher wie in Innenstädten?

2. Strom kann man in Nordafrika genügend produzieren... das reicht für ganz Europa


zu 1: weil unsere Politiker, überwiegend bestehend aus Juristen und Soziologen irgenwann mal (in Unkenntnis, im Suff?) entsprechende Gesetze verabschiedet haben, der Abmahnverein Deutsche Umwelthilfe (243 Mitglieder) auf die Einhaltung dieser Gesetze klagt und jeder Richter entsprechend diesen Gesetzen urteilen muß

zu 2: stimmt, aber kann man sich in jeder politischen Situation darauf verlassen daß der produzierte Strom auch in Europa landet?

grüße klaus

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macagi am 31 Dez 2017 16:21:35

willi_chic hat geschrieben:schau mal hier, etwas über Wärmedämmung bei Häusern......Energieeinsparungen von 50% und mehr versprochen wurden, mit Amortisationszeiten von 13 Jahren
Nach einigen Jahren sind wir schlauer geworden, die Realität liegt bei 41 bis 72 Jahren


Na ja, manche können eben rechnen und manche nicht. Was noch dazu kommt ist
1. dass ja manchmal falsch gedämmt wurde (Schimmelbildung)
2. die Dämmung inzwsichen Sondermüll ist (Styropor = Polystyrol). Das wird wohl mal genauso teuer wie Asbest bei der Entsorgung.....

willi_chic hat geschrieben:der Optimismus bei Solarenergie ist wohl mittlerweile auch leicht gebremst (hätten wir doch lieber Windmühlen gebaut...)

Wir haben doch Windmühlen gebaut......da ist mir die Solaranlage auf dem Dach jedenfalls lieber.

palstek am 01 Jan 2018 23:57:37

Hallo Andreas,

bei deinen Berechnungen hast du manchmal kW und kWh durcheinander gebracht und dich bei der Gesamtsumme der Energie um eine Größenordnung verhauen. Bei deinen Zahlen würden die 46 Mio. E-Autos nicht nur 22 Mio kWh benötigen, sondern 138 Milliarden kWh. Auch sind deine Abzüge von 20% bei der Reichweite wegen der Heizung viel zu hoch, bei meinem Auto sind es bei Null Grad nur ca. 5%.

Aber um diese "Kleinigkeiten" geht es mir gar nicht. Bei deinen Berechnungen berechnest du ein Szenario von 100% E-Autos, das vielleicht erst in 30 oder mehr Jahren eintreten könnte (wenn überhaupt), auf der Basis der Konzepte und Daten von heute - damit meine ich Batteriekapazitäten, Ladegeschwindigkeiten, zentrale "Betankung" etc.

Es könnte durchaus möglich sein, dass es auch wasserstoffbetriebene Fahrzeuge in größerem Maßstab geben wird, sofern die Probleme - energieaufwendige Erzeugung und Komprimierung etc. - zufriedenstellend gelöst sind. Möglicherweise werden diese Fahrzeuge mehr von Langstreckenfahrern gekauft. Im Endeffekt sind batterie- und wasserstoffbetriebene Autos ja ziemlich ähnlich, beide fahren mit E-Motoren, die einen haben eine Batterie, die andere dafür einen Drucktank, eine Brennstoffzelle und eine Pufferbatterie.

Bereits vor zwei Wochen wurde bei Aschaffenburg eine Ladestation mit mehreren 350-kW-Ladern eröffnet, wobei die Fahrzeuge, die damit geladen werden können, erst später kommen werden. Für die Zukunft kann man daher mit höheren Ladeleistungen rechnen. Zusammen mit den Feststoffbatterien, die für die Anfang der 2020er Jahre zum Einsatz kommen sollen, dürften sich die Batteriekapazitäten und die Ladegeschwindigkeiten deutlich erhöhen, was wiederum die Aufenthaltsdauer an den "Tankstellen" und damit den Durchsatz erhöhen wird.

Apropos "Tankstelle"... Da die Stromversorgung und Spitzenlast für solche Ultra-Lader tatsächlich problematisch ist, auch im Hinblick auf die Netzbelastung, wird über Batteriepuffer für derartige Stationen nachgedacht. Die Batterien werden kontinuierlich mit geringerer Leistung geladen und geben schnell hohe Leistungen an Fahrzeuge ab, die dies verkraften können. Ansonsten halte ich das Verlegen von dickeren Kabeln in den lokalen Verteilnetzen für relativ problemlos. Dies geschieht schon jetzt jeden Tag, beim Erschließen neuer Industrie- und Wohngebiete, beim Aufrüsten von Firmen etc.

Außerdem muss man sich langfristig vom Konzept der zentralen Tankstelle verabschieden, es wird hunderttausende Tankstellen geben: Schnelllader, Lader an Parkplätzen, die man länger belegen darf (Destination Charger), private Lader. Autos, die auf Langstreckenfahrt gehen, dürften meist vollgeladen starten (und nicht mit halbem Tank, so wie jetzt) und müssen bei den in 10 Jahren verfügbaren Reichweiten in den meisten Fällen nicht nachgeladen werden müssen. Bei Autobahnen spricht auch nichts dagegen, auch normale AB-Parkplätze mit Ladern auszustatten, um Engpässe zu vermeiden.

Schon jetzt laden etliche E-Auto-Fahrer ihr Fahrzeug teilweise mit der eigenen Solaranlage. Passende Ladegeräte gibt es. Mit der zunehmenden Verbreitung von privaten Batteriespeichern wird dieser Anteil zunehmen. Und ab 2019 soll es den Sion von Sono Motors zu kaufen geben, der in dem Sommermonaten seinen Fahrstrom zum Teil über eigene Solarzellen erzeugen wird.

Ich könnte noch eine Weile weiterschrieben, will aber mal zum Ende kommen (danke an diejenigen, die bis hierher gelesen haben). Auf jeden Fall kann man nicht heutige Konzepte 1-zu-1 auf die E-Mobilität übertragen und damit zu beweisen versuchen, dass dies alles nicht funktionieren wird. Es sind neue Ansätze erforderlich, um die Herausforderungen zu lösen. Trotzdem wird es noch etliche Jahre dauern, bis ich mir ein E-Womo kaufe, wenn überhaupt.

Grüße
Frank

rkopka am 02 Jan 2018 00:20:25

palstek hat geschrieben:Aber um diese "Kleinigkeiten" geht es mir gar nicht. Bei deinen Berechnungen berechnest du ein Szenario von 100% E-Autos, das vielleicht erst in 30 oder mehr Jahren eintreten könnte (wenn überhaupt), auf der Basis der Konzepte und Daten von heute - damit meine ich Batteriekapazitäten, Ladegeschwindigkeiten, zentrale "Betankung" etc.

Wir haben aber nur die derzeitigen Daten. Sonst wird es ja nur Spekulation. Und die ganzen Ideen gehen ja von einer sehr weiten Verbreitung von E-Autos auf (siehe N). Und schon bei sagen wir 10% Anteil haben wir die angeführten Probleme beim Laden. Und das könnte schon früher so sein.

Apropos "Tankstelle"... Da die Stromversorgung und Spitzenlast für solche Ultra-Lader tatsächlich problematisch ist, auch im Hinblick auf die Netzbelastung, wird über Batteriepuffer für derartige Stationen nachgedacht. Die Batterien werden kontinuierlich mit geringerer Leistung geladen und geben schnell hohe Leistungen an Fahrzeuge ab,

Das klingt vernünftig. Ich kenne das vom Tauchen. Dort hat man große Vorratsflaschen mit höherem Druck, damit die Flaschen schnell voll werden und nicht rein durch den Kompressor geladen werden müssen. 1-2min gegen 30min. Allerdings ist es begrenzt durch Kosten und Preis. D.h. in der Hauptreisezeit mit vollen Tankstellen, nutzt das nur den ersten paar Autos am Morgen. Danach sind die Speicher leer und bekommen kaum die Zeit sich wieder aufzuladen.

Bei Autobahnen spricht auch nichts dagegen, auch normale AB-Parkplätze mit Ladern auszustatten, um Engpässe zu vermeiden.

Wenn es sich auszahlt, wird es wer machen. Sonst geht es nur über den Staat, entweder als Vorgabe oder Pflicht oder indem er den Anfang übernimmt.

Und ab 2019 soll es den Sion von Sono Motors zu kaufen geben, der in dem Sommermonaten seinen Fahrstrom zum Teil über eigene Solarzellen erzeugen wird.

Ich hab nicht gegooglet, aber bei sagen wir mal 600Wp maximum auf der Fläche, wird das nicht sehr weit zum Fahren reichen. Und auch nur unter den besten Bedingungen (Winkel, Schatten, Zeit...).

Auf jeden Fall kann man nicht heutige Konzepte 1-zu-1 auf die E-Mobilität übertragen und damit zu beweisen versuchen, dass dies alles nicht funktionieren wird. Es sind neue Ansätze erforderlich, um die Herausforderungen zu lösen.

Das stimmt. Aber den einen Teil kennen wir noch nicht, weil die Wissenschaft sie noch nicht gefunden hat. Den anderen Teil muß erstmal wer bezahlen. Und das nur, wenn auch jemand damit einen Gewinn machen kann. Und in unserer Zeit muß der Gewinn schnell kommen und nicht erst in 10 Jahren.

RK

felix52 am 02 Jan 2018 02:44:55

Ich hoffe, Ihr hattet schon einen angenehmen Neujahrstag in 2018 verbracht und wünsche tolle Womo Reisen in 2018!

Es ist sicherlich abzusehen, dass es bzgl. der Umwandlung unserer Diesel Womos in E Womos in 2018 noch keine nennenswerte
Veränderung geben wird. Und in den Köpfen Vieler hier auch kein Umdenken. Schliesslich ist das auch wenigstens zeitweise das "Zuhause" für uns.
Für mich gilt das natürlich auch.

Was mich angenehm überrascht, ist die Tatsache, dass sachliche Beteiligung mittlerweile auch hier die Oberhand gewinnt. Das war nicht immer so. :)

"O.T." oder doch nicht?
De facto ist es so, dass ich für Mai 2018 eine zweiwöchige Fahrt( mit dem Womo?) nach England plane. Bin gerade dabei. :wink:
1 Woche so um den 19.05.2018 soll dann für London reserviert werden. Meine Holde plant schliesslich mit. :wink:

Es gibt hierfür 2 Optionen:
1. Mit Overnight-Fähre und Reisebus sowie Hotel.

2. Mit dem Womo, abgestellt im Lee Valleye Camp Site, im Gepäck das "Elektroauto" oder Uralt Pkw., 1,5 Std einfache Fahrt mit Öffis von da
nach London ist mir zuviel.

zu 1.
Das hatte ich schon. War schlecht. Hier im Forum vor Jahren berichtet.

zu 2.
Die äussere LEZ-Zone also die Umweltzone befahre ich mit meinem Skoda Kombi aus 2008 (Grüne Plakette), Schadstoffklasse 3, kostenfrei,
weil das Fahrzeug mit 1185 kg Leergewicht unterhalb der 1205 kg Gewichtsgrenze liegt. Mit dem Elektroauto würde ich bei 1502 kg Leergewicht
eine deutlich 3 - stellige Nutzergebühr zahlen. :eek:
Im inneren Bereich der London City Maut wäre es dann genau umgekehrt. :juggle:

So richtig intelligent durchdacht ist das Alles noch nicht.
Von den Engländern. :mrgreen:

zuckerbaecker am 02 Jan 2018 09:50:40

Ich habe einmal versucht, das Thema E-Mobil Infrastruktur
auf der Basis nachprüfbarer Zahlen zu beleuchten.

.


Diese schöne Rechnung erinnert mich irgendwie an diesen Bildervergleich:

Finde das Auto: --> Link

Und finde das Pferd: --> Link

.

macagi am 02 Jan 2018 10:00:58

mv4 hat geschrieben:Strom kann man in Nordafrika genügend produzieren... das reicht für ganz Europa


Da gab es vor ca. 20 Jahren mal ein Projekt - Strom in Nordafrika produzieren und per supraleitendem Kabel (geringe Verluste) nach Europa bringen.
Das Ganze wäre technisch machbar, aber nur unter unglaublichen Kosten und wie schon erwähnt mit erheblichem politischen Risiken verbunden.

Das Projekt ist gescheitert: --> Link

mv4 am 02 Jan 2018 10:27:27

die "politischen" Risiken liegen ja darin begründet das man lieber Waffen in diese Regionen exportiert...statt zu helfen das sich dort eine Gesellschaft aufbauen kann wo alle ihren Lebensunterhalt selbst erwirtschaften können.
Aber das ist ein anderes Thema...was aber dringend gelöst werden muss. Gehört aber nicht zum Thema jedenfalls nicht direkt.

andwein am 02 Jan 2018 18:56:06

palstek hat geschrieben:Hallo Andreas,
bei deinen Berechnungen hast du manchmal kW und kWh durcheinander gebracht und dich bei der Gesamtsumme der Energie um eine Größenordnung verhauen. Grüße Frank

Du hast recht, inzwischen (nach 3 Tagen Recherche) gibt es Version 2
Ich habe inzwischen festgestellt, dass nicht nur ich mich manchmal "verfahren" habe sondern auch einige Internetpuplikationen.
Was aber für mich allerdings fest steht, es hat anscheinend noch niemand dieses Thema "Infrastruktur eMobilität" von dieser Seite betrachtet. Auch egal wie wir den Strom verteilen, ob an zentralen Stellen oder über Haushaltsteckdosen, wir müssen ihn produzieren, und zwar zusätzlich! Ich haue jetzt wieder mal einen raus, und zwar hoffentlich mit korrekten Zahlen und Einheiten:
Diese Energiemenge muss als Strom zusätzlich zur bestehenden Verbrauch (Industrie/Haushalt) erzeugt und verteilt werden.
Diese errechneten 185 Megawatt/h (Benzin/Diesel/LPG Ersatz) entsprechen der Jahresleistung von ungefähr 15 Atomkraftwerken Brokdorf (1.410 MW) oder 5 Braunkohlekraftwerke der Größe Grevebroich NW (4.400 MW) mit einem jährlichen CO2 Ausstoss von 160 Mio Tonnen.
Politisch wollen wir allerdings sowohl Atom- ( bis 2022) als auch Braunkohlekraftwerke (wg CO2 Emmission) zurückbauen. Soviel zum Thema der Energieerzeugung E-Mobilität im Individualverkehr.
Und bitte: Korrekturen an Ergebnissen und Einheiten sind erwünscht, da liegt meine Schwäche.
Gruß Andreas

silent1 am 02 Jan 2018 22:32:38


willi_chic am 02 Jan 2018 23:28:41

lieber Andreas,

ich wollte mir nicht die Mühe machen Deine Rechnung von vorne aufzurollen, deshalb habe ich mal im www nachgeschaut

MamagerMagazin vom 12.10.16 meint dazu:

"Es müssten jedenfalls viele neue Kraftwerke gebaut werden, um die Mobilitätsbedürfnisse von heute zu befriedigen. Zur Illustration eine Bierdeckel-Rechnung für Deutschland: Ein reines Batterie-Elektroauto, das im Jahr 15.000 Kilometer fährt, verbraucht dabei etwa 3000 Kilowattstunden Strom. Wenn die Pkw-Flotte praktisch vollständig ausgetauscht ist, also bis zum Jahr 2050, beträgt der Gesamtverbrauch bei 40 Millionen Autos etwa 120 Terawattstunden. Die Stromproduktion müsste sich bis dahin im Vergleich zu heute um etwa 24 Prozent erhöhen.
Dazu wären bis zum Jahr 2050 theoretisch zusätzlich 20 Gaskraftwerke, 5000 Offshore-Windkraftanlagen, 35.000 Windkraftanlagen an Land, eine Million Blockheizkraftwerke für größere Gebäude oder 27 Millionen kleine Solaranlagen auf Privathäusern nötig. Oder eine Mischung aus alledem."

wikipedia sagt dazu:

"2006 verbrauchte der gesamte deutsche Personenverkehr auf der Straße 488 TWh Primärenergie.[242] Wegen der Wirkungsgradverluste beim Verbrennungsmotor entspricht dies etwa einer Elektroenergiemenge von rund 163 TWh für eine vollständige Elektrifizierung des Pkw-Parks. Im Vergleich dazu betrug die gesamte Bruttostromerzeugung 2009 in Deutschland 597 TWh.[243] Ohne Leitungs- und weitere Verteilverluste zu berücksichtigen, müsste die Stromerzeugung um etwa 27 % gesteigert werden"

Unterm Strich liegst Du ziemlich richtig, wenn Brokdorf "gut läuft" liegt die Nettostromerzeugung bei rund 87%
macht bei Mittelwert von 140 TWh E-Mobilität eine installierte Leistung von 16.000 MW erforderlich -> 11,3 x Brokdorf brutto -> 13 x Brokdorf netto

ich meine, wenn der Dobrindt als studierter Soziologe sich in Energiepolitik übt, ist das halt einfach Ersatz des Irrtums durch Dummheit, bei Angela als promovierter Physikerin nenne ich es Verarschung

soviel Deutlichkeit muß sein

grüße klaus

zuckerbaecker am 03 Jan 2018 10:28:33

Ein Ottomotor hat leider nur einen Wirkungsgrad von ca. 35-40%


Hier liegt der Fehler der meisten Berechnungen.

Im Schnitt hat ein Ottomotor 16 -17% Wirkungsgrad.

Diese oftmals genannten 35-40 sind nur in einem einzigen Punkt des Motorkennfeldes vorhanden.
Also Augenwischerei.

kurt2 am 03 Jan 2018 10:53:13

silent1 hat geschrieben:--> Link


Ich würde die kontaktlosen Ladezellen nicht am Boden, sondern an der Seite, z.B. an Lärmschutzzäunen anbringen.
Vermutlich günstger zu errichten und mit wesentlich längerer Lebensdauer.

kurt2 am 03 Jan 2018 10:58:22

willi_chic hat geschrieben:ich meine, wenn der Dobrindt als studierter Soziologe sich in Energiepolitik übt, ist das halt einfach Ersatz des Irrtums durch Dummheit, bei Angela als promovierter Physikerin nenne ich es Verarschung
grüße klaus


Hallo, wie wahr.

rkopka am 03 Jan 2018 11:27:27

kurt2 hat geschrieben:Ich würde die kontaktlosen Ladezellen nicht am Boden, sondern an der Seite, z.B. an Lärmschutzzäunen anbringen.
Vermutlich günstger zu errichten und mit wesentlich längerer Lebensdauer.

Nur funktionieren diese System nur bei sehr geringem Abstand vernünftig. Oder du wirst von den Feldern gebraten oder dein Auto und alle Elektronik lahmgelegt, wenn es auch fürs Laden reichen soll. Am Boden geht das einigermaßen (an der Praxistauglichkeit zweifle ich aber). An der Seite dagegen nur schwer. Und wer fährt schon immer auf der rechten Spur - in Deutschland !? Vom Pannenstreifen mal ganz abgesehen.

RK

mv4 am 03 Jan 2018 11:28:15

Die E-Mobilität macht ja auch nur dann Sinn wenn der Strom aus Energiequellen kommt die keinen Staub..Abgase oder radioaktiven Müll hinterlassen. Da bleibt also zur Zeit nur Sonne,Wind und Wasser. Ich selber kann meinen Strombedarf für ein Elektro-Auto schon heute selbst zumindest teilweise selbst erzeugen...dank 5kwp Solar-Zellen auf dem Dach. Ich bin schon am Überlegen ob ich nicht ein paar Batterien als Speicher da zustelle... ein E-Auto würde dieses auch erfüllen...aber das wäre ja tagsüber unterwegs, und somit als Stromspeicher nicht verfügbar.

silent1 am 03 Jan 2018 12:08:45

Danke an Andreas und Klaus für die Recherche.
Mein "Bauchgefühl" das es so nicht funktionieren kann ist nun mit etwas Substanz untermauert. :top:

mowgli am 03 Jan 2018 12:09:46

Wenn alle Kohle und Atomkraftwerke abgeschalten sind wird ja der Strom überwiegend aus Gas und Ölkraftwerken produziert werden müssen, und die haben durchschnittlich einen Wirkungsgrad von ca 40% (RP-Energie-lexikon). Plus Wandlerverluste, plus Leitungsverluste. Wie Wirtschaftlich ist das.

geralds am 03 Jan 2018 12:24:00

willi_chic hat geschrieben: Die Stromproduktion müsste sich bis dahin ... um etwa 24 Prozent erhöhen.
Dazu wären bis zum Jahr 2050 theoretisch zusätzlich 20 Gaskraftwerke, 5000 Offshore-Windkraftanlagen, 35.000 Windkraftanlagen an Land, eine Million Blockheizkraftwerke für größere Gebäude oder 27 Millionen kleine Solaranlagen auf Privathäusern nötig. Oder eine Mischung .


Wenn bei der Stromerzeugung für die Mobilität fossile Energie eingesetzt wird, hat man in Bezug auf das Klima nichts gewonnen. Rechnet man die Wirkungsgrade über Erzeugung, Verteilung, Batteriespeicher, E-Motor bis zur mechanischen Nutzung, kann man gleich beim Otto- oder Dieselmotor bleiben. Von der Umweltbelastung zur Herstellung der Batterien man ganz abgesehen.

Es kann also, Stand der momentan zur Verfügung stehenden Technik, nur darum gehen einen gewissen (großen) Teil der vorwiegend in Städten genutzten Fahrzeuge auf E-Antriebe umzustellen.
Soll es um "echten" Klimaschutz gehen, ist es meiner Meinung nach sinnvoll sich anderen "Verschmutzern" zuzuwenden.
Nur als Beispiele seinen Braunkohlekraftwerke, Schiffe, usw. genannt. Städte wie Hamburg oder Duisburg mit ihren Häfen haben kaum eine Chance die Grenzwerte einzuhalten. Der Schiffsverkehr ist zu hoch.

Wir und insbesondere die Politik sollte sich mit den wesentlichen Themen auch auf diesem Gebiet beschäftigen und nicht jedem von irgendwelchen Interessengruppen hochgespielten, und von der Presse freudig aufgegriffenen, Trends
(Nebenkriegsschauplätzen) hinterher laufen. Dazu gehört jedoch auch eine mutige Positionierung der Politik und auch eine bessere (sachlichere) Aufklärung zu den getroffenen Entscheidungen.
Solange man aber zu wenig tut und wenn man dann oft nur einer emotional gesteuerten Öffentlichkeit hinterherläuft, wird das nichts.
Von dem Einfluss der verschiedenen Lobbyistengruppen mal ganz zu schweigen.
(So hat z.B. der ganze Dämmwahn insbesondere bei Altbauten nichts außer Schimmel gebracht. Unter dem Einfluss der Lobbyisten soll das aber noch gesteigert werden, anstatt es auf sinnvolle Fälle zu reduzieren. Ist aber ein anderes Thema.)

Gruß Gerald

Gast am 03 Jan 2018 12:28:53

Ich habe jetzt mal diesen Strang überflogen, ohne wirklich jedes einzelne Detail gelesen zu haben. Auch mich beschäftigt das Thema E-Mobilität seit einiger Zeit. Bei mir ist es so, dass ich einen Firmenwagen fahre, der demnächst ersetzt werden soll. Da ich in unserem Unternehmen u.a. auch für das Energie- und Umweltmanagement verantwortlich bin, hatte ich daran gedacht, ein Zeichen zu setzen. Die Umsetzung scheitert aber an diversen Faktoren.

Nehmen wir mal nur die harten Fakten:

1. Weder zuhause, noch in der Firma gibt es Ladeinfrastruktur, allerdings soll in der Firma in diesem Jahr was gebaut werden, da auch Kunden mit E-Autos zu uns kommen. Wenn dieses Problem gelöst wäre, gibt es aber weitere Schwierigkeiten.

2. Mein einfacher Weg zur Arbeit beträgt 104km, also Tagesstrecke nur zur Arbeit und wieder nach Hause 208km. Da wäre im Winter mit Licht und Heizung relativ schnell Schicht im Schacht.

3. Ich fahre auch dienstlich zu Kunden und Lieferanten im deutschsprachigen Raum. Wie soll das funktionieren, wenn auch mal 800-1000km am Tag gefahren werden müssen?

4. Bei meinem Firmenwagen ist natürlich der Sprit inklusive. Wie soll das funktionieren, wenn ich zuhause oder unterwegs nachladen muss? Mit einer Tankkarte wird das nicht gehen, also jedes mal in Vorleistung gehen.

Zu all den Hindernissen kommen dann noch andere Gedanken, die hier zum Teil schon angesprochen wurden:

1. Der Strom muss auch produziert werden, wie ist da die Ökobilanz?

2.Das Fahrzeug und die Batterien müssen auch produziert werden.

3. Auch E-Autos produzieren Feinstaub durch Reifen- und Bremsenabrieb.

All diese Argumente führen dazu, dass es doch wieder ein Diesel wird. Vielleicht sieht es ja in 3-4 Jahren anders aus, wenn die nächste Ersatzbeschaffung ansteht.

macagi am 03 Jan 2018 13:30:41

19grisu63 hat geschrieben:All diese Argumente führen dazu, dass es doch wieder ein Diesel wird. Vielleicht sieht es ja in 3-4 Jahren anders aus, wenn die nächste Ersatzbeschaffung ansteht.


Hybrid? Wer weiss wie lange Diesel noch subventioniert wird.....

Was die Energieargumente anbetrifft:
--> Link

Alles bekannt. Ich bin mal gespannt wohin der Hase dann wirklich laufen wird.

Gast am 03 Jan 2018 14:26:12

macagi hat geschrieben:.....

Hybrid? Wer weiss wie lange Diesel noch subventioniert wird....

Hab ich mir auch angeschaut. Die sind sowas von teuer, dass die auch wieder ausscheiden. Wie erwähnt, ist mein einfacher Arbeitsweg 104km, die muss ich auch versteuern. Je höher der Bruttolistenpreis, desto mehr zahle ich jeden Monat.

silent1 am 03 Jan 2018 14:32:06

Den Golf GTE z.B. würde ich für annähernd den gleichen Preis bekommen wie meinen aktuellen Golf.
Aber der kann nix. Real zwischen 20 u. 40 KM im Winter je nach Verbrauchernutzung :lach: .
Nö, lass mal.

palstek am 03 Jan 2018 15:23:32

silent1 hat geschrieben:Danke an Andreas und Klaus für die Recherche.
Mein "Bauchgefühl" das es so nicht funktionieren kann ist nun mit etwas Substanz untermauert. :top:


Man kann diese Substanz aber auch anders interpretieren.

Klaus zitiert hier --> Link einen Artikel des Manager Magazins, der auf einen Bedarf an 120 Terawattstunden kommt. Diese Zahl deckt sich mit diesem Artikel --> Link aus Spektrum der Wissenschaft (bitte lesen, ist nicht lang), der von 115 TWh ausgeht. Im Artikel werden 115 Mrd kWh genannt, was 115 TWh entspricht.

Dies klingt erstmal nach furchtbar viel, ist aber "nur" das Doppelte unseres bisherigen Stromüberschusses, den wir 2016 exportiert haben. Dazu kommt, wie ich schon mal schrieb, dass auch in Raffinerien viel Energie für die Herstellung von Kraftstoff aufgewendet, die dann eingespart wird. Die Berechnungen sind sich nicht einig, man kann aber grob davon ausgehen, dass allein die Energie, mit der Sprit für 100 km Fahrtstrecke produziert wird, ein E-Auto 30-50 km weit fahren kann. Sooo viel fehlt also nicht mehr, um den zusätzlichen Bedarf für eine theoretische vollständige Elektrifizierung ausgeht. Für 50% oder mehr würde der Strom jetzt schon reichen.

Was wäre denn die Alternative?

Weitermachen wie bisher und Öl/Gas verbrennen?
Kann man machen, wenn einem alles egal ist, weil man eh schon ein gewisses Alter und keine Kinder hat.

Wasserstoff?
Viele wissen nicht, dass Wasserstoff nur ein Energieträger, aber keine Energiequelle ist. Wasserstoff ist im Prinzip wie eine Batterie - er kann Energie nur transportieren. Zur sauberen Erzeugung von Wasserstoff aus Wasser ist mehr Energie aus Strom erforderlich, als bei der Verbrennung wieder gewonnen werden kann. Daher würde Wasserstoff nur das Problem der Reichweite und der Betankungsgeschwindigkeit lösen, nicht aber des Strombedarfs.

Ät 19grisu63
Ein "normaler" Hybrid (kein Plug-in) von Toyota ist nicht teurer als ein vergleichbarer Diesel.

Grüße
Frank

kurt2 am 03 Jan 2018 15:34:01

palstek hat geschrieben:Dazu kommt, dass auch in Raffinerien viel Energie für die Herstellung von Kraftstoff aufgewendet, die dann eingespart wird.
Frank


Könnte es sein, dass auch die Herstellung der benötigten Akkus Energie verbraucht?

palstek hat geschrieben:Was wäre denn die Alternative?
Frank


M.E.:
1) in erster Linie entsprechende Forschung um den fossilen Brennstoffen äquivalente Speichermedien zu entwickeln.
2) parallel entsprechende Infrastrukturmaßnahmen

Gast am 03 Jan 2018 15:40:04

palstek hat geschrieben:...
Ät 19grisu63
Ein "normaler" Hybrid (kein Plug-in) von Toyota ist nicht teurer als ein vergleichbarer Diesel...

Das mag ja alles stimmen, aber Toyota gibt es in unserer Firmenflotte nicht. Ich bin im Augenblick noch ziemlich eingeschränkt auf VW/Audi, BMW und Mercedes. Die Tatsache, dass es kein Privatfahrzeug ist, macht die Suche nicht leichter. in den nächsten 2-3 Wochen wird die Entscheidung fallen und bestellt.

Gast am 03 Jan 2018 15:56:46

Steffen, Volvo auch nicht?

So was z.B.

--> Link

Gast am 03 Jan 2018 16:03:54

Thomas, nimm mal den Bruttolistenpreis von dem Volvo mal 0,03% mal 104km! Das ist der Betrag, den ich dann versteuern muss. Du willst doch nicht, dass ich am Hungertuch nagen muss :eek: Ganz ehrlich, für den Preis bekomme ich ZWEI Golf.

Unabhängig davon gibt es auch keinen Volvo im Fuhrpark. Wir sind da ziemlich festgefahren auf deutsche Fahrzeuge

Gast am 03 Jan 2018 16:11:31

Gerade noch mal geschaut.... der Listenmehrpreis für den Volvo-Hybrid sind 20k Ocken! :eek:

Alles klar.... Diesel! :ja:

macagi am 03 Jan 2018 16:22:09

19grisu63 hat geschrieben:Hab ich mir auch angeschaut. Die sind sowas von teuer, dass die auch wieder ausscheiden. Wie erwähnt, ist mein einfacher Arbeitsweg 104km, die muss ich auch versteuern. Je höher der Bruttolistenpreis, desto mehr zahle ich jeden Monat.


Ich habe einen Prius, der als Firmenwagen läuft, mit 1% Regel.

Schade dass es von deutschen Herstellern nur relativ teure Hybride gibt, speziell Mercedes ist ein Witz.
BMW 330e hab ich mir mal angeschaut, der "normale" Prius ist aber deutlich günstiger, Plug-In kommt auch Richtung 40T€......

Gast am 03 Jan 2018 16:55:22

macagi hat geschrieben:Ich habe einen Prius, der als Firmenwagen läuft, mit 1% Regel.

Die 1% würden mich nicht stören, kämen nicht die besagten 0,03% pro Kilometer noch dazu. Für jemanden, der nur einen kurzen Arbeitsweg hat, ist das kein Problem. Deshalb muss ich schon auf den Preis schauen, muss der Privatmann aber auch. Diese Preise sind einfach noch viel zu hoch, um wirklich einen Anreiz zu bieten.

rkopka am 03 Jan 2018 17:09:22

palstek hat geschrieben:Dazu kommt, wie ich schon mal schrieb, dass auch in Raffinerien viel Energie für die Herstellung von Kraftstoff aufgewendet, die dann eingespart wird.

Solange die E-Autos aus Alternativen Energien gespeist werden schon, aber bei Öl/Kohle Kraftwerken wird ja auch Energie aufgewendet. Vermutlich weniger, weil im großtechnischen Maßstab.

Viele wissen nicht, dass Wasserstoff nur ein Energieträger, aber keine Energiequelle ist. Wasserstoff ist im Prinzip wie eine Batterie - er kann Energie nur transportieren.

Wenn es eine Wasserstoffquelle gäbe schon. Andersherum ist Öl auch nur ein Energieträger für Solarenergie von vor 50Millionen Jahren :-). Energie wird immer nur umgewandelt und nicht erzeugt. Selbst bei der Kernspaltung hat da mal eine Supernova mit viel Energieaufwand Uran erzeugt.

Zur sauberen Erzeugung von Wasserstoff aus Wasser ist mehr Energie aus Strom erforderlich, als bei der Verbrennung wieder gewonnen werden kann. Daher würde Wasserstoff nur das Problem der Reichweite und der Betankungsgeschwindigkeit lösen, nicht aber des Strombedarfs.

Verluste hast du aber überall. Wasserstoff mit Strom aus einem Kohlekraftwerk zu erzeugen ist sicher nicht sehr sinnvoll. Andererseits kann man Wasserstoff auch speichern, was gut für überschüssige Wind/Sonnenenergie ist. Außerdem gab es da mal einen Bericht, wo sie mit CO2 ein anderes Gas (Methan?) hergestellt haben, was z.B. durch die bestehenden Erdgasleitungen verteilt werden könnte und damit bestehende Infrastruktur verwendet werden kann. Bis auf die Verluste wäre das auch CO2 neutral.

In Amerika hat sich da einer auf einer Farm recht autark gemacht. Er erzeugt mit Solarstrom Wasserstoff, den er für die Heizung und für sein Auto benutzt. Evt. auch für Strom, wenn die Sonne nicht scheint ? Die Anfangskosten sind sicher nicht ohne, außerdem braucht er Platz für Solar und Tanks. Das ist vielleicht bei einem Reihenhaus in der Innenstadt nicht so einfach, aber irgendwo am Land ?

RK

cbra am 03 Jan 2018 19:46:35

auch interessant WEF zu teslas E- Laster

--> Link

macagi am 03 Jan 2018 21:50:46

Tesla wird langsam eine Witzfirma.
Gerade haben sie die ProduktionsZahlen für das Modell 3 nach unten revidiert.
Und Laster wollen sie auch noch bauen.....

Vielleicht gehen die ja demnächst ins Kraftwerksgeschäft......

willi_chic am 04 Jan 2018 10:31:35

ich denke daß die folgenden www einen guten Überblick über Produktion, Im/Export, Installierte Leistung etc geben, teilweise auf 15 min heruntergebrochen, wobei auch Jahreswerte verfügbar sind --> Link
erspart das mühsame Zusammensuchen.

wieviel PKW- Elektromobilität in D vom Netz her verträglich wäre mag sich jeder selbst herauslesen, wobei halt das Problem der mangelnden Ladeinfrastruktur bleibt (Henne - Ei - Problem)

grüße klaus

kurt2 am 04 Jan 2018 13:16:27

macagi hat geschrieben:Tesla wird langsam eine Witzfirma.
Gerade haben sie die ProduktionsZahlen für das Modell 3 nach unten revidiert.
Und Laster wollen sie auch noch bauen.....


Ja, und zum Mars will der Knaller auch noch --> Link

Ich fürchte es gibt wohl bald für so manchen ein düsteres Erwachen --> Link

macagi am 04 Jan 2018 13:54:31

kurt2 hat geschrieben:Ich fürchte es gibt wohl bald für so manchen ein düsteres Erwachen --> Link


Wobei die zitierten 2% in der Tagesvariation untergehen - die fallen oder steigen auch einfach mal so 2%. Die Kausalität von manchen Dingen wird manchmal nicht richtig eingeschätzt. Wenn Tesla jetzt 10% gefallen wären....sind sie aber nicht.

OffT:
Bei Intel ist das momentan anders - sind definitiv wegen dem Chipfehler gefallen, und AMD 10% gestiegen. Hier stimmt die Kausalität.

Wieder OnT:
So ein Hybrid Womo würde ich nicht schlecht finden - nie wieder schalten, und grosse Batterie schon an Bord!

kurt2 am 04 Jan 2018 14:09:37

macagi hat geschrieben:Wenn Tesla jetzt 10% gefallen wären....sind sie aber nicht.


Hallo,
abwarten.

macagi am 04 Jan 2018 15:05:26

kurt2 hat geschrieben:Hallo, abwarten.


Und, bist du short gegangen?

wolfherm am 04 Jan 2018 15:30:12

:thema:

willi_chic am 09 Jan 2018 11:10:53

eigentlich ist es ganz einfach herauszufinden was es bedeuten würde sein Womo auf Strom umzustellen, man braucht relativ wenige Daten um das herauszufinden:

- gewünschte Fahrstrecke in km
- Dieselverbrauch in l/100 km -> multiplizert mit 0,83 ergibt kg/100 km

es gilt
- Energieinhalt von Diesel = 12 kWh/kg
- Energieinhalt von Li-Akku =0,2 kWh/kg

für unseren 7-Tonner bei 400 km/Tag werden das dann knapp 3 t

da ist noch viel Luft für zukünftige Entwicklungen, dauert also noch.....

grüße klaus

macagi am 09 Jan 2018 19:41:50

Der Herr Fisker präsentiert sein neues Auto --> Link
Von diesem Akku hat Hymer bestimmt noch nichts gehört....

Taunuscamper am 09 Jan 2018 19:53:54

Mal wieder eine nette Spinnerei von dem Herrn Fiskers! Dafür ist er ja noch bekannter als Musk!!

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