Freesenjung am 21 Jan 2021 13:37:19 Moin, wir sind auf der Suche nach einem gebrauchten Wohnmobil. Wir sind auch schon fündig geworden. Jedoch bin ich jetzt ein wenig ratlos, da ich Horrormeldungen über den 2.2 TdCi von Ford gelesen habe. (kapitale Motorschäden) Was haltet Ihr von dem Fiat 2.3 JTD ? Der hat zwar "nur" 110 PS, aber da wir noch nicht soweit sind, große Touren zu unternehmen (wir stehen noch im Arbeitsleben) könnte das noch ausreichen. Ferner haben wir uns ein Wohnmobil angesehen, welches nur 3.000 kg Gesamtgewicht hat. Reicht das aus oder sollte man besser auf 3.500 kg gehen ? Über 3.500 kg ist indiskutabel. Grüße aus Ostfriesland Jan
wolfherm am 21 Jan 2021 14:05:48 Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum,
Wichtig beim Gewicht ist, wie viel verbleibt dir für die Zuladung. Was helfen dir 3500 KG zulässiges Gewicht, wenn dabei die Zuladung nur 300 KG beträgt. Danach würde ich mich erst einmal erkundigen. Da das Fahrzeug ja gebraucht ist, kann man es prima wiegen.
Swch am 21 Jan 2021 14:49:23 Hallo Jan Und willkommen im Forum. Der 244 mit dem F1AE0481C Motor ist jetzt über 15 Jahre alt, gell? Wenn der Motor 15 Jahre gelebt hat, worum sollte er jetzt sterben? Ich denke du liest zu viele Stories? Und meist ist der Horror der Fahrer! Solange Öl drin ist und keine Volllastfahren gemacht werden, leben die Motoren locker 250.000km. Achte lieber auf Werte wie Bj, Km, Zylinderkopfdichtung, Ölverbrauch. Du schreibst von wir? Wenn wir mehr wie 100kg wiegt, wie willst du dann mit einem 3to zgg zu recht kommen? Tank voll sind 70kg, Gasflaschen 20kg , Wasser 100kg usw. Für normale Camper ist 3.5to schon knapp. Schau dir den Unter-, Aufbau genau an. Ist Unten Rost oder Oben Wasserspuren. Finger weg, ausser du weisst was du tust. Achte weniger auf Marken, du brauchst jemanden, der Dir beim Anschauen hilft. Zb. Fingertest neben Fensterrahmen, Torf! Fahr doch mal auf dem lokalen Campingplatz und frag die Profis, du wirst mehr lernen als in jedem Buch steht. Vielleicht findest du auch gleich einen Camperfreund nach 2,3 mal, der für ein gutes Essen mal mit fährt zum anschauen? Viel Erfolg ;-) LG, Sascha
bhomburg am 21 Jan 2021 15:25:31 Ältere Wohnmobile, vor allem kleinere, (neu) günstigere, einfach aufgebaute so bis Anfang der 2000er, können sehr leicht sein und durchaus auch mit nur 3.000 kg Gesamtgewicht praxisgerechte Zuladung bieten. Luxus, holzfreie Konstruktionen, doppelte Böden und Top-Isolierung sind da aber nicht drin. Die 2.3 JTD -Motoren im Ducato sind von SOFIM für den (L)LKW-Einsatz entwickelt worden und haben keine Haltbarkeitsprobleme wie die 2.2-Liter-Motoren von Ford, die nicht nur im Transit sondern auch in Peugeot und Citroen - Transportern (Verkaufsbezeichnung "2.2 HDI" mit 120 PS) verbaut wurden. *Ich* würde ein mit diesem Ford-Motor ausgestattetes Wohnmobil nur mit deutlichem Preisabschlag kaufen - das Risiko eines Schadens fährt immer mit und sollte einkalkuliert sein. Ob das bei der derzeitigen Marktlage durchsetzbar ist - eher nicht. Dann stehenlassen und was anderes suchen. Die 110 PS reichen aus wenn da ein vergleichsweise leichtes älteres Fahrzeug mit bewegt werden soll. Der hat 270 Nm Drehmoment. Achten muss man eigentlich nur auf turnusgemäss durchgeführte Zahnriemenwechsel.
Womofreund2 am 21 Jan 2021 15:48:43 Hallo und willkommen. Obwohl wir selbst in der Familie einen 2.2l Ford Transit Kastenwagen Bj. 2010 hatten und dieser ohne große Reparaturen 320.000km bis zum Verkauf auf der Uhr hatte, würde ich dir persönlich von diesem Motor abraten. Warum, hast du ja selbst schon erwähnt. Mit der Motorleistung ist das wie mit dem Platz im Mobil. Je mehr man von beidem hat um so angenehmer wird das Reisen. Wir waren anfangs zu zweit mit einem 75 PS Renault mehrmals in Italien. Anschließend zu dritt 5 Jahre mit einem 100 PS Transit von Norwegen bis Rumänien unterwegs incl. dutzender Passstrassen. Jetzt ist es ein Transit mit 140 PS und 2.4l Maschine. Wichtiger als die Motorisierung war bei uns immer der für uns passende Grundriss zum verfügbaren Budget. Wenn du nicht gern selbst Hand anlegen willst bei notwendigen Verbesserungen und Reparaturen spielt evtl. auch die Nähe zu Händler oder Werkstatt eine Rolle. Viel Spass und Erfolg bei deiner weiteren Suche.
nap1d am 21 Jan 2021 16:28:42 Wir haben beim letzten Kauf auch kurz auf die Ford mit dem 2.2er Motor geschielt. Aber der Preis muss so gut sein, dass ein Tauschmotor im Vergleich mit drin ist.
Es gibt hier in der Ecke eine Werkstatt, die auf die Überholung von den Motoren spezialisiert ist. Der Rat war: Sofort die Injektoren tauschen (so ca. €1000-1500 damals), nur Edelsprit fahren, regelmäßige Bewegungsfahrten, nie länger mit halbvollem Tank abstellen. Und durch die Blume: Immer einen Motortausch einrechnen und das Geld dafür auf der Bank haben.
Meine Meinung: Was nutzt mir das, wenn mir der Motor in Spanien oder Norwegen platzt? Das kann dir natürlich auch mit einem Hymer auf Benz-Basis passieren (gibt ein schönes Video auf youtube), aber die Ford ziehen das leider an.
Dann wäre noch die Frage welches Womo. Für einen Kastenwagen reicht der 110ps Motor wahrscheinlich, unser Alkoven hat 130, das ist ok, aber ich freu mich immer, wenn ich über die Grenze komme und die Tempolimits beginnen. Mehr als der kleine Motor und Handschaltung geht aus meiner Sicht bei 3.5t nicht. Ich komme mit beidem aber gut klar, habe aber vor dem Kauf einige Mobile besichtigt und auch gewogen!
Tinduck am 21 Jan 2021 17:00:20 Wie Wolfgang schon schrieb, bei dem 3-Tonner ist nicht das zGG wichtig, sondern die Zuladung. Wenn der leer nur 2500 Kg wiegt, kanns klappen.
An Motoren würd ich vom 2.2er Ford abraten (bekannte Gründe), und den 1,9er TD von Fiat würd ich ohne Not auch nicht nehmen. Ist ein PKW-Motörchen, das eigentlich immer unter Volllast betrieben werden muss und dann gern mal die Kopfdichtung schmeisst. Aber nur bei älteren Baujahren vor 2003 ein Thema, danach gabs den nicht mehr.
bis denn,
Uwe
Freesenjung am 23 Jan 2021 15:42:30 Ein herzliches Moin aus Ostfriesland, erstmal Danke für die Tips. Ich denke das der Fiat mit 110 PS für uns erstmal ausreicht. Wir planen eigentlich nur Touren an die Ostsee oder in die Niederlande bzw. Belgien oder Frankreich. Also nicht in die Berge. Ich bin eigentlich auch eher der Cruiser. Und ein Zahnriemenwechsel hat bei mir immer pünktlich stattzufinden.Da bin ich sehr akribisch. Das WoMo mit 3 to. ZGG fällt auch raus. Da hätte ich nur noch 250 kg effektiv zuladen können, paßt nicht. Nach meinen Berechnungen wäre ich bei mindestens 450 kg. Ich schätze mal das ist auch noch vorsichtig berechnet. Ich habe meine PKW´s immer mit ca. 200.000 km verkauft. Also kann ich sagen, das ich materialschonend fahre. Ich möchte nur keine bösen Überraschungen erleben, nur weil der falsche Motor drin sitzt. Für die Aufbauten habe ich einen guten Kumpel mit 35 Jahren Wohnwagen und Wohnmobilerfahrung. Nur bei den Chassis und Motoren ist er nicht so fit. Da aber selbst beim ADAC der Ford unangenehm auffiel, nehme ich eher Abstand davon. Ich sehe mir demnächst ein Challenger 109 an schaun wir mal. Liebe Grüße aus dem "platten" Land Jan
Ruedi1952 am 23 Jan 2021 16:08:25 Unser hat 3,5 to wir sind durch die Alpen gefahren, 10000 km durch Scandinavien nie Probleme gehabt. Macht euch keine unnötigen Gedanken.
L3H2 am 12 Jan 2022 19:52:40 Vermisse immer die Angaben der Bauj. KM Leistungen u. Modellreihen. Habe früher auch Fiat gefahren als Alkhovenmobil. War eine entsprechende Katastrophe in Verbrauch, Reparaturen und Geräuschpegel. Aber die heutigen neuen Modelle kann man anstandslos empfehlen. Wobei ich Ford (Transit L3H2) ab Bauj. 2018 nur empfehlen kann. Super spritzig, geringer Verbrauch, laufruhiger Motor , guter Service an jeder Ecke weltweit, keine LKW Trägheit. Fährt sich wie ein PKW. Ist 3 cm schmaler als der Fiat aber immer noch breit genug für den Querbett Einbau.
Ruedi1952 am 12 Jan 2022 20:26:35 Wir haben einen Alkoven 3,5 to mit den 110 PS Motor und Fünfganggetriebe es gibt nur eines auszusetzen. Der Sprung vom 4. zum 5. Gang ist sehr groß man muss auf über 3000 1/min drehen damit der Anschluss passt. Sonnst reicht die Motorleistung aus um am Berg den LKW's davonzufahren. Der Motor ist ausreichend Sparsam von 9 ltr. Bis 12 ltr. ist alles möglich. Eine Reisegeschwindigkeit von 80 bis 110 ist realistisch. Bei uns ist bei 125 ende aber das fahren wir nicht. Der Motor ist robust und für über 400000km ausgelegt.
L3H2 am 14 Jan 2022 17:03:57 Ford Transitreie ab 2018 L3H2 Motor 2 L-131 PS .6 Gang. Verbrauch realistisch da ich das Fahrzeug selbst regelmässig fahre 7,5-9 Liter als Wohnmobil fertig. Bei regelmässiger Wartung und (wichtig alle 20000 KM Oelwechsel mit Filter)(nicht wie Ford empfiehlt alle 60000 KM) sind bei Drehleistungen des Motors (mittel 1800-2000) locker 500000KM drin. Da aus irgendwelchen Gründen Jemand(wollte wohl Punkte sammeln) glaubte das der Zahnriemen durch das Oelbad laufen muss ist es wichtig darauf zu achten das entsprechende Motoroel für diesen Motor immer zu verwenden. Zusätzlich empfehle ich den Unterbodenschutz aufzutragen. Werde ich auch in naher Zukunft machen um am Unterboden Rost auf Zukunft zu vermeiden. Das Fahrzeug ist spritzig - wendig -handlich -ruhig- und die Schaltung exakt. Lässt sich mit 2 Fingern schalten ausser Rückwärtsgang.
Ahorne7500 am 14 Jan 2022 17:42:01 Hallo, unterwegs, die 3,5 to KleinSpedis aus LT, EST, PL, SLW ... die fahren weder Fiat, noch Ford, die fahren Renault Master.
Vielleicht nicht ohne Grund.
Wir haben einen Ahorn Canada AD auf Renault, Bj 17, 19 tkm, 11-12 ltr/100km auf Arbeit fahre ich einen Transporter Master, ständig beladen, Bj 16, 180 tkm, 9-10 ltr/100km
Beide keine Probleme. .
Pechvogel am 14 Jan 2022 19:15:04 Ich Ihr wisst aber schon dass der TE hier vor fast genau einem Jahr gestartet ist?! Ob das Womo um das es ihm ging noch zum Verkauf steht? Grüße Dirk
Ahorne7500 am 14 Jan 2022 20:32:34 Pechvogel hat geschrieben:Ich Ihr wisst aber schon dass der TE hier vor fast genau einem Jahr gestartet ist?! Ob das Womo um das es ihm ging noch zum Verkauf steht?
Grüße Dirk
Hallo, Uuupps. Wer lesen kann ist im Vorteil. Hast Recht, Danke für die Info. .
L3H2 am 15 Jan 2022 12:41:21 Der Renault war bei mir auch eine Option (guter Motor und ausgereifte Technik). Aber optisch hat der Ford doch ein wenig angenehmeres Aussehen und ist in Nichts im Nachteil. Bei der Wahl der Tansporter als Betriebsfahrzeuge spielen weniger diese Vorzüge eine Rolle sondern die von den jeweiligen Herstellern angebotenen Finanzierungen oder Laesingmöglichkeiten. Gruss
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