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Weil ich zu dösig war, brauchte ich eine neue Handbrause. Also bin ich zum Vertragspartner meines Vertrauens gefahren, legte die defekte Brause auf den "Ersatzteile"-Tresen und bat um ein intaktes Exemplar. Der freundliche Mann ging in das Lager und kam mit neuer Brause wieder: "Die ist eigentlich für einen Carthago, ist aber baugleich mit Ihrer". "Danke. Was kostet mich das?" "Ähäm. Also - 79,90€." "Bitte!?!" "Ich schau nochmal." Eine Minute Später. Mit der nächsten Brause: "Die hier ist für Knaus." "Sollte passen. Ich habe einen Weinsberg. Und?" "49,90€." "Das klingt schon besser. Aber noch nicht günstig." Vor uns lagen drei absolut identische Handbrausen - zwei in Tüte, eine ohne Gewinde. "Vielleicht wollen Sie mal im Baumarkt nach so etwas suchen?" "Danke, ich denke, das ist eine gute Idee. Bis bald!" Im Internet habe ich dann die "Handbrause Julia" von Reich für 24,90€ beim Campingausstatter bestellt. Aber was für eine dreiste Preisgestaltung des Händlers! Oder sind das etwa Vorgaben des Herstellers? Mich überrascht das jetzt nicht. Nennt sich Marktwirtschaft. Du hast doch Internet, suche "Handbrause Wohnmobil" da wird dir geholfen! Gruß Hans Naja, der Händler hat mehrere Brausen da liegen, evtl. musste er für die schon mal in Vorkasse gehen und das Geld ist erst mal weg, bis irgendwann mal jemand kommt und eine Brause braucht. Das kann ja dauern. Dann war da ein Mitarbieter, der clever genug ist zu wissen um welche Brause es sich handelt und dir die beiden Brausen raussucht. Selbst wenn er für die Brause nur 30 EUR verlangt hätte, geht der ein oder andere nach Hause, googelt, findet die 24 EUR Brause, bestellt und bringt die andere vom Händler zurück. Natürlich ausgepackt. Wer bezahlt jetzt den Händler für die Lagerhaltung, die Kosten für den Mitarbeiter, der die Brause im schlimmsten Fall wieder einpacken und ins Regal zurücklegen muss. Richtig, derjenige, der sich nicht über den Preis beschwert. Was jetzt? Entweder großzügig bezahlen und dankbar sein, dass man einen menschlichen Ansprechpartner hat, der vielleicht auch mal hilft, wenn man nur eine Frage hat, oder ein Ersatzteil nicht im Internet erhältlich ist, oder gleich erst mal im Internet suchen, kaufen und sich später aber nicht beschweren, wenn es bald keinen "analogen" Zubehörhandel gibt. Hallo, wenn man eine Druckpumpe hat kann man alle Haushaltsarmaturen aus dem Baumarkt verwenden, habe ich damals im Ontario so gemacht. Merke: Überall wo Camping draufsteht wird es teuer und die Qualität nimmt überproportional ab. Hallo Thoddie, der Verkauf von Ersatzteilen unter € 50.- lohnt nur mit immensen Margen. Hersteller bestellt komplette Armatur mit Duschkopf. Dann muss der Duschkopf als Ersatzteil angelegt werden und bevorratet werden, weil es der Kunde erwartet. Der Händler kauft es dann dort zu schon horrendem Preis ein und schlägt dann zw. 15-100% drauf, da die Person, die die Ersatzteile heraussucht auch bezahlt werden muss. Egal ob Du eine Spezialschraube oder ein Markise anfragst, der Aufwand für Bestellung, Vereinnahmung im Lager, Lagerkosten, Übergabe an Dich, Bezahlvorgang ist immer der selbe Prozess. Bei einem Garantiefall legst Du dem Händler einfach auf den Tisch. Wenn Du den Service der Suche, Beratung und Abwicklung vor Ort beim Händler nicht bezahlen willst, dann kannst Du selbst recherchieren, wo das Teil herkommt und selbst besorgen. Dann kostet es weniger Geld, aber dafür Zeit. So viel zum Thema „Opportunitätskosten“. Beim Garantiefall hast Du wieder mehr Aufwand mit Einpacken, versenden, tracken, bist evtl. In Telefonhotlines,… Gruß Grandeur Leider sind die Ersatzteile teuer, schau mal nach der gleichen Brause bei einem Bootszubehörhändler - ich hatte selbst mal einen solchen Shop und hatte das Problem sogar beim Einkauf. Eine Shurflow-Pumpe wollte ich im Großhandel für einen Kunden bestellen und bin stutzig geworden, da ich die identische Pumpe selbst für mein Wohnmobil für nicht mal die Hälfte gekauft hatte. Ich habe dann die Artikelnummern verglichen und künftig das selbe Produkt beim Großhandel für Caravaning eingekauft. Natürlich findet man im Netz die Ersatzteile immer noch günstiger und das geht leider zu Lasten der örtlichen Händler - ich habe auch aufgegeben, weil meine Einkaufspreise einfach zu hoch waren.
Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich nutze gerne den Vor-Ort-Service eines Händlers. Wohlwissend, dass das etwas mehr kostet. Ich habe das Womo und alles Zubehör dort gekauft, alle Reparaturen, HU, Inspektionen, etc. dort machen lassen. Was ich nicht begreife ist der Preisunterschied zwischen den völlig identischen Handbrausen ("Julia" von Reich) für einen Carthago und für einen Knaus. In diesem konkreten Fall immerhin 30,-€! Ich möchte hier nochmal den Herren vom Serviceteam loben. Mein persönlicher Mitarbeiter des Monats. Wir haben beide alle drei Brausen unter die Lupe genommen und konnten keine Unterschiede feststellen.
Ich habe einen alten Schulfreund der hat KFZ-Mechaniker bei VAG gelernt und arbeitet da auch heute noch ( bzw wieder ). Der hat mir mal erklärt dass zum Konzern u.a. VW, Skoda, Audi und teilweise Porsche gehören und das u.U. das gleiche Bauteil sowohl im Polo als auch irgendeinem Porsche verbaut ist. :D Der Preis des original eingeschweißten Bauteils mit einem Aufkleber "für Polo XY" ist aber ein ganz anderer als das gleiche Bauteil, in der gleichen Tüte aber mit einem Aufkleber "für Porsche 4711". Wenn der Porschefahrer jetzt zufälligerweise weiß welches Teil auch in welchem Polo eingebaut wäre... :mrgreen: ( würde der Porsche vermutlich ganz schnell verkauft! :mrgreen: ) Grüße Dirk Die Kundschaft von Carthago hat weniger Zeit, um sich über die Preise von Ersatzteilen zu wundern. Die beschäftigen sich damit, dass genug Geld reinkommt, um den nächsten Liner zu kaufen. Und warum auch sollte Preispolitik bei den Ersatzteilen anders sein als bei den Wohnmobilen? Insbesondere werden Ersatzteilpreise nicht danach gemacht, was die Herstellkosten sind. Na ja Dirk, das mit Porsche und Polo trifft vielleicht auf den Drehschalter für die Heizung zu. Sicherlich aber nicht für Teile, die leistungsabhängig anderen Belastungen ausgesetzt sein können. Zumal da sehr wenige Gleichteile vorhanden sein können. Dafür sind die Baureihen Polo und Porsche ein wenig zu weit auseinander. Wenn dein Bekannter jetzt den Leon und den Polo erwähnt hätte, könnte ich ihm vielleicht eher glauben. :D
Das es keinen Porsche mit einem 45PS-Polo-Motor gibt ist schon klar. Aber Konzerne arbeiten halt modellübergreifend mit standardisierten Teilen ( nach Werksnorm ). Da sind im Bereich "Türöffnung", Innenraumbeleuchtung, etc teilweise gleiche Bauteile verbaut. Und um mal den Hersteller zu wechseln: Ford hat im Mondeo und im Transit z.B. die gleiche Scheibenwaschpumpe verbaut. Und da Jaguar auch mal zu Ford.... :mrgreen: Grüße Dirk Dirk, so ähnlich schrieb ich oben. Das mag für Ford so stimmen. Aber Porsche…… Aber lassen wir es. Gehört nicht zum Ersatzteilmarkt der Wohnmobile. Hallo, unser Brausekopf war auch defekt. Wir haben dann im Baumarkt für unter 15 Euro einen neuen gekauft. Funktioniert seit ca. 2 Jahren problemlos. Liebe Grüsse also das die Preisgestaltung von Zubehör oder Ersatzteilen speziell bei Campingfahrzeugen Abenteuerlich ist....dürfte nur für Neulinge neu sein. Die Plaste-Handbrause vom Carthago ist an der Cromauflage Manufaktur Handpoliert ...das machen bei der Reich-Brause.. Chinäsen :lach: ....natürlich in der selben Bude Das Problem wird meines Erachtens durch die Hersteller verursacht. Wenn Dein Händler mehrere Marken vertritt, muss er sich ein und das gleiche Ersatzteil unter Umständen mehrfach ins Lager legen (zu unterschiedlichen Preisen). Bei Garantie-Abrechnungen mit dem Werk wird in der Regel der Einkaufsnachweis verlangt. Sollte also ein Wasserhahn bei Carthago auf Garantie eingereicht werden, kann der Händler nicht das Reimo -Katalog-Teil abrechnen.... Und wenn man die teuren Teile schon im Lager liegen hat, liegt es ja Nahe, dass man sie dann auch an den Endkunden verkauft. VG, westy75 Brause geht ja noch. Bestell mal nen neuen Kompressorkühli. Da bist du mit über tausend bis über zweitausend Euro dabei für einen klapperigen Plastikkühlschrank, der nichts besser kann als die 150-Euro-Möhre vom Media Markt, ausser dass der Kompressor mit 12 V läuft, was den Preisunterschied mitnichten rechtfertigt. Ich bin sehr froh, dass Bimobil so weit wie möglich auf Standardteile setzt. Normale Haushaltsarmaturen im Bad und in der Küche, Duschabtrennung ebenfalls, Aussen am Aufbau ist alles, was leuchtet, eine Standardleuchte aus dem LKW-Zubehör, und alle Schlösser und Riegel für den Innenraum gibts bei Reich für kleines Geld - oder bei Bimobil für einen relativ moderaten Aufschlag. Nur die Einbauten wie Kühlschrank, Klo und Heizung sind natürlich wieder aus der Camping-Apotheke, zumindest in der Basisausstattung. Ich finde den Ansatz eigentlich gut, den die Amis in den dicken Kisten haben... fette Akkus, Wechselrichter und dann wird einfach Haushaltsware eingebaut. Da ist für jeden (Preis)Geschmack was dabei und Ersatz lässt sich überall beschaffen. Nur doof, wenn man unter 3,5 Tonnen bleiben will. bis denn, Uwe
Wenn man so denkt, dürfte es keinen Einzelhandel mehr geben. Im Grunde ging es ja nicht darum, dass Ersatzteil zwischen Einzelhändler und Internet zu vergleichen. Es lagen ja auch identisch Teile auf dem Tisch des Einzelhändlers mit deutlich unterschiedlichen Preisen. Und wenn sich ein Einzelhändler eine Handbrause auf Lager legt, wenn das für ihn eigentlich unrentabel ist, ist er selbst Schuld. I.d.R. bestellen die Händler auch erst dann, wenn die Ware gebraucht wird. Ergänzend I: Als ich im Sommer in meiner KfZ-Werkstatt war, sagt mir der Meister klar, er müsse 10% draufschlagen und hat sich dafür noch entschuldigt, weil er sonst bei der Steuer Probleme gibt. Ergänzend II: Zugegeben kaufe ich auch vieles im Internet, weil es da einfach vorhanden ist. Ich hatte es öfters, dass ich extra zum Händler gefahren bin, nur das er mir sagt, muss er bestellen. Dann darf ich aber noch einmal hin. Meist ist es dann nicht das richtige Teil und er schaut mich schief an, weil ich es doch nicht nehmen. Schlimmer, wenn man es schon zu Hause hatte. Beim Online-Handel schickt man es einfach zurück ohne X-Mal irgendwo hin zu müssen. Klar fehlt da die Beratung vor Ort, aber dafür hab ich ja euch... :lach:
Beratung im Einzelhandel? Ganz im ernst, ausser bei extrem speziellen Themen weiss man nach 10 min Internetrecherche eh mehr über den gewünschten Artikel als der Verkäufer. Insbesondere erfährt man auch was über die Nachteile, was im Laden nicht immer gegeben ist... Und für ein Standard-Ersatzteil braucht eh niemand Beratung. bis denn, Uwe und ich habe heute eine Handbrause mit Multi-Duschkopf für 7,99 bei Aldi erstanden...... grüße klaus Hier geht es ja auch um ganz andere Kosten des Händler vor Ort. Im Preis der Brause sind viele Dinge enthalten: Vorfinanzierung, Lagerplatz, Beratung, Anschauen und Haptik des Kunden, 2 Jahre Gewährleistung, persönliche Arbeitszeit (auspacken, einräumen, verbuchen, Inventur zählen, mit Kunden diskutieren), usw. Wenn der Händler unter Preis verkauft legt er Geld drauf, warum sollte er? Natürlich bekommt man überall bessere Ware und günstiger, das fängt schon bei den Armaturen an. Wie schon geschrieben ist Camping= teurer. Wer ein 25 € Artikel im Netz bestellt schickt den meist nicht innerhalb 2 Jahren zurück, im Laden würde ich den vorbei bringen und umtauschen. Glaube nicht das der Händler von der Brause reich wird oder Wucher betreibt. Na ja, bei Usern mit linken Händen beidseitig wird eben zugelangt. Techn. findige suchen erst im Netz und besorgen günstig. Das Magnetventil in der Zuleitung Klo sollte 50€ kosten. Im Netz 5,39€ incl. Muss ja kein "Original" sein, soll nur schalten. Die Leute von Truma jammern auch schon weil die Nachbauten aus China erheblich günstiger werden. Freu! Kauft mal Ersatz beim freundlichen Hymerfuzzy: Türschloss wurde versucht zu öffnen. 300€ nur für den äußeren Griff, dazu Montage=600€. Selbst machen. Da konnte ich gleich alles gut fetten. Vor vielen Jahren als ich noch Auto schraubte gabs beim Händler nix direkt, nur über Beziehungen. Von welcher Firma kommen Sie???? Gut dass solche Firmen weg sind. Verkauf über 3 Ebenen damit alle etwas abbekommen. Neee danke. Gutes Beispiel ist auch die SW Aktualisierung der Einbaunavis. Unverschämte 300€ - 400€ nur für neue Karten die eh von Navigon kommen und im Netz kostenlos vorhanden sind, nicht nur im DEB....Dazu faseln DB BMW und Co irgendwas von Sicherheit usw, blablabla, wieder was für den Michel. Da muss kein Händler bevorraten. Er kann die SW beliebig kopieren und vertickert sie. Wenn nicht, ist dieses System noch unverschämter. Den Preis macht ja nicht der Händler sondern die Firma, bei der der Händler einkauft. Und wenn jemand einen Brausekopf von und für Carthago will dann kauft der Händler das Teil bei Carthago ein. Außerdem muss, zumindest für Carthago, sichergestellt sein dass der Brausekopf bei Händler A genauso viel oder wenig kostet wie bei Händler B. Hergestellt haben den Brausekopf aber weder Carthago noch Knaus sondern vermutlich irgend ein Chinese. Importiert durch einen Großhändler haben dann viele Firmen dran verdient. Die Frage ist nur wie viel? Womo-Hersteller wie Carthago, Knaus und Co. schlagen vermutlich am meisten auf den Preis auf da sie die größten Nebenkosten im Unternehmen haben und vermutlich durch eine Mischkalkulation "alles mitfinanzieren". Dem Händler ist das dann gar nicht soo unangenehm weil er auf seinen Preis ja prozentual aufschlägt / schlagen darf. Der Importeur bzw ein "kleiner freier Händler" schlägt aber vielleicht nur seine viel geringere Marge auf. Grüße Dirk
Über die Markt-billig-Nachbau-Überschwemmung aus China freu ich mich nicht, lieber zahle ich auch mal mehr. Bald kommt unser Rindfleisch auch aus China weil es billiger ist? Ansonsten waren Originalteile schon immer teurer als nachbauten(was aber nichts mit der Qualität zu tun hat) Ein bischen mehr für den Aufwand ist ok, aber nicht Faktor 9, und schon gar nicht wenn die Ware aus dem Osten nur gelabelt wird, der Preis mit ner NUll hinten ergänzt wird. Sieh LiFexxxyy Accus und "Deutsche Hersteller " Meine Brembo Scheiben waren deutlich günstiger als die von Fiat, Klötze waren gleich. Kein Original, aber gut, rate mal wo die gefertigt wurden in WE? Mann kann nur hoffen das solche Händler fix erkannt werden und pleite gehen, ....ist aber anscheinend vergebens. Hallo, solange Verbraucher bereit sind diese überhöhten Preise zu zahlen, solange werden diese auch verlangt werden. Der Camping Boom sorgt für einen weiteren Preisanstieg, begründet wird dies natürlich mit gestiegenen Energiekosten und Rohstoffpreisen, in Wahrheit ist es Gewinnmaximierung. Wenn ich hier so mitlese, haben viele sogar noch Verständnis für die „armen“ Händler und Hersteller. Wenn ich für einen Plastikwasserhahn von Reich über 50€ bezahlen soll und der schönere aus Metall kostet im Baumarkt 35€, dann muss ich nicht lange überlegen. Mir tun die Leute leid die mangels Handwerklichem Geschick und Kenntnissen alles in Werkstätten machen lassen müssen, hier wird kräftig abgezockt. Noch schlimmer ist es im Solar Bereich, Büttner und Co. können ihre Module zu Wucherpreisen an den Mann bringen. Ich war oft geschäftlich in China, in Shanghai gibt es Hersteller die werben damit, dass man alles bereits mit seinem eigenen Label kaufen kann, um dann ein Made in Germany zu bekommen wird es als „Bausatz“ nach Deutschland geliefert. Dann wird der tolle Sinuswechselrichter mit sattem Gewinn an ahnungslose Kunden verkauft. Sorry, aber wir als Verbrauche dürfen nicht alles mitmachen. Natürlich darf man nicht alles mitmachen aber irgendwo zahlt die deutsche Wirtschaft auch die Strassen auf denen wir fahren mit. Sorry, aber in manchen dingen bin ich etwas patriotischer und zahle auch gerne etwas mehr. Der Wasserhahn für 20€ mehr macht mich nicht ärmer und den Händler nicht reicher. Moin, Meine Meinung: so ein Duschkopf mit Schlauch (wahrscheinlich immer aus China) über 10€ fände ich schon unverschämt. Ansonsten mache ich es mittlerweile eher umgekehrt, also das mit Onlinehandel und Einzelhandel. Ich recherchiere im Netz mein bevorzugtes Produkt mit allen Vor- und Nachteilen. Gehe dann in den Einzelhandel und kauf das da mit meist sehr kleinem Aufschlag dafür mit Service. Fand der Verkäufer meines neuen Küchenherdes interessant und frug: und Wieviel haben Sie jetzt mehr bezahlt bei mir, als im Onlinehandel? Antwort: 50€, aber dafür hätte ich ihn nicht auch noch angeschlossen bekommen, die Verpackung und das Altgerät wären stehen geblieben und ich hätte mich selbst kümmern müssen. Am Ende fand ich's im Fachhandel fast schon zu günstig. Aber dafür war ich über das Gerät deutlich besser informiert als der Verkäufer... Gruß Thomas
Moin, ich denke, der Handel lebt nicht nur von durchlaufenden Posten. Grüße aus NI
Wenn ich anfange zu denken, was selten vorkommt, fällt mir grad ein, das der gesamte Campinghandel gerade wohl am Hungertuch nagt...und wenn ich bedenke, dass der TE das Fahrzeug, das Zubehör, die Inspektionen etc. alles bei dem Händler bezahlt hat, dann verstehe ich den Händler nicht mehr. Da wäre es für den Betrieb wohl langfristig günstiger gewesen, den Duschschlauch samt Kopf an einen treuen Kunden zu verschenken, da ihm die EK-Preise wohl bekannt sind. Aber mit den Möglichkeiten steigt auch die Gier. Mein Motto ist immer: Leben und Leben lassen. Das gilt aber immer für beide Richtungen. Gruß Thomas ich brauchte eine neue scheibeum mein Biemetallzu fiexieren ,ein Pfenigteil müsste ich 15 € bezahlen Ein neuen Drehschalter für den Herd 50 € In meinen verständnis WUCHER Schönen Gruss Natürlich soll der Händler was verdienen, wir arbeiten oder haben in unseren jeweiligen Jobs auch nicht für lau gebuckelt. Sonst könnten wir uns ja auch nicht unsere Mobile leisten. Aber wenn für 2 Gasdruckfedern sowohl und unabhängig voneinander von einem Campingausrüster und von dem Markenhändler unisono € 320 gefordert werden und dieselben Federn vom Fachhandel für € 72 inkl. Versand geliefert werden, dann ist verständlich, dass wir uns umschauen, wo wir gute Qualität für akzeptable Preise erhalten. Ein lieber Kollege hat sich seine speziell geformten Katzenaugenfolien am Heck vom einem Betrieb, der mit solchen Folien handelt und sie verarbeitet, für € 15 schneiden lassen und nicht die geforderten € 150 des Markenhändlers gezahlt. Günter Hallo: und da war ich mit dem PKW auf dem Weg zum TÜV als mir einer bis dorthin folgte und mich aufmerksam machte, dass mein Blinker re. hinten nur noch flimmert. Ich bedankte mich und ging nebenan zu der PKW- Vertretung: das rechte Kombirücklicht war für 180,00 Euro vorrätig. Ich bedankte mich und ging ohne, nach Hause und bestellte das Rücklicht für 58,00 Euro im Internet! So ist leben und leben lassen: ich will leben und lasse das R-Licht beim Händler :lol: :lol: :lol: So long KH
Aha, weshalb soll es für Ford und XXX stimmen und für Porsche und VW nicht? Wolftherm, gib doch nicht immer deinen Senf dazu, zu Dingen von denen Du keine Ahnung hast. Die Autoindustrie bezieht einen sehr großen Teil über Zulieferer. Du wirst in einem Porsche haufenweise Teile finden welche Du z,B. auch in einem Dacia findest. Übrigens ist es auch nicht unüblich, dass Motoren aus einem Porsche baugleich mit einem Motor aus dem Audi- WV-Konzern sind. Die Preise hingegen sind nicht gleich. Du musst natürlich nicht kontern und erklären, dass im Polo nicht der V6 eines Porsches steckt. Das wissen wir hier schon. Und so etwas hat Dirk ja auch nicht behauptet Gruß Thomas
Ich wollte mir mal, in einem „nicht Camping-Fall“, zwei Gasfedern für 350,- Euro kaufen statt der 1400,- die die Original-Ersatzteile kosten sollten. Gleicher Durchmesser, gleiche Länge, gleiche Kraft, gleiche Ausführung ( Befestigung ),… Bis der Hersteller der günstigeren Gasfedern, bei einem Telefonat mit mir, erfahren hat welche Gasfedern ich ersetzen wollte. Er meinte dann die sind nicht vergleichbar! Da müsse er passen, da käme er nicht mit… Die original Gasfedern waren mit einem speziellen Gas gefüllt, hatten spezielle Kolbenringe und Dichtungen und vor allem integrierte Ventile die die Kraft linear gleich gehalten haben. Äußerlich sahen die absolut gleich aus! Grüße Dirk Lieber Thomas, Zu deinem Verständnis: Mit Ford kenne ich mich nicht aus, deswegen mein Hinweis darauf. Mit Polo und Porsche kenne ich mich schon etwas besser aus. Vielleicht verstehst du jetzt, was ich meinte. Und wenn nicht, ist mir das auch egal….. Das mit den Chinesen ist wohl so eine Hassliebe, Mal kriegen sie kloppe, mal Streicheleinheiten. Bei den Händlern kann ich ich mir gut vorstellen daß durch den Verkauf von Fahrzeugen nur noch mit Mengenrabatt Gewinn generiert wird, wie das bei Artikeln nun Mal so ist, welche sich von selbst verkaufen. Dann hat er noch Lagerhaltung für zwei identische Duschköpfe die er unter verschiedenen Namen verkaufen soll. Die Frage wird sein ob wir morgen auch noch einen Einzelhandel wollen, oder darauf verzichten können. Klaus Hinzufügen möchten ich noch, das ich die Erfahrung gemacht habe, beim letzten click in meinem Internet Kaufrausch einen Mindermengen Aufschlag zuzahlen musste. Oder immer genau auf den Versandkosten Anteil achten muss. Was den Vergleich mit dem Einzelhandel lohnt. Aber um auf das Eingangsposting zurück zukommen, finde ich, das da wo ich mich beraten lasse, auch kaufe. Klaus
Für Klein- oder Billigteile verlasse ich das Haus nicht mehr - die Fahrtkosten zum Laden sind da ja meist schon höher als der Kaufpreis. Das wird alles im Internet bestellt. Bei größeren Anschaffungen mach ich mich im Netz schlau, und wenn es vor Ort einen Händler gibt, wird dort gekauft - ggfls. inklusive Lieferung und Entsorgung der Altgeräte. Erstaunlicherweise liegt der kleine Elektrokrauter vor Ort bei Herd, Kühlschrank und Co. bei Markengeräten auf dem gleichen Preisniveau wie Media Markt etc., wenn man Lieferung und Entsorgung mit einrechnet. Das kostet nämlich bei den großen Ketten überproportional viel Aufpreis und relativert die paar Euro, die die im Prospekt billiger sind. bis denn, Uwe
Solche Aussagen hat es in anderen Branchen, z.B. dem Modellbau, auch mal gegeben. Da wurde "Kleinkram" und Standard-Artikel im Internet bestellt statt beim örtlichen Händler. Und wenn so ein Ruderhorn im Netz nur 4,60€ statt 5,50€ gekostet hat dann war der Fachhändler ja auch fast 20% teurer. Versandkosten werden nicht mitgerechnet. Teure Artikel, deren Qualität man auch haptisch beurteilen wollte, hat man sich beim Fachhändler angesehen ( bevor man dann im Netz bestellt hat ). Und jetzt ist "das Geschrei groß" weil es kaum noch Fachhändler gibt und die Wege so weit geworden sind....
Aber selbst wenn Du eine Möglichkeit hast die Artikel selber abzuholen und ggf. ohne Kosten entsorgen zu lassen: hast Du Deinem örtlichen, kleinen Elektrokrauter mal die Möglichkeit geboten in direkte Konkurrenz zu den großen Ketten zu treten in dem Du ihn mit deren Preis konfrontiert hast? Nach dem Motto: "Ich brauch´ keine Beratung ich brauch´das Gerät XY das da hinten links in der Ausstellung steht..." In der Regel "bewegt" sich der kleine Krauter dann nämlich. Und wenn er dann der Staubsauger bei ihm nur noch 10,- Euro teurer ist und Du ihn kaufst ist das eine Win-Win Situation. Grüße Dirk Wenn mit Duschköpfen so viel Geld verdient wird mach ich morgen einen Duschkopfladen auf!
Nur das der Händler, der den Duschkopf bei Knaus oder Carthago eingekauft hat, 1. vermutlich den VK vorgeschrieben bekommt und 2. den Duschkopf schon zu einem sehr hohen Preis eingekauft hat. Wenn Du also mit den Duschköpfen viel Geld verdienen willst dann müsstest Du Wohnmobil-Hersteller werden! :D ( oder selber "umlabeln". Dann darfst Du dich halt nicht "erwischen" lassen ) Grüße Dirk
Umlabeln ist doch gar nicht nötig. Es reicht völlig, in der Artikelbeschreibung zu schreiben 'Passt bei Bürstner, LMC, Knaus und Volkner' :D Auf so einen schnöden Duschkopf wird kaum ein Womo-Hersteller einen Gebrauchsmusterschutz oder Schlimmeres eingetragen haben. Es ist halt die alte Leier bei den Ersatzteilen. Ein Auto, zusammengebaut aus dem Ersatzteilregal, wäre auch 5x so teuer wie normal aus dem Werk gekauft, Arbeitszeit zum Zusammenbau nicht gerechnet. Oder glaubt wirklich jemand, ein Austauschmotor in einem 50.000 Euro Auto kostet den Hersteller 10.000 Euro?? bis denn, Uwe Ich rege mich schon lange nicht mehr über die Preise auf. Sie variieren je nach Geschäftsmodell und Vielstufigkeit der Vertriebskette, logistischen Aufwendungen sowie Gewährleistungs- und Serviceaufwand. Teile, die man in einer kurzen Vertriebskette recht direkt kaufen kann sind natürlich günstiger. Beanstandungswege je nach Quelle mitunter länger. Als Kunde haben wir die Möglichkeit Alternativen zu finden und diese zu wählen oder eben nicht. Für mich spielt neben dem Preis immer der Aufwand auf meiner Seite eine Rolle. Wer es mir leicht macht, kann auch mehr Geld nehmen - das entscheide ich von Fall zu Fall. Im Moment habe ich ein "Kulanzangebot" von BMW zum präventiven Austausch eines im Fahrzeugdach verbauten Akkus für den Notruf. 50% der Kosten will BMW übernehmen - übrig bleiben noch knapp 400€. Das Angebot nehme ich in dieser Form nicht an und finde eben Alternativen. Wenn ich mich ärgere, ändert das nichts. Dann kann ich genauso gut fröhlich bleiben.
Manchmal ergeben sich da interessante Ergebnisse. Ich habe im Internet einen bestimmten Boiler gesucht ~€1300-2000. Der günstigste Händler (kein Riesenladen) war auch noch relativ nah (~40km), so daß ich den Boiler abholen hätte können. Allerdings war die Zustellung dann sogar gratis oder sehr billig. Und sie erfolgte durch einen Großhändler gleich bei mir um die Ecke.
"Mein" relativ naher Fachhändler hat zum Glück früh genug auch auf Versand gesetzt. Daher gibt es ihn noch (mit Laden), und seine Preise sind selten schlechter als bei anderen größeren, solange die nicht irgendeine Aktion mit Kampfpreis haben. Bei den verschwundenen kleineren war die Auswahl oft zu klein und die Preise selbst im Vergleich mit anderen lokalen Händlern zu hoch. Wenn die dann erst wieder alles bestellen müssen, bringt mir das nichts. Bei einem anderen (größeren) Händler war ich früher öfter im Laden, weil man manches einfach anfassen will oder muß. Wenn das weniger ein Punkt war und die Summe hoch genug, dann auch lieber bestellen, weil die Spritkosten (und Zeit) nicht zu verachten sind. Ich hatte auch schon Artikel, die ich aus D oder selten China bestellt habe, weil sie hier einfach zu teuer waren. Und das sind nicht 10% sondern eher 50-100% ! Irgendwann rentiert sich die Lokalförderung für den Käufer nicht mehr, weil sie nichts bringt. Wenn man dem Verkäufer erstmal erklären muß, was man will und daß er es tatsächlich hat ! Im Womo Bereich ist das Problem, daß man manches immer noch nur über einen Händler bekommen kann. Wenn der überhaupt bestellen will ! Wenn nicht, ist man angeschmiert. Das habe ich auch bei etwas speziellerem Werkzeug gesehen. Die Baumärkte haben es nicht mehr und die meisten Fachhändler dafür verkaufen hier nicht an Konsumenten. Ein Werkzeughändler (für Konsumenten) hätte das Teil sogar gehabt (laut Homepage), aber die Mitarbeiter haben es nicht gefunden ! Einige Wochen später bin ich selber im Laden darüber gestolpert. Das Teil war immer da, nur hatten die keine Ahnung. RK |
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