Wir haben uns bewusst gegen einen Backofen entschieden, weil wir zur Kategorie der Freisteher gehören. Damit fällt für uns Landstrom aus. Bei einer Entscheidung für einen E-Herd bei CP-Stehern sollte man bedenken, daß vor allem bei etlichen CP im Ausland die Stromstärke beim Landstrom auf 4 ... 6 Ampere begrenzt ist. Das ist für einen E-Herd zu wenig.
Für einen E-Herd bei Freistehern sollte man schon eine sehr hohe Batteriekapazität und eine leistungsstarke
Solaranlage haben. Unsere 600 Ah und 600 Wp scheinen mir da zu wenig.
Um lange autark sein zu können, muss der Gasverbrauch minimiert werden. Der größte Gasverbraucher im Sommerhalbjahr ist der Kühlschrank (also deshalb Kompressorkühlschrank bei uns) und ein Gasherd wäre auch ein großer Gasverbraucher. Euro-Flaschen werden aber nur in Deutschland und Österreich getauscht und wir haben schon einige Male im Ausland mit leeren
Gasflaschen gestanden, weil niemand diese auffüllen wollte, obwohl wir die erforderlichen Adapter besitzen. Wer im Ausland auf einem CP oder SP steht, für den lohnt sich eventuell der Kauf einer dortigen Gasflasche, aber wir sind meist in mehreren Ländern unterwegs und wollen uns nicht mit einem Sammelsurium verschiedener nationaler Gasflaschen belasten. Dazu kommt, dass es in manchen Ländern verschiedene Gaszusammensetzungen gibt, z.B. reines Propan, reines Butan und alle möglichen Mischungsverhältnisse. Gerade im Süden wird im Sommer gern Butan verwendet, da längerkettig als Propan und damit bei hohen Temperaturen besser, aber Murks bei normalen kühleren Temperaturen, da dann schlechtere Verdampfung. Man kann aber nicht eine Butan-Gasflasche in eine Propangasflasche tauschen. Also kann es passieren, dass man z.B. in F bald mehrere Flaschen für verschiedene Gaszusammensetzungen hat.
Nicht immer passen die ausländischen Gasflaschen von ihren Abmaßen her in das Gasfach des Womos. Wir waren mal mit einem gemieteten
Womo (französische Marke: Chausson) in Frankreich und keine der vielen Typen an 11 Kg-Flaschen passten in das Gasfach - waren zu hoch, d.h. die französischen Gasflaschen passten nicht in ein französisches Womo.
Fazit: Abhängigkeit von ausländischen Gasflaschen vermeiden.
Letztlich ist es auch eine Frage der persönlichen Vorstellungen, ob man wirklich einen Backherd benötigt und man die damit verbundenen Probleme tolerieren kann. Jeder muss auf seine Art glücklich werden.