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Bei Austausch von Blei-Akkus auf LiFePO4-Akkus halten sich hartnäckig teils unberechtigte Gerüchte (Mythen) und erschweren die Entscheidung der Ratsuchenden. Einerseits werben Akku-Händler mit einem 1:1 Umtausch, was fast immer, ja mit Forenhilfe immer öfter :wink: geht, andererseits versucht der Handel Zusatzgeschäfte mit Argumenten für Ladegerätetausch und Booster-Einbau zu machen. Ich halte mich an das Motto von Andreas (andwein): :idea: "Erst messen, dann analysieren, danach planen und dann erst umsetzen" :idea: Das ist kein Fachbeitrag, sondern das Ergebnis meines persönlichen Praxistests und ich möchte nach 2 Saisonen Praxis meinen Beitrag vom März 2021 --> Link neu zusammenfassen bzw. korrigieren und ergänzen. Zur Info mein 200 Ah Selbstbau --> Link Mythos 1: Mindestens 1 Ladegerät mit Lithium „Kennlinie“ ist notwendig. Falsch! LiFe-Akkus nehmen „alles“ was sie kriegen. Blei-Lader mit einer Ladeschluss-Spannung von 14,2 bis 14,4 V können weiterverwendet werden (nicht auf AGM 14,8V einstellen). Bei voller werdendem Li-AKKU geht der Strom gegen Ladeende bis auf 0 Ampere zurück. Das ist vereinfacht gesprochen der Zellchemie geschuldet. Eine kurze Absorptionsphase (besser Blei-Säure als BLEI-GEL, aber beides geht) und die folgende Erhaltungsspannung von 13,4- 13,8 V der meisten Blei/Säure-Kennlinien sind ein guter Kompromiss. Wer Solar am Dach hat, wird den Netzlader meist deaktivieren können und hat vom Frühling bis zum Herbst: "Landstrombefreiung" :lol: Mythos 2: Das Ctek MXS10-Ladegerät oder welche mit ähnlicher Schaltung (z.B. CBE) dürfen wegen der automatischen RECOND-Kennlinie (Desulfatierung) nicht verwendet werden. Unbedenklich! Mit Blei-Einstellung 14,4V konnte mit dem CTEK problemlos alleine oder bei Bedarf zur Erhöhung des Ladestroms zusätzlich parallel mit Netzlader des EBL oder/und dem 10A Laborladegerät ohne manuelles Einschreiten geladen werden. Natürlich darf ein Temperatursensor für Spannungskompensation nicht angesteckt sein. Mythos 3: Unterbrechungs-Schalter vorsehen, damit der (volle) Li-Akku nicht „gestresst“ wird. Unnötig! Die paar Voll-Ladungen in der Saison mit LSSP zwischen 14,2 und 14,4 V ermöglichen das regelmäßige Balancen. Weiters wird eine Erhaltungsladung in der Nähe der Ruhespannung des Akkus von 13,4 - 13,8 V die ausgelobte Lebensdauer von mehr als 2000 Zyklen kaum verringern. Viel schlimmer wäre eine unbeabsichtigte Tiefentladung. Eine weitere Gefahr besteht, wenn nur der Ladeport des AKKUS per App abgeschaltet wird! Hohe Stromentnahmen bei abgeschaltetem Ladeport können das BMS zerstören. Mythos 4: BMS-Balancer mit 50 mV reichen nicht, es braucht unbedingt Zusatzbalancer. Nicht notwendig! Zum Balancen reicht es bei guten Zellsätzen, wenn zweitweise die Zellspannung von 3400 mV (>13,6 V Akkuspannung ) überschritten wird. Nach gutem Initialbalancen driften gute Zellen kaum. Mittlerweile gibt es bereits Balancerboards mit 150 mA Balancern. Wenn ein Akku häufige OVP-Abschaltungen wegen Disbalance hat, wird die Kapazität zunehmend verringert. Selbstbauer können sich helfen, bei Fertigakkus geht es manchmal mit Forenhilfe, sonst Garantiefall! Mythos 5: Ladebooster ist zur Ladestrombegrenzung und Vermeidung von Rückströmen zwingend erforderlich. MESSEN ! Bei Euro 6d Fahrzeugen müßte man die Lima-Regelung deaktivieren lassen, ansonsten ist ein Booster ratsam. Bei älteren Fahrzeugen – Empfehlung messen! Lima 130A, Hymer-Ladetechnik (konkret 2007) über EBL 101 und Trennrelais mit Originalverkabelung und 50A Absicherung völlig problemlos. Kühlschrank und Fahrzeugverbraucher wie Licht usw. reduzieren zusätzlich. Ich habe maximal 30 A Ladestrom, maximal 14,1V Ladespannung gemessen, es gab keine nennenswerten Rückströme bei vollem LI-Akku. Booster oder Idealdiode nicht erforderlich. Falls ich während der Fahrt dringend Nachladung brauche, schalte ich den Kühlschrank auf Gas (Crashsensor vorhanden). Mythos 6: Große Akkus brauchen einen Austausch auf leistungsfähigere Ladegeräte: Das hängt vom Reiseverhalten ab. Eigentlich ist in der Regel genau das Gegenteil der Fall. Mit größerer Batterie hat man größere Reserven und kann nachladungsarme Zeiten (z.B. vorübergehend fehlenden Solarertrag) besser überbrücken. Grundsätzliches: Das BMS (Batteriemanagementsystem) ist zum Schutz des AKKUs da und soll nur in Ausnahmefällen abschalten. Ansonsten muss die Umgebung (Ladespannung, Einbauort, Programmierung) angepasst werden. Falls der AKKU nicht frostsicher eingebaut werden kann und bei Frost geladen werden muß, ist eine andere Lithiumtechnik (temperaturfeste LiFeYPo4 – Winston) notwendig. Von angebotenen „Zellheizungen“ halte ich weniger. Noch ein Tipp bei geplanten Hochstromentnahmen über einen Wechselrichter: Das BMS limitiert den Lade- und Entladestrom. Auf die ausgelobte Dauerstromentnahme achten. Bei Parallelschaltung mehrerer AKKUs kann sich der Strom verteilen. Also überlegt euch auch im Sinne von "Nachhaltigkeit", ob "empfohlene" Zusatzinvestitionen beim Akkutausch wirklich notwendig sind oder ob das Geld sinnvoller ausgegeben werden kann. Helmut Hallo Helmut. Sehr, sehr gute Zusammenfassung. Dafür an Gutn.
Hier noch eine Ergänzung zu diesem Gedankengang. Habt ihr dieses Problem. Bieten sich 2 Lösungen an. 1: Hybrid mit einer PB Batterie. 2: Hybrid mit einer kleinen Winston und einer LifePO4. Blaue Becher. Und beide Varianten sollten über ein BMS gesteuert werden, dessen Temperatursensor/Elektronik, zum Abschalten des Ladeport geeignet ist. So könnt ihr auch Kosten sparen. Und die LiFePO4 in dem richtigen Temperaturfenster betreiben. Franz Hi, ok, alles nachvollziehbar. Mein Lithiumakku soll gern mehr als 10 Jahre halten. Bedeutet das, ich hätte nichts verändern müssen, um die Lebensdauer voll auszuschöpfen? Ist das alles nur Blösinn mit den Kennlinien für verschiedene Lithium und dem speziellen Winterprogramm mit 70% Erhaltung? Beruhen Deine Ausführungen auf Theorie oder Erfahrungen? Gruß Das sind die Erfahrungen hier im Forum. Insbesondere die Winstons gibt es inzwischen seit ca. 8-10 Jahren, und da sind User dabei, die die Dinger richtig quälen und bisher auch ohne spezielle Ladetechnik und '20-80%' Angst keine Kapazitätsverluste o. Ä. sehen können. Blaue Becher sind vielleicht etwas empfindlicher, da fehlen noch die Langzeiterfahrungen. Aber vieles wird eben einfach von Leuten behauptet, die Geld mit 'Zusatztechnik' verdienen oder irrtümlich von anderen Akkutypen (LiPos etc.) analog geschlossen, was für LiFePOs nicht richtig sein muss. ätt Helmut, danke für die Zusammenfassung - aber bei der Überschrift der Balancer müsste es 'mA' und nicht 'mV' heissen :) Was jetzt wieder fehlt, ist das Anpinnen des Beitrags oben im LiFePO-Bereich... bis denn, Uwe
Sehr gute Zusammenfassung, auch von mir einen Punkt! Zum Thema AGM und 14,8V Entladespannung: Meine Erfahrung: Die Spannung der Geräte unter Last (2x55W parallel) mal wirklich messen. Bei vielen Geräten wird man überrascht! Ich habe früher auch alles geglaubt was drauf steht! Gruß Andreas Hallo Helmut, tolle Zusammenfassung! Da muß ich dir doch gleich mal einen 'Guten' geben. zu
Langzeiterfahrungen von 10 Jahren haben wohl die wenigsten. Ich. Habe meinen Akku jetzt ca 1 Jahr im Alltagsgebrauch. Lediglich im Winter schalte ich den Kompressorkühlschrank aus. Ansonsten läuft alles das ganze Jahr durch. Auch die Heizung steht im Winter ständig auf 5* C. Ladekennlinie = Gel Ich komme pro Jahr auf 32 Zyklen, da wird der Akku mit Sicherheit seine 500 Zyklen schaffen und 10 Jahre halten! Lg Kai
Hallo Uwe :wink: "eh klar" würde der Mundl aus "Ein echter Wiender geht nicht unter" sagen ... Mythos 4: BMS-Balancer mit 50 mV EDIT: 50 mA reichen nicht, es braucht unbedingt Zusatzbalancer. Nicht notwendig! Mittlerweile gibt es bereits Balancerboards mit 150 mA Balancern. Danke für Korrektur und "Blumen". Helmut
Was habe ich geändert? Das Bordladegerät wurde gegen ein "Pb 1220 SMT 2B"von Votronic getauscht. Das bietet mit der LiFePo Ladekurve eine sehr schnelle Ladung bis zum Schluss (20A) und durch den Temperatursensor am Akku einen Temperaturschutz. Das merke ich auch aktuell (Minus 8 Grad und WoMo kalt) mit nur 6A Ladestrom. Der eine Solarladeregler (Habe zwei Stränge) wurde gegen einen "MPP 250 Duo Digital" von Votronic getauscht. Hier wurde (aus 5 verfügbaren) das passende Ladeprogramm ("„LiFePO4 14,6 V“ mit 13,6V Erhaltungsladung) gewählt. Der andere war schon ein Votronic.... und die dürfen sich ja besser nicht "beißen" im Lade- und Erhaltungsziel. Der Redarc BCDC1240D B2B Booster wurde auf LiFePo umgestellt. Auch das merke ich. Wenn das WoMo -8 Grad hat macht er nichts, bis er warm ist (ok, hat im Gegensatz zu den Votronics keinen eigenen Temperatursensor am Akku, sondern nur die eigene Temperatur). Sobald er warm ist pumpt er 40A in den Akku. Wären 40A Ladestrom das bei einem -8 Grad kalten LiFePo auch ok für Akku und/oder BMS? Klar, man kann sagen, "dass muss das BMS regeln", aber ist das so? Muss und kann das BMS alles verbrennen, was da ankommt, weil die andere Technik nicht passt? Winterprogramm? Das "Pb 1220 SMT 2B" bietet ein Programm, dass den Akku bei 50%-80% hält und alle entnommenen Bedarfe puffert. Da habe ich einfach mal pauschal "70%" geschrieben. Vielleicht passt meine Sichtweise nicht, aber ich verwende bei meinem 170 PS 2l Diesel im WoMo auch kein altes 20W-30 Öl, wie für einen alten XXX (auch wenn er damit wohl einige Zeit laufen würde), sondern das, was vorgesehen ist, um die geplante Haltbarkeit zu ermöglichen. So denke ich auch in Bezug auf meinen Akku (gern 10 Jahre.) und hoffe, ich bin da nicht zu sehr verblendet. Mit besten Grüßen
Das BMS soll nicht als "Laderegler" mißbraucht werden, sondern wenn die eingestellten Grenzwerte überschritten sind, zuverlässig abschalten. Und das tut es zuverlässig, gegebenenfalls beobachten oder testen, dann ist man sicher. Du hast u.a. das Bordladegerät getauscht um "sicher zu gehen", obwohl dies vermutlich :ja: gar nicht notwendig gewesen wäre, denn LiFe-Akku und Solar = weitgehende "Landstrombefreiung" Und nicht falsch verstehen, ich kritisiere deine Haltung nicht, ist ja schließlich dein Geld :wink: Welches Bordladegerät war vorher im Wagen? Helmut
Irgendwie hast du da ein Missverständnis, wie Batterien und Ladegeräte interagieren. Eine LiFePO lädt auch mit einem Blei-Ladeprogramm sehr schnell, weil das Ladegerät ja auch da versucht, auf (z. B.) 14,4 Volt Ladeendspannung zu kommen und solange reinpumpt, was reingeht, bis die 14,4 Volt erreicht sind, dann geht es auf Float bei 14,4 Volt oder Erhaltungsladung, je nach Programm. Mein altes Calira (das noch nie von Li gehört hat) lädt bis 99% SOC mit 10 A und geht dann langsam in dem Maße runter, wie die Akkuspannung ansteigt. Das regelt aber der Akku durch seinen steigenden Innenwiderstand und nicht das Ladegerät! Das versucht nur, die Spannung auf 14,4 Volt hochzuziehen und liefert den Strom, den es dann noch hinbekommt! Bleiakkus reagieren schon bei viel kleinerem SOC mit steigendem Innenwiderstand und deshalb geht der Ladestrom da auch viel früher runter. Und genau das ist auch der Grund, warum man für LiFePOs keine spezielle Ladetechnik braucht. Ausser, man will lange Float-Phasen nach dem Vollladen vermeiden (ist oft bei Gel-Ladeprogrammen der Fall). Ein BMS muss auch keinen Strom 'verbrennen', wenn es abschaltet. Da fliesst einfach nix mehr und fertig. Wenn der Widerstand gegen Unendlich geht, ist der Strom gleich Null, ganz einfach U/R = I. Aber besser ist es, wenn die Ladetechnik so eingestellt ist (über eine passende Ladeendspannung), dass sie aufhört zu laden, wenn der Akku ausreichend gefüllt ist; BMS-Abschaltungen sollten immer eine Ausnahme bleiben, z. B. bei zu niedriger Temperatur. bis denn, Uwe
Ab in die Tonne mit dem Teil. Ein neu gekauftes LG. Sollte das können. Das bei bestimmten Temperaturen das Laden unterbunden wird.
Blöde Frage: Warum laden die SR immer noch. Warum lässt dein BMS es zu, das noch geladen wird bei Minustemperaturen. Entweder sind die SR nicht dazu in der Lage. Dann gilt das auch mit der Tonne. Oder dein BMS unterbindest das nicht. Das nur zum nachdenken. Franz Echt jetzt? Votronic produziert nur für die Tonne? In der Anleitung steht "Unter 0 °C wird der Ladestrom zum Schutz der Batterie deutlich reduziert, LED „Battery I“ erlischt kurz alle 2 Sekunden, es ist dann mit längeren Ladezeiten zu rechnen " Und... "Bei abnormen Batterietemperaturen z.B. < -20°C, >50 °C wird die Ladespannung zum Schutz der Batterie stark auf die Sicherheitsladespannung ca. 12,80 V reduziert" Sind die wirklich seit Jahren so blöd, Ladegeräte nur für die Tonne zu bauen? Die bauen auch für Büttner.
Ooooh, wenn das so ist, dass sie für diese Apotheke bauen, sind sie natürlich über jeden Zweifel erhaben :roll: Nee im Ernst, auch große Hersteller bauen mal Mist - oder das Gerät ist falsch konfiguriert (Mäuseklavier, Bluetooth-Zugang?). Es reicht halt nicht, sich was Tolles einzubauen und dann ist gut - man muss die Sachen unter den gewünschten Einsatzbedingungen testen bzw. vorher rausbekommen, ob sie dafür geeignet sind. Im vorliegenden Fall scheint weder dein Ladegerät noch dein Akku korrekt konfiguriert bzw. für den Einsatz bei tiefen Temperaturen geeignet zu sein. bis denn, Uwe
Warum sagst du uns nicht, welches möglicherweise gut verwendbare Ladegerät DU in die Tonne geworfen hast? Vielleicht hattest du (oder dein Berater/Händler) ja recht :?: :?: :?: Wir wollen ja alle Erfahrungen sammeln :wink: Und warum übergehst du die gut gemeinten Hinweise, dass bei den dargestellten Bedingungen eigentlich keine Ladung erfolgen sollte, wenn die Ladetechnik bzw. das BMS korrekt eingestellt wären? Natürlich, musst du nicht ...
:?: :?: :?:
Deine Sache .... Helmut Vielen Dank dafür und ein + von mir. Endlich mal alles zusammenfassend aufgeführt! Top! So soll Forum
Hallo Kai, gibt es einen Grund, warum du nicht auf Blei/Säure stellst? Helmut
Es war ein CBE CB-516
Warum sollte überhaupt keine Ladung mehr erfolgen? In der Anleitung zum Akku (CS-Batteries Untersitzbatterie) steht: "Auch das Laden bei geringen Temperaturen wird von unserem BMS gesteuert. Der normale Ladebereich ist von 0°C bis +50°C, wo die Batterie den kompletten Ladestrom (100A) aufnimmt. Liegt die Temperatur außerhalb dieses Bereichs, wird der Ladestrom verringert, so das sich die Batterie entweder langsam erwärmen oder abkühlen kann. Der Ladevorgang wird dadurch verlängert." Das deckt sich mit der Aneitung zum Ladegerät (lässt keine Lithiumladung ohne angeschlossenen Temeperatursensor zu): "Unter 0 °C wird der Ladestrom zum Schutz der Batterie deutlich reduziert" "Bei abnormen Batterietemperaturen z.B. < -20°C, >50 °C wird die Ladespannung zum Schutz der Batterie stark auf die Sicherheitsladespannung ca. 12,80 V abgesenkt und der maximale Ladestrom halbiert" Mein Redarc Ladebooster macht sich das da leider einfacher und schaltet unter 0 Grad einfach ab. Gruß
Schade drum.
Lesen bildet. Deine eigene Datenlage ist falsch. Leider.
Das ist der einzige in deinem Orchester, der richtig spielt.
Hast du dir den Text mal durchgedacht. Auch glaube ich, das der Text von einer Artic Version ist. Und der geringe bzw veringerte Ladestrom kommt daher, das die Heizung anspringt und das BMS abschaltet den Ladeport. Ich kenn bis dato kein BMS, das das kann, was CS hier zum besten gibt. Und ich wußte nicht, das Bauschaum so gut warm hält.Marketing ist das eine. Aber für mich zählen nur Fakten und Zahlen aus der Praxis.
Es ist absolut schädlich für eine Lithium Batterie bis - 20 Grad zu laden. Und noch ein Wort zu 12,8 V Sicherheitsladespannung. Ein Lithium Accu ist bei 12,8 Volt leer. Denke dir mal vollgendes Szenario. Accu Kalt Minus 21 Grad Durch die Lithium Einstellung wird der Ladestrom um die Hälfte reduziert. Also auf 10 A vermutlich. Das heißt aber auch nichts anderes. Das LG ladet einen Accu der Leer ist und - 21 Grad kalt ist mit 10 A. Der Accu ist im Arsch und du um eine Erfahrung reicher und um 1000.- ärmer. Ich will dir nicht deine Flausen nehmen. Aber das kann es nicht sein. Die Worte hier waren hart aber wenigsten Ehrlich. Franz
Hallo Helmut, mein EBL hat nur „AGM“ oder „Gel“ als Einstellmöglichkeit. Somit geht leider nur „Gel“. Lg Kai
Passt schon :daumen2: Helmut Ein interessantes Interview --> Link von Will Prouse mit dem CEO von Battleborn Battery zu Aufladen bei niedrigen Temperaturen, Lagerung, Langlebigkeit und vieles mehr sollte man sich geben :wink: Helmut Ergänzung zu Mythos 3: Nicht ständig Laden Wenn eine Erhaltungsladung zwischen 13,4 und 13,8 V problemlos ist, dann könnte man die meisten Blei-Netzlader in der Winterpause problemlos dauerhaft angeschlossen lassen, insbesondere wenn (auch geringe) Verbraucher angeschlossen sind (Frostwächter, Wechselrichter im Standbye). Eine unbeabsichtigte Tiefentladung sollte man besser vermeiden. ![]() 13,6 V "thats perfect" ist gemeint für (BATTLEBORN) LiFePO4-AKKUS Und bei zu tiefen Temperaturen würde das BMS ohnehin den Ladeport abschalten. Helmut Genau so mache ich das auch - meine LG haben 13,6 Volt Float-Voltage und wenn das Womo in der Halle steht, ist Landstrom dran und fertig. Die LGs schalten nach ein paar Stunden ab, der Akku driftet dann langsam in Richtung 13,5 Volt runter (Standby-Strom ist so 150-200 mA, altes Autoradio mit Programmierung und spannungsabhängig zugeschaltete Starterbatterie). Irgendwann kickt dann alle 2 Wochen mal das LG wieder rein, wenn die Spannung so weit abgesunken ist, und macht wieder voll. Das schöne daran ist, dass die Starterbatterie auch immer happy ist. Das stört so eigentlich keinen LiFePO-Akku, ausser sein Besitzer ist ein Anhänger der 'man-darf-LiFePOs-nur-bis-80-%-aufladen-sonst-erreichen-sie-keine-10.000-Zyklen'-Sekte. Nato-Knochen geht auch, aber erstens müsste ich den ja erst kaufen und einbauen, zweitens würde die Starterbatterie dann nicht mehr gepflegt und drittens müsste ich dann das Radio im Aufbau jedesmal neu programmieren. bis denn, Uwe Moin, wir stehen vor der gleichen Entscheidung wie viele hier im Forum. Meine AGM gibt den Geist auf und möchte auch auf Lithium umbauen. Ich besitze einen Weinsberg Orbiter Bj 2007 auf Ducato mit 130 PS. Also noch die gute alte Lichtmaschine einen Calira Laderegler und eine Alden Solaranlage mit 250 i Boost der verschiedene Lifepov Ladekurven kann. Der Calira kann nur Blei oder Gel. Das Womo steht neben dem Haus und bei Temperaturen an die Null Grad wird die Heizung angestellt und der Landstrom aktiviert. Die Batterie ist unter dem Fahrersitz und ich frage mich wer da so eisige Temperaturen hat. Gruß Frank
Durch das rechtzeitige Anmachen der Heizung kann es auch unter dem Fahrersitz keinen Frost geben, du fragst ... ich frage zurück - wo ist das Problem? Das BMS würde ein Nachladen verhindern, wenn die Temperatur zu tief fällt. Da manche Fertigbatterien falsch eingestellt sind, solltest du das aber sicherheitshalber austesten - beobachten .... Bezüglich Ladetechnik würde ich mir vorerst keine Gedanken machen, eine Blei-Kennlinie mit 14,2- 14,4 V reicht. Wenn du dich für einen Akku entschieden hast und weitere Fragen hast, mach bitte einen seperaten Tröd auf. Helmut
Es dürfte wohl die absolute Minderzahl der Womo-Besitzer sein, die Ihr Womo den ganzen Winter durchheizen. Insofern ist die Sorge um eine kalte LiFePO schon valide. bis denn, Uwe Wenn ich bei tiefen Minus Themperaturen weg fahren will schalte ich 2 Std. vorher die Heizung auf 22°C Raumthemperatur. Nach spätestens 2 Std. steht auch die LIFEPO auf 5°C, und sollte es das nicht haben verhindert das BMS das Laden bis +5°C erreicht sind. Und selbst ohne vorheizen geht losfahren sofern das BMS richtig eingestellt ist. denn bis +5°C lässt das BMS keine Ladung durch. Ich sehe nicht wo hier die Probleme sein sollen ausser etwas LIFEPO Paranoia
Na ja, das Thema ‚wo misst der Temperatursensor‘ und ‚Ist das BMS vernünftig eingestellt‘ bleibt halt. Nenn es paranoid, aber ich würde mir keinen Akku ins Auto stellen, bei dem die beiden Punkte nicht zufriedenstellend zu überprüfen sind. bis denn, Uwe Wenn der Temperatur Fühler richtig funktioniert...und auch das BMS richtig eingestellt ist...kein Problem...mit dem Temperatur Fühlern ist das so eine Sache...oft sehr ungenau...und verändern in ihrer Lebenszeit ihren Wiederstand und damit auch die Werte die sie übermitteln.
Da geb ich dir Recht darum kaufe nur was du prüfen kannst........ Hallo, Z. B. darin, dass ich zwar auch vorheize, aber das Fahrerhaus meines Alkoven sehr gut vom Aufbau isoliert ist. Aufbau 9°, Fahrerhaus -8°. Und da kann ich lange auch mit der Fahrzeugheizung heizen, bis die Batterie durch den Sitzkasten und Isolation (gegen Stromkontakte) durchkommt. Also die eigene Situation nicht pauschal für die einzig mögliche halten! Es kommt immer auf die Situation an, und so pauschale Wörter wie "Lifepo Paranoia" finde ich darum nicht so wirklich angebracht. Es gibt für alles unkomplizierte Lösungen, in meinem Fall LiFeYPo4 ohne BMS und dafür mit Balancern. Einsteigen, losfahren, benutzen, ganz einfach. Und das völlig ohne Paranoia, ohne ständige Kontrolle der Zelladungen, richtige Einstellungen für Temperatur usw.. Nur den Verbrauch habe ich über einen BC im Blick. Da habe ich sogar nach zwei Tagen tatsächlich mal draufgeschaut. Gruß Klaus
Wow, ein Kompliment für Deinen großen Mut. Ich drücke Dir die Daumen, dass sich die große Energiemenge in Deinen Akkus, mangels BMS, nicht plötzlich so entlädt, wie Du es bestimmt nicht möchtest. ....bitte parke bei Deinen LiFePo ohne BMS nie neben meinem WoMo , denn ich bin nicht so mutig, wie Du :) Hallo, Warum sollte ich mein Womo ohne BMS nicht bei dir parken, und was ist an meinem System mutig? Kannst du mir bitte erklären, was du da meinst? Und warum sollte mir alles um die Ohren fliegen? Gruß Klaus
Das ist ein tausendfach erprobtes System, mit dem es auch Langzeiterfahrungen gibt - ganz im Gegensatz zu den schwarzen China-Kisten mit BMS. Und diese Winston-Bausätze haben sogar eine Schmelzsicherung, wieder ganz im Gegensatz zu den schwarzen China-Kisten. Ich weiss, neben was ich lieber parken würde…. Übrigens enthalten 200 Ah LiFeYPO so ziemlich die gleiche Energiemenge wie (neue) 200 Ah Bleiklumpen…. bis denn, Uwe Hallo, Vielleicht muss ich das Wissen von SidOmsa ein wenig auffrischen: Auf jeder Zelle sitzt ein Balancer. Alle Balancer sind miteinander verbunden, so dass es einen entsprechenden Ausgleich der Zellen gibt. Durch alle vier Balancer ist ein Kabel für Unter- und Überspannung durchgeschleift. Über diese Kabel wird ein Philippi Trennrelais gesteuert, das bei OVP oder UVP abschaltet. Es ist im Prinzip das vielfach erprobte System von Lars. Und jetzt bist du dran mit der Erklärung, warum du nicht wegen meinem Womo stehen willst oder warum ich mutig sein sollte. Da bin ich gespannt :ja: Gruß Klaus
Hi, Ich habe nicht die Neigung, mir jeden Eimer Eiswasser, den mir jemand hinstellt, über den Kopf zu gießen. Wir können hier bestimmt trefflich über LiFePo-Akkus ohne BMS und mit BMS diskutieren. Bringt leider nichts. Du wirst wohl in jeder Antwort behaupten und belegen, dass diese Akkus in deiner Konstellaktion kein BMS brauchen und ich werde versuchen zu behaupten und belegen, dass das sehr riskant und nicht sinnvoll ist immer ohne BMS zu arbeiten. ... und schon ist die schöne, ruhige Zeit zwischen den Feiertagen vorbei. Du bist eben meines Wissens sehr mutig und ich eben nicht. Bitte entschuldige, wenn ich Dir mit meiner Aussage "Kompliment für Deinen Mut" zu Nahe getreten bin. Liebe Grüße Hallo, Schade dass du dich einer sachlichen Diskussion entziehst und keinerlei Gründe nennst. Kein BMS heißt nämlich nicht, dass es keine Regelung gibt, also keinen Sicherheitsgurt, gibt. Ich bin sehr gerne auf der sicheren Seite und habe sogar regelmäßig geprüfte Feuerlöscher im Haus. Gruß Klaus Das Problem scheint eher zu sein, dass du dich mit der Materie nur ungenügend beschäftigt hast. Übrigens ist das BMS dazu da, den Akku zu schützen - nicht die Umgebung…. dafür gibts Sicherungen. Auf die man auch mit BMS nicht verzichten sollte. bis denn, Uwe
Ich habe gelernt, dass aus LiFePo nicht gänzlich vom "thermal runaway" ausgeschlossen sind. Ich meine also, den Schutz vor möglichen Überladungen durch das BMS, von anderen Funktionen, wenn die Peripherie das nicht bei jedem hergibt, mal ganz abgesehen ... und da ist der Eimer Eiswasser über meinem Kopf... viel Spaß :?
Das ist fachlich nicht korrekt. Diesen Effekt gibt es nicht bei LiFePo4 und LiFeYPO4. Darüber braucht man nicht zu diskutieren. Das andere ist die Verschaltung von Ionsome. Und ich verwende auch so ein System. Seit fast 7 Jahren. Und ich habe keine Starterbatterie. Es gibt nur einen Aufbauaccu und der Startet auch die Maschine. Also gibt es auch ein Leben ohne BMS, wie du es nur kennst. Und unsere Balancer arbeiten auf 1 Hunderstel Genau. Weil sie Analog arbeiten mit höherer Leistung. Und unsere Relais schaffen auch 450 A Starterstrom. Das versuch mal mit einem normalen BMS. Also immer schön auf dem Teppich bleiben. Es gibt auch Noch andere Systeme. Die den selben Zweck erfüllen. und auch besser arbeiten. Elektronische BMS von denen du gelesen hast. Sind dem LOW Cost Bereich zu gehörig. Des sind die 500er Pucherl. Mir haben aber einen Rolls. Franz [quote="Stocki333"] Also immer schön auf dem Teppich bleiben/quote] Alles klar, danke. Verstanden. ...und da ist das erwartete Eiswasser Hallo, Vielen Dank für die Antwort. Mir geht es hier nicht um Eimer mit Eiswasser (ich habe mich immer geweigert, an diesen Challenges teilzunehmen genau aus dem von dir genannten Grund :lach: , ich kann dich da sehr gut verstehen), aber du hast mich halt indirekt als fahrlässig hingestellt. Und dafür interessiert mich eine Begründung. Und eine sachliche Diskussion ist für mich auch völlig friedlich. Bei meinem System wird ja auch jede einzelne Zelle vor einer Überladung geschützt durch den Balancer in Kombination mit dem Relais. Bei OVP einer einzelnen Zelle wird die Ladung komplett abgeschaltet. Die verwendeten Balancer sind vom Hersteller auf die Werte der Winston abgestimmt. Darum besteht ein Schutz vor Überladung, der speziell auf diesen Zelltyp abgestimmt ist. Meiner Wissens macht ein BMS nichts anders als bei OVP oder UVP einer Zelle die Ladung abzuschalten? Wenn ich mich täusche, dann bitte ich um Verbesserung, ich lerne ja auch gerne dazu. Genau wegen dieser Gefahr einer Überladung würde ich niemals Akkus ohne eine Überwachung der Zellen und der Be- und Entladung benutzen. Hast du gemeint, dass ich einfach nur Zellverbinder nehme und dann Plus und Minus anschließe ohne irgendeine Kontrolle, weil ich "ohne BMS" geschrieben habe? Was bei mir fehlt, ist Bluetooth oder die Möglichkeit, die ganzen Werte abzufragen und zu verstellen. Das wäre über zusätzlich Geräte möglich, die ich anschließen könnte (nachdem ich sie für viel Geld gekauft habe). Ich glaube, dass wir uns im Grunde völlig einig sind: einen nicht geregelten Akku niemals, das wäre ein Sicherheitsrisiko. Und das will ich wirklich nicht. Es gibt nur verschiedene Wege dorthin. friedlicher Gruß und von mir kein Eiswasser (so hoffe ich jedenfalls) Klaus
Nein. Kein Eiswasser. Das gibts nur, wenn die Sachlichkeit fehlt. Nichtwissen ist aber kein fachlicher Fehler und auch nicht Untergriffig. Und es wurden hier schon harte Disskusionen geführt. Aber die Alten bleiben Hart aber Fair. Und wir akzeptieren auch andere Meinungen. Ob man Richtig liegt, steht auf einem anderen Blatt. Franz Hallo,
also für mich haben sich deine Beiträge so gelesen. Wenn du und auch Franz dann eure Akkus beschreiben mit OVP, UVP und Temperaturüberwachung, haben die in meiner Sicht ein BMS. Gruß Jürgen |
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