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Kaufberatung Wohnmobil für längere Reise


Oliwah am 03 Feb 2023 13:17:28

Guten Morgen,

ich lese hier seit ein paar Tagen mit, da wir mit dem Gedanken spielen, uns ein Womo zu kaufen. Wir haben bisher Erfahrungen auf verschiedenen Reisen in Womos gesammelt, die aber schon Jahre zurückliegen. Wir möchten uns das Womo primär kaufen, um ab Herbst für ein halbes Jahr in Spanien (Norden -> Süden) unterwegs zu sein. Wir sind 2 Personen mit einem mittelgroßen Hund, der auch gerne im Bett schläft. ;-)

Wir haben ein Budget von 40.000 EUR.

Was uns wichtig ist:
- Festbett im Heck (egal ob längs oder quer) 160 cm Breite wäre super. 140 cm wäre auch ok.
- Ausreichend Platz im Wohnbereich für schlechtes Wetter - gerne mit L und/oder Längsbank und drehbare Sitze
- Küche mit wenigstens etwas Platz zum Arbeiten
- Dusche für 190 cm lange Menschen - gerne auch separat.
- Große Garage für mind. 3 Fahrräder alternativ Heckträger
- Zuladungsspielraum soll ausreichend sein, weshalb wohl nur >4.000 kg zGg in Frage kommt.
- Autarkie für 3-4 Tage
- Gerne voll- bzw. teilintegrierter
- Dicht soll er natürlich sein. (Hierfür habe ich mir ein Messgerät bestellt.)
- Schön wäre natürlich auch ein doppelter Boden, da wir das Womo dann auch gerne mal für Trips außerhalb der Saison nutzen möchten.

Konkrete Modelle nach denen wir schauen: Eura Mobil Integra 690 u. 810, Niesmann + Bischoff 6700 u. 7100, Hobby 700/750

Vielleicht gibt es ja eine andere Empfehlung von eurer Seite.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Kauf, wenn es den überhaupt gibt? Ich bin heiß und möchte natürlich am liebsten sofort kaufen. Oder sollen wir besser bis zum Herbst warten, da der Markt dann besser ist, weil noch Bestellungen aus der Corona-Zeit ausgeliefert werden und sich der Markt dann etwas weiter beruhigt?

Freue mich über Anregungen, Hinweise und Ideen.

Viele Grüße
Oliver

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babenhausen am 03 Feb 2023 13:38:18

Platz ist durch nichts zu ersetzen außer durch noch mehr Platz
Auch in einem Womo.
Daher würde ich zu einem Fahrzeug in der Größe Eura 810 oder vergleichbar raten.Jede Menge Stauraum durch beheizbaren Doppelboden der auch in der lichten Höhe den Namen verdient und gerade die älteren Modelle haben eine gute Verarbeitungsqualität.
Ob du nun jetzt oder im Herbst kaufst ist deine Entscheidung wenn du ein gutes Fahrzeug zu einem akzeptablen Preis findest nimm es, groß ist das Angebot in der Klasse und Preissegment nicht .

WomoToureu am 03 Feb 2023 13:40:15

Oliwah hat geschrieben: Große Garage für mind. 3 Fahrräder alternativ Heckträger

Waren bzw. sind auch genau unsere Vorgaben, als wir vor über 10 Jahre unser WOMO bestellten. --> Link
Ich würde auf keinen Fall einen Heckträger nehmen, immer sicher, Wettergeschützt und DIebstahlgeschützt ! in der Heckgarage.
Unser WOMO ist 6,5 m

Anzeige vom Forum


Tinduck am 03 Feb 2023 14:02:36

Du hast Dir anscheinend schon viele Gedanken gemacht und auch schon Dinge angelesen; ist mal erfrischend, so eine Anfrage zu lesen, ohne dass als letztes noch da steht 'ach ja, und nur max. 3,5 Tonnen'. :)

Dein Hauptproblem werden die 40.000 Euro sein, der Gebrauchtmarkt ist sehr überhitzt und in der hochwertigeren Fahrzeugkategorie, wo du mit deiner Auswahl unterwegs bist, wirst du da mit einem deutlich über 10 Jahre alten Fahrzeug vorlieb nehmen müssen.

Da würde ich insbesondere darauf achten, dass das Basisfahrzeug scheckheft-gepflegt ist und mir auch mal Werkstattrechnungen zeigen lassen, was und wann schon ausgetauscht wurde, sonst kommen da ganz schnell nochmal 3-5000 Euro auf den Kaufpreis drauf, wenn man einen Rückstand aufarbeiten muss.

Aufbaudichtigkeit ist essentiell, unbedingt mit dem Messgerät üben, bevor es ans Objekt geht - und immer bedenken, ist der Schaden schon wieder abgetrocknet, kann das Gerät auch nix entdecken. Also auf jeden Fall Augen auf, Boden von unten abdrücken auf weiche Stellen, Feuchtigkeitsränder in Schränken und Ecken suchen...

Was die Fahrräder angeht, muss man halt schauen, ob 3 Stück in die angepeilte Heckgarage passen. Wenn nicht, gibt es auch geschlossene Boxen als Heckbühne - aber auch nicht billig und auch eher für 2 Räder gedacht.

'Niemals Heckträger/Bühne' kann man nur sagen, wenn das angepeilte Gepäck auch komplett inkl. Fahrräder in die Heckgarage passt... das ist nicht bei jedem der Fall.

bis denn,

Uwe

dietmardd am 03 Feb 2023 14:18:35

Wir sind 2 Personen mit einem mittelgroßen Hund

Große Garage für mind. 3 Fahrräder


Kann Euer Hund Fahrrad fahren? Wenn nur 2 Personen, warum 3 Fahrräder?

Oder soll später mal ein Enkel mitgenommen werden? Ich kann nur von uns und von Bekannten sprechen, aber die allermeisten Kinder haben kein Interesse an Urlauben mit Wohnmobil, höchstens mal Vorschulkinder, die sich nicht dagegen "wehren" können.

Zur Autarkie:

Je nach Ansprüchen braucht man für 3 ... 4 Tage Autarkie LiFePO4-Batterien mit mindestens in Summe 400 Ah und eine Solaranlage zum Wiederaufladen der Batterien (ca. 5000 ... 6000 EURO). Ein neues großes Wohnmobil ohne LiFePO4-Batterien und Solar kosten im Moment ca. 65000 € aufwärts. Das sind aber teilintegrierte Discountermodelle wie Carrado/Sunlight. Vollintegrierte kosten etliche Tausend EURO mehr. Wenn Ihr mit dem genannten Budget auskommen wollt, bleiben nur gebrauchte Wohnmobile übrig. Junge gebrauchte Wohnmobile kosten aber fast so viel wie neue. Das liegt daran, weil momentan Wartezeiten von bis zu 2 Jahren üblich sind. Ihr müßt schon relativ aufwändig recherchieren, um ein Angebot nach Euren Wünschen zu finden.
Wenn Ihr nur zu zweit fahrt, würde ich kein Womo mit Alkoven nehmen. Mit Alkoven sind Womos höher (schlecht für Maut in F, Kollisionsgefahr mit Straßenbäumen, Höhenbegrenzungen bei franz. Tankstellen und Parkplätzen usw.) und haben einen höheren Luftwiderstand und damit einen größeren Spritverbrauch.

Ich wünsche Euch dazu viel Erfolg.

huohler am 03 Feb 2023 14:20:19

Wie Uwe schon schrieb: In der etwas besseren Klasse mit Doppelboden, Holzfrei (da stellt sich die Frage der Dichtigkeit nicht) ist der Markt leergefegt. Die wenigen Mobile die angeboten werden sind entweder überteuert oder sehr alt. Bei N&B kriegst du für 40k nur Fahrzeuge die schon über 20 Jahre alt sind. Dabei stellt sich die Frage ob du 2 linke Hände hast, denn an solchen Fahrzeugen gibt es immer was zu tun. Ausserdem sollte man finanziell noch Spielraum für evtl. Reparaturen vorsehen.
Ich spreche aus Erfahrung - mein Carthago Ti ist von 2004 (entsricht deinen Vorstellungen mit Doppelboden und riesiger Heckgarage) in den ich schon einige tausend an Reparaturen gesteckt habe. Das meiste in das Fiat Chasis.

Hubert

battman am 03 Feb 2023 15:10:49

Nach den Kriterien und dem Budget kaum möglich.
Ich denke mal da liegst du locker bei 80000 € oder drüber.
Im übrigen braucht es keine 400 Ah um 3-4 Tage autark zu stehen.
Kommt allerdings drauf an, was du alles an Verbrauchern hast.

Oliwah am 03 Feb 2023 15:20:14

Danke für die ganzen Antworten. Super Austausch hier.

Wir suchen natürlich ein gebrauchtes Wohnmobil. Ich bin davon ausgegangen, dass das aufgrund der Vorauswahl schon klar ist, dass wir damit rechen, dass das erst ab Alter 15+ möglich ist.

Deswegen auch gerne weitere Hinweise, worauf zu achten ist. Was noch wichtig ist.

babenhausen am 03 Feb 2023 15:25:35

der Mann sucht konkret!
nach Informationen zu diesen Fahrzeugen:

Konkrete Modelle nach denen wir schauen: Eura Mobil Integra 690 u. 810, Niesmann + Bischoff 6700 u. 7100, Hobby 700/750


Schon die Typenbezeichnungen besagen dass es sich um ältere Gebrauchtfahrzeuge handelt .Daher ist davon auszugehen dass der Fragende auch um die Stolpersteine eine 20 Jahre alte Gebrauchten weiß.
Neufahrzeuge in der Größenklasse eines Eura 810 sind inzwischen nicht unter etwa 120 Tsd zu bekommen.

akany am 03 Feb 2023 16:51:39

Oliwah hat geschrieben:Danke für die ganzen Antworten. Super Austausch hier.

Wir suchen natürlich ein gebrauchtes Wohnmobil. Ich bin davon ausgegangen, dass das aufgrund der Vorauswahl schon klar ist, dass wir damit rechen, dass das erst ab Alter 15+ möglich ist.

Deswegen auch gerne weitere Hinweise, worauf zu achten ist. Was noch wichtig ist.



Lass Dich nicht kirre machen, Dein Mobil gibt es zu dem Preis. Und ja, klar, ist das dann 15+ Jahre jung. Aber das ist bei erstklassig gefertigten Mobilen kein Problem und allemal einem schnell zusammengetackerten neuen Wohnklo zum gleichen Preis vorzuziehen. Ich habe genau diesen Markt lange beobachtet und beobachte ihn noch immer. Und auch aktuell gibt es da einige Kandidaten, die ich sofort kaufen würde.
Lieber innen mal einen Teppich neu machen als bei einem Kratzer gleich einen Herzkasperl haben.

Ich hatte ziemlich genau die gleichen Vorgaben und habe lange den Markt beobachtet. Geld bereithalten und sofort zuschlagen, wenn das rare Objekt endlich da ist. So hatte ich es gemacht - und dabei auch ein Mobil stehen lassen, welches ich zugesagt hatte, 1.000km angefahren, Geld in der Tasche, aber dann gesehen dass es einfach nur, sagen wir mal, "gut fotografiert" war. Muss man auch einberechnen und dann eben mal umsonst fahren. Sonst beisst man sich über Jahre ein Monogramm in den Allerwertesten.
Aber mein Mobil wurde nur wenige Tage später inseriert... und ich wusste, DAS ist es. So ein Autochen ist intelligent, das findet einen ;D

Dass dann vielleicht hie und da was geregelt werden muss bei dem Alter, ist akzeptabel. Bei meinem musste ich auch noch etwas Geld rein stecken. Aber in der Klasse ist im Prinzip Aufbau und Fahrgestell über jeden Zweifel erhaben. Und die Wände sind auch wirklich "Sandwich" und nicht nur mehrere lose Lagen Material... was ich immer als extrem wichtig erachtet habe. Denn so ein Sandwich (50mm bei mir) hält nicht nur Kälte ab sondern auch Hitze.

Aber "Wertverlust" gibt es eben nicht mehr, in der Klasse. Einfach darauf achten, dass man nicht der letzte Käufer sein wird. Also nix verbasteltes, hochgradig personalisiertes, buntes, pseudo-Dingens.

Eigentlich suchst Du ja genau mein Mobil... :mrgreen: aber das gebe ich erst (allerdings etwas teurer) ab, wenn ich das Boot gefunden habe, für das ich im Moment den Markt beobachte. Und dabei ist, leider, fast ein Liegeplatz wichtiger. Denn das passende Boot hatte ich schon mal gefunden, bevor ich dann mangels Liegeplatz mein WoMo gekauft habe...

Oliwah am 03 Feb 2023 18:55:25

akany hat geschrieben:
Eigentlich suchst Du ja genau mein Mobil... :mrgreen:


Wofür hast du dich entschieden, wenn du das sagen magst?

Und dass der Kaufpreis nicht das Ende der Investitionen ist, ist uns bewusst. Da muss immer was gemacht werden. Aber es geht eben um die Grundsubstanz, die vorhanden sein muss.

Sollte ich weitere Modelle in die Betrachtung einbeziehen?

akany am 03 Feb 2023 19:37:20

akany hat geschrieben:
Eigentlich suchst Du ja genau mein Mobil... :mrgreen:



Oliwah hat geschrieben:
Wofür hast du dich entschieden, wenn du das sagen magst?

Und dass der Kaufpreis nicht das Ende der Investitionen ist, ist uns bewusst. Da muss immer was gemacht werden. Aber es geht eben um die Grundsubstanz, die vorhanden sein muss.

Sollte ich weitere Modelle in die Betrachtung einbeziehen?



In meinem Beuteschema stand nicht "Wintertauglich", sondern "Winterfest" ganz oben. Nicht, weil ich vorhabe, damit zum Nordkap zu fahren (da war ich mit dem Boot), sondern weil in meinen Augen gute Isolierung das A&O ist. Denn das heisst, gute und stabile 50mm Wände und langer Werterhalt. Dicht und stabil sollte er sein.

Und das mit der Grundsubstanz siehst Du exakt richtig.

Ich wollte auf keinen Fall Holz in der Struktur der Wand oder Styropor oder ähnliche Scherze. Ich wollte auch kein Mobil, das aussieht wie das Wartezimmer beim Zahnarzt... oder ein fahrender Puff.
Und ich wollte keinen "Frontkratzer".

So waren die gesuchten Marken N&B (Clou Liner...), RMB, Vario, Phoenix, Concorde... und eben sehr seltene Spezialitäten wie u.a. das, was es letztlich geworden ist: ein LOGO. Gelegenheit macht Liebe :lach: und hier war es eine Marke, die ich schon sehr lange verfolgte und unbedingt haben wollte, wenn jemals einer zum Verkauf stand. Denn dort gibt es Busfahrwerk und Heckmotor....

RMB war eigentlich mein grosser Favorit, denn ich hatte in der Vergangenheit einen RMB, hatte ihn innen komplett renoviert und hatte ihn dummerweise verkauft. Damals hatte ich Wohnwagen und Wohnmobil gleichzeitig und fing ein anderes Leben an... Wohnwagen hatte ich auch verkauft.
Der, wofür ich 1000km umsonst gefahren bin, war ein Clou Liner.
RMB würde ich an Deiner Stelle unbedingt in die Suche mit einbeziehen.

Wolfgangfox am 03 Feb 2023 22:50:55

dietmardd hat geschrieben:
Je nach Ansprüchen braucht man für 3 ... 4 Tage Autarkie LiFePO4-Batterien mit mindestens in Summe 400 Ah und eine Solaranlage zum Wiederaufladen der Batterien (ca. 5000 ... 6000 EURO).


Dann sind die Ansprüche aber schon exorbitant hoch. Für 3-4 Tage frei stehen ( was ohne Ortswechsel hierzulande kaum mehr möglich ist), reichen auch effektiv 100 Ah, wenn mindestens 300 W Solar für Nachschub sorgt. Das ist ausreichend für den Hauptverbraucher Kompressorkühlschrank, Wasserpumpe, Beleuchtung, evtl. Fernseher oder anderes Infotainment. Wenn man natürlich auch den Herd über Wechselrichter betreiben möchte, kommen solche Aussagen zustande.
Es geht auch etwas bescheidener....
Gruß Wolfgang

Oliwah am 04 Feb 2023 19:11:14

Danke für die ganzen Tipps. Würde jeden von euch gerne positiv bewerten, aber dafür muss ich erst 10 positive Bewertungen haben. Vielleicht helft ihr mir. ;-)

Wir schauen uns morgen einen Eura 690 Integra HB an. Soll sehr gepflegt und gut gewartet sein. Achsschmierung und so…

Worauf muss ich besonders achten? Gibt es neuralgische Punkte, die typbedingt auffällig sind?

Oliwah am 04 Feb 2023 19:17:27

Vergessen: Baujahr 2006, 145 PS Fiat

Der hier: --> Link

dietmardd am 04 Feb 2023 19:51:38

dietmardd hat geschrieben:

Je nach Ansprüchen braucht man für 3 ... 4 Tage Autarkie LiFePO4-Batterien mit mindestens in Summe 400 Ah und eine Solaranlage zum Wiederaufladen der Batterien (ca. 5000 ... 6000 EURO).

Dann sind die Ansprüche aber schon exorbitant hoch. Für 3-4 Tage frei stehen ... reichen auch effektiv 100 Ah


Mit 100 Ah Blei komme ich nicht einmal über die erste Nacht (CPAP-Gerät), denn eine Bleibatterie kann man nur zu ca. die halbe Kapazität nutzen. Wenn dann noch einige Tage bewölkt sind, gibt es keinen großen Solarertrag. Dann ist man schon ganz schnell bei einem Bedarf von 400 Ah LiFePO4, ohne exorbitante Ansprüche. Diese Batterie kann man zu 90 bis 95 % der Kapazität ausnutzen. Dann schaltet das BMS ab, je nach Einstellungen.

Ein längerer Urlaub in Spanien macht zumindest einen kleinen Kompressorkühlschrank oder eine Kompressorbox sinnvoll, da Absorberkühlschränke bei hohen Außentemperaturen innen nicht richtig kalt werden (Kühlen von Wurst und Fleisch, Bier, Wein ...).
Dazu kommen noch andere elektrische Verbraucher, die vor allem die Gattin bei längeren Reisen brauchen, z.B. Föhn und Kaffeemaschine uvm.. Bei einer längeren Reise hat man oft höhere Luxusansprüche als bei einem spartanische 2 Wochen-Trip.

Zu den Fahrrädern: Falls diese elektrisch sind oder es werden sollen, ist auch eine entsprechende Auslegung der E-Anlage erforderlich.

Ein älteres Wohnmobil hat eventl. keinen Ladebooster nachgerüstet, so dass die Aufbaubatterien bei der Fahrt nicht oder nur unzureichend geladen werden --> vor Kauf erfragen bzw. nachrüsten. Ein Ladebooster war vor 15 Jahren noch nicht üblich, aber damals waren die Lichtmaschinen noch nicht intelligent (hier ist intelligent = doof). Aber wenn ich 20 Jahre zurück denke, hat auch damals schon die Leistung der Lichtmaschine zum Laden der Aufbaubatterien nicht gereicht.

sujokain am 04 Feb 2023 19:58:39

Ich würd auch die Euronorm nicht vernachlässigen.Spanien zieht ab 2024 die Fahrverbite, insbesondere in und um Städte von 50000Einwohner stark an.Da sollte man so ein altes Auto schon stark überlegen.

Navigatore am 04 Feb 2023 20:02:31

dietmardd hat geschrieben:Ein längerer Urlaub in Spanien macht zumindest einen kleinen Kompressorkühlschrank oder eine Kompressorbox sinnvoll, da Absorberkühlschränke bei hohen Außentemperaturen innen nicht richtig kalt werden (Kühlen von Wurst und Fleisch, Bier, Wein ...).

Aha! Das kann ich in keinster Weise bestätigen. Wir sind seit mehr als 20 Jahren "nur" mit Absorbern unterwegs u.a. bis nach Sizilien. Was dann nicht mehr funktioniert, ist das "Einfrieren" im Eisfach. Für normale Lagerung von Lebensmitteln reichen ca. 8 Grad. Das erreicht jeder Absorber auch mitten im Sommer in Kroatien, Italien und Co.
Einen Kompressor haben wir im Boot. Macht nicht so viel kälter, ist dafür aber deutlich zu hören.

Navigatore am 04 Feb 2023 21:30:24

Oliwah hat geschrieben:Wir schauen uns morgen einen Eura 690 Integra HB an. Soll sehr gepflegt und gut gewartet sein. Achsschmierung und so…

Worauf muss ich besonders achten? Gibt es neuralgische Punkte, die typbedingt auffällig sind?

Wir haben 20 Jahre einen 690 HB gehabt, allerdings einen Alkoven auf Fiat 230. Bei dir dürfte der 244 drunter stecken. Unser war ein seeeehr solides Fahrzeug. Wir waren damit 210.000 Kilometer vorwiegend in Südeuropa unterwegs.
Ein typischer Mangel waren rostende Schrauben in den Kantenleisten der Wand- und Dachbeplankung, die dann zu Undichtigkeiten geführt haben. Bei deinem Baujahr hat Eura aber schon nachgebessert und die Kantenleisten verklebt.
Ansonsten habe ich nichts zu meckern gehabt, was Eura-spezifisch wäre. Du musst natürlich trotzdem in den Ecken und Kanten, unter den Fenstern, im Zwischenboden usw. nach Undichtigkeiten suchen. Es ist kein holzfreier Aufbau.

Das Fahrzeug ist gut isoliert und absolut winterfest. Zwischenboden und Garage sind beheizt.

Die elektrischen Komponenten und die Gas- und Wasserversorgung waren absolut problemfrei. Wir haben allerdings auch nicht daran herumgebastelt. Da sollte man immer nach schauen, weil viele da sehr viel Kreativität entfalten aber nicht immer so genau wissen, was sie da tun. Ansonsten alles ausprobieren, unter das Fahrzeug schauen, die Motortechnik prüfen usw. Aber das weißt du ja sicherlich selbst.

Schau dir das Fahrzeug genau von hinten an. Wenn es etwas zur Seite hängt, ist das ein Zeichen dafür, dass die Alko-Achse(n) schwächelt. War bei uns der Fall gewesen und es musste eine neue rein. Das ist zwar kein finanzielles Fiasko, aber wir hatten auch nur die Version mit Einzelachse.

womo1972 am 06 Feb 2023 00:35:14

Hallo,
wir hatten N&B 6700 Alkoven und N&B 8000i uns sind vor allem den 8000-er sehr gerne gefahren.
Der 8000-er war glaube ich 19 als wir ihn kauften. Die Ausstattung und das Raumgefühl waren klasse, die Alde Heizung vermisse ich. Wir fahren mittlerweile einen Pössl 2 Win Vario Kastenwagen.
Achtet bei so einen alten Fahrzeug auf die Wartungshistorie. Lieber zu Beginn bisschen mehr ausgeben und dafür später weniger reinstecken müssen.

Die Angaben über Solar und Batterien sind Quatsch, es kommt auf den individuellen Verbrauch an.

Im Winter in Spanien ist eine Solartasche in Kombi mit Solar auf dem Dach empfehlenswert.
Wir kommen mit 190 AH AGM Batterien, 100 W auf dem Dach und 125 W Solartasche super klar. Wir haben einen Wechselrichter und kochen morgens Senseo Kaffee. Abends 2h TV einbisschen Licht, mehr verbrauchen wir nicht.
Also wegen Solar/Batterien solltet ihr überlegen welche Verbraucher ihr nutzen möchtet.
Gruß, wünsche euch einen guten Kauf

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