fomo am 02 Apr 2024 12:04:25 DonCarlos1962 hat geschrieben:. Unser Zähler kann zudem noch rückwärts drehen, doch das kommt selten vor. LG Carsten
PittiC hat geschrieben:Eine gemeldete Anlage mit Ferraris Zähler? Die wollten noch keinen modernen Zähler einbauen? Freue dich über jeden einzelnen Tag. 8)
Ja klar. Mir wurde auch geschrieben, dass die Anmeldung eingegangen ist und der Zähler turnusgemäß getauscht wird. Das wird in ca. 8 Jahren der Fall sein. Sicher steht ein vorzeitiger Austausch in keinem Verhältnis zum Aufwand. So ein Zählertausch ist für den Netzbetreiber auch nicht kostenlos zu haben. Meine Anlage hat innerhalb eines Jahres 720 kWh erzeugt und in die Steckdose eingespeist. Das sind nicht ganz 2 kWh/Tag oder 80 Wh/h oder einfach 80 W. In der Spitze liegt der Tagesertrag bei ca. 4,5 kWh. Der größte Teil davon blieb sicher vor (aus Sicht des WR) dem Zähler. Ein sehr geringer Teil hat zur kurzzeitigen Drehrichtungsumkehr des Zählers geführt. Ich gehe davon aus, dass diese 720 kWh etwa 240 € entsprechen, wovon vielleicht 20 € ins Netz eingespeist wurden. Ein Zählerwechsel kostet, falls man ihn vorzeitig beantragt, ca. 120 €. Also werden das auch etwa die Kosten sein, die dem Netzbetreiber entstehen, wenn er den Zählertausch initiiert. Somit würde sich diese Investition des Netzbetreibers für ihn erst in 6 Jahren amortisieren.
weser13 am 02 Apr 2024 12:06:42 Pechvogel hat geschrieben:Wenn der, wie in Deinem speziellen Fall, zu 100% Deinem „Stromkonto“ zugute kommt dann würde, bei einer Ersparnis von 340€, die Kilowattstunde Stunde Strom bei Euch fast 49ct kosten! :eek: Wenn der Preis nicht so hoch ist, hast Du noch woanders eingespa
Grüße Dirk
Moin, das kann man natürlich auch anders rechnen: Ich unterstelle Ausgaben von 1000 EUR für die Anschaffung der Solaranlanlage und schreibe diese auf 5 Jahre ab. Somit ergibt sich ein Abschreibungsbetrag von 200,00 EUR p.a. Ergebnisrechnung: Einsparung 340 EUR - Abschreibung 200 EUR = Überschuss 140 EUR/Jahr. Ab dem 6. Jahr würde der Überschuss 340 EUR/Jahr betragen. Grüße aus NI
dietmardd am 02 Apr 2024 13:11:27 Ich habe schon mehrfach darauf hingewiesen, dass Eure Amortisationsrechnungen und die der Verkäufer falsch sind. Es ist völlig irrelevant, wie viele kWh Euer BKW gebracht hat, denn ein großer Anteil wird oft ohne Vergütung ins Netz eingespeist. Der Netzbetreiber freut sich für jede kostenlos eingespeiste kWh. Wie muss man richtig rechnen: Statt der Stromerzeugung nur den Anteil der im BKW erzeugten kWh zugrunde legen, die tatsächlich selbst verbraucht wurden. Dieser Betrag lässt sich nicht so einfach messen bzw. berechnen. Wenn man tagsüber nicht zu Hause ist, kann der tatsächlich selbst verbrauchte Strom vom BKW schon mal nur z.B. 20 % der erzeugten Strommenge des BKW betragen. Diesen Wert habe ich in unserem Haus als Grundlast gemessen. Diese Grundlast wird nur zeitweise mal durch den Kühl- bzw. Gefrierschrank überschritten. Forumsfreunde im Rentenalter mit eigenem Womo, sind im Sommer sicherlich zum größten Teil mit dem Womo unterwegs und das bedeutet, dass das BKW zum größten Teil nur für den Netzbetreiber arbeitet. Für alle, die nicht tagsüber zu Hause sind (Home Office ...) kostet eine Erweiterung auf 800 W nur Geld, bringt aber keinen Nutzen.
JuergenBerkemeier am 02 Apr 2024 13:28:25 Hallo, dietmardd hat geschrieben:... denn ein großer Anteil wird oft ohne Vergütung ins Netz eingespeist. ...
das scheint aber nicht immer so zu sein. Die Energieversorger dulden es wohl, wenn der Zähler rückwärts läuft und man zum Einkaufspreis einspeist. Möglicherweise ist es dem Netzbetreiber auch egal, da der Strom ja von einem anderen Händler kommt. Viele Grüße Jürgen
Tinduck am 02 Apr 2024 14:01:35 Ich habe gerade mal die Standby- und Dauer-Verbräuche aus den technischen Daten der angeschlossenen Geräte zusammengerechnet - da kommen ca. 140 Watt raus. Macht im Jahr 1226 kWh. Werd ich wie gesagt nochmal über eine längerfristige Ablesung während Abwesenheit prüfen. Die addierten Verbräuche habe ich eher konservativ (also zu niedrigerem Verbrauch hin) angesetzt, wenn Bereiche oder Unschärfen angegeben waren - z. B. hab ich für unsere Kühl/Gefrier-Kombis Verbräuche nach Energielabel angenommen, obwohl die mit Sicherheit mehr verbrauchen, weil man sie ja auch öfter mal öffnet oder warme Dinge nachlegt.
Davon kann man sicher höchstens die Hälfte abfangen, weil nachts halt keine Sonne scheint - wahrscheinlich eher ein Drittel, weil nicht immer bestes Wetter ist. Wären aber immer noch 400 kWh, die man nicht bezahlen muss.
Dazu kommt der abgefangene Verbrauch, wenn tagsüber eben nicht nur Grundlast läuft, Homeoffice, Wochenende, Schulferien etc.
Und im Moment läuft dann ja auch noch der Zähler rückwärts. Bis der Netzbetreiber den ersetzt, zählt jedes bisschen, auch wenn keiner zuhause ist :)
Weiss gar nicht, warum man so eine positive Entwicklung unbedingt schlechtreden will? Lohnt halt nicht für jeden, aber mich interessiert mein Portemonnaie, nicht das von anderen Leuten...
bis denn,
Uwe
rkopka am 02 Apr 2024 14:21:09 Tinduck hat geschrieben:Weiss gar nicht, warum man so eine positive Entwicklung unbedingt schlechtreden will? Lohnt halt nicht für jeden, aber mich interessiert mein Portemonnaie, nicht das von anderen Leuten...
Ich glaube, es geht weniger ums Schlechtreden, als um die Relativierung des Effekts. Man spart sicher nicht alles, das der Regler des BKW anzeigt (ausgenommen die Glücklichen mit rückwärtslaufenden Zählern oder Anlagen, die einen sehr hohen Grundverbrauch haben). Man muß die mögliche Ersparnis realistisch abschätzen mit Einschaltdauer, Standbystrom, hohem Strom (der nicht mehr vom BK abgedeckt ist), tatsächlicher Ertrag mit Wetter und Sonnenstand. Man sollte gegenüber sehr optimistischen Zahlen besonders von Verkäufern skeptisch sein. Dann kauft man sich ein BKW und hat seinen Spaß dran, was es so anzeigt und daß zumindest ein wenig Strom gespart wird 8) . So einiges an "Gewinn" kommt vielleicht auch daher, daß man dann Geräte bewußter verwendet und gar nicht zwingend vom BKW. Und man sollte nicht verzweifeln, wenn die Amortisierung nicht schon nach 2 Jahren erfolgt (falls man das überhaupt den Zahlen entnehmen kann). RK
DonCarlos1962 am 02 Apr 2024 20:02:48 Pechvogel hat geschrieben:Und warum willst Du dir eine Batterie in die PV-Anlage einbauen? In Deinem Fall hat die doch ( noch ) Null Vorteile. Die rechnet sich also, in der jetzigen Konstellation, nie!
Hallo Dirk, die neue 200Ah Batterie und unsere "Alte" 120Ah LiFePo4 aus'm Wohnmobil lade ich ja nur im Dachgeschoss mit zwei "übergeblieben" 100WP Semiflex-Modulen aus dem Dachflächenfenster. Hat also mit dem Balkonkraftwerk ansich nichts zu tun. Ich nutze die erzeugte Energie über einen 2000W Wechselrichter als Notstromversorgung. LG Carsten
Pechvogel am 02 Apr 2024 20:20:55 :D :lach: :D DonCarlos1962 hat geschrieben:…die neue 200Ah Batterie und unsere "Alte" 120Ah LiFePo4 aus'm Wohnmobil lade ich ja nur im Dachgeschoss mit zwei "übergeblieben" 100WP Semiflex-Modulen aus dem Dachflächenfenster.
Hat also mit dem Balkonkraftwerk ansich nichts zu tun. Ich nutze die erzeugte Energie über einen 2000W Wechselrichter als Notstromversorgung.
Wie hat „RK“ das noch ausgedrückt: rkopka hat geschrieben:..Dann kauft man sich ein BKW und hat seinen Spaß dran, was es so anzeigt und daß zumindest ein wenig Strom gespart wird…
:lol: :lol: Is‘ bei mir aber exakt ganz genauso! :mrgreen: Grüße Dirk
basste315 am 02 Apr 2024 20:24:18 Ich denke, die Peakleistung ist weniger wichtig, außer man schafft es, genau dann z.B. die Waschmaschine einzuschalten. Wichtiger ist es, möglichst den Grundbedarf über den ganzen Tag verteilt abdecken zu können, ich habe daher meine 2 Stück 400 WP-Platten unterschiedlich ausgerichtet. Eine erwischt bereits in der Früh die Morgensonne, während die andere Platte eher am Nachmittag noch länger beschienen wird. Balkonkraftwerk.PNG Helmut
dietmardd am 02 Apr 2024 21:52:34 Ich nutze die erzeugte Energie über einen 2000W Wechselrichter als Notstromversorgung.
Wenn der 2000 W-Wechselrichter ein Wechselrichter für eine Haus-PV-Anlage ist, dann beträgt der Notstrom bei Stromausfall gleich Null. Ein Wechselrichter für eine Hausanlage muss sich zur Phase des Netzes synchronisieren, d.h. ein solcher Wechselrichter braucht dazu die Netzspannung als Referenzspannung. Bei Stromausfall gibt es keine solche Referenzspannung und da sperrt der Wechselrichter, so dass trotz Ertrag der PV-Anlage keinerlei Strom ins 230 V-Hausnetz geleitet wird. Verwendet man einen Womo-Wechselrichter, dann speist dieser bei Stromausfall aus dem Ertrag der PV-Anlage Wechselstrom in das 230 V-Hausnetz, denn so ein Wechselrichter benötigt keine Referenzspannung aus dem Stromnetz. Nun kommt das aber: Wenn der Stromausfall zu Ende ist, dann zwingt das Netz den Wechselrichter augenblicklich in die Phase des Netzes und das kann zu einer explosiven Zerstörung des Wechselrichters führen und das zum Abbrennen des Hauses. Nun gibt es ganz Schlaue, die simulieren eine Netzspannung bei Stromausfall. Ist der Stromausfall zu Ende gleiches Resultat wie bei einem Womo-Wechselrichter. Was kann man tun? Wir haben in unserem Haus keine PV-Anlage, aber eine Einspeisemöglichkeit für einen Notstromgenerator. Im Schaltkasten des Hauses befindet sich ein Umschalter zwischen Netzstrom und Notstromgenerator. Es kann also nicht passieren, dass das Stromnetz und der Notstromgenerator gleichzeitig am Hausnetz anliegen. Beim Notstromgenerator passiert nämlich ansonsten bei Wiederkehr der Netzspannung das Gleiche wie beim Wechselrichter --> Bumm! Wenn man so einen mechanischen Umschalter und einen Womo-Wechselrichter hat, dann erzeugt die PV-Anlage tagsüber einen gewissen Notstrom. Es gibt noch eine Falle beim Einsatz einer größeren PV-Anlage. Fällt der zu bezahlende Stromverbrauch infolge der PV-Anlage unter eine bestimmte Grenze, dann verteuert sich der Strompreis (quasi Mindermengenpreis) deutlich. Durch die PV-Anlage spart man zunächst Stromkosten ein, aber infolge des Mindermengenpreises wird der Reststrom teurer, was die Einsparung mindert.
Pechvogel am 02 Apr 2024 23:27:01 dietmardd hat geschrieben:…Wenn der Stromausfall zu Ende ist, dann zwingt das Netz den Wechselrichter augenblicklich in die Phase des Netzes und das kann zu einer explosiven Zerstörung des Wechselrichters führen und das zum Abbrennen des Hauses…
Theoretisch hast Du zwar Recht, Du vergisst aber einen Punkt: wenn der WR ohne Netzsynchronisation aus der Batterie in das 230V Netz einspeist, dann speist er nicht nur das Hausnetz sondern das ganze Netz der Stadt ( zumindest fast ). Das ist zwar VERBOTEN, bei 2kW dürften die Batterien das aber wohl auch nicht lange mitmachen ( bis sie leer sind ). Und dann explodiert auch kein WR mehr. dietmardd hat geschrieben: …Fällt der zu bezahlende Stromverbrauch infolge der PV-Anlage unter eine bestimmte Grenze, dann verteuert sich der Strompreis (quasi Mindermengenpreis) deutlich. Durch die PV-Anlage spart man zunächst Stromkosten ein, aber infolge des Mindermengenpreises wird der Reststrom teurer, was die Einsparung mindert.
:gruebel: Weil der Strompreis je kWh teurer wird „bekommt“ man für seinen selbstverbrauchten Strom weniger? :gruebel: Theoretisch hast Du zwar wieder Recht, es ändert sich dadurch die Berechnungsgrundlage, aber wenn man sich die Zahlen der Energieversorger mal anguckt dann stellt man fest das diese zwar verschiedene Tarife haben ( hoher Arbeitspreis bei niedrigen Grundkosten bis hin zu niedrigem Arbeitspreis bei hohen Grundkosten ) aber im Bereich der Grenzen die Tarife jeweils ziemlich gleich sind, so man sie auf die Jahressumme umrechnet. Also: ja, es kann sein das man durch den eingesparten Strom einen teureren Arbeitspreis bezahlen muss, dafür sind dann aber auch die Grundkosten des Tarifes niedriger. Grüße Dirk
rkopka am 02 Apr 2024 23:42:58 dietmardd hat geschrieben:…Wenn der Stromausfall zu Ende ist, dann zwingt das Netz den Wechselrichter augenblicklich in die Phase des Netzes und das kann zu einer explosiven Zerstörung des Wechselrichters führen und das zum Abbrennen des Hauses…
Nicht ganz. Das Netz zwingt den WR zu gar nichts. Der macht seine eigene Frequenz und kennt nichts von außen. Das Problem ist, daß die beiden (mit hoher Wahrscheinlichkeit) außer Phase sind und daher durch die Differenzspannung ein Strom fließt, der durch nichts begrenzt wird. Das killt den WR oder läßt zumindest einige Sicherungen gehen. Pechvogel hat geschrieben:Theoretisch hast Du zwar Recht, Du vergisst aber einen Punkt: wenn der WR ohne Netzsynchronisation aus der Batterie in das 230V Netz einspeist, dann speist er nicht nur das Hausnetz sondern das ganze Netz der Stadt ( zumindest fast ).
Was natürlich zuviel wäre und daher wird der WR gar nicht erst anlaufen. Das ist zwar VERBOTEN, bei 2kW dürften die Batterien das aber wohl auch nicht lange mitmachen ( bis sie leer sind ). Und dann explodiert auch kein WR mehr.
Es ist aus gutem Grund verboten. Wenn jemand am abgeschaltetem Netz arbeitet, um den Schaden zu suchen, will er keine Spannung von irgendwo haben, die ihn killen kann. Das ist das gleiche Thema wie die Abschaltung bei BKW, wenn der Stecker gezogen wird. Eine simple Methode wäre, die FIs alle abzuschalten. Dann kann man lokal einspeisen, ohne am Netz zu hängen. Dabei muß man aber gegen einige Regeln verstoßen, und das sollte nur machen, wer wirklich weiß, was er tut. Ein Umschalter für die Notstromversorgung ist der saubere Weg. RK
Pechvogel am 03 Apr 2024 06:29:51 rkopka hat geschrieben:…Das Netz zwingt den WR zu gar nichts. Der macht seine eigene Frequenz und kennt nichts von außen. Das Problem ist, daß die beiden (mit hoher Wahrscheinlichkeit) außer Phase sind und daher durch die Differenzspannung ein Strom fließt, der durch nichts begrenzt wird. Das killt den WR oder läßt zumindest einige Sicherungen gehen…
Ist zwar jetzt OT aber ich frage mich gerade ob in der Konstellation ein RCD / FI auslösen würde wenn dieser zwischen dem Netz und dem WR montiert wäre? :gruebel: Grüße Dirk
weser13 am 03 Apr 2024 08:01:27 Pechvogel hat geschrieben:. Also: ja, es kann sein das man durch den eingesparten Strom einen teureren Arbeitspreis bezahlen muss, dafür sind dann aber auch die Grundkosten des Tarifes niedriger.
Grüße Dirk
Moin, diese Vertragskonstellation kenne ich nicht. Mein Stromanbieter liefert und ich bezahle den vereinbarten kWh-Preis. Eine Mengenstaffel, an dem sich der Preis orientiert, gibt es in dem Vertrag nicht! Grüße aus NI
Ahorne7500 am 03 Apr 2024 08:04:12 Pechvogel hat geschrieben:Also: ja, es kann sein das man durch den eingesparten Strom einen teureren Arbeitspreis bezahlen muss, dafür sind dann aber auch die Grundkosten des Tarifes niedriger.
Hallo, Bei uns ist es umgekehrt, Seitdem wir weniger verbrauchen, ist der Arbeitspreis gesunken und der Grundpreis gestiegen. Wir bezahlen in Summe ca den gleichen Betrag. Aber, wenn wir jetzt mehr Energie sparen, sparen wir jetzt weniger Geld. .
Ahorne7500 am 03 Apr 2024 08:23:55 weser13 hat geschrieben:... diese Vertragskonstellation kenne ich nicht. Mein Stromanbieter liefert und ich bezahle den vereinbarten kWh-Preis. Eine Mengenstaffel, an dem sich der Preis orientiert, gibt es in dem Vertrag nicht!
Hallo, Das stimmt so. Allerdings zum Vertragsende bekommst du ein neues Angebot oder eine Preisänderung. So war es bei uns. .
rkopka am 03 Apr 2024 09:05:44 rkopka hat geschrieben:…Das Netz zwingt den WR zu gar nichts. Der macht seine eigene Frequenz und kennt nichts von außen. Das Problem ist, daß die beiden (mit hoher Wahrscheinlichkeit) außer Phase sind und daher durch die Differenzspannung ein Strom fließt, der durch nichts begrenzt wird. Das killt den WR oder läßt zumindest einige Sicherungen gehen…
Pechvogel hat geschrieben:Ist zwar jetzt OT aber ich frage mich gerade ob in der Konstellation ein RCD / FI auslösen würde wenn dieser zwischen dem Netz und dem WR montiert wäre? :gruebel:
Grundsätzlich ja. Wobei der RCD ja nichts zu tun hat. Der FI Teil schon. Ob er schnell genug wäre, ist eine andere Frage. Bei den zu erwartenden hohen Strömen sollte die Sicherung sehr schnell schalten. Vielleicht reagiert auch ein evt. Überstromschutz auf der Sekundärseite des WR. Ohne den könnte selbst die Spannung allein schon einiges beschädigen. Spannungsquellen sind i.A. nicht dafür gebaut, daß von außen Spannung auf deren Ausgang gelegt wird. Einige Halbleiter Spannungsregler haben das dezidiert im Datenblatt, daß man das mit entsprechender Beschaltung verhindern muß, damit sie nicht Rauchzeichen abgeben. Das Zusammenschalten von Ladereglern im Womo ist ein anderer Fall, da die Ausgänge dafür gebaut sind, an eine weitere Quelle (Batterie) geschaltet zu werden. Daher passiert hier nichts. BKW synchronisieren sich mit dem Netz und vermeiden so diese Probleme. RK
Hannus am 03 Apr 2024 09:56:10 Mein 10Jahre alter elektronischer Zähler zeigt mir auch an, wieviel KWh ich in das Netz einspeise. Dafür mußte ich mir nur beim Netzbetreiber den Freischaltcode für den Zähler holen und diesen mit einer Taschenlampe über die optische Schnittstelle in den Zähler eingeben.
dietmardd am 03 Apr 2024 21:25:19 …Das Netz zwingt den WR zu gar nichts. Der macht seine eigene Frequenz und kennt nichts von außen. Das Problem ist, daß die beiden (mit hoher Wahrscheinlichkeit) außer Phase sind und daher durch die Differenzspannung ein Strom fließt, der durch nichts begrenzt wird.
Das ist m.E. nicht ganz richtig. Vor einigen Jahrzehnten hat es mal in einem Kraftwerk Turbine und Generator aus dem Fundament gerissen und die Maschinenhalle wurde ordentlich demoliert. Seitdem wird mit entsprechender Sicherheitstechnik verhindert, dass so etwas passiert. Heutzutage wird die Frequenz von Turbine und Generator erst getrennt vom Netz mit der Netzfrequenz synchronisiert, bevor diese elektrisch verbunden werden. Was war damals passiert? Da am Stromnetz zig Kraftwerke hängen, ist das Netz sehr viel "mächtiger" als die eine neu verbundene Turbine plus Generator. Das bedeutet, das Netz zwingt die Turbine plus Generator mechanisch augenblicklich in die Phase des Netzes. Hier fliesst nicht nur ein bisschen Strom zum Ausgleich. Turbine plus Generator waren > 100 t schwer und um diese aus dem Fundament zu reißen und noch die Maschinenhalle großräumig zu zerlegen, braucht es schon gewaltiger Kräfte. Die Kraftübertragung erfolgt über die Spulen des Generators. Da im Wechselrichter meist auch Spulen verbaut sind - auch in Notstromaggegaten - erfolgt auch bei diesen eine analoge Kraftübertragung, wenn Gerät und Stromnetz nicht in Phase sind. Nun gibt es heutzutage auch Wechselrichter ohne Spulen bzw. Trafos. Wie sich diese bei einer Phasendifferenz verhalten, weiß ich nicht. Da viele Wechselrichter sehr große Kondensatoren verbaut haben, dienen diese vermutlich dem Abbau einer Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom durch die hohe Induktivität von Spulen, was den Schluss gestattet, dass in unseren Wechselrichtern Spulen bzw. Trafos verbaut sind - wie im Generator im Kraftwerk. Siehe auch Blind- und Wirkleistung. Das mit dem hohen Stromfluss halte ich schon für möglich. Deshalb hatte ich ja geschrieben, dass im schlimmsten Fall das ganze Haus abbrennen kann. Aber der hohe Strom und die daraus resultierende Brandgefahr (z.B. starker Lichtbogen) ist nur ein Teil des Problems. Um so etwas zu verhindern, synchronisiert ein Wechselrichter einer Hausanlage erst die Phase von Stromnetz und Wechselrichter, bevor der Wechselrichter an das Stromnetz freigeschalten wird. Zur Synchronisation benötigt der Wechselrichter das Anliegen des Stromnetzes als Referenzspannung. Bei Stromausfall sucht der Wechselrichter vergeblich die Phase des Stromnetzes und schaltet deshalb nicht frei, d.h. eine Haus-PV-Anlage liefert bei Stromausfall keinerlei Strom ins Hausnetz. In meinem vorherigen Beitrag habe ich einen Weg aufgezeigt, wie man das Problem lösen kann. In unserem Haus wurde das so installiert, damit wir ein Notstromaggregat betreiben können. So ein Notstromaggregat hat nämlich das gleiche Problem mit der Synchronisation zwischen den beiden Phasen und damit bei Wiederkehr der Netzspannung das Notstromaggregat nicht zerrissen wird, haben wir im Schaltschrank des Hauses einen Umschalter, der verhindert, dass zur gleichen Zeit das Notstromaggregat arbeitet und die Netzspannung anliegen kann. Wie das bei großen professionellen Notstromaggregaten gelöst ist, weiß ich nicht, aber kleinere Notstromaggregate aus dem Baumarkt haben dieses Problem. Deshalb hat ja die Elektrofirma, die die elektrische Anlage des Hauses geplant und gebaut hat, diesen Umschalter eingebaut. Dazu gehört, dass die Einspeisesteckdose des Notstromaggregates nur dann mit dem Hausnetz elektrisch verbunden ist, wenn das Hausnetz vom externen Stromnetz abgetrennt ist.
JuergenBerkemeier am 03 Apr 2024 21:53:53 Hallo, dietmardd hat geschrieben:... Umschalter ....
ich hätte bei unserer Haus-PV-Anlage für etwa 1000€ eine "Box" dazu kaufen können, die bei Stromausfall den Wechselrichter vom Netz trennt und mit den 50HZ versorgt. Wenn der Außenstrom dann wieder da ist, übernimmt diese Box dann die Synchronisation. Das war mir aber bei weniger als einem Stromausfall im Jahr zu teuer. Viele Grüße Jürgen
Pechvogel am 03 Apr 2024 22:23:00 dietmardd hat geschrieben:…Bei Stromausfall sucht der Wechselrichter vergeblich die Phase des Stromnetzes und schaltet deshalb nicht frei, d.h. eine Haus-PV-Anlage liefert bei Stromausfall keinerlei Strom ins Hausnetz. … damit bei Wiederkehr der Netzspannung das Notstromaggregat nicht zerrissen wird, haben wir im Schaltschrank des Hauses einen Umschalter...
Gibt es nicht, gerade im Womo, WRs mit NVS? Und die schalten doch, wenn Landstrom ausfällt, auf die Batterie um und wenn Landstrom wieder da ist, wieder auf diesen. Und das geht bei einigen ohne Unterbrechung. :gruebel: So ähnlich funktioniert auch die Notstromversorgung bei mir im Haus. ( Ok, seitens der Installation vielleicht etwas aufwändiger :D ) Und da sich die Frequenz und auch die Spannung im Netz permanent ändern muss der WR da ja auch in Bruchteilen von Sekunden drauf reagieren. Warum sollte daher ein WR, wenn er das Netz „zurück bekommt“ da nicht sofort drauf reagieren? Grüße Dirk
rkopka am 03 Apr 2024 23:35:11 …Das Netz zwingt den WR zu gar nichts. Der macht seine eigene Frequenz und kennt nichts von außen. Das Problem ist, daß die beiden (mit hoher Wahrscheinlichkeit) außer Phase sind und daher durch die Differenzspannung ein Strom fließt, der durch nichts begrenzt wird.
dietmardd hat geschrieben:Das ist m.E. nicht ganz richtig. Vor einigen Jahrzehnten hat es mal in einem Kraftwerk Turbine und Generator aus dem Fundament gerissen und die Maschinenhalle wurde ordentlich demoliert. Seitdem wird mit entsprechender Sicherheitstechnik verhindert, dass so etwas passiert.
Der Generator hängt aber über Magnetfelder an der Phase. Das kann man nicht mit einem kleinen, elektronischen Womo oder Haus WR vergleichen. Heutzutage wird die Frequenz von Turbine und Generator erst getrennt vom Netz mit der Netzfrequenz synchronisiert, bevor diese elektrisch verbunden werden.
Das mußte man immer schon. Da gibt es spezielle Anzeigen, mit denen man sieht, wann man zuschalten kann. Bei modernen, großen Anlagen macht das sicher ein Computer. Was war damals passiert? Da am Stromnetz zig Kraftwerke hängen, ist das Netz sehr viel "mächtiger" als die eine neu verbundene Turbine plus Generator. Das bedeutet, das Netz zwingt die Turbine plus Generator mechanisch augenblicklich in die Phase des Netzes.
Nicht augenblicklich und sie kann den Generator nicht sofort zwingen, weil das rein mechanisch nicht geht. Das ist ja das Problem. Durch die Differenzen fliessen große Ströme und entsprechende Magnetfelder, die für die Beschädigungen verantwortlich sind. Die Kraftübertragung erfolgt über die Spulen des Generators. Da im Wechselrichter meist auch Spulen verbaut sind - auch in Notstromaggegaten - erfolgt auch bei diesen eine analoge Kraftübertragung, wenn Gerät und Stromnetz nicht in Phase sind.
Das kann man nicht vergleichen. Die Spulen in WR bewegen sich nicht. Also gibt es keine mechanischen Kräfte. Zumindest sind sie nicht das Hauptproblem. Maximal werden die Spulen bei einem schweren Kurzschluß von der Platine gelöst. Aber dann ist der Rest meist schon verkohlt. Nun gibt es heutzutage auch Wechselrichter ohne Spulen bzw. Trafos. Wie sich diese bei einer Phasendifferenz verhalten, weiß ich nicht.
Ohne Spulen geht es bei solchen Leistungen nicht (das gibt es für Isolation bei schwachen elektronischen Signalen). Trafos braucht man, um die galvanische Trennung zu erreichen. Allerdings sind das meist nicht die großen 50Hz Teile von früher sondern viel kleinere, die mit höheren Frequenzen laufen. Da viele Wechselrichter sehr große Kondensatoren verbaut haben, dienen diese vermutlich dem Abbau einer Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom durch die hohe Induktivität von Spulen, was den Schluss gestattet, dass in unseren Wechselrichtern Spulen bzw. Trafos verbaut sind - wie im Generator im Kraftwerk.
Die großen Elkos sind auf der Primärseite, wo die Gleichspannung für die weiteren Schaltwandler bereitgestellt wird. Sie sorgen für die kurzzeitigen hohen Ströme, die nicht über lange Kabel von der Batterie kommen können und dann Störungen oder Überspannungen auf der Primärseite verursachen können. Das mit dem hohen Stromfluss halte ich schon für möglich. Deshalb hatte ich ja geschrieben, dass im schlimmsten Fall das ganze Haus abbrennen kann. Aber der hohe Strom und die daraus resultierende Brandgefahr (z.B. starker Lichtbogen) ist nur ein Teil des Problems.
Dafür gibt es Sicherungen. Pechvogel hat geschrieben:Gibt es nicht, gerade im Womo, WRs mit NVS? Und die schalten doch, wenn Landstrom ausfällt, auf die Batterie um und wenn Landstrom wieder da ist, wieder auf diesen. Und das geht bei einigen ohne Unterbrechung. :gruebel:
Die normalen NVS gehen nicht ohne Unterbrechung, weil das gefährlich wäre. Sie müssen über einen stromlosen Zustand schalten, genauso wie die Notstromumschalter. Es gibt UVS, die immer über den Wandler gehen oder mit Tricks sehr schnell umschalten. Und da sich die Frequenz und auch die Spannung im Netz permanent ändern muss der WR da ja auch in Bruchteilen von Sekunden drauf reagieren. Warum sollte daher ein WR, wenn er das Netz „zurück bekommt“ da nicht sofort drauf reagieren?
Die Frequenz ändert sich überhaupt nicht. Schon wenn die sich nur um wenige Promille ändert, sind die Netze nahe dem Blackout. Man muß hier WR von BKW und "normale" WR unterscheiden. Beim BKW sind die darauf ausgelegt, immer synchron mit dem Netz zu laufen. Das geht auch recht schnell, wenn das Netz angeschlossen wird. Noch schneller muß es in die Gegenrichtung gehen. Ein "normaler" WR macht einfach seine eigene Phasenlage und Frequenz, da er nicht mit anderen Quellen zusammenarbeiten soll und kann. RK
Pechvogel am 04 Apr 2024 07:00:18 rkopka hat geschrieben:…Die Frequenz ändert sich überhaupt nicht…
Die Netzfrequenz ändert sich permanent! --> LinkUnd darauf muss ein WR, der an das Netz angeschlossen ist, reagieren. Die wirklich kritischen Frequenzen, bei der das Netz zusammen bricht liegen bei Toleranzen von +- 2,5Hz ( also bei 47,5Hz und 52,5Hz ) --> LinkGrüße Dirk
Pechvogel am 04 Apr 2024 07:04:53 Ursprünglich ging es in diesem Thread aber um käufliche Balkonanlagen und evtl. noch um die Möglichkeit den Ertrag über eine Batterie zu erhöhen. Wir sind aber mal wieder dabei eine wissenschaftliche Abhandlung da raus zu machen!
:thema:
Grüße Dirk
rkopka am 04 Apr 2024 09:24:04 rkopka hat geschrieben:…Die Frequenz ändert sich überhaupt nicht…
Pechvogel hat geschrieben:Die Netzfrequenz ändert sich permanent! --> Link
Unter 1 Promille über Stunden. Und darauf muss ein WR, der an das Netz angeschlossen ist, reagieren. Die wirklich kritischen Frequenzen, bei der das Netz zusammen bricht liegen bei Toleranzen von +- 2,5Hz ( also bei 47,5Hz und 52,5Hz ) --> Link
Zitat: "Sinkt die Netzfrequenz auf 49,8 Hz, werden Leistungsreserven aus allen Kraftwerken im Verbundnetz eingesetzt. Fällt die Netzfrequenz weiterhin unter 49 Hz, kommt es zum sogenannten Lastabwurf." Das ist aber für BKW egal, weil die sich einfach selber auf die Netzfrequenz (und Phase) synchronisieren. Notstromkonstruktionen mit "normalem" WR, der direkt auf das Netz geht, sollte man aus verschiedensten Gründen vermeiden, daher auch dafür egal. "Richtige" Notstrom WR für Haus Solaranlagen machen das auch alles selber. NVS u.ä. geht über einen stromlosen Zustand. Das wäre höchstens bei einem laufenden (Synchron)Motor durch ein kleines Ruckeln zu spüren. RK
DonCarlos1962 am 04 Apr 2024 21:12:37 Pechvogel hat geschrieben:Ursprünglich ging es in diesem Thread aber um käufliche Balkonanlagen und evtl. noch um die Möglichkeit den Ertrag über eine Batterie zu erhöhen. Wir sind aber mal wieder dabei eine wissenschaftliche Abhandlung da raus zu machen!
Genau! Zwei Solarmodule, ein Einspeisewechselrichter, ne Steckdose und fertig ist die Laube. So war's gedacht, so wird's angemeldet und gemacht. Und zur Ergänzung: Alte Batterien und alles was an Solarfläche ungenutzt rum liegt mit einem 230v Wechselrichter kombinieren und Verbraucher direkt da anschließen. Keine Netzvorhangschaltung, Einspeisung oder Vergütung. Einfach daran erfreuen, dass das Gelump nicht ungenutzt herum liegt und zur Not parat ist, wenn mal der Strom tatsächlich ausfällt. Manchmal ist das Einfache das Bessere. :lol: LG Carsten
Tinduck am 05 Apr 2024 08:31:03 DonCarlos1962 hat geschrieben:Und zur Ergänzung: Alte Batterien und alles was an Solarfläche ungenutzt rum liegt mit einem 230v Wechselrichter kombinieren und Verbraucher direkt da anschließen.
Der Gedanke ist bestechend, dürfte aber bei den meisten Leuten daran scheitern, dass sie keine Verbraucher haben, die man so versorgen könnte. Ausser Gartenhütte (weit ab vom Schuss) fällt mir da ehrlich gesagt auch nicht viel ein. OK, wenn die Akkukapazität groß genug ist, könnte man vielleicht einen Kühlschrank oder einen ähnlichen Dauerverbraucher darüber fahren. Oder die Gartenbeleuchtung. Lohnt aber wirklich nur, wenn der Kram vorher nur rumlag. Und wenn einem der olle Bleiakku dann doch irgendwann verreckt, ist auch wieder Ärger vorprogrammiert, weils nicht mehr funktioniert... :) Spieltrieb ist natürlich auch ein valides Argument. Dann sollte man aber nicht mehr über Kosten nachdenken. bis denn, Uwe
Pechvogel am 05 Apr 2024 09:13:40 DonCarlos1962 hat geschrieben:Und zur Ergänzung: Alte Batterien und alles was an Solarfläche ungenutzt rum liegt mit einem 230v Wechselrichter kombinieren und Verbraucher direkt da anschließen.
Es gibt ja durchaus netzkonforme Wechselrichter die man in ihrer Leistung begrenzen kann. Und auch im Womo-Bereich gibt es WRs die man an die ( 12V ) Batterie anschließt und die sich mit dem Netz synchronisieren können. Wenn man so einen WR an eine Batterie ( egal ob Li oder Blei ) anschließt und den Strom, begrenzt auf z.B. 200W, in das hauseigene Netz einspeist, dann hätte man eine Grundlast abgedeckt. :gruebel: Dazu die zwei Solarmodule, die Du oben erwähntest, mit einem WR an die Batterie anschließen. Dann dient die Batterie als Puffer für den Solarstrom. Ist die Batterie voll ( = zu klein :D ) hört der "Solar-WR" auf zu laden. Ist die Batterie leer ( = zu klein :D ) hört der "Netz-WR" auf diese zu entladen. Ist die Batterie am Morgen leer, lädt die Solaranlage die Batterie mit max. Leistung, die die Batterie den Tag über mit 200W ins Haus einspeist. Ersparnis im Haus 24h x 200W = 4,8kWh also ungefähr 2 Euro am Tag oder 730 Euro im Jahr ( ok, nicht wirklich ernst gemeinte Amortisationsrechnung :mrgreen: ). Und wenn man einen der WRs zukaufen müsste, weil er vielleicht nicht vorhanden ist, so gibt es bestimmt auch WRs die beides in einem können: Batterie laden und 230V an das Netz abgeben. :gruebel: Grüße Dirk
Hannus am 05 Apr 2024 11:24:58 Der Multiplus II von Victron kann das alles, auch ein ESS (Energiespeichersysstem) mit Nulleinspeisung. Allerdings arbeitet der mit 48V Batteriespannung.
Pechvogel am 05 Apr 2024 11:48:31 Hannus hat geschrieben:Der Multiplus II von Victron kann das alles, auch ein ESS (Energiespeichersysstem) mit Nulleinspeisung. Allerdings arbeitet der mit 48V Batteriespannung.
Geben gibt es den Multiplus II aber auch in 12V. Dann allerdings nicht mehr für unter 500€. Grüße Dirk
Tinduck am 17 Jun 2024 08:36:54 Kurzes Update zum Thema Eigennutzungsgrad eines BKW.
Wir haben am 2. Juni einen Zwei-Wege-Zähler eingebaut bekommen (hätten sie sich ruhig mehr Zeit mit lassen können :cry: ) und so kann ich jetzt genau nachvollziehen, wie unser Verbrauch aussieht.
In den 15 Tagen bisher haben wir 52 kWh Strom mit dem BKW erzeugt und davon 10 kWh eingespeist. Eigennutzungsgrad also über 80%.
Hängt natürlich auch vom Wetter ab. Aber von den hier manchmal propagierten 25% sind wir weit, weit entfernt.
Wir haben seit der Installation (2,5 Monate) schon 13% der Kosten amortisiert.
Insofern: volle Empfehlung. Wer noch keins hat, sollte sich eins zulegen.
bis denn,
Uwe
Pechvogel am 17 Jun 2024 09:12:24 Tinduck hat geschrieben:In den 15 Tagen bisher haben wir 52 kWh Strom mit dem BKW erzeugt und davon 10 kWh eingespeist. Eigennutzungsgrad also über 80%. ... Wir haben seit der Installation (2,5 Monate) schon 13% der Kosten amortisiert.
Lass mal überlegen: 52 kWh erzeugt und davon 10 kWh dem Netzbetreiber geschenkt bleiben an Eigenverbrauch / Ersparnis 42 kWh. Wenn die kWh bei Euch 40 cent kostet dann habt Ihr bis jetzt 16,80 € ( 42 kWh x 0,40 €/kWh ) eingespart. Wenn diese 16,80 € 13% der Investitionskosten sind dann hättet Ihr für Eure Balkonanlage keine 130€ bezahlt! :eek: Trotzdem ist die Anlage so groß dass Ihr in 10 Wochen 52 kWh an Strom produziert. :eek: SUPER! Da habt Ihr aber mal sowas von günstig eingekauft!! :D Grüße Dirk
DonCarlos1962 am 17 Jun 2024 10:33:03 Screenshot_2024-06-17-10-23-37-058_com.igen.xiaomaizhidian.jpg Wir hatten lange einen sehr ungünstigen Strom-Tarif. Deshalb wird's mit der Berechnung schon hin kommen. Da wir immer noch keinen neuen Zähler haben, können wir alles als vergüteten Ertrag berechnen. Es wird sich noch eine kleine Weile hinziehen, bis sich die Anlage bezahlt gemacht hat. Schließlich habe ich auch noch die MwSt bezahlt und keine billige Anlage gekauft. Aber es tut meinem Gewissen gut diesen Strom nicht (zum Teil) aus Kraftwerken bezogen zu haben. LG Carsten
Tinduck am 17 Jun 2024 12:15:33 Pechvogel hat geschrieben:52 kWh erzeugt und davon 10 kWh dem Netzbetreiber geschenkt bleiben an Eigenverbrauch / Ersparnis 42 kWh.
Das gilt seit dem 2. Juni. Wenn die kWh bei Euch 40 cent kostet dann habt Ihr bis jetzt 16,80 € ( 42 kWh x 0,40 €/kWh ) eingespart. Wenn diese 16,80 € 13% der Investitionskosten sind dann hättet Ihr für Eure Balkonanlage keine 130€ bezahlt! :eek: Trotzdem ist die Anlage so groß dass Ihr in 10 Wochen 52 kWh an Strom produziert. :eek:
Die Amortisierungsrechnung gilt seit dem 5. April Lies doch mal meinen Beitrag vernünftig. Die 80% gelten seit Anfang Juni, die Amortisierung seit der Installation Anfang April. Seitdem 224 kWh Strom erzeugt und bis zum 2. Juni zu 100% vom Bezug eingespart, weil alter rückwärts laufender Zähler. Seit 2. Juni neuer Zähler, deshalb nur noch um die 80% der erzeugten Leistung an der Stromrechnung gespart. Investiert haben wir übrigens 500 Euro (400 Euro für die Anlage und 100 Euro für die Aufständerung). bis denn, Uwe
jojo1969 am 20 Jun 2024 07:11:38 Balkonkraftwerk ist zwar schön und gut .... ... für mich wird es dieses Jahr eine Inselanlage am Eigenheim mit Batteriespeicher.
Ich habe mich gegen das Balkonkraftwerk entschieden, wobei ich den ganzen Tag vor Ort den Strom nutze.
Ich habe zwar die Arbeit in jedem Zimmer noch eine grüne Steckdose zu legen, aber ich kann mich entscheiden, ob die Waschmaschine mit gekauftem Strom oder grünen Strom läuft.
Ich nutze schon 9 Jahre mein Licht in der Hütte, mit 12V LED und 400W Platten+Speicher, das war zwar auch ein gefummel in jedes Zimmer einen neuen Lichtschalter zu setzen, aber ich habe immer beide Möglichkeiten.
Pechvogel am 20 Jun 2024 09:25:15 jojo1969 hat geschrieben:... für mich wird es dieses Jahr eine Inselanlage am Eigenheim mit Batteriespeicher.
Ich habe zwar die Arbeit in jedem Zimmer noch eine grüne Steckdose zu legen, aber ich kann mich entscheiden, ob die Waschmaschine mit gekauftem Strom oder grünen Strom läuft...
Das sind aber zwei Paar Schuhe die man absolut NICHT miteinander vergleichen kann! BKW heißt 230V mit max 800W. Bei dem was Du vor hast musst Du aber mindestens einen 4-6KW Wechselrichter mit passender Batterie haben ( alleine nur das Heizmodul in meiner Waschmaschine hat 3KW ) damit bei zwei oder drei Verbrauchern nicht das neue Netz zusammenbricht. Und bei 4-6KW kommst Du dann nicht mehr mit 1,5qmm hin..... :gruebel: Grüße Dirk
Tinduck am 20 Jun 2024 09:34:05 Na ja, er will sich ja neue 'grüne' Steckdosen legen, die kann er dann ja auch mit 2,5 qmm verkabeln.
Nicht vergleichbar ist vor allem die Amortisationsdauer. Das ist ja der große Vorteil beim BKW - wenn man einen nennenswerte Dauer-Grundlast hat, ist das von der Amortisierung her ein No-Brainer und wer noch keins hat, sollte sich eins zulegen.
Es gibt jetzt übrigens schon Netzbetreiber, die auch bei BKWs die 8,2 Cent pro kWh Einspeisung vergüten, wenn ein 2-Wege-Zähler installiert ist, Vattenfall zum Beispiel. Ich werd mal bei unserem Netzbetreiber nachfragen, kost ja nix. 2-Wege-Zähler ist jetzt ja vorhanden und ich soll auch jährlich angeben, was ich eingespeist habe, dann können sie das eigentlich auch bezahlen :)
bis denn,
Uwe
Pechvogel am 20 Jun 2024 09:45:50 Tinduck hat geschrieben:...kost ja nix. 2-Wege-Zähler ist jetzt ja vorhanden und ich soll auch jährlich angeben, was ich eingespeist habe, dann können sie das eigentlich auch bezahlen :)
Alles unter 150€ an Erstattung lohnt den Aufwand nicht! Den Aufwand für den Netzbetreiber natürlich. :D Sieh´es mal so: die 8 Cent die Du nicht bekommst, bekommt der Netzbetreiber ja trotzdem. Du meldest ihm ja die eingespeiste Menge. Zusätzlich zu den 8 Cent zahlt Dein Nachbar dann aber nochmal 40 Cent für den Strom, den der Versorger zwar nicht eingekauft aber an ihn verkauft hat. Also warum soll er Dir freiwillig was zahlen?? :mrgreen: Grüße Dirk
Tinduck am 20 Jun 2024 13:26:22 Ist schon klar, dass der Netzbetreiber da nicht heiss drauf ist.
Na ja, das neue Solargesetz ist ja noch recht frisch. Irgendein Prozeßhansel mit RSV wird sich für die 40 Euro Einspeisevergütung im Jahr da schon durchklagen, am besten hoch bis zum OLG, dann gilts für alle :-)
Der Witz ist, einige Netzbetreiber verschicken sogar Rechnungen/Gutschriften mit 0 Euro an BKW-Inhaber mit 2-Wege-Zählern, die ihre Einspeisung erfassen. Verwaltungskosten scheinen also keine Rolle zu spielen :D
bis denn,
Uwe
Pechvogel am 20 Jun 2024 14:08:55 Tinduck hat geschrieben:...Der Witz ist, einige Netzbetreiber verschicken sogar Rechnungen/Gutschriften mit 0 Euro an BKW-Inhaber mit 2-Wege-Zählern, die ihre Einspeisung erfassen. Verwaltungskosten scheinen also keine Rolle zu spielen :D
Kommt halt immer drauf an wofür die Verwaltungskosten anfallen! Was glaubst Du was passiert wenn Du Deinem Versorger 100€ schuldig bist? :mrgreen: Aber wehe Du hast 100€ zu bekommen... Und wenn Du eine Rechnung / Gutschrift über 0 Euro bekommst, dann hat der Versorger mit Dir ja offiziell abgerechnet. Wenn Du da dann nicht Widerspruch eingelegt hast, dann wird diese Abrechnung irgendwann rechtsgültig. Falls sich dann, vielleicht und irgendwann mal, die Gesetzeslage ändert und Du einen Anspruch auf die Einspeisevergütung haben solltest, sind die abgerechneten Jahre erstmal tabu. :mrgreen: ( Die blöden Netzbetzbetreiber, die blöden! :mrgreen: ) Grüße Dirk
Tinduck am 11 Sep 2024 15:44:08 Tinduck hat geschrieben:.... Wären aber immer noch 400 kWh, die man nicht bezahlen muss.
Dazu kommt der abgefangene Verbrauch, wenn tagsüber eben nicht nur Grundlast läuft, Homeoffice, Wochenende, Schulferien etc.
Nach 5 Monaten und ein paar Tagen kann ich sagen, dass obige Schätzung extrem konservativ war. Wir haben Stand 3. September 495 kWh Elektrizität mit der Anlage erzeugt (Zeitraum 05.04.-03.09.). Seit Juni ist ein Zweiwegezähler drin, so dass ich den eingespeisten Strom sehe - und daraus ergibt sich ein Eigennutzungsanteil von ziemlich genau 80% über die 3 Monate. Und davon waren wir sogar 3 Wochen in Urlaub und mehrere Wochenenden nicht zuhause. Die Anlage hat sich nach 5 Monaten schon zu 27% amortisiert. Und das bei einem Strompreis von knapp 29 Cent seit Anfang Juni, vorher 36 Cent. Dabei haben wir weder den optimalen Dachwinkel noch freie Sicht über den gesamten Tag - die Anlage legt erst ab ca. 08:00 effizient los und ab 17:00 ist finito wegen Baumschatten. Mit einer wirklich optimal platzierten Anlage würde es nochmal viel besser aussehen. Ich kann nur jedem raten, sich so ein Ding anzuschaffen, der noch keine Solaranlage hat. Bezüglich meiner Vergütungsanfrage - man hat sich entschlossen, meine Frage zu ignorieren :) bis denn, Uwe
BikeAir am 11 Sep 2024 20:22:32 Ich suche ja gerad, kaufe ich gleich eine 2kW und wenn ja irgendwelche Vorschläge / Erfahrungen?
Bedankt
Grüße
Tinduck am 12 Sep 2024 10:03:17 Nach meinen Erfahrungen würde ich zu N-Typ bifazialen Halbzellen-Modulen neigen. Längere Lebensdauer und besser im Ertrag als die älteren Technologien. Ausserdem mit der beidseitigen Verglasung stabiler und wetterfester als Glas/Folie. Die Systeme vom Grabbeltisch haben meist ältere P-Typ-Module. Geht auch, aber geringerer Ertrag - und teuer sind die guten Module auch nicht, 430 Wp für sehr deutlich unter 100 Euro...
WR ist eigentlich fast egal, sollte halt 800 Watt können. Da muss man aufpassen, dass man kein altes Modell in einem Set angedreht bekommt. Wir haben einen APSystems EZ1-M, der funktioniert klaglos.
Noch einen Gedanken an die Montage verschwenden. Da hab ich nicht die billigste Option genommen und nen Hunderter für 6 Edelstahl-Dachhaken plus Schienen investiert, bisschen overkill für 2 Module, aber die sollen ja auch da bleiben, wo sie sind.
Bei Aufständerung auf Flachdächern muss sehr (!) ordentlich Gewicht auf die Ständer, sonst gehen die mitunter fliegen. Ne Gehwegplatte reicht da nicht.
bis denn,
Uwe
fomo am 12 Sep 2024 10:40:49 Tinduck hat geschrieben:Wir haben Stand 3. September 495 kWh Elektrizität mit der Anlage erzeugt (Zeitraum 05.04.-03.09.). (...) Die Anlage hat sich nach 5 Monaten schon zu 27% amortisiert. Und das bei einem Strompreis von knapp 29 Cent seit Anfang Juni, vorher 36 Cent.
Aber ACHTUNG! Nicht zu früh freuen. Die mageren Winter-Monate kommen noch. Trotzdem habe ich meine Entscheidung FÜR das BKW nicht bereut. Für Millionengewinne ist sowas natürlich ungeeignet.
Tinduck am 12 Sep 2024 11:53:50 fomo hat geschrieben:Aber ACHTUNG! Nicht zu früh freuen. Die mageren Winter-Monate kommen noch. Trotzdem habe ich meine Entscheidung FÜR das BKW nicht bereut. Für Millionengewinne ist sowas natürlich ungeeignet.
Die sind schon da :-) Der September ist bis jetzt unterirdisch. Finde das trotzdem schnell mit der Amortisation. Der niedrige Preis machts halt. Wenn man bedenkt, dass normale Solaranlagen vor 10 Jahren auf Amortisationszeiten von 10-20 Jahren ausgelegt waren... Und danach wird halt völlig für umsonst tagsüber die Grundlast plus ein bisschen mehr bei schönem Wetter im Haushalt aufgefangen. Was will man mehr. Wird sich auf unserer Stromrechnung mit 10-20% Einsparung bemerkbar machen. Die Module haben 20 Jahre garantierte Haltbarkeit und ein neuer WR kostet auch nur ein Taschengeld, falls er mal kaputtgeht. Happy Times. bis denn, Uwe
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