Ahorne7500 am 29 Mär 2023 07:08:51 DonCarlos1962 hat geschrieben: Oder schaltet das BMS rechtzeitig ab und lässt am nächsten Tag eine erneute Ladung klaglos, ohne Reset wieder zu?
Hallo, Dazu habe ich ein hier irgendwo im Forum verlinktes YT Video gesehen ... Der Meister hat einen 5 € Regler eingebaut, da wurde der Akku erst wieder ganz voll gemacht, bevor er dann Leistung abgeben durfte bis 'kurz vor ganz leer' Es gab auch einen regelbaren WR mit Poti. .
Energiemacher am 29 Mär 2023 07:49:14 DonCarlos1962 hat geschrieben: Die Anschaffung eine LiFePO4 und eines zusätzlichen MPPT-Lader will ja erst einmal wieder reingeholt werden.....
...., glaube aber, dass es einfach zu teuer für den zu erwartenden Vorteil ist.
Oder siehts Du das anders?
Nein ich sehe das genauso. Das Problem ist einfach die geringe Leistung und die im Verhältnis sehr hohen Invest-Kosten. DonCarlos1962 hat geschrieben:Dazu kommt die Frage, was passiert mit dem Akku, wenn er dann leer ist? Nimmt er Schaden von einer Tiefentladung? Oder schaltet das BMS rechtzeitig ab und lässt am nächsten Tag eine erneute Ladung klaglos, ohne Reset wieder zu?
Ja, das Tiefentladen lässt sich ja mit dem BMS verhindern, beim JBD-BMS braucht es keinen Reset, wenn die Spannung wieder hoch genug ist. Wie Ahorn schon schreibt, es gibt WR die mit einem Poti einstellbar sind und daher konstant eine definierte Spannung abgeben. Da aber der Verbrauch in der Nacht üblicherweise geringer ist als am Tag muss man eben einen Mittelwert suchen oder das ganze über eine Regelung noch weiter aufblasen. Technisch ist das alles tatsächlich mit entsprechenden Komponenten machbar.....aber die Endsumme ist dann recht hoch. Grüße
KAWADO am 29 Mär 2023 09:27:41 Ahorne7500 hat geschrieben:Hallo, Dazu habe ich ein hier irgendwo im Forum verlinktes YT Video gesehen ....
Meinst Du dieses? --> Link
Land-Rover109 am 29 Mär 2023 11:00:55 Vielleicht nicht vollständig, aber mit besserer Effizienz?
Ich stelle einfach einmal eine Laienhafte Überlegung an: ....
LG Carsten
deine Überlegungen sehe ich auch so, wenn du jetzt noch einbeziehst das bei den meisten WoMo's bereits Solarplatten, Solarregler und LiFePo Akku verbaut sind dann kann das eine sehr wirtschaftliche Lösung werden :) Ich baue mir demnächst eine ähnliche Lösung nur um den Standby Verbrauch möglichst über 24h abzudecken. Damit der Return on Invest bei max 1 Jahr liegt werde ich die Solaranlage/Akku vom WoMo einbeziehen. Gruß Roland
DonCarlos1962 am 29 Mär 2023 17:29:21 Land-Rover109 hat geschrieben:deine Überlegungen sehe ich auch so, wenn du jetzt noch einbeziehst das bei den meisten WoMo's bereits Solarplatten, Solarregler und LiFePo Akku verbaut sind dann kann das eine sehr wirtschaftliche Lösung werden :)
Hallo Roland, dazu hatte ich schon einmal einen anderen Faden abgespult: --> LinkHier, unter diesem Betreff geht es ja um eine Heimanlage. Tatsächlich interessiert mich die Geschichte immer noch, habe sie aber noch nicht weiter verfolgt. LG Carsten
Land-Rover109 am 29 Mär 2023 19:26:39 Hi Carsten, nee, anders herum :-) Das WoMo parkt mit der Solaranlage/Akku vor dem Haus und diese wird "angezapft" und die Energie ins Hausnetz eingespeist. Wenn bei mir das WoMo auf meinem Stellplatz steht ist die Solaranlage und die verbauten Komponenten "arbeitslos" und schaltet meist ab, das möchte ich jetzt verhindern indem ich mit dem Strom aus dem WoMo im Haus den Standby Verbrauch reduziere. Gruß Roland
NeuerCamper2021 am 11 Aug 2023 21:49:29 Habe eine Verständnisfrage an die Spezialisten hier. Habe eine PV Anlage auf dem Dach mit 7,46 kWp Habe mir jetzt noch ein separates Balkonkraftwerk zugelegt mit 600 Watt Wechselrichter. Alles ohne Speicher. Nun zur Frage. Inwieweit oder zu wieviel % deckt das Balkonkraftwerk meinen täglichen Grundbedarf ab? Optimal wäre ja, dass das Balkonkraftwerk zu 100% dazu beiträgt den täglichen Grundbedarf abzudecken und die große PV Anlage nur den übrigbleibenden Verbrauch abdeckt.
Pechvogel am 11 Aug 2023 22:33:06 Das kommt auf Deinen Grundverbrauch an! Bei uns ( 4 Personen auf 2 Wohnungen ) liegt der „Grundverbrauch“ zwischen 4 Watt (!!) und, sofern man Fernseher bei Rentnern ( die zum Frühstücksfernsehen eingeschaltet und nachts wieder aus ) mit zum Grundverbrauch rechnen kann, 200 Watt. Das ein Balkonkraftwerk bei vorhandener PV-Anlage u.U. nicht mehr genehmigungsfrei ist, lassen wir an der Stelle erstmal weg?!? Grüße Dirk
NeuerCamper2021 am 11 Aug 2023 22:40:32 Dirk, wenn der Tagesverbrauch den ganzen Tag durch das Balkonkraftwerk abgedeckt wäre, würde dann die PV Anlage doch noch einen Prozentsatz davon übernehmen oder nicht.
Mein Balkonkraftwerk ist keine Erweiterung der PV Anlage daher kein Problem.
Pechvogel am 11 Aug 2023 23:05:04 Das hab‘ jetzt nicht ganz verstanden. 1. Bei uns hier ist ein Balkonkraftwerk an einem Zähler nur dann genehmigungsfrei ( nicht anmeldefrei! ) wenn keine weitere PV-Anlage über diesen Zähler angemeldet ist. Nicht Erweiterung der vorhandenen Anlage sondern als 2. Anlage. Aber egal. Wie soll ein Balkonkraftwerk den täglichen Bedarf decken können? Das BKW bringt maximal 600W ( in Zukunft 800W ) und das auch nur im Sommer und nur während ein paar Stunden ( 3-5? ) am Tag. Du brauchst zu Hause aber unterschiedlich Strom: mal ist der Kühlschrank an, dann wieder nicht. Die Waschmaschine braucht zwar 1KW in 2 Stunden ( ok, ein bisschen mehr ) aber nicht gleichmäßig mit 500W sondern wenn sie nur das Magnetventil auf macht um Wasser einzulassen vielleicht 30W und wenn die Heizung das Wasser aufheizt und sich die Trommel dreht, 1500W. D.h. am Anfang bringt das BKW „zu viel“ was die WaMa nicht verarbeiten kann und beim Aufheizen viel zu wenig. Was das BKW, während der Tagesstunden, evtl. kann ist den Stromverbrauch des Routers auffangen, vielleicht ein Kühlschrank, ein Wecker, Radio,… Aber ein BKW allein kann niemals den Strombedarf eines Hauses kompl. decken. ICH könnte mir sogar vorstellen das bei vielen Haushalten etwa 50% des Ertrags des BKW ins Netz eingespeist wird weil kein Speicher vorhanden ist. Grüße Dirk
NeuerCamper2021 am 11 Aug 2023 23:11:06 Dirk, das ist mir bekannt, dass die Tagesleistung weit mehr als 600 Watt ist oder sein kann. Auch mein WR hat nur 600 Watt. Gehen diese 600 Watt Max. Leistung auch zu 100% ein?
Pechvogel am 11 Aug 2023 23:17:51 Ein 600W ( später 800W ) Wechselrichter darf max. diese 600W ( 800W ) in das Stromnetz ( erstmal des Hauses ) einspeisen. Wieviel Panel-Leistung davor hängen ist ( dem Gesetzgeber ) egal. D.h. Du darfst ruhig 800W oder 900W Modulleistung an den Wechselrichter anschließen ( sofern der das verträgt / vertragen würde ). „Hinten raus“ dürfen aber nur die 600W ( 800W ) kommen.
Um auf Deine Frage zu kommen: sofern genug Leistung in einen 600W WR reingehen kommen „hinten“ auch 600W raus.
Grüße Dirk
NeuerCamper2021 am 12 Aug 2023 07:08:05 Hallo Dirk, genau das wollte ich wissen. Vielen Dank
DonCarlos1962 am 13 Aug 2023 16:42:01 Ich schaue gerade einmal auf die APP meines WR.
Obwohl wir die letzte Zeit nicht wirklich von der Sonne verwöhnt wurden, habe ich nun für die Monate Dezember ´22 bis heute einen Ertrag von 560 kWh erreicht, den ich auch vollumfänglich abrechnen kann.
In der Hoffnung auf einen schönen Herbst, erwarte ich nach einem Jahr der Nutzung Dezember/Dezember 800 kWh zu erzielen.
Das würde bei meinem kWh-Preis von 0,32€ (nur Arbeitspreis) immerhin 264€ Ertrag bedeuten und die Anschaffungskosten von damals 800€ wären in drei Jahren wieder drin.
Ich denke, dass keine "große" Solaranlage so schnell in die Amortisationszone kommen wird. Rückblickend bin ich sehr zufrieden mit der Entscheidung.
LG Carsten
Pechvogel am 13 Aug 2023 18:57:19 Hast Du denn die 560/800W kompl. selbst verbraucht oder ist davon was ins Netz gegangen?
Grüße Dirk
Hannus am 13 Aug 2023 19:04:28 Hallo Carsten Genau daß wollte ich auch gerade fragen. Da mein Zähler beide Richtungen mißt und anzeigt, weiß ich, daß ich im letzten Monat fast 40% verschenkt habe.
Montreal am 13 Aug 2023 19:30:12 Hannus hat geschrieben:Hallo Carsten Genau daß wollte ich auch gerade fragen. Da mein Zähler beide Richtungen mißt und anzeigt, weiß ich, daß ich im letzten Monat fast 40% verschenkt habe.
Hallo nur eine frage an alle, warum balkonkraftwerk hier in WoMo forum, sollte das nicht in Solar Forum?
DonCarlos1962 am 13 Aug 2023 21:15:01 Pechvogel hat geschrieben:Hast Du denn die 560/800W kompl. selbst verbraucht oder ist davon was ins Netz gegangen?
Hallo Dirk, es ist davon etwas ins Netz gegangen, aber verrechnet worden... :tudelu: Ich habe alles ordnungsgemäß angemeldet, mehr kann ich nicht tun. Aber selbst wenn sich das irgendwann ändern wird, kann ich den Strom fast komplett verbrauchen, weil ich als Pensionär Verbraucher entsprechend ein und aus schalten kann. Bis gegen 10.00 Uhr gehe ich mit dem Hund gassi, dann frühstücken und anschließend kann die Hausarbeit beginnen. So läuft die Wasch- oder Spülmaschine in der sonnenreichen Zeit, bügeln/staubsaugen/kochen oder sonstig stromhungrige Arbeiten werden in der Mittagszeit vollbracht. Handy und andere Geräte werden anschließend aufgeladen. Der Rasenroboter z.B. rennt in den Morgenstunden bis Mittag, dann geht er automatisch zum Laden an seine Station. Tatsächlich verbrauche ich auch jetzt schon fast den gesamten Ertrag. Allerdings ist man auf diese Weise etwas gebunden. Nichts ist perfekt. Montreal hat geschrieben:Hallo nur eine frage an alle, warum balkonkraftwerk hier in WoMo forum, sollte das nicht in Solar Forum?
Ich habe hier im Forum einmal gefragt, ob so ein "Balkonkraftwerk" nicht auch beim Camping sinnvoll eingesetzt werden kann. Z.B. beim überwintern oder Langzeitcampen, bei dem man den Strom nach Verbrauch zahlt, könnte ich mir so ein System vielleicht vorstellen. Gerade wenn in der Mittagszeit der Kühlschrank oder sogar die Klimaanlage den meisten Strom zieht. Tatsächlich ist die Technik mit Solar und Batterie für unsere Wohnmobile aber wohl grundsätzlich die derzeit bessere/einfachere Lösung. Trotzdem gibt es eben Schnittstellen. So kam auch einmal die Frage auf, ob die Solaranlage eines neben dem Haus geparkten WoMo nicht als "Balkonkraftwerk" genutzt werden kann. Es finden sich unter den Wohnmobilisten eben viele Bastler und probierfreudige Menschen, die offen für neue Techniken sind. Darum läuft das hier auch unter der Rubrik "Heimwerker Haus und Wohnen". LG Carsten
Pechvogel am 13 Aug 2023 21:47:21 DonCarlos1962 hat geschrieben:…es ist davon etwas ins Netz gegangen, aber verrechnet worden... :tudelu: Ich habe alles ordnungsgemäß angemeldet, mehr kann ich nicht tun.
Öhm, sagen wir jetzt mal nix zu! DonCarlos1962 hat geschrieben: So läuft die Wasch- oder Spülmaschine in der sonnenreichen Zeit, bügeln/staubsaugen/kochen oder sonstig stromhungrige Arbeiten werden in der Mittagszeit vollbracht.
Ok, 600W sind ja jetzt nicht so eine wahnsinnig hohe Leistung und die muss auch erstmal reinkommen ( Sonne am höchsten / besten Stand ) aber denk‘ dran dass so eine Wasch- oder auch eine Spülmaschine zeitweise ( und vermutlich der überwiegende Teil der Nutzung ) keine 600W verbrauchen. Wenn die Waschmaschine nur Wasser einläßt braucht sie fast nix an Strom. Später beim aufheizen dafür deutlich mehr als die 600W. Oder das Bügeleisen: das heizt ja nicht permanent sondern schaltet sich ein und aus. Du müsstest also versuchen möglichst viele Geräte gleichzeitig laufen zu lassen. Jeden Tag, für 3-4 Stunden (?). Ich fürchte das mit 90-100% der erzeugten Energie selbst zu verbrauchen könnte, zumindest vom späten Frühjahr bis zum frühen Herbst, sehr schwierig werden?!? Grüße Dirk
DonCarlos1962 am 14 Aug 2023 17:54:33 Pechvogel hat geschrieben: Du müsstest also versuchen möglichst viele Geräte gleichzeitig laufen zu lassen. Jeden Tag, für 3-4 Stunden (?). Ich fürchte das mit 90-100% der erzeugten Energie selbst zu verbrauchen könnte, zumindest vom späten Frühjahr bis zum frühen Herbst, sehr schwierig werden?!?
Ja Dirk, da bin ich ganz bei Dir! Eine 100% Auslastung ist wohl kaum zu schaffen, selbst wenn man sich Mühe gibt. Darum werde ich meine Anlage auch nicht für viel Geld auf die bald erlaubten 800W bringen. Es rechnet sich wohl nicht. Trotzdem bin ich von dem Grundprinzip überzeugt. Ich kann da nur schauen in welche Richtung der Zähler dreht. ;D Unsere Solaranlage im Wohnmobil sehe ich auch nicht nur als technische Notwendigkeit. Ich mag auch hier, wenn ich alleine mit der Sonne auskomme und keinen gekauften Strom kaufen muss. Gerne würde ich auch den Kühlschrank über Solar laufen lassen, aber hier ist mir die Technik und das zusätzliche Gewicht zu umfangreich. LG Carsten
Tinduck am 31 Mär 2024 19:13:03 Hab jetzt auch zugeschlagen, 2 x 435 Watt bifazial plus den verbreiteten APSystems EZ1 Wechselrichter mit 600/800 Watt.
Dazu eine Ziegeldach-Aufständerung in Edelstahl mit Alu-Querträgern.
Probeaufbau im Garten mit der erwarteten Ausrichtung und Neigung gab heute Mittag in Spitze 735 Watt, nicht schlecht für Ende März…
Kommt aufs Garagendach (Ziegeldach mit 25° Neigung) mit Südausrichtung. Der beim ADAC verlinkte Rechner behauptet 210 Euro Strompreiseinsparung pro Jahr, mal schaun. Dann wäre die Anlage in knapp über 2 Jahren amortisiert (incl. Aufständerung). Kaufpreis 399 Euro für Module und WR - unglaublich, wie billig die Dinger geworden sind.
Wenns 3 oder 4 Jahre sind, auch nicht schlimm…
bis denn,
Uwe
BURAN am 31 Mär 2024 20:16:39 Mein Freundin hat eben eine Anlage installiert solarcon 1680 1680nw mit 1,6 kw Speicher 2 Module speichern ein , 2 Module laden den accu der nachts einspeist Scheint mir anhand des günstigen Preises von 1500 Euro ideal
Alternativ wurde nach einer echten solaranlage gefragt .. da kam für 5 kw mit 5 kw Speicher kein Angebot unter 15000 Euro
Energiemacher am 31 Mär 2024 20:20:13 BURAN hat geschrieben:Alternativ wurde nach einer echten solaranlage gefragt .. da kam für 5 kw mit 5 kw Speicher kein Angebot unter 15000 Euro
Ist ja auch eine ganz andere Hausnummer bzgl. Material und Aufwand.
BURAN am 31 Mär 2024 20:56:48 Ich verstehe es nur nicht
Ich habe vor 12 jahren 4 kw für das gleiche geld installiert Ok .. ohne Speicher .. aber ich bekomme auch 28 cent je kw
Solarmodule sollen doch so günstig geworden sein .. kommt aber beim kleinverbraucher nicht an
JuergenBerkemeier am 31 Mär 2024 22:58:18 Hallo Uwe, Tinduck hat geschrieben:... Dann wäre die Anlage in knapp über 2 Jahren amortisiert (incl. Aufständerung). ...
wieviel von den 600/800 W kannst du denn verbrauchen, bzw. wie hoch ist deine Grundlast tagsüber? Bei mir sind das weniger als 200 W. Und wenn dann nennenswerte Verbraucher dazukommen, wie z.B. Kaffeemaschine, E-Herd, Spülmaschine, Waschmaschine oder Wäschetrockner, geht es sofort in den kW-Bereich. Bei meiner 6.6 kWp Dachanlage mit 4kWh Speicher beziehe ich ca. 1/3 direkt von der PV, 1/3 aus dem Speicher und 1/3 muss ich zukaufen. Viele Grüße Jürgen
dietmardd am 01 Apr 2024 00:18:14 Die Rentabilitäts- bzw. Amortisationsrechnung der Anbieter ist schlechthin falsch und grenzt an Betrug.
Die Anbieter vergleichen Investitionskosten mit dem Ertrag an kWh mal Stromkosten im Netz und mit dieser Milchmädchenrechnung rentiert sich ein Balkonkraftwerk in spätestens ca. 10 Jahren. Und wenn die Größe auf 800 Wp vergrößert wird, würde der absolute Ertrag entsprechend steigen.
Warum ist diese Rechnung falsch?
Die o.g. Milchmädchenrechnung geht davon aus, dass der gesamte Ertrag des Balkonkraftwerkes auch selbst verbraucht werden kann. Das ist aber in den allerwenigsten Fällen so.
Bei denen, die noch arbeiten gehen, gibt es tagsüber nur wenige Verbraucher, die den erzeugten Strom verbrauchen können. Da der Strom aus einem Balkonkraftwerk nicht eingespeist werden kann, ist der meiste erzeugte Strom für die Katz.
Beispiel: Wir wohnen in einem EFH mit einer recht hohen Grundlast durch eine kontrollierte Wohnraumlüftung und vielen Kleinverbrauchern wie z.B. Rolladensteuerungen und Satellitensteckdosen. Tagsüber läuft auch die Umwälzpumpe für das Warmwasser. Alles zusammen macht etwa 100 W aus. Dazu kommen noch kurzzeitige Verbräuche von Kühlschrank und Tiefkühlschrank. Das macht, wenn auch nur kurzzeitig weitere 100 W aus.
Wir sind Rentner, aber im Sommer, wo der PV-Strom anfällt, nur selten zu Hause und kochen damit selten zu Mittag. Geschirrspüler und Waschmaschine laufen max. einmal pro Woche. Wenn wir selbst kochen, dann höchstens 1 h und nur dann wird der hergestellte Strom eines Balkonkraftwerkes tatsächlich ausgenutzt. Dagegen stehen 5 h Leistungszeit pro Tag, wo wir nur 100 ... max. 200 W selbst verbrauchen.
Eine richtige Amortisationsrechnung darf also nicht vom erzeugten Strom ausgehen, sondern vom Anteil des selbst verbrauchten Strom. Wenn wir eine 600 Wp-Anlage hätten, dann wäre die meiste Zeit nur 100 ... 200 W selbst verbraucht und der Rest des erzeugten Stromes ist für die Katz. Wenn also künftig 800 Wp-Anlagen möglich sind, dann hätten diese keinen höheren Nutzen als eine 600 W-Anlage, da der zusätzlich erzeugte Strom ohnehin nur selten selbst verbraucht werden kann.
Fazit: Balkonkraftwerke rechnen sich nur, wenn der erzeugte Strom tatsächlich vollständig selbst verbraucht werden kann. Für alle, die tagsüber arbeiten, ist somit ein BKW völlig sinnfrei. Wie unser Beispiel zeigt, ist ein KKW auch für Rentner nur selten wirtschaftlich sinnvoll. Was nutzt der erzeugte Strom, wenn man dauerhaft nur einen kleinen Teil selbst nutzen kann und der Rest für die Katz ist.
Nun könnte man ja denken, dass man ja den tagsüber erzeugten Strom in einer LiFePO4-Batterie speichern könnte, wie das manchmal von der Politik empfohlen wird. Mit einem Speicher könnte der gesamte erzeugte Strom selbst verbraucht werden. Allerdings steigert sich die Amortisationsdauer durch die höheren Investitionskosten auf ca. 20 Jahre und mehr. Das ist allerdings keine sehr gute Geldanlage.
Wer also ein BKW erwägt, sollte erst einmal kritisch hinterfragen, ob man den erzeugten Strom tatsächlich auch verbrauchen kann.
rkopka am 01 Apr 2024 01:41:21 dietmardd hat geschrieben:Bei denen, die noch arbeiten gehen, gibt es tagsüber nur wenige Verbraucher, die den erzeugten Strom verbrauchen können. Da der Strom aus einem Balkonkraftwerk nicht eingespeist werden kann, ist der meiste erzeugte Strom für die Katz.
Der Strom wird eingespeist, nur bekommt man kein Geld dafür. Es gibt keine magische Sperre, die verhindert, daß Strom vom BKW nach außen geleitet wird. D.h. man fördert die Allgemeinheit, aber nicht die eigene Geldbörse. RK
weser13 am 01 Apr 2024 09:02:11 dietmardd hat geschrieben:Wer also ein BKW erwägt, sollte erst einmal kritisch hinterfragen, ob man den erzeugten Strom tatsächlich auch verbrauchen kann.
Moin, Strom selbst zu erzeugen, schafft ein Stück Unabhängigkeit von den Stromanbietern und beugt Preiserhöhungen vor. Zum Balkonkraftwerk: Selbst wenn ich das als Hobby betrachte, gibt es sicher wesentlich teurere Hobby, gerade in dem Bereich, wo wir Wohnmobilfahrer uns bewegen. Ich betreibe auch eine Balkonkraftwerk und das ist beim Netzbetreiber angemeldet und im Marktstammdatenregister als EEG-Anlage registriert, so dass die Menge, die in das Stromnetz fließt, entsprechend als Einspeisevergütung abgerechnet und bezahlt wird. Da geht also keine kWh verloren. Ostergrüße aus NI
Pechvogel am 01 Apr 2024 09:27:16 weser13 hat geschrieben:…Strom selbst zu erzeugen … beugt Preiserhöhungen vor….
:gruebel: Da wäre ich mir jetzt mal nicht so sicher! Vielleicht ist es auch genau andersrum? :gruebel: weser13 hat geschrieben: …die Menge, die in das Stromnetz fließt, entsprechend als Einspeisevergütung abgerechnet und bezahlt wird…
Also für die Menge, die ICH meinem Energieversorger als eingespeiste Menge melde, bekommt dieser zwar die Einspeisevergütung, ich gehe dabei aber leer aus ( BKWs werden bei uns nicht vergütet ). Grüße Dirk
BURAN am 01 Apr 2024 09:48:00 Ich möchte die Rechnung von Dietmar doch sehr in Frage stellen 1. Eine Anlage mit 600 w bringt ja nicht 12 h 600 w , sondern nur in der Spitze Ich halte es daher für besser die Anlage größer zu dimensionieren , um auch im Winter oder bei bedecktem Himmel sowie morgens und abends ausrechend Ertrag zu haben 2. Der Verbrauch von Dietmar scheint mir sehr gering .. ich brauche am Tag bis zu 10 kwhwenn ich gar nicht zuhause bin und im Normalfall 600 kWh im Monat
Die Lüftungsanlage zieht 70 w Ich habe 2 alte Heizungspumpen .. Fußboden und Hk .. a 45 w Eine Zirkulationspumge 45 w Eine Pumpe für Solar bis zu 70 w Außenbeleuchtung einige LED mit Bewegungsmelder Kühlschrank, Tk Schrank , Weinschrank , 2 PC, Fax, Drucker, Plotter , mehrere TV .. und nicht alle sind aus …Ladegeräte .. Waschmaschine Trockner Geschirrspüler , das meiste zieht wohl die Siebträger Maschine nach meinem E Auto
Die 600 w sind me bei den meisten schnell verbraucht .. und ein Speicher macht Sinn , um den Ertrag über die Zeit zu strecken Meine 4 kw Anlage erzeugt im Mittel 4500 KWh im Jahr .. die Hälfte verbrauche ich selbst , bei meinerVergütung egal .. aber ich würde mir schon einen Speicher wünschen ..
Bei der Anlage meiner Freundin mit 1680 w Modulen und Speicher wird durch den Speicher 100 % der erzeugten Energie verbraucht ..ist noch neu , wenn ich aber hochrechne , dass sie min 1500 kWh /a spart .. dann sind das bei den derzeitigen Strompreisen 600 Euro .. damit ist die Anlage in 3 Jahren bezahlt … QED
Ahorne7500 am 01 Apr 2024 10:19:09 Hallo,
Wir haben seit ca 2 Jahren ein BKW mit 600w. Es speist bei uns den Firmenzähler fürs Büro. Durch vergleichen mit alten Stromrechnungen schätze ich die Ersparnis auf ca 800 kw/h bei gemessenem Ertrag von ca 1100 kw/h pro Jahr.
Unsere neue Stromrechnung Kw/h - Preis geht deutlich runter, Grundgebühr geht deutlich hoch. Für konktete Zahlen müsste ich erst die Reg suchen. In Summe/Endbetrag ändert sich nicht viel, daher schlechte Grundlage zum Nörgeln, aber die Ersparnis durch das BKW wird demnächst geringer, weil der kw/h-Preis sinkt.
Wir verbrauchen nicht Mengen an Strom, daher ist es nicht gravierend für uns. Die 'Verschiebung' Grundgebühr - Verbrauch war im 30 - 50 € Bereich. Aus der Erinnerung.
.. Energieversorger müssen ja auch leben ... .
Pechvogel am 01 Apr 2024 10:23:47 BURAN hat geschrieben:Eine Anlage mit 600 w bringt ja nicht 12 h 600 w , sondern nur in der Spitze Ich halte es daher für besser die Anlage größer zu dimensionieren , um auch im Winter oder bei bedecktem Himmel sowie morgens und abends ausrechend Ertrag zu haben
Das „Problem“ ist das der WR, der als BKW an das Netz angeschlossen wird, nur 600W ( später mal 800W ) haben DARF. Und maßlos überdimensionieren darf man die Modulleistung davor nicht, weil der WR das irgendwann mal nicht mehr mitmacht. Einem 600W-WR eine Leistung von 800W zur Verfügung zu stellen ist oft schon das Maximum. Außerdem ist es auch effektiver die Module so anzuordnen das eins z.B. die „Morgensonne“ bekommt, eins mittags „den vollen Saft“ und eins sich abends noch „den Rest der Sonne holt“. BURAN hat geschrieben:Der Verbrauch von Dietmar scheint mir sehr gering .. ich brauche am Tag bis zu 10 kwhwenn ich gar nicht zuhause bin und im Normalfall 600 kWh im Monat…
Ich hab‘ im Haus eine Grundlast zwischen 100W und 200W. Das ist im Winter etwas mehr weil wir nicht nur die Heizung mit Umwälzpumpe im Sommer kompl. abgeschaltet haben. Zu meiner „Vor-Solar-Zeit“ hatten wir auch 7.000-8.000kWh/Jahr. Und die Werte sind nicht geschätzt, ich seh‘ sie regelmäßig auf den Zählern bzw. der APP. BURAN hat geschrieben: …Bei der Anlage meiner Freundin mit 1680 w Modulen und Speicher wird durch den Speicher 100 % der erzeugten Energie verbraucht ..ist noch neu , wenn ich aber hochrechne , dass sie min 1500 kWh /a spart .. dann sind das bei den derzeitigen Strompreisen 600 Euro .. damit ist die Anlage in 3 Jahren bezahlt … QED
Die Anlage ist aber ein ganz andere Hausnummer und nicht mehr mit einer BKW zu vergleichen! 1. muss die Anlage nicht nur angemeldet sondern vor allem vorher genehmigt werden. Und das nicht nur wegenn 1.700W sondern dann auch nochmal wegen dem Speicher. 2. hat der Netztbetreiber da dann „ein Wörtchen mitzureden“. Der genehmigt das dann nur unter Auflagen: das die elektrische Installation z.B. von einer, von ihm zugelassenen, Fachkraft zu erstellen ist. Da kommen dann also nochmal Kosten dazu. Und wehe diese Fachkraft stellt fest das die Elektroinstallation des Hauses noch aus dem letzten Jahrtausend ist / nicht den aktuellen Vorschriften entspricht… Also so pauschalisieren kann man das nicht! Grüße Dirk
rkopka am 01 Apr 2024 10:57:39 BURAN hat geschrieben:Der Verbrauch von Dietmar scheint mir sehr gering .. ich brauche am Tag bis zu 10 kwhwenn ich gar nicht zuhause bin und im Normalfall 600 kWh im Monat
Ist bei mir ähnlich. Wobei ich nur Werte für die ganze Woche notiere (nach Zählern). Ich brauche 6,6-9kWh pro Tag (Einfamilienhaus). Was aber nur maximal 270kWh/Monat ergibt. Ohne Solarthermie waren das maximal 14kWh/Tag, als sie im Winter mal nicht wollte. Bei mir wäre das eine durchschnittliche Last von etwa 300W. Da aber das meiste am Abend verbraucht wird (TV, Rechner, Licht, Kochen), dürfte das am Tag wesentlich weniger sein. Die Lüftungsanlage zieht 70 w Ich habe 2 alte Heizungspumpen .. Fußboden und Hk .. a 45 w Eine Zirkulationspumge 45 w Eine Pumpe für Solar bis zu 70 w
Die laufen aber nicht durch. Außenbeleuchtung einige LED mit Bewegungsmelder
Zumindest die mit Bewegungsmelder leuchten auch nur sehr kurz. Und beide nur in der Nacht. Kühlschrank, Tk Schrank , Weinschrank ,
Das sind bei mir die Hauptverbraucher mit geschätzt 3-4kWh/Tag. Aber auch hier wird das BKW höchstens 1/3 beitragen können. 2 PC, Fax, Drucker, Plotter , mehrere TV .. und nicht alle sind aus …Ladegeräte .. Waschmaschine Trockner Geschirrspüler , das meiste zieht wohl die Siebträger Maschine nach meinem E Auto
PCs, die durchlaufen, brauchen sehr viel Strom. Ich bin schon länger mit Laptop unterwegs und untertags ist fast alles abgeschaltet. Waschmaschine etc. läuft nur, wenn ich da bin, dann aber am Tag. Dabei wird aber entweder zuviel Strom für das BKW gezogen (Heizen) oder der Strom ist gering (nur Motor). Die 600 w sind me bei den meisten schnell verbraucht .. und ein Speicher macht Sinn , um den Ertrag über die Zeit zu strecken
Wobei bei BKW die Speicher irgendwie intelligent entscheiden müssen, wann der Speicher genutzt wird. Das geht richtig fast nur mit Verbindung zu den Zählern oder mit zusätzlichen Strommessern. Ahorne7500 hat geschrieben:Es speist bei uns den Firmenzähler fürs Büro. Durch vergleichen mit alten Stromrechnungen schätze ich die Ersparnis auf ca 800 kw/h bei gemessenem Ertrag von ca 1100 kw/h pro Jahr.
Zum einen sind es kWh. Zum anderen dürfte ein Büro einen ganz andere Verbrauchsverlauf haben als ein Privathaus. Da laufen meist eine Reihe von Computern und Licht durch. Außerdem ist der Hauptstromverbrauch in der Sonnenzeit. Zuhause läuft untertags meist kaum etwas außer den Standbyverbrauchern, Kühlschrank, vielleicht noch Heizungspumpen (aber auch die weniger, wenn man absenkt). D.h. den Spitzenwert an Verbrauch kann man durchaus mal erreichen. In einer normalen Wohnsituation aber nur kurzfristig und selten dann, wenn die Sonne scheint. Ich habe trotzdem vor, ein BKW zu errichten, wenn auch mehr als Hobby. Wobei es interessantere Hobbies gibt :-). RK
Sprinterklasi am 01 Apr 2024 11:19:01 Hallo, wenn die Regierung statt Sonntagsreden die Stromwende wirklich fördern wollte, würde sie rückwärtslaufende Zähler genehmigen. Der erzeugte Strom des BKWs käme mir voll zugute und in meiner Nachbarschaft würde es von BKW nur so wimmeln. Zur Zeit ist es eben nur Hobby. Schöne Grüße, klasi
Ahorne7500 am 01 Apr 2024 11:20:32 rkopka hat geschrieben:Zum einen sind es kWh. Zum anderen dürfte ein Büro einen ganz andere Verbrauchsverlauf haben als ein Privathaus.
Hallo, mit beidem hast Du Recht. Mit ging es nur um die Beschreibung der (meiner) Situation. Der eigentliche Grund meines Beitags war die Beschreibung der neuen Stromrechnung. Grundgebühr teurer, Verbrauchskosten niedriger. Weniger Ersparnis durch BKW. .
Pechvogel am 01 Apr 2024 11:54:38 Sprinterklasi hat geschrieben:…wenn die Regierung statt Sonntagsreden die Stromwende wirklich fördern wollte, würde sie rückwärtslaufende Zähler genehmigen...
:polit: Laut europäischen Recht ist das nicht mehr verboten. Und der VDE, an den sich meist auch die deutsche Rechtsprechung anlehnt, empfiehlt ein BKW „an alle in Betrieb befindlichen Zählern“ zuzulassen. Mir ist auch nicht bekannt das in letzter Zeit mal ein Netzbetreiber einen BKW-Betreiber verklagt hätte wenn der seine Anlage mit einem alten Ferrariszähler in Betrieb genommen hätte… Grüße Dirk
Tinduck am 01 Apr 2024 12:33:28 Die Berechnung auf der ADAC-Seite geht nur von 50% Ertragsnutzung aus. Insofern schon nicht unrealistisch. Bei uns laufen 2 Kühlschränke und eine Gefriertruhe, die Umwälzpumpe der Fussbodenheizung, wie überall diverses an Standby-Geräten und ich mache 3x die Woche Homeoffice, was bekanntlich tagsüber stattfindet, da wird dann auch mal gekocht und danach ne Spülmaschine angeschmissen - am Wochenende sowieso. Von daher wird ein guter Teil des erzeugten Stroms auch genutzt werden. Dazu kommen solche Dinge wie ein Pool mit Umwälzung im Garten (wenns warm ist), Laden diverser Akkugeräte, z. B. E-Bike… Nur weil etwas nicht 100% effizient ist, heisst das nicht, dass es sich nicht lohnt. Wenn man nie Zuhause ist und in einer 50 m^2 Wohnung wohnt, mag ein Balkonkraftwerk ü sein, in anderen Lebenssituationen halt nicht. Das Ding wird auf jeden Fall intensiver ausgenutzt werden als die 200 Wp auf dem Wohnmobil, die übrigens vor 6 Jahren das Doppelte gekostet haben :) Wir haben für den ‚Normalstrom‘ (im Gegensatz zur WP) auch noch einen alten Zähler, der gestern beim Test ein wenig rückwärts lief, wenn wenig Strom im Haus verbraucht wurde. Interessiert mich ehrlich gesagt wenig, die Anlage ist angemeldet und wenn der Netzbetreiber das nicht will, soll er den Zähler auf seine Kosten tauschen. Was er sicher bald tun wird, da der Einbau schon 17 Jahre her ist. Wie war nochmal die Kalibrationsfrist?… Jetzt hat er einen Grund mehr, zügig zu tauschen. Bis dahin beschleunigt der alte Zähler die Amortisation :twisted: bis denn, Uwe
rkopka am 01 Apr 2024 12:56:21 Tinduck hat geschrieben:Die Berechnung auf der ADAC-Seite geht nur von 50% Ertragsnutzung aus. Insofern schon nicht unrealistisch.
Ich sehe das eher als optimistisch an. Bei uns laufen 2 Kühlschränke und eine Gefriertruhe, die Umwälzpumpe der Fussbodenheizung, wie überall diverses an Standby-Geräten und ich mache 3x die Woche Homeoffice, was bekanntlich tagsüber stattfindet, da wird dann auch mal gekocht und danach ne Spülmaschine angeschmissen - am Wochenende sowieso.
Von daher wird ein guter Teil des erzeugten Stroms auch genutzt werden.
KS haben Einschaltintervalle, die nur einen kleinen Teil der Zeit laufen und nicht mit allzuviel Strom. Meine ganzen KS/TK mit durchschnittlich ca. 145W (was immer noch etwas viel ist ? Muß ich mal genauer messen.) Davon kann aber nur 1/3 des Tages über das BKW kommen (Nacht). Fußbodenheizung ist wohl nur im Winter aktiv (wenn weniger Sonne ist). Homeoffice - ja. Kochen und Spülmaschine wiederum nur zu einem kleinen Teil, da die Leistung höher ist, als das BKW liefert. Schon eine Platte ist schnell bei 1-2kW. Andererseits wird man nur selten stundenlang eine oder mehrere Platten laufen haben. Nur weil etwas nicht 100% effizient ist, heisst das nicht, dass es sich nicht lohnt. Wenn man nie Zuhause ist und in einer 50 m^2 Wohnung wohnt, mag ein Balkonkraftwerk ü sein, in anderen Lebenssituationen halt nicht.
Lohnen ist relativ. Spart man was ? Ja. Aber wie lang dauert es, bis man die Kosten drin hat ? Bei den gesunkenen Preisen wohl nicht mehr so lang. Nur einfach den angezeigten Wert des erzeugten Stroms des BKW zu nehmen, stimmt halt nicht. Ebensowenig wie mit der Anschlußleistung der Geräte zu rechnen. RK
Tinduck am 01 Apr 2024 13:07:34 rkopka hat geschrieben:Lohnen ist relativ. Spart man was ? Ja. Aber wie lang dauert es, bis man die Kosten drin hat ? Bei den gesunkenen Preisen wohl nicht mehr so lang. Nur einfach den angezeigten Wert des erzeugten Stroms des BKW zu nehmen, stimmt halt nicht. Ebensowenig wie mit der Anschlußleistung der Geräte zu rechnen.
RK
Das tut ja auch niemand. Ausser vielleicht den Verkäufern der Dinger. Ich muss mal unsere Grundlast über nen Urlaub (wenn wir nicht da sind) bestimmen. Dann sieht man klarer. P.S.: Das hier ist übrigens der Rechner. Sieht nicht nach Verkaufsschönredner aus, immerhin von einer TU. --> Link Ich würde denken, die haben mehr Ahnung vom Thema als irgendwer hier… bis denn, Uwe
dietmardd am 01 Apr 2024 13:18:08 wenn die Regierung statt Sonntagsreden die Stromwende wirklich fördern wollte, würde sie rückwärtslaufende Zähler genehmigen. Der erzeugte Strom des BKWs käme mir voll zugute und in meiner Nachbarschaft würde es von BKW nur so wimmeln.
Solarstrom ist immer politisch. Ansonsten stimme ich dem Zitat voll zu. Wenn die Rahmenbedingungen so gesetzt werden würden, würde der Ausbau mit BKW geradezu explodieren, denn dann machen sie plötzlich wirtschaftlich Sinn für die meisten Besitzer. Zum eigenem Stromverbrauch: Ein großer Teil findet nur Abends oder Nachts statt, z.B. Beleuchtung, Bewegungsmelder mit LED-Leuchte, Fernseher und Computer (wenn man tagsüber nicht zu Hause arbeitet). Ein Teil der Geräte (Kühlschrank, Tiefkühlschrank ...) arbeitet nur sporadisch mit höchsten ca. 30 % Zeitanteil. Meine Verbräuche hatte ich übrigens gemessen. Es gibt da so kleine Geräte, die man in die Steckdose steckt und in dieses Messgerät dann das zu vermessende Gerät. Bei festverbauten Geräten, z.B. Rollladensteuerungen, SAT-Steckdosen stammt der Verbrauch aus der Bedienungsanleitung. Manche Stromverbraucher arbeiten nur im Winterhalbjahr, z.B. Heizungsumwälzpumpe, und da ist der Ertrag einer PV-Anlage ohnehin nur gering. Im Sommerhalbjahr, wo das BKW Leistung bringt, sind wir als Rentner mit kurzen Unterbrechungen unterwegs. Schließlich besitzen wir ein gut ausgerüstetes Wohnmobil. Bei uns sind die Standbys fast alle ausgeschaltet und im Sommerhalbjahr ist auch die zentrale Lüftungsanlage und die Umwälzpumpe für das WW aus, ebenso wie das interne WLAN und die Powerline. Wer zu Hause arbeitet (Home Office), hat natürlich tagsüber, wenn das BKW arbeitet, eine andere Verbrauchsstruktur.
rkopka am 01 Apr 2024 13:26:48 Tinduck hat geschrieben:Ich muss mal unsere Grundlast über nen Urlaub (wenn wir nicht da sind) bestimmen. Dann sieht man klarer.
Ich habe (für mich) sogar Zahlen dafür. Ich war letztes Jahr 5 Wochen weg. Der Verbrauch in der Zeit war im gleichen Rahmen wie in den zwei Wochen davor und etwa 1,5kWh/Tag niedriger als normal. Allerdings war mir vor dem Urlaub gerade ein TK eingegangen, daher ist der niedrigere Strom erklärbar. D.h. ich konnte keinen signifikanten Verbrauchsrückgang sehen. Mit dem neuen TK gings dann wieder wie erwartet nach oben. Mein Hauptverbrauch liegt also in TK/KS und Standby. Allerdings koche ich nicht jeden Tag und wenn dann keine stundenlangen Aktionen. Backen ca. 1x die Woche. Warmwasser über Solarthermie. RK
Pechvogel am 01 Apr 2024 13:52:12 Tinduck hat geschrieben:…wenn der Netzbetreiber das nicht will, soll er den Zähler auf seine Kosten tauschen. Was er sicher bald tun wird, da der Einbau schon 17 Jahre her ist. Wie war nochmal die Kalibrationsfrist?…
Mein Netzbetreiber hat bei mir voriges Jahr einen Stromzähler getauscht den er, ohne Schei., 1968 ( mit „Dienstsiegel“ und eingetragenem Datum! ) eingebaut hat! :eek: Die Kalibrierung bzw Überwachung funktioniert auch anhand von einem Vergleichsgerät das zum gleichen Zeitpunkt eingebaut wurde… dietmardd hat geschrieben:…Wer zu Hause arbeitet (Home Office), hat natürlich tagsüber, wenn das BKW arbeitet, eine andere Verbrauchsstruktur.
Ob sich ein BKW „lohnt“ hängt immer von den speziellen Gegebenheiten ab. Nicht nur die Lage und Ausrichtung sondern eben auch die persönliche Nutzung. Ein Rentnerehepaar oder auch eine junge Mutter / Vater, die überwiegend tagsüber zu Hause sind, wo nicht nur zum Frühstück die Kaffeemaschine läuft, ein Radio oder TV-Gerät für Unterhaltung sorgt, die Waschmaschine läuft, der Staubsauger… da ist die Investition eher wieder drin als die alleinstehende Person die von 8.00 bis 16.00 Uhr arbeiten muss und anschließend ihre Einkäufe erledigt oder zum Sport fährt. Grüße Dirk
DonCarlos1962 am 01 Apr 2024 22:18:05 Nachdem ich die Jahresstromabrechung bekam, fühle ich mich gut mit der Entscheidung ein BK auf's Carport geschraubt zu haben. Wir bekamen 340€ zurück. Ich hatte eher mit einer Nachforderung gerechnet. Natürlich ist es nicht klar, wie groß der Anteil des BK wirklich daran war. Schließlich spielen da zu viele Parameter mit ein. Aber es gibt mir ein klein bisschen das Gefühl das richtige getan zu haben. Nicht nur für meinen Geldbeutel! Jede kWh die nicht irgendwo dezentral für mich produziert werden mußte, ist ein gute kWh! Meine BK-App sagt, dass ich bisher 690 kg CO2 vermieden habe. Die Rechnung, dass wir die 600 erlaubten Watt ja nie alle selbst verbrauchen würden, weil tagsüber die notwendigen Verbraucher fehlen, sehe ich etwas anders. Mit zwei Modulen, eines gegen Morgen und eines gegen Nachmittag ausgerichtet, erreichen wir nicht sehr lange die Maximalleistung der Anlage. Dafür über den Tag aber länger überhaupt etwas Strom. Unser Zähler kann zudem noch rückwärts drehen, doch das kommt selten vor. Das "Kleinvieh", dass man kaum auf dem Schirm hat, summiert sich doch. Egal ob es der Radiowecker, Ladegeräte, Stand-by vom TV oder WLan Router, Umwälzpumpen, Warmwasseruntertischgeräte oder Kühl -/Gefrierschrank ist. Oft bringt die Anlage nur 100-200W. Was nicht einmal den Grundverbrauch meines Hauses deckt. Besonders im Winter ist der Ertrag oft spärlich. Trotzdem kommt etwas herein. Da bin ich über 1-2 kWh schon sehr glücklich. Ist wie der bekannte, tropfende Wasserhahn. Sind doch nur Tropfen.... Die Zeit bringt es trotzdem. Übrigens ist der finanzielle Aufwand, die erzeugte Energie zu speichern, gar nicht mehr so groß! Eine 200Ah LiFePo4 Batterie mit 200A BMS kaufte ich mir für 414€. Das sich solch eine Anschaffung rentiert, glaube ich zwar auch nicht, zumal ein 2000W Wechselrichter noch einmal mit 137€ zu Buche schlägt. Aber es macht etwas unabhängiger. Doch das steht auf einem anderen Blatt. LG Carsten
Pechvogel am 01 Apr 2024 22:59:09 DonCarlos1962 hat geschrieben:…Wir bekamen 340€ zurück. Ich hatte eher mit einer Nachforderung gerechnet.
Natürlich ist es nicht klar, wie groß der Anteil des BK wirklich daran war. … Meine BK-App sagt, dass ich bisher 690 kg CO2 vermieden habe…
Wenn Du laut APP fast 700kg CO2 eingespart hast dann hätte die Anlage auch etwa 700kWh Strom erzeugt. Wenn der, wie in Deinem speziellen Fall, zu 100% Deinem „Stromkonto“ zugute kommt dann würde, bei einer Ersparnis von 340€, die Kilowattstunde Stunde Strom bei Euch fast 49ct kosten! :eek: Wenn der Preis nicht so hoch ist, hast Du noch woanders eingespart. Und warum willst Du dir eine Batterie in die PV-Anlage einbauen? In Deinem Fall hat die doch ( noch ) Null Vorteile. Die rechnet sich also, in der jetzigen Konstellation, nie! Grüße Dirk
PittiC am 02 Apr 2024 09:57:37 DonCarlos1962 hat geschrieben:. Unser Zähler kann zudem noch rückwärts drehen, doch das kommt selten vor. LG Carsten
Eine gemeldete Anlage mit Ferraris Zähler? Die wollten noch keinen modernen Zähler einbauen? Freue dich über jeden einzelnen Tag. 8)
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