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Meinen Carthago habe ich seit 6 Jahren und er ist jetzt 19 Jahre alt. Damals hatte der keine SAT Schüssel die ich nachgerüstet habe, genauso wie Lithium. Richtig kaputt gegangen ist der Kühlschrank (ersetzt durch Kompressorkühli) und der Quierl der ALDE (ersetzt durch Vortex Pumpe) und so ein paar Sachen am Fahrzeug wie Kupplung und Radlager wurden von der Werkstatt gemacht. Natürlich musste auch mal ein Fenster neu eingedichtet oder Klappenhalter ausgetauscht werden. Auch Scharniere mussten neu befestigt werden. Alles was ein einfacher Heimwerker locker bewältigen kann. Wenn man von den 100K nur 95k ausgibt und 5k für Reparaturen zurücklegt ist man auf der sicheren Seite. Dafür hast du ein 10-12 Jahre junges sehr komfortables Womo das mal 200K + gekostet hat und absolut gar nichts mit einer Pappschachtel die man heute für 100k bekommt zu tun hat. Hubert
Was war alles vor deiner Zeit? Nix? Es geht immer was kaputt, je älter desto mehr, das sollte man einfach im Hinterkopf haben. Gewisse Reserven, gerade bei älteren Mobilen. Mehr will ich damit nicht sagen.
Je länger die geplante Haltedauer, desto weniger spielt der Wertverlust beim Kauf eine Rolle. Dass die Kurve nicht linear verläuft ist glaub ich jedem klar - aber wer muss schon nach dem ersten Urlaub verkaufen. Eben, Neupreis 200000€, nach 15 Jahren noch 70000€ Wert = 130000€ Wertverlust Neupreis 100000€, nach 15 Jahren noch 0€ Wert = 100000€ Wertverlust. Den Wertverlust bestimmt der Markt, denke den kann man schlecht kalkulieren. Klar ist der Wertverlust bei einem gebrauchten geringer, bzw. hat den ein anderer getragen. Danach würde ich aber auch nicht entscheiden.
Hier geht es um den absoluten Wertverlust. Was ein Neufahrzeugkäufer in den ersten paar Jahren an Wertverlust hat, kann man durch Reparaturen an einem Gebrauchtfahrzeug kaum ausgeben, es sei denn, man wird beim Kauf übers Ohr gehauen. Unterm Strich ist das Gebrauchtfahrzeug dann über die Haltedauer wesentlich billiger. Und wenn die Dauer länger wird, fangen halt auch beim ehemaligen Neufahrzeug die Reparaturen an, wodurch der 'Abstand' dann irgendwann gleich bleibt. Die Preissteigerung der letzten paar Jahre macht es noch extremer. Wir haben unser Mobil in 2015 gebraucht (BJ 2002) für deutlich unter 40.000 Euro gekauft. Das Modell hätte neu zu diesem Zeitpunkt 160.000 Euro gekostet (heute 260.000). Und, Überraschung, wir haben noch keine 120.000 Euro für Reparaturen bezahlen müssen. Noch nicht mal ein Zehntel davon. Lustigerweise könnten wir sogar das Basisfahrzeug gegen einen nagelneuen Iveco Daily VI austauschen und wären immer noch sehr, sehr gut im Plus gegenüber damaligem Neukauf. Gerade finanziell spricht alles für ein älteres, hochwertiges Mobil. Auch, wenn man Reparaturen mit berücksichtigt. bis denn, Uwe
Oder anders : Werterhaltung plus Optimierung ist günstiger als Wertverlust (bei "neu") :) Unsere Rechnung sieht dazu ganz ähnlich aus ... Den finanziellen Aspekt sehe ich ähnlich wie meine Vorschreiber. Aber selbst wenn der Unterschied nicht sehr groß wäre, hat man doch viele Vorteile was den Wohnwert betrifft. Wenn man mehrere Monate wie der TE unterwegs sein möchte spielt das eine viel größere Rolle als wenn man 14 Tage im Sommer auf dem Campingplatz verbringt wo man wahrscheinlich mehr vor als im Wohnmobil sitzt. Hubert Ich vergleiche jetzt mal ein 20 Jahre altes Wohnmobil, nennen wir es Fzg A, mit einen neuen Wohnmobil, Fzg B. Beide kosten €100000,-. Grundfahrzeug: War die Technik, Verbrauch, Bremsen, Motor, Getriebe… vor 20 Jahren besser als heute? Wenn ja sollten alle Ingenieure von heute sich einen anderen Beruf suchen. Innenausstattung: War die Technik, WR, Gas, Stromversorgung, Steckdosen, Innenbeleuchtung, Herd, Heizung… vor 20 Jahren besser als heute? Wohl kaum. Die Bretter waren vermutlich stärker, aber nach 20 Jahren rumgeschauckel werden die, sowie der Rest vom Fahrzeug, schon arg gelitten haben. Jetzt kaufe ich mir Fzg A + B, nutze sie 10 Jahre und verkaufe sie dann. Für welches bekomme ich mehr? Da sind so Argumente wie „Bei einen Neufahrzeug verliere ich nach dem Kauf sofort 10%“ irgendwie lächerlich. Aus diesen Gründen würde ich für so ein altes Fahrzeug kein 100‘ ausgeben. Aber soll jeder machen wie er will. Stimmt alles, aber ein Womo ist eben keine Wertanlage, daher ist der Wertverlust beim Kauf eher zweitrangig, außer ch wechsele bewusst alle zwei Jahre. Fakt ist trotzdem: je älter desto mehr Reparaturen fallen an, die sind bei premium vermutlich teurer als bei nichtpremium. Ich würde auch älter nehmen, mit allen Nachteilen und Vorteilen, man sollte sich diesen aber bewusst sein. Premium hällt auch nicht ewig. Früher war auch nicht alles besser, das sollte jedem bewusst sein. Alleine die Innendesign waren vor 15 Jahren extrem altbacken(im Vergleich zu heute) Hallo Kuhtreiber (ohne Klarnamen) Du solltest mal in einen alten Clouliner einsteigen, dann willst du nie mehr in eine Pappschachtel. Freunde von uns haben so einen alten Liner mit Heckmotor, Echtglasfenster und dicker Isolierung. Die original Heizung funktioniert immer noch tadellos und den Motor bekommt man nie kaputt. Es gibt viele alte Wohnmobile die den Neuen überlegen sind. Nicht im Design aber die alte Technik funktioniert immer noch gut.
Nein - die Technik (innen und außen) war sicher nicht "besser" - aber evtl. solider, weniger komplex .. ?? Und : vor 30 Jahren hast Du für 100 Mille TOP-Qualität aus einer Nobelausführung gekriegt. Heute kriegst du dafür die zusammen genagelte Einheitsbrei-Ware ... :? Die wird "billig-billig" gefertigt - darf ja nix mehr kosten, heute :twisted:
Muss kurz Überlegen aber ich fahre seit 1995 VW Passat Variant, der momentane (2018er) ist mit Abstand der Beste. Verarbeitung, Komfort, Verbrauch, Platz, Sicherheit, Unterhalt, Zuverlässigkeit. Für den heutigen bräuchte ich vermutlich eine S Klasse von 1995 als Vergleich, da bleibe ich lieber beim Passat
Wir reden hier über Womos ... :roll: Setz Dich halt mal in einen alten Clou aus 1990 - dann in eine heutige Pappschachtel zum gleichen Marktpreis Und um bei Deinem Beispiel zu bleiben : die "alte S-Klasse" wäre mit Sicherheit noch komfortabler und wenigstens genauso zuverlässig. Hat halt weniger Elektronic und bing-bling .. :)
... und jetzt stell mal neben den Phoenix so eine schnell zusammengetackerte neue Kiste für 100k... Würde ich dann in dieser neuen Kiste neben dem Phoenix sitzen und hätte mein Geld gerade da reingesteckt, kämen mir die Tränen... "mir", habe ich geschrieben ;)
Warum fährst Du den Passat aus 1995 nicht mehr? Hat der aufgegeben? Wir sprechen gerade von 20 Jahre alten Wohnmobilen... Wenn schon PKW Vergleiche, dann nimm einen W124... der hat gehalten. Da ist W211 und erst recht der ganze Schrott der folgte, nur Möchtegerne dagegen.
Mein letzter W124 230 TE ist leider weggerostet. Wenn ich so ein altes Premiumwohnmobil hätte würde ich es nicht verkaufen wenn noch alles in Ordnung ist. Wenn ich noch keines hätte wäre meine Wahl ein Neues. Und hier behaupten, ein Neues für 100k ist eine zusammengetackerte Kiste ist wohl etwas weltfremd oder arrogant Mein Hymer ist nun 12 Jahre als und habe fast 100000 km runter. Mit Einbauteilen absolut keine Probleme, ein bar mehr oder weniger kostenintensive Fahrzeugreparaturen waren schon in den ersten 2 Jahren nach Kauf angesagt, das WoMo hatte Vorbesitzer, wo der vor mir nicht technisch geschickt war und am Fahrgestell etc. einiges im argen lag. Ich bin mit guten Gebrauchten im gehobenen Preissegment immer gut gefahren.
Glaub mir, wenn du mal ein solides Manufaktur-Womo hattest, möchtest du kein Fliessband-Womo mehr. Mag arrogant klingen, ist aber einfach nur gelebte Erfahrung. Klar kann man in beidem schöne Urlaube verbringen. Wie man auch mit einem Benz und einem Dacia von A nach B kommt. Ist trotzdem nicht das gleiche. Erst recht nicht bei der hier angefragten Dauernutzung. Der Innenausbau eines normalen Mittleklassemobils übersteht ja noch nicht mal eine Messewoche ohne Reparaturen. Dazu kommt: das heutige neue 100.000 Euro Womo hat vor drei Jahren noch 75.000 Euro gekostet, ist jetzt aber nicht 25.000 Euro besser, eher im Gegenteil weiter entfeinert. Man zahlt immer mehr Geld für immer weniger Qualität. bis denn, Uwe
Weder - noch :) Guck da : --> Link Mein Kumpel würde heute meinem Rat folgen ... :ja: Gut - da geht's auch um fulltime Nutzung.
Das sehe ich genauso. Nur weil etwas noch deutlich teureres eine spürbar bessere Qualität hat, ist das was man in einem voluminösen 100.000 € Mobil noch lange nicht auch nur ansatzweise schlecht. Natürlich sind die Anforderungen bei einer Dauernutzung höher als bei einem Urlaubsmobil - und das ist der Grund dafür, dass ich eher auf ein ultrasolides gebrauchtes Mobil zurückgreifen würde. Bei unserem Kastenwagen sind wir mit La Strada qualitativ etwas höherwertig eingestiegen und wir hatten in etwas über 7 Jahren mal ein Problem mit der Außendusche (undicht), mit der Duschtasse (Kulanz) und mit einer LED Leuchte (lässt sich nicht mit immer dem Sensor ausschalten) - und doch denke ich, dass das Fahrzeug bei einer Dauernutzung im Alltag schneller altern würde als beispielsweise ein Phoenix, Bimobil oder Ähnliches Nettes Video zur Reinigung und Aufbearbeitung eines Knaus Kastenwagens nach 4 Jahren Dauernutzung --> Link Ihr habt ja alle recht, die alten waren „robuster“ das ist ja mit fast allem so. Was aber nicht stimmt ist das eine alte Kiste ewig hält und ein neues günstigeres gleich auseinander fällt.So wird das hier suggeriert. Bei mir war es eigentlich genau anders rum: Je günstiger und einfacher, desto weniger hatte ich dran. Meine Möbel zu Hause sind auch kein Vollholz und halten. Was mich einfach an einem 15 Jahre alten Womo stören würde, ist das Innendesign. Ich kann da leider nicht aus meiner Haut…
Finde ich auch, ist aber Geschmacksache. Ich finde meins mit 10 schon sehr "altbacken", andere nennen es zeitlos.
Ich weiß gar nicht was du hast, so stabiles Gelsenkirchener Barock in liebevoller Arbeit farblich gestaltet, weil Eiche zu dunkel war und helle Farben ja modern sind... :D :lol: PS Ich war mal in so einem Mobile, stand zum Verkauf, Nachfrage war aber gering.Geschmäcker sind halt verschieden.
Die fahren auch nicht ständig rum! :D Auch mein Budget liegt so um die 100k. Zu Beginn meiner Überlegungen zum Kauf eines WoMo stand eigentlich nur die Option Neukauf. Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher. Ein guter hochwertiger Gebrauchter hat schon auch was. Für mich käme z.B. ein Phoenix 8000 G in Frage (so wie der hier --> Link). Hier gefällt mir eben der Schnitt sehr gut, das saubere Abtrennen der Fahrerkabine und einfach das Raumgefühl sowie der optische Eindruck, in einer Wohnung zu stehen und nicht in einem Auto (und selbstverständlich die ganzen weiteren Vor- und Nachteile, die hier alle schon genannt wurden). Sind aber halt auch ordentliche "Brummer", Format und Gewicht sind schon weit über den üblichen TI oder Alkoven. Ich dürfte so was mit 6 t noch fahren, mein Partner aber schon nicht mehr (selbst wenn die FS-Freigabe bis 4,25 t jemals kommen würde). Bei dem verlinkten Modell bin ich fast schon geneigt zu glauben, für das halbe Geld 'mehr' zu bekommen als bei einem Neufahrzeug. Und so ganz nebenbei hab ich aber dann auch noch 50k übrig - ggf. für Reparaturen, Umbauten, Aufrüstungen, Sprit, Maut und Taxigeld für Umweltzonen - oder den LKW-Führerschein für Andere bezahlen. Also die Entscheidungsfindung ist nicht einfach - ich schwanke auch noch.
Zeitloses Design entsteht bei einer besonders innigen Verbindung aus Funktion und Reduktion. Wenn die Optik durch eine Mode bestimmt wird, kommt nichts Zeitloses dabei heraus. Bei Wohnmobilen versuchen die Hersteller oft die Wohntrends in der Fahrzeuggestaltung mitzumachen. Je mehr sich ein Hersteller darauf kapriziert, desto "schlechter" altert in Sachen Design der Innenraum. Das spricht aus Meiner Sicht übrigens gegen den im Threadbeginn genannten Morelo. Wer einen in sich gefestigten Geschmack hat, dem kann das egal sein und für diese Person wird das ausgewählte Design einfach schön bleiben. Das hilft beim Aussuchen sowohl bei einem älteren, als auch bei einem neuen Wohnmobil.
Form follows function. Bimobil baut heute immer noch genau die gleichen Möbel ein wie 2002 (und auch davor), als unser Bomber gebaut wurde. Die werden auch komplett in einer eigenen Möbelschreinerei im Werk gebaut. Wenn man den Stil nicht mag, hat man natürlich ein Problem - ist aber auch kein Gelsenkirchener Barock, eher nüchtern-zweckmäßig. Wir kommen gut damit klar. Angenehmer Nebeneffekt: ungeheuer solide, damit kann man auch ins Gelände, wenn der Untersatz stimmt. Ist ja auch die Zielgruppe bei den meisten Bimos. bis denn, Uwe
Ich würde das nicht generell so behaupten. Wir haben unseren Phoenix 8800 kurz vor Ende der Garantiezeit verkauft, weil die Karre einfach nur nervte und eigentlich immer nur beim Händler war. Ständig irgend welche Dinge kaputt und der Aufbau/Möbel quietschte mal hier und mal da. Unser Händler war top und hat immer alles anstandslos repariert. Aber bei einem Produkt von > 300k habe ich eine andere Erwartungshaltung. Ich würde im Leben keinen Phoenix mehr kaufen.
Ich kann jetzt nur unser Fahrzeug (und 2 weitere Concordes, die 2 befreundete Paar fast gleichzeitig gekauft haben) als Beispiel heranziehen: 2 davon Bj. 1995, das dritte Bj. 1996. Unserer hat damals, im Jahr 2006, mit 91.000 Km und 11 Jahren rund 19.000 € gekostet. Ähnlich, bzw. 1-3000 € mehr, die unserer Freunde. Die anderen beiden Paare haben gerade in den letzten 2 Wochen ihre Fahrzeuge über mobile.de verkauft, das 1995er Fahrzeug für 19.000 €, das andere, Bj. 1996 und 1 m länger, für 22.000 €. Die Gebrauchtwagenpreise liegen fast über die ganzen Jahre stabil bei den Preisen die wir damals bezahlt haben, in den letzten 3 Jahren teilweise darüber. Das heißt, wir haben "nur" die zusätzlichen Kosten für die angefallenen Reparaturen, die bis auf recht günstige kleinere Schweißarbeiten in den letzten 5 Jahren, allesamt auf normalen Verschleiß zurückzuführen waren. Technik besser als heute? Naja, wäre uns nicht der Boiler mal im Winter wegen eigener Nachlässigkeit kaputtgefroren, dann würde die Truma von 1995 heute immernoch problemlos laufen und warme Luft und warmes Wasser machen. Naja, wir haben uns dann vor ein paar Jahren ein Nachfolgemodell einbauen lassen, läuft genauso zuverlässig. Vielleicht sind die neueren Motoren leiser, aber bis auf einen hakenden Anlasser, neue Turboschläuche (die alten waren etwas porös geworden), dadurch Leistungsverlust, mal einen neuen Hauptbremszylinder hatten wir keinerlei technische Probleme mit der Basis. Nun hat unser Fahrzeug ca. 195.000 Km gelaufen und uns dieses Jahr das erste Mal in den ganzen Jahren nicht ganz bis nach Hause gebracht, weil ein Radlager sich verabschiedet hat. Alle diese Sachen kamen in den letzten 5 Jahren, da war das Mobil also auch schon 23 Jahre alt. Der Kühlschrank hat mal einen neuen Brenner bekommen, verrichtet seinen Dienst ansonsten seit damals ebenso zuverlässig. Druckwasserpumpe mal getauscht, war im Winter auch nicht ganz leer und bekam einen Riss, ausserdem Mischbatterien bei 2 Wasserhähnen mal nach einem Winter getauscht, gleiche Ursache. Alles das hat aber nichts mit dem Fahrzeugalter zu tun, ob nun 10, 20 oder 30 Jahre alt. Herd funktioniert seit 1995 problemlos, Steckdosen ebenso, bei der Innenbeleuchtung wurde vereinzelt die Leuchtmittel getauscht. Sicher sehen neue Mobile moderner aus, sind leiser, haben bessere Bremsen, aber ich kann sehr gut ohne das alles leben und genieße jede Tour. Wenn man sich dann die langen Listen der zu bearbeitenden Mängel bei manchen Neufahrzeugen ansieht ... Die "alten" sind gut abgehangen und meistens ohne Reparaturstau weil ja keiner mit offenen Problemen auf große Tour gehen möchte. Und wenn es Probleme gibt sind die meist bekannt und man akzeptiert sie beim Kauf. Ich würde da einem Privatmann auch eher trauen als einem windigen Händler der das Fahrzeug gar nicht richtig kennt. Hubert
Jetzt hab ich mal Tante Google befragt, was denn die KI so für "Gelsenkirchener Barock" hält... OK, also Tabbert aus den 70ern. Aber geht es wirklich darum? Oder soll "Gelsenkirchener Barock" die andere Seite einer Skala darstellen, wo "Zahnarztwartezimmer" stilistisch gegenüber steht? Ich bin nicht der Meinung, dass ältere Wohnmobile grundsätzlich dem "Gelsenkirchener Barock" gleichgesetzt werden sollten oder dürfen. Viel von dem neuen Plunder und Hast-du-mich-gesehen Geblinke ist doch nur albern und eben Effekthascherei. Hinter dem Glanz dann Pressspanholz und wenn das Kind mit Spielzeug dagegen kommt, dann ist ein Loch drinnen :mrgreen: Nö, ein wenig Sachlichkeit sollte schon sein. Eleganz ist intemporel und Leder, Holz, Teppich und Corian gibt noch immer ein gelungenes Interieur. Klar, eine Frage der Farbgebung/Abstimmung kommt noch dazu. Aber die mit den dunkelgrünen und orange Ausstattungen sind doch auch seit Tabbert-Selig hinüber, oder? Das waren die Wohnwagen, wo die Couch eh einen durchsichtigen Plaste-Überzug bekam und die Toi ausgebaut wurde... Und: Man muss ja auch bei neuen Mobilen nicht unbedingt Häkeldeckchen unterlegen... :roll: Ausserdem halte ich es generell für schade, jemanden nach seinem Gusto zu beurteilen, nur weil er z.B. grüne Vorhänge liebt. Oder an seinem Outfit. Ist vielleicht ein so viel besserer Mensch als der, der jedem Trend hinterher hechelt, nur wegen der Leute oder der "Likes". Also Fakt ist das die alten ewig halten und die neueren irgendwann auseinanderfallender Kernschrott sind und nicht erhaltens Wert sind?
Die Ausgangsfrage war ja, wo es DERZEIT möglicherweise und vielleicht den besten Gegenwert für's Geld gibt... und da stehen die Neuen von heute den "Alten" von gestern gegenüber. Hier scheinen jedenfalls viele User der Ansicht zu sein, dass die (hochwertigen) Mobile von gestern gut gealtert sind. Ob die hochwertigen Mobile von heute in 20 Jahren noch genau so da stehen, wird sich zeigen. Aber die Grossserienmobile, die heute 100k neu kosten, könnten in 20 Jahren deutlich spärlicher sein... denn dass die Grundmaterialien und Ausbauqualität eben nicht mehr die Gleiche ist, ist ja nun ein Fakt. Eine Heftklammer in Sperrholz oder Laminat hält nun mal nicht so wie eine Schraube in Vollholz. Nur zum Beispiel...
Weder "ewig", noch Kernschrott ... und auch erhaltenswert, wenn's geht .. :? Kleine Geschichte aus den letzten Tagen dazu :?: Wir haben einen modernen Mini Cooper aus 2015, jetzt also 8 Jahre alt mit 47 tkm, der hält noch ewig :) Im Rahmen von fälligem Service wollte ich auch mal die Karten des Navis updaten (lassen). Kostet €140 :x Auftrag erteilt ! Nachmittags ruft der Service Meister an. Unser Softwarestand vom Auto erlaubt kein Naviupdate - zu alt. Ich beschwere mich bei BMW/Mini : keine Chance, soll neues Auto kaufen .. :wall: Wird zunehmend schwieriger werden "alte Schätzchen" mit viel Elektronic Helferlein zu erhalten, dafür gibt's in ein paar Jahren nix mehr (elektronisches). Alles im NFZ Bereich vor 2010 ist da noch gut dran. Danach könnte es doof werden - mit Erhaltung :!: So isses. Der Unterschied: Mechanische und elektrische Teile für ältere Fahrzeuge gibts Zuhauf auf dem Ersatzteilmarkt, weil einfach zu kopieren. Und in der allergrössten Not gibts auch Betriebe, die sowas einzeln anfertigen. Die Mühe macht sich bei modernen Elektronikkomponenten (bisher) keiner, weil der Aufwand fürs Re-Engineering einfach zu hoch ist, erst recht, wenn da Software am Werk ist, die ist und bleibt nämlich urheberrechtlich geschützt. Deshalb kommt man da nur mit Originalteilen weiter, und die gibts 10 Jahre nach Einstellung des Fahrzeugmodells nicht mehr neu. Das ganze wird übrigens noch schlimmer, die Fahrzeuge werden immer vernetzter und haben immer mehr Software, selbst in einem modernen LED-Rücklicht mit animiertem Blinker etc. arbeiten inzwischen mehrere Microchips mit Hersteller-spezifischer Firmware, die mit dem Beleuchtungssteuergerät über CAN oder LIN reden. Selbst wenn man die Leuchte von Hella oder sonstwo kaufen könnte, hilft das gar nichts, wenn die Fachwerkstatt sie nicht am Bus korrekt adressiert. Und wenn da nach 10 Jahren das Fenster aufgeht ‚alte Softwareversion nicht mehr unterstützt‘, dann macht die Werkstatt da gar nix mehr dran. bis denn, Uwe
Hallo Wolfgang, so ähnlich ist es mir mit meinem HymerCamp 2002 gegangen. Küchenfenster kaputt, das 1. Fenster 2012 kostete es noch 320 €. Aber in 2017 ging das 2. Fenster kaputt, da hat es 980€ gekostet und 2 Monate Lieferzeit! Damit war Hymer bei mir aus der Auswahl 2018 für Womo - Neukauf raus. PS: es sollte jeder, der ein altes Gebrauchtes kauft, auch nach Lieferzeiten für Ersatzteile und Preis erfragen. Natürlich bei einen anderen Werkstatt ... viel Spaß :lol: 10 Leute, 12 Meinungen. Wie immer bei polarisierenden Themen. Ich würde jedenfalls keine 100k in eine alte Kiste investieren. Und dass neue Womos nur schnell zusammen getackert werden, halte ich für ein großes Gerücht. Ich brauche kein Echtholz. Ich fahre lieber mit optimierten 3,5 to. durch die Gegend und muss nicht nachdenken, was ich gerade nicht darf.
Moin, deshalb habe ich mir in 2020 mit Aussicht auf meine Rentnerfreizeit 2022 einen Iveco Daily VI mit Laika-Aufbau aus Baujahr 2000 gekauft, und was soll ich sagen, ich habe es keine Sekunde bereut. Die bisherigen Kosten sind überschaubar ( Zahnriementausch / Ölwechsel / Bremsen hinten ). Mit einer guten Werkstatt und guten eigenen Schrauberfähigkeiten lässt sich dieses Fahrzeug noch viele Jahre bewegen. Der ökologische Fußabdruck ist mit Sicherheit um ein vielfaches besser als bei vielen neuen Fahrzeugen. Gruß Frank Darüber bin ich froh das unsere alten Karren zuhause das nicht haben. Unser Womo von 06 ist noch nach alter Art. Der Dacia Lodgy Bj 12 meiner Frau hat das auch nicht. Mein Jeep TJ Bj 97 auch nicht, da sind Zug und Kippschalter verbaut. Ersatzteile gibt es zuhauf für kleines Geld. Die Halbwertzeit bei neuen Modellen wird immer kürzer. Da muss man sich schon überlegen kann man sich noch mit guten Gefühl ein "altes" Womo mit z.b. 10 Jahren noch kaufen.
z.B. solltest du gut überlegen was du aus Gewichtsgründen mitnehmen kannst. Darf ich noch einmal daran erinnern, dass es hier darum geht ein Fahrzeug anzuschaffen um damit einige Monate am Stück unterwegs zu sein. Unterwegs würde für mich nicht bedeuten Monatelang auf einem Überwinterer Stellplatz mit Infrastruktur zu stehen. Deshalb halte ich einen 3,5t für denkbar ungeeignet, und bei allem größeren wird es bei Neufahrzeugen mit 100k schon knapp. Aber zwischen 20 Jahre alt und Neufahrzeug gibt es ja auch noch ein Mittelding. Deshalb habe ich ja weiter oben einen Frankia VI mit 5,5 t BJ. 2016 für knapp 100k vorgeschlagen. Hubert |
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