|
Hallo Nachdem wir im Oktober 23 an der Ostsee ein paar Tage Regen hatten, tröpfelte es irgendwann an den Stossabdeckleisten der Decke. Unser Mobil ist Bj. 99 und hat beim Kauf (2020) eigentlich einen recht guten Eindruck gemacht, genau so wie die privaten Verkäufer.... Preis war noch ok, von innen war er gepflegt, die Fahrzeugsubstanz insgesamt erstaunlich gut, und wozu schließlich hat man vor Ewigkeiten mal KFZ Mechaniker gelernt (allerdings seit 40 Jahren nicht mehr im Beruf) wird schon gut gehen.... Zwischenzeitlich habe ich dann die ein oder andere Reparatur machen müssen, ein Rostproblem am linken vorderen Längsträger war dann schon starker Tobak, soll aber hier nicht das Thema sein. Also, Wasser im Fahrzeug, wo es nicht hingehört, auf die Suche gegangen und am Dach fündig geworden. Dort wurden von (einem der drei) Vorbesitzer dicke (ca. 2,5 m²) Aluplatten (5 mm) aufs Dach geklebt, da lief Wasser drunter. Kantenleisten waren teilweise auch undicht, Verschraubungen der Dachreling waren teilweise weggegammelt. Am Heck im oberen Bogen der Leiter zeigte sich ein ehemaliger Schaden, da war das Dach wohl mal etwas geknickt. Nach Feuchtigkeitsmessung im innenbereich konnte Feuchtigkeit im Dach nachgewiesen werden, ausserdem im Heckbereich die Unterkante sowie unterhalb der Stauraumklappe vorne rechts. Nun stellte sich die Frage, wie am Sinnvollsten vorgehen. Da ich die aufgeklebten grossen Aluplatten nicht mit Werkzeug und der Androhung von Gewalt gelöst bekommen habe (nein, auch nicht mit anheben und Schneidedraht etc) - musste das Dach runter. War mir persönlich auch lieber als die ganzen Einbauten rauszureissen.... Also erst mal alle Kantenleisten und Kantengummis entfernt. Dabei die erste böse Überraschung: die rechte Seite wurde wohl schon mal "gemacht" - aber mit SILICON wieder eingeklebt. Katastrophe - das Zeug runter zu bekommen war seeehr mühselig....auf der Dachseite war es mir egal, aber seitlich auf dem Waben Blech ging es nur mit Kundtstoffbürstenaufsatz auf Akkuschrauber, und natürlich nicht ohne den Lack mit abzutragen..... Also entfetten, grundieren, neuer Lackaufbau, damit das Dekalin hinterher wieder vernünftige Grundlage findet... Hier an der Stelle möchte ich dann mal all jene Ansprechen, die in diversen Beiträgen dazu raten, ""das mal eben mit Silikon abzudichten"... Jeder der sowas verbreitet gehört körperlich gezüchtigt ;D Das Zeug hat NICHTS aber rein garnichts am Wohnmobil zu suchen. Auf den Bildern kann man deutlich erkennen, das Alufrass überall da ist, wo Silikon zum Einsatz kam.... Dachreling, Solar, Satschüssel, alles muss runter.... Über dem Alkoven vorn verlief eine Abdeckleiste, welche einen Stoß bzw.überlappung der Dachhaut offenbarte. Da wurde in der Vergangenheit schon mal der Alkoven repariert und ein neues Blech über das vorhandene Dach geklebt. An der Stelle hab ich dann mit dem Multitool die Dachhaut aufgetrennt... Die Dachhaut runternehmen ging ganz gut, liegt nur lose auf und ist an den Seiten mit Dekalin abgedichtet. Und so sah man dann auch, daß da wohl schon länger Wasser bzw. Feuchtigkeit drin war, nach dem entfernen der (teils Blätterteigartigen :mrgreen: ) Sperrholzlage, dem Styropor konnte das Holz begutachtet werden. Einige Leisten waren morsch und müssen ersetzt werden. Da jetzt eh schon Hopfen und Malz verloren war, hab ich mir gedacht : Barfuß oder Lackschuh, wenn man schon mal dabei ist, dann wird die komplette Abdichtun neu gemacht. Also Alle Fenster raus, alle Stossabdeckleisten, Serviceklappen, Fender, untere Abschlussleisten, Wasser und Kaminabdeckung, Kühlschrankgitter, Reling, Halter, Stoßstange, Heckleuchtenträger - kurz Alles wurde ausgebaut..... Zumal das Holz im Dach, welches nicht ausgetauscht werden muss, ja eh erst mal abtrocknen muss, hab ich ja Zeit.... :roll: Aufarbeiten und Reinigen aller Klappen Abdeckleisten, Einbaurahmen, Fensterrahmen etc.... So, für heute ist Feierabend mit schreiben, die Tage geht's weiter mit meinem Bericht.... ...die Arbeiten sind schon etwas weiter fortgeschritten, konnte mir bislang nur schlecht Zeit zum schreiben freischaufeln. Sehe es aber als meine Pflicht an, Euch teilhaben zu lassen, da ich mir hier auch schon den ein oder anderen "Gold werten " Tipp holen konnte.... Grüße Fritz super dokumentiert ....du machst das alles richtig! schade das ich nur einmal positiv bewerten kann Toll gemacht! Willst den nachher noch ganz lackieren? oder warum die Orangene Farbe? Puuuuhhhh wenn man erst mal anfängt :eek: aber das sieht ja sehr gut aus :respekt: weiterhin viel Erfolg. ps. ja ich finde auch es ist deine Pflicht das hier zu Dokumentieren :lol: :) :dankeschoen:
Die Farbe ist nur Grundierung, hatte rot und grau da,sieht deshalb "etwas gescheckt" ;-) aus. Komplett lackiert wird er vorläufig nicht, habe die grundierten Stellen nur weiß beilackiert, das wird hinterher noch beipoliert, dann fällt das nicht mehr auf. Am Heck waren so viele Löcher, vom Fahrradträger, Leiter, Kamera, Leuchtenträger, da kommt neues Blech komplett drüber. Da ich vom glatten Dachblech genug über habe, kommt das auch ans Heck. Aber auch dazu später mehr. Grüße und Dank für die aufmunternden Worte Deinen Mut und die Energie dazu möchte ich haben. Super Arbeit und Dokumentation. MfG kheinz Hat mit Mut nichts zu tun, ist ne reine Abwägungssache gewesen. Er sollte ja eigentlich zum Ende dieser Saison verkauft werden, aber mit Wasserschaden brauchst so ein altes Fahrzeug nicht anbieten, das kannst dann besser verschenken....Schaden verschweigen (so wie es meine Verkäufer gemacht haben) ist keine Option, das Theater was daraus entstehen kann will ich mir nicht antun, also Verlust machen, oder in die Hände gespuckt.... Materialeinsatz ist überschaubar, ich denke, das wird am Ende bei ca 2500 Teuronen liegen, die Arbeitszeit rechne ich nicht, es wär eh schon finanzieller Totalschaden, wenn man es machen lassen müsste. Zwischenzeitlich (Trocknungsphasen, warten auf Material etc.) habe ich den Gasflaschenboden ersetzt, und mit den Holzarbeiten am Staukasten rechts und der Heckecke rechts begonnen....
Kompliment für Arbeitsausführung und Doku! Dafür ein Pünktchen. Gruß Andreas ...weiter geht's.... Die Seitenansicht geht schon wieder halbwegs, hinten sieht man das Eselsohr, da isset morsch...und die Heckunterkante wurde mal gestückelt, die kommt auch raus und wird neu gemacht. Also rausschneiden, ersetzen, stabil machen :) Heckleiste ersetzt.... Dann das Wellblech hinten wieder ankleben, vorbereiten für das neue (glatte) Blech, welches ich am Heck "drüberkleben" werde, um die zahlreichen Löcher abzudecken. Die neuen Leisten hab ich mir von einem befreundeten Tischler machen lassen, hab sie dann mit Owatrol behandelt, sind fertig zum Einbau. Ausserdem hab ich mir gleich die Holzklötze zur Befestigung der Fender machen lassen. Die alten wurden aus normalem Holzklotz geschnitten, klar das die dann gerne reissen oder die "Nase" abreisst. Das sollte mit dem Schichtverleimten Holz jetzt nicht mehr passieren. Apropos Fender, nach dem ich hier im Forum schon den ein oder anderen Katastrophenbericht lesen musste, hatte ich ein wenig Angst vor dem, was mich hinter den Fendern erwarten würde. Aber zu meiner großen Überraschung war da alles Top......irgendwo muss man ja auch mal ein Quentchen Glück haben 8) Am Dach waren 4 Leisten auszutauschen, ursprünglich gab es nur Leisten von links nach rechts, das wollte ich ändern. Zum einen, weil die Hängeschränke im inneren mit "Schrauben durch die Decke" befestigt waren. Diese Schrauben wurden ursprünglich nur durch die obere Sperrholzplatte und das Styropor in die Schränke gedreht, darüber lag die Aludachhaut. Von den Schrauben war fast nichts mehr vorhanden (kann man auf einem Bild halbwegs erkennen, die rostigen Stumpen welche da hochstehen waren die Schrankbefestigung...... Ich habe also Querverstrebungen über den Hängeschränken eingesetzt, um hier jetzt etwas Stabilität reinzubringen und den Schrankverschraubungen halt zu geben. Zum anderen weil die Dachluken teilweise ohne Holzrahmen nur im Sperrholz/Styro- Sandwich hingen...wer sich sowas einfallen lässt ? :roll: Dacharbeiten waren etwas mühselig, da ich nur wenig Platz über meinem Fahrzeug zum Arbeiten habe. Hat andererseits aber den Vorteil, daß verleimte Teile einfach gegen die Decke verpresst werden konnten. Manchmal waren die Arme zu kurz.... könnte natürlich auch dran gelegen haben, das meine Plautze im weg war :D So, Holzarbeiten abgeschlossen, jetzt muss ich das Styropor vorbereiten, Schneiden, einpassen. Das soll am Wochenende passieren. Ich denke mal das wird "Tetris für fortgeschrittene".... Jetzt bin ich auch mit dem Schreiben aktuell, das ist der Stand der Dinge... Wahnsinn mit welchem Enthusiasmus du dabei bist! Ich bin auch von Herzen Handwerker und versuche immer alles möglichst lange zu erhalten und reparieren aber für so ein Projekt hätte ich keine Ruhe mehr. Wünsche dir noch genügend Power und Muse das Projekt bis zum Ende zu bringen und danke für die Einblicke in "Dachlatte, Styropor und Co" ;-) Schönes WE, Gruß, Bernd
Ich hatte am Heck einen Wasserschaden, bei dem wohl auch die Schrauben der Leiter so gearbeitet haben, daß sie etwas lose waren und da Wasser reinkam. Ich hab dann bei der Erneuerung des Holzes im Bereich der Leiterschrauben mehr Holz eingebaut, damit das ganze mehr Halt bekommt. RK Ich versuche alle Löcher zukünftig zu vermeiden. Dachreling, Leiter, etc. wird nicht mehr montiert, das braucht kein Mensch. Fahrräder kommen auf die Anhängerkupplung, Sat und Solar wird geklebt, so daß nur noch die Kabeldurchführung auf dem Dach verbleibt. Jede zusätzliche "Sollbruchstelle" vermeiden.... 8) Grüße
"Kein Mensch" ist vielleicht etwas übertrieben. Ich möchte keine AHK, weil damit der Böschungswinkel mies ist. Solar ist mit Trägern an der Dachreling verschraubt und so leicht tauschbar (war schon mal nötig). Leiter ist (für mich) nötig und auch praktisch als Wäschetrockner :-). Sat ist auch geklebt. Dafür habe ich keine Kabeldurchführung sondern gehe durch eine Dachluke. RK
DAS ist genau die richtige Strategie. Wäre schön, wenn die Hersteller das auch so machen würden und nicht für jeden Sch... ein Loch ins Mobil bohren. bis denn, Uwe
So hat glücklicherweise jeder seine eigenen Vorlieben zum glücklich werden :wink: Meiner ist sehr kurz und steht hinten so hoch, wenn da der Böschungswinkel ne Rolle spielen würde, müsste mein Fahrzeug auch Allrad haben :mrgreen: , Wäsche wird zum Trocknen an der Markise aufgehängt oder über die Fahrräder geschmissen :D Und wenn die Solarhalter kleben, sind die Module daran festgeschraubt .... Wie gesagt, alles gut, jeder wie er mag :)
Ja, man muss das von der positiven Seite betrachten!! Gruß Andreas Hut ab vor deiner Arbeit und deiner Ausdauer. Das mitlesen hier macht einfach Spass. Danke dafür. Und an Gutn. Franz Zwischendurch mal ein Dankeschön für Eure Kmmentare und positiven Bewertungen, ich kann aber auch mit Kritik leben ;-) Da ich jetzt in Kürze das Blech am Heck verkleben möchte (Glattblech über vorhandenes Noppenblech) bin ich noch am überlegen, welcher Kleber der passende ist. Grundsätzlich wäre ich bei Sika, ich glaube 522? Klebt und dichtet, vollflächig mit Zahnspachtel aufgetragen. Frage mich aber, ob der auch in der Fläche fest wird ? Lt. Datenblatt reagiert der ja mit Feuchtigkeit, welche aber, wenn erst mal Blech auf Blech sitzt, dort nicht mehr vorhanden ist? Gibt es geeigneteres Material? Hat da jemand Erfahrung? Sollte ich die Frage besser separat als neuen Thread erstellen? Grüße Fritz So, heute früher Feierabend gehabt, die Sonne lachte, da konnte meine rollende Baustelle mal " vor die Tür", da hab ich mehr Platz, und konnte so die Lattung / Stöße abhobeln und die Flächen wo das Styro drauf kommt, vorbereiten. Ausserdem habe ich die Sperrholzplatten für das Dach zurechtgeschnitten, werden jetzt noch mit Owatrol behandelt - und damit bin ich endlich mit den Holzarbeiten durch. :wink: Morgen werd ich mich dann mal ans Styroporschneiden wagen, bin mal gespannt :| Grüße Fritz Großen Respekt für Deine Arbeit & super, daß Du das dokumentierst! Bin gespannt wie´s weiter geht. So, habe das WE dazu genutzt, das Styropor zu schneiden. Hatte mir nen (heißen) Schneidedraht besorgt, aber der war bei den kleinen Flächen, welche nicht immer 100% rechtwinklig und im übrigen viele versätze etc. aufwiesen, nicht Zielführend. Wieder einmal hat sich mein Multitool als Geheimwaffe entpuppt...ich komm immer mehr zu dem Schluß, daß der Kauf dieses Universalwerkzeuges die beste Entscheidung meines Lebens war :mrgreen: Es war insgesamt Aufwändiger als ich vermutet hatte, zumal die Lattenabstände Leider immer 5 cm breiter waren als die Breite der Styroporplatte. So musste die Platte quer genommen werden und Stückeln war angesagt :roll: Immerhin ist das Styropor jetzt geschnitten, eingepasst und die ersten 2/3 der Fläche sind verklebt und verpresst. Sieht nicht schön aus mit den Abstützungen aber solange es den Zweck erfüllt ... :ja: Muss jetzt Zwangspause machen, der Kleber ist alle :?
Die Kanten habe ich damals einfach mit dem Messer geschnitten. Die Schneidedrahtvorrichtung habe ich gebraucht, um die Platten auf die richtige Dicke zu bringen, die leider von der Handelsware abwich. Außerdem habe ich alles neue mit Styrodur gemacht. RK Glücklicherweise gab es meine Platten in der geforderten Stärke von 30 mm, so dass zumindest das nicht runtergeschnitten werden musste. Styrodur hatte ich auch drüber nachgedacht, aber die zusätzliche Stabilität brauch ich nicht, da ich nicht auf dem Dach rumlaufe, iso - verbesserung ist zu vernachlässigen, zumal die Fahrerkabine so gut wie nicht isoliert ist. Verarbeiten lässt sich Styropor m.M.n. auch besser, und was die letzten 25 Jahre funktioniert hat, funktioniert sicher auch weiter :) Dann gäbe es noch das + Argument für Styrodur, das es keine Feuchtigkeit aufnimmt. Aber auch das braucht man normalerweise nicht, da die Hülle ja i.d.R. dicht ist? Letztlich habe ich mich dagegen entschieden. Ich denke, die Jahre die er noch hat, wird er gut damit klarkommen (müssen) :) Grüße Fritz
Das Styropor, das ich entfernt habe, konnte ich teilweise wie einen Schwamm ausdrücken, soviel Wasser war da drin. Bei neuen Teilen wollte ich daher etwas besseres nehmen. RK
Kann ich verstehen...das nasse Styropor hatte aber eine Ursache, und wenn die behoben ist bzw. gar nicht erst entsteht durch regelmäßige Kontrolle und ausbessern, spielt es keine Rolle ob da EPS oder XPS drin steckt, dann bleibt beides trocken, auch über Jahrzehnte :ja: Grüße Fritz Absolut beeindruckend deine Arbeit! Ich habe auch ein EM 515 von 1997. Ich hoffe, daß ich nicht auch mal solche umfassenden Reparaturen machen muß. Ich habe aber jede Menge Aufbauten und das Fahrzeug steht immer draußen. Insofern macht mich deine Geschichte nachdenklich. :? Ein paar Kleinigkeiten habe ich aber schon gemacht. Wo bekommst du für das alte Fahrzeug noch Ersatzteile - außer bei ebay? Oder baust du alles selbst? Ich bin da auf der Suche nach der unteren Seitenverkleidung weil leider ein Poller im Weg war. Ich habe zwar vor, das mit GFK zu reparieren, aber lieber wäre es mir, ein Ersatzteil einzubauen. Vielleicht hat jemand anders eine Idee. Auf jeden Fall wünsche ich dir weiter viel Erfolg mit dem Projekt und poste doch gerne wieder etwas, wenn es fertig ist :-) Grüße Jo Solange Deine Aufbauten geklebt sind, muss da ja nichts sein. Obwohl in meiner Dachfläche auch Löcher vom Alufraß waren... Hab ich aber auch erst gesehen, als das Blech runter war und gegen das Licht gehalten wurde. Wenn ich nicht ans Holz gemusst hätte, hätte ich ne Glasfasermatte komplett über das Dach gelegt, gibt's glaub ich bei Wagner... Ersatzteile was Technik angeht ist bei Augustin bzw. Fiat noch einiges erhältlich. Allerdings sind Blechteile Schweller, Innenschweller, Längsträger etc. nicht mehr zu kriegen. Musste Schweller, Längsträger etc. selber dengeln, da werde ich die Tage mal ne gesonderte Geschichte zu einstellen. Ersatzteile Aufbau bei Eura - Vertretung anfragen, ich war erstaunt was es da noch alles im Katalog gibt, allerdings hab ich da auch einen sehr engagierten Mitarbeiter angetroffen, der nebenberuflich das macht, was ich hier gerade "durchmache" - wir hatten sofort ne gute "Chemie". Oder gebraucht vom Verwerter bzw. ebay, die Teile waren ja seinerzeit weit verbreitet im WoMo Bau. Allerdings hab ich für den Aufbau noch nichts gebraucht. Die unteren Kunststoffschweller werden aufgearbeitet, der Leuchtenträger / Heck / Stoßstange wird ebenfalls aufgearbeitet. Werd ich auch mit Epoxy von hinten verstärken, von oben einschleifen, verschweigen, dann neu lackieren etc. Ich würde in Zukunft einfach regelmäßig Feuchtigkeit messen, wenn nichts auffällig ist - never change a running System....;-) Grüße Fritz Weiter geht's, Styropor ist komplett verklebt, Klebereste und Stöße verschliffen, das Heck, die Rundung oben, ist wieder hergestellt. Hatte erst vor das Styrodur hinten u. vorn einzuschneiden, um es dann "Zieharmonikamäßig" um die Rundung oben zu biegen. Das funktionierte nicht, dafür ist XPS zu hart. Also habe ich mir Streifen geschnitten, welche aussen breit und innen schmal sind. Das funktionierte sehr gut, wurde verklebt, geschliffen - sieht ganz gut aus. Vorderer Bereich des Daches ist jetzt wieder mit Sperrholz belegt und verklebt, jetzt wieder Zwangspause, der Kleber ist wieder alle.... :? Erstaunlich, was da an teurem Caravankleber draufgeht, für die komplette Styroporverklebung sind bislang ca. 18 Kartuschen draufgegangen, mir fehlen noch mal 6 Kartuschen.......der Kleber war teurer als das Dachaluminium :x Apropos Dachblech...... Wer sowas wie ich hier vorhat, sollte ERST schauen, OB und WO er das Blech herbekommt....und nicht wie ich es gemacht habe. Ich hatte gedacht, das wird schon kein Problem sein....weit gefehlt. Es gibt scheinbar nur einen Anbieter in Europa , welche Aluminiumblech in größen bis 2,4 mtr. breite als Rollenware (Abschnitt vom Coil) anbietet, freebird aluminium in den Niederlanden. Die verkaufen aber nur an gelistete Fachbetriebe für Wohnwagen/ bzw. Mobile! Ich hatte schon vor, den Fachbetrieb meines Vertrauens anzusprechen, ob er mir das Zeug bestellt, der nannte mir erstmal einen Kumpel, der wohl in ner Wohnmobilvermietung mit angeschlossener Werkstatt arbeitet.... Das war ein erstklassiger Tip. Der Typ macht beruflich nix anderes wie Aufbauten instand setzen. Wir hatten von Anfang an nen guten Draht, dabei stellte ich fest, daß es auch noch ne Eura - Vertretung ist...Zufälle gibt's... :D Ein Blick in den PC, bei Eura gibt es 2 Größen, 6 mtr. lang, und 9 mtr. lang, die gute Nachricht: er hat beide auf dem Dachboden stehen. Aber der Preis: 6 mtr. kosten 1170 € zzgl. MwSt. Jetzt kommts: 9 mtr. kosten 2300€ !!! zzgl. MwSt.... Eine Frage warum 1/3 Material mehr mehr als das doppelte kosten, konnte er mir auch nicht erklären und war Ratlos. Was sich die Leute bei Eura da bei der Preisgestaltung gedacht habe mögen? Wurde überhaupt gedacht? Vielleicht haben sie den Preis einfach mal gewürfelt? Wie auch immer, ich benötige 4,3 mtr, also reicht die 6 mtr. rolle, ab nach oben, mal anschauen, hmmm, da steht noch ne dritte Rolle.... Ich: was ist denn damit? Er: Die ist beschädigt, hat n minimalen Knick auf dem letzten Meter. Ich: Einen Blick drauf geworfen, nicht so schlimm, wie lang ist das Blech? Er: Den Umfang gemessen, 1,5 mtr Umfang x 6 Wicklungen = knapp 9mtr. :ja: Ich: Suuuuuper, soll kosten? Er: Naja, verbauen können wir es nicht, abgeschrieben ist es auch schon, 500 € und gut is.... So schnell hab ich noch nie "Gekauft" gesagt, Anhänger geholt, mitgenommen. Das Stück mit dem Knick wird weggeschnitten, dann reicht es für das Dach UND ich habe Material, um mein Heck mit glatter Haut zu versehen. Man muss ja auch mal Glück haben.... 8) Grüße Fritz Hallo Sehr beeindruckend Dein Bericht. Respekt. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der Bezug vom Dachblech ein schwieriges Unterfangen.Ich wollte eventuell auch 3in neues Dachblech einbauen. Kennt hier jemand noch eine Alternative? Zwischenstand So, nachdem der Caravankleber bestellt ist, hatte ich Zeit, die Rundungen hinten mit Sperrholzplatte zu bekleben. Dazu gibt es spezielles "Biegesperrholz" , welches in Faserrichtung flexibel ist und sich um den Radius biegen lässt. Heckrundung ist jetzt fertig - Foto allerdings nur von der linken Seite, rechte Hälfte ist jetzt eingespannt.... Dann hab ich noch die Sperrholzverkleidung hinter der reparierten Heckecke ersetzt, den Unterbodenschutz aufgetragen. Dabei habe ich festgestellt, daß die Seitenmarkierungsleuchten so genial eingesetzt wurden, daß Wasserschäden vorprogrammiert sind. Es wurde nur ein Loch durch die Seitenschürze gebohrt, von aussen wurde die Leuchte draufgeschraubt, von innen, wo die Kabel reingehen, wurde nichts abgedichtet, Holz bzw. Styropor freiliegend, da durfte das Spritzwasser ungehindert reinlaufen. Das habe ich abgedichtet. Ausserdem fehlte im Heckstauraum (sehr flach, sehr eng) an der hinteren Abschlusswand die Sperrholzverkleidung (aus vermutlich einem früheren Schaden), das hab ich ebenfalls ersetzt. Kleber für die Heckwand ist bestellt, Unterbodenschutz am Gasflaschenkasten und der neuen Heckleiste ist aufgetragen, weiter geht's wenn der Kleber da ist, dann bin ich so weit, die Rückwand einzukleben und das Dachblech anzupassen, dann warten nur :D noch die umlaufenden Kantenleisten inkl. Abdichtung, Dachluken einsetzen, untere Abschlussschürzen und der Heckleuchtenträger überarbeiten und lackieren, , Schüssel und Solar wieder anbringen, Fahrzeug innen wieder komplettieren.............und dann ist langsam ein Ende in Sicht.... :roll: Eigentlich ist die niedrige Decke wie gemacht für dein Vorhaben ;-) Weiterhin gutes Gelingen! ....die " niedrige Decke" hat 3,3 mtr., ich glaub das nächste WoMo muss niedriger werden :D Da heute die Sonne lachte, habe ich meine Blechrolle im Garten ausgerollt und für s Dach und Heck passend geschnitten. Ich hoffe meine Nachbarn verzeihen mir, die Sonntägliche Ruhe gestört zu haben.... :ja: Grüße Fritz Kleiner Rückschlag..... Eigentlich wollte ich ja diese Woche das Dachblech auflegen, und ursprünglich wollte ich das noch vorhandene Blech am Alkoven einfach mit dem neuen Blech überziehen... ....aber dann wären 3 Lagen Blech am Alkoven, (das Originalblech hatte wohl mal einen Hagelschaden und wurde mit einer weiteren Lage Blech überklebt), plus die jetzt dazukommende Lage.........will ich wirklich drei Lagen Blech? Nicht wirklich! Ausserdem habe ich mittlerweile einen richtigen "Riecher" für mein Auto, und vorn rechts sah es ein wenig nach " gepfuschter Reparatur in der Vergangenheit" aus, also hab ich das Blech vom Alkoven entfernt, und siehe da, noch ne Baustelle :roll: Morsche Lattenenden und Seitenplatte. Eigentlich hatte ich gedacht, das die Holzarbeiten jetzt endlich abgeschlossen wären. Die gute Nachricht: das Zeug ist wenigstens trocken gewesen. Das bedeutet aber auch für alle, die mal einen Wasserschaden hatten: Einfach nur trocknen lassen nutzt nix - das rottet im verborgenen weiter, auch wenn es dann irgendwann trocken sein sollte, das Holz zersetzt sich im laufe der Zeit.... So, man ist ja in Übung, also kurzerhand das morsche Zeug rausgeschnitten, neue Stücke angefertigt, eingesetzt. Leider nicht ganz fertig geworden, war schon spät heute, muss morgen früh wieder raus, aber ich denke übermorgen bin ich so weit, das Dachblech ENDLICH aufzulegen und zu spannen... Grüße Fritz Das ist doch kein Rückschlag für dich, das is´n Klacks ;-) ...ich hätte das Ding vermutlich schon lange angesteckt... :-) Ich bin gespannt wie du das Blech spannst, bitte berichten! Eine schöne Woche wünsche ich! Das Dach wird ja dann Dank der verklebung mit dem caravan Kleber super stabil...eine richtige Sandwich Platte. :top: eigentlich fragt man sich wie das vorher halten konnte.
War ja vorher auch verklebt und Sandwich, nur halt an den morschen Stellen nicht mehr, im großen und ganzen war es aber noch relativ stabil. Und das Dachblech liegt ja nur auf, das wird nicht verklebt, nur an den Kantenleisten mir verschraubt....
:| ...warum bin ich da nicht schon früher drauf gekommen.... 8) Es geht voran.... So, die Holzarbeiten am Dach sind endgültig abgeschlossen, die Sperrholzplatte verklebt, die Stöße mit Gaffatape abgeklebt, die Ausschnitte für die Dachluken sind ausgeschnitten. Das sollten die letzten Holzwurmarbeiten gewesen sein, obwohl ich sagen muss, daß Holz nicht der schlechteste Werkstoff ist. Ich hab da sonst nicht viel mit zu tun - bin eher Metaller - aber das arbeiten mit Holz hat schon Spaß gemacht :D Musste dann aber doch noch mal dran, hab mir ne Platte gebastelt in Größe des Hecks, mit Styropor beklebt. Das wird die Andruckplatte welche ich auf das zu verklebende Heckblech setzen werde und dann verpresse, um eine möglichst wellfreie Oberfläche zu bekommen. Dann hab ich das Heck zum verkleben vorbereitet. Überall wo früher Schrauben drin waren (Leisten, Leiter etc.) musste mit nem kleinen Dorn das Blech wieder zurückgetrieben werden, sonst sieht man die Pocken später durchs neue Blech drücken... Als alles schön eben ist wurde es angeschliffen, gereinigt, entfettet. Die neue Blechrolle in Position gebracht und der Kleber mit nem Zahnspachtel aufgetragen. Davon gibt es keine Fotos, die offene Zeit des Klebers war nicht soooo üppig, es musste schnell gehen :ja: Dann hab ich das neue Blech oben links mit einer Schraube fixiert, während Kumpel Oli das Blech rechts gehalten hat und darauf achten musste, daß es nicht den Kleber berührt. So konnte ich das Blech links an der Seitenwand ausrichten und dann unten fixieren. Dann habe ich mit einem breiten, weichen Besen welcher mit einem weichen Handtuch umwickelt war, das Blech von links nach rechts gleichmäßig in den Kleber gedrückt. Rechts dann ebenfalls mit 2 Schrauben fixiert. Durckplatte angesetzt und gegen die Wand verstreut bzw. angepresst. Dann hab ich 48 Stunden Pause gehabt.... Das Abnehmen der Druckplatte war dann ein wenig wie "Warten aufs Christkind " :D Ich hab mich gefreut wie blöd beim Anblick des wunderschönen, glatten, blasenfreien Hecks :ja: Dann noch von innen Löcher in die Ecken des Fensters gesetzt, von aussen angezeichnet, abgeklebt (man könnte ja mal abrutschen) und den Fensterausschnitt ausgeschnitten. Dann noch den seitlichen Blechüberstand abgeschnitten. Die Unterkante habe ich 15 mm überstehend abgeschnitten, so das ich jetzt am Heck eine schöne Tropfkante habe. Konstruktive verbesserung zum Original :D Das Dachblech hatte ich schon lose Aufgelegt als ich Oli noch da hatte, somit kann es jetzt nach den Feiertagen weitergehen mit Dachblech ausrichten, fixieren, spannen etc......... Wie gesagt, es geht voran.... 8) Bis bald, grüße, Fritz Mööööööönsch Fritz, Hut ab vor deiner Ausdauer und Mut zu neuem. ...es hat sich wieder etwas getan... Das Blech vom Dach liegt drauf, wurde rechts an der Seitenlinie ausgerichtet. Da ich es etwas länger als nötig zugeschnitten hatte, habe ich nun etwas überstehendes Material, an welchem ich problemlos ein paar Gripzangen befestigen Die waren nötig, um das Blech annähernd wellenfrei spannen und befestigen zu können. Zusätzlich wurden die Rundungen hinten und vorn am Alkoven mit Stützen in Form gebracht. Da meine Werkstatt eine ehemalige Schmiede war, sind dort überall in den Wänden stabile Eisenringe in den Wänden, an welchen früher die Pferde zum beschlagen der Hufe fixiert wurden. Heute hilft mir das, die Gurte zum Spannen des Bleches zu befestigen :mrgreen: Dann habe ich an den Rändern seitlich Dekalin zur Abdichtung zwischen Fahrzeug und Blech aufgetragen. Nachdem alles saß wie ich es mir vorgestellt habe, habe ich das Blech an den Rändern mit ein paar Schrauben fixiert. Schwieriger war es, das etwas widerspenstige Blech vorne um den Alkoven zu legen und zu fixieren. An "Abdeckleiste anbringen und damit fixieren" war nicht zu denken....also habe ich die letzten 10 Zentimeter mit Sika 522 versehen und mit Druck angepresst. Über Nacht stehen lassen, danach war es festgeklebt, dann konnte ich die Übergänge abschneiden, die Kante mit Dekaseal eindichten (zusätzlich zum Sika) und abschließend die Abdeckleiste mit reichlich Dekaseal ansetzen. Ist ganz nett geworden :-) Am Heck das selbe Procedere, aber jetzt sofort mit Sika 522 fixiert. Überstehendes Blech weggeschnitten, das muss jetzt noch abschließend verklebt, abgedichtet und mit Abdeckleiste versehen werden.... Ausserdem hab ich begonnen, die neuen Kantenleisten am Alkoven anzupassen. War aufwändiger als gedacht, da ich die zu bohrenden Löcher gleich so ausgemessen habe, daß sie nicht auf irgendwelche darunter liegenden Fixierschrauben des Bleches treffen. Vorheriges Markieren etc. hilft ungemein! Die Kantenleiste wurde natürlich erst ohne Gummi angepasst, wenn alle Leisten fertig sind, wird das Kantengummi eingesetzt. !!!An dieser Stelle herzlichen Dank an Kurt, (turbokurtla), seine Artikel bzgl. Kantenleisten, Holzwerken, Styropor, Kleber etc. etc. haben sehr geholfen!!! Am WE geht's weiter, ich hoffe dann das Heck und die Kantenleisten fertig zu haben. Evtl. schaff ich es noch, die Dachluken einzusetzen, mal sehen.... Der wird richtig schön! Top Arbeit! Ich kann leider kein "gefällt " mir geben da ich kein Mitglied bin bzw. noch nicht genügend eigene "gefällt mir" gesammelt habe... Deshalb extra für dich zum ausschneiden und aufkleben: "GEFÄLLT MIR!" Ein schönes Bastelwochenende wünsche ich! Gruß, Bernd :respekt: :daumen2: :daumen2: :daumen2: :respekt: Sieht super aus. Ich hätte aber fürs Dach trotzdem Styrodur genommen. Das begrenzt einfach die Schäden, falls es doch mal wieder undicht wird. Ausserdem merkt man Lecks früher, weil das Wasser nicht im Styropor gespeichert wird, sondern innen direkt irgendwo rausläuft. Bist ja bald fertig, Glückwunsch :-) bis denn, Uwe
War auch mein Gedanke. Wenn aber das vorhandene Styropor angeklebt war, kann ich es verstehen. RK |
Anzeige
|