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Mir fiel es schwer einen geeigneten Betreff zu finden, ich hoffe aber trotzdem, der Inhalt entspricht euren Erwartungen. Ich hab eine Anekdote, die vielleicht zu denken gibt und dem einen oder anderen hilfreich ist. Ich hatte letzthin ein leichtes Vibrieren in der Lenkung bei Bremsvorgängen. Wir wollten in den Herbstferien nach Norwegen, deshalb dachte ich, ich lass die in der Werkstatt mal einen Blick drauf werfen. Auf dem Weg in die Werkstatt, ein Weg von vielleicht vier Kilometern, bricht vorn rechts die Bremsscheibe. Die Werkstatt meint, sie hätten sowas noch nicht gesehen, aber diese leichten Vibrationen seien ein Signal dafür, dass die Beläge hin sind. Alle vier Bremsen wurden getauscht. Ich hol das Auto auf einem Freitag aus der Werkstatt und bemerke, kurz bevor ich zu Hause bin, ein leichtes Quitschen an der Hinterachse. Müssen die Montag halt nochmal gucken. Montag will ich in die Werkstatt, kein Quietschen, was soll ich also in der Werkstatt? Das nur vorweg. Aus Norwegen wurde aus tragischen Gründen nichts, wir wollten allerdings zu unserem Wochenendhaus in der Nähe von Rendsburg, weil ich vor dem Winter noch eine Reparatur erledigen wollte, danach wollten wir noch ein paar Tage nach Dänemark. Im üblichen Stop and Go vor dem Elbtunnel ist das Quitschen wieder da und wird mit der Zeit so schlimm, dass ich schon dachte, ich müsste rechts ran. Vor dem Elbtunnel, der perfekte Platz für sowas! Ich bin dann auf die Idee gekommen, die Handbremse mal kurz anzulupfen - Quietschen ist weg. Und bleibt auch erstmal weg. Das war ein Sonntag. Jetzt die eigentliche Geschichte. Ich ruf meinen AC an, ich nenne den hier nicht, weil das Problem vermutlich unabhängig davon ist. Sag denen, dass ich noch auf eigenem Kiel in eine Werkstatt kommen würde insofern also keinen Bergedienst benötige, ich aber eine geeignete Werkstatt brauche, die sich kurzfristig mal meine Hinterradbremsen angucken kann. Die konnten mir nicht helfen, weil die Informationen über Werkstätten habe der Bergedienst vor Ort, der werde sich zeitnah bei mir melden. Hat er auch gemacht und hat mir die Telefonnummer der für meinen Jumper zuständigen Citroen Werkstätten gegeben. Da landet man dann, weil Unternehmen mit einem halben Dutzend Niederlassungen, in einem Callcenter mit einer mitfühlenden weiblichen Stimme, die mir versicherte, man werde mich der zuständigen Werkstatt mit einem Vermerk der Dringlichkeit weiter melden. Ich hab da noch mal nachgefragt, aber die haben sich bis heute, eine gute Woche später noch nicht bei mir gemeldet. Beim Fiat-Callcenter bin ich sofort abgeblitzt, man repariere keine Fremdfabrikate. Bei Peugeot machte mir die nette Dame am Telefon auch keine Hoffnung, dass das in den kommenden Wochen was werden könnte, gab mir aber den Tipp bei einer kleinen unabhängigen Werkstatt direkt vorstellig zu werden. Der Rat war gut, weil ich da mit dem Meister selbst sprechen konnte. Der konnte mir auch nicht weiter helfen, Arbeit bis über beide Ohren und kein Personal, das gelte auch für allen anderen Werkstätten in der Region. Nach Schilderung meines Problems meinte er allerdings, da könne eigentlich nicht viel passieren, wenn ich damit fahre. Mich haben zwar die Wörter 'eigentlich' und 'nicht viel' etwas beunruhigt, aber so sind wir dann wieder nach Hause gekommen. Seit gestern steht das Auto wieder in der heimatlichen Werkstatt. Die Moral: Eine AC-Mitgliedschaft sorgt nur dafür, dass das Auto in eine (hoffentlich geeignete) Werkstatt kommt (evtl. wird, so vorhanden, noch ein Reifen gewechselt). Ob und wann das Auto repariert wird steht in den Sternen. In meinem Fall hätte das Wochen dauern können. Deshalb ist das wichtig, vor allem wenn das Auto schon älter ist (14 Jahre, 135Tkm), proaktiv Verschleißteile zu tauschen und jedem Störgefühl beim fahren nachzugehen. Mit einem Womo in Norwegen in the middle of nowhere liegen zu bleiben wäre der ultimative Albtraum für mich. Ich werde sehen, wie ich in Zukunft wenigstens noch zwei leere Reisetaschen mit bekomme. Ulli Hallo, nur zur Info, das Quietschen an der Hinterachsbremse habe ich auch. Es ist scheinbar Temperatur- und Lastabhängig. Nach ein paar hundert KM fängt es an, wenn ich die Luftfederung verändere ändert es sich auch. Manchmal hört es wieder auf und wenn ich kurz die Bremse trete hört es für ein paar KM auf. Mehrere Werkstätten haben nicht gefunden, dementsprechend habe ich mich damit abgefunden und fahre schon einige tausend KM damit.
Hmm, ein Automobilclub ist doch dafür da, bei einer Panne zu helfen, und nicht beim Verdacht auf ein Problem, weil man irgendwelche Geräusche hört. Und bei der optimalen Mitgliedschaft in einem solchen Club wird das Fahrzeug sogar bis in die heimische Werkstatt zurück gebracht und man bekommt auch noch einen Leihwagen (PKW), um selbst nach Hause zu kommen. Oder wird irgendwie anders nach Hause gebracht. Oder bei einer Panne im Ausland in eine nahegelegene Werkstatt, die, sofern möglich, die Reparatur direkt vornimmt. So jedenfalls haben wir und auch schon meine Eltern es vor einigen Jahren mehrfach erlebt.
Was erwartest Du von einer Versicherung ? Auch der ADAC ist eine Versicherung und kein Wohltätigkeitsverein, wie viele feststellen mussten, die im Forum ihren Frust gepostet haben. Jede Versicherung versucht ihre Ausgaben soweit wie möglich zu deckeln. Auch wir haben unsere Leidvollen Erfahrungen machen müssen, dass der Ablauf nach einem Unfall unseres geparkten Wohnmobil das Fahruntüchtig war, keineswegs so ist wie in den Hochglanzprospekten angepriesen. Unzufrieden waren wir mit dem ACE nicht, haben ihn aber verlassen, weil wir künftig den Schutzbrief von der Versicherung nehmen wollten. --> Link Unser Fazit: Man muss immer damit rechnen liegenzubleiben, durch eine Panne oder Unfall. Also immer entsprechend pro Reisenden ein Rucksack und Taschen mitführen um das notwendigste mitführen zu können. Eine Werkstatt insbesondere im Ausland zu finden, die zeitnah eine Reparatur vornimmt ist unwahrscheinlich. Wir hatten alles versucht, leider vergeblich. Wir sind mit dem Flieger nach Hause, Wohnmobil mit dem Tieflader. Darum geht's nicht. Ich will darauf aufmerksam machen, dass es nicht allein hilft, Mitglied in einem AC zu sein. Abgesehen davon, dass das nicht vergnügungssteuerpflichtig ist, seinen Kram in einem PKW zu verstauen, um nach Hause zu kommen, kann das heutzutage Wochen dauern, bis man sein Auto zurück bekommt. Deshalb meine Empfehlung, neben den üblichen Inspektionen alle merkwürdigen Geräusche ernst zu nehmen und abklären zu lassen. Außerdem ist es wahrscheinlich besser, alle üblichen Verschleißteile proaktiv zu tauschen, um die wahrscheinlichsten Ausfälle im Voraus abzuräumen. Gibt dann immer noch Sachen, die kaputt gehen können. Meiner bekommt Anfang Dezember eine neue Kupplung. Dabei werden wir gucken, was ab 130Tkm früher oder später noch so alles dran ist. OK, kann sein, dass das alle wissen. Mir jedenfalls ist das an dem Fall klar geworden, dass das mit den planmäßigen Inspektionen allein nicht getan ist. Ulli
Das Thema hatten wir hier schon häufiger. Man kann nicht proaktiv irgendwelche Teile tauschen. Wie lange hält eine Lichtmaschine? 150.000km oder 250.000km? Traggelenke können nach 30.000km ausschlagen oder auch erst jenseits der 200.000km. Es gibt Ducatos da geht bei 50.000km der Kupplungsnehmer-Zylinder kaputt. Andere wechseln bei 150.000km die Kupplung und lassen den, immer noch originalen, Zylinder drin. Und so läßt sich das beliebig fortsetzen! Wie lange hält ein Turbo? Ein Radlager? Querlenker? Differenzdrucksensor? LMM? ABS-Sensor, ……… Und dann gab es noch den Spruch „Never touch a Running System“. Wenn man z.B. ein Traggelenk wechselt dann fasst man so viele andere Bauteile / Verschraubungen an die dann auch wieder potentielle Ausfallkandidaten werden können…. Wenn Du Verschleiß- Reparaturen / Ausfälle vermeiden willst dann musst Du dir regelmäßig neue Fahrzeuge kaufen. Und dann hast Du zwar das Risiko auf Verschleiß reduziert, dann steht das Fahrzeug aber u.U. wegen „Kinderkrankheiten“, Sachmängel-Schäden, …. in der Werkstatt. Wenn es dann noch richtig schei.e läuft sind die Ersatzteile für das neue Auto ( noch ) nicht lieferbar… Grüße Dirk Im Prinzip hast du Recht. Trotzdem gibt es Teile, wo die in der Werkstatt sehen: die sind bald dran. Wenn die Einschätzung ist, dass die bis zur nächsten Inspektion noch durchhalten, wie bei meinem mit den Bremsen, dann werde ich die zukünftig anweisen, die Teile gleich zu tauschen. Das werde ich auch machen, wenn eine Kraftstoffförderpumpe, die ich vorher nicht gehört hab, plötzlich anfängt, Geräusche zu machen (hatte ich auch schonmal). Sowas meine ich. Ulli Grundsätzlich steckt man in einem Fahrzeug nicht drin- alles kann lange halten, aber auch unglücklicherweise früher kaputtgehen als normal. In weiser Voraussicht ältere Sachen einfach austauschen halte ich für den falschen Weg. Ich persönlich finde es aber sehr wichtig , das ein Fahrzeug regelmäßig Gewartet wird und das kein Reparaturstau vorhanden ist. Wenn ich weiß, das meine Bremsbeläge kurz vor Verschleißgrenze sind , fahre ich nicht unnötig weiter oder gar in Urlaub. ( Dies möchte ich dir jetzt nicht unterstellen ) Ich möchte nur damit sagen, das sich vieles vorab schon ausklammern lässt. Ja- einen kurzfristigen Werkstatttermin heutzutage zu bekommen ist fast unmöglich- das erlebe ich jeden Tag,- egal welcher Hersteller oder welche Sparte. Überall wirklich die gleichen Aussagen: Hütte voll, kein oder krankes Personal…. Und das wird schlimmer. Pannenhilfe Manche Abschleppdienste haben eigene Werkstätten, allerdings ist denen auch nicht langweilig, aber hier sehe ich in deren Werkstätten größere Chancen für eine kurzfristige Hilfe. Allerdings ist es nicht die Aufgabe eines Clubs, egal welcher, herumzutelefonieren, welche Werkstatt helfen kann oder wo etwas ist. Im modernen Zeitalter des www sollte mittlerweile jeder in der Lage sein, zumindest eine Werkstatt zu finden und mit denen zu telefonieren. ( Hast du ja auch schon gemacht ) Vieles ist auch mit etwas Glück verbunden, eine kompetente Person ans Telefon zu bekommen. Aber auch hier ist eine Ferndiagnose nicht immer möglich.
Ich lass meine Kupplung tauschen. Die ist bisher unauffällig. Man sagt, dass die mindestens 130'km hält, meistens länger, hängt von einer Reihe Faktoren ab, insbesondere der Fahrweise. Das Auto ist jetzt 14 Jahre alt und hat 135'km auf der Uhr. Wenn ich so weiter fahre, ist es bei den nächsten 135'km 28 Jahre alt. Das heißt, das Auto bekommt jetzt mutmaßlich seine einzige neue Kupplung seines Autolebens. Soll ich besser damit warten, weil das evtl. erst mit 180'km dran ist und mich das dann irgendwo in Mittelnorwegen erwischt? Das ergibt für mich keinen Sinn. Hängt aber vielleicht damit zusammen, dass ich das Auto fahren werde bis es entweder beim Verwerter landet oder ich meinen Führerschein abgebe. Idealerweise fällt beides zusammen. Ulli aber woher willst du wiszen, dasz die "neue" kupplung nicht schon nach 30 tkm verreckt :?: wenn die "alte" noch einwandfrei ist, würde ich die drin laszen! oder wexelt ihr auch bei 150 tkm den motor, weil der ja hochgehen "könnte" :?: allesbleibtgut hartmut
Ok, Du läßt jetzt die Kupplung erneuern. Was ist denn "die Kupplung"? :eek: Neue Scheibe ( das eigentliche "Verschleißteil" ) und einen neuen Automaten? Das sog. "2-Komponenten-Kit"? Oder doch das Set incl. dem Nehmerzylinder? ( Der Nehmerzylinder enthält quasi auch das Ausrücklager ). Dazu baut man dann das Getriebe raus. Um dieses raus zu bekommen müssen die Antriebsachsen demontiert werden. Die bekommt man nur raus wenn die Räder runter kommen, der Auspuff, diverse Kabel und Schläuche,.... Alles nicht mal eben "vor Mittag" gemacht. Aber dann hast Du Ruhe!??! :gruebel: :eek: Wenn aber zwei Jahre später der Simmerring der Kurbelwelle beschließt, auf Grund von Alter und Verhärtung, undicht zu werden, dann muss der gewechselt werden! Dazu muss..... die Kupplung raus, dafür das Getriebe, die Antriebswellen,.... :eek: Und wenn es schei.e läuft dann ist das ausgelaufene Motoröl vom Simmerring über die Kupplungsscheibe gelaufen. D.h. Du brauchst eine neue Kupplung... ALSO: wenn neue Kupplung dann lass´ den Simmerring der Kurbelwelle da unten gleich mit tauschen!! Kostet 20€ und einen Ölwechsel ( Öl muss dafür abgelassen werden ). Und auch den Nehmerzylinder! Dann kannst Du beruhigt in Urlaub fahren, ist ja alles neu an der Kupplung. Bis auf den Geberzylinder! :eek: Der kann auch undicht werden. Ok, der liegt im Fahrerfussraum ( bzw Motorraum ) und hat nichts mit Getriebedemontage zu tun. Wenn der undicht wird fährst Du aber auch nicht mehr. Und genau DAS meine ich: Kupplung? 1. was gehört alles zur Kupplung? 2. wenn Du nicht weiß was da noch so alles "in der Nähe liegt" ( z.B. der Simmerring ) dann machst Du die Arbeiten doppelt und dreifach und 3. fährst Du, in der Annahme "ist ja alles gemacht", mit "ruhigem Gewissen" los und stehst nachher trotzdem da.
Erstmal hat die Werkstatt das ja richtig gemacht: wenn Du regelmäßig zur Wartung kommst, die Kilometerabstände immer ungefähr gleich sind dann kann die Werkstatt abschätzen wie lange so ein Teil noch hält. Wenn Du allerdings eine "aussergewöhnliche Belastung" für Dein Fahrzeug planst, also z.B. eine Norwegentour, dann könnte man das Womo ja auch VORHER nochmal zur "Durchsicht" bringen. Dann sagt dir die Werkstatt schon "bei Deinen 3 Wochen Nordsee im Jahr reichen die Bremsbeläge noch aber wenn Du 6 Wochen nach Norwegen oder durch die Alpen willst...." Aber vorher wissen was später kaputt geht kann keiner. Egal wie alt das Fahrzeug. Auch bei Neuwagen gehen Teile kaputt. Ok, dann innerhalb der "Garantie" aber es geht DIR ja darum nicht liegen zubleiben und nicht um die Kosten. Grüße Dirk
Stimmt! Das kommt dann noch dazu. Ich hatte mal einen Neuwagen da waren nach 25.000km einige der Federn der Mitnehmerscheibe gebrochen. 25.000km, wenn man 135.000km in 14 Jahren fährt, sind 2,5-3 Jahre. Dann nimmt sich da nicht nur keiner mehr was von an, Du stehst auch wieder da! "Never touch a running system". Grüße Dirk
Die Teile bekommt man dort vermutlich gleich schnell wie hier. Werkstatt ist auch hier ein Problem. Solange man nicht unter hohem Zeitdruck ist, kann man auch etwas warten. Mit AC(Schutzbrief) gibts einen Leihwagen, mit dem man auch was anschauen kann (hatten wir schon, war praktischer als mit dem Womo :-) ). Kupplung war beim alten und neuen Womo bisher kein Problem. Die hatten ordentlich Jahre, aber nicht mehr km. Bisher hatte ich zwei Kupplungsschäden, bzw. haben sie begonnen durchzurutschen. Beides PKW. Der eine wurde vorher von einer älteren Frau gefahren, die die Geschwindigkeit hauptsächlich mit der Kupplung geregelt hat. Der andere war mal gezwungen, einen Wowa einen sehr steilen Weg mit Anhalten hochzuziehen, was man noch monatelang gerochen hat und einige Jahre später einen Tausch erforderte. D.h. es gab einen Grund und hat sich langsam eingestellt. Wenn man das Geld ausgeben kann und will, beruhigt es wohl, ist aber keine Garantie. Beim alten Womo mit 21 Jahren haben sich die Probleme gehäuft, weshalb ich es dann weggegeben habe.
Wobei ich frage, ist eine Norwegentour eine außergewöhnliche Belastung ? Ja, es gibt Pässe, aber IMHO keine so extremen. Oder zumindest nicht so lang. Da sind einige Pässe in den Alpen kritischer. Ein halbwegs modernes Womo mit funktionierendem Kühlsystem und vernünftiger Fahrweise belastet man eigentlich nicht extrem. Anders, wenn z.B. ein Bootsanhänger hinten dran hängt. RK
Wenn Du dein Womo jedes Jahr in die Werkstatt bringst und in der Zeit immer 10.000km gefahren hast, dieses Jahr aber zusätzlich noch eine Norwegentour von 4-5.000km planst, dann ist das eine aussergewöhnlich hohe Belastung im Hinblick auf die Jahreskilometerleistung. Und da kann man VORHER mit der Werkstatt sprechen das die z.B. nochmal einen Blick auf die Bremsbeläge werfen. Was voriges Jahr noch für etwa 10.000km gut war, muss ja nicht auch 15-20.000km halten?! Grüße Dirk
Ganz genau! Ich habe das jetzige Wohnmobil seit 18 Jahren, nächstes Jahr wird es 30, bekommt dann das H-Kennzeichen. Wir sind damit in den letzten Jahren jedes Jahr mindestens einmal (zur Inspektion) in der Werkstatt, natürlich gibt es altersbedingt immer mal Wehwehchen, die sich im Alter einfach häufen. Jedes Mal denke ich: na, nun ist ja mal langsam alles erneuert, dürfte in nächster Zeit nichts passieren, und dann hat ein solches Fahrzeug doch noch sooo viele Teile, die kaputtgehen können, ohne dass man das vorher merkt! Letztes Jahr liegengeblieben mit defektem Radlager an der Hinterachse, war vorher beim Fahren nicht zu merken oder zu hören! Vor 3 oder 4 Jahren gab der Anlasser auf. Aktuell musste gerade ein Radbremszylinder hinten erneuert werden, war undicht geworden, obwohl die Bremsen regelmäßig überprüft und eben auch repariert worden waren, und nun wird das Lenkgetriebe getauscht. Es war undicht geworden und wir haben Servoflüssigkeit verloren. Sowas kommt einfach irgendwann plötzlich, das kündigt sich nicht an. Meine Werkstatt sagt auch immer wieder: regelmäßig zur Inspektion, und wenn dann nichts auffällig ist: fahren! Dafür sind wir in einem Automobilclub (ADAC, um es beim Namen zu nennen), haben noch weitere Fahrzeuge (2 PKW und 3 Motorräder) und werden sicher nicht für jedes einzelne Fahrzeug nun einen Schutzbrief in die KfZ-Versicherung einbauen lassen, zumal man dann auch nicht besser dran ist. Bisher konnten weder wir noch meine Eltern, die bis vor 3 Jahren auch insgesamt ca. 30 Jahre Wohnmobil gefahren sind, und beschweren, uns wurde immer super geholfen. Ob bei Unfall oder Panne, auch im Ausland, gab es entweder sofort eine Werkstatt, zu der wir gebracht worden sind und wo die Reparatur schon am nächsten Tag gemacht wurde, oder wir wurden mitsamt Fahrzeug (PKW oder Motorrad) direkt nach Hause gebracht oder bekamen einen PKW als Leihwagen und das Wohnmobil kam 2 Tage später schon mit einem Tieflader in unserer Werkstatt an. WIR haben bisher noch nie negative Erfahrungen gemacht, und ich bin seit genau 37 Jahren im ADAC. Es gibt natürlich Dinge, die regelmäßig getauscht werden sollten, so z.B. Zahnriemen incl. Wasserpumpe. Das lasse ich ca. alle 6 Jahre machen, unabhängig von den gefahrenen Kilometern. Bisher sind wir erst einmal (letztes Jahr wegen des Radlagers) nicht auf "eigener Achse" nach Hause gekommen, ansonsten hat das Auto noch bis zuhause durchgehalten oder Kleinigkeiten konnten vor Ort in einer Werkstatt behoben werden. So macht jeder eben andere Erfahrungen, vielleicht hatten wir bisher ja auhc nur Glück. Ich ziehe trotz ähnlicher Erlebnisse auf Reisen (da aber mit dem Auto) andere Schlüsse Ulli. Bisher habe ich immer das bekommen, wofür ich auch bezahlt habe: Einen Transport meines Fahrzeugs zu einer Werkstatt (oder nach Hause). Manchmal bekam ich mehr wie beispielsweise eine bezahlte Taxifahrt mit meinem beschädigten Rad zu einem Reifenhändler, den der ADAC an einem Sonntagmorgen in der Nähe von Besancon ausfindig machte und der mir einen Ersatzreifen aufzog. Für eine kurze Reparaturdauer oder die "beste" Werkstatt bezahle ich nicht, daher kann ich auch nicht erwarten, dass das beinhaltet ist. Dazu habe ich die Haltung, dass es ein defektes und nur umständlich und teuer zu reparierendes Fahrzeug, mit dem ich einen Urlaub nicht fortsetzen kann zwar überaus ärgerlich, aber keine Katastrophe ist. Wenn das eintritt, gehe ich damit um. Ich brauche keine besondere Absicherung für alle Eventualitäten und stresse mich nicht mit diesen Gedanken. Das Wohnmobil wird gut gewartet und ich sorge dafür, dass kein Reparaturstau entsteht. Das ist es dann aber auch.
Spielt die da so eine große Rolle ? In meinem Fall bin ich im Jahr der Norwegentour(9.600km) sonst nicht viel weggefahren, damit war die Kilometerleistung ziemlich gleich. Mir ging es auch eher um besondere Belastungen für die Teile bei einer Fahrt. Bei einer Kupplung im normalen Betrieb sollte 5.000km mehr keine besondere Wirkung haben. Wenn ich es aber mit Hänger über 10 Pässe mit 2000m treibe und immer gut am Gas stehe, sieht die Sache anders aus. Da kann eine relativ kurze Tour viel mehr bewirken.
Bei uns(A) ist das Womo jedes Jahr beim Pickerl, in meinem Fall (wie bei fast allen Womos) im Frühjahr. Da wird das sowieso angeschaut. Insofern bin ich optimistisch, daß ein offensichtliches Problem erkannt würde. RK
Wenn du den Satz änderst auf: wo die in der Werkstatt vermuten: die sind bald dran. dann kommt es der Wirklichkeit näher. Und hoffentlich bauen sie dann kein "Günstig Teil" ein bei dem die Spezifikationen im Randbereich liegen. Denn dann hast du garnichts gewonnen. Gruß Andreas "wenn neue Kupplung dann lass´ den Simmerring der Kurbelwelle da unten gleich mit tauschen!!" Das war mein Plan :) Den Rest werde ich mit der Werkstatt besprechen. Wichtig ist mir das Prinzip, frühzeitig zu handeln und der Werkstatt das klar zu machen. Mein Auto ist vor einem Jahr mit der Bremse, die mir letzthin fast buchstäblich um die Ohren geflogen ist, durch die HU gegangen. Ich bin seit der Prüfung vielleicht 5000km gefahren, weil wir in diesem Jahr keine längere Reise gemacht haben. Dass es die Bremsen nicht mehr lange machen, müssen die seinerzeit schon gesehen haben. Wir haben übrigens ein besonderes Faible für abgelegene, steile Passstraßen. Die Motorisierung von unserem Auto ist mit seinen 88KW dafür leider nicht optimal. Ulli
Und die Moral von der Geschichte: auch wenn die Werkstatt etwas tauscht hat Mann bzw Frau keine Gewähr dass es funktioniert. Deshalb würde ich nichts prophylaktisch tauschen und auch nicht weil never touch a running system. Ich kann Max nur voll zustimmen.
Das geht auch gar nicht und ist nicht bezahlbar. Die Werbung gaukelt uns zwar oft ein Bild vor, dass wir überall und jederzeit binnen weniger Minuten Hilfe bekommen, aber das ist gar nicht machbar.
Das kann ich auch: Fiat Ritmo (schon eine Weile her) - Starter getauscht, mies eingebaut, Zahnrad ab(?), in einer anderen Werkstatt (Studienort) korrigiert. Irgendwas an den Antriebswellen repariert - 100km weiter stehe ich auf der Kreuzung und eine Welle hängt runter auf die Straße. Das waren keine prophylaktischen Reparaturen, aber auch keine Notfallreparaturen(zumindest die ersten). Das war aber wohl eher diese Werkstatt und etwas Pech. Ansonsten hatte ich keine solchen Probleme. RK Eine Kupplung bei 135tkm zu tauschen ist ja schon beinahe Verschwendung, die hält doch locker 300tkm und mehr wenn man nicht gerade ein Kupplungsfahrer ist. Jedesmal wenn an einem Auto was geschraubt wird hast du das Risiko daß da was schiefgehen kann, in dem Fall würde ich das höher bewerten wie das Risiko daß die Kupplung die nächsten 150tkm ein Problem macht. Gruß Joachim Zitat aus --> Link: Die 8 besten Tipps zur vorbeugenden Wartung, um Fahrzeugausfälle zu vermeiden "Man muss festhalten, dass es aufgrund von natürlichem Verschleiß nahezu unmöglich ist, alle Arten von Fahrzeugausfällen zu vermeiden. Es gibt aber auch zahlreiche vorbeugende Wartungsmaßnahmen, deren Durchführung das Risiko von Ausfällen verringert." Es ist soweit, das Auto ist in der Werkstatt und ich bin grad angerufen worden: - Die Kupplung ist verschlissen, - das Zweimassenschwungrad hat Spiel und muss mit getauscht werden, - das Ausrücklager ist ebenfalls kaputt und - irgend eine Führungsbuchse, die mir nichts sagt, ist gebrochen. Die Einschätzung des Meisters: Wenn ich das jetzt nicht hätte machen lassen, wäre mir die Kupplung eher früher als später um die Ohren geflogen und hätte dann das Getriebe mitgenommen. Vorläufiger Nebenbefund: Die Querlenker müssen gemacht werden. Geht leider erst im Januar. Was das für unsere Urlaubspläne bedeutet erfahre ich vermutlich übermorgen. |
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