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Frankia Yucon K-Peak - Vom Traum zum Albtraum? 1, 2, 3


Pechvogel am 08 Sep 2025 16:58:30

BadHunter hat geschrieben:...aber die Werkstatt darf in Eigenregie nichts, aber auch überhaupt nichts, in der Garantiezeit machen ohne vorher genaue Anweisungen und das OK von Stellantis zu bekommen!...

Da ist aber nicht nur bei Stellantis so!
Das kenne ich auch von diversen anderen ( PKW- ) Herstellern.



Grüße
Dirk

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Derek am 08 Sep 2025 17:36:27

BadHunter hat geschrieben: aber die Werkstatt darf in Eigenregie nichts, aber auch überhaupt nichts, in der Garantiezeit machen ohne vorher genaue Anweisungen und das OK von Stellantis zu bekommen!


Wobei man aber sagen sollte, dass der TE einen Sprinter fährt, der ist nicht von Stelantis und die beschriebenen Mängel einzig auf die mangelnde Fertigungsqualität von Frankia zurückzuführen ist.
Die Fahrzeughersteller (Merzedes, Stellantis) haben schon eine Endkontrolle, wenngleich die Mängel sich später wie z.B. Getriebe o.ä. später im Betrieb herausstellen.
Das Problem der WoMo Nutzer ist jedoch, dass die Mängel sich erst aber einer gewissen Laufleistung herauskristallisieren. Bei den "normalen" Nutzern (100.000 KM / anno) erscheinen die Mängel innerhalb der Garantiezeit.

Bei dem TE wurde jedoch so schlecht durch Frankia gearbeitet und was noch schlimmer ist keine Endkontrolle (Qualitätssicherung) im Werk als auch beim Händler vorgenommen.
Bei einem "Billighersteller" durchaus eher verzeihbar als bei einem Qualitätshersteller zu dem ich Frankia durchaus zähle.

Da besteht durchaus die Gefahr, dass uns demnächst die Chinahersteller in Anmutung und Qualität überholen.

Nachtfalter am 08 Sep 2025 18:41:37

Frankia Yucon K-Peak BD 6.0 - „Vom Traum zum Albtraum“? Das Wohnmobil, das mich sehr enttäuscht hat!
Mit diesem dritten Beitrag führe ich die Chronologie meiner Geschichte „Der Kauf eines Frankia Yucon K-Peak“ weiter. Das Erlebte soll anderen interessierten Käufern als Information und Entscheidungshilfe dienen und einen Eindruck vermitteln, wie Hersteller, Händler und Kunde heute mit Problemen umgehen. Es handelt sich bei dem Bericht um meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen, die stets schriftlich bzw. mit Fotos dokumentiert sind. Die Privatsphäre einzelner involvierter Personen und Beteiligter wird gewahrt und ohne Zustimmung der jeweiligen Beteiligten nicht veröffentlicht.

Teil 3: Der erste Kurztrip…

…so, weiter geht’s

Trotz der vielen kleinen & größeren Mängel steht die erste Testübernachtung außerhalb des heimischen Grundstücks an. Schließlich kann man erst dann weiter so einigermaßen feststellen, welche „Dinge“ funktionieren und welche nicht.

Auf gings bei schönstem Wetter an einen bekannten Stellplatz direkt am Fluss…

Gegen Nachmittag kam ich dort an und versuchte nochmals herauszufinden was während der Fahrt ständig geklappert hatte, jede noch so kleine Unebenheit wurde mit einem Klappern quittiert. Zuerst hatte ich den Küchenblock (leer) in Verdacht, dann die klappbare Zusatzarbeitsfläche… jedoch war es nichts von dem und so blieb es zunächst unentdeckt.

Der Nachmittag verging wie im Flug und der Platz füllte sich mit weiteren Wohnmobilen und einigen Touren-Radlern mit Zelten. Es ergaben sich einige nette Gespräche mit „Nachbarn“ und so gegen 22 Uhr wollte ich mir noch die „Hitze des Tages“ abduschen und dann ins Quer-Bett steigen.

Die Truma Heizung (nach wie vor laut – innen wie außen) hatte bereits warmes Wasser bereitet und so ging es ins angenehme Nass. Während des Duschens bemerkte ich, wie das Licht im Bad ständig flackerte und alle ca. 10 Sekunden heller und dunkler wurde. Ich duschte nur kurz und wollte mir dann den Umstand näher ansehen, aber dazu kam es nicht mehr, da es an der Tür klopfte, fast schon trommelte.

Ich öffnete das Fenster und erkannte meinen Stellplatznachbarn von vorhin der aufgeregt sagte: „Du, Deine Alarmsirene lief gerade die ganze Zeit, Du weckst ja den ganzen Stellplatz auf!“ – Alarmsirene erwiderte ich, ich habe überhaupt keine Alarmanlage. Doch sagte er, es gab gerade ein lautes auf- und abschwellendes Sirenengeheul aus Deinem Wohnmobil, was auf einem ruhigen Stellplatz wirklich sehr laut ist.

Ich öffnete die Tür, wir gingen um’s Fahrzeug, aber es war nichts zu hören – komisch dachte ich, konnte die Situation jedoch nicht klären.
Ich ging zurück ins Fahrzeug und wollte mich den Lichtschwankungen widmen, doch auch hier konnte ich nichts finden, das Licht leuchtete stabil, hell und ohne Probleme.

In der Duschkabine nahm ich daraufhin den Duschkopf vom Halter, um die Duschwanne auszubrausen, und da, da war ES wieder, das Flackern und Pulsieren bei den LEDs und auch hörte ich ein Pfeifen, das wirklich einer Sirene ähnelte. Ich stoppte das Wasser und beide Phänomene waren weg? Ich startete das Wasser erneut und sogleich begann das Flackern und Pfeifen?

Um es hier kurz zu machen, sobald die Druckpumpe einschaltete flackerte das Licht im Wohnmobil, da die einbauten LEDs/LED-Bänder offenbar mit Spannungsschwankungen verursacht durch die Pumpe nicht umgehen können.

Und das „Sirenen-Pfeifen“ kam aus dem Wassereinfüllstutzen. Hier dichtet der Verschluss den Tank sehr dicht ab und erzeugt einen starken Unterdruck sobald Wasser aus dem Tank bezogen wird. Der Verschluss selbst hat in der Mitte nur ein sehr kleines Löchlein, das wieder Luft in den Tank lassen soll. Wird jedoch viel Wasser auf einmal gepumpt – wie beim Duschen - entsteht ein so großer Unterdruck, dass die übers viel zu kleine Tankdeckellöchlein eingesogene Luft wie bei einer Trillerpfeife zu einem lauten, auf- und abschwellenden Pfeifton führt.

Sachen gibt’s - eigentlich dachte ich mir, wo ist die versteckte Kamera, das kann doch alles gar nicht sein…


Schon mal so viel dazu gesagt:

Bei meinem ersten Nachbesserungstermin, den ich ein paar Tage später hatte, konnten beide Mängel nicht behoben werden.

Der Händler tauschte vor Ort viermal den Deckel und letztendlich haben wir vorerst den Deckel im Tank belassen, der die leiseste „Sirene“ verursachte. Beim Duschen heißt es jetzt Deckel aufschrauben. „Konstruktionsbedingt“ sei das nicht zu ändern sagte der Händler! Das wird sich noch zeigen….

Bin ich eigentlich der einzige Kunde, der im Frankia Yucon duscht? Ist das noch nie einem anderen Besitzer aufgefallen?

Auch mit dem Lichtflackern versuchte der Händler sein „Bestes“, er veränderte den Druck an der Lilie Pumpe und stellte dies und das ein. Am Ende half alles nichts, das Flackern blieb (mal mehr mal weniger) und der Händler versprach mit Frankia-Technik zu sprechen. Murmelte was von Relais und so weiter…

Auch hier - bin ich der Einzige der beim Duschen das Licht anhat, warum ist das offenbar nur bei meinem Fahrzeug?!?

Gerne hätte ich die erstellten Videos hier hochgeladen, so dass sich jeder einen Eindruck von der Lautstärke der nicht bestellten „Alarmanlage“ und dem „Discolicht“ machen hätte können. Kann man hier im Forum wirklich keine Videos hochladen?

Bei all diesen „spannenden“ Gegebenheiten habe ich jetzt ganz vergessen zu erwähnen, dass am Nachmittag das Fliegengitter aus der Schiebetür fiel und die Spannbänder nur noch lasch von der Decke hingen - 5x Öffnen und Schließen war offenbar zu viel für das Schiebe-Fliegengitter. Es musste alles vom Händler wieder neu gespannt und eingestellt werden. Mal sehen wie lange es jetzt hält…

Ach ja, und das Klappern während der Fahrt kam vom Fenster, genauer gesagt vom Verdunklungsrollo. Offenbar sehr leicht eingestellt und klappert daher in der Führung.

Zuviel der Mängel wird es nun auch mir und so beende ich den dritten Beitrag über meinen Frankia Yucon K-Peak an dieser Stelle…


Fortsetzung folgt / to be continued
Das soll es für den dritten Beitrag gewesen sein, aber die Geschichte geht natürlich immer noch weiter… Alles das werdet ihr wieder im nächsten Beitrag erfahren…Bleibt gespannt….

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maxmara am 08 Sep 2025 18:45:19

Derek hat geschrieben:Da besteht durchaus die Gefahr, dass uns demnächst die Chinahersteller in Anmutung und Qualität überholen.
Die Züge voll Wohnmobilequipment über die Seidenstraße Richtung Westen sind schon längst abgefahren. Eine große Anzahl der Bauteile in WM kommt aufgrund von positiven Skaleneffekten, robusten Preisvorteilen und einer breiten Verfügbarkeit direkt aus China. Bei den Ausbauern erfolgt noch Assembly und Endmontage. Typische Komponenten aus dem Chinabezug sind Displays, Steuergeräte, Lade- und Batteriesysteme und die LED-Beleuchtung. In Zusammenarbeit mit chinesischen Lieferanten verbauen Knaus, Adria, Malibu usw. in zunehmendem Maße chinesische Wasserpumpen, Armaturen und Sanitärteile. Vielfach sind auch Innenverkleidungskomponente ebenfalls aus dem Reich der Mitte.

Soloroy am 09 Sep 2025 02:03:28

Die Badezimmerbeleuchtung wurde vermutlich an das Kabel der Pumpe angeschlossen. Nimm einfach mal der Pumpe den Strom weg und schau ob das Licht ausgeht.
Der Wassertank müsste eigentlich eine separate Belüftung haben. Wenn es am Einfüllstutzen pfeift dann ist die Belüftung blockiert.

BossHogg am 09 Sep 2025 08:01:48

Servus,
der Flicker der Beleuchtung deutet auf ein Elektroproblem hin!
Irgendwo gibt es eine schlechte Kontaktstelle oder zu dünne Leitung, oder Beides zusammen. (Das erklärt auch die Qualität deiner WC Verdrahtung, wahrscheinlich waren zwei Wagoklemmen und etwas Isolierband schon zu teuer!)
Lasse Dir einen Schaltplan sowie alle Gerätedokumentation geben falls nicht schon vorhanden (bestehe darauf, der Ton kann da etwas rauher werden aber bei den Anfangsproblemen ist zu erwarten daß da noch etwas nachkommt und Du fern der Heimat mal auf Störungssuche gehen musst).

Sollte dein Wassertank eine angeschlossene Tankentlüftung haben, lasse den Schlauch abnehmen und prüfe ob die den angespritzten Schlauchnippel auch aufgeschnitten/aufgebohrt haben (beim Gußverfahren werden Nippel oder Gewinde in die Form eingebracht und später erst entsprechend aufgebohrt. Gängig ist bspw. Rotationsgußverfahren wo die Form gedreht wird damit das PE in alle Ecken läuft)!

Hast Du eine Tauch- oder Druckpumpe? Sind die Mikroschalter im Lastkreis der Pumpe, was schlecht wäre? Wo hängt die Badbeleuchtung?

Prüfe alle zugänglichen Kontaktstellen auf Wärmeentwicklung wenn alle Verbraucher an sind! Am Besten beim Händler unter Zeugen.

Poste mal Bilder der Elektrik

P.S. Kann es sein, daß die Pumpe falsch herum montiert ist (Kopf nach unten!)? Hier nach oben!

KAWADO am 09 Sep 2025 08:25:36

BossHogg hat geschrieben:P.S. Kann es sein, daß die Pumpe falsch herum montiert ist (Kopf nach unten!)? Hier nach oben!

Zur Info
Auszug aus BDA:

Die Pumpe kann in stehender oder hängender Position montiert werden; bei Montage in hängender Position sollte der Pumpkopf nachunten zeigen, so dass bei dem unwahrscheinlichen Fall eines Lecks das Wasser nicht in den Motor gelangen kann.

WomoToureu am 09 Sep 2025 08:57:25

Hallo Nachtfalter, leider war es beim Kauf unseres Wohnmobiles sehr ähnlich, so das wir ebenfalls einen Bericht geschrieben haben. Bei Gelegenheit werde ich das mal ergänzen. --> Link

Deine Situation können wir also sehr gut verstehen, Du hast es zutrefend beschrieben.
Man hat auf das Wohnmobil gewartet und es ist so wie gewünscht, bis auf die Mängel.
Man möchte es jetzt endlich nutzen und nicht sich darüber ärgern.
Alles Liebe und Gute bei der Instandsetzung, lass es vernünftig machen, Du ärgerst Dich sonst Jahrelang.

BossHogg am 09 Sep 2025 09:28:10

Servus,
At Kawado
Es geht auch darum daß beim Einwintern kein Wasser im Kopf stehen bleibt und das Ganze nachher auffriert! Der Filter solllte im Optimalfall leerlaufen können.

Fetty13 am 09 Sep 2025 09:49:01

Lieber Dirk, aus eigener leidvoller Erfahrung: Selbst nichts reparieren, da dann die Gewährleistung in Gefahr ist. Überlege dir sehr genau, ob du den Camper durchreparieren möchtest oder eine Wandlung angehst. Ich hoffe, du hast eine Rechtschutzversicherung. Wir mussten unseren Challenger in einem wahnsinnig anstrengenden Prozess mit Anwalt wandeln. Am Ende haben wir uns geärgert, dass wir das nicht schon früher gemacht haben. Die Mängelliste wuchs jede Woche an. Die Mängelbeseitigung nahm Zeit und Nerven in Anspruch und eskalierte dann immer mehr.
Ich drücke dir die Daumen
Ferdinand

Luppo am 09 Sep 2025 10:32:27

WomoToureu hat geschrieben:Hallo Nachtfalter, leider war es beim Kauf unseres Wohnmobiles sehr ähnlich, so das wir ebenfalls einen Bericht geschrieben haben.

Das grenzt ja schon an Sadomasochismus, sich sowas anzutun.
Das Dingens hätte ich nach dem dritten "Ereignis" dem Händler auf den Hof gestellt.

rolf51 am 09 Sep 2025 10:42:33

Hallo,
als ich letztes Jahr mein Womo abholte, habe ich meinem Händler mitgeteilt, er möge mich sofort informieren, wenn das Womo bei ihm angeliefert ist. Hat er getan und sich gewundert, dass ich es anschauen möchte. Habe in dem Zuge alles genau angeschaut und einige Auffälligkeiten gefunden, die bei der Übernahme behoben waren.
Also, alles richtig gemacht.

thomker am 09 Sep 2025 11:55:55

Moin,
Zu Frankia muss man leider konstatieren, dass der ehemalige Familienbetrieb schon vor Jahren an Pilote verkauft wurde. Seitdem...sehen wir hier wieder mal. Leider ist der Gewinnmaximierungswahn bei den meisten anderen Herstellern und Händlern nicht anders. Am Ende geht der ein oder andere damit Pleite und weint dann nach staatlicher Unterstützung wegen der vielen Arbeitsplätze, die verloren gehen.

Mein Frankia ist 11Jahre alt. Die Inovationen, die da eingeflossen sind inkl. Patente, gibt's fast alle nicht mehr. Solange der schlechte Standard aber noch gerne bezahlt wird, bleibt das so.

Selbst bei Fahrzeugen, bei denen schon die 2 vorne steht, ist das nix besser. Beispiel aus dem Freundeskreis: Hymer MLT 4x4. Der steht seit Übernahme mal bei Mercedes, mal bei Hymer, selten auf einem Stellplatz...(Kühlschrank, Heizung, Bussystem des Fahrzeugs, schiefe Klappen, Rappeln überall, Starterbatterie leer, Fahrwerk schon nach 10T Km mit neuen Dämpfern, etc). Wenn da die Garantie durch ist...

Also, solange wir uns verar......lassen, wird's nicht besser.

Gruß
Thomas

Ruedi1952 am 09 Sep 2025 12:24:38

Ich würde die Schuld nicht nur auf die Hersteller schieben.
Der Kunde verlangt es doch, Glamping zum niedrigen Preis.
Hinterher wird geschimpft, wenn Probleme auftreten und keiner es im Griff bekommt.
Wenn ich denke unser letzter Weinsberg der nach der Übernahme noch im alten Werk gebaut wurde.
Ein Radlager bei 40000 km seit BJ06.
Das EBL reparieren lassen bei Carbotron 300 Euro und ein Mini Heki.
Einmal im Jahr Ölwechsel für 140 EUR, einmal Zahnriemen mit Wapu für 700 EUR.
Wenn der Kunde gesagt hätte wir zahlen für gute Qualität wären die alten Firmen nicht untergegangen.

KAWADO am 09 Sep 2025 12:58:06

BossHogg hat geschrieben:Es geht auch darum daß beim Einwintern kein Wasser im Kopf stehen bleibt und das Ganze nachher auffriert! Der Filter solllte im Optimalfall leerlaufen können.


Da bin ich voll bei Dir :wink:

In meinem Karmann Davis war die Pumpe liegend eingebaut.

UweHD am 09 Sep 2025 13:05:22

Ruedi1952 hat geschrieben:Ich würde die Schuld nicht nur auf die Hersteller schieben.
Der Kunde verlangt es doch, Glamping zum niedrigen Preis.
Hinterher wird geschimpft, wenn Probleme auftreten und keiner es im Griff bekommt..

…Bei einem Kastenwagen für 125k€, um den es hier geht? Klar, wer Qualität will, darf halt nicht so geizig sein :D

Fetty13 am 09 Sep 2025 13:51:21

Ruedi1952 hat geschrieben:Ich würde die Schuld nicht nur auf die Hersteller schieben.
Der Kunde verlangt es doch, Glamping zum niedrigen Preis.
Hinterher wird geschimpft, wenn Probleme auftreten und keiner es im Griff bekommt.
Wenn ich denke unser letzter Weinsberg der nach der Übernahme noch im alten Werk gebaut wurde.
Ein Radlager bei 40000 km seit BJ06.

Lieber Ruedi, stimmt, Schuld sind nicht nur die Hersteller. Mitschuld haben auch die Camper, die die katastrophale Qualität bei astronomischen Preisen verharmlosen. Dadurch kommt nicht genug Druck auf die Hersteller. Im Zweifel sind das Camper, die einfach Spaß daran haben, alles selbst zu reparieren oder aber vor vielen Jahren gekauft haben, als Preis-Leistung noch stimmte. Die Realität da draußen sieht aber mittlerweile anders aus, es sind Konzerne, die sich nur um ihre Bilanzen kümmern. Das ist traurig für alle, die aktuell Camper kaufen wollen. Solidarität sollte wir untereinander zeigen, die Hersteller verdienen diese leider nicht. Wir haben uns jetzt ein Zelt gekauft. Traurig. Liebe Grüße Ferdinand

BadHunter am 09 Sep 2025 14:00:34

Tinduck hat geschrieben:
Konsequenz: Basisausstattung kaufen, dann geht auch weniger kaputt.



Gibt es noch Fahrzeuge in Basisausstattung? Ich glaube nicht. Nun war das Fahrzeug, das unser Freund gekauft hat, ein bereits beim Händler stehendes Fahrzeug, und Automatik, Parksensoren und Tempomat hat ja heutzutage so ziemlich jedes Fahrzeug schon in der Basisausstattung...

pepe27 am 09 Sep 2025 18:01:30

OT:

thomker hat geschrieben:Moin,
Zu Frankia muss man leider konstatieren, dass der ehemalige Familienbetrieb schon vor Jahren an Pilote verkauft wurde....


Thomas, eine Richtigstellung:

Der Verkauf an die Pilote Gruppe war 1990 ein Glücksfall für Frankia und den Erhalt der Arbeitsplätze. Ohne die Übernahme, neue Innovationen und die damit verbundene Modernisierung des Werkes gäbe es die Marke Frankia nicht mehr!

Die Fertigungsqualität und technischer Stand der Firma war vor der Übernahme nicht mehr zeitgemäß, die Wohnmobile nicht mehr marktfähig.

Nicht alles Neue muss schlecht sein, auch wenn wir uns mit zunehmenden Alter nicht mehr an Veränderungen gewöhnen mögen. :)

Tinduck am 09 Sep 2025 21:42:44

Ach, und die neue Fertigungsqualität ist jetzt zeitgemäß?

Hört sich in diesem Thread nicht wirklich danach an..

bis denn,

Uwe

Pechvogel am 09 Sep 2025 22:28:40

Tinduck hat geschrieben:Ach, und die neue Fertigungsqualität ist jetzt zeitgemäß?…

:gruebel: Jo, eigentlich schon! :eek:
Ist doch heute bei allen so!??!
Alle stecken sie die Einzelteile irgendwie zusammen, kleben hier, klammern da und die Kabel werden irgendwie hinter die Verkleidung „geworfen“.
Das war früher nicht so. Zumindest nicht in dem Ausmaß.
Ergo ist das heute so zeitgemäß.
Es gibt doch genug andere Threads hier in denen das bei anderen Herstellern nicht besser läuft.



Grüße
Dirk

maxmara am 10 Sep 2025 08:12:20

Pechvogel hat geschrieben:Alle stecken sie die Einzelteile irgendwie zusammen, kleben hier, klammern da und die Kabel werden irgendwie hinter die Verkleidung „geworfen“

Der Kosten- und Margendruck diktiert heute ausnahmslos die Material- und Ausstattungsqualität bei der Herstellung von Wohnmobilen, wenn auch in unterschiedlicher Intensität je nach Modell. An deutlichsten erkennbar ist das an der Menge von Materialien aus Fernost. Chinesische Komponentenlieferanten ersparen aufwändige eigene Zertifizierungen. Es mag sein, dass bei Einstiegsmodelle konsequenter Kosten reduziert werden, aber grundsätzlich regiert auch im Premiumsektor der Rotstift. Aus welchem Grund sollte das beim Frankia Yucon K-Peak anders sein?

leverkusen3 am 10 Sep 2025 08:50:06

Hallo

Die Problematik ist eher, das vom Mainstream oder der Fliessband oder Serienfertigung, zur sehr individuell konfigurierten Sonderanferigung übergegengen wird.

Diese Extreme fallen dann ganz besonders auf, weil das Misverhältnis von
Qualität zum Preis mit steigendem Preis immer mehr auffällt.

Deswegen ist das hier auch nicht der erste Bericht dieser Art, von einem sehr teuren Auto.

Was kann man machen?

Ich habe Standard Ware neu gekauft und beim Neukauf so lange Verhandelt, bis der Verkäufer geweint hat.
Alle individuellen Ausbauten sind dann von mir nachträglich in Einzelgewerken von den entsprechenden Spezialisten erstellt worden.

Damit fahre ich bis jetzt gut.

Wie hat hier jemand vor einiger Zeit über sein vermurkstes Auto geschrieben: Fährst du einen Hymer oder was Ordentliches?

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

Tinduck am 10 Sep 2025 09:11:18

Na ja, wenn das hier erwähnte/vorgestellte Qualitätslevel der neue Standard ist, sollte man halt keine Neuwagen aus Serienfertigung mehr kaufen.

Die älteren Fahrzeuge haben (natürlich nur innerhalb ihrer Neupreis-Klasse, man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen) generell eine bessere Qualität (X Jahre weniger Kostenoptimierung) und eventuelle Kinderkrankheiten sind schon behoben.

Dafür gibts halt keine Assistenten im Basisfahrzeug und der Innenraum war vor ein paar Jahren modern.

Natürlich ist das immer eine individuelle Abwägung, was man will, aber das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis hat ein Gebrauchter auf jeden Fall - und wenn das richtig ist, was sich hier so in diversen Threads manifestiert, hat man mit ihnen auch nicht mehr Ärger als mit einem der vielen Montags-Neufahrzeuge. Und wenn mal was alters-verursacht repariert werden muss, dann muss man das zwar auch bezahlen, aber es kommt nicht völlig unerwartet.

Nichts finde ich schlimmer, als sich auf ein Neufahrzeug zu freuen und dann dermaßen enttäuscht zu werden. Man kann ja offensichtlich noch nicht mal nen Urlaub mit einem Neufahrzeug sicher einplanen, selbst wenn es pünktlich geliefert wird. Früher hiess es, mit nem Gebrauchten bist du immer in der Werkstatt - look who is in the Werkstatt now :)

Dürfte auch mit an der schauerlichen Qualität vieler Neufahrzeuge liegen, dass die Werkstätten kaum Termine frei haben.

bis denn,

Uwe

hampshire am 10 Sep 2025 09:18:47

leverkusen3 hat geschrieben:Die Problematik ist eher, das vom Mainstream oder der Fliessband oder Serienfertigung, zur sehr individuell konfigurierten Sonderanferigung übergegengen wird.

Wer individuell anbietet hat auch die Verantwortung diese in angemessener Qualität zu liefern.
Ob das Fahrzeug ein Montagsfahrzeug oder repräsentativ für die „neue“ Fertigungsqualität bei Frankia unter Pilote-Führung ist, weiß ich nicht. Jedenfalls sind die Mängel gravierend und in der Anzahl viel zu hoch.
Dass das Fahrzeug mit Mängeln, die bereits bei einer Sichtprüfung auffallen eine rote Schleife für den Kunden bekommt ist eine Nachlässigkeit des Händlers.

An Nachtfalter: Respekt für Deine Haltung und alles Gute, dass sich dieser Fehlstart in absehbarer Zeit in das Reich der erledigten Anekdoten bewegt und Du einfach nur das Reisen genießen kannst.

Fetty13 am 10 Sep 2025 09:26:34

Ich habe Standard Ware neu gekauft und beim Neukauf so lange Verhandelt, bis der Verkäufer geweint hat.

Lieber Thomas, finde die Idee, dass Risiko zu minimieren sehr gut. Leider gibt es selbst bei Basisausstattung und Basisfahrzeug genug Potential für Katastrophen. Unser neuer Fotd Transit ist direkt mit Motorkontrollleuchte gestartet. Einen TI werde ich nie wieder kaufen, bei einem Kastenwagen sind einfach weniger Menschen involviert. Bei den Spezialisten muss man auch schon richtig hinschauen.

Liebe Grüße

Fetty13 am 10 Sep 2025 09:43:20

Tinduck hat geschrieben: Die älteren Fahrzeuge haben (natürlich nur innerhalb ihrer Neupreis-Klasse, man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen) generell eine bessere Qualität (X Jahre weniger Kostenoptimierung) und eventuelle Kinderkrankheiten sind schon behoben
Ja, das ist eigentlich die beste Lösung, muss dann aber von vor 2019 sein, Covid-Camper sind berüchtigt. Unser gewandelter Camper stand einen Monat nach Rückgabe wieder bei Mobile.de zum Verkauf. Dabei war der nicht mehr reperabel.
Liebe Grüße

WomoToureu am 10 Sep 2025 11:53:39

leverkusen3 hat geschrieben:Wie hat hier jemand vor einiger Zeit über sein vermurkstes Auto geschrieben: Fährst du einen Hymer oder was Ordentliches?


Du zitierst offenbar: "Hätte der Verkäufer uns gefragt, “soll es ein richtiges Wohnmobil sein oder reicht auch ein Hymer”, wären wir kritisch geworden."
Bitte beachte aber auch das Fazit: --> Link

Zitat daraus: "Wie heißt es so schön, wenn Du etwas kaufst, kaufst du den Ärger und die Mängel gleich mit. In der wertenden Zusammenfassung relativiert sich einiges, denn im Vergleich zu anderen Produkten, sind Mängel leider “normal”."

Die Seite ist ebenfalls aus Frust, Wut, Enttäuschung über die Anpreisung eines soliden selbstverständlich Mängelfreien Wohnmobil entstanden.
Wie man z.B. an der Kabelverlegung der AHK sehen kann, fragten wir und ob man zum ersten Mal an einem Wohnmobil gearbeitet hatte.

Rockerbox am 10 Sep 2025 12:09:41

hampshire hat geschrieben:Ob das Fahrzeug ein Montagsfahrzeug oder repräsentativ für die „neue“ Fertigungsqualität bei Frankia unter Pilote-Führung ist, weiß ich nicht. Jedenfalls sind die Mängel gravierend und in der Anzahl viel zu hoch.


Eine grundsätzlich schlechte Fertigungsqualität kann ich zumindest mit unserem neu gekauften Frankia I740 plus nicht bestätigen. Bis dato gibt es nichts negatives zu berichten. Das entschuldigt aber auch nicht die aufgetretenen Probleme beim TE.

wolfherm am 10 Sep 2025 12:42:37

Moderation:Es geht hier um einen bestimmten Fall eines Users. Und ihr habt nix anderes zu tun, als hier allgemein die Branche zu durchleuchten und eure Erfahrungen der letzten 3 Jahrzehnte zum Besten zu geben. Zugegeben, das kann sehr interessant sein. Aber es hilft dem TE überhaupt nichts. Warum macht ihr denn nicht ein eigenes Thema auf? So nach dem Motto: Der Wohnmobilbau im Wandel der Zeit - unter besonderer Berücksichtigung der Margenoptimierung und der Gutgläubigkeit der Käufer. Oder so ähnlich.


mithrandir am 10 Sep 2025 13:25:46

Also mein Kommentar zum konkreten Fall:
Aus der Ferne ist es natürlich einfach zu sagen ".. in dem Zustand hätte ich die Übergabe abgelehnt...", wäre ja auch meine erste spontane Antwort gewesen, aber wenn das Geld nun schon mal weg war.... und man hat ja auch die "feuchte Hose", weil man sich sooo auf das neue Womo gefreut hat ;-)
Und dann sowas. Und ein Teil der Mängel bemerkt man ja erst zu Hause.
Die rote Schleife finde ich aber schon sehr dreist, wenn man die ersten offensichtlichen Mängel im Inneren sieht, die auch dem Händler nicht verborgen geblieben sein können. Da kommt man sich doch verarscht vor.
Nachdem, was da nach und nach zusammenkam, würde ich ja auch sagen, ab zum RA und Wandlung versuchen, aber wie gesagt, aus der Ferne....
Wenn es klappt muss man ja wieder von ganz vorne anfangen und hat wieder eine lange Zeit kein Mobil :cry:

Nachtfalter am 10 Sep 2025 18:46:42

Frankia Yucon K-Peak BD 6.0 - „Vom Traum zum Albtraum“? Das Wohnmobil, das mich sehr enttäuscht hat!

Mit diesem vierten Beitrag führe ich die Chronologie meiner Geschichte „Der Kauf eines Frankia Yucon K-Peak“ weiter. Das Erlebte soll anderen interessierten Käufern als Information und Entscheidungshilfe dienen und einen Eindruck vermitteln, wie Hersteller, Händler und Kunde heute mit Problemen umgehen. Es handelt sich bei dem Bericht um meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen, die stets schriftlich bzw. mit Fotos dokumentiert sind. Die Privatsphäre einzelner involvierter Personen und Beteiligter wird gewahrt und ohne Zustimmung der jeweiligen Beteiligten nicht veröffentlicht.

Teil 4:
CBE Bedienteil / Dachhimmel / Sonstiges


Im letzten Beitrag hatte ich erwähnt, dass der erste Nachbesserungstermin beim Händler anstand bzw. stattgefunden hat.
Um es vorweg zu nehmen: Bis zu drei Personen haben am Fahrzeug gearbeitet und am Ende des Tages waren nur sehr wenige der Mängel behoben:

- das Fenster wurde getauscht
- neue Sticker zum Abkleben der Schraubenlöcher im Fahrzeug wurden übergeben
- die Remis Verdunklungsrollos wurden repariert
- Die Insektenschutz-Schiebetür wurde neu eingepasst und eingestellt

jedoch
- wurde die sich ablösende/abstehende Rückenlehne (Polster) der Dinette nur „verschlimmbessert“ – das Bild der „hundert Klammern“ unten sagt eigentlich alles aus
- Pfeifgeräusche (siehe Beitrag 3 ) konnten nicht abgestellt werden
- Lichtflackern (siehe Beitrag 3) konnte nicht behoben werden

- auch wurden die Teile zum Bettuntergestell Austausch nach fast 3 Monaten immer noch nicht geliefert und getauscht

u.s.w.

und beim Versuch die ungenaue Einpassung der Deckenleuchte zu optimieren wurden zusätzlich noch weitere Passungenauigkeiten/Fehleinpassungen festgestellt, so dass der Händler selbst einen neuen Garantieantrag bei Frankia für einen kompletten neuen Dachhimmel gestellt hat, da es anders nicht zu beheben wäre.

Die überwiegende Zahl der Probleme blieb also bestehen.

Dazu kamen neu aufgetretene Fehler-/Info-Meldungen beim CBE Bedienteil und diese ließen den Händler ratlos zurück. Solche Updates und Config Meldungen waren für ihn bisher unbekannt.

Das CBE Bedienteil meldete sich seit einigen Tagen mit nachfolgenden Meldungen:
1) „System update required – touch any button or turn off“
2) „Config device ID 2“


Meldung 1 ließ sich, wie im Text erwähnt, nach jedem Auftreten wegdrücken.
Meldung 2 war da hartnäckiger und erforderte stets ein Mehrfaches drücken oder stromlos stellen.
Der Händler wollte sich mit Frankia beraten was zu tun ist.

Wenige Tage später meldete sich der Händler telefonisch und berichtete, dass Frankia ihm nun einen USB-Stick mit der Post senden wird, wodurch nach Ausbau des CBE Bedienteil ein neues Update aufgespielt werden kann, das die Meldungen beheben sollte.

Ist das das neue digitale Frankia Zeitalter – USB-Sticks mit der Post versenden und Teil ausbauen um Updates zu installieren???

„Mehr Worte“ dazu kann ich heute leider nicht mehr finden…


Fortsetzung folgt / to be continued
Das war es mit dem vierten Beitrag, aber leider geht die Geschichte noch weiter… Nach fast drei Monaten wird der „Ton rauer, der Händler spielt nun auch gerne mal „toter Käfer“ und eine rechtliche Auseinandersetzung steht möglicherweise kurz bevor…Bleibt gespannt….

Soloroy am 10 Sep 2025 19:27:08

Deutschland 2025: "das kannst du einfach mit dem Computer erledigen, ich schicke dir einen USB Stick per Post"
Ich dachte immer die beste Comedy kommt aus England.
Um das Deckenleuchte würde ich einen schmalen Kunststoffrahmen machen. Das wäre mit lieber als daß ein neuer Himmel eingebaut wird

gammelsbacher am 11 Sep 2025 13:34:24

Wenn ich das so lese, bin ich froh, dass wir mit unserem neuen Mobil bis dato nicht solche Mängel hatten (alles was aufgetreten ist, wurde bis jetzt in annehmbarer Zeit behoben).
Unser Händler hatte sich bei der Übergabe auch viel Zeit genommen (das waren knapp 2 Stunden), alles gewissenhaft erklärt und vor allem auch Kühlschrank, Herd, Heizung, Dusche, etc. in Aktion gezeigt.
So würde ich auch eine Übergabe erwarten, schließlich habe ich dem -privaten- Käufer unseren alten Mobils auch alles gezeigt & übergeben.

Nachtfalter: Verstehe ich das richtig, dass Funktionen wie Heizung&Co. bei der Übergabe nicht getestet/vorgeführt wurden?

rkopka am 12 Sep 2025 11:38:48

BossHogg hat geschrieben:der Flicker der Beleuchtung deutet auf ein Elektroproblem hin!
Irgendwo gibt es eine schlechte Kontaktstelle oder zu dünne Leitung, oder Beides zusammen.

Außerdem zeigt es, daß die Beleuchtung nur für 12V ausgelegt ist. Dann wird man jede Spannungsschwankung sehen. Hoffentlich verträgt sie wenigstens die bis zu 14,8V vom Ladegerät.

hampshire hat geschrieben:Ob das Fahrzeug ein Montagsfahrzeug oder repräsentativ für die „neue“ Fertigungsqualität bei Frankia unter Pilote-Führung ist, weiß ich nicht. Jedenfalls sind die Mängel gravierend und in der Anzahl viel zu hoch.

Genau für sowas gibt es Kontrollen. In meinem Bereich ist es sehr wichtig, Abweichungen und Fehler früh zu finden und nicht zum Kunden gelangen zu lassen. Dafür wird (Software) mind. soviel Aufwand wie für die Entwicklung betrieben. Beim Womo ist das zumindest für die sichtbaren Bereiche doch nicht so schwierig, eine Liste zu definieren, und einer geht damit durch das Womo. Wenn was nicht paßt, geht es zurück in die Fertigung. Die Fehler hier zeigen aber, daß wohl nichts davon existiert. Oder Liefertermin und sofortige Kosten werden priorisiert. Die Nachbesserung muß dann jemand anderes zahlen oder der Kunde übernimmt es. Der Hersteller wird sicher mit ISO9001 werben, wo auch so etwas behandelt wird. Zumindest suchen sie gerade einen Abteilungsleiter für die Qualitätssicherung (inkl. ISO9001 Wissen). Ihm wird sogar ein Arbeitsfahrrad zur Verfügung gestellt !

Soloroy hat geschrieben:Deutschland 2025: "das kannst du einfach mit dem Computer erledigen, ich schicke dir einen USB Stick per Post"
Ich dachte immer die beste Comedy kommt aus England.

Auch wenn das eine ungünstige Implementierung ist, ist es denkbar. Wenn sie für ein Update einen Stick mit einer ganz bestimmten Formatierung brauchen, dann ist es nicht so einfach, das nur über SW zu schicken bzw. man braucht dann noch einiges mehr an SW, damit es auch ein Computer Dummy schafft. Evt. haben sie noch irgendeinen Sicherheits-/Kopierschutz, der irgendwas von genau diesem Stick abfragt.

RK

WomoToureu am 12 Sep 2025 12:26:12

Nachtfalter hat geschrieben:Wenige Tage später meldete sich der Händler telefonisch und berichtete, dass Frankia ihm nun einen USB-Stick mit der Post senden wird, wodurch nach Ausbau des CBE Bedienteil ein neues Update aufgespielt werden kann, das die Meldungen beheben sollte.


Das ein Computerfür das update genutzt wird, davon stand nichts. Ich nehme an der USB Stick wird in das Bedienteil gesteckt und im Menü ein update vom Stick gestartet.

Nachtfalter hat geschrieben:Ist das das neue digitale Frankia Zeitalter – USB-Sticks mit der Post versenden und Teil ausbauen um Updates zu installieren??? „Mehr Worte“ dazu kann ich heute leider nicht mehr finden…


Ist nicht unüblich, vieles hat keine Verbindung zum Internet und dies ist oft auch gut so.

Nachtfalter hat geschrieben:…Nach fast drei Monaten wird der „Ton rauer, der Händler spielt nun auch gerne mal „toter Käfer“ und eine rechtliche Auseinandersetzung steht möglicherweise kurz bevor…Bleibt gespannt….

Auch das war bei uns ebenfalls so, einerseits ist der Händler eben nur der Händler und Servicepartner, andererseits direkter Ansprechpartner des Endkunden, der seinen Scheiß selbst mit dem Hersteller abklären soll. Andererseits sollte man auch als genervter Kunde versuchen sachlich und höflich zu bleiben, auch wenn es schwer fällt. Aber wir sind alles nur Menschen und den Händler dazu zu drängen nicht mehr mit dem Kunden zu sprechen nutzt auch niemandem.

Tinduck am 12 Sep 2025 13:04:13

rkopka hat geschrieben:Der Hersteller wird sicher mit ISO9001 werben, wo auch so etwas behandelt wird. Zumindest suchen sie gerade einen Abteilungsleiter für die Qualitätssicherung (inkl. ISO9001 Wissen).


Der erste Spruch, den man auf der Website im Kapitel 'Frankia' liest, ist: "Design, Komfort, Qualität". Offensichtlich in genau dieser Reihenfolge priorisiert :)

Den Job würde ich nicht annehmen. Da soll man dann wahrscheinlich ohne Budget die Qualität der Produkte verbessern und dafür verantwortlich zeichnen. In der Womo-Branche hat sich ganz offensichtlich noch nicht herumgesprochen, dass man mit einem vernünftigen Qualitätssystem (das nicht nur auf dem Papier existiert) sogar Geld spart, auch wenn man erstmal was investieren muss.

Die ganzen Womo-Hersteller sollten sich mal mit den Qualitätsrichtlinien der IATF auseinandersetzen. Wenn sie eine IATF 16949 - Zertifizierung hinbekommen, glaube ich ihnen, dass Qualität in den Betrieben einen hohen Stellenwert hat. Aber da würde im Moment wohl jeder Womo-Fabrikant mit Pauken und Trompeten durchfallen. Ein ISO9001-Audit ist dagegen ein Kindergeburtstag, mit der Norm kann man sich nicht wirklich schmücken. Aber das weiss der durchschnittliche Kunde natürlich nicht.

bis denn,

Uwe

Rockerbox am 12 Sep 2025 13:19:54

Die Qualität der Produkte hat aber nicht zwingend mit irgendwelchen Zertifizierungen zu tun, diese bescheinigen nur, dass man ein entsprechendes System eingeführt hat. Das muss nicht unbedingt direkte Auswikungen auf die Produktqualität haben. Und von den Kosten und vom personellen Aufwand brauchen wir gar nicht zu sprechen. Wer sich auskennt, der weiß, was z.B. eine Zertifizierung nach IATF 16949 (inkl. der wiederkehrenden Re-Zertifizierungen) kosten, das wird und muss aufs Endprodukt umgelegt werden. Und wozu "Manufakturen" (und dazu zähle ich Wohnmobilfertiger immer noch im Vergleich zur Automotive-Industrie) eine IATF 16949 brauchen, erschließt sich mir auch nicht. Diese Zertifizierung ist vielmehr für die ZULIEFERER in die Automotive-Industrie gedacht.

mv4 am 12 Sep 2025 13:31:25

Nachtfalter hat geschrieben:Wenige Tage später meldete sich der Händler telefonisch und berichtete, dass Frankia ihm nun einen USB-Stick mit der Post senden wird, wodurch nach Ausbau des CBE Bedienteil ein neues Update aufgespielt werden kann, das die Meldungen beheben sollte.

Ist das das neue digitale Frankia Zeitalter – USB-Sticks mit der Post versenden und Teil ausbauen um Updates zu installieren???.



Das ist völlig normal für fest eingebaute Bedienteile mit USB Anschluss ohne Wlan oder bluetooth ...ob da nun ein Rechner oder ein USB Stick eingesteckt wird ist doch mumpe...für dich ist doch nur interessant das das teil läuft.

Alles andere ist ein Trauerspiel

maxmara am 12 Sep 2025 16:38:01

Rockerbox hat geschrieben: "Manufakturen" (und dazu zähle ich Wohnmobilfertiger immer noch im Vergleich zur Automotive-Industrie)

Auch Frankia produziert nach allgemeiner betriebswirtschaftlichen Definition eindeutig in Serienfertigung. An dieser Tatsache ändern auch nicht diverse zielgerichtete Anpassungen und Feinjustierungen am Ausbau mit handwerklichen Elementen. Wir finden bei Frankia überwiegend standardisierte Module und Prozesse, die sich an industriellen Fertigungsprinzipien orientieren und das gilt für alle Modelle. Wenn Du bei Frankia von „Manufaktur“ schreibt, wird der Begriff metaphorisch gemeint sein, um die hochwertige, präzise Verarbeitung mit der bekannt guten kundenspezifischen Optionen zu betonen.

Rockerbox am 12 Sep 2025 18:21:15

Max,

ich denke, du weißt schon genau, was ich in diesem Zusammenhang mit „Manufaktur“ gemeint, darum stand es ja auch unter Anführungszeichen. Eine Wohnmobil-Fertigung, auch wenn sie unter seriennahen Bedingungen durchgeführt wird, unterscheidet sich schon noch deutlich von einer hoch automatisierten Fertigung wie in der Automobilindustrie.

Und nochmals: das entschuldigt NICHT die Fehler, die beim TE aufgetreten sind.

Andererseits sind diese Fehler für mein Dafürhalten kein grundsätzliches Urteil über eine Marke und das nicht nur deswegen, weil ich auch einen Frankia fahre. Die negativen Erfahrungen „knallen“ natürlich immer ordentlich rein, von allen anderen zufriedenen Kunden liest man typischerweise wenig oder gar nichts.

maxmara am 12 Sep 2025 18:38:48

Rockerbox hat geschrieben:Die negativen Erfahrungen „knallen“ natürlich immer ordentlich rein, von allen anderen zufriedenen Kunden liest man typischerweise wenig oder gar nichts.

Das teilen wir auch bei Frankia, nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen wir vor sage und schreibe 2 Jahrzehnten mit einem Mietfrankia gemacht haben, der uns noch in sehr guter Erinnerung ist.
Leider ist auch diese Plattform nicht ganz frei davon, eher negative Erfahrungen zu teilen als positive. Ein Grund könnte sein, dass schlechte Erlebnisse oft Transfer-Emotionen auslösen. In der Psychologie spricht man von Negativitätsbias.

WomoToureu am 12 Sep 2025 18:53:45

Tinduck hat geschrieben:...auf der Website im Kapitel 'Frankia' liest, ist: "Design, Komfort, Qualität". Offensichtlich in genau dieser Reihenfolge priorisiert :)

Wenn ich die Fotos mit den "Aufklebern" als Schraubenabdeckung sehe, von Nichtfunktionen der WC Spülung, flackernden Licht, durchhängende Bretter untern Bett und viele mehr lese, muss ich bezweifeln das auch nur eine einfache Funktionsprüfung im Werk oder beim Händler gemacht wurde.
Das hat nicht mit Qualität zu tun, sondern mit absoluter Unwilligkeit ein gutes Produkt abzuliefern.

klaus1968peter am 12 Sep 2025 23:22:26

Ist euch schon mal aufgefallen, das dieses Yukon-bashing immer
wieder von Leuten betrieben wird, welche sich neu im Forum
angemeldet haben und von denen du dann alsbald nichts mehr hörst?
Auffallend ist auch, das die Leute nur einen Profilnamen haben und
sonst nichts. Schaut euch mal die Profile der Treat Eröffner an oder
versucht mal einen Namen von denen zu finden.
Die Bilder können aus mehreren Fahrzeugen oder auch Unfall Fahrzeuge
stammen.
Mir gibt das mittlerweile sehr zu denken,


--> Link
--> Link
--> Link

WomoToureu am 13 Sep 2025 07:57:46

klaus1968peter hat geschrieben:..Mir gibt das mittlerweile sehr zu denken...

Einerseits sind Falschmeldungen, auch Enten oder FakeNews genannt keineswegs selten, jedoch einen "Generalverdacht" für neue Nutzer die ein Wohnmobil erworben haben, scheint mir überzogen.

So gibt es zum Beispiel hinsichtlich Deinem ersten link "Yucon 55 SB- Hubbett eingestürzt" eine Gegendarstellung des Händlers im Netz.

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