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Wochenendtour Belgische Ardennen August 2007


Maggie am 23 Sep 2007 19:39:38

Die Leute, die so wunderschöne und lebendige Reiseberichte einstellen, bewundere ich immer für ihr Talent. In diesem Fall haben mich die sehr lebendigen Berichte von PantherHx und Poldi auf die Idee für dieses Wochenende gebracht.
Da ich schon so oft von solchen Talenten profitiert habe und bei einigen schon richtig hilfreiche Vorlagen gefunden habe, will ich mich hier auch einmal an einer Wochenendtour versuchen, die für andere dann auch leicht nachzufahren ist. Daher werde ich auch nicht mit Details geizen, denn so kann, wer möchte, die Tour ganz einfach als Vorlage benutzen.


Freitag, 17.08.07

Ab Köln geht es los etwa 18.30h und nachdem der einzige Schwachpunkt auf dieser Streckenführung, nämlich der Kölner Ring, hinter uns liegt, klappt einfach alles an diesem Wochenende.

Unser erstes Ziel ist der Parkplatz am Stausee von Eupen, der wirklich „Wesertalsperre“ heißt.

Dazu fahren wir in Eupen von der Autobahn ab und geraten prompt in eine große Umleitung, da die Hauptzubringerstraße nach Eupen komplett aufgebuddelt ist. Wären wir doch schon eine Abfahrt vorher in Eynatten abgefahren. Wie sich dann aber herausstellt, gibt es in Eupen selbst auch noch Umleitungen, da man überall am Buddeln ist, so dass es gut hätte sein können, dass uns auch die eine Abfahrt vorher nichts gebracht hätte. Egal, wir kommen gut durch, finden auch die Monschauer Straße (N 67) und somit dann am Verteilerkreis auch den Abzweig in die Straße „Langesthal“ zum Stausee.
Der Parkplatz liegt irgendwo hinter der Staumauer. Wenn die Mauer die anderen Womos bisher getragen hat, wird sie wohl auch unsere 3.5t tragen. Es gibt zwar eine Geschwindigkeitsbegrenzung, aber kein Höhenbegrenzungsschild, was uns ermutigt, ganz langsam mit unseren 3,30m Höhe (bedingt durch die Topbox) über die Mauer zu fahren. Klappt.



Verfahren kann man sich nicht, der Parkplatz ist am Ende der Mauer links hoch ausgeschildert und dann sehen wir auch schon andere Wohnmobile dort stehen. Nicht viele, also kann man sich schön locker weit auseinander stellen. Langsam ist es schon fast dunkel geworden, noch 2 andere Mobile kommen und als mein Mann mit dem Hund vom kurzen Spaziergang zurückkommt, ist es schon stockdunkel. Und ganz schön frisch. Wir machen sogar die Heizung noch an, um noch ein bisschen gemütlich sitzen zu können.

Die Nacht ist dann sehr ruhig. Dafür wissen wir am nächsten Morgen erst einmal die Geräuschkulisse nicht einzuschätzen.


Samstag, 18.08.07

Wir also schnell aufgestanden, uns fertig gemacht, die Jalousien geöffnet und dann können wir während unseres Frühstücks eine Stunde lang ein besonderes Schauspiel beobachten: ein Pkw nach dem anderen kommt an, z.T. mit 1 oder 2, oft aber auch mit 3 oder 4 Männern besetzt. Auf oder an allen Pkw’s Fahrradträger und darauf die entsprechende Anzahl Fahrräder. Bis die Eddy Merckx-Erben aller Altersstufen sich dann aus den Autos geschält haben, die Fahrräder fahrbereit haben, ihr Profi-Outfit fertig angelegt haben, alle nochmals in den Büschen verschwunden sind und dann endlich losfahren, vergeht eine ganze Menge Zeit. Dabei fleißig erzählen, lachen, rufen - das also waren die Geräusche, die uns ab etwa 7.30h irritiert hatten.

Nun gut, wir wollen sowieso nicht den halben Tag verschlafen. Dann war das eben unser Wecker gewesen.
Eigentlich hatte ich geplant gehabt, dass wir morgens einen Bummel durch Eupen machen, aber durch die ganzen Baustellen wäre das wahrscheinlich nicht so sinnvoll. Weil es uns hier gut gefällt und wir sowieso sicherlich mal wiederkommen werden, schauen wir uns den Ort an, wenn wieder alle Löcher zu sind.

Nachdem die Sonne zwischenzeitlich auch die restlichen Nebelschwaden vertrieben hat, lädt nämlich eher die Umgebung hier förmlich zum Spaziergang ein.

Wir also erst einmal den Platz erkundet, den SP für’s Forum fotografiert und dann los am Stausee entlang ein paar Kilometer gelaufen. Immer wieder begegnen uns Fahrradfahrer und ich muss sagen, die Strecken sind auch wunderbar geeignet dafür. Außerdem gibt es dort mittlerweile auch das „Nummernsystem“, das wir seit 2 Jahren auch aus NL kennen: an jeder Kreuzung steht eine Karte und die Wege sind nummeriert. Man muss sich nur einmal die Nummern von Kreuzung zu Kreuzung aufschreiben und kann sich eigentlich nicht mehr verfahren.
Das machen auch wir als Fußgänger uns zunutze und kommen so nach 2 Stunden wohlbehalten wieder am Parkplatz an.

--> Link


Von hier aus wollen wir nun nach Spa. Dazu müssen wir erst einmal zurück ein Stückchen nach Eupen rein, können uns aber gleich links halten auf die N 629 in Richtung Jalhay/Spa. Auf dem Weg dorthin kommen wir an der Abzweigung zum Stausee Lac de la Gileppe vorbei. Dieser Parkplatz wäre unsere Alternative für Eupen gewesen, falls das aus irgendeinem Grund nicht geklappt hätte. Also beschließen wir kurzerhand, uns den Platz einfach mal anzuschauen.

Der Parkplatz liegt am Ende der Stichstraße, die von der N 629 abgeht. Direkt neben dem Parkplatz fällt der große Aussichtsturm auf, der natürlich einlädt, die Aussicht auch zu bestaunen.

Mit dem Aufzug geht es nach oben auf die Besucheretage, wo es eine Ausstellung zur Geschichte des Sees und Bau der Staumauer gibt. Außerdem ein kleines Imbissrestaurant.
Die Aussicht ist wirklich lohnenswert.

Der Parkplatz selbst ist nicht so schön angelegt wie an der Wesertalsperre in Eupen. Einfach ein riesiger asphaltierter Platz und fertig. Dafür ist die Umgebung an und über/hinter der Staumauer einladender gestaltet. Das findet wohl auch ein Brautpaar, das zum Fotoshooting mit dem Fotografen dort herum läuft.




--> Link


Nun aber zurück zur N 629 und weiter Richtung Spa.

Hinter Jalhay kommt das langgezogene Straßendorf Surister. An und für sich nichts Auffallendes. Deshalb hatte ich auch im Vorfeld keine Informationen darüber, dass es hier etwas außerordentlich Sehenswertes gibt. Erst als wir durch das ganze lange Dorf hindurch waren, war mir klar, das konnte kein Zufall sein: vor jedem Haus, in jeder Einfahrt, auf jeder Wiese standen Strohfiguren, Vogelscheuchen etc. Sie saßen gemütlich auf der Bank vor dem Haus oder lehnten in der Einfahrt. Alle waren mehr als hübsch angezogen.
Zu Hause nachgeschaut – und eins kann ich sagen: dafür fahren wir in einem der nächsten Jahre nochmals dorthin.

Genannt wird es --> Link

Ein Einwohner des Ortes hat vor Jahren mal in Frankreich im Urlaub einen Ort gesehen, in dem das gemacht wurde. Zuhause hat er das bei sich auch gemacht und in kürzester Zeit fanden alle im Ort das so nett, dass sie daraus nun seit dem Jahr 2000 ein „Festival“ gemacht haben. 60 bis 70 dieser Figuren/Figurengruppen stehen mittlerweile in dem Ort.
Wirklich empfehlenswert. Schade, dass wir entschieden haben, nicht dafür umzukehren.

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Maggie am 23 Sep 2007 19:40:53

Vorbei am Ort Balmoral – komisch, ich dachte immer, das gibt’s nur in Schottland – kommen wir schließlich in Spa an. Viel Verkehr und trotzdem nicht unübersichtlich. Alles, was sehenswert ist, ist hier von der Hauptverkehrsader aus gut zu Fuß erreichbar.
Wir finden einen Parkplatz in einer Parallelstraße der Rue Reine Astrid, direkt an der Promenade des Francais. Da wir nicht hier übernachten möchten, stellen wir keine hohen Ansprüche an den Platz.

Von hier aus sind wir bald an der Tourist Info, wo man uns einen kleinen Ortsplan aushändigt, in dem alles Wissenswerte zu finden ist.

Schon nach den ersten hundert Metern fällt uns die Blumenpracht in dem Ort auf. Wohin auch immer man schaut, überall blüht es.



Das Heilbad ist bereits seit dem 16. Jahrhundert bekannt und wurde vor allem im 18. und 19. Jahrhundert bevorzugter Badeort für Wohlhabende. Verschiedene Quellen im Ort und in der Umgebung bringen ein kaltes, eisenhaltiges und leicht radioaktives Wasser hervor. Im Ort befindet sich ein kleines Kurhaus mit Quelle „Pouhon Pierre Le Grand“, wo das Wasser zu Öffnungszeiten für 25 Cent pro Becher gekostet werden kann.

Wir schauen uns das Casino, die Quellen, die Kirche und das Rathaus an, bummeln durch den Park – und haben trotzdem nach 1,5 Std alles gesehen.





So also verlassen wir Spa auf der Rue Reine Astrid = N62 Richtung Theux, dann aber geht es außerhalb des Ortes links ab auf die N 697 bis Sougné-Remouchamps.

Ca. 3-4 km vor Remouchamps liegt rechts an der Straße ein sehr nett angelegter Parkplatz, wo man wunderbar eine Rast machen könnte, wenn wir nicht Sorge hätten, wann die letzte Führung in die Grotten von Remouchamps durchgeführt wird und die wollen wir auf keinen Fall verpassen. Alles passt – wir sind um 16h dort und um 16.50h gibt es noch eine Führung.

In den bekannten --> Link wird man im ersten Teil der Führung zu Fuß durch das Innere des Berges geführt zunächst in einen Saal, der schon vor 8000 Jahren von Jägern der Altsteinzeit bewohnt wurde. Bis hierhin spricht der Führer nichts, dann aber lässt er an einer breiteren Stelle die Menschen an sich vorbei passieren und fragt jeden „Francais?“ oder „Nederlands?“. Ich sage „Duits/allemand“. Er „Nix! Francais ou nederlands“. Es geht nicht nach Sympathie zu der ein oder anderen Sprache oder welcher der vor uns eingeteilten Leute vielleicht netter aussieht – in Sekunden mussten wir entscheiden, in welcher Sprache wir mehr mitbekommen würden von dem, was er wohl erzählen würde. Aus rein zweckmäßigen Gründen entschieden wir uns daher auf die Schnelle, Niederländer zu werden ;-) – und es hat auch ziemlich gut funktioniert. Weiter geht es danach durch ehemalige Wasserröhren des unterirdischen Flusses bis in den großen Kathedralensaal.
Der zweite Teil der Besichtigung erfolgt per Boot. Es gleitet über eine Distanz von 600 Metern durch die Windungen eines unterirdischen Flusses, in einer mysteriösen und gedämpften Stille und enthüllt immer wieder neue Schönheiten. Es heißt, es sei die weltweit längste, unterirdisch befahrbare Wasserstraße.
Geöffnet haben die Grotten von 9 bis 18h, Dauer der Führung etwa 1½ Std.


Draußen empfinden wir es nun als herrlich warm und genießen den Spaziergang durch das Örtchen zurück zum Womo. Geparkt hatten wir hinter der Brücke über die Amblève in Richtung Aywaille. Dort gibt es am rechten Fahrbandrand einen Parkstreifen, auf dem man mit Womos aller Größe einfach parken kann.

Viel haben wir heute nicht mehr vor. Als Ziel für heute abend haben wir uns Durbuy ausgesucht.

Wir fahren nach Aywaille und biegen dort links ab auf N 30, aber schon kurz danach zweigt rechts die N 86 in Richtung Barvaux ab.

Auf dieser Strecke gibt es von Bomal nach Barvaux eine Brücke mit einer Höhenbegrenzung von 3,65m. Aber das dürfte ja wohl die überwiegende Mehrheit der Womofahrer nicht tangieren. Höhere Fahrzeuge müssen über Tohogne fahren, alle anderen und so auch wir fahren einfach weiter. Wer allerdings auf den Womo-SP in Durbuy möchte und ein langes Fahrzeug hat, sollte überlegen, auch hier abzufahren, weil man sonst mit seinem Schiff durch das enge Durbuy kurven muss - s. mein Hinweis zum --> Link.

Durch Barvaux hindurch und wieder aus dem Ort hinaus auf der N 983 in Richtung Petit-Han und Durbuy führt die Strecke. Durbuy ist schon überall ausgeschildert.

--> Link hat geschrieben: Direkt an dem romantischen Fluss Ourthe liegt Durbuy, die kleinste Stadt der Welt. Angeblich soll das alte Residenzstädtchen ganze 300 Einwohner haben. Mit seiner malerischen Altstadt und seinen Fachwerkhäusern aus dem 17. und 18. Jh. ist Durbuy überwiegend den Fußgängern vorbehalten. ... Wir schauen uns das verträumte Städtchen an und ziehen durch jede kleine Gasse.

Genauso wollen wir das auch machen.

Vor dem Ortseingang ist ein Schild mit den verschiedenen Parkplatzmöglichkeiten. Wenn wir das aber hätten studieren wollen, hätten wir den ganzen Pulk Fahrzeuge, der hinter uns fuhr, behindert und es hätte sicherlich ein wütendes Hupkonzert gegeben.
Da wir nicht einschätzen können, wieweit es von welchem PP zum Ort ist, fahren wir erst einmal einfach durch bis zum Ortsende. Dort ist dann auch das bekannte Womo-Zeichen zu sehen. Etwa einen halben Kilometer hinter dem Ort liegt der Stellplatz, der 10 Euro kosten soll und rappelvoll ist. Ganz eng steht eine unübersehbare Anzahl Wohnmobile nebeneinander. Da hört man den Nachbarn wahrscheinlich schnarchen und pupsen. Glücklicherweise müssen wir nichts entscheiden: der Platz ist schlichtweg voll.

So also wieder zurück durch den Ort (gefällt uns schon mal sehr gut dort und wir freuen uns auf den anschließenden Bummel). Der hinterste Parkplatz (das war der allererste, als wir vorhin von Barvaux aus kamen und noch nicht wussten, wie weit es zum Ort war) ist mittlerweile (immerhin gegen 19h) praktisch leer, nur noch 1 Wohnmobil und ein paar Pkw stehen auf dem riesigen freien Areal. Und nur etwa 1 km Fußweg zum Ort, das macht uns doch nichts.

Also biegen wir auf diesen Platz ein, der als P1 ausgeschildert ist. Doch da sehen wir folgendes Schild:



Wir parken erst einmal und fragen die andere Womobesatzung (sehr nette flämisch sprechende Belgier), was sie machen. Sie wollen heute abend noch fahren, glauben aber nicht, dass wir von Polizei o.ä. nachts verscheucht würden. Eher gäbe es Unmut am nächsten Tag = Sonntag, wenn großer Besucheransturm zu erwarten sei.
Auf P2 sei das Parken mit Wohnmobil definitiv erlaubt und kostet auch nur von 10 bis 19h was. Aber dieser Platz gefällt uns nicht, da unmittelbar neben der Straße.
So also entscheiden wir salomonisch: wir bleiben über Nacht auf P1, wo wir niemanden stören, wo wir aber schön ruhig im Grünen stehen und der Hund herrlich rumtoben kann.
Morgen früh nach dem Frühstück setzen wir den Wagen um auf P2, von wo es auch ein bisschen näher zum Ort ist und bezahlen unseren Obulus.

Direkt neben dem P1 ist, wie auch schon an verschiedenen anderen Stellen vorher am Fluß Ourthe, eine Kayak-Verleihstation. Die Ourthe wie auch die Amblève (wie wir morgen sehen werden) sind anscheinend reinste Kayak-Paradiese. Ich glaube, wir werden nochmals wiederkommen und das ebenfalls ausprobieren. Das sieht aus, als mache es viel Spaß.

Wir also noch einen kleinen Imbiss zu uns genommen und dann auf ins Örtchen, das uns auf Anhieb verzaubert. Bis es stockdunkel ist, laufen wir durch die Gassen. Wirklich sehr schön! So richtig was für Romantiker.

Maggie am 23 Sep 2007 19:42:00

Sonntag, 18.08.07

Nach dem Frühstück nochmals den Hund toben lassen und dann in den Ort. Endlich auch Fotos machen, denn gestern Abend war es ja schon zu schummrig.

Aber zuerst mit dem Womo zu P2. Hier hatte eine Womobesatzung auch übernachtet, die anderen kommen auch jetzt erst, so wie wir.

Die Parkgebühr kostet von 10-19 h entweder 6 Euro Tagespauschale oder 1 Euro pro Stunde.

Wir entscheiden, dass 2 Std reichen, denn wir wollen ja eigentlich nur noch Fotos machen – gesehen hatten wir ja gestern Abend schon alles. Und so groß ist dieser Ort ja nun wirklich nicht.

--> Link

Im Ort gefällt es uns heute so gut wie gestern.










Gut, die 2 Std genügen wirklich und wir wollen ja noch weiter heute, nämlich in das von Poldi beschriebene Amblèvetal.
Dazu müssen wir zurück bis Remouchamps, um auf diese Strecke zu treffen.
Auf dem Weg dorthin passieren wir wieder den Ort Barvaux, wo wir uns gleich mal den SP anschauen und ein paar Fotos machen, um das im Forum dokumentieren zu können.

Es soll sogar 2 SP’s geben. Schau'mer mal... --> --> Link

Auf der N 831 fahren wir aus dem Ort Barvaux heraus in Richtung Hamoir. Am Orstausgang sehen wir rechterhand "unter" uns ein riesengroßes Maislabyrinth, von dem wir auch vorher schon gelesen hatten. In Anbetracht dessen, dass wir ohne Zimtzicken unterwegs sind, kommt das heute für uns nicht in Frage. Familien mit Kinder sollten sich unbedingt Zeit dafür nehmen.

Danach kommen wir durch Hamoir, wo am Ortseingang ein Schild steht mit dem Hinweis, dass es im Ort eine Eurorelaisstation geben soll. Super. Dann entleeren wir doch gleich. Tja, im Ort selbst finden wir dann aber keine weiteren Schilder mehr.
Dann kurz vor der Brücke über die Ourthe sehen wir rechts unten auf einem Parkplatz am Fluss 3 Womos parken. Im letzten Moment sehen wir auch ein Womo-Piktogramm, das in diese Straße weist. Der Parkplatz, auf dem die Womos recht zentral stehen, scheint aber nicht der ausgeschilderte Stellplatz zu sein. Daher fahren wir mal ein bisschen weiter. Und tatsächlich, nach 2 Kurven kommt ein Schild.



Über eine kleine Brücke, der wir unser Gewicht eigentlich nicht zutrauen, fahren wir auf den --> Link. Das Gelände ist neben der Tennisanlage und einen Bootsverleih gibt es auch. 1 Womo steht hier. Überall sind vom Regen der vergangenen Tage Schlammlöcher. Die Musik aus dem Lokal am Bootsverleih ist ziemlich nervig. Nebenan findet ein Tennisturnier statt und man hört ohn Unterlass „Plopp“ – „Plopp“ – „Plopp“. Gut, dass wir hier nicht stehen wollen. Auch die Grillmöglichkeiten mit Sitzgelegenheiten würden uns nicht locken.
Aber wo ist die Entleerung? Hier definitiv nicht. Zurück über das unscheinbare Brückchen – puh! – geschafft – nicht eingebrochen.

Wir fahren die Straße noch ein Stückchen weiter und dann erscheint die Beschilderung sehr logisch: hier ist zwar nicht die am Ortseingang ausgewiesene Eurorelaisstation, aber eine Möglichkeit, zu entleeren. Hinter dem Sportkomplex befindet sich ein Campingplatz und dort gibt es die Möglichkeit, zu entleeren.
Dazu fährt man entweder eine Ehrenrunde über den Platz oder man weiß instinktiv, dass man sich links und rückwärts halten muss, um zur --> Link zu gelangen. Diese ist dann dafür sehr leicht zugänglich.

Was uns auffällt auf diesem Platz, der direkt an der Ourthe liegt, ist, dass die Stacaravans der Dauercamper alle "meterhoch" aufgebockt sind. Es scheint also leicht mal ein bisschen Hochwasser an diesem Flüsschen zu geben.






Den Kram wären wir auch gut los. So können wir nun ohne weiteren Stop endlich ins --> Linkfahren.

Zurück also bis Remouchamps. An der Straße von Aywaille bis Remouchamps liegt ein Geschäft neben dem anderen und viele haben auch Sonntags geöffnet. Manche zwar nur vormittags, aber das ein oder andere auch noch bis 16/17h – wie wir im Vorbeifahren ausmachen können. Wer also gerne shoppen geht, dem kann auch Sonntags hier noch geholfen werden.

Im Remouchamps biegen wir hinter der Amblèvebrücke rechts ab auf die N 633 in Richtung Stoumont, Coo und Stavelot.

Hier folgen wir nun --> Link.

Er schreibt: Er schreibt: Die Amblève ist ein sehr naturbelassener stellenweise fast idyllischer Fluss, der nur am Ortsrand von Remouchamps durch Dauercampingplätze verschandelt ist. Sehr schön ist der Fluss an der "Fonds de Quarreux" einer Flussstrecke von ca. 1 km, die voll riesiger Felsbrocken liegt und Gelegenheit zu einem schönen Spaziergang bietet.

Da es unterwegs zeitweise nieselt, sparen wir uns den Spaziergang und fahren gleich bis Coo.

Die --> Link im Fluss Amel/Amblève sind mit einer Höhe von 15 Metern die höchsten in Belgien und bieten mit ihrem imposanten Rauschen ein eindrucksvolles Schauspiel.

Der kleine Wasserfall existiert etwa seit dem 15. Jahrhundert, der große wurde im 18. Jahrhundert im Auftrag des Fürstabtes von Stavelot errichtet.
Heutzutage sind die Wasserfälle eine touristische Sehenswürdigkeit und es liegen ein Restaurant und ein kleiner Freizeitpark in dem kleinen Tal.

Da wir im Unterschied zu Poldi im August dort waren, hatten wir keine realistische Chance auf einen Parkplatz direkt über den Wasserfällen, sondern quälten uns mit hunderten Anderen auf einen kostenpflichtigen Parkplatz. Der erste Teil dieses Parkplatzes ist noch eben und asphaltiert am diesseitigen Amblèveufer, aber wenn es hier voll ist, wird man über eine Brück auf Wiesengelände gelenkt, was für Wohnmobile je nach Gewicht grenzwertig wird, wenn es vorher auch noch tagelang geregnet hat.



Wie überall herrlicher Blumenschmuck:



Es wird langsam immer frischer, zudem droht ständig die Gefahr von Regen und es ist auch schon spätnachmittag - so entschließen wir uns, den Spaziergang in Stavelot zugunsten von Malmédy ausfallen zu lassen.


So also fahren wir von Coo über Stavelot direkt über die N 68 nach Malmédy, der letzten Station dieses Wochenendes.

Geparkt wird auf dem schon von Poldi erwähnten --> Link direkt hinter der Kathedrale. Optisch gibt der Platz nun wirklich nichts her, die Lage ist jedoch sehr günstig und kostenlos ist er auch – was will man mehr. Und wir wollen ja nur den Ort besichtigen, was nicht so viel Zeit in Anspruch nimmt.




Erstaunt sind wir, dass anscheinend doch einige Geschäfte Sonntags geöffnet haben – allerdings sind wir zu spät dafür, denn die, die offen hatten, haben nun gerade um 17h geschlossen. So bummeln wir ein bisschen durch den hübschen Ortskern um den Marktplatz herum, finden versteckt in einer Halle hinter der Tourist-Info noch den Kurs von Spa-Francorchamps in Mini-Ausführung (wo man für 3 Euro 7 Minuten lang seinen Mini-Bolliden flitzen lassen kann) und schlendern dann wieder zum Womo zurück.


Damit ist dann endgültig auch dieses Wochenende vorbei. Wir fahren von dort auf die Autobahn E42 nach Norden Richtung Verviers, dann über die E 40 nach Aachen und nach Hause.
Den Abstecher, den wir sonst in Kerpen noch zum --> Link machen, können wir uns sparen, da wir ja in Hamoir entleert hatten.

Heute ist kein Stau auf dem Kölner Ring, so dass wir zügig nach Hause kommen, wo dann letztendlich die Parkplatzsuche nochmals fast so lange dauert wie die halbe Fahrt von Aachen nach Köln.


Zum Schluss nochmals einen Dank an dieser Stelle an Klaus (Poldi) und PantherHx, deren Berichte überhaupt erst den Ausschlag für unsere kleine Tour gaben. Ich hoffe, dass auch mein Bericht vielen von euch Lust auf ein solches Wochenende macht und ihr dann auch einiges von meinen Angaben verwenden könnt. Uns hat das Wochenende sehr gut gefallen.
Allen eine Gute Reise!

Maggie

Anzeige vom Forum


Aretousa am 23 Sep 2007 19:54:55

Maggie, das hast du richtig fein gemacht. Und so wie ich mir Poldis Bericht letztes Jahr schon gespeichert habe , mache ich das jetzt auch mit deinem. Und ich hoffe, dass wir bald auch mal wieder in diese Richtung aufbrechen.
Danke für den sehr guten, informativen Bericht
Lena

Eddy am 23 Sep 2007 20:09:04

Hallo

schöner, informativer Reisebericht mit schönen Bildern.

Leider ist die Gegend zu weit für uns weg, so würden wir mal einen Ausflug dorthin machen.

Eddy

Maggie am 23 Sep 2007 20:19:51

Ein langes Wochenende mit Feiertag könnte man für so etwas nutzen.

Maggie

Poldi am 23 Sep 2007 20:48:11

Liebe Maggie,
ich habe mit sehr viel Freude Deinen wunderschönen Bericht gelesen und zu Hella gesagt:"Da müssen wir eigentlich auch bald mal wieder hin." :razz:
Du hast uns auch neugierig gemacht auf uns bis jetzt nur vom Namen her bekannte Orte.
Vielleicht machen wir das im nächsten Frühjahr.

Poldi

womokiste am 23 Sep 2007 22:01:45

Hallo miteinander,

wir waren auch des öfteren in der Gegend. Ein netter Ort, aber ohne SP, idt Roche-en-Ardenne. Ein netter Ort, in dem es neben einer Burgruine mit schönen Blick über die Stadt, sehr viele tolle Metzgereien mit Wildspezialitäten und Bäckereien gibt... :-)

In diesem Sinne grüßt Franz Peter

Maggie am 23 Sep 2007 23:40:35

Aus unserer reichen Foto-Ausbeute hier einfach noch einige Aufnahmen

Maggie am 23 Sep 2007 23:45:48

Durbuy

Maggie am 23 Sep 2007 23:49:08

Coo

Iceman am 24 Sep 2007 13:15:39

Hallo Maggie,

sehr schöner und informativer Bericht. :daumen2: Belgien hat doch schöne Flecken, die einen Besuch wert sind. :autofahren: Regt zum nachfahren an. Werde mir das mal vormerken.
Vielen Dank dafür.

Attila am 24 Sep 2007 13:56:27

Hallo Maggie!
Vielen Dank für den lebhaften, detaillierten Bericht - hatte fast das Gefühl dabeigewesen zu sein - und die eindrucksvollen, gelungenen Fotos !!!!
Soviel Lob der lesenden User motiviert doch sicher, bei der nächsten Tour wieder das Tagebuch mitzunehmen .... :wink: ....
Wir freuen uns darauf !!!!!!

Maggie am 24 Sep 2007 14:24:05

Danke für euer Lob :oops: - aber die größte Freude wird es machen, zu lesen, wieviele sich haben animieren lassen, auch mal ein paar Tage dorthin zu fahren.

Allen eine schöne Woche und viel Vorfreude beim Planen zukünftiger Touren

wünscht

Maggie

PantherHx am 26 Sep 2007 21:47:50

Hallo Maggie,
ich bin ja ganz hin und weg von deinem schönen Reisebericht. Und ich freue mich wirklich, dass ich mit einigen kleinen Tipps behilflich sein konnte. Und viele Dinge in deinem Bericht kommen mir so vertraut vor. Toll.

Herzliche aus dem Weserbergland
PantherHx

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