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Es geht doch immer eine Türe auf, wenn sich eine andere verschliesst. Man tut so als wäre Geld/Immobilien... der Garant für Glück oder Sicherheit. Ist es aber nicht. Weil Geld, wenn man sehr krank ist keine grössere Rolle mehr spielt... Wichtig ist doch, dass man seinem Herzen folgt und am Ende nichts bereuen sollte. Der Eine ist mit seiner Immobilie glücklich und zufrieden, der andere will eben mehr sehen und erleben. Generell finde ich es wichtig, viele schöne Momente zu erleben und sich von Dingen zu trennen die einen nicht glücklich machen. Das geht weit darüber hinaus, ob man in einem Womo leben möchte oder in einem Haus. Das fängt ja auch bei den unglücklichen Beziehungen an und dem ungeliebten Job. Und auch da sind es die meisten, die lieber in einer solchen Beziehung oder Job verbleiben, nur weil man da die Wohlfühlzone nicht verlassen muss... Und man redet sich dann die Dinge schöner, als diese tatsächlich sind. Ohoh, sind ja lauter Hobby-Psychologen hier. Zwar keine Ahnung, aber eine vorurteilsbehaftete Meinung, aber vielleicht sind manche ja auch einfach nur neidisch und/oder trauen sich nicht, ihr sicheres Heim aufzugeben Nach dem Tod meiner Frau konnte ich endlich machen, was ich schon immer wollte und deshalb lebe ich schon seit über 4 Jahren nur noch in meinem Freizeitmobil. Ich bin über 70 Jahre alt und meine Freunde und Bekannte sind entweder alle tot, weggezogen oder mir zu "alt" im Kopf. Ein Haus oder eine Wohnung besitze ich gar nicht mehr. Gemeldet bin ich bei meiner Tochter, die alle meine Briefe öffnet und mir zu mailt. Für Fremdsprachenprobleme, z.B. beim Arzt, gibt es die kostenlose und sehr gute App "google-translate". Mit einer Solarleistung von 750 Watt und einer Gesamt-Batteriekapazität (2 LiFePo4 und 2AGM) von 420Ah bin ich auch nicht zwingend auf CP- oder Stellplätze angewiesen, nutze sie aber sehr gerne. Je nach Gegend bleibe ich dann 2 Tage oder 2 Wochen. Tingele allerdings nur durch Westeuropa und einmal im Jahr besuche ich meine Familie, gehe zum Haus- und Zahnarzt und lasse mein Gefährt in der Werkstatt durchchecken, inkl. HU.
Hallo, das gilt aber auch andersrum: Du wirst kaum jemanden treffen, der das Leben im WOmo ausgesucht hat, es aber innerlich bereut, und der dann offen zugibt: Das war ein Fehler! Jeder wird seine Entscheidung so lange schönreden, bis es nicht mehr länger geht. Das kannst Du immer wieder hier sehen: Jeder hat den richtigen Reifen, die richtige Solaranlage ... Wer gibt schon zu: Ich habe Mist gekauft oder auch gemacht - auch wenn er das selbst schon lange weiß? Ich denke an einen Bericht, ich glaube von Thor Heyerdal, der auf eine einsame Insel ging, um zum ursprünglichen Leben zurückzukehren. Er beschreibt seine Freue, wie er ganz am Anfang seine Uhr zwischen Steinen zerschmettert hat. Doch dann holte ihn die Wirklichkeit ein mit Krankheit, Langweile usw.. Er brauchte die Zivilissation wegen einer Krankheit. Das denke ich mir auch bei einigen Beiträgen: Es wird über Menschen geredet, die man nicht mehr sehen will - aber die Leistungen, die von ihnen erwirtschaftet werden (Generationenvertrag, Rente, Krankenversicherung) werden genommen. Es geht halt vieles nur in der Gemeinschaft. Gruß Klaus
Ja, das Schönreden ist ganz oft ein Begleiter. Ich finde das Schönreden gar nicht schlimm. Oft hilft es ja eine Situation auch schöner zu erleben. Manch einer, der in einer langen Beziehung ist wird möglicherweise zwischenzeitlich dankbar gewesen sein, sich das ein oder andere schön zu reden. Lieber sich selber etwas schön reden als jemand anderem etwas kaputt reden.
Naja, zwischen auf einer einsamen Insel oder im Wohnmobil zu leben, ist doch schon ein gewaltiger Unterschied, schließlich bist du im Wohnmobil ja nicht außerhalb Zivilisation. Und für die Rente und für die Krankenversicherung habe ich doch auch jahrzehntelang eingezahlt, also steht die mir doch auch zu. Ist doch kein Hartz 4. Man kann sich nicht selber betrügen. Daher ist es egal was man nach außen kommuniziert. Ich sehe das mit den Fehler machen und falsche Entscheidungen treffen etwas anders. Wenn man es positiv sieht, sind das keine Fehler, sondern Erfahrungen. Und aus jeder Erfahrung kann wieder was Gutes entstehen. Irgendwann sollte man die Weisheit haben zu erkennen, dass es ohne einen Regen auch keinen Regenbogen gibt.
Es kommt mir so vor, als würden für dich alle, die nur noch im Wohnmobil leben, sich selbst belügen. Naja, Hauptsache, du weißt Bescheid. Ich kann mit deiner nebulösen Aussage sonst nix anfangen. :) Wie so oft ! :) wird auch hier die Wahrheit irgendwo in der Nähe der Mitte liegen Gruss von der schönen Mittelmosel Achim Na ja, was heißt sich selber zu betrügen, das macht doch keinen Sinn, sich etwas schön zu reden, was nicht (mehr?) schön ist, ebenso wenig. Ich denke daher, das sich die Leute, die sich dazu entschieden haben nur noch im WoMo zu leben (außer Notlagen) das im Vorhinein reiflich überlegt haben und es gibt offensichtlich auch genügend, die das Leben so geniessen, so wie Camper510 (s.o.) Es gibt bestimmt auch die, denen es nach einer Zeit "X" genug ist und sie wieder zurück ins "normale" Leben wollen, aus welchen Gründen auch immer (Gesundheit, Freunde, Familie - what ever) Der schlaue Teil davon wird mit Sicherheit auch einen Plan "B" dafür haben, wie sie das machen wollen. Ob jetzt alle, oder auch nur einige wenige , oder eben keiner, öffentlich darlegen wollen, warum das gescheitert ist, oder das sich ggf. wichtige Umstände geändert haben, bleibt denen doch selbst überlassen. Wieviele damit nun glücklich sind, oder auch nicht, ist von daher völlig irrelevant. Grüße
Entweder Du liest nicht richtig oder Du verstehst mich halt nicht. Ich bin ein großer Verfechter von Menschen die im Womo leben. Aber es ist auch nicht jedermanns Ding. Wo steht denn das ich gesagt habe, dass sich die Menschen die im Womo leben selbst belügen?
Das folgende Zitat von dir klingt so in meinen Ohren.
Wenn meinst du damit denn sonst, wenn nicht die Aussteiger, die es angeblich nie zugeben würden, dass es ein Fehler war? Könnt ihr eure gegenseitigen Mißverständnisse bitte per KN klären? Dann würde das hier das Thema nicht unnötig zerfleddern. Vielen Dank. Ehrlich gesagt hatte ich vor fast 20 Jahren auch mal überlegt, ob ich nich in einem ausgebauten LKW lebe. Es gab allerdings für mich Gründe die dagegen sprachen. Zum einen bin ich in meiner Familie derjenige der auf alles mögliche "aufpasst". Viele Bücher, Möbel, anderer Familienbesitz. Klar könnte ich in ein Wohnmobil ziehen und die ganzen Sachen die nicht mit rein passen irgendwo einlagern. Aber das scheint mir merkwürdig auf Dauer. Gibt auch noch ein paar andere Gründe die für mich dagegen sprachen, familiärer Art. Ehrlich gesagt hatte ich mir schon einen historischen LKW besorgt. Der fuhr auch ganz gut, aber eine Werkstatt sorgte für einen Motorschaden. Auf den Kosten blieb ich sitzen. Also habe ich nicht die Möbel eingelagert, sondern stattdessen den LKW eingelagert. (((PS: Diese besagte Werkstatt hat schon für viele Schäden an diversen Kundenfahrzeugen gesorgt, die "dürfen" das. Ist ne lange Geschichte))))) Hallo, zum Thema habe ich heute einen interessanten Artikel in einer Zeitung aus Bayern gelesen. Eine Alternative ist sowas ja, zumindest wenn man im warmen Süden den Winter verbringen kann. Aber was den Stellplatz betrifft, da gibt es bestimmt bessere und preiswertere Möglichkeiten in der Umgebung. Siehe hier: --> Link MfG basi1510 Kleinlaster spricht es an, für ein Leben im Womo als Reisender muss man frei sein. Frei von Verpflichtungen, frei von materiellen Dingen, frei von sozialen Kontakten, frei von emotionalen Abhängigkeiten. Zugleich aber immer neugierig auf Neues. Ich denke, wer sich auf irgendeinen SP oder CP einnistet, wird auf Dauer auch nicht glücklich. Zugleich wird man vor gänzlich andere Probleme gestellt als in einem Steinhaus, die es zu managen gilt. Wir reisen jetzt das 6. Jahr durchgängig. Für mich ist im Moment ein Leben im Steinhaus und fest an einem Ort nicht mehr denkbar. Ein Ende dieses Lebens kann bestenfalls die Gesundheit, Tod oder sonstige Besonderheiten setzen. Man muss es halt haben, dieses Gen :-) LG vom Mikesch Hallo, ich lebe seit April 2020 in einem umgebauten Reisebus ein O303 Bauj. 1980. Ich habe alles Verkauft und bin in den Bus gezogen hab bis heute nix bereut. Selbst vor Weihnachten wo wir minus 15 grad hatten, mit meinem eingebauten Holzofen war das sehr Warm hier drin.
:top: Im Wohnmobil zu leben ist eine LebensART. Genau wie auf einem Boot zu leben. Und es kann eine sehr bewusste Entscheidung sein, die man sicherlich niemandem gegenüber rechtfertigen muss. Ich mag es. Hast Du den O303 selbst ausgebaut? Hier im Norden weiss ich wo einer steht, vielleicht bist Du das ja? Hallo, auch wir Reisen jetzt dauerhaft seit 2 Jahren. Wir haben zwar noch eine Homebase in D, sind da aber nur 4 Wochen im Jahr. Ich werde den Thread mal zurück lesen, bin gespannt auf die verschiedenen Sichtweisen und Erfahrungen. Grüße Auch wir möchten das Leben im Reisemobil ausprobieren. Dazu ergibt sich die Gelegenheit bei meinem Gang in die Freiwillige Frührente (mit 60) in 3 Jahren. Das Reisemobil ist schon bestellt und wir haben noch Zeit dieses auf unsere Bedürfnisse zu optimieren und kennenzulernen. Da wir zur Zeit noch in der Schweiz wohnen, nutzen wir die Rückkehr nach Deutschland dazu, dass wir uns unsere Möbel und sonstigen Sachen auf ein absolutes Minimum reduzieren und einlagern werden. Wir haben keine Möglichkeit uns bei Verwandten anzumelden. Aus diesem Grund werden wir einen Dauerstellplatz auf einem Campingplatz suchen mit der Möglichkeit zum Anmelden als Erstwohnsitz. So haben wir einen regulären Erstwohnsitz und die Option, bei nichtgefallen oder pausieren vom Nomadenleben zu einer Art (kostengünstigen) Base zurückzukehren. Das ist zumindest einmal der Plan, insofern die Gesundheit bis dahin mitmacht.......
Moin! Triffts eigentlich janz jut. Ick & min Fru hatten dieses Thema vor einiger Zeit auch einfach mal "durchgespielt" und sind für UNS zu dem Schluß gekommen, daß ohne "Lottogewinn" es für UNS nicht funzen würde. Kann man nüscht machen und ist für UNS auch nicht schlimm oder verursacht Depressionen ;D . Nun könnte man sich natürlich fragen, wie solch "Lottogewinn" aussehen müßte. Das muß Jeder für sich selber entscheiden. Min Fru hatte da klare Vorstellungen. ;D :D :D :D . Stichwort Kfz. Sonnigen weiterhin. Uwe
Auch wenn dein Comment hier schon Uralt ist. Ich finde ihn absolut unpassend, abgehoben und deplaziert. Inzwischen ist es sogar Salonfähig per Gesetz von einer übereifrig agierenden politischen Bühne gemacht worden, das Hartz4. Nur mit einem neuen Namen versehen!!! Und, auch ohne einen Cent Einzahlung seitens von viel zu vielen Hartzern, die keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, zugestanden wird. Von daher sind solche Comments, die für mich abfällig und abstoßend sind, unter der Gürtellinie. Mit herzlichen Gruß :polit: :polit: Also ich lebe jetzt schon seit über 2 Jahren nur noch in meinem Freizeitgefährt und habe weder ein Haus, noch eine Wohnung und bereue keine Minute und ohne meine inzwischen verstorbene Frau hätte ich das schon viel früher gemacht.
Und das ist gut so :D
Nach meiner/unserer Erfahrung spielt das sogar eine essetielle Rolle bei der Bewältigung einer Krankheit: Unser Sohn war sehr krank (Krebserkrankung mit SZT). Dei Behandlung hat sich über 5 Jahre hingezogen. Viele Randbedingungen konnten nur deshalb entspand gehandhabt werden, weil ausreichend Geld da war. Wie z.b. täglich 200km ins Krankenhaus fahren. Das waren am Anfang locker 40.000 km nur Krankenhausfahrten. Rein für Sprit kommen da locker 6.000€ zusammen (zu den normalen Lebenskosten, die ja weiterlaufen). Die Studibude wurde weiter bezahlt - einfach als psychologisches Element - auch mal eben 5.000€ p.a.. Für folgende Arztbesuche und um der Ansteckungsgefahr in den Öffis entgegen zu wirken, wurde ein Auto beschafft und zur Verfügung gestellt. Auch das nur möglich, mit dem nötigen Background. Ich habe mit vielen Eltern Kontakt gehabt, wo schon die täglichen Besuche nicht funktioniert haben, weil es nicht finanzierbar war. Ein todkranke Kind und Du kannst nicht hin.... Also: Wenn man sehr krank ist, macht einen viel Geld zwar nicht gesund, erleichtert aber das Leben ungemein.
So ist es! Das ganze "ich benötige keine Vorsorge/Rücklagen" kommt von Leuten mit wenig Lebenserfahrung, die auch wenig über Ihr Umfeld wissen. Wer Elternteile hat, die eine Ganztagespflege benötigen für die sieht es mau aus! Natürlich wird die eigene Krankheit von einer gesetzl. KK bezahlt (wenn man da einzahlt). Aber diese Themen werden hier meist nicht zu den Lebenshaltungskosten des "Aussteigers" dazu gezählt. Wer Rentner mit Vollrente ist und im Winter in Spanien lebt, für den gilt das sicherlich nicht. Man sollte also schon bei einigen Dingen differenzieren. Gruß Andreas Natürlich hilft Geld eigentlich immer mehr, als kein Geld zu haben. Aber um es differenziert zu betrachten, muss man eben dann auch für sich, eine gute Mischung aus "Leben und Arbeiten" finden. Ich finde mein Satz wurde vielleicht etwas aus dem Zusammenhang gerissen bzw. falsch verstanden. Mein Fehler. Ich meinte für den Tod-Kranken spielt Geld keine "so grosse" Rolle mehr. Er wird eher bereuen was er nicht gemacht hat und nicht mehr tun kann. Ich habe auch einen Freund mit Bauchspeicheldrüsenkrebs verloren. Und er hat mir einiges erzählt was er im Nachhinein bereut. Und in erster Linie waren es Dinge wie, sich über Kleinigkeiten aufzuregen und zuviel für Geld gearbeitet zu haben. In den letzten 3 Jahren hat er mit dieser Horror-Diagnose, kaum mehr über Geld nachgedacht, sondern hauptsächlich darum, wie er das beste aus seiner Zeit macht.
Das kommt vielleicht auf den Beruf an. Wenn man selbstbestimmt arbeitet empfindet man dies meist nicht als Zwang bzw. vergeudete Zeit.
Guter Einwand, denn ich als Selbständiger voll unterschreiben kann. Aber nicht jeder hat den Mut oder die Ideen, die Voraussetzungen... diesen Weg der Selbstbestimmung zu gehen. Viele Berufe die man eigentlich auch gerne macht, verlieren schnell auch an Bedeutung, wenn man merkt, dass man ausgenutzt wird. Auch als Selbstständiger kann man zu viel arbeiten - für die meisten Selbstständigen dürfte die Work-Life-Balance eher noch schlimmer aussehen wie bei Angestellten, die können nämlich meist nach 8 Stunden den Stift/die Schüppe fallenlassen, was bei Selbstständigen eher die Ausnahme ist. Wenn man den Spruch ‚Ich arbeite, um zu Leben‘ im Gegensatz zu ‚Ich lebe, um zu Arbeiten‘ verinnerlicht, ist man schon auf einem guten Weg, wenn das Geld damit ausreicht. bis denn, Uwe ...oder endlich mal Heinrich Böll's Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral lesen ;D Ich war lange, lange Zeit selbst und ständig... 12 Stunden am Tag normal und 6-7 Tage die Woche normal und 24/24h erreichbar. Klar schreien dann die Gewerkschaftsfans, ich hätte mich schlecht organisiert. Aber was die nie verstanden haben in ihrem Arbeitsverteilungsplan bei kleinen Unternehmen <20 Personen, dass wenn in einem bestimmten Bereich Arbeit für 1,5 Personen da ist, ein Unternehmer eben keine 2,0 Leute einstellen kann, weil 0,5 Leute Ertrag fehlt. Also macht er es dann selbst. Ich glaube es war Churchill, der sagte: „Manche halten den Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse; andere meinen, er sei eine Kuh, die man ununterbrochen melken könne; nur wenige sehen in ihm den Ochsen, der den Karren zieht.“ Wie wahr, wie wahr. Nicht nur über Sport wusste der Mann Bescheid.
Das hat aber doch nix damit zu tun, ob ich jetzt in einem WoMo oder in einer Wohnung oder in einem Haus lebe.
Nicht mehr arbeiten zu müssen, ist aber trotzdem besser, als der schönste Beruf, den man ja auch als Hobby weiterbetreiben kann, aber halt nicht muss.
Das ist natürlich die beste Konstellation, aber das gelingt nur wenigen. Ich bezweifle, das man wirklich erfolgreich sein kann, wenn etwas hobbymässig oder im Van von unterwegs aus macht. Zumindestes was ich unter erfolgreich verstehe.
Naja, wer komplett im WoMo lebt, dem ist erfolgreich bestimmt nicht so wichtig. Hauptsache das Geld, bei mir die Rente, langt.
Hallo, das kann man nicht verallgemeinern, wir haben einen selbstständigen Programmierer getroffen der lebt und arbeitet in einem großen Liner mit PKW Garage. Wenn er nicht erfolgreich wäre könnte er sich kaum so ein großes Wohnmobil leisten. Außerdem hielt er konsequent seine Arbeitszeiten ein, nur eben an schönen Orten.
Die Definition von „erfolgreich“ ist wohl sehr subjektiv. Für den Einen ist es die Anhäufung von materiellen Gütern („Mein Haus, mein Wohnmobil, mein Boot“ usw.), für den Anderen ist es die Erreichung des Nötigen, um seinen persönlichen Lebensstandard zu ermöglichen, ohne täglich im Hamsterrad seine Runden drehen zu müssen. Worin der eigene „Erfolg“ liegt, muss jeder für sich selber definieren. Hier wird aber jetzt schon bischen arg verallgemeinert. Als Selbstständiger muss man nicht unbedingt mehr arbeiten. Hängt halt von der Branche, den Kunden, dem eigenen Anspruch, der Automatisierung... ab. Man kann als Selbstständiger, zumindest ist es bei mir so, die Arbeit einteilen und die Zeit enstsprechend gestalten. Wobei ich meine Arbeit jetzt nicht als Arbeit sehe, weil ich das sehr gerne tue. Hierzu gibt es auch gute Bücher wie zum Beispiel die 4 Stunden Woche. Hallo, ich sehe es so. entweder man wird reich geboren oder man hat einige Jahrzehnte im Hamsterrad verbracht um sich das eine oder andere Leisten zu können. Irgend wann kommt man zum Entschluss wie es weiter gehen soll. Nun gibt es mehrere Wege, allen Ballast abzuwerfen, wenn es einem so vorkommt. In ein anderes Land ziehen, im Womo leben, oder eine gute Mischung mit, Haus, Freunde, Urlaube zu finden. Jeder von uns ist anders gestrickt und wie bei vielem sollte das eine oder andere zuerst ausprobiert werden. Einige kommen sehr schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen und gehen den Weg zurück. Ich bin kein Mensch der auf längere Zeit in einem engen Raum sich wohlfühlen könnte. Wünsche diejenigen die ihre Erfüllung damit gefunden haben, weiterhin ein Gutes Leben.
Alles nur subjektiv, denn so einen Liner wollte ich nicht für geschenkt haben, wenn ich den fahren müsste, denn damit käme ich nicht an meine favorisierten Ziele. Bin aber trotzdem etwas neidisch, aber nur auf seinen Reichtum, nicht auf seinen Liner. :D Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt. Tut mir leid, das kannst du deinem Frisör erzählen!!! Ich glaube dir das nicht!!!
Der dürfte wohl zu den wenigen Ausnahmen gehören. "Programmierer" "Webdesigner" oder "Blogger" sind diese Menschen alle, zumindest diejenigen, die wir so in den letzten Jahren kennengelernt haben. So viele sind das aber auch nicht gewesen. Die Wohnmobile, meistens selbst ausgebaute Kawas, ließen eher den Rückschluss zu, dass sie "erfolgreich" anders definieren als wir. Was ja auch nicht schlecht sein muss, wenn man so klar kommt. Alle haben aber eins gemeinsam. Sie kommen so gut wie alle wieder. Meistens krank, desillusioniert oder vom Partner verlassen .... und finanziell am Ende. Dann geht das Drama los, weil schon lange nicht mehr in die Rentenkasse oder Krankenkasse eingezahlt wurde usw. Wir waren lange Zeit in der Bootsszene unterwegs und da ist das Aussteigen schon immer ein Thema gewesen. Blauwasser hieß der Traum, der dann häufig auf den Kanaren oder schon bei Gibraltar oder wie schon ein paar Beiträge zuvor von mir beschrieben mittellos im Canal du Midi endete. Jeder hat natürlich das Recht, seine eigenen Erfahrungen zu machen. Aber nicht auf Kosten anderer, wenn der Traum dann in die Hose geht. Und ein paar wenige gibt es, bei denen haut das ja auch hin. Nur die sich allein als Vorbild zu nehmen, kann eine große nicht wieder korrigierbare Enttäuschung bedeuten. Hallo Navigatore, selbstverständlich ist es blauäugig ohne finanzielle Absicherung einfach mal vom Haus oder der Wohnung in den Kawa zu ziehen und zu glauben eine höhere Macht wird alles zum Guten wenden. Auf meinen Reisen, dienstlich oder privat, habe ich in vielen Ländern gestrandete Existenzen gesehen, aber auch Menschen die es geschafft haben sich eine Existenz aufzubauen. So ist es auch mit dem Leben im mobilen Heim, wer gute Ideen hat, diese auch umsetzen kann und hart arbeitet hat auch Erfolg. Oder er ist im Ruhestand und hat so den finanziellen Background. Man kann auch im ausgebauten Kawa und den Lebensmitteln aus den Abfallcontainern überleben, muss sich aber die Frage gefallen lassen ob dies wirklich die Erfüllung ist. Zwar nicht überraschend, aber trotzdem spannend, wie kontrovers dieses Thema hier wieder diskutiert wird. Seit ich denken kann, habe ich darüber "philosophiert" was ein "gelingendes (erfolgreiches) Leben" ausmacht. Meine erste Erkenntnis war (und das ist ja hier auch schon oft angemerkt worden), dass es nicht die eine für alle passende Antwort gibt, weil jeder ein ganz spezieller Cocktail aus Werten, Ängsten, Sehnsüchten und vielen anderen Zutaten ist.
Ich glaube, dass wir alle eine selektive Wahrnehmung haben und schenken den Dingen mehr Beachtung, die unser Weltbild bestätigen bzw. interpretieren die Geschehnisse um uns herum in diese Richtung. Wie auch immer, ich kenne jedenfalls mehr Menschen, die ihren Traum leben, als welche die dabei gescheitert sind. Und was heißt schon scheitern? Für mich ist eine Enttäuschung eine wichtige Erfahrung und ich halte sie auf jeden Fall für erstrebenswerter als eine Wehmut, die mich bis in den Tod begleitet. Apropos Tod: Die australische Palliativschwester Bronnie Ware hat die Sterbenden befragt, was sie in ihrem Leben am meisten bereut haben und die Ergebnisse in einem Buch zusammengefasst. Die meisten haben nicht bereut, was sie getan haben, sondern sie bedauerten all die Dinge, die sie nicht gewagt haben ... So sieht halt mein ganz persönlicher Filter aus :wink:
Absolut d'accord. Geht mir genauso, vor allem, wenn ich mich selbst betrachte. Nur sind da ganz wenige, eigentlich ist überhaupt niemand dabei, der dabei glücklich geworden ist, alles auf eine Karte zu setzen, um in einem zunehmend alternden und wertlosen Segler oder Wohnmobil (in dem vor dem großen Aufbruch das ganze zusammengekratzte Vermögen hineingesteckt wurde) zu leben. Es sind Sonderlinge, zumeist allein und wenn man genau hinhört, ziemlich einsam und verzweifelt. Wie gesagt, es wäre vermessen zu behaupten, dass ich viele Fälle kenne. Das dürfte wohl auf die meisten hier zutreffen, die von ihren Erlebnissen berichten. Kann sein, dass das deshalb selektiv ist. Aber sicher bleibt, wer nicht alles hinter sich abbricht, hat die Rückkehroption, vor allem wenn er krank wird oder noch schlimmer, zu den gehört, die Bronnie Ware am Schluss betreut. Aber, jedem das Seine. Und es soll auch seins und nur seins bleiben. |
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