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Es gibt Leute die alles verkaufen und nur im Womo leben... 1 ... 19, 20, 21, 22, 23, 24


Camper510 am 29 Jan 2023 11:31:34

axel1964 hat geschrieben:..das kannst du deinem Frisör erzählen! Ich glaube dir das nicht!

Von wem redest du?

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Camper510 am 29 Jan 2023 11:34:11

quax1968 hat geschrieben:Es geht doch immer eine Türe auf, wenn sich eine andere verschließt..

Nee, leider ist es nicht immer so.

Camper510 am 29 Jan 2023 11:46:56

Navigatore hat geschrieben:..Nur sind da ganz wenige, eigentlich ist überhaupt niemand dabei, der dabei glücklich geworden ist, alles auf eine Karte zu setzen..
..Es sind Sonderlinge, zumeist allein und wenn man genau hinhört, ziemlich einsam und verzweifelt..

Was für ein Unsinn. Ich glaube eher, dass du mit deinen Beispielen nur einen Grund suchst, es nicht genauso zu machen, und zwar, weil du zu feige dazu bist. Ich bereue jedenfalls keine Sekunde. Schon viele haben mich darum beneidet, aber sie trauen sich nicht, alles aufzugeben. Ist halt nicht jedermanns Sache. Man sollte aber schon ein gesichertes Einkommen haben. Zum Beispiel jeden Monat seine Rente.

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Camper510 am 29 Jan 2023 12:06:55

DigiMik hat geschrieben:..für ein Leben im WoMo als Reisender muss man frei sein. Frei von Verpflichtungen..

Das war ich auch schon, bevor ich meine Wohnung aufgab und ins WoMo zog.
DigiMik hat geschrieben:..frei von materiellen Dingen..

Unfug. Wovon willst du denn leben, wenn du nicht genug Erspartes hast oder mindestens eine monatliche Rente?
DigiMik hat geschrieben:..frei von sozialen Kontakten..

Noch mehr Unfug. Ich schicke meinen Verwandten und Freunden in Deutschland mindestens einmal in der Woche einen bebilderten Reisebericht und besuche sie auch einmal pro Jahr. Dann gehe ich auch gleich zum Haus- und zum Zahnarzt usw., bevor ich wieder 11 Monate in Westeuropa unterwegs bin.
DigiMik hat geschrieben:..frei von emotionalen Abhängigkeiten..

Was verstehst du darunter?
Wieso denken so viele, dass der, wer nur noch im WoMo lebt, ein eigenbrötlicher und einsamer Aussteiger ist?
Ich bin weder noch. Ich mache halt nur das ganze Jahr Urlaub. :top:

wolfherm am 29 Jan 2023 12:17:44

Camper 510 (hast du auch einen Namen?),

Nimm dich bitte mal sprachlich etwas zurück. Wenn andere hier etwas schreiben, was nicht in deinen Kram passt, dann ist das kein Unsinn, Unfug oder dergleichen, sondern deren Meinung. Wenn du da anderer Meinung bist, schreibe das dann doch bitte ohne deine diffamierenden Ausdrücke……Vielen Dank.

Navigatore am 29 Jan 2023 12:24:27

Camper510 hat geschrieben:Was für ein Unsinn. Ich glaube eher, dass du mit deinen Beispielen nur einen Grund suchst, es nicht genauso zu machen, und zwar, weil du zu feige dazu bist. Ich bereue jedenfalls keine Sekunde. Schon viele haben mich darum beneidet ....

Ups, tut mir leid, wenn ich da einen sensiblen Nerv getroffen habe.

Nein, zu feige bin ich nicht. Ich, respektive wir, also meine Gattin und ich, nennen das eher Vernunft. Ich denke, du hast meine Beiträge zu diesem Thema nicht gelesen. Es geht uns genauso wie dir, nur haben wir ein Backup. Das beruhigt ungemein. Wir wissen, wohin wir zurückkehren können, wenn einer von uns ernsthaft erkrankt. Aus Erfahrung wissen wir, dass das häufig schneller geschieht, als man sich das wünscht. Wir wissen, dass wir uns das bis an unser Lebensende leisten können, ohne jemandem auf der Tasche zu liegen auch wenn irgendwas schief läuft. Bei manchem reicht da schon ein kapitaler Motorschaden. Und vor allem sind wir noch zusammen.

Wenn du oder andere Individualisten das auch alles für sich bestätigen können, haben sie nichts falsch gemacht und werden auch zukünftig nichts falsch machen. Mein Credo, das ich zu diesem Thema hier vertrete, lautet deshalb:

Tue alles, wozu du Lust hast, aber tue es, ohne andere dafür jetzt oder irgendwann in Anspruch nehmen zu müssen :!:

hampshire am 29 Jan 2023 13:52:11

Das Vorteilhafte ist ja, dass wir in unserer "europäischen Bubble" genug Raum, Ressourcen und Infrastruktur für verschiedene Lebensansätze in unserer Gesellschaft haben. So kann der eine den anderen für "blauäugig" halten und der andere den einen für "mutlos".
Ich wünsche allen, die ins WoMo umziehen, dass es ihnen dabei gut geht. Es ist nicht an mir zu beurteilen wie viel Platz, Komfort, Geld oder Sicherheit jemand dafür braucht, dass sich eine Lebenszufriedenheit einstellt.
Sowohl in die Auswahl eines Grundstücks, als auch in die Architektur unseres Hauses von 2019 haben wie einige Aspekte des Wohnmobil-Wohnens einfließen lassen. Wir genießen insbesondere die Übersichtlichkeit mit gut 75% weniger Dingen als zuvor um uns herum, die unmittelbare Anbindung an die Natur, die große Privatsphäre und jeden Tag einen schönen Ausblick aus jedem Fenster.

WomoToureu am 29 Jan 2023 15:03:58

Navigatore hat geschrieben:Tue alles, wozu du Lust hast, aber tue es, ohne andere dafür jetzt oder irgendwann in Anspruch nehmen zu müssen :!:


Alles sehr schön geschrieben ( dafür ein + ), so ähnlich halten wir es mit unserem zeitweisen Leben im Wohnmobil ebenfalls. Nur gefällt es uns für einen gewissen Zeitraum sehr gut, dann möchten wir gern im Steinhaus leben mit all den Vorteilen dieso ein Haus nun einmal bietet.

hampshire hat geschrieben: Wir genießen insbesondere die Übersichtlichkeit mit gut 75% weniger Dingen als zuvor um uns herum, die unmittelbare Anbindung an die Natur, die große Privatsphäre und jeden Tag einen schönen Ausblick aus jedem Fenster.
Ja auch wir als Zeitnomaden haben den Ausblick in Spanien jeden Tag aufs neue genossen, Küste, Meer, Sonnenauf - und Untergang, den Geruch des Meeres usw. einfach wunderschön. Die Möglichkeit mal hier und da zu "wohnen" etc.

Alles eine gute Zeit ! und macht es wie ihr wollt.

axel1964 am 29 Jan 2023 15:34:00

Von wem redest du?[/quote]
Von dir camper510

Camper510 am 29 Jan 2023 15:40:07

camper510 hat geschrieben:Von wem redest du?

axel1964 hat geschrieben:Von dir camper510

Und was glaubst du mir nicht? Ich gab doch zu, dass ich auf seinen Reichtum neidisch bin, aber trotzdem würde ich mir mit diesem Geld niemals solch einen Liner kaufen. Der ist für meine Urlaubsziele einfach zu riesig.

babenhausen am 29 Jan 2023 15:49:57

Camper510 hat geschrieben: aber trotzdem würde ich mir mit diesem Geld niemals solch einen Liner kaufen. Der ist für meine Urlaubsziele einfach zu riesig.


Wer in der Lage ist einen Liner im sechs gar Siebenstelligen Euro Bereich zu fahren dürfte vor Ort auch kein finanz. Problem habe geeignete Vehikel von Fahrrad über PKW bis 4x4 zu mieten und bei längeren Touren auch noch ein Hotel zu bezahlen ohne am Hungertuch zu nagen.

Camper510 am 29 Jan 2023 16:28:24

babenhausen hat geschrieben:..dürfte vor Ort auch kein finanz. Problem haben, geeignete Vehikel.. ..zu mieten und.. ..auch noch ein Hotel zu bezahlen.

Das sind aber doch erst recht Gründe, sich keinen riesigen Liner zu kaufen, wenn ich mir ein Auto mieten und im Hotel wohnen muss.

babenhausen am 29 Jan 2023 16:41:15

Camper510 hat geschrieben:Das sind aber doch erst recht Gründe, sich keinen riesigen Liner zu kaufen, wenn ich mir ein Auto mieten und im Hotel wohnen muss.


Es geht bei dem diesem mieten ums wollen und können nicht ums müssen,wobei es inzwischen auch für Wohnmobile auch Verbotszonen gibt wie z.B die Amalfiküste auch wenn das Womo noch so klein ist.
Gerade in solchen Gegenden ist ein Mietfahrzeug und auch eine Hotelübernachtung ganz nett da man nicht unbedingt zum Womo zurück will nur um einige Euro zu sparen und somit doch sehr entspannt ist.

Camper510 am 29 Jan 2023 16:46:18

babenhausen hat geschrieben:..wobei es.. ..auch für Wohnmobile Verbotszonen gibt wie z. B. die Amalfiküste, auch wenn das WoMo noch so klein ist.

Sage ich doch. Nicht meine Art, Urlaub zu machen. Bin eher so der Mittelgebirgsfan und da wäre so ein Liner nicht so gut.

Lancelot am 29 Jan 2023 16:57:23

Camper510 hat geschrieben: Das sind aber doch erst recht Gründe, sich keinen riesigen Liner zu kaufen, wenn ich mir ein Auto mieten und im Hotel wohnen muss.

Keiner zwingt Dich - aber Du könntest, wenn Du wolltest/müßtest oder die Situation es sinnvoll erscheinen läßt :)

Die Frage ist doch : will sich jemand platzmäßig beschränken, um ein paar mehr Ecken mit dem Womo anfahren zu können ? Oder will er viel Patz dauerhaft und für wenige Gelegenheiten eine alternative Lösung suchen ...

Da wird eine keine allgemein gültige Lösung geben, jeder dürfte dazu anders ticken .. :)

pwglobe am 29 Jan 2023 17:05:52

Hallo, auf langen Reisen ist das Wohnmobil unsere Basisstation, von dort machen wir Ausflüge, mit dem Fahrrad, Smart oder Motorrad.
Warum soll ich mich beim Wohnen einschränken?
Wir wohnen zwar noch nicht im Wohnmobil, aber werden es in naher Zukunft mal ausprobieren und dabei ist es uns wichtig auch schön zu wohnen.
Jeder kann es halten wie er will, wir möchten auf etwas „Luxus“ nicht verzichten.

Camper510 am 29 Jan 2023 17:15:44

pwglobe hat geschrieben:..wir möchten auf etwas „Luxus“ nicht verzichten.

Es sei dir auch gegönnt, aber für mich wäre es nix. Aber mit einem Smart könnte ich nix anfangen. Für meine Touren in den Pyrenäen und den spanischen Serras brauche ich schon 4x4 und etwas mehr Bodenfreiheit, womit der Smart ja wohl ausscheidet. :mrgreen:

Lancelot am 29 Jan 2023 17:55:27

Camper510 hat geschrieben: Aber mit einem Smart könnte ich nix anfangen.

Du willst nicht verstehen, oder ?
:?
Das Gute ist doch : Du kannst Dir das Equipment mieten/organisieren, das Deinen momentanen Bedürfnissen am besten taugt :idea:
4x4 im Gelände, Enduro auf Pässen, Smart in der Stadt, E-Bike zum wandern ... tbc

axel1964 am 29 Jan 2023 18:01:34

Hallo camper510,

Ich benutze meinen Liner als Basisstation und fahre die schönen Regionen zum besichtigen, entweder mit dem mitgebrachten Auto, Roller oder Fahrrad an. Dabei ist es vollkommen unerheblich ob ich frei, oder auf einem SP oder CP stehe, denn mit 370 Liter Frischwasser, respektive 260 Liter Abwasser, 1000 Ampere Lithium und einem grossen Fäkaltank ist das mindestens eine Woche gut möglich! Dabei bin ich bisher immer dahingekommen, wo ich hinwollte. Dabei geniesst man in einem Liner einen ähnlichen Luxus wie zuhause.
Bis vor einem Jahr besass ich einen 7,34 m Alkoven, der ja nun auch nicht grade klein war. Allerdings kann ich dir sagen, das der Unterschied zum N&B riesig ist und wir niemals mehr zurück zum alten Womo wollen. Ganz im Gegenteil, wir überlegen tatsächlich für eine lange Zeit ins Womo zu ziehen.
Deine Aussage, das du einen Liner noch nicht mal geschenkt nehmen würdest, nehme ich dir insofern nicht ab, da ich davon ausgehe, das du entweder noch nie in so einem Fahrzeug warst, respektive darin noch keinen Urlaub gemacht hast. Der Komfortgewinn ist riesig!!!

axel1964 am 29 Jan 2023 18:05:24

Achso, das mitgebrachte Auto ist ein Suzuki Ignis 4x4, uns würde allerdings auch ein Smart reichen!!

Camper510 am 29 Jan 2023 18:24:37

Lancelot hat geschrieben:Du willst nicht verstehen, oder ?

Nee, du verstehst nicht. Ich hätte zwar gerne so viel Geld, um mir einen Liner kaufen zu können, aber ich will keinen Liner haben.
Und mieten kann man sich nur Stangenware, aber kein so ein spezielles Auto und auch kein so spezielles MTB, was ich momentan habe.

pwglobe am 29 Jan 2023 18:25:47

Camper510

Wolfgang hat es doch auf den Punkt gebracht, für alles gibt es das passende Equipment.
Wir hatten in den unterschiedlichen Lebensphasen immer das für uns passende Wohnmobil.




Wenn es mal ein anderes Fahrzeug sein sollte haben wir es uns gemietet. Zum Beispiel eienn Mustang in USA oder den Hilux in Südafrika.

akany am 29 Jan 2023 19:18:36

Da ich niemanden in diesem Beitrag zitiere, richtet er sich auch an niemanden explizit…

Ich glaube, es gibt hier ein grundsätzliches Verständigungsproblem.

Wer, gemäss dem Titel, „alles verkauft um im Wohnmobil zu leben“, hat mit den touristischen Plänen und Hintergrundgedanken der Bedenkens-Äusserer einfach nix am Hut. Es geht nicht um EURE Urlaubspläne. Und drei Monate Überwintern Spanien haben mit dem Thema nix zu tun.

Was interessiert mich, wo DU glaubst, mit DEINEM Vehikel im URLAUB hin zu können, wenn ICH mich wohl fühle, mit MEINEM HEIM 395 Tage im Jahr aus freier Wahl rum zu tingeln, wo ich mag und arbeiten will von wo ich mag?
Nur weil DU glaubst, da sei was schief gelaufen bei den im Wohnmobil Lebenden, kann ich doch auch glauben, dass die Steigerung von „zwanghaft“ oder „Einzelhaft“ eben „wohnhaft“ sein kann?!

Was interessiert MICH, wieviel DU glaubst, auf dem Sparschwein haben zu müssen für DEINE Wehwehchen? Es sind DEINE Wehwehchen.

Nicht jeder mag jeden Abend die Gartenzwerge vor dem Reihenhausbungalow (um im Klischee zu bleiben) giessen. Nicht jeder bekommt gleich einen Herzkasperl, wenn ein Kratzer im Autochen ist. Nicht jeder mag 2x die Woche das Häkeldeckchen von Tante Bertha auf dem Fernseher zurechtrücken. Oups… seit LCD lieg das ja jetzt drunter. Aber der Gummibaum, der nimmt noch immer alles Licht in dem „Zimmer“, welches durch die Vorhänge eh schon nur noch im Schatten ist.
Dazu das tick-tack-tick-tack der geerbten Standuhr vom Onkel… die ja behütet werden muss… Familie blahblah… nuja, nicht jeder will eben all dem für sich selbst als wertlos empfunden Plunder DIENEN. Denn es ist nichts als DIENEN.
Denn nichts anderes wird gemacht von all den xxx-Verehrern.

Und die Sprüche mit alt, arm, krank… na und? Feuer an die Karre und gut ist! Wenn es vorbei ist, geht es nach Hause! Aber eben nicht in eine Bruchbude aus Stein.

Warum sollte MEIN in die Rentenkasse und Steuer eingezahltes Geld schlechter sein als DEINES oder das der anderen? Warum sollte ich, nur wegen der Wahl meiner Wohnung, plötzlich mich als assozial anpinkeln lassen müssen?
Nur weil „man“ nicht ins Weltbild der Herde passt, heisst das doch noch lange nicht, dass man zum Abschuss frei ist. WER gibt das Recht dazu, Leute die für sich, und nur für sich, einen mobilen Lebensstil ausgesucht haben, als Schmarotzer auf Kosten der Allgemeinheit zu beleidigen? Woher nimmst DU das Recht?

Das Thema heisst „alles verkaufen und im WoMo leben“. Es geht einfach nur um eine Wahl. Mein Haus hatte über 170qm, teuerste Gegend, über 5.000qm Land drumrum. Wer dort hin fuhr, machte es um zu glotzen. Glotzen, wie „man“ leben kann, hoch über der Stadt. Sabbern beim Befahren der Strassen. Gier und Neid.

WER bist Du, zu werten, was ich als nötig oder lebenswerter betrachte, wenn ich alles verkaufe und entscheide, dass ich lieber auf einem Boot lebe? Wer bist Du, wenn ich das in einem Wohnmobil machen will?
Wer bist DU, wenn ich entscheide, dass mein Ideal von Siechtum nicht in einem Altersheim ist?

WER bist DU, wenn ich entscheide, dass Geld nicht alles ist und ich Geld weder fressen kann noch will?

Nur weil Du ein paar Lebenskünstler mit Nullkommanichts in Kastenwägen beim Containern gesehen hast, glaubst Du, Du kannst Dir ein Urteil über ALLE anmassen? Glaubst Du, Du dürftest jetzt alle über einen Kamm scheren? Du glaubst Dich wirklich „reicher“? Was ist Reichtum???
Diese Leute haben möglicherweise eine immens höhere Wertschätzung für jeden Sonnenstrahl, für jedes Reiskorn, für jeden Ton, den die Welt ihnen bringt. Und DU willst ihnen Lektionen erteilen, zu sozialer Gefügigkeit?

Einige sollten sich hier schämen für ihre Urteile, für ihre Vorurteile.

Lasst die Leute LEBEN wie sie wollen. Und wenn Ihr das Glück habt, ihnen zu begegnen, sei es als Rom, Lebenskünstler, Sinti, Blogger, Nomade, Rentner oder tingelnder Programmierer, holt tief Luft. Öffnet die Augen. Versucht, WERTE zu verstehen. Sucht mal nach der Definition von ‚Kosmopolit‘.
Und wenn Ihr nicht versteht, verurteilt nicht. Denn vielleicht ist es einfach nur höher als Euer Verstand.

Niemand ist besser.

Leben und Leben lassen. DAS ist Gemeinschaft. DAS ist es wert. DAS macht den wahren Reichtum. DAS ist die Basis einer Welt ohne Streit.

Einfach den Anderen akzeptieren wie er ist.

biauwe am 29 Jan 2023 19:42:34

akany hat geschrieben:
Einfach den Anderen akzeptieren wie er ist.

Danke!

Kuschelteddy am 29 Jan 2023 20:04:30

akany hat geschrieben:
Einfach den Anderen akzeptieren wie er ist.

:top: :top:

launig am 29 Jan 2023 20:18:20

Akany Andreas, ich gehe sonst selten konform mit Deinen Beiträgen, aber für den hier möchte ich mich bedanken.
Besser kann man es nicht beschreiben !!! :top: :top: :zustimm:

Schade nur dass die von Dir angesprochenen das trotzdem nicht verstehen oder verstehen wollen. Einfach weil es außerhalb Ihres Horizontes und Ihrer Welt liegt.
.
Gruß Peter

Tinduck am 30 Jan 2023 09:33:20

launig hat geschrieben:Schade nur dass die von Dir angesprochenen das trotzdem nicht verstehen oder verstehen wollen. Einfach weil es außerhalb Ihres Horizontes und Ihrer Welt liegt.
.
Gruß Peter


Es geht nicht um verstehen, sondern um tolerieren. Dazu braucht man keinen weiten Horizont, sondern nur das richtige Mindset.

Darüber hinaus kann man durchaus auch leben und leben lassen, ohne den gleichen Lebensentwurf anzustreben. Passt halt nicht zu jedem.

bis denn,

Uwe

hampshire am 30 Jan 2023 09:45:18

Tinduck hat geschrieben:Es geht nicht um verstehen, sondern um tolerieren. Dazu braucht man keinen weiten Horizont, sondern nur das richtige Mindset.

Volle Zustimmung. :bindafür:

pwglobe am 30 Jan 2023 10:08:06

Hallo,
da wir mittelfristig vom Steinhaus ins Wohnmobil umziehen wollen setze ich mich damit intensiv auseinander und lese auch Berichte von, bzw. spreche mit, Leuten die diesen Schritt gegangen sind
Vorab, ich toleriere jedwede Art sein eigenes Leben zu gestalten, dazu muss ich es nicht verstehen und auch nicht für mich als die ideale Lebensweise ansehen. Was ich absolut nicht verstehen kann wenn man von Freiheit spricht und dann andere dafür bezahlen lässt.
Außerdem sollte es möglich sein, dass man auch Kritik an manchen Handlungen üben kann, ebenso bin ich offen für Kritik an meiner Meinung oder Lebensweise.
Meine persönliche Lebenserfahrung sagt mir, dass ich nicht ohne eine gewisse Absicherung den Schritt zum Umzug ins Wohnmobil machen möchte, darin sind meine Frau und ich uns absolut einig. Aus diesem Grund werden wir zwar unser aktuelles Wohnhaus unserem Sohn überschreiben und überlassen, aber eine Wohnung im ehemaligen Bauernhof unserer Familie einrichten, Meine Frau war vor zwei Jahren schwer krank, in so einem Fall möchten wir nicht nur auf das Wohnmobil angewiesen sein.
Uns geht es nicht darum nur den Winter in Spanien zu verbringen, schon gar nicht auf überfüllten Plätzen mit Grillabend und Bespaßung, sondern um das Reisen.
Warum ist es wiederum für manche „Aussteiger“ so schlimm wenn man dies alles aus einem sicheren Hafen heraus macht?
Warum muss man dazu in einen Kawa oder keines Fahrzeug ziehen?
Wenn so viel von Toleranz die Rede ist dann bitte auch in beide Richtungen

kamann am 30 Jan 2023 10:09:45

Hallo:
Auszeit im Womo geht scheinbar doch:
Es gab da Jahrelang die HP von Herbert und Anette: Leben im Womo von 2009 bis zu Beginn von Corona
Die HP dazu scheint es nicht mehr zu geben, die waren täglich online:
Motorhome-Travels.com - Wir sind ausgestiegen ... - Webwiki
Oder jetzt mal die Userseite der Kletterin hier im Forum studieren: z. ZT Grüße aus Uruqay......
So long. und wie sagt de Pälzer: immer weider Dischbediere :lol: :lol: :lol:

Camper510 am 30 Jan 2023 11:54:13

akany hat geschrieben:Da ich niemanden in diesem Beitrag zitiere, richtet er sich auch an niemanden explizit...

Vielen Dank für diese sehr ausführliche und zutreffende Richtigstellung.

Camper510 am 30 Jan 2023 12:05:28

pwglobe hat geschrieben:..Aus diesem Grund werden wir zwar unser aktuelles Wohnhaus unserem Sohn überschreiben und überlassen..

Und wenn deine Frau oder eventuell sogar du, wieder schwer erkrankt, aber die Kasse eine alternative Behandlung z.B. in den USA nicht bezahlen wollen, wäre es da nicht besser, wenn du das Haus verkauft hättest? Somit könntest du solch eine Behandlung bezahlen. Gehört das Haus aber deinem Sohn, kannst du es schlecht wieder zurückverlangen.

Tinduck am 30 Jan 2023 12:25:17

Camper510 hat geschrieben:Und wenn deine Frau oder eventuell sogar du, wieder schwer erkrankt, aber die Kasse eine alternative Behandlung z.B. in den USA nicht bezahlen wollen, wäre es da nicht besser, wenn du das Haus verkauft hättest? Somit könntest du solch eine Behandlung bezahlen. Gehört das Haus aber deinem Sohn, kannst du es schlecht wieder zurückverlangen.


Es könnte natürlich auch sein, dass der Sohn entführt wird und man eine Million Lösegeld braucht, da wäre es auch besser, wenn man das Haus vorher verkauft hätte. :)

Es hilft glaube ich nicht, jetzt mit der Lupe Szenarien zu suchen, bei denen die eine (alles verkaufen) oder die andere (Homebase behalten) Lösung besser dasteht. Das ist eher Gefühlssache als eine rationale Wahrscheinlichkeitsberechnung.

Ich persönlich schätze das Lebensrisiko MIT (pflegeunaufwändiger) Homebase geringer ein, weil man unterm Strich mehr Optionen hat und würde das deshalb so machen. Individuelle Entscheidung halt.

bis denn,

Uwe

pwglobe am 30 Jan 2023 12:45:31

Camper510 hat geschrieben:Und wenn deine Frau oder eventuell sogar du, wieder schwer erkrankt, aber die Kasse eine alternative Behandlung z.B. in den USA nicht bezahlen wollen, wäre es da nicht besser, wenn du das Haus verkauft hättest? Somit könntest du solch eine Behandlung bezahlen. Gehört das Haus aber deinem Sohn, kannst du es schlecht wieder zurückverlangen.


Ich werde mich nicht zwar näher zu unserer finanziellen Situation äußern, aber wir können, was dies betrifft, entspannt in die Zukunft blicken.
Leute die alles verkauft haben stehen da schlechter da.
Zu alternativen Heilungsmethoden habe ich meine eigene Meinung, meiner Frau konnte mit moderner Medizintechnik in Deutschland geholfen werden.
Bezahlt von der gesetzlichen Krankenkasse (TK).

hampshire am 30 Jan 2023 13:01:18

pwglobe hat geschrieben:Uns geht es nicht darum nur den Winter in Spanien zu verbringen, schon gar nicht auf überfüllten Plätzen mit Grillabend und Bespaßung, sondern um das Reisen.

Bei diesem Vorhaben wünsche ich Euch viel Lebensqualität.
Machen ist wie wollen, nur krasser!
Mit Problemen kann man umgehen wenn sie auftauchen. Es liest sich für mich, als hättest Du Vorkehrungen für einige Eventualfälle getroffen.

Camper510 hat geschrieben:Gehört das Haus aber deinem Sohn, kannst du es schlecht wieder zurückverlangen.

Na und? Die Beziehung untereinander ist uns ebenso unbekannt wie weitere Parameter der Vorkehrungen, finanzielle Polster und Lebensansprüche.
Das kann jeder sehr anders sehen.

Tinduck hat geschrieben:Ich persönlich schätze das Lebensrisiko MIT (pflegeunaufwändiger) Homebase geringer ein, weil man unterm Strich mehr Optionen hat und würde das deshalb so machen. Individuelle Entscheidung halt.

Ich sehe es noch einmal anders, ohne dass das "richtig" oder "falsch" ist: Ich bin ein Anhänger des selbstbestimmtem Lebens. Sobald meine Kinder stabil auf eigenen Füßen stehen ist die Lebensaufgabe erledigt und der Rest ist Zugabe. Zugabe finde ich prima und ich bin neugierig und unternehmungslustig. Für mich zählt die Qualität und nicht die Dauer der Zugabe. Wenn die Zugabe nicht gar nicht mehr gefallen will, behalte ich mir vor mich selbstbestimmt von den Lieben zu verabschieden und das Theater zu verlassen. In dieser Haltung habe ich mit meiner Frau keinen Dissenz. Das mag für manche schlimm, feige, egoistisch oder sonst wie klingen, mir nimmt das eine Menge Sorgen und ist ein bedeutender Teil meines Freiheitsgefühls.

huohler am 30 Jan 2023 13:23:34

pwglobe hat geschrieben:Uns geht es nicht darum nur den Winter in Spanien zu verbringen, schon gar nicht auf überfüllten Plätzen mit Grillabend und Bespaßung, sondern um das Reisen.

Da bin ich absolut bei dir.
Da wir nun schon öfters für 4-6 Wochen im Winter in Spanien waren haben wir viele Überwinterer und Dauer-Womo-Bewohner (aber nicht die, die Monatelang auf einem Platz stehen) kennengelernt. Da wir uns auch mit dem Gedanken tragen sobald möglich zumindest mehrere Monate am Stück unterwegs zu sein, fragen wir natürlich auch diejenigen, die das schon länger machen. Gefühlt 90% haben eine "Homebase". Wir haben auch welche kennengelernt die nur noch einen Briefkasten bei Verwandten haben. Die sind aber sehr selten und in der Regel relativ abgerockte Typen die sich keine Wohnung paralell zum Wohnmobil leisten können. Andere haben sich ein Stück Land gepachtet auf dem sie stehen und verdienen sich ein Zubrot indem sie noch andere dort stehen lassen. Der Typ mit Liner der kein Haus/Wohnung mehr in Deutschland hat aber weiterhin auf Achse ist, ist uns in 7 Jahren noch nie begegnet.

Was uns noch aufgefallen ist, und da komme ich auf das Zitat oben noch einmal zurück: Es gibt offensichtlich einen Zusammenhang zwischen der Dauer die man schon unterwegs ist und der Aufenthaltsdauer an einem Platz. Es gibt einige die seit 3-5 Monaten unterwegs sind und alle 3 Tage weiter fahren. Dann gibt es die, die schon seit 2 Jahren unterwegs sind. Die bleiben meist 1-2 Monate an einem Ort. Und dann gibt es die, die schon etliche Jahre in ihrem Wohnmobil leben. Die haben sich oft irgendwo häuslich eingerichtet und das Womo wird kaum noch bewegt.
Das ist eine Tatsache die wir so für uns festgestellt haben ohne es exakt begründen zu können. Aber diese Feststellung hat uns dazu veranlasst den Plan für 5-10 Jahre komplett ins Womo umzuziehen fallen zu lassen und stattdessen lieber 3x im Jahr für 3 Monate unterwegs zu sein. Und dann wirklich unterwegs sein und nicht 3 Monate an einem Platz.

Hubert

quax1968 am 30 Jan 2023 14:09:16

Was mir bei den Diskussionen einfach zu kurz kommt ist: Man kann doch sein Leben jederzeit wieder ändern, wenn es einem nicht mehr passt oder man sich anders entscheidet. Es ist doch kein Versagen, wenn man vom Steinhaus ins Womo und dann doch wieder ins Steinhaus zieht, weil man es sich anderes vorgestellt hat...

Im Gegenteil, solche Menschen reflektieren und tun das was sie für den Moment am besten finden. Manche gehen diesen Schritt gar nicht, wegen diversen Ängsten. Klar kann man immer Ängste haben: "Was machst Du wenn Du krank wirst..."
Aber solche Ängste halten dich auch irgendwie von dem ab, was Du evtl. gerne tun würdest. Und diejenige die hier auch immer Ihre Bedenken haben, haben sich zumindest schon auch mit dem Gedanken getragen, was wäre wenn. Sonst würden die ja hier nicht diskuttieren. Ganz uninteressiert sind diese Leute ja auch nicht. Oft ist es halt doch die Angst sein gewohntes Leben zu ändern.

In meinem Bekanntenkreis ist es oft Thema, sein Leben glücklicher zu gestalten und nicht mehr jeden Tag 8-10 Stunden seine Lebenszeit zu opfern. Mit Jobs die zwar gut Geld bringen aber schon lange nicht mehr zufriedenstellen. Weil es einfach keine Herausforderung mehr ist, wenn man 20 Jahre das Gleiche macht. Aber da herauszukommen, schafft kaum einer, weil es eben auch bequem ist und man sich vermeintlich sicher fühlt.

Kuhtreiber am 30 Jan 2023 15:34:40

Der Gedanke ist schön, ich wäre zu feige dafür. Wenn man jung ist, die entsprechende Kohle dafür hat, oder einen Beruf um unterwegs genügend zu verdienen, ist das Ganze schon sehr reizvoll. Bei YT hat ein junges Paar aufgelistet, was es durch Beiträge, Filme und Werbung, verdient. Sie haben um die 14000 Follower, also noch nicht so viele. Einkommen pro Jahr, Netto, €83000. Allerdings arbeiten sie dafür aber auch ca. 40 St. pro Woche.
Im Alter ist für mich Sicherheit wichtiger. Mit unserer Rente könnten wir es uns sicherlich leisten, aber wer schon mal in der Türkei Zahnschmerzen bekommen hat, oder in Italien ohne Verpflegung im Krankenhaus war, wird schon vorsichtiger. Aber jeder soll/kann das für sich entscheiden. Es gibt kein richtig oder falsch.

Tinduck am 30 Jan 2023 16:54:05

quax1968 hat geschrieben: Aber da herauszukommen, schafft kaum einer, weil es eben auch bequem ist und man sich vermeintlich sicher fühlt.


Ist dir schon mal der Gedanke gekommen, dass man da gar nicht unbedingt rauskommen muss? Das ist ja kein Zwang.

Im Moment wird sowas ja als das höchste Gut überhaupt gehandelt, bloss keine Zwänge und frei und glücklich sein. Das kleine Problem daran: wenn das alle machen, bricht unsere gesamte Gesellschaft zusammen, weil irgendwo ja nun auch die Kohle herkommen muss, um alles zu bezahlen, und diverse Jobs müssen auch einfach gemacht werden, selbst wenn sie nicht besonders erfüllend sind. Das geht meist nur nicht mit dem Laptop vom Strand aus.

Die eigene absolute Freiheit und Unabhängigkeit ist aus gesellschaftlicher Sicht nicht wirklich wünschenswert. Insofern wahrscheinlich ganz gut, dass nicht alle plötzlich beschliessen, dass sie sich selbst verwirklichen müssen. Wenn der freie und selbstständige Mensch dann mal ins Krankenhaus muss und da ist keiner mehr da, weil alle Vanlife machen - ist dann auch doof. Mal übersteigert gesagt.

Insofern ist es völlig unangemessen, mit gewonnener Freiheit aus der Perspektive des Dauerreisenden auf andere herabzublicken, weil die es 'nicht geschafft haben'. Vielmehr sollte man froh und dankbar für jeden einzelnen sein, der Zuhause geblieben ist...

bis denn,

Uwe

Camper510 am 30 Jan 2023 17:18:28

Tinduck hat geschrieben:Das kleine Problem daran: wenn das alle machen, bricht unsere gesamte Gesellschaft zusammen, weil irgendwo ja nun auch die Kohle herkommen muss, um alles zu bezahlen...

Mangels Geld kann es aber nicht jeder machen. Also entweder muss ich reich oder wie ich Rentner sein.
Und schon ist die Gefahr, dass die Gesellschaft zusammen bricht, gebannt.
Tinduck hat geschrieben:..Viel mehr sollte man froh und dankbar für jeden einzelnen sein, der Zuhause geblieben ist..

Was nutzen mir im Ausland die Ärzte, die in Deutschland geblieben sind?
Und sonst fällt mir da nur der Begriff German Angst ein.
In anderen Foren wurde ich schon gefragt, was ich mache, wenn mein Freizeitgefährt kaputt gefahren oder gestohlen wird? Da helfen Versicherungen und das angesparte Geld auf der Bank.

hampshire am 30 Jan 2023 17:26:07

Tinduck hat geschrieben:wenn das alle machen, bricht unsere gesamte Gesellschaft zusammen, weil irgendwo ja nun auch die Kohle herkommen muss, um alles zu bezahlen, und diverse Jobs müssen auch einfach gemacht werden, selbst wenn sie nicht besonders erfüllend sind.

Das trifft so ziemlich auf jedes Verhalten zu. Es gibt natürlich einen Unterschied in den Möglichkeiten und Neigungen.

Camper510 hat geschrieben:Mangels Geld kann es aber nicht jeder machen. Also entweder muss ich reich oder wie ich Rentner sein.

Ach das Geld wird hier überschätzt, es reicht davor keine Angst zu haben und einfach mit irgend einer Karre loszuziehen. Hippies haben es vor 50 Jahren schon so gemacht Irgendwas ergibt sich immer und was bleibt auch wenn die Reise ein unfreiwilliges Ende nimmt sind die Erfahrungen. Ich bin bei einem ähnlich blauäugigen Unterfangen mit Mitte 20 einmal völlig untergegangen. Die Zeit will ich nicht missen und heute liegt mir die Welt ganz anders zu Füßen und ich bin anspruchsvoller und damit auch unbeweglicher geworden.

Tinduck hat geschrieben:Die eigene absolute Freiheit und Unabhängigkeit ist aus gesellschaftlicher Sicht nicht wirklich wünschenswert.

Ich denke, dass hier der Begriff der "Freiheit" und "Unabhängigkeit" unklar ist. Menschen, die freu und unabhängig denken sind in einer Gesellschaft ausgesprochen wichtig. Davon kann es in einer demokratischen Gesellschaftsordnung nicht zu viele geben.
Wenn "Freiheit" und "Unabhängigkeit" so interpretiert werden, dass einen Geld von der Teilhabe und Mitgestaltung an der Gesellschaft freikaufen kann, dann bin ich genau bei Deinen Gedanken. Nur denke ich, dass das ein sehr kleinkariertes Freiheitsverständnis ist.

Tinduck hat geschrieben:Insofern ist es völlig unangemessen, mit gewonnener Freiheit aus der Perspektive des Dauerreisenden auf andere herabzublicken, weil die es 'nicht geschafft haben'.

Es sagt mehr über den "Herabblickenden" und dessen Maßstäbe aus als über den, der " herab erblickt" wird. Möge man von allen Seiten ruhig auf mich herabblicken, wir leben in einem Holzhaus mit nur einem Raum, Eingangswaschküche und Bad. In dem einen Raum wird gekocht, gegessen, geschlafen und "geselligt". Wir mögen das so. Und wenn nicht mehr, halten wir es ähnlich wie Quax1968 es in die Diskussion geworfen hat: Dann ändern wir etwas.

quax1968 am 30 Jan 2023 17:31:03

Wer redet von müssen? Ich rede davon, wenn man eigentlich keine Leidenschaft mehr für seinen Job hat, daran festhält. Ich verstehe ja, dass es bequem ist. Ich gehe auch oft den bequemen Weg. Ob es zufrieden macht, kann ja jeder für sich entscheiden. Ich weiß, dass es bei vielen eben nicht so ist.
Und es ist ein wenig arg realitätsfern, dass plötzlich alle Programmierer werden um Vanlife machen... Zum Einen allein schon deshalb, weil Menschen verschiedene Skills haben. Die einen können halt super handwerken, die anderen kochen, andere gehen in Ihren Pflegeberufen auf.
Das war schon immer so und wird sich in naher Zukunft sicher nicht ändern.
Aber das scheint für mich wieder so ein Argument zu sein um sich dann besser zu fühlen.

Ohne Menschen die Leidenschaften haben, hätten wir keinen Strom oder Glühbirne.

Verstehe mich nicht falsch. Mir ist schnurzegal, wer Vanlifer ist oder im Haus lebt oder was auch immer.

Tinduck am 30 Jan 2023 17:40:23

Camper510 hat geschrieben:... german Angst...


Was hat es mit 'german Angst' zu tun, das sich jede Gesellschaft nur einen unbestimmten, aber nicht unendlichen Anteil von Aussteigern leisten kann?

Du siehst das ziemlich eng aus deiner Warte. Und wenn du schon mal im Ausland auf medizinische Hilfe über einen verstauchten Knöchel hinaus angewiesen warst, solltest Du wissen, dass die meisten ernsthaft im Ausland erkrankenden Menschen ziemlich glücklich sind, wenn sie wieder in D sind - sonst bräuchte auch niemand Auslandskrankenversicherungen mit Rückholservice.

Aber darum gehts ja nicht. Was ich meinte, war: ohne die 'Zurückgelassenen' würde es gar keine 'Aussteiger' geben - schon gar keine Rentner. Du weisst schon, dass das kein Sparvertrag war bei der RV?

bis denn,

Uwe

Camper510 am 30 Jan 2023 17:41:46

huohler hat geschrieben:..Wir haben auch welche kennengelernt die nur noch einen Briefkasten bei Verwandten haben. Die sind aber sehr selten und in der Regel relativ abgerockte Typen die sich keine Wohnung parallel zum Wohnmobil leisten können..

Es zwingt dich doch keiner dazu, aber anstatt andere zu beleidigen, stehe lieber zu deiner German Angst bleibe daheim.
Ich bin nämlich kein abgerockter Typ, nur weil ich keine Wohnung mehr habe. Ich zahle aber lieber die gesparte Miete auf mein Bankkonto ein, als es dem Vermieter zu "schenken".
huohler hat geschrieben:..Es gibt offensichtlich einen Zusammenhang zwischen der Dauer, die man schon unterwegs ist und der Aufenthaltsdauer an einem Platz. Es gibt einige, die seit 3-5 Monaten unterwegs sind und alle 3 Tage weiter fahren usw. usw...

Nee, da gibt es auch noch andere Varianten. Ich mache da z.B. nix so von deinen aufgeführten Beispielen.
Ich bin schon seit mehreren Jahren unterwegs und überwintere auch schon mal 1 - 2 Monate am Stück im warmen Spanien, aber sonst bin ich unterwegs und ziehe alle 2 Tage oder spätestens nach 2 Wochen weiter.
Außerdem ist es doch völlig egal, was und wie es die anderen machen. Du alleine musst wissen, was du willst oder halt nicht willst und was du dich traust oder halt nicht traust.

Kuhtreiber am 30 Jan 2023 17:45:19

Camper510, wir haben es jetzt alle verstanden. German Angst...was du dich traust oder halt nicht traust...
Wir sind alle feige und du bist ein Held :lol: Jetzt zufrieden?

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