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Tour Spreewald, Lausitz, Elbsandsteingebirge 1, 2


Tipsel am 14 Apr 2008 18:11:09

Hab gerade bei der Planung unseres Urlaubs das Forum durchforstet und bin zu folgenden Zielen gekommen:

Bad Muskau
Findlingspark Nochten
Rhododendron-Park Kromlau

Schloss Dracula
Lehde, Leipe Lübbenau
Senftenberger See

Basteifels / Felsenburg
Festung Königsstein
Bad Schandau und Kirnitzschtal

Fällt jemandem noch was ganz wichtiges ein, das ich übersehen hab?

Wir sind allerding nur 10 Tage unterwegs 8)

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bluestar11 am 14 Apr 2008 18:17:59

In der Lausitz ist auch die Körperwelten Ausstellung. Ist allerdings nicht jedermanns Sache 8)
Ansonsten würde mir noch Tropical Island einfallen.

Tipsel am 14 Apr 2008 18:28:00

Danke, Tropical Island hab ich für Regenwetter notiert :D

Körperwelten ist nicht wirklich unser Ding, genau wie Museen. Bei uns ist Urlaubsstimmung angesagt :wink:

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Gast am 14 Apr 2008 19:22:41

Moin Moin Tipsel
Da werden noch ein paar ziele :
1. Saurierpark in Klein Welka
2. Lausitzring in Senftenberg
3.Semperoper in Dresden
4.Dresdener Zwinger
5. Elbsandstein-Gebirge usw........
6.Blaues Wunder in Dresden

Die Niederlausitz ist wunderschön

Gast am 14 Apr 2008 21:31:17

Karl May Museum in Radebeul (Pflichtveranstaltung)
Lübbenau Spreewald viel Zeit mit nehmen
Schiffshebewerk Nieder Finow
Potsdamm Schloß sancoussie
Potsdammer Platz Berlin City

Ausderasche am 14 Apr 2008 21:53:05

Radeberg.

Haben letztes Jahr in der sogenannten Brauerei-Gaststätte gefragt, ob wir auf dem Parkplatz übernachten dürften.

Wir durften!

Und dann?

Radeberger + gutes Essen + nette Gaststätte!


Frank

Tipsel am 14 Apr 2008 21:56:57

Vielen Dank fürs Schiffshebewerk, ich wusste, da war noch was :knuddel:

Die anderen Ziele haben wir bei einer früheren Tour durch Thüringen, Erzgebirge usw. schon gesehen. Berlin und Dresden haben wir auch schon abgehandelt.


Lübbenau ist Schwerpunkt, und dort fangen wir wohl auch an mit der Tour.

Fendt-Fahrer am 14 Apr 2008 22:13:13

Respekt.
Für 10 Tage Urlaub ein solches Programm. Wann seid Ihr den am oder im Womo zum Urlaub genießen oder kann man einen Preis gewinnen wenn man in dieser kurzen Zeit zu vielen Zielen hetzt?

Nicht falsch verstehn, aber.....

aus Bayern

Kai P. am 14 Apr 2008 22:17:08

Von Bad Schandau aus sind es nur wenige Fahr-Minuten bis Hresnko in Tschechien und von dort kann man prima zum Prebischtor (--> Link) wandern.
Das Wohnmobil kann während der Wandertour auf dem während der Saison bewachten Parkplatz stehen.

Tipsel am 14 Apr 2008 22:25:02

Nöö, wir sind da ganz entspannt. Machen wir schon immer so.
Wer uns kennt, weiß dass wir morgens immer ausschlafen :D

Dann gehts gemütlich weiter, und wo es uns gefällt, bleiben wir.
Und was wir nicht schaffen, bleibt fürs nächste Mal. Meist reichen 1-2 Stunden für ein Ziel, denn Museen usw. sind ja nicht dabei, und bei Spaziergängen durch einen Park kann man auch prima relaxen.

Ab 17:00 lassen wir den Tag auf einem Stellplatz ausklingen.... und ansonsten sind ja alles kurze Strecken zu fahren, die man ebenfalls genießen kann.

Rumsitzen und warten bis der Tag rum geht ist nicht unser Ziel, das machen wir an den Wochenenden 8) und am Urlaubsende beim Pfingsttreffen :D

Tipsel am 14 Apr 2008 22:31:11

Hab gerade nachgezählt, wir haben ja 14 Tage Urlaub (ohne das Pfingsttreffen) Da können wir sogar auch mal einen zweiten Tag auf einem Platz bleiben :D

Fendt-Fahrer am 14 Apr 2008 22:37:03

Na dann einen schönen Urlaub

Gast am 14 Apr 2008 23:33:17

@Christel

in 10 Tagen wollt ihr das alles schaffen ? oder nur streifen ?
oder ist es nur notiert, dass man sich dann das Beste rauspieckt ? das lelztere nehme ich mal stark an.

schöne Ziele, also rechne mal nur Festung Königstein inkl, Besichtigung und mal einen Kaffee trinken ist ein Tagesprogramm.

nun ich weiss ja nicht wie ihr das wirklich macht Christel,

aber ich kenn einen der fährt in 10 Tagen 4000-5000km und sagt dann, wo er überall war.

Also das wäre mir nix, weil da sieht man ja nix, dann könnte ich mir gleich ein Flugzeug kaufen. *lach

aber jedem so wie er mag, das ist ja die Freiheit die wir lieben :!: :wink:

Tipsel am 14 Apr 2008 23:54:08

Hallo Marry,

die Ziele liegen alle ganz dicht beisammen :D

Und Königstein haben wir schonmal gestreift :wink:

Wir empfinden solche Fahrten, ohne viele Kilometer zu schrubben, einfach nur schön. Ich hätte tagelang durch Ortschaften mit verschieferten Häusern fahren können, eines schöner als das andere.

Da siehts schon anders aus, wenn man 5Terre, Ligurien, Toskana, Emilia Romagna, und noch 3 Badetage bei Rimini in der gleichen Zeit macht. Auf dem Rückweg noch schnell einen Tag am Gardasee. Schee wars.
Wir sind keine Urlauber, die irgendwo bleiben und relaxen, deshalb haben wir ein Womo.
Uns macht es z.B. Spaß, durch eine herrliche Gegend zu fahren, und zu bleiben, wo es uns gefällt. Wenn dann noch etwas interessantes anzugucken ist unterwegs, umso besser.

Lediglich Weihnachten/Neujahr bleiben wir mehrere Tage an einem Platz. Da ist Erholung angesagt.

Aber wenn wir den Spreewald wirklich richtig kennenlernen wollten, müssten wir schon dort hinziehen. Genauso wie bei den anderen Zielen. Wir werden sehen, wieviel Zeit wir brauchen, und wie intensiv wir uns die einzelnen Sachen angucken werden. Wir planen ja auch nicht wirklich die Tour, sondern ich schreib mir die interessanten Sachen auf, dann sehen wir weiter.

Mit Burgen und Schlössern sind wir nach 2 Stunden meistens schon fertig, obwohl wir dort noch einen Cappu trinken. Klar, könnte ich nen ganzen Tag in alten Gemäuern herumtappen, aber uns reicht meist ein Rundgang, bei dem wir alles auf uns wirken lassen.
Die Geschichte muss ich nicht wirklich von einem Führer erzählt bekommen, da interessiert mich eher das Bauwerk an sich. Den Rest kann ich zuhause recherchieren, bzw. tu ich grad jetzt schon.

Gast am 15 Apr 2008 00:54:06

Christel,

ihr macht es schon richtig, aber Spreewald, der lohnt im Sommer erst wirklich, weil dort die tollen Kahnümzüge sind, besonders schön in Leipe
und dort ist es ncoh nicht so überlaufen.
ich werde mal einen Satz Bilder irgendwie veröffentlichen

Im Tropical Island, ja kann man wirklich auch am Regentag nutzen, aber auch dort wurde der Eintritt verändert. Achtung der Geräuschpegel ist drinn anders als normal, Kopfschmerzen könnten einsetzen.

Ich wünsche wunderbares Wetter ... und tolle Aus- u. Einblicke im Elbsandsteingebirge.

Gute Nacht :wink:

McLouis-Frank am 15 Apr 2008 18:49:15

Macht in Bautzen mal Station, da gibt´s auch einen schönen Stellplatz unterhalb der Burgmauer, also ein Katzensprung bis in die Geschichte der Altstadt, beuht mal die schönen Altstadtkneipen und macht eine Stadtbesichtigung. Von da sind es nur reichlich 15 km bis zum tschechischen Grenzübergang in Sohland, gleich hinter der Grenze (1Km) gibt´s einen Taxfree-Shop und jede Menge Tankstellen mit Sparpotential.
Von da bis ins Zittauer Gebirge sind es auch nur noch 25 km.
Schaut´s euch einfach an, die Oberlaußitz ist bestimmt eine Reise wert, und das sage ich nicht nur, weil ich da seit reichlich 52 Jahren, wenn wir nicht grad mit unserem Wohnmobil unterwegs sind, mein Leben genieße.
Ciao, und viele ,
Frank.

Tipsel am 15 Apr 2008 18:55:42

Hi Frank,

in Bautzen war wir schonmal kurz, sind aber weiter gefahren, weil uns der Stellplatz garnicht gefallen hat. Wenns passt, werden wir allerdings nochmal eine Stadtbesichtigung machen, denn letztes Jahr war da irgendwie Trubel wegen eines Festes.

tigercat am 15 Apr 2008 20:17:18

Hallo Tipsel!

Wir waren letzten Herbst in der Region.
Stolpen mit seiner Burgruine sind auch sehenswert.
Wir waren noch in Hohnstein und haben dort eine schöne Wanderung entlang eines Baches durch den Nationalpark gemacht, um nach kurzem Aufstieg irgendwann auf dem "Balkon" der sächsischen Schweiz anzukommen. Die Aussicht ist grandios. Infos gab es bei der Touristinformation. Leider kann man in Hohnstein nur tagsüber mit dem Womo parken, nachts soll der CP benutzt werden.

Viele
tigercat

Fibi am 15 Apr 2008 20:34:22

Hallo, Tipsel

standen vor ca. 5-6 Jahren in Leipe bei Familie Jedro-Pension Hubertus-
Kleiner Stellplatz -4-8 Plätze- mitten im Wald am Wasser .

Wiese, Strom und Grillplatz ,meine auch kl.Gebäude mit einf.Dusche und
Toilette. Sehr nette Leute!

Tel.03542/2684 o.43564

Ist schon etwas her-hoffe die Daten stimmen noch :)

Lg Fibi

Es gab keine Straßenbezeichnung, auf der alten Visitenkarte steht nur
03226 Leipe Nr.33

Tipsel am 15 Apr 2008 20:57:10

Danke, notiert

Tipsel am 14 Mai 2008 13:37:51

Wir sind wieder zurück und ich fang mal an, mein Reisetagebuch hier einzustellen.

Hier waren wir:

Oberhof (im Schnelldurchgang)
Jena
Leipzig
Torgau
Luckau
Lübbenau, Museumsdorf Lehde, Leipe
Lübben
Schloss Dracula - leider inzwischen geschlossen
Tropical Island ( mit 25 € p.P. zu teuer, und nicht mal nen Cappu gabs im Eingangsbereich)
Slawenburg Raddusch
Straußenfarm Kasel-Golzig
Cottbus, Park und Schloss Branitz
Kromlau Rhododendron-Park
Bad Muskau, Fürst Pückler-Park, Polenmarkt, Waldeisenbahn
Findlingspark Nochten 
und Braunkohle-Tagebau Nochten
Bautzen
Burg und Stadt Stolpen
Basteifelsen
Festung Königstein
Naumburg (Dom leider nicht von innen, weil mit 9 € pP mit Fotoapparat zu teuer)
Bad Frankhausen mit schiefem Turm
Kyffhäuserdenkmal

Tipsel am 14 Mai 2008 13:48:10

Urlaub im Land des Ampelmännchens



Kurz nach der Wende, und auch vor einigen Jahren nochmal, waren wir im Vogtland, Thüringen und im Erzgebirge. Damals hatte ich von PCs keine Ahnung, also existieren lediglich Videos davon. Auch das Elbsandsteingebirge haben wir schon besucht und einige andere Gegenden im Schnelldurchgang gesehen. Diesmal soll der Spreewald und die Lausitz unser Ziel sein. Mal sehen, wo wir landen.

Nachdem ich noch schnell beim Händler war und das Scharnier der Heckgaragentür ausgewechselt wurde, hol ich Peter um 12:00 ab und los gehts - erst mal ca. 500 m bis zum nächsten Waldweg

Dort gibts das mitgebrachte Kantinenessen, Grillschinken mit Kartoffelsalat. "Lecker" verkneif ich mir, denn der Zweck heiligt die Mittel, und dann gehts wirklich los. Problemlos kommen wir an Schlüchtern vorbei und fahren über Gersfeld durch die Rhön Richtung Bad Neustadt und dann auf der A71 gen Norden. Den Thüringer Wald hab ich mir eigentlich ganz anders vorgestellt. Irgendwie siehts nach Voralpenland aus und es ist kaum zu glauben, dass sich die Landschaft kaum 3 Stunden von zuhause weg so verändert. Hier müssen wir nochmal her, aber ohne Autobahn, um die Landschaft zu genießen. Die Autobahn führt über viele Talbrücken durch eine hügelige Landschaft mit herrlicher Fernsicht


bis sie hier vor Oberhof in einer Röhre verschwindet. Vor dem nächsten Tunnel fahren wir aber schon ab,


um an der von Bernd empfohlenen Bratwurstbude die erste Thüringer zu testen. Superlecker, prima gewürzt, und natürlich vom Holzkohlegrill. Wenn wir wüssten, wo es diese Dinger zu kaufen gibt, würd ich glatt das Gefrierfach leer machen, um zu bunkern.



Der Stellplatz in Oberhof hat uns allerdings weniger begeistert und hier wollen wir auf keinen Fall bleiben. Es ist bitterkalt und düster, der Himmel zieht sich gerade zu, und Schneereste liegen auch noch rum. Also gehts weiter über gelbe Sträßchen zur A4. Und hier fahren wir natürlich gleich in den Stau, und deshalb an der nächsten Ausfahrt hinter Erfurt wieder ab, um wiederum über gelbe Sträßchen nach Jena zu fahren.




Nun stehen wir hier links neben der Straße auf dem Campingplatz unter dem Jenzig, der entgegen der Angaben im Bordatlas keine Stellplätze vor der Schranke hat, und es auch sowas niemals gab, obwohl ADAC und pm dafür geworben haben. Naja, egal, hier bleiben wir, denn für heute reichts uns, und 15 € sind fürn CP inkl. Strom mehr als o.k.

Für 8,80 € (Gruppentageskarte, weils mit Brunos Kindertarif sonst noch teurer geworden wäre) fahren wir mit der Tram in die Stadt. Der Turm des Centers "neue Mitte Jena" überragt alles und von jeder Straße aus kann man ihn sehen.





Und so sieht die neue Mitte von innen aus, also ein normales Einkaufszentrum mit vielen Cappuccinoecken.

Tipsel am 14 Mai 2008 13:57:32





Aber es gibt auch nette Eckchen. Und alle paar Meter stolpert man über eine Fressbude, und die ganze Bandbreite von Döner bis Thai inkl. Sushi wird abgedeckt.



Die von Vorwerk fand ich besonders gelungen. Fleischer-Imbiss vom Staubsaugerfritzen mit Backfisch im Angebot.

Nun noch ein Besuch in der Goethe-Galerie



und danach eilen wir im plötzlich einsetzenden Regen zur Straßenbahn.

Wieder daheim gibts Westernpfanne und Abendprogramm, wobei der Fernseher trotz dicker Wolken einwandfrei funktioniert. Wozu hab ich gestern eine neue Sat-Anlage gekauft? Wir lassen sie erst mal im Koffer, und verwenden den komischen Quickstecker nicht mehr, denn evtl. war das der Übeltäter.

CKgroupie am 14 Mai 2008 17:59:34

Oh schön, Tipsel, der Bericht fängt vielversprechend an! Freu' mich auf mehr :)!

Shiva am 14 Mai 2008 18:00:24

Schöner Bericht, bin gespannt wie´s weiter geht.

Also den "Vorwerk-Fleischer-Imbiss" hab ich noch garnicht so wie du wahr genommen , obwohl ich da öfters daran vorbei gehe :D :D :D :D wahrscheinlich aber gerade deshalb .
( Aber die beiden haben nichts miteinader zu tun, Vorwerk hat nur seine Werbung darüber, damit jeder weiß in diesem Haus kann auch Staubsaugerbeutel bekommen)

Und wenn du wiedermal in Thüringen bist, die Thüringer Bratwürste gibt es hier in jedem Fleischergeschäft, schmecken überall bischen anders ( wegen der verschiedenen Geheimrezepte) aber immer gut .

Chris_62 am 14 Mai 2008 20:47:33

Hallo Tipsel ,

fängt ja guuuut an :) !

Die A71 sind wir von Ziegelroda nach Rothenburg o d T glaub auch gefahren , teilweise ganz alleine auf der Strasse !

Ein Tunnel war sogar 7 Km !

Freu mich auf mehr :wink: !

Tipsel am 14 Mai 2008 21:13:19

Ich mach mal weiter:

Samstag, 26.4. (2. Tag)

Strahlender Sonnenschein empfängt uns heute, und gegen 10:30 sind wir auf dem Weg nach Leipzig. "Herzlich willkommen im Land der Frühaufsteher" steht irgendwo an der Autobahn. Keine Ahnung, was das soll. Wir können ja schließlich nix dazu, dass wir bis 9:00 gepennt haben.

In Leipzig finden wir einen Parkplatz direkt vorm Standesamt, und gerade fährt ein nettes Paar zur Absegnung der gleichgeschlechtlichen Beziehung in einem noch netteren Gefährt vor. Stilvoll in puschelpink.



Jetzt gehts durch den Peterbogen in die Stadt,



und Nomen est Omen, mein Peter wird hier unterm Bogen zur Arbeitslosensituation in Leipzig befragt und erscheint am Montag mit Bild in der Leipziger Tageszeitung. Gut, dass uns hier niemand kennt.






Die Thomaskirche erweist sich als recht schmuckloses Gotteshaus, aber ich durfte die Probe des Thomanerchores miterleben. Naja, ich steh nicht wirklich drauf, aber scheinbar ists gut, denn alle Besucher hören andächtig zu. Zwischenzeitlich verdient sich mein Peter zwei Euro, indem er draußen die Mitglieder einer Touri-Gruppe einzeln und in der Gruppe gemeinsam vor der Bach-Statue knipst.

Wieder peinlich, denn nebenan sitzt ein junger Mann (gut angezogener Bettelstudent) an der Kirchentür, der vergeblich um milde Gaben bittet.



Heute ist in Leipzig Brotmarkt, und da es bereits Mittag ist, besorgt uns Peter zwei Fettbemmen für das gerade verdiente Geld. Vielleicht sollten wir die neu entdeckte Marktlücke überdenken.





Noch ein Stadtrundgang, und dann müssen wir uns die



Mädlerpassage und



das neue Rathaus noch angucken.



Und noch ein Regierungsgebäude, bei dem wir erst zuhause nachlesen müssen, was es ist. Beeindruckende riesige Gebäude und eine faszinierende Stadt, im Gegensatz zu Jena. Die Außenbezirke sind aber ähnlich, also erst der breite Schrebergartengürtel und danach sozialer Wohnungsbau. Obwohl Lobeda bei Jena als zusätzliche Abschreckung noch vor dem Schrebergartengürtel kommt.

Von Leipzig aus fahren wir nun über die Bundesstraße 87 Richtung Lübbenau, denn wir wollen ja von der Gegend etwas mehr sehen. Durch brettebene Felder und niedrige Wäldchen, also fast Heidelandschaft, gehts teilweise kurvenreich und auch wieder mal vierspurig nach Torgau an der Elbe.



Blick auf Torgau mit dem Doppelkopfdenkmal vor der Brückenkopfkaserne aus (Gefängnis, oder auch Straf- und so genanntes "Konzentrationslager für die Truppe" aus alten Zeiten). Bilder von dort verkneif ich mir, weil ich meine Urlaubsstimmung behalten will.

Weiter gehts durch immer feuchter werdende Wiesen und kleine Dörfer nach Luckau. Der Stellplatz ist einsam und die historische Altstadt ebenfalls, aber schön. Wir sind die einzigen Touristen hier.


Absolut tote Hose hier, und auf dem Stellplatz auch.



Am Stellplatzcafe genießen wir noch einen Cappu in der Sonne, dann nehmen wir die letzten 20 km unter die Räder und landen auf dem Schloss-Campingplatz in Lübbenau.

Angekommen. Alles passt. Herrlich, Urlaub. Bilder vom Platz mach ich morgen.

Jetzt müssen wir uns natürlich auch gleich die Kanäle angucken






und am Schloss vorbei gehts in die Stadt, denn Peter braucht dringend seine erste Spreewald-Saure-Gurke



und am Kahnhafen übermannt uns der Hunger und Peter bestellt Eisbeinsülze mit Bratkartoffeln, bei mir gibts Finsel, also Grützwurst mit Sauerkraut, das ist Blutwurst ohne Haut, wie bei uns beim Schlachtessen die "schwarz Brüh". Lecker.

Dazu Babbenbier, Köstritzer und Spreewaldbitter in der Frühlingssonne. Urlaub pur für 25 €. (Nur mal so zur Info)
Eine Braut beim Junggesellinnenabschied muss uns ein Liedchen flöten, denn ihr wurde auferlegt, so für die Brautschuhe zu sammeln, während die Freundinnen am Rand der Kneipe stehen und sich totlachen, weil sie niemals zuvor eine Flöte in der Hand hatte. Lusdisch, die Idee merk ich mir für Julia. Ihr ists dann bestimmt genauso peinlich. Noch ne Weile hörten wir das Flöten in weiter Entfernung. Das hat bestimmt für tolle Schuhe gereicht. Klasse. Wir haben früher ein halbes Leben lang Pfennige gesammelt. So ändern sich die Zeiten.

Jetzt wirds Zeit fürn Heimweg.

Den Abend wollen wir eigentlich vorm Womo beschließen, denn es ist herrliches Wetter. Aber hier hat der Wirt die Rechnung ohne die Gäste gemacht, das Sprichwort lautet eigentlich umgekehrt... jedenfalls wollen alle Spreewaldschnaken sich an uns laben. Böse Sache. Ab ins Womo und schnell alle Fliegengitter zu. Die Glotze funktioniert euch heute wieder einwandfrei, also Mistquickstecker.
Unsere Nachbarn sitzen jetzt, nachdem ich mit meinem lahmen altersschwachen Läppi in mühevoller Kleinarbeit die Bilder klein gemacht habe und den Bericht reingekloppt hab, also um 23:50, immernoch draußen bei den Schnaken. Sind wir Warmduscher? Haben wir das falsche Mückenmittel? Oder sind die anderen zu besoffen, um noch was zu merken? Fragen über Fragen.

Irgendwer im --> Link hat mich auf das Mückenproblem (ich bin sicher er hat dabei hämisch gegrinst) hingewiesen, und großkotzig hab ich geantwortet, dass diese Viehcher im April noch schlafen. Ich sag nix mehr, denn ich hab mich geirrt. Die hocken seit November irgendwo im Gebüsch, freuen sich über die Erderwärmung, und stürzen sich auf alles, was pulsierendes Blut in den Adern hat. Sogar Autan geht denen am Stachel vorbei.

mgfcux am 15 Mai 2008 05:44:46

Hallo Tipsel,

wir haben uns immer auf diesem kleinen Stellplatz sehr wohl gefühlt (8 Plätze):

Zerkwitz / Lübbenau, Sreewald. Privater Autocamping Käppler

Unbedingt vorher telefonisch anmelden.

...schöne von der Nordseeküste

mgfcux

Tipsel am 18 Mai 2008 13:11:20

Diesen Platz haben wir auch angesehen, war uns allerdings zu weit außerhalb.

Ich mach mal mit meinem Tagebuch weiter:

Sonntag, 27.4.08

Strahlend blauer Himmel, herrlich warm, Urlaub.
Und als wir endlich aus den Federn kommen, sind rundherum schon alle abgereist. Deren Wochenende scheint zu Ende zu sein, während unser Urlaub ja rein rechnerisch morgen erst anfängt.

Wir wissen zwar noch immer nicht, wie teuer der Platz hier ist, aber es ist uns egal, denn hier passt einfach alles und wir bleiben hier. Heute machen wir uns erst mal zu Fuß auf den Weg nach Lehde. Durch einen Waldweg gehts vorbei an feuchten Wiesen und Wasserlöchern



im strahlenden Sonnenschein. Das ist Urlaub im Spreewald. Auf der Wiese steht ein Storch, während dahinter ein Reh vorbeispaziert. Leider war ich zu langsam mit meiner Knipse, aber in Lehde auf dem Feuerwehrhaus haben wir den Storch wieder getroffen. Wenn man genau hinguckt, sieht man ihn oben rausgucken, den Schnabel nach rechts.
Lehde ist ein typisches Spreewalddorf,





mit schilfbedeckten Häusern. Im Sommer treten sich bestimmt die Touris hier gegenseitig auf die Füße.



Vor dem Freilandmuseum gibts Keramik zu kaufen, aber wir verkneifens uns, denn sowas hab ich haufenweise im Keller. Peter isst nun für heute seine erste Saure Gurke, dann besuchen wir das Museumsdorf.



Das Dreigenerationenbett wär nicht so unser Ding. Die waren wohl recht schmerzfrei damals. Keine Ahnung, wann und wo die Leute den Inhalt für die Kinderbettchen gemacht haben. Aber das Bettzeug der Eltern (rotkariert) ist dichter beisammen als das der Großeltern





Weiter gehts durchs Dorf, bzw. die einzelnen Häuser, und hier hat Bruno Schiss vor den ausgestellten Viehchern. Nun gehts wieder zurück auf dem Campingplatz, nachdem Peter seine zweite und dritte Gurke des Tages verputzt hat.
Bruno wird jetzt im Womo eingesperrt, denn gleich machen wir eine Kahnfahrt.
Aber zuerst brauchen wir im Kahnhafen ne Fettbemme, die hier allerdings Stulle heißt.



So kommt Peter zu seiner vierten Gurke, und dann heißt es: alles einsteigen, ich sitz schon drin.



Die zweistündige Fahrt kostet 8,50 € p.P., und der Preis ist o.k. Hier passieren wir das Ortseinfahrtsschild von Lehde.





Da wohnt der Postkahn, und unterwegs gibts immer wieder mal einen Stand mit Spreewalderzeugnissen. Bei Bedarf bremst der Gondolieri den Kahn. Die tiefste Stelle ist wohl nur 1,50 m, und sonst kommt er mit seinem Paddel gerade mal knappe 60-70 cm rein.



Es ist eine schöne Fahrt, denn unser Gondolieri hat eine Stimmbandentzündung und verzichtet deshalb auf großartige Erklärungen. Wenn nun die junge Berlinerin auf der zweiten Sitzbank ebenfalls sowas gehabt hätte, wäre die Ruhe in der Natur perfekt gewesen. Aber sie schwallt ohne Punkt und Komma ihre hier getroffene Freundin, die derzeit in München lebt, mit ihrer Vergangenheit zu.

In der warmen Sonne durch die Wasserstraßen geschaukelt werden hat schon was. In Venedig haben wir für für 20 Minuten ein Vielfaches bezahlt.

Ab und zu mal einen Erpel oder den Kopf einer Wasserschlange beobachten.... schee
(nur die plappernde Göre (23) da vorne hätte ich im Sumpf versenken können, und als ich es so vor mich hin dachte, sprach unser Gegenüber es aus: mit so ner Tochter biste echt gestraft)




Wieder zurück am Kahnhafen hab ich mir ein Stück Räucherwelsfilet gegönnt, Peter ein Räucherforellenbrötchen und vorher noch ne Saure Gurke (Nr. 6 oder 7, denn bei der Kahnfahrtspause hat er nochmal 2 verputzt)

Nun haben wir Bruno aus dem Womo befreit und machen uns - dick eingesprüht - auf den Weg zum Paddelbootverleih beim Campingplatz zum Abendessen.



Röstl mit Zwiebeln und Spreewaldmeerrettich. Schmegge musses - auch wenn die Garnitur nur aus Salatgurke besteht, und nicht sauer ist. Aber der frische Meerrettich hat es in sich. Zwiebelrostbraten mit Meerrettich hab noch nie gegessen und mich erst mal geschüttelt, und nachher den Schweiß abgewischt.

Übrigens haben wir inklusive 3 Flaschen Bier 16 € (ja, in Worten: sechzehn) bezahlt, und wir wären gern noch ein wenig dort sitzen geblieben, aber leider haben uns die Spreewaldmücken dermaßen nervös gemacht, dass wir nach dem Essen schnell wieder ins Wohnmobil verschwunden sind. Trotz angeblich bestem Mückenmittel gegen die Spreewaldbiester (vom Campingladen für 5.- €uro) haben wir wieder einige Stiche eingefangen, und die Plagegeister sind einfach nervig. Eine Angestellte vom CP hat heute gemeint, dass ja noch gar keine Mücken da wären. Wie schlimm muss es hier erst im Sommer sein.

Auch heute funzt unsre Sat-Anlage einwandfrei, wieder ohne Quick-Stecker, der Abend ist gerettet.

Chris_62 am 23 Mai 2008 18:46:23

Christel ,

wann gehts weiter :wink: ?

Montag , 28.4.2008

:pfeif: ich bin gar nicht ungeduldig.......... :D

Tipsel am 24 Mai 2008 08:23:52

Dachte, dass es eh niemand liest 8)

Montag, 28.4.08

Heute müssen wir Bier kaufen, und machen uns nach dem Frühstück mit Leergut im Rucksack auf den Weg ins Städtchen. Kurz hinter der Brücke liegt rechts ein Kahn, ein alter aus Holz. Und als ich gerade überlege, ob dieser wohl in die andere Richtung, also in die freie Natur fährt, erfahren wir es. Und ruckzuck sitzen wir ganz vorn drin, und dann gehts los.




Bruno versucht erst mal ins Wasser zu kommen, kapiert aber dann, dass wir dagegen sind, und gibt auf. Nun folgt eine fast 3stündige Tour durch Ruhe, Natur und Einsamkeit. Und da wir ganz vorn sitzen, haben wir das Gefühl, dass wir ganz alleine hier unterwegs sind.





Mario erzählt in seiner witzigen Art die Geschichte des Spreewaldes, der Wenden und der Sorben, und hält dann seine Klappe, damit wir im Sonnenschein eine herrliche Kahnfahrt genießen können. So einen Fährmann wünscht man sich, denn er geht auf seine Gäste ein, beantwortet alle Fragen, ist witzig bis ironisch, also alles passt. Er fragt sogar, ob er zuviel redet, denn dies ist in dieser Saison erst seine dritte Fahrt und er sei halt noch recht euphorisch.





Unterwegs müssen wir durch zwei Schleusen, um jeweils knappe 50 cm zu überwinden, wobei die zweite die interessantere ist.
Auch wenns nur wenig Höhenunterschied ist, sieht man das Wasser mit Gewalt hereinsprudeln, wenn das Tor langsam hochgekurbelt wird.

Keine Ahnung, wo in dieser Wildnis die Schleusenwärter herkommen, aber sie waren da. Hier gibts nämlich rundum wirklich nichts als Natur. Wir haben allerdings mitbekommen, dass sich jeder Fährmann telefonisch irgendwo abmeldet und vielleicht so auch die Schleusenwärter informiert werden.

Ansonsten gibts keine Gurkenstände oder Kneipen in der Wildnis, und wir sind der einzige Kahn hier. So habe ich mir eine Spreewaldfahrt vorgestellt. In diese Gegend verirren sich nicht mal die Paddler, bzw. nur hartgesottene, also 2 haben wir an einer Kreuzung gesehen und Mario fragte sie, wo sie denn her kommen, weil ihm sonst nie jemand hier begegnet.




Ab und zu sehen wir eine Ringelnatter vorbeischwimmen, einige Nutrias (wenn man genau hinguckt, sieht man hier zwei Exemplare), eine Menge Greifvögel und kleine bunte Vögelchen, u.a. einen Eistaucher, der angeblich in einer Höhle in der Uferböschung wohnt. Aber da muss ich zuhause mal gugeln, ob uns Mario nicht etwa einen Bären aufgebunden hat.

Achso, fast hätte ichs vergessen: als ein wenig Wind aufkommt, hören wir plötzlich Holz splittern, und schon kracht ein gewaltiger Baum um. Jetzt ist uns klar, warum so viele Bäume im Uferbereich abgeholzt sind. Auch ein Naturschutzgebiet muss gepflegt werden, damit die Wasserwege relativ gefahrlos benutzt werden können.

Jedenfalls raten wir jedem, eine solche Natur-Tour mitzumachen, und lieber ein wenig suchen, bis man Mario Weber findet, anstatt sich entlang der Gurkenstände quasi als Kaffeefahrt zur Kneipe schippern zu lassen. Klar, war gestern die Tour schön, aber mit der Erfahrung von heute hätten wir auf die gestrige Tour verzichten können. Die Fahrt hat übrigens 50 Cent mehr als gestern gekostet, wobei jeder Fahrgast tatsächlich auf 10 € aufgerundet hat.

Aber jetzt brauchen wir Bier und wollen uns außerdem Lübbenau angucken.





Viel zu sehen gibts nicht. Nur der Brunnen vor der Kirche hat was, weils Blechkerle sind.
Im kleinen Markt neben dem kleinen Hafen füllen wir unseren Rucksack und zurück auf dem Campingplatz genießen wir den restlichen Tag in der Sonne, bis wir abends wieder vor den Mücken flüchten. Zum Abendessen gibts Spreewaldsauerkraut und Kasseler, und hinterher Big Brother mit wieder einwandfrei funktionierender Sat-Anlage. Heute muss ich die Gurken nicht zählen, denn wir haben ein Plastikeimerchen mit sauren Gurken gekauft.

Chris_62 am 24 Mai 2008 08:40:45

Also der Spreewald ist echt wunderschööööön :) !

Wer nervlich angeschlagen ist , kann sich dort sicher sehr gut erholen !

Wir fanden Leipe schon einsam , aber Ihr hattet noch mehr!


Jetzt weiss ich garnicht wieviel Gurken Peter verspeisst hat :D :?:

Bin gespannt wie es am 29. weitergeht :wink:

Schönes Wochenende (hier regnets !) !!!

Tipsel am 24 Mai 2008 08:51:24

Dienstag, 29.4.08

Heute wollen wir zum Schloss Dracula nach Schenkendorf bei Königswusterhausen. Über die A13 gehts flott 70 km bis zur Ausfahrt Mittenwalde, kurz vor Berlin, und in Schenkendorf finden wir gleich ein großes Plakat mit dem Hinweis aufs Schloss und auch den dazugehörigen Parkplatz.





Leider ist das Tor verschlossen, denn wie uns eine Anwohnerin erzählt, sind sich die Erben uneinig und das Anwesen verkommt. Der Weg war also umsonst. Nun fahren wir wieder zurück nach Lübben, aber diesmal über die B 179. Sie führt durch eine weite Heidelandschaft mit kleinen Dörfern quer durch den Acker. Sehr schön, Friede-Freude-Eierkuchen-Gegend. Dann wird die das Land immer feuchter, links und rechts der Straße sind kleine Seen, und viel Weideland bzw. auch wieder nasse Wiesen, also Spreewaldgebiet. In Leibsch biegen wir ab Richtung Krausnik, und über eine üble schmale Straße gehts holprig durch altes Militärgelände, in dem die überall herumstehenden Kasernen zu kleinen Steinchen verschreddert werden, zum berühmten Tropical Island. Es ist die größte tropische Freizeitwelt in Europa und befindet sich in der ehemaligen Cargolifter-Werfthalle, der größten freitragenden Halle der Welt. Irgendwie begegnen uns hier in der Gegend immer wieder die Begriffe "größtes, längstes, schiefstes oder tiefstes der Welt".







Baden wollen wir nicht, aber angucken wollen wirs schon.

Das Monstrum leg ich ab unter: Dinge, die die Welt nicht braucht. 25 € Eintritt sind ganz schön viel. Der Besuch der großen Rutsche kostet nochmal extra.
Außerdem liegt das Monster in einer wenig attraktiven Gegend



und die Leute aus dem Umland kommen mit Sicherheit nicht zur Erholung hierher, obwohl die Schöpfer viele Fahrradständer für diese Leute eingeplant haben. Die Berliner kommen bestimmt auch nur jeder einmal. Nun gut, Wissenslücke gefüllt, wir habens gesehen, und fahren lieber in einen Center-Park, wenn wir sowas mal dringend brauchen, was ich nicht hoffe.
Wir fahren weiter zum nächsten Ziel auf meinem Zettel, zur Straußenfarm nach Kasel-Golzig, nördlich von Luckau.



Prima, Dienstag Ruhetag. Heute haben wir echt ins Klo gegriffen. Wir suchen nun den Weg über weiße kleine Sträßchen nach Lübben, denn das wollen wir auch noch sehen. Aber wahrscheinlich sind wir von der romantischen Gegend ums Schloss Lübbenau herum verwöhnt, denn die Stadt ist recht groß, viel Verkehr, sagt uns garnix, obwohl der Stadtkern ganz nett restauriert ist, aber für unser Empfinden nicht lebt





Ein Stück der Stadtmauer und das Nachtwächterquartier.

Damit wir nicht ganz umsonst in der Gegend herumfahren, gehts nun nach Raddusch, zur Slawenburg, ein wenig Kultur tanken.



4,50 € Eintritt, und nicht wie im Prospekt 3 €, aber egal, wir wollen rein.

In der beeindruckenden Doppelmauer, also dem Ring, der die Burg darstellt, und in dem wohl damals die Leute gehaust haben, denn der Innenhof ist leer, ist ein Museum untergebracht, das die Geschichte erklärt. Im Schnelldurchgang bringen wirs hinter uns, denn alte Scherben sind nicht unser Ding, wohl aber dieses imponierende Bauwerk an sich.


Es wurde originalgetreu nachgebaut und besteht aus einer Konstruktion von Baumstämmen, längs und quer, die mit Lehm verschmiert wurden. Bei der Rekonstruktion wurde allerdings zusätzlich innen Beton verbaut, sonst wäre wohl auch das sehr moderne, mit LCD-Bildschirmen bestückte Museum im Zwischenraum der Doppelmauer nicht möglich gewesen.





Ich überwinde sogar meine Höhenangst, denn mit Treppen aus Gitterrosten, bei denen man bis ganz nach unten gucken kann, hab ich ein wenig Probleme. Aber ich habs getan und bin oben auf dem Kranz der Burg einmal rundherum gegangen.



Die Gucklöcher sind alle beschildert, wobei die Archäologen unser Frankfurt Richtung Hannover angesiedelt haben. Ist wohl ne andere Baustelle, und für andere Wissenschaftler.

Nächstes Ziel und gedachter Übernachtungsplatz ist das Spreewaldinseldorf Leipe. Wir fahren also über Raddusch über eine schmale Straße, die an der Seite tief gefurchte Sandseitenstreifen hat, durch eine herrliche Spreewaldgegend zum Spreewaldhof Leipe. Bei jedem entgegenkommenden Fahrzeug muss Peter seitlich in den Sandstreifen, der teilweise 30-50 cm tief ausgefahrene Löcher hat. Anstrengend. Aber das Dorf Leipe ist wunderschön in der Natur gelegen, die Häuser ein wenig abseits der Straße, überall Wassergräben und schwarze Baumstämme mit maigrünen Blättern bestimmen das Bild. Romantisch. Der Spreewaldhof ist der letzte Hof im Ort und sehr einladend.

Leider habe ich keine Bilder gemacht, aber echt sehenswert.

Mist, leider wieder mal Pech gehabt, denn hier leben zwei große freilaufende Hunde, die sich über jeden tierischen Gast noch tierischer und außerdem laut bellend freuen und auf ihn zu stürmen. Hier würde unser Spätabendgassi problematisch werden. Und auch jetzt müssten wir unsern Rüpel für den Rest des Tages im Womo einsperren. Nix für uns und unsern Bruno, der sein Heim verteidigt, aber schönes Fleckchen Erde, direkt am Wasser, und diesen Platz können wir jedem empfehlen, der keinen Bruno dabei hat.

Der Stellplatz am Fährhafen Leipe wäre nun unser Ausweichplatz gewesen, aber er ist eher öde, trist und einsam, durch Hecken irgendwie abgeschottet. Weiter gehts nach Vetschau-Naundorf, zum Stellplatz beim Gasthaus Storchennest. Und nun ratet mal.... Heute Ruhetag! Außerdem kein wirklicher Stellplatz, sonder ein kleiner schiefer Parkplatz für 3-4 PKWs. Aber wir können nun sagen, dass die Strecke über Vetschau für die Anfahrt zu dem schönen Dörfchen Leipe einfach die bessere ist, als über Raddusch, denn hier ist es eine normale Straße.

Inzwischen sind wir leicht genervt und auch etwas enttäuscht, haben aber keine Lust, nochmal für teure 25 € auf dem CP in Lübbenau zu schlafen, denn morgen wollen wir ja weiter und brauchen die Annehmlichkeiten eines Campingplatzes nicht. Am Bahnhof Lübbenau gibts aber einen Stellplatz, und für 3 € laut Bordatlas schlafen wir gern eine Nacht ohne Strom und mit der Bahn und der Bundesstraße.



Als wir ankommen denken wir: klasse, der Platz hat sogar Strom, und ist nicht geschottert, wie im Bordatlas beschrieben, sondern bretteben und frisch gepflastert, und eine V+E gibt es auch. Nachdem die Antenne stimmt und ich den Spreewald-Spargel auf dem Herd habe, geht Peter mit unsrer Münzsammlung zum Automat. Überraschung! Stolze 10 € kostet der Platz inzwischen. Heut ist wohl nicht wirklich unser Tag, und wir trösten uns bei einer Flasche Rotkäppchen und Hasseröder.

Tipsel am 24 Mai 2008 11:28:57

Mittwoch, 30.4.08

Heute haben wir früh ausgeschlafen - die Bundesstraße ist halt deutlich zu hören - und sind pünktlich um 9:00 auf dem Weg nach Kasel-Golzig zu den Straußen.
Hier bekommt Bruno als erstes gezeigt, wer das Sagen hat. Nachdem ein Strauß ihn angefaucht hat, bringen wir unser am Boden kriechendes Nervenbündel ins Auto zurück. Nun können wir in Ruhe die Straußenfarm genießen. Hier leben die Tiere in einer Art Familienverband in einzelnen Gehegen zusammen, allerdings herrscht hier Vielweiberei, wie auf dem Hühnerhof.

Die so gezüchteten jungen Strauße werden geschlachtet, bevor sie ein Jahr alt sind, sonst wird das Fleisch zu trocken.

Zu sehen sind zu dieser Jahreszeit nur die Zuchttiere, von denen die Hennen alle zwei Tage ein Ei legen, das dem Inhalt von 30 Hühnereiern entspricht.





Der Hahn ist prächtig schwarz-weiß, und der leuchtend rote Schnabel und die roten Beine zeigen, dass er paarungswillig ist. Ja, so sind die Kerle. Die Hennen sind eher farblos und unscheinbar. Und gefährlich sind nicht die Schnäbel der neugierigen Vögel, die gern mal nach einer Brille oder dem Fotoapparat picken, sondern die kräftigen Beine. Der Strauß hat daher in der freien Wildbahn keine natürlichen Feinde, denn ein einziger gezielter Tritt, und Ruhe ist.



Während wir nach der Besichtigung vor dem Farmhaus einen Cappuccino genießen wollen, legt sich plötzlich eine Henne hin, legt den langen Hals auf den Boden und klappert mit dem Schnabel. Sieht aus, als wäre sie schlimm krank und würde gleich abkratzen. Schnell eilt ihr Gatte herbei und kümmert sich liebvoll um sie.



Schnabelklappern, Grunzen, Fauchen, Stöhnen, die Hälse werden hin und her geschleudert, und nach wenigen Minuten ist die Henne wieder gesund und der Hahn trabt davon,



während sich die Dame erst noch die Federn zurechtschüttelt.

Nachdem wir zufällig live einen Teil der Straußenzucht miterleben durften, bekommen wir nun einen Film über den Rest gezeigt. Und da die Eier nicht alle ausgebrütet werden, gibts im Laden natürlich jede Menge Eier, Schalenteile und sonstige Souvenirs zu kaufen. Die fotografierten sind allerdings bestimmt irgendwo in Fernost gefertigt.



Die Sonne-Mond-und-Sterne-Lampe hätte mich schon gereizt, der Preis allerdings weniger. Ein Straußenei hab ich schon zuhause, also entscheide ich mich für einen Staubwedel, der für mich allerdings die Funktion eines Dauerblumenstraußes hat. So amortisieren sich nach kurzen Zeit auch die Kosten.
Achso, fast vergessen, die Kosten: Eintritt 2,50 €


Nicht zu vergessen ist, dass die Straußenfarm auch für die lieben Kleinen etwas zu bieten hat, denn es gibt Ponys, Waschbären, Mini-Hängebauchschweine und auch einen Streichelzoo.



Nach diesem entspannenden Vormittag machen wir uns auf den Weg nach Cottbus. Nach einer Stadtrundfahrt gehen wir ein Stündchen im Branitz-Park spazieren. Hier ist Fürst Pückler gestorben und liegt auch dort, also zäumen wir bei unsrer Tour das Pferd von hinten auf, denn erst morgen sehen wir uns seine Geburtstadt und seinen Park in Bad Muskau an.










Unser nächstes Ziel ist der Rhododendron-Park in Kromlau, aber wie wir schon befürchtet haben, ists in diesem Jahr noch zu früh, denn es blühen erst wenige Sorten, und den Fußmarsch durch den weitläufigen Park können wir uns sparen. Allerdings können wir uns schon vorstellen, welche Pracht hier in einigen Tagen zu erwarten ist, denn die Büsche sind riesig und säumen als Hecke Wege und Bachläufe. Schade. Letztes Jahr war Anfang Mai die Blüte schon vorbei. Soviel zur Klimakatastrophe.


Bad Muskau ist nun erst mal unsere Endstation für die nächsten 2 Tage, denn wir wollen das Weltkulturerbe, den Fürst-Pückler-Park, erwandern.



Der Stellplatz liegt am Rand des oberen Parks, kostet inkl. Dusche, WC und Strom 10 €, und der nette Betreiber gibt uns Tipps für den Einkauf auf dem Polenmarkt.
Also machen wir uns auch gleich auf die Socken, bzw. über die Neiße-Brücke ins Nachbarland,





ins Raucherparadies. Übrigens gibts hier außer günstigem Spargel auch Nutrias zu kaufen, das Stück für 9 €. Wir bleiben aber beim Spargel. Vielleicht kauf ich mir so eine Ratte kurz vor der Weiterfahrt, wenn mein Kühlfach leer ist.

Nun noch ein kleiner Rundgang durch Bad Muskau,





bei dem wir, wie überall in den Grenzstädten schon erlebt, krasse Gegensätze entdecken. Jetzt reichts für heute, denn wir sind beide platt, also so platt, dass uns nicht mal mehr das Hexenfeuer und die Musik der Veranstaltung aus dem Womo locken kann. Eine Hexennacht mitzuerleben, war schon immer mein Traum, aber heute geht garnix mehr. Und normalerweise hab ich gern eine Geräuschkulisse, aber grad nervt mich sogar das Bumm-Bumm und ich möcht den Musikern am liebsten die Bässe abdrehen. Egal. Jetzt ists kurz vor Mitternacht, ein Fläschchen Sekt später, und draußen ist Ruhe. Urlaub

Tipsel am 24 Mai 2008 11:40:27

Donnerstag, 1.5.08

Heute ist Männertag, so heißt der Vatertag hier, und es regnet. Demnach lassen wirs langsam angehen und Peter darf ausschlafen. Gegen 11:00 wird das Wetter besser und ich weck meinen Peter mit einem nassen Männertagszweig, und wir (also ich) beschließen nach Nochten zum Findlingspark zu fahren.

Die Fahrt geht durch die schöne Muskauer Heide, die man leider nicht wirklich richtig ansehen kann, denn es ist militärischer Sicherheitsbereich, und neben der Straße sind entweder Wälle oder Verbotsschilder. Vorher kommen wir am noch qualmenden gewaltigen Aschehaufens des lauten gestrigen Hexenfeuers vorbei, und nach ca. 20 km Betonplattenholperstraße sind wir da. Mit 8 € sind wir dabei und Bruno darf sogar mit rein.
3000 Findlinge, die während der letzten Eiszeit von Skandinavien bis in die Lausitz gewandert sind, und beim Braunkohletagebau freigelegt wurden, sind hier in eine herrliche Steingartenlandschaft eingefügt. Ich brauch wohl weiter nix zu schreiben, denn die Bilder sprechen für sich.















Zum Abschluss gibts noch ne Wurscht und ne Cola, zu sehr zivilen Preisen, denn die Cola hat 50 Cent gekostet, und dann gehts weiter zum Nochtener Braunkohle Tagebau.



Vom Aussichtsturm aus kann man das riesige Gelände sehen, aus dessen tiefster Stelle die Braunkohle abgebaut und direkt ins Kraftwerk befördert wird. Leider hatte ich Gegenlicht und die Bilder sind schlecht, aber hoffentlich erkennbar. Die wirklichen Ausmaße der Grube kann man mit Bildern aber sowieso nicht vermitteln, sowas muss man gesehen haben. Es ist gigantisch, und ich kann mir vorstellen, dass selbst nach Aufschüttung des Randes der am Ende verbleibenden Grube dort aufgrund der toten Erde die nächste Zeit nix mehr wächst.

Ein netter Mensch erklärt mir die einzelnen Schritte des Abbaus mit den einzelnen Großgeräten, dem Transport zum Kraftwerk, bis hin zum wiederzuschütten.





Links der bereits zugeschüttete Bereich, rechts am äußeren Rand der stufenweise Abbau bis runter zur Braunkohle in der Mitte.



Jetzt ist der Fürst-Pückler-Park Muskau dran.

Irgendwie wollen aber gerade die Bilder nicht mehr. Also gehts später weiter. [/img]

Gast am 24 Mai 2008 11:50:02

Hi Christel
Euer Bericht und die Bilder sind einsame Spitze, danke !

Herrlich so vom Spreewald kommt von mir auch noch etwas zu berichten auch wenn es nur vom letzten Jahr war.

Der Eintritt im Tropical Island, war früher mal gestaffelt, so dass man mal auch für wenig Geld "nur gucken konnte" das finde ich jetzt auch unheimlich zu teuer, wenn die für nur Gucker auch 25 EUR nehmen, deshalb sind wir letztens nicht reingegangen und Lottes und Brunos dürfen sowieso gar nicht rein. :?
Nur wenige km weiter, ich schrieb über den SP ist es wesentlich besser und dort fängt der Spreewald an mit seinen Kanälen.

--> Link

aber mein Link ist hier im Forum wohl untergegangen !

Tipsel am 24 Mai 2008 12:53:52

Hi Marry,

deinen Stellplatztipps Krausnick hatte ich mir aufgeschrieben. Aber es war noch zu früh am Tag um schon Feierabend zu machen, deshalb sind wir weitergefahren.

Tipsel am 24 Mai 2008 13:08:24

Jetzt gehts mit Bad Muskau weiter.



Das alte Schloss



Das neue Schloss



vorn renoviert, aber der Rest sieht schlimm aus.




Dies scheint Fürst Pückler zu sein, der gerade geputzt wird.




Die Doppelbrücke über die Neiße zum polnischen Teil des Parks






Und hier muss ich zuhause nachlesen, was diese Auswüchse bedeuten. Sie scheinen aus den Wurzeln eines Baumes herauszuwachsen und haben alle irgendwie Gesichter. Seltsam und unheimlich.

Nach einem kurzen Abstecher nach Polen zum Kippen kaufen (man darf p.P. täglich eine Stange holen, und mit der Stellplatzrechnung kann man dem plötzlich unterwegs auftauchenden Zoll nachweisen, dass alles seine Ordnung hat), fahren wir zurück auf den Stellplatz und lassen unsere qualmenden Füße bei einem Cappu vor dem Womo ein wenig ausruhen

Der Tag ist aber noch nicht zu Ende, und wir machen noch einen Spaziergang durch den hiesigen Teil des Parks, in der Hoffnung, die 600mm-Schmalspurbahn zu sehen, die hier seit 1895 in Betrieb ist.





Und wir haben Glück, sie kommt gerade. Allerdings heute nur mit der Diesellok.

Auch heute war wieder ein interessanter Tag, den wir anfangs vor und später im Womo ausklingen lassen.

Beduin am 24 Mai 2008 15:07:34

Dachte, dass es eh niemand liest


TzTzTz wie kannst du nur.
Bin sogar fast täglich auf deine Hp, bis vor 3 Tagen um zu sehen wie es weiter ging, dachte du bist zu krank o knatschig um weiter zu machen.

Toll wie immer :)

Gibts irgendwo die möglichkeit deine Bilder auch in gross zu sehen?
Die vom Park der Findlingsteine und die von der Kohle

Tipsel am 24 Mai 2008 15:42:10

Ich war tatsächlich zeitweise zu angeschlagen, um mich an den PC zu setzen. Und liegend mit hochgestrecktem Bein Läppi bedienen.... :roll: :ooo:

Die großen Bilder gibts, muss ich bei Gelegenheit ins Medion-Album packen.

Tipsel am 24 Mai 2008 15:51:34

Freitag, 2.5.08

Abfahrt bei herrlichem Wetter nach Bautzen.





Die Einfahrt zum Stellplatz unterhalb der Stadtmauer ist recht eng, aber im Gegensatz zu 2006 sieht er heute recht einladend aus, fast romantisch. Liegt wohl am herrlichen Wetter.
Heute soll es aber noch Gewitter geben, deshalb starten wir gleich zur Stadtbesichtigung.


Weg zur Stadt


Michaeliskirche


Weg zum Wendischen Kirchhof


Rathaus


der schiefe Reichenturm


die Ortenburg

Entweder war hier in Bautzen gerade ein Wettbewerb für bizarre Frisuren, oder es gibt eine Friseurschule, und die Stadtjugend stellt sich als Versuchskaninchen zur Verfügung. Teilweise hatten die Teenager bis zu 5 schrille Farben und genausoviele unterschiedliche Haarlängen abstehend auf dem Kopf. Dabei dachte ich schon, dass in Frankfurt ne Menge seltsame Geschöpfe herumlaufen, aber hier ists noch krasser.

Wieder zurück auf dem Platz genießen wir in der Sonne unseren Cappu, halten noch ein Schwätzchen mit den Nachbarn, und verkriechen uns ganz schnell ins Womo, als das Wetter umschlägt.



Und weil mir der Käsesalat schwer im Magen liegt, gibts einen Verteiler. Diesen haben wir als Spezialität aus dem Erzgebirge gekauft, und wenn mir mal einer zu hart ist, wills schon was heißen. Aber er ist gesund... und der Zweck heiligt die Mittel und da muss ich durch :D

Tipsel am 24 Mai 2008 16:09:50

Samstag, 3.5.08

Nun ist die erste Urlaubswoche rum, und wir haben unseren Rhythmus gefunden, werden also schon vor 9:00 wach.

Das Wetter ist wieder gut und wir starten Richtung Stolpen. Den Stellplatz am Burghotel finden wir erst beim 3. Anlauf,





wobei wir in die engen Gassen des Städtchens geraten, und mitten übern Marktplatz müssen, auf dem seit dem 1. Mai das Maibaumeln stattfindet.




Nun stehen wir hier oben mit unverbaubarem Blick über die sächsische Schweiz.


Bis zur Burg hoch sinds nur wenige Meter, und für 8 € dürfen wir rein.









Auf dem Marktplatz stärken wir uns anschließend bei einer Bratwurst und Bier und werden dabei von Gauklern unterhalten.





Nun gehts bergauf wieder auf den Stellplatz zurück und sind umzingelt. 43 Mopeds stehen um uns rum.



Aus allen Ecken Deutschlands haben sich Mitglieder des Rotary-Clubs zu einer Ausfahrt getroffen, und machen gerade eine Burgführung mit.



Ein kurzes sattes Tuckern, dann sind sie alle wieder weg.

Julia ist gerade in Stuttgart beim Spiel VfB : Eintracht.
Peter hält zu den Stuttgartern, sitzt mit der VfB-Kappe hier und Julia im Eintrachtblock meldet per Handy live die Tore. Noch weiß er nicht, wer gewonnen hat, sondern hat nur die Tor-Schreie gehört. Und noch denkt er, dass die Frankfurter gesiegt haben, denn er sieht ja nicht, was ich hier tippe. :D

Anne42 am 24 Mai 2008 16:20:00

hallo Christel,
vielen Dank für den schönen Bericht. Hab bei den Berichten über das Pfingsttreffen von deinem Unglück gelesen. Wie geht es dir denn? Kannst du schon wieder einwenig durch die Gegend humpeln, oder mußt du noch liegen. Ich w[nsche dir vor allen Dingen gute Besserung!

Helga

Tipsel am 24 Mai 2008 16:28:30

Leider kann ich nicht humpeln, weil beide Beine lädiert sind. Außerdem hab ich Liegegips und muss hochlagern. Für ne Stunde kann ich aber schon an den PC :D

Sonntag, 4.5.08

Herrlicher Sonnenaufgang, der Nebel steigt aus den Tälern, einfach traumhaft.



Gegen 11:00 brechen wir auf, und sind kurz drauf schon auf dem Parkplatz der Bastei. Der obere Parkplatz ist besetzt - dort passen 90 PKWs drauf, und erst wenn einer wegfährt, darf der nächste hoch.

Also parken wir unten und fahren die 3 km mit dem Bastei-Panorama-Express.







Auf den Aussichtsplattformen herrscht ordentlich Gedränge, aber mit ein wenig Geduld kommt jeder mal nach vorne und kann den Blick auf die gigantischen Felsen und auf die Elbe genießen.



Beeindruckend sind auch die ?, die sich nicht nur am dafür vorgesehenen Kletterfelsen austoben, sondern auch überall im Gelände.



Über die Basteibrücke kann man auf befestigten Stegen noch weiter in die Felsen vordringen, und an der dortigen Aussichtsplattform angekommen, muss man 1,50 € berappen. Nixigibtsi, muss nicht sein, denn auch hier ist die Aussicht nicht anders.

Durch den maigrünen Wald gehen wir nun zum Steintisch, an dem Augustus ? sich vor der Jagd gestärkt hat. Wir stärken uns allerdings im dortigen Biergarten.



Dann gehts weiter durch den Wald weiter zur Straße, und mit dem Pendelbus wieder runter zum Parkplatz.



Jetzt fahren wir nach Königstein. Die Straße ist nicht besonders gut, teilweise 13-16% Gefälle, aber dann haben wirs geschafft und müssen wieder auf einen P+R Parktplatz.



Von hier fahren wir mit der Bimmelbahn zur Festung. Im Eintrittspreis von 6 € ist eine Fahrt mit dem gläsernen Aufzug inbegriffen. Aber das soll Peter ruhig alleine machen, ich fahr lieber mit dem Aufzug im inneren des Berges hoch.











Den Rückweg machen wir zu Fuß, und dann brauchen wir dringend was zwischen die Kiemen. Currywurscht, nicht gut aber der Hunger treibts rein.


Als Übernachtungsplatz haben wir uns Heidenau ausgesucht, und stauen uns mit allen Sonntagsausflüglern langsam nach dort durch. Erst jetzt merken wir, dass wir ganz schön platt sind, denn insgeheim hatte ich gedacht, dass wir noch bis Meißen kommen, da uns der dortige Stellplatz empfohlen wurde. Aber hier ists auch ganz nett, wenn man sich die Fabrikgebäude wegdenkt.





Erst mal ein Bierchen zur Entspannung, dann gibts Spaghetti Arrabiata und Gurkensalat. Und als ich gerade die letzten Bilder verkleinert hab, musste ich feststellen, dass mein Bearbeitungsprogramm eine falsche Grundeinstellung hat und deshalb die vorherigen 200 Bilder alle verpixelt sind. Jetzt bleiben sie aber so, ich hab die Schnauze voll, und trink mir ein Gutenachtbierchen.

Tipsel am 25 Mai 2008 11:34:22

Montag, 5.5.08

Nachdem Bruno bei Beginn der Frühschicht der angrenzenden Fabrik Alarm geschlagen hat, haben wir krampfhaft versucht, wieder einzuschlafen. Kurz drauf fing es an zu regnen, also nochmal weiterschlafen. Gegen 9:00 hab ich nach dem Wetter geguckt, und gedacht, dass wir es wagen können, den Tag zu begrüßen. Peter hat im Imbiss vorn Brötchen geholt, und dann machen wir uns auf den Weg nach Naumburg.

Und ab heute, also am Ende unsrer Rundreise durchs Land des Ampelmännchens, gibt es keine verpixelten Bilder mehr. Kurz unterhalb von Leipzig sind wir auf der Hinfahrt aus Jena kommend schon mal gefahren. Also der Ampelmännchenkreis ist geschlossen. Und die Ampelmännchen gibts ab hier nun leider auch nicht mehr.



Zwischendrin überlegten wir kurz, ob wir mal schnell unsern Admin in Querfurt überfallen sollen, aber rücksichtvoll, wie man uns kennt, haben wirs gelassen, denn Dirk braucht vor dem Pfingsttreffen noch ein wenig Ruhe, denk ich.

Der Stellplatz in Naumburg liegt am Ende des Altstadtparkplatzes, und wir haben den vorletzten der insgesamt 6 Stromanschlüsse erwischt. Nun gehts in die Stadt. Nette und schön renovierte Altstadt.





Den Dom haben wir auch gleich gefunden und laufen einmal drum herum. Er ist ohne Weitwinkel zu groß und passt nicht aufs Bild.



Aber die Ernüchterung kommt, als ich dort rein will. Der Eintritt ins Gotteshaus wird mir verwehrt, bzw. ich soll Eintritt bezahlen. Hallo, ich bin katholisch, wo sind wir? Keine Zuflucht für die Armen?
4 € wollen die von mir und für meinen Fotoapparat noch mal 5 €. Das wären 18 Mark für einen kurzen Blick ins innere der Kirche. Sowas hab ich noch nie erlebt. Ich will weder einen Turm besteigen noch eine Führung mitmachen. Ich will lediglich die Kreuzworträtsel-Uta sehen. Ich könnt grad platzen.
"Der Groschen im Klingelbeutel klingt, die Seele in den Himmel springt". Das kenn ich ja, Aber Abzocke vor der Tür geht mir gegen meine Natur.

Oder ist der Dom inzwischen gar kein Gotteshaus mehr, sondern ein Museum. Dürfen dann die Glocken denn noch läuten?

Lieber geb ich die Flocken für nen kurzen Blick ins Internet (leichte Entzugserscheinung hab ich schon) und eine Cola aus, und Peter trinkt nen Eiskaffee und nimmt ein Stück Kirschkuchen im Kanzleicafe. Insgesamt haben wir 6,20 € bezahlt, also weniger als der Kreuzworträtsel-Uta-Besuch gekostet hätte. Und dann gehen wir auf den Stellplatz zurück,



gucken aber kurz vorher noch mal beim Nietzsche vorbei. Peitsche hatte er keine, aber ein nettes Mädel stand neben ihm. Das Haus seiner Mama haben wir auch angeguckt, es ist eher unspektakulär. Daheim trinken wir noch einen Cappu, Urlaub genießen, und plötzlich sehen wir ein Womo mit Forumsaufkleber kommen. Seltenes Ereignis, wenn man sich nicht gerade im Chat verabredet hat. Also nix wie raus und winken - aber heftig mit beiden Armen - denn wenn die rechte Hand versehentlich gestreckt bleibt, wird man ja inzwischen verhaftet, wie wir gerade im Radio gehört haben.

Der ankommende Wohnmobilist wirkt leicht verunsichert, weil ich ihn quasi anhalte und frage, wer er ist. Es ist Avena. Und natürlich hat er mich nicht gleich erkannt, denn unser Aufkleber ist ja auf dem Womo und (leider) nicht auf meiner Stirn.

- dieses "leider" hat mein Peter beim Gegenlesen reingeschmuggelt und ich überlege noch, was er damit meint. Nein, ich lass mir das Logo nicht auf die Glatze tätowieren -



Beweisfoto fürs zufällige Treffen mit Avena-Peter

Den Abend verbringen wir gemeinsam zwischen den Womos, und irgendwann kurz vor Mitternacht erfahren wir die Bedeutung des Scheidebechers (bei uns heißt das Ding Absackerchen). Da gibts aber auch eine Version für Womofahrer - Scheidebecher, der erste, der zweite, Grappa und Lauterbacher Wässerchen usw. .... und das Käuzchen und die Nachtigall schreien und toben irgendwo in den Ästen. Urlaub.

Erstaunlich ists immer wieder, dass Treffen mit Forumskollegen locker und unterhaltsam sind. So, als würde man sich schon lange kennen. Hab aber keine Ahnung, obs die anderen auch so empfinden, weil ich ja sowieso recht schmerzfrei bin und meinen Merker weit hinten hab. Jedenfalls hab ich seit 8 Big Brother-Staffeln heute erstmals eine Live-Sendung ausfallen lassen. Die beiden Avenas haben sich also grad einen Orden verdient. Schee wars. Schade, dass sie dienstlich verhindert sind, am Pfingsttreffen teilzunehmen.

Und ohne Ende tobt noch immer die Nachtigall - inzwischen ists beinahe 2:00 - und ich klopp noch schnell meinen Bericht in den Läppi, während mein Peter den nicht vorhandenen Wald absägt. Guts Nächtle.

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