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Nicht doch, das war nicht der Grund - jedenfalls nicht ausschließlich. :tudelu:
Mittwoch trennten sich unsere Wege, weil es Andreas nach Sète ans Mittelmeer zog, wir aber in die Cevennen wollten. Sauve ist eine kleine Stadt am Rand der Cevennen, die wir schon seit Jahren immer wieder mal besuchen, die uns aber bei aller mittelalterlichen Faszination traurig macht, denn während einige solvente Europäer als Neueigentümer Bausubstanz retten, verfällt Vieles was erhaltenswert ist. Am Donnerstag entsorgten wir auf dem Stellplatz in Sauve und tankten frisches Wasser, wobei der Fahrradschlauch, den ich dank Andreas Flickzeug wieder abdichten konnte, ein weiteres Mal gute Dienste leistete, denn auch hier ist kein fester Anschluss am Wasserhahn. Zum Abschied von hier ein paar Bilder: Nun baten wir unsere Frau Becker, so nennen wir unser Navi, sie möge uns nach Blauvac geleiten. Dort ist ein Municipal Camping auf einem Berg zwischen Avignon und dem Mont Ventoux. Vor vier Jahren waren wir schon einmal hier, inzwischen kostet er 4 Euro für den Platz und 2 Euro pro Person - Hunde kosten nichts. Es gibt 20 Plätze, alle sehr schön mit Gras und an zwei Seiten mit niedrigen Rosmarin- und Kirschlorbeerhecken abgeteilt. Die Sanitäranlage ist sauber, aber im Zustand fortschreitenden Verfalls. Wir nennen den Platz scherzhaft „Municipal der singenden Duschen“. Als Frühaufsteher scheut man sich deshalb, diese Duschen zu benutzen, um nicht auch noch als morgendlicher Ruhestörer verschrien zu sein. Bei unserer Ankunft wurden wir von einem slowenischen Ehepaar freundlich mit einem kalten Bier begrüßt und nahmen den Nachbarplatz mit Blick auf den Ventoux. Als wir erfuhren, dass wegen bevorstehender Festivitäten im Ort am nächsten Morgen kein Brot zu bekommen sei, entging mein Entsetzen den Nachbarn nicht und sie brachten uns ein halbes Baguette. Wir waren sehr gerührt und luden die Beiden zu einem Glas Wein nach dem Dinner bei uns ein. Wie immer - waren wir die Letzten auf dem Platz, die man hörte, Andreas weiß wovon ich rede. Die Unterhaltung fand ausschließlich auf englisch statt, wodurch der Schallpegel wegen meiner sprachlichen Zurückhaltung erträglich blieb. Es stellte sich im Laufe der Unterhaltung heraus, dass die Dame Lehrerin für Englisch und ihr Mann Arzt ist. Obwohl sie nahe der Grenze wohnen und oft nach Österreich fahren, ist ihr Deutsch so rudimentär wie mein Englisch. Da Hella aber in englisch fit ist, beschränkte ich mich weitgehend aufs Zuhören. Wie das wohl jeder schon erlebt hat, löst der Alkohol - inzwischen war die dritte Flasche entkorkt - die Zunge und lässt sprachliche Wunder geschehen.:D Alles in Allem, es war eine dieser Begegnungen, an die man sich gerne erinnert. Sie wollten weiter nach Carcassonne und gaben uns zum Abschied ihre Adresse mit @ Die Aufforderung: “Besucht uns, wenn ihr nach Slowenien kommt“, ist bei diesen Leuten keine Floskel wie: „Kommt doch ,mal vorbei wenn ihr in der Gegend seid.“ :D Diesen Blick hatten wir von unserem Platz aus. Nun sitze ich hier und schreibe das alles, während der sehr heftige Mistral versucht, meine losen Blätter vom Tisch zu wehen, aber gleichzeitig rücken wir mit unserem Sitzplatz dem wandernden Schatten unseres Wohnmobils hinterher. Gerade fährt auf den frei gewordenen Platz neben uns ein junges niederländisches Paar. Die Beiden freuen sich bei dem sich bietenden Panorama auf das Tal und den Mont Ventoux. Diese Begeisterung ist so spontan, dass wir ihnen ein kühles Bier anbieten, ist ja keine schlechte Sitte. Gerade kommt ein Anruf von Andreas - er hat genug von der Küste und will morgen eintreffen. Wir reservieren den Platz gegenüber unserem. Auf dem hundert Meter entfernten Dorfplatz ist einiges los, dort laufen die Vorbereitungen für ein großes Fest und wir überlegen, ob wir uns auch für das Menü anmelden sollen, erfahren dann aber, dass die Fète mit drei Kanonenschlägen eingeleitet werden soll, das ist symbolisch für die drei Farben der Tricolore. Das können wir unseren Hunden, besonders Leo, nicht antun, also verschwinden wir mit dem Wohnmobil in eine nahegelegene kleine Stadt, nach Bedouin, und kaufen bei der Gelegenheit dort ein. Die Franzosen verstehen zu feiern, das muss man ihnen lassen. Auf dem Marktplatz standen lange Tischreihen an denen schon das Menü in vollem Gange war als wir um 21 Uhr zurück kamen. Zwischen den einzelnen Menügängen wurde getanzt. Nach dem Dessert, so um 23 Uhr, spielte der D.J. einen Titel nach dem anderen und feuerte die begeistert tanzenden 16 bis 80jährigen an. Wir selbst haben bis 2 Uhr durchgehalten. Es hat riesigen Spaß gemacht, denn die Musik war so gemischt wie das Publikum. Um drei war dann Ruhe und die Nacht wurde kurz. .Es ist 8 Uhr und ich nutze die frühe Stunde, um mit den Hunden einen Spaziergang zu machen. Dann staune ich nicht schlecht, denn der Platz des gestrigen Treibens ist geräumt, als sei nichts gewesen. Andreas wird sich ärgern wenn er hört was er verpasst hat - aber man kann nicht überall sein. Er hat ja selbst eine Menge erlebt und gesehen und kann entsprechend berichten. Er schreibt uns gerade, er wolle sich noch Avignon ansehen. Am Nachmittag trifft er ein und erzählt von seinen Erlebnissen Auch wenn ich jetzt in alten Wunden wühle - die Sitzgruppe hätte wirklich super in den Pavillon gepasst 8)
Eure Art der Berichterstattung gefällt mir ausgesprochen gut. So kleine zwischenmenschliche Querelen sind das Salz in der Suppe. Bitte weiterkabbeln :D Hach, ein superschöner Bericht von euch Beiden! Ich freue mich jeden Tag darauf ein bisschen weiterzulesen! Und ich könnte glatt wieder los nach Frankreich fahren, aber leider wird mein Töchterchen am Dienstag eingeschult! :cry: Ich hatte mich also am 16. Juli von Klaus und Hella getrennt und bin ans Mittelmeer gefahren. Sind ja nur knapp 90km und ich musste unbedingt etwas grosses Wasser sehen. Sète liegt südweslich von Montpellier am Ende einer 18km langen Landzunge, die die Lagune "Étang de Thau" bildet. Die Stadt wird auch das "Venedig des Languedoc" genannt, weil sie von allen Seiten mit Wasser umgeben ist. Meine Klimaanlage war defekt und es war heiss als ich dort ankam. So heiss, dass ich keine Zeit mit einem Altstadtbesuch vergeuden wollte, sondern sofort Wasser brauchte. Mein Navi sollte mich auf einen Stellplatz in Strandnähe lotsen, was sich als nicht unproblematisch erwies. Nach einer halben Stunde war das Womo geparkt und der grosse Zeh mit Mittelmeerwasser benetzt. Brrrrrrr - kalt So heiss wie die Luft war, so kalt war das Wasser. Bei 18Grad springe ich nicht in die Fluten - da setze ich mich lieber in ein Strassencafé und trinke ein erfrischendes Kronenbourg. Nachdem ich mir diesen supermodernen Teil von Sète angesehen, eine Pizza, div. leckere Getränke und einen Grand Café zu mir zu mir genommen hatte, musste ich einen Platz für die Nacht finden. In diesem Disneyworld-Verschnitt wollte ich nicht länger bleiben, also setzte ich Kurs auf Agde, die Stadt am anderen Ende der 18km langen Landzunge, genannt "Le Toc". Le Toc ist eigentlich einen laaaaaanger Strand, an dem eine vielbefahrene Strasse entlang führt. Hier Reiht sich Campingplatz an Campingplatz und der schmale Standstreifen ist total von PKWs und Wohnmobilen zugestellt. Hier einen Parkplatz zu finden schien mir aussichtslos. In langsamem Tempo bewegte sich der Verkehr, sodass man genügend Zeit hatte nach einem freien Platz Ausschau zu halten. Nach halber Strecke staunte ich nicht schlecht, als ich einen Aufkleber entdeckte - boahhh. Jetzt hiess es aufpassen und schnell einen Parkplatz finden, denn ein Forumsmitglied trifft man selten, und wenn dies sogar im fernen Frankreich geschied.... Und da war er auch, der freie Parkplatz. Ein Logenplatz am Strand und nur 200m vom Zielobjekt entfernt. Es war "Bosco" aus dem Forum, der mit Familie und Freunden nach Spanien unterwegs war. Er erklärte mir, dass man hier am Strand gut und einigermassen sicher die Nacht verbringen kann - ich hatte so meine Zweifel. Gegen Abend verschwanden dann alle PKWs und wurden durch Womos ersetzt. Ich stand also in einer 15km langen Reihe von Wohnmobilen an einem fantastischen Strand mit leider etwas zu kaltem Wasser, als dass ich darin hätte baden wollen - macht nichts, gut wars trotzdem. Der Rest des Nachmittags wurde im Schatten der Markise mit kühlen Getränken verbracht. Gegen Abend beruhigte sich dann auch der Verkehr. Die endlose Wagenkolonne des Tages wurde jetzt durch einzelne Formel1 Entusiasten ersetzt. Mit sicher irrsinnigen 100km/h rasten jetzt alle 5 Minuten Autos an meinem Bett vorbei. Das Wohnmobil stand wie gesagt auf dem Standstreifen mit ca. 1m Abstand zur Strasse, die mit 50 km/h ausgeschildert war. An Schlaf war jetzt überhaupt nicht zu denken. Bei jedem vorbeirasenden Auto wackelte mein Bett wie im Sturm. Einige dieser Irrsinnigen hatten auch noch ihren Spass daran, ständig zu hupen. Hier verbrachte ich nun die schlechteste Nacht meiner gesammten Reise. Auf der einen Seite des Wohnmobils hatte ich einen paradisischen Strand, auf der anderen Seite war die Hölle los. Ich freute mich schon auf den Morgen. Den nächsten Vormittag brauchte ich, um mich von der durchwachten Nacht zu erholen. Unter der Markise war es kühl und schattig, die Aussicht war super und ich tat einfach mal garnichts - aahhhh prima. Am Nachmittag machte ich mich dann auf den Weg in die Camargue. Die 80km nach Saintes Maries de la Mer gingen schnell und der Stellplatz war gut ausgeschildert. Von hier aus sieht man den Strand nicht, aber er ist da. Gleich hinter der hochgelegenen Promenade, nur 50m von mir entfernt. Saintes Maries de la Mer ist eine fast spanische anmutende kleine Stadt, die total von Touristen überschwemmt ist, aber trotzdem eine ruhige Atmosphäre hat. Die Gassen und Plätze der kleinen Altstadt laden zu Restaurantbesuchen und Einkaufsbummel ein. Oder man setzt sich einfach irgendwo hin und guckt sich das bunte Treiben an. Am Hafen liegen Segelyachten und Fischerboote friedlich beieinander und einen Strand gibt es natürlich auch. Nach meiner Höllennacht alles genau wie ich es mir wünschte. Bleibt noch zu erwähnen, dass man vom Dach der Kirche - Notre Dame de la Mer - einen tollen Ausblick hat und dass die Vorfahren meiner Mutter im Jahre 860 versucht hatten, etwas Kultur unter diese Barbaren zu bringen. Und noch ein paar Fotos Am Tag darauf machte ich dann einen kleinen Ausflug zum Mars. So sah es dort jedenfalls aus - Salin de Giraud. Der Ort selbst wurde 1856 für die Arbeiter der Saline aufgebaut. Es gibt eine V/E, aber sonst nichts Grossartiges zu sehen. Fährt man durch den Ort, kommt man an einen Parkplatz mit Salzverkauf und Aussichtsplattform, von der aus man einen guten Überblick über die Salzanlagen hat - beeindruckend! Super, Andreas, da hattest Du ja genug Salz für Das Frühstücksei - aber Du frühstückst ja nicht. Sach ma, war das nicht furchtbar langweilig ohne uns? Ja, klar - die Hunde haben Dir gefehlt :runningdog: :runningdog: Komm, trink noch ein Glas Rosé und erzähl weiter! :) Natürlich war das alles sehr langweilig ohne euch.
Deshalb hab ichs ja auch nicht länger als 3 Tage allein ausgehalten :D Mir fehlte besonders das köstliche Cassoulet von Hella :D
Das ist glaube ich zuviel der Ehre - die sind von Hause aus so gut. :D Hallöle Andreas ,
Salin de Giraud , ist das der grösste erlaubte Womoplatz Europas ? Leider haben wir das nicht gesehn , nur hinterher von anderen Womo Leuten gehört .... Wir sind nach St. Maries d l M direkt nach Carro gefahren ! Unser Navi führte uns da nicht vorbei :wink: 18. Juli - Arles Die Hauptstadt des Departementes Bouches du Rhone ist mit seinen 53.000 Einwohnern keine grosse Stadt, aber seit der Antike ein bedeutendes Center für Kultur, Politik und Handel. Das heute bekannteste Bauwerk ist das fast 2.000 Jahre alte Amphitheater, in dem noch heute Stierkämpfe stattfinden. Einer der wichtigsten Plätze für heutige Wohnmobilisten ist der Stellplatz. Und der liegt hier: --> Link Irgendein Festival ist immer in Arles. Als ich dort war gab es Jazz an jeder Ecke und Konzerte in den historischen Arenen und Hinterhöfen. Arles ist auch für Fotografen interessant. Hier findet jedes Jahr eines der grössten Fotofestivals der Welt statt. och schade, der link hat alles verschoben Eigentlich hätte ich mehrere Tage in Arles verbringen können. Es war eine herrliche Stimmung in der Stadt mit viel Musikk und Strassencafés und und und... Aber ich hatte solche Sehnsucht nach Klaus und Hella.... :D Und dann war da noch Avignon, was ich mir ansehen wollte und die ganze grosse Provence lag vor mir. Das nächste Ziel war also Avignon. Nach zweimaligem falschem Abbiegen und drei Runden um die Stadt, stand ich nun endlich auf der Insel Barthelasse. Hier gibt es etliche Stellmöglichkeiten für Wohnmobile und die Stadt ist in 10 min. zu fuss erreichbar. Wie alle anderen Touristen musste ich mir natürlich den Papstpalast und das bunte Treiben auf dem Platz davor ansehen. Vor dem Rathaus gab es Strassentheater, "Kunst"maler, Marktbuden und wieder Cafés. Es ist zwar alles sehr touristisch, aber es gefällt mir. Heee Andreas ,
das letzte Bild ( 3F7E2565.jpg) ist toll :wink: Würd ich mich nicht trauen.... :D ...oder merken die Leute das nicht ? :wink: Du Paparazzo......... :gut: danke Chris,
nee, die merken nichts. Ist von der anderen Strassenseite fotografiert. Die mit Hut fand ich so gut, da konnte ich nicht anders :)
Hätte er die Vorschau benutzt, hätte er es selbst schon rechtzeitig bemerkt... :wink: :P Aber pst! Nicht petzen, sonst erlaubt er mir nicht mehr, seine Fotos zu kopieren... Bin schon wech :unknown: :versteck: Poldi hat folgendes geschrieben::
hättest du das nicht geschrieben, dann hätte es Andreas noch editieren können. sad.gif Hätte er die Vorschau benutzt, hätte er es selbst schon rechtzeitig bemerkt... wink.gif tongue.gif Aber pst! Nicht petzen, sonst erlaubt er mir nicht mehr, seine Fotos zu kopieren... Bin schon wech unbekannt.gif versteck.gif Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen eine Mauer, die anderen eine Windmühle. (Chin. Sprichwort) wenigstens eine, die mir Rückendeckung gibt, ich konnte doch gar nix für :roll: Es ist einfach fantastisch euren Bericht zu lesen. Gerhard Polt hat mit seiner Camper-Geschichte viel Geld gemacht. Ihr könntet aber genauso auf einer Kleinkunstbühne auftreten, wie ihr euch immer "die Bälle zuwerft".
Die Fotos sind natürlich super, kann man nur immer wiederholen. @ Andreas : Für Stes.-Maries mußt du früh aufstehen, wenn die Bäcker gerade ihre Brote bekommen, noch kaum ein Mensch in den Gassen unterwegs ist und du dann alleine in einem Cafe deinen petit noir trinkst. Ich hab das zum ersten Mal vor 34 Jahren dort gemacht, und freue mich jedesmal darauf , wenn wir es schaffen wieder dort vorbei zu fahren. Hans-Werner Einfach nur "Super" der Bericht ! :daumen2:
Danke ! Lieber Achim, danke für Dein Lob, aber auch für Deine Linkentfernung. :dankeschoen:
Klaus Hallo Achim,
ich denke mal, du hast uns den Link gekürzt? Danke! Ohhhh jetzt ist der Poldi aber wieder glücklich!! Andreas hatte uns seine Erlebnisse -auf Abwegen- geschildert, die Bilder sind übrigens sehr schön - die kannten wir noch nicht. Auf einmal ruft Hella: "Das Handy klingelt - geht ran und wer ist dran? Teddy, der andere Andreas. Weil die Verbindung so schlecht war -vielleicht war auch der Wunsch der Vater des Gedankens- hörte es sich an wie St. Marie de la mer, wo unser 'Andreas gerade her kam. Aber Teddys und S-liners befanden sich in der Normandie - und wir sahen schon die Party steigen. :D Wäre schön gewesen, aber das ist denn doch ein bisschen zu weit. :D Zum Abendessen gab es noch mal Hähnchenspieße vom Grill, Tomaten mit Knoblauch und Schalotten, was sehr gut schmeckte. Die stille Umgebung auf dem Platz veranlasste auch uns, nach dem Essen Schluss zu machen, zumal Hella und mir, wie vielen Festteilnehmern, die letzte Nacht noch in den Knochen steckte. Anders als am Vortag war der Sonntag bewölkt. Zum Glück hatte Andreas seine Fotos noch Samstag gemacht. (Ich wähnte Dich schon wie im Chat angekündigt in der Heia ....) Ja Klaus, zum Glück hatte ich die Fotos noch am Samstag gemacht. Blauvac ist glücklicherweise nur 500m lang und 200m breit. Auch die Steigungen halten sich in Grenzen, was bei der heutigen Temperatur ein Vorteil ist. Der kleine Ort besteht eigentlich nur aus einer Ansammlung von Häusern auf einer Bergkuppe. Auf der einen Seite hat man einen prächtigen Ausblick auf den Mont Ventoux. Weiss der Himmel, wie Klaus und Hella auf diesen herrlichen Flecken gestossen sind. Auf einer Karte ist er kaum zu finden. Und noch ein paar Fotos Wie schon gesagt, der Sonntag war bewölkt aber dabei heiß und eine Luft wie im Dschungel, bis plötzlich ein kräftiger erfrischender Regen niederging. Da wir nun einmal alles verstaut hatten, beschlossen wir nach Fontaine de Vaucluse zu fahren. Unterwegs schauten wir uns aber noch Venasque an, das auch auf einem Hügel liegt und einer der vielen malerischen Orte in der Provence ist. Wenn man dann so durch die Gassen schlendert, eine Restaurantterrasse mit schönem Ausblick sieht und dann noch die guten Düfte aus der dazugehörigen Küche in die Nase bekommt, dann gibt es kein Halten mehr. Ein ganzes Menü war uns zu viel, hätte jetzt auch zu lange gedauert und so bestellten wir alla Carte. Hella ein Fischgericht, Andreas Kaninchen in Rotweinsoße und ich Entenschenkel, alles natürlich mit schmackhaften Beilagen und raffiniert gewürzt. Hier konnte man auch gut fotografieren und außerdem war es inzwischen wieder sonnig, wenn auch wegen des vorangegangenen Regens leider etwas dunstig. * Halloooooo, :hallo:
ja gehst denn nicht weiter???? :bindafür: Gerd, das ist im Moment etwas schwierig, denn da kommen jetzt noch Fotos von Andreas aus Venasque, mit Kommentar. Er ist aber im Moment in Schweden unterwegs. Gedulden wir uns also noch ein paar Stunden.
Klaus Der kann nicht einfach wegfahren und uns hier am ausgestreckten Arm verhungern lassen :eek: - ts, ts, ts...
Erst macht ihr uns süchtig nach eurem Bericht und euren Fotos und dann fährt Andreas einfach nach Schweden und alles kommt ins Stocken :cry: :cry: Enttäuschte von Maggie :wink: :wink: Und dabei bin ich doch nur in Norwegen unterwegs :)
Hab heute Vormittag den Heinz Nasenbär an einem einsamen Waldsee getroffen. War mit seinem Enkel Angeln - leider mit niederschmetterndem Resultat. Mit dem Bericht kann es leider erst morgen Abend weitergehen, wenn nicht Klaus oder Hella die eine oder andere Anekdote auf Lager hat. Irgendwann muss man ja auch mal mit dem Womo raus :D Dein letzter Satz stimmt und dem gebe ich uneingeschränkt RECHT!! Ich hab mich nicht beklagt, alter Normanne, nur erklärt wieso es eine Pause gibt. Du sprachst von Schweden - dachte Du wärst tanken und anderen (flüssigen) Stoff einkaufen für diverse Dröhnungen. :D
Sei's drum, du hast Dir eine Pause verdient in eurer schönen Natur. 8) Eine kleine Anekdote hätte ich noch, so unter der Überschrift:"Was bisher verschwiegen wurde." Ihr erinnert Euch noch an die Story mit der nicht gekauften Gartensitzgruppe? :wall: ok - Haltung - ist ja gut! :troest: Jedenfalls, als wir uns vom Gegenstand meiner Begierde entfernt hatten, um zu den Fahrzeugen zu gehen, blieb ich vor dem allerletzten Trödelstand stehen - in der Hoffnung, doch noch etwas zu finden, was mich wenigsten ein wenig über die verpasste Gelegenheit hinwegtrösten würde, da spürte ich einen unsicheren Stand unter meinem rechten Fuß, der abzugleiten drohte. Das war die Antwort auf mein Ansinnen, doch noch etwas Wertvolles von diesem Trödelmarktbesuch mitzunehmen - ich hatte in einen großen Haufen Hundekot getreten - ein Hohn, den ich nicht verdient zu haben meinte. Die letzten hundert Meter zum Womo versuchte ich so zu gehen, dass ich nicht noch mehr davon auf dem Asphalt verteilte, denn wir standen auf dem Parkplatz des Sparmarktes, wo wir zuvor noch eingekauft hatten. Hella reichte mir ein Paar andere Sandalen heraus, damit ich zum Müllcontainer des Lebensmittelmarktes gehen konnte, um die befallenen Sandalen zu entsorgen. Die Verkäuferin, die vor Ladenschluss draußen aufräumte, sah mich die Sandalen in den übervollen Container stopfen und schaute mich fragend an, darauf ich:" Merde de chien," und sie - verständnisvoll:"Oh, compris" Hi Poldi,
in mancher Gegend wird so ein "Fehltritt" als Glücksomen gesehen; ich wünsch`s Dir jedenfalls. Hans Danke Hans für den Wunsch. Da scheint etwas dran zu sein, denn wir hatten auf der Heimfahrt wirklich noch Glück, weil Glück das Ausbleiben von Unglück bedeuten kann, wie am Ende des Berichtes noch deutlich wird. :denk:
Klaus Venasque machte einen etwas "halbfertigen" Eindruck, Noch nicht so richtig dem Tourismus erschlossen, aber kochen konnten sie dort. Nachdem wir das Pizzarestaurant ohne Terrasse links liegen gelassen hatten, fanden 20 Meter weiter den Weg hinauf ein Restaurant, dass noch immer einen gelernten Koch auf der Gehaltsliste hat. Das Essen war ein Traum - eines der besten, das ich auf meiner Tour hatte - und ich denke mal, die Poldis sind endlich mal meiner Meinung :D .
Versteh' ich nicht Andreas?? War das ein Problem???? :tudelu: Also - ehrlich, ich bekomme Hunger wenn ich das sehe.
Nun gings wie geplant weiter nach Fontaine de Vaucluse wo wir auf dem recht vollen Stellplatz an der Sorgue direkt am Fluss noch zwei Plätze nebeneinander fanden. Der Ort hat sich seit unserem letzten Besuch vor vier Jahren sehr gemacht, hat natürlich wegen der touristischen Anziehungskraft regelmäßige und gute Einnahmen. Ein Spaziergang bis zum Quelltopf ist auf jeden Fall empfehlenswert. Montag ist Hella zum Bäcker in den Ort gegangen und hat Brot und Croissants geholt. In der Zwischenzeit war der Kaffee gekocht und der Tisch gedeckt. Andreas, obwohl bekennender Frühstücksmuffel, leistete uns inzwischen dabei öfter Gesellschaft und - oh Wunder - aß sogar etwas mit. Daran war vermutlich der Lavendelhonig schuld. :D Nach dem Frühstück sind wir noch einmal in den Ort gegangen und haben uns den Petrarca-Park, angesehen, der an den hiesigen Aufenthalt des großen italienischen Lyrikers und seiner Laura im 14. Jahrhundert erinnert. Die Burgruine oberhalb des Sorguetals reizte Andreas zu einer weiteren Fotoexkursion, an der wir uns wieder mal nicht beteiligten, denn 1. waren wir schon mal oben, 2. sind wir seitdem vier Jahre älter und 3. hatten wir keine Lust auf Anstrengung in dieser Hitze. Das klare Wasser der Sorgue ist so nahe hinter der Quelle eiskalt und der Fluss breit und flach, so dass ein Fußbad eine willkommene Abkühlung bringt. Es wundert schon, dass von den vielen Wohnmobilbesatzungen so wenige Gebrauch davon machen. Ich beginne schon mal mit ein paar Bildern, Andreas, nun zeig mal, was du da fotografiert hast! Bloss weil ich euch die Frühstücks-Croisants wegesse, braucht ihr doch die Köpfe nicht hängen lassen :D |
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