Gast am 23 Sep 2008 18:37:19 larsg hat geschrieben:Frage an dich Kurt: Wie stark schäumt der Caravankleber? Füllt er kleine Hohlräume aus?
Wenn ich damit Innenplatten oder Hozleisten verklebe, benetze ich ihn, bzw. die Platte dann mit Wasser? Kann mich leider nicht erinnern, ob du schonmal was dazu geschrieben hast.
Hallo Lars,
ich heiße zwar nicht Kurt, kann Dir Deine Frage aber auch beantworten. Der Caravankleber füllt kleine Hohlräume aus. Leider gibt es kein konkretes Aufschäumungsverhältnis, da es von der Feuchtigkeit und dem Material abhängig ist. Auf jeden Fall musst Du die zu verklebenden Komponenten unter Druck bringen (zusammenpressen). Der überzählige Kleber schäumt dann an den Kanten raus und kann nach Aushärtung mit einem Teppichmesser abgeschnitten werden.
Der Kleber kommt aus der Kartusche und wird einseitig aufgetragen. Das zweite Teil wird dann mit Wasser besprüht, aufgebracht und verspannt. Wasser wird für die Reaktion benötigt.
Schau mal auf meine Webseite. Ich habe das bei der Reparatur der Aufbautür bzw. Seitenwand beschrieben. Da sind auch Links zum Datenblatt bzw. Verarbeitungshinweis des Herstellers bei.
Übrigens: Bei der Verarbeitung habe ich immer Einweghandschuhe getragen. Kurt meinte danach, ich sei ein Weichei, da er lieber schwarze Hände hat :D
turbokurtla am 23 Sep 2008 19:26:22 Ja, ja, Du Weichei,
mit Handschuhen kann man doch nicht arbeiten. Lieber etwas schwarze Finger, das wächst schon raus.
Nee, das Problem ist, wenn man keine Handschuhe anhat, merkt man ganz schnell wenn Kleber an der Hand ist. Dann kann man es mit Benzin abputzen, denn wenn man damit ans Blech kommt gibt es häßliche, gelbe Flecken.
Aber das mit dem Kleber hat das Weichei schon richtig erklärt. Kommt halt immer drauf an wieviel man draufgibt. Man kann aber sehr sparsam damit umgehen. Das Aufquillen mit Wasser testet man am besten beim ersten Kleben an einem Stück Holz ( mal 2 Stirnseiten ananeinder kleben ).
Ich sprühe es mit Wasser nur ein wenns wirklich in Hohlräume oder Löcher reingehen soll. So man Holz auf Holz, oder auf saubere Styroporplatten klebt ist es nicht nötig, denn Wasser veringert die offene Zeit von ca. 20 Min. auf 10. Das ist auch nicht immer hilfreich.
Pressen, in dem Sinn, muss man eigentlich nicht. Es muss halt der Gegendruck vom Aufquillen gehalten werden. Und möglichst immer großflächig, also über z.B. die gesamte, aufzuklebende Platte.
Beim Entkernen mach ich es immer so, dass, wenn es zu instabil wird, ich einfach Rahmenhölzer einklebe. Die halten dann die Stelle wieder gut zusammen und ich kann weiter rausschneiden.
Kurt
rk-lord am 23 Sep 2008 19:28:32 Hallo Alle zusammen,
hier wird sich ja richtig an Allem beteiligt, ist ja wirklich toll.
Stelle dann auch mal meine Erfahrungen hinsichtlich der Stabilität und auch Reparatur von Womowänden dazu. Das unten geschilderte Verfahren gilt aber keinesfalls für Wohnwagen und Womos, die auf der Basis von Holzgerüstkonstruktionen aufgebaut sind.
Zunächst einmal wurde bereits von Kurt und Wilfried absolut richtig erwähnt: Immer nur von innen nach außen arbeiten, niemals von außen nach innen, um die Form zu erhalten.
Das ist konstruktionsbedingt notwendig, da es sich bei dem Grundaufbau des Hobby 600 um eine so genannte Sandwichbauweise handelt. Was bedeutet das eigentlich? Wie Wilfried bereits richtig ausgeführt hat bestehen die Wände von außen nach innen aus 1mm Alu (bzw GFK im Dach) dann 3cm Styropor, dann 3mm Sperrholz.
Diese 3 Elemente ergeben aber noch lange keine Stabilität. Entscheidend ist die Verbindung der 3 Elemente: Was heißt das? Diese 3 Elemente müssen ein Stück ergeben, das heißt alles ist vollflächig, ohne Lücken miteinander verbunden. Alu, Holz und Styropor bloß miteinander verkleben ist etwas anderes, ergibt kein Sandwich und hat auch keine Stabilität und man beachte keine gute Dämmeigenschaft. Um es vorweg zu nehmen um eine faule Wand zu reparieren bitte keinesfalls die Materialien mit Silikon, Sikaflex oder sonstigen elastischen Klebern verkleben! Ich würde dies als Reparatur zwar unterwegs machen, aber ist nichts auf Dauer. Was denn dann sonst?
Ich habe wochenlang sämtliche Kleber die es gibt ausprobiert Alle oben genannten ergaben nur ein Provisorium und keine Haltbarkeit. Mich hat es gewundert, dass das Styropor in meinem Hobby 600 auch nach fast 25 Jahren teilweise noch perfekt an seinem Platz saß. Ergebnis die perfekte Nachverbindung im Eigenbau (auch Original) ist Polyurethan, bitte nicht verwechseln mit Polyäthylen oder Polypropylen! Für Laien: Bspw ganz normaler Montageschaum aus dem Baumarkt, zum einsetzten von Türrahmen besteht aus diesem Zeug (ist perfekt aber Achtung dieser hat eine Ausdehnung von bis ca 2/3 nach Trocknung) Es gibt Kleber, Schaumkleber usw. wichtig ist die Zusammensetzung aus Polyurethan, Dämmwert ca gleich mit Styropor. Für Reparaturen bis 1 qm an der Hobbywand würde ich auf jeden Fall den billigen Montagekleber aus dem Baumarkt nehmen. (Kosten ca 5 €) Warum? Wenn die faule Wand bis zur Aluhaut freigelegt ist, das Faule Sperrholz und Styropor entfernen. Ich meine aber auf jeden Fall je mehr man entfernt, desto stabiler wird es hinterher, also nicht so klein wie möglich das gammelige Zeug entfernen, sondern auf jeden Fall so viel wie möglich auf einmal und so groß wie möglich, nicht in kleinen Stückchen vorgehen! Bis ca 1 qm kann problemlos entfernt werden, einschließlich Holzlatten und Sperrholz, hab meine Wände auch so freigelegt, Stück für Stück, aber immer darauf achten maximal 50 cm Breite auf einmal entfernen. Wenn alles frei ist, die Latten im Heck (wie bei Lars) ganz oder teilweise neu herstellen. Oben genanntes PU (polyurethan) trocknet nämlich durch Entzug von Feuchtigkeit und verbindet hervorragend Rohholz (bitte kein lackiertes nehmen) PUSchaum so dünn wie möglich auftragen, da er sich ca 2/3 ausdehnt. Trocknen lassen. PU an den Rändern wegschneiden. Dann Styropor zuschneiden, wie gesagt, je größer die Fläche, (desto besser und stabiler das Sandwich), Sperrholz zuschneiden, dann wie folgt vorgehen: PU Kleber auf Styropor auftragen, an Rückwand legen, sofort PU auf Sperrholz auftragen, dieses an das Styropor drücken, dann muß tatsächlich gepresst werden mit Druck, keine Angst es wird nichts an der Außenhaut verdellt, das ist ein Irrglaube. Der PU quillt und passt sich jeder Wölbung an und verklebt gleichzeitig vollflächig. Ich habe meine Wände in voller Höhe auf das Aluaußenblech aufgebaut, wie gesagt von innen nach außen (jeweils 0,50m x 1,85 m, Stück für Stück), perfekte Wölbung außen blieb erhalten ohne jegliche Delle. Nur nicht zuviel Druck verwenden. Jetzt stellt sich die Frage womit pressen und wie fest? Es gibt in jedem Baumarkt teleskopierbare Stangen die sich spannen lassen.
rk-lord am 23 Sep 2008 19:30:06 Horizontal zur Wölbung der Aluhaut, niemals vertikal, bspw Dachlatte auf das frisch mit PU angelegte Sperrholz legen und mit leichtem Druck anspannen. Je größer die zu erneuernde Stelle, desto mehr Druckflächen und Spannstangen verwenden.
(siehe Beispiel Bild)
rk-lord am 23 Sep 2008 19:30:48 Danach herausquillenden Schaumkleber nach Härtung entfernen. Jetzt ist eine nagelneue Sandwichfüllung entstanden, die hält auf jeden Fall wieder 20 Jahre. Aber beachten Pu klebt und verschmiert alles, also Handschuhe und alles Schützenswerte gut abkleben. Hallo Lars Du kannst die zu ersetzenden Latten bspw. mit Holzdübeln vor der PU Klebung wasserfest verdübeln (Ponal Farbe blau und Holzdübel), ist aber eigentlich nicht nötig. Wenn Schrauben genommen werden zur Fixierung, nach Härtung wieder entfernen.
( 1. könnten rosten, 2 bilden Kältebrücken)
Als Schluss nenne ich mal die mir bekannten Holzverstärkungen die von tragender Bedeutung sind, es gibt zwar noch mehr, aber meines Erachtens nach keine bauartbedingte tragende Funktion.
Holzleisten Übergang Dach (GFK) zu den Wänden, Türrahmen, dann Fußboden (Aufbau kein Sandwich sondern von unten nach oben Sperrholz, darüber Holzlatten quer zum Rahmen, darin Styropor, darüber wieder Sperrholz) dann noch Holzlatten auf der oberen Sperrholzplatte Boden zu den Außenwänden und Holzlatten an der unteren Bodenholzplatte zu den Außenwänden. Dann Holzverstärkung im Heck, diese dient der Versteifung des Gewichtes des Daches und der Rückwand auf den Boden im Heck. Warum? Die Rückwand selber ist zwar in Sandwichbauweise erstellt ABER: Nur bis über die Lampenträger, weil dementsprechend die hintere Bodenplatte zum Heck hin nicht mit der Rückwand des Fahrzeuges als so genanntes Sandwich verbunden ist, (der Boden hinten ist außerdem ca 3cm offen, zum Glasfaseraufbau der Lampenträger hin), hat die Rückwand nur den Halt durch die Eckhölzer. Ich habe es umgebaut, das heißt eine beheizte Rückwand ist jetzt mit neuer Bodenplatte fest verbunden.
Dachaufbau: Glasfaser, dann ca 20 cm breite und 1 mm dicke Alubleche längst im Dach verbaut, hiervon sind es so viel ich weis 3 Stück (Schrauben einer Dachreling finden in den Alublechen Halt), dann ca 3 cm Styropor, dann ca 8mm Holzplatten die mit Kunstleder mit Schaumstoffrücken bezogen sind. Warnung: Im Dachbereich ca bei der Eingangstür ist ein Stromkabel quer im Dach von links nach rechts verbaut, bei möglichen Arbeiten nicht durchtrennen!
Hoffe dem Ein oder Anderen ein wenig mit meinen Ausführungen zu helfen, denn die guten alten Hobby 600 werden ja immer älter und leider auch fauler und es sollten doch so viele wie möglich erhalten bleiben.
Lg R.
Gast am 23 Sep 2008 19:53:38 rk-lord hat geschrieben:... denn die guten alten Hobby 600 werden ja immer älter und leider auch fauler und es sollten doch so viele wie möglich erhalten bleiben.
Super Beschreibung, vielen Dank!
larsg am 23 Sep 2008 21:31:50 Das Forum hier ist super - ich bin immer wieder aufs neue begeistert.
Das sind für mich ganz neue Erkenntnisse R. Schön dass du dich hier so einbringst.
Liebe ,
Lars
turbokurtla am 24 Sep 2008 07:29:07 Mensch, Dich hab ich glatt vergessen. rk lord
Ne tolle Arbeit, die Du da machst, und ein irrer Aufwand.
:daumen2:
Warum hast Du denn die Wände so dick gemacht ?
Die ursprüngliche Isolierung reicht doch völlig aus.
Und was mich auch noch interessieren würde, ist die Erhöhung.
Wie haste das denn gemacht ? Dach runter, Wände erhöht und Dach wieder drauf ? Und dann das Blech an der Erhöhung ? 10 cm Streifen aufgeklebt, gespachtelt oder neues Blech drüber ?
Bezügl. der Gefahr der Verformung dachte ich natürlich an Pressen mit Schraubzwingen. Z.B. durch Fenster- oder Türausschnitte. Wenn man da Zwingen ansetzt und krumme Hölzer nimmt ist es verformt.
Einen Baukleber oder Schaum habe ich noch nie verwendet. Ich nehm ausschließlich den angesprochenen Caravankleber, denn da soll es auf ein paar Euro nicht ankommen.
Kurt
abo1 am 24 Sep 2008 10:12:42 turbokurtla hat geschrieben:... Einen Baukleber oder Schaum habe ich noch nie verwendet. ...
hallo
me2
ich hätte bedenken dass es mir die aussenwand wegdrückt mit dem schaum und vor allem dass ich mir neuerlich undichtheiten einhandle, denn meist sind die aluwände ja doch schon ein wenig vom alu lochfras gelöchert
vor allem kann ich mir die haftung ned so ganz vorstellen
dann an den stellen an denen ich den schaum eingestetzt habe (ich habe die bugnase ausgeschäumt) hat sich der schaum zwar beim kleben ausgedehnt, danach - nach dem austrocknen - ist er aber GESCHRUMPFT, und das nicht zu knapp
kann dir gern ein paar fotos mailen, das waren sicher um die 10volumsprozent was da plötzlich fehlt
wie wirkt sich das dann in der wand aus?
löst sich die klebung?
wölbt sich die wand weiter rein?
lauter fragen ...
ich bleib beim kleber glaube ich
lg
g
lg
g
larsg am 24 Sep 2008 11:06:53 Hallo R.,
mich würde deine Dacherhöhung auch interessieren - vermute anhand der Bilder, dass du einen Ausschnitt gemacht hast ...
Hast du eine Zeichnung von deinem geplanten Grundriss?
Ich bin immer am hin und her überlegen, ob ich eine 1:1 Restaurierung machen will oder etwas freier an die Sache ran gehe. Das fängt mit so "Kleinigkeiten" wie der Wandvergleidung an. Wenn da Kunstleder drauf ist, merkt man erst wenn es zu spät ist, wenn Wasser rein kommt. Ist aber super zu pflegen und schaut gut aus.
Was für vernunftige Wandbekleidungen kommen überhaupt in Frage. Mir ist bisher nur Glasfasertapete eingefallen. Habt ihr Ideen?
Das Entsetzen von Wilfried über meine Duschwannenbeseitigung hast du ja vielleicht gelesen. Die war aber abgänig und das Bad mit Schwimmbadfarbe und Epox/GFK zugekleistert. Soll da jetzt eine Orginalwanne (soweit zu beschaffen) wieder rein oder bastel ich was neues, da ich das Bad zu düster finde.
Sprich - wie würdet ihr es machen?
,
Lars
turbokurtla am 24 Sep 2008 11:46:50 Also wenn Du von Kunstleder weg willst, würde ich Dir fertige Dekorplatten in 3 mm empfehlen. Zumindest für den Wohnraum, den Du erneuerst. Da biste mit einem Arbeitsgang fertig, und das Dekor kannste Dir von irgendeinem Hersteller aussuchen.
Bei Kunststoffdekoren siehste aber auch keine Nässeflecken durch, falls das der einzige Grund ist.
Das Bad könnte man ja mit so ner "Tapete" machen und streichen. Hat Goliver in seinem Feuchtbiotob, glaub ich, beschrieben.
Kurt
Gast am 24 Sep 2008 13:42:49 Hallo Lars, Hallo zusammen,
larsg hat geschrieben:mich würde deine Dacherhöhung auch interessieren - vermute anhand der Bilder, dass du einen Ausschnitt gemacht hast ...
wenn ich R. richtig verstanden habe, hat er das Dach im Stehbereich ausgeschnitten und durch 2 Syro-Dächer (die kenne ich noch als Hubdächer vom VW-Bus) erhöht. So etwas wurde damals von Hobby bei den nach Finnland ausgelieferten Fahrzeugen gemacht, da dort die gesetzl. Bestimmungen eine Stehhöhe von 1,95 m vorschreiben. Von Vorne oder der Seite sieht man die Dacherhöhung kaum. larsg hat geschrieben:Was für vernunftige Wandbekleidungen kommen überhaupt in Frage. Mir ist bisher nur Glasfasertapete eingefallen.
Wir hatten unseren VW-Bus damals auch mit Glasfasertapete ausgekleidet. War eine einfache und optisch gemütliche Lösung. Zum Glück hast Du ja noch viel Zeit bis zur endgültigen Entscheidung. larsg hat geschrieben:Soll da jetzt eine Orginalwanne (soweit zu beschaffen) wieder rein oder bastel ich was neues, da ich das Bad zu düster finde.
Da bist Du dann bei einer grundsätzlichen Frage: Was erwartest Du von dem Bad? Aus meiner Sicht - und dass ist bei jedem anders - kannst Du im Bad gerade die Toilette benutzen und Dich waschen. Duschen kommt für mich im Hobby 600 nicht in Frage, da Du dann länger mit dem Saubermachen beschäftigt bist, als das Duschen selber dauert. Vom beschränkten Frischwassertank mal ganz abgesehen. Wir fahren unterwegs immer mal wieder auf Campingplätze und es gibt auch schon viele Stellplätze mit Duschmöglichkeiten. Oder ein Schwimmbadbesuch nach einer Radtour mit Übernachtung auf dem Parkplatz.... larsg hat geschrieben:Ich bin immer am hin und her überlegen, ob ich eine 1:1 Restaurierung machen will oder etwas freier an die Sache ran gehe.
So Lars, jetzt kommt die Familie ins Spiel. Ich habe zwischen den Zeilen gelesen, dass Ihr kleine Kinder habt. Ich habe aber noch nirgens gelesen (oder habe ich das übersehen), welchen Hobby 600- Typ Ihr habt.
Gerade mit kleinen Kindern hat sich die Hecksitzgruppe bewährt. Wenn Die Kinder größer sind - und das werden sie mit der Zeit zwangsläufig - solltest Du über eine Verbreiterung der vorderen Schlafstelle nachdenken. Wenn Ihr dann irgendwann mal nur zu zweit unterwegs seit, kann man sich über festes Heckbett ( von mir aus auch mit Garage) unterhalten. Dann bringt ein Umbau auf Typ B auch ein größeres Raumgefühl. Ich habe auch schon mal darüber nachgedacht, auf Halbdinette umzurüsten und dafür das Bad zu vergrößern.
Frage Dich aber bei allen, warum Du Dir den Hobby 600 angeschaft hast - zum basteln oder zum reisen? Mit Sicherheit habt Ihr auch vorher überlegt, wie lange Ihr das Fahrzeug fahren wollt und was dann damit passieren soll. Willst Du ein Original verkaufen oder suchst Du dann einen Käufer für Dein Einzelstück? Oder fährst Du das Teil so lange, bis die Kinder groß sind und Ihr wieder zu zweit unterwegs seit? :D
rk-lord am 24 Sep 2008 17:17:23 Hallo allerseits,
so viele Fragen auf einmal und ich muss doch eigentlich meine Steuererklärung endlich fertigkriegen, gräßlich
Nun denn womit soll ich anfangen?
Bevor ich zu der Dacherhöhung komme ergibt sich vielleicht einiges aus der Kleberverwendung, die ist nämlich auch entscheidend für den Dachausbau!
Zunächst einmal nur meine absolut persönliche Meinung:
Für kleinere Reparaturen kann man sicherlich sehr gut den hier angesprochenen Caravankleber verwenden, gar keine Frage. ABER jetzt kommts: Eigentlich ist dieser so genannte Caravankleber eine reine Volksverdummung Warum: Caravankleber 145/31 HV besteht als Basis aus Polyurethan, Bestandteil: Diphenylmethan-4,4´Diisocyanaat und kostet bei mir in der Region ca 50 € auf 1000 ml. Ganz einfacher Baumarktschaum besteht aus: dreimal dürft ihr raten: Polyurethan, Bestandteil: Diphenylmethan-4,4´Diisocyanaat!! Genau dasselbe kostet ca 10 € auf 1000 ml, also 5 mal so teuer und reine Geldmacherei!! Aber wie gesagt nur meine eigene Meinung.
Was ich nicht verstehen kann ist das Ablösen laut der Beschreibung oben: Nach der Aushärtung ist PU Schaum in keiner einzigen Weise mehr auf mechanischem Wege zu verändern (nur mit Gewalt , es kann sich auch niemals mehr auf mechanische Weise ablösen, geschweige denn 10% tige Volumensverringerung, das ist absolut unmöglich. PU kann nur auf chemische Weise nach der Aushärtung verändert werden. Ich kann mir für das Problem nur folgende Möglichkeiten vorstellen: Wenn Untergrund Fettspuren enthalten hat, oder noch Reste chemischer Elemente (SP Verdünnung) vorhanden waren, dann kann keine perfekte Verbindung entstehen oder das Produkt war mangelhaft oder war über 12 Monate alt??, dann auch möglich weil Isocyanate enthalten sind??
Da ich meine Wände vollständig neu gemacht habe in dreifachem Sandwich (s. Vorige Seiten irgendwo) habe ich natürlich kaum mit Bauschaum aus dem Baumarkt gearbeitet ( nur mal in einzelnen Zwischenräumen, wenn ich zu faul war die Pistole nachher zu reinigen Das wäre viel zu umständlich gewesen. Ich habe aber auch ein Gemisch aus Polyurethan, Diphenylmethan-4,4´Diisocyanaat, Isocyanate verwendet.
Weiter im Text zur Dacherhöhung:
In den siebziger Jahren wurden die ersten VW Busse T1 in einer Campingversion angeboten. Auf dem Dach wurden damals Glasfaserdächer eingebaut, mit Holzrahmen, Metallklappschanieren und Stoffseitenwänden mit Fenstern, um im Bulli stehen zu können. Die Außenmaße dieser Dächer waren ca 1,10 m breit und ca 1,80 m lang. Model oder Firma: SYRO. Da die Busse kaum noch existieren, die Dächer aber noch reichlich auf dem Gebrauchtmarkt zu bekommen sind habe ich mir 2 davon besorgt (eins aus Bayern, eins aus Berlin, umständlicher gings kaum ) Dann habe ich lediglich nur das Dach meines Hobby 600 in dem Ausschnittsmaß ca 1,00 m x 3,20 m ausgeschnitten, nicht ganz entfernt. Die beiden Syrodächer wurden entkernt, die Löcher von den Klappschanieren in dem Dach mit Glasfaser und Epoxid (1 Schicht) und Poliester ( 2 Schicht) 2 Komponenten System geschlossen und verbunden, das gleiche folgte selbstverständlich am Übergang zum GFK Dachübergang zum Hobby. Die SyroDächer haben von Grund auf eine dem Hobbydach wunderbar vergleichbare Wölbung, haben ca 15 cm hohe Außenwände, also perfekt. Die Ränder passten zwar nicht ganz, hab sie aber gut angleichen können. Grundsätzlich mal wieder zur Stabilität. Das Dach des Hobby ist ebenso selbsttragend wie die Wände. Ein so grosses Loch im Dach macht grundsätzlich nichts aus ABER Die beiden SYROdächer haben schon ein Eigengewicht und würden das Dach beim aufsetzen bestimmt 5 cm eindrücken, also die Dachränder abstützen: AUCH HIER wie bei Wandreparaturen, den Aufbau mit Glasfaser usw immer von innen nach außen, niemals umgekehrt! Dann hab ich die Dämmung des neuen Innendachaufbaus, wieder 3 faches Sandwich begonnen (s. Seiten vorher) obwohl noch keine neue Innenwand zum Halt ( bspw die Badwand) eingesetzt war, kam mir das Dach nach der Dämmung nicht nach unten entgegen. Hab die Stützen vorsichtig kurz entfernt und ausgemessen, Ergebnis absolut selbsttragend.. Mittlerweile kann ich auf dem gesamten Dach auch rumlaufen, da es viel robuster ist, als vorher serienmäßig.
Auch ja zu Kurts Frage: Ich hab die Wände für mich aus den folgenden Gründen so stark gedämmt. Die Serienmäßige Dämmung durch 3 cm Styropor reicht für mich überhaupt nicht aus, ich will im Winter auch mal in den Schnee. Deshalb zunächst einmal der Materialwechsel von Styropor zu Styrodur. Styrodur hat viel bessere Dämmwerte, des weiteren ist die Wasseraufnahme bei Styrodur viel geringer, die Brandwerte sind besser, es besteht eine sehr viel höhere Druckfestigkeit und zusätzlich ist auch noch die Schallisolierung höher. (nur leider viel teurer) Zur Dicke und zum Mehrschichtverfahren. Ein Winterfestes Wohnmobil benötigt zum einen mindestens 5 cm dicke Wände um einigermaßen den Gasverbrauch zu senken, meine Meinung.. Je besser gedämmt und desto dicker, desto weniger Kältebrücken. Warum: sämtliche Schraubbefestigungen, bspw. die Schrauben für die Markise, Heckleiter oder Dachreling gehen ja in die Wände. Metallschrauben sind ebenso Kältebrücken, wie bsw Alurahmenfenster, die Kälte dringt immer bis zum Ende des Metalles ins Wageninnere vor. Bei mir enden alle Metallschrauben, bei einer Wandstärke von 70 mm in der Wand, also in der Dämmung, über das Ende dieser Verbindungen geht die Dämmung zum Fahrzeuginneren noch hinaus. Vom inneren habe ich jeweils gedämmte Klappen und Zugriffsdosen, von denen man zur Not an die Schrauben usw zu Reparaturzwecken rankommt. So gut die Dämmung im Winter die Wärme im Fahrzeug hält, so gut ist im Sommer übrigens auch die Abschirmung zur Aussenwärme.
Den Fahrzeug Grundriss und die Innenaufteilung behalte ich in etwa so bei, wie sie vorher war. Hab lediglich das Bad zum Gang hin um ca 15 cm erweitert (bis zum Ende des kleinen Schränkchens mit der Steckdose, das da vorher war) und die Badtüre gerade gesetzt. Dadurch bekomme ich endlich eine abtrennbare vernünftige Dusche. Dadurch das ich den Heiz.Boiler Truma C 6002 nehme kann der Raum der alten Heizung jetzt als Gang benutzt werden. Die Ersparnis des Heizungsplatzes (ca 15 cm) ist genauso groß wie der Raumgewinn im Bad.
Hoffe es war ein wenigverständlich
LG R.
rk-lord am 24 Sep 2008 17:30:21 Fast vergessen hab auch mal eine Frage, insbesondere an Wilfried.
Ich habe eine AF Ausführung und habe mir auch schon überlegt auf Typ B vorne umzurüsten, eine schöne L sitzgruppe ist bestimmt gemütlicher!
Aber verliere ich dann nicht einen Sitzplatz? Meines Wissens streicht der Tüv einen. Übrigens, ich glaube es gibt wirklich Unterschiede, aber ich habe seit Anfang an, bereits im KFZ Brief 6 Sitzplätze stehen, hab schon gehört das manche nur 5 Sitzplätze haben trotz gleichen Bänken vorne??
Wieviel Sitzplätze habt ihr denn eingetragen??
LG R.
Gast am 24 Sep 2008 20:59:35 rk-lord hat geschrieben:Die Serienmäßige Dämmung durch 3 cm Styropor reicht für mich überhaupt nicht aus, ich will im Winter auch mal in den Schnee.
Hallo rk-lord, dann würde mich in diesem Zusammenhang interessieren, was Du mir dem Abwassertank bzw. den Abwasserleitungen vorhast. Für mich war das immer das Problem bei Minustemperaturen - nicht die Isolierung, dafür gibt es eine Heizung. rk-lord hat geschrieben:Aber verliere ich dann nicht einen Sitzplatz? Meines Wissens streicht der Tüv einen. Übrigens, ich glaube es gibt wirklich Unterschiede, aber ich habe seit Anfang an, bereits im KFZ Brief 6 Sitzplätze stehen, hab schon gehört das manche nur 5 Sitzplätze haben trotz gleichen Bänken vorne?? Wieviel Sitzplätze habt ihr denn eingetragen??
Da sprichst Du ein heikles Thema an. Zunächst: Unser Hobby 600 Typ A/Bj.87 hat 5 Sitzplätze eingetragen. Neben den beiden Dreipunktgurten für Fahrer und Beifahrer gibt es noch zwei Beckengurte auf der hinteren Bank der Dinette. Die fünfte Person darf/muss unangeschnallt irgendwo sitzen. Das würde Heutzutage kein Mensch mehr abnehmen. Aber da es eingetragen ist, gilt der Bestandsschutz - solange, wie das Fahrzeug original bleibt. Fängst Du nun an, die Sitzbänke umzubauen, könnte es Probleme geben. Ebenso weiß ich nicht, wie der TüV Umbauten wie z.B. eine Dacherhöhung sieht. Streng genommen muss Du dies und auch die anderen Fenster eintragen lassen. In dem Zusammenhang kann es dann durchaus passieren, dass Du nur noch zwei Sitzplätze eingetragen bekommst, weil Du nur zwei Dreipunktgurte nachweisen kannst.
Wenn Du mal einen schönen Umbau auf Typ B sehen willst, dann guck mal
--> Link
turbokurtla am 24 Sep 2008 21:09:57 Tag rk- lord
Klasse erklärt, und wie schon gesagt, ne irre Arbeit.
Doch 2,3 Sachen lassen mir jetzt doch keine Ruh.
Bin zwar kein Chemiker und hab mich auch noch nie mit den Zusammensetzungen befasst, doch irgendwo muss sicher noch ein Unterschied zwischen Bauschaum und dem Kleber sein. Bauschaum hat eine viel kürzere offene Zeit bis zum Verhärten der äußersten Schicht und quillt ums vielfache auf. Beides ist meiner Meinung nach überhaupt nicht förderlich für solche Reparaturen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, mehrere qm glatte Fläche z. B. für ein neues Blech damit aufzuspachteln oder einstreichen und das dieses dann auch hält.
Bei einer großen Reparatur von z. B. Wasserschaden im Bug mit Seitenwand und teilweise Boden verbraucht man etwa 5 - 7 Kartuschen Caravankleber, der ca. 80 .- kostet. Da fang ich nicht das sparen an ohne zu wissen was ein Bauschaum später wirklich aushält. Z. B. Feuchtigkeit, Verwindungen oder sehr hohe Temperaturen.
Beim Thema Isolierung hast Du sicher Recht, dass es so besser ist. Doch ich war auch schon oft Wintercampen mit herkömmlicher Iso und hab noch nie gefroren. Im Übrigen ist jedes Führerhaus eines Womos extrem schlecht. Hast Du den Fußboden auch zusätzlich isoliert ?
Zum Thema Wasser ist Deine Variante mit Sicherheit sehr gut, doch bei einem Wassereinbruch, meist von oben, läufts halt durch, ohne großen Schaden an den Wänden anzurichten. Doch dann ist der Fußboden dran.
Bitte nicht falsch verstehen, ich will Dich nicht kritisieren. Ich sehe das halt erstens aus längjähriger Erfahrung ( als Camper und Monteur ) und zweitens immer im Verhältnis Aufwand/Nutzen.
Kurt
abo1 am 24 Sep 2008 23:16:42 turbokurtla hat geschrieben:... Zum Thema Wasser ist Deine Variante mit Sicherheit sehr gut, doch bei einem Wassereinbruch, meist von oben, läufts halt durch, ohne großen Schaden an den Wänden anzurichten. Doch dann ist der Fußboden dran.
hallo
warum richtet es da nix an?
ist doch eine sperrholzplatte mit einlaminiert wenn ich das richtig verstanden habe
wenn die sauber nass wird geht der zweischalige sandwich auseinander, oder?
lg
g
PS:
--> Link
zitat:
" 2K-Rapid-Schaum
Basismaterial - Polyurethan-Prepolymer
Verarbeitung - Untergrund
Die Untergründe müssen tragfähig, sauber, staub-, fett- und formtrennmittelfrei sein. Zu nasse Untergründe können zum Schrumpfen des ausgehärteten Schaumes führen.
Zargenelemente bzw. sonstige Bauteile fachgerecht zur Befestigung vorbereiten."
lg
g
turbokurtla am 25 Sep 2008 07:14:34 Hast Recht.
Kurt
Gast am 25 Sep 2008 09:12:16 abo1: Kannst Du bitte mal Deinen Link kürzen? Danke!
abo1 am 25 Sep 2008 09:42:47 Lollo_C hat geschrieben:abo1: Kannst Du bitte mal Deinen Link kürzen? Danke!
wozu?
umbricht doch automatisch
lg
g
guckst du dirks posting hier:
--> Link
"23 08 2008 12:49:21
Ich hab mich nochmal damit befasst - und bin zu dem Schluss gekommen, daß es wesentlich einfacher ist, nur den Linktext zu ändern - anstatt den Link zu analysieren und auf eine Länge X zu kürzen.
Ich habe eine Änderung an der Linkdarstellung vorgenommen, so daß es jetzt vollkommen egal ist, wenn zu lange Links gepostet werden. Links werden automatisch auf einen kurzen Titel reduziert."
bei mir klappt das auch
alle links werden auf seitenbreite umbrochen
lg
g
Gast am 25 Sep 2008 10:29:34 abo1: lass uns jetzt bitte hier keine Diskussion über die standardmäßigkeit von Browser lostreten. Der Thread war bis jetzt so iinteressant, aber wenn ich nun bis zum Ende der Seite ständig von rechts nach links scrollen soll, dann nervt das doch schon sehr.
Ich benutze übrigens den Firefox!
abo1 am 25 Sep 2008 10:46:53 Lollo_C hat geschrieben:Ich benutze übrigens den Firefox!
hallo
ich auch!
wäre schon interessant warum das bei dir offenbar nicht klappt
habe meine links hier immer eingekürzt
aber seit dirk gesagt hat es klappt auch so ....
wäre schon von interesse
lg
g
PS:
evt liegt es ja an den java script einstellungen
hast du die ausgeschalten?
einschalten und unter "erweitert" NUR das resizen von fenstergroessen zulassen, alles andere kann ausgeschalten bleiben...
PPS:
im nachhinein kann ich eh nix kürzen
muesste ein mod tun....
lg
g[/img]
Gast am 25 Sep 2008 13:51:06 Hallo abo1:
javascript ist eingeschaltet
-vielleicht findet sich ja ein Moderator, der das ändert
rk-lord am 26 Sep 2008 08:41:42 Hallo allerseits,
die Frage der Minustemperaturen beim Abwasser ist absolut berechtigt.
Was den Abwassertank und die Abwasserleitungen angeht wird es bei mir hoffentlich keine Probleme mehr geben: Sämtliche Abwasserleitungen sind jetzt bei mir im inneren des Fahrzeuges im oberen Teil des erhöhten ( ca 1,8 cm), GFK versiegelten Bodens verlegt und zusätzlich in GFK verstärktes Epoxid eingegossen. Absolut unzerstörbar und einfrieren können sie dadurch auch nicht mehr, sobald der Innenraum beheizt wird. Auch der Abfluß der Dusche ist ganz leicht abfallend in den Boden gegossen und verbindet sich dann unterwegs mit dem Abfluß des Badwaschbeckens. Hinter der Badwand, also im Kofferraumboden trifft diese, ich nenne es mal gekoppelte Abwasserleitung auf eine zweite Abwasserleitung: Diese zweite kommt ebenfalls abfallend in einem extra Schacht vom Küchenbecken. Diese ist auch im Inneren verlegt und nicht mehr wie serienmäßig unterhalb des Fahrzeuges. Alle Abwasserleitungen verbinden sich dann also in einem Punkt hinten im Kofferraum so dass dort lediglich nur noch eine einzige Verbindung zum Abwassertank nach unten besteht. In den Bodenübergang vom Kofferraum zum Tank habe ich aber kein blosses Spiralrohr mehr (serienmäßig ca 25 mm) sondern ich habe mir als Gesamtablauf, wirklich in Milimeterarbeit, eine Art Sifonablauf gebastelt um so Gerüche aus dem Abwassertank zu verhindern. Im Übrigen habe ich die Frischwasserleitungen in zusätzlichen Kunststoffrohren verlegt, Im Falle eines Defektes bleibt das Wasser in diesen Hülsen und ich kann die Leitungen jederzeit im Bedarfsfalle problemlos austauschen. Was den Abwassertank angeht: Ganz einfach dieser besitzt bei mir jetzt eine eigene Heizung, die sich über ein Thermostat bei Frost zuschaltet. Ist im Zubehörhandel erhältlich.
Absolut richtig sind Wilfrieds Ausführungen, das mit den Beckengurten und eingetragenen Sitzplätzen. Bestandsschutz wenn und solange keine Veränderungen an den Sitzenbänken vorgenommen werden. Aber ich meinte etwas anderes. Und zwar frage ich mich folgendes. Zum einen habe ich zwei Tüvprüfer, denen ich regelmäßig die vorgenommen baulichen Veränderungen vorführe, der Tüv kommt zu mir vorbei vorbei, man muß nicht immer mit dem Fahrzeug zum Tüv fahren. Im Übrigen bisher kamen sie immer nur und erwähnten dann, dass sie bisher nix prüfen und abnehmen mussten, sonder nur noch was lernen können :) Ich frage mich also folgendes, und das habe ich den Tüvprüfern bisher aus verständlichen Gründen wohlweislich verschwiegen. Ich habe die A Sitzgruppe vorne, als zwei gegenüberliegende Bänke mit einem Tisch dazwischen, ergibt bisher bei mir 6 eingetragene Sitzplätze, (2 Fahrerraum, 4 Sitzbankplätze.) Wenn ich die vordere Sitzbank endferne und am Fenster lang als Sitzgruppe baue habe ich dann nur noch 5 Sitzplätze, Also hat die Hobby 600 B Ausführung serienmäßig nur 5 Sitzplätze????? Meine AF Ausführung, also A vorne Bj. 1986 hat 6, also würde ich diesen Sitzplatz verlieren???? A 6 und B5 ?? Die Tüvprüfer kann ich leider kaum fragen, denn dann wären Sie ja praktisch auf die Problematik von mir aufmerksam gemacht worden!!
Nebenbei. Ich nehme die Beckengurte der hinteren Bank selbstverständlich raus und schweiße mir einen Gurtbock für 3 Punkt Gurte für die hintere Sitzbank, dieser muss mit dem Fahrzeugrahmen verbunden sein. Mein Prüfer hat den Plan gesehen und hat schon gesagt, wird er ohne Probleme abnehmen (Sie muss abgenommen sein, ansonsten ist der Einbau solcher 3 Punkt Gurte übrigens nicht zulässig).
Selbstverständlich muß bspw. auch die Dacherhöhung abgenommen sein vom Tüv und die veränderte Fahrzeughöhe in die Papiere eingetragen werden, Fenster müssen sichtbar die Din Zeichen haben etc.
Zum Thema Wasser und Boden. Kurt hat absolut Recht, dass Wassereinbrüche fast immer nur von Oben anfallen. Also Dachübergang zur Wand, Fenster, Dachluken, oder beim Hobby 600 ganz gefährlich Türrahmen, Dachreling, Heckleiter, Antennenmast und auch mal zur Vorsoge die Lampen im Dach vorne mal genauer anschauen!!! Dies kann man ganz einfach überprüfen, indem man mal das Kontrollpanel mit den Schaltern vorne ausbaut und sich die Lampen von innen anschaut.
Das Wasser sammelt sich in den Wänden, sickert dann schwerkraftsbedingt nach unten, sammelt sich dort und verfault den Fahrzeugboden. Beim Hobby 600 ist es sehr oft hinten rechts der Boden, wenn es der hintere Bereich ist oft durch Heckleiter oder die Dachleiste, wenn es der vordere Teil des hinteren rechten Bodens ist durch einen undichten Übergang des Antennenmastes der sehr oft verbaut wurde mit der Kathrein BAS50.
Ich möchte ich noch einmal AUSDRÜCKLICH ERWÄHNEN: Meine Ausführungen mit Epoxidversiegelungen der Wände etc. (s. m. Ausführungen auf den Seiten vorher) sind AUF KEINEN FALL vollständig auf die Reparatur von Serienfahrzeugen anzuwenden.
ICH REPARIERE KEIN WOHNMOBIL; WOHLGEMERKT ICH BAUE EIN VOLLSTÄNDIG NEUES, DAS IST ABSOLUT NICHT VERGLEICHBAR!!
Bei meinem Fahrzeug kann absolut kein Wasser mehr durch den Dachübergang oder die Wände eindringen. Warum: Das Dach hat bspw überhaupt keinen Übergang mehr zu den Seitenwänden, sondern ich habe das Dach und die Wände nicht nur innen sondern auch außen zu einer Einheit fest miteinander verbunden, alles mit GFK versiegelt und verspachtelt. Es gibt die superanfälligen Zierleisten nicht mehr! Auch die Fensterrahmen, Dachlukenrahmen und Serviceklappen sind untrennbar eine Einheit mit der Außenkarosserie ohne Lücken und ohne Dicht/Klebemittel.
Bspw. auch die Außenhülle der Markise, ich habe eine Omnistor 5002, ich glaub so heißt die, verbaut, ist in die Karosserie eingearbeitet mit GFK. Später wird alles lackiert ohne Übergänge. Die Schrauben der Heckleiter und Dachreling werden alle eigene Glasfaserschächte besitzen. Dort könnte ruhig Wasser reinkommen/ reinfließen, es hätte nie eine Verbindung zur Innenwand, also innerhalb der Innenwand, sondern könnte nur sichtbar im Inneren des Womos hinunterlaufen. Dieses Verfahren habe ich auch bei allen anderen Öffnungen so gemacht, bzw werde machen. Also die Ränder der Wandöffnungen der Lüftungsgitter des Kühlschrankes, Abgaskamin Heizung, Außenabgang Vorzeltheizung, Außendusche, Außensteckdosen, Abgasgitter im Boden des Gaskastens, Kabeldurchführungen zum Dach, der oben beschriebene Abwassersiffon zum AbwasserTank etc sind vor dem Einsetzen mit Glasfaser versiegelt, bin natürlich noch nicht ganz mit allem fertig. Zur Verdeutlichung, wenn man bspw. Mal ein Kühlschrankgitter ausbaut, schaut man in einen 7 cm langen GfK Kanal, könnte man ruhig vollkommen nass auswaschen, da wasserdicht.
Anmerkung zur Außendusche. Hab lange über geeigneten Platz nachgedacht und sie in den Wäscheschrank gelegt. Zum einen leichte Verbindung des Wassers, da bereits in Küche vorhanden. Des weiteren kann man innerhalb des Safarirooms duschen wenn man extra Duschwanne mitnimmt mit Abfluss nach außen, Im Winter sogar im Warmen, wenn man Vorzeltheizungsausgang im Womo hat. Ich hab diese Heizung hinter den Wäscheschrank auf den Radkasten gebaut mit Truma Strangsperre und Zugregler Warm/Kalt, im Schlafzimmer und im Sommer kann man die Dusche problemlos aus dem Vorzelt ziehen und trozdem regeln und draußen duschen.
Also meine Ausführungen bitte bloß nicht 1 zu 1 anwenden, dann müsste man wirklich alles genauso machen wie ich, wenn man nur teilweise so vorgeht, könnten wie Wilfried und Kurt es bereits ausgeführt haben ganz böse Überraschungen auftreten!
Bitte bloß als kleine Anregung lesen.
Ich bin übrigens für jegliche kritische Fragen absolut dankbar, so kann ich schön vergleichen, ob mir bei meinem Bau nicht bedachte Fehler unterlaufen. Wie sagt man doch so schön, ist man erst mal mit Allem fertig ist es für Änderungen meist zu spät
LG R.
larsg am 26 Sep 2008 09:54:04 Guten Morgen R.,
das ist ja schon eine Riesenarbeit, die du dir da bereits gemacht und noch vor dir hast. Bei mit geht es morgen erstmal mit Holzumstapeln los, damit der Hobby in die Scheune passt.
Zu den Sitzplätzen: Ich habe bei mit auch 6 Eingetragen (Hecksitzgruppe und Dinette + Fahrer/Beifahrer). Wie diese Verteilt sind, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Bei Wilfried auf der Seite habe ich aber in irgendeiner Datei (Anleitung, Prospekt ... ?) mal was gelesen.
Habe gerade doch nochmal den Link rausgesucht: --> Link
Ist eine englische Bedienungsanleitung als PDF. Da sind zwar immer 5 Sitze eingezeichnet - aber wo der 6. sein sollte ist dann klar. Also nach meiner Meinung bei 6 Sitzen: 2 ganz Hinten parallel zur Fahrtrichtung mit Abstützung zum Bad, bzw. Kleiderschrank.
2 Sitzplätze auf der Dinette-Bank in Fahrtrichtung und Fahrer-/Beifahrersitz.
Ich stehe bei den Sitzplätzen auch noch vor dem Wohnmobil-Gurtproblem älterer Baujahre.
Ganz hinten ohne Gurte will ich niemanden Sitzen haben - bleibt nur die Dinette. Da habe ich 2 Beckengurte in Fahrtrichtung. Habe auch zusätzliche Kindersitze, die für Beckengurte aktuell zugelassen sind. Mit dem Tisch sollte es bei den Kindersitzen keine Probleme geben, da sie ja in den Sitzen mit 5-Punkt-Gurten gesichert sind. Erwachsene kann man aber guten Gewissens nicht dort hinsetzen.
Wenn ich also alles andere im Hobby fertig habe, werde ich hier was machen wollen/müssen. mir schweben im Idealfall zwei neue Gurtböcke mit 3-Punktgurten für die Dinette vor.
Ich werde wohl mal versuchen müssen, einen kompetenten TÜV'ler hierzu zu finden, der das hoffentlich auch noch abnimmt. Die Meinung - auch hier im Forum, was man darf, geprüft, sicherer ist, etc, geht ja querbeet durcheinander.
Eine Anmerkung am Rande: Der Wassertank, zuminders so wie er bei mir verbaut war, reisst bei einem Unfall ja sofort die ganze Sitzbank ab! Ist es von der Gewichtsverteilung möglich, diesen eventuell ins Heck oder unter den Boden (fahren nicht im Winter!) zu verlegen?
,
Lars
Gast am 26 Sep 2008 12:25:02 Moin zusammen,
das waren ja wieder interessante Beiträge von rk-lord und auch von larsg (übrigens habe ich mir die Texte nach Word kopiert, um nicht dauernd scollen zu müssen).
@rk-lord: Bei all dem Aufwand, den Du da betreibst, stellt sich mir die Frage: Der Aufbau ist nachher besser als neu; aber was ist mit der Basis? Ich habe schon genügend unterm Auto gelegen und geschweißt und ich kenne auch die Schwachstellen der 280er. Wie sieht die Basis bei Dir aus und wie behandelst Du sie?
rk-lord hat geschrieben:Also hat die Hobby 600 B Ausführung serienmäßig nur 5 Sitzplätze????? Meine AF Ausführung, also A vorne Bj. 1986 hat 6, also würde ich diesen Sitzplatz verlieren???? A 6 und B5 ??
Das kann man so pauschal nicht sagen. Damals hat das kaum einen interessiert. Wir haben auch einen Typ A. und der hat nur 5 Sitzplätze. Das AF bedeutet übrigens A=4er Dinette vorn F=Festbett hinten. Zu der Zahl der Sitzplätze einmal ein ganz anderer Aspekt: Ich hatte mein Fahrzeug damals mal mit vollem Tank, leerem Wasser und ohne Fahrer und Beladung auf der Waage. „Leergewicht“ 2,48 t => zGG (damals) 2,8 t. Wenn ich nun pro Person die genormten 75 kg nehme, so darf ich 4,2 Personen zuladen – und habe noch kein Wasser bzw. Kleidung an Bord! Ich habe mein Fahrzeug damals daraufhin auf 3,1 t aufgelastet und fuhr trotzdem mit 2 Erwachsenen, zwei Kindern und einem Hund immer an der Zuladungsgrenze. Wenn Du nun schon 300 kg Mehrgewicht durch den Umbau einplanst und (ich unterstelle einmal) 3,1 t zGG hast, dann solltest Du mit 4 Sitzplätzen zufrieden sein. Bei mehr bist Du überladen! Sehe ich das übrigens richtig: Dein Hobby hat 14“-Bereifung? larsg hat geschrieben:Wenn ich also alles andere im Hobby fertig habe, werde ich hier was machen wollen/müssen. mir schweben im Idealfall zwei neue Gurtböcke mit 3-Punktgurten für die Dinette vor.
@Lars: Wenn Du so etwas vorhast, dann nicht wenn alles fertig ist, sondern vorher. Wie rk-lord schon richtig anmerkte, muss der Gurtbock mit dem Aufbau verbunden werden. Und dass ist bei Dir der Boden. In der Sitzbank liegt aber der Tank und dass wird dann ein größerer Umbau. larsg hat geschrieben:Der Wassertank, zuminders so wie er bei mir verbaut war, reisst bei einem Unfall ja sofort die ganze Sitzbank ab!
Über mögliche Folgen eines Unfalls darfst Du bei einem Wohnmobil nicht nachdenken! larsg hat geschrieben:Ist es von der Gewichtsverteilung möglich, diesen eventuell ins Heck oder unter den Boden (fahren nicht im Winter!) zu verlegen?
Im Heck hast Du schon den Abwassertank. Jede Last hinter der Hinterachse entlastet die Vorderachse und da hat der Duc schon genug Probleme. Grundsätzlich kannst Du einen Tank unter das Fahrzeug bauen, aber: er darf dann nicht höher als ca. 20 cm sein, muss in die Flächen zwischen die Längsholme passen, aber da sind schon Auspuff und Handbremsseil. Ich glaube kaum, dass Du da einen passenden Wassertank für findest.
Es gab einige Hersteller (ich glaube z.B. Detleffs), die haben unter den Sitzen im Fahrerhaus jeweils einen kleinen Tank untergebracht. Aber dann musst Du die Zusatzbatterie umbauen.
Übrigens bin ich von der Diskussion hier ganz begeistert; verstärkt sie bei mir doch die Meinung, dass Hobby 1987 (für damalige Verhältnisse) ein tolles Fahrzeug gebaut hat.
rk-lord am 26 Sep 2008 12:25:40 Hallo Lars,
die Sitzbank um den Tank ist wirklich ein Witz, das Holz ist mit Plastikscharnieren verschraubt im Boden und die obere Bodenplatte besteht ja nur aus Sperrholz
Bleiben folgende Möglichkeiten:
1. Du fährst nur mit leerem Tank :)
2. Wenn Du neuen Gurtbock einbauen willst, passt die alte Bank sowieso nicht mehr
dann musst Du eh eine Neue bauen. Aus Multiplex, wenn Dein Boden noch gut ist einfach 16mm Multiplex auf das alte Bodenholz mit wasserfestem Leim aufleimen, als verstärkten Boden, aber bitte mit Holzdübeln im Boden und auch die Wände verdübeln. Wenn LKW Böden so gebaut werden hält das einen kleinen Wassertank von 100 litern locker aus.
Den Tank musst Du auch neu bauen/ändern lassen, wegen den nach vorne verlaufenden Trägern des Gurtbockes und der späteren Höhe. Der hintere Teil des Gurtbockes kann übrigens mit dem Rahmen an den gleichen Stellen verbunden werden, wie zuvor die Beckengurte. Vorne brauchst Du dann nochmals Befestigungen am Rahmen für die Befestigung des vorderen Teils des neuen Gurtbockes. Übrigens die fertigen Gurtböcke passen alle nicht perfekt, vor allem weil die Hobby Wand ja gebogen ist und nicht gerade.
Außerdem stört der Heizungskanal auf der linken Seite!
3. Wenn Du den Tank nach hinten verlegst, ist es mit der Gewichtsverteilung nicht mehr so
toll. Denn der Tank läge dann ja auch noch hinter der Hinterachse, die Hauptgewichte sollten aber immer zwischen den beiden Achsen liegen. Außerdem müsstest Du dann in jedem Fall auf eine Druckwasseranlage umbauen, wegen dem doppelten Weg vom Tank zum Boiler und zurück. Allein die Leitung zur Küche wäre dann ca 10 m lang (Tank –Boiler-Tank-Küche). Zumindest bei mir war noch eine Tauchpumpenanlage verbaut.
LG R.
Lancelot am 26 Sep 2008 12:31:14 Lollo_C hat geschrieben:Ich glaube kaum, dass Du da einen passenden Wassertank für findest.
Für den Fall : Tank nach Maß --> Link
(Bin hin und weg über Eure handwerklichen Fähigkeiten :gut: )
larsg am 26 Sep 2008 13:02:38 Hallo Zusammen,
Lollo_C hat geschrieben:Übrigens bin ich von der Diskussion hier ganz begeistert; verstärkt sie bei mir doch die Meinung, dass Hobby 1987 (für damalige Verhältnisse) ein tolles Fahrzeug gebaut hat.
Das finde ich auch! Und die Diskussion / Beiträge hier im Forum sind so angenehm "kultiviert" - da kenne ich doch (leider) anderes im Internet. Lollo_C hat geschrieben:@Lars: Wenn Du so etwas vorhast, dann nicht wenn alles fertig ist, sondern vorher. Wie rk-lord schon richtig anmerkte, muss der Gurtbock mit dem Aufbau verbunden werden. Und dass ist bei Dir der Boden. In der Sitzbank liegt aber der Tank und dass wird dann ein größerer Umbau.
Ja! Da habe ich mich nicht richtig ausgedrückt. Die anderen Arbeiten an der Hülle und die Wände, Decke, Karosserie, etc. werden trotz Hilfe von Freunden, Bekannten und Familie sicherlich einige Zeit in Anspruch nehmen. Da die jetzigen Bänke vorne teilweise weggegammelt waren, muss hier dann so oder so was neues gebaut werden. Wenn ich (nächstes Jahr) zu diesem Punkt komme, werde ich hier was machen wollen/müssen! Ich bin mit meine Gedanken immer schon beim (Wieder-)Aubau und der Gestaltung der Inneneinrichtung.
Vermutlich wird der Tank dort bleiben. Es gibt ja verschiedene Gurtbocksysteme. Würde eines ohne Querstrebe mitten in der Bank nehemen wollen. Habe noch nicht nachgemessen, ob der jetzige Tank da reinpasst (der liegt schon ausgebaut in der Scheune). Wie ist das mit der Tankgröße? Würde nach Erfahrungswerten nicht auch ein kleinerer reichen. In meinem alten Bulli war glaube ich 50L montiert. Bin mir aber nicht mehr sicher. Wir wollen im Hobby nicht duschen. Stehen wahrscheinlich im Urlaub meist auf einem Campingplatz. Hatte an einen Außenduschanschluß gedacht um bei einem Zwischenstop/nach Strandbesuch mal die Kinder abduschen zu können.
,
Lars
rk-lord am 26 Sep 2008 14:21:46 Hallo Wilfried,
also was die Basis des Fahrzeuges angeht würde ich es bezeichnen als ladenneu!
unrestauriert, unverbastelt, unverrostet ungeschweißt, schaut einfach perfekt aus.
2,4 Liter Diesel, Laufleistung original 100 tsd, ein Zahnriemenwechsel, 3,1 Tonnen zGG, AHK, auf 14 Zoll.
Gibt es bessere Bereifung als 14 Zoll?
Ich hab mich überhaupt noch nicht um die Technik gekümmert, außer lauter Neuteile hier rumliegen, wie Wasserpumpe, Kühler, Lima, Auspuffanlage etc, wird auch alles erneuert.
Was gibt es denn für Schwachstellen beim 600 zum schweißen?
LG R.
Gast am 26 Sep 2008 14:23:32 larsg hat geschrieben:Hatte an einen Außenduschanschluß gedacht um bei einem Zwischenstop/nach Strandbesuch mal die Kinder abduschen zu können.
Hallo Lars,
ich würde mir dass noch einmal überlegen. Du betreibst einen Aufwand (Wanddurchbruch und Leitungen), dafür dass Du zwei- bis dreimal im Jahr den Kindern den Sand von den Füßen spülst. Ich habe eine sogenannte Solardusche im Kofferraum. Das ist ein schwarzer Kunststoffsack, den fülle ich z.B. vor einer Fahrradtour mit Wasser und hänge ihn dann an die Heckleiter oder sonstwie in die Sonne. Wenn ich nach einer Fahrradtour wiederkomme, habe ich warmes Wasser für die erste Reinigung. Ganz nebenbei kann ich damit im Notfall auch den Frischwassertank füllen, wenn ich das Fahrzeug auf einem CP mal nicht bewegen will. Eine andere Alternative wäre eine Gießkanne für die Kinderfüße.
PS: Endlich wieder normale Fensterbreite im Browser :-o
larsg am 26 Sep 2008 15:17:32 Hallo Wilfried und alle anderen hier!
Ich verabschiede mich jetzt ins internetfreie Wochenende aufs Dorf. Melde mich ggf. am Sonntag Abend wieder. Glaube aber nicht, dass ich am Hobby selber etwas schaffen werde. Falls doch, halte ich natürlich alle "Überraschungen" auf Foto fest.
Schönes Wochenende,
Lars
larsg am 29 Sep 2008 11:25:56 So ihr Lieben,
nach einem ganzen Tag Holzumschichten steht der Hobby nun im Trockenen. Ein gutes Gefühl - bis auf den Muskelkater! Da das alles schneller als gedacht ging, hatte ich am Sonntag noch Zeit am WoMo was zu machen.
Meinen ursprünglichen Plan, alles auszubauen habe ich (vorerst) verworfen. Die Sitzgruppe hinten und vorne ist (bzw. war schon) ausgebaut. Ich habe an allen Wänden unterhalb der Hängeschränke (Ausnahme: Küchenzeile) das Kunstleder entfernt. Von außen alle Lüftungsgitter, Serviceklappen, etc demontiert und hinten rechts (wo es aktuell feucht ist) das Fenster (komplett mit transparenten Silikon eingedichtet ....) ausgebaut. Teilweise die Abdeckleisten außen abgeschraubt. Wilfrieds "Ordnungstips" mit beschrifteten Behältern habe ich beherzigt.
An einer Stelle war ein Streifen des Himmels "locker" - um nicht zu sagen das vom Kunstleder umspannte Sperrholz war pulverisiert. Ich werde hiervon nochmal Bilder machen, da mir nicht eindeutig klar ist, woher hier wohl einmal ein Wasserschaden gekommen war. Positionsangabe für Hobby 600 Besitzer: ein Streifen neben dem Schornstein der Heizung in Richtung vorne. Dachte zuerst an den Schornstein oder die Dachluke im Bad.
Werde nächstes Wochenende Bilder machen - hatte leider die Kamera zuhause liegen lassen.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass weniger Gammel drin ist, als gedacht. Daher möchte ich wenn möglich die Hängeschränke drin lassen und nur das demontieren, was nötig ist. Die Wassereintrittsstellen (Stöße Wand/Dach) sind immer unterhalb der Hängeschränke. Das war mir bis gestern nicht richtig bewußt. Ich muß also nur die Sichtblenden unter den Hängeschränken abschrauben, damit ich vernünftig arbeiten kann.
Als Wandverkleidung kommt dann wieder Kunstleder mit Schaumrücken zum Einsatz. Da kann ich sauber unter den Hängeschränken ansetzen.
Meine Baustellen sind also:
Hinten rechts morschen horizontalen (bis ca. Fenstermitte) und vertikalen Balken und Isolierung am Fenster ersetzen. Habe ich bereits freigelegt und entfernt, damit alles schön trocknen kann.
Hinten Links vermutlich selbe Arbeit. Muss erstmal das Fenster ausbauen.
Den Fußboden vom Badezimmer an bis zum Fahrersitz wieder zu machen und unter der Sitzbank hinterm Fahrersitz vorher alles ausbauen (Elektrik, Boiler, ...) und den Boden neu machen. Teilweise hatte ich mit dem Boden ja schon angefangen.
Die Außenwand direkt hinter dem Fahrersitz muß neu mit Holz verkleidet werden. Hierzu noch das Fenster an dieser Stelle ausbauen (ist leider eingeklebt worden - wird also fummelig) und wieder alles dicht machen. Kann sein, dass hier noch eine Überraschung wartet und etwas mehr gemacht werden muß.
Das "Badezimmer" neu machen. Hierzu ist mir noch ein etwas sehr rostiger Radkasten im Weg. Hier kommt der große Knackpunkt: Bekomme ich die hintere Wand ohne die Hängeschränke zu demontieren raus?
Das Fenster bei der Küchenzeile neu eindichten, alle Dachhauben neu eindichten, die Heckleiterbefestigung, Markise und Positionsleuchten neu dichten und dann alle Außenteile wieder schön dicht anbringen.
Ich habe das Gefühl, das ist alles machbar - auch wenn vieles noch hinzukommen dürfte.
Liebe von der Hobby-Baustelle,
Lars
Gast am 29 Sep 2008 13:25:29 Hallo Lars,
larsg hat geschrieben:Hier kommt der große Knackpunkt: Bekomme ich die hintere Wand ohne die Hängeschränke zu demontieren raus?
Die Antwort ist: nein! larsg hat geschrieben:Hierzu noch das Fenster an dieser Stelle ausbauen (ist leider eingeklebt worden - wird also fummelig) und wieder alles dicht machen.
Das alte Silokon läßt sich am besten mit einem Teppichmesser rausschneiden. larsg hat geschrieben:Hierzu ist mir noch ein etwas sehr rostiger Radkasten im Weg.
Bevor Du von innen irgendetwas neu machst, solltest Du von unten alles geschweißt haben!
Bin mal auf die Bilder gespannt!
larsg am 29 Sep 2008 14:02:32 Hallo Wilfried!
Lollo_C hat geschrieben:larsg hat geschrieben:Hier kommt der große Knackpunkt: Bekomme ich die hintere Wand ohne die Hängeschränke zu demontieren raus?
Die Antwort ist: nein!
Schade ... Das hätte so schön sein können. Lollo_C hat geschrieben:Das alte Silikon läßt sich am besten mit einem Teppichmesser rausschneiden.
Wäre toll, wenns nur Silikon wäre ... Ist weißes, steinhartes Zeugs! Lollo_C hat geschrieben:Bevor Du von innen irgendetwas neu machst, solltest Du von unten alles geschweißt haben!
Ich weiß - ist schon organisiert. Nachbar schaut sich nächstes Wochenende hoffentlich alles an (ist KFZ-Mechaniker) und hat auf dem Nachbarhof auch eine Hebebühne.
Ach ja, bei mir war unter den Abdeckleisten Außen kein durchgehendes Unterlegeprofil, sondern nur an den Rändern Gummilippen. Soll ich das wieder so machen oder wie von dir beschrieben das Unterlegepofil nehmen?
Dank und liebe ,
Lars
Gast am 29 Sep 2008 17:46:25 larsg hat geschrieben:Ach ja, bei mir war unter den Abdeckleisten Außen kein durchgehendes Unterlegeprofil, sondern nur an den Rändern Gummilippen. Soll ich das wieder so machen oder wie von dir beschrieben das Unterlegepofil nehmen?
Hallo Lars,
ich habe für die unteren Abschlußleisten das "Knaus"-Profil von Pieper verwendet.
Bei dem steinharten Zeug könnte es sich um Sikaflex handeln; aber auch das bekommst Du mit einem Teppichmesser geschnitten!
turbokurtla am 29 Sep 2008 18:14:37 Tag Ihr Beiden
Dieses steinharte Zeugs könnte ein altes Dichtmittel, so ne Art Terostat, sein. Hats früher mal gegeben. Das wurde im Lauf der Jahre hart. Aber meines Wissens hat Hobby kein son Dreck verwendet, zumindest ab 87 nicht mehr, ansonsten aber viele Hersteller.
Es lässt sich mit einem Stemmeisen abkratzen oder -schaben, ist aber mühsam weil man sehr aufpassen muss. An glattem Blech gehts gut.
Bezüglich der Gummilippen ist es so, dass die Aluleisten am äußersten Ende eine kleine Kante haben. In der ist dann der kleine Gummi eingezogen. Oben und unten. Ist aber nur für einen sauberen gleichmäßigen Abschluss. Ich würde mir hier neue besorgen und auf die Leiste dazwischen dann eine schöne Wulst Dekalin geben. Wird 100 % dicht.
Kurt
larsg am 12 Okt 2008 20:33:57 So ihr Lieben,
ich war leider etwas kränklich und konnte so erst heute wieder was am Hobby machen.
Jetzt sind alle Hängeschränke und der Kleiderschrank raus. Die Küchenzeile und das Bad habe ich leider nicht mehr geschafft.
Die horizontale Leiste zwischen Dach und Seitenwand war wohl undichter als gedacht. Bis auf ein zwei kurze Stücken mal zwischendrin ist obere Holzleiste in der Wand wie Torf. Komischerweise ist die Sperrholzschicht in Ordnung. Ich bin nur aufgrund einiger verrosteter Schrauben drauf gekommen und habe dann mal probeweise etwas von der Innenseite (Sperrholz) abgemacht.
Ende der Woche geht es erstmal in den Urlaub - werde also erst in 3 Wochen weiter machen. Dann kommt der Rest raus und wohl die selben "Entdeckungen" auf der anderen Fahrzeugseite ...
Es macht aber zum Glück noch Spaß und bis zum Frühjahr ist noch etwas Zeit.
Liebe ,
Lars
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