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Euramobil 585 LS, Modell 2001, Alkoven, Wasserschaden


Tossy3 am 13 Jun 2010 10:27:25

Hallo an alle!

Momentan arbeite ich an der Reparatur eines Wasserschadens an meinem Euramobil 585 LS, Modell 2001.

Der Wassereintritt kam sehr sicher über die Ecken vom Alkoven zur ersten senkrechten Aufbauecke hinter den Fenderverkleidungen. Außerdem lief das Wasser in den Kantenleisten des Dachs im Alkovenbereich am unteren Alkoven entlang bis zum Fender hin und konnte über diverse kleine "Brücken" auch in das senkrechte Holz. Hier hat sich das Wasser den Weg nach unten gesucht. Hinter einer sikaartigen Dichtmasse konnte das Holz dann vor sich hin faulen, so dass ich rechts nur noch Staub rausgeholt habe. Rechts waren auch zwei waagrechte Hölzer in der Wand angegriffen. Auf der linken Seite war es nicht ganz so schlimm.

Nach dem Entfernen der alten Hölzer habe ich nun wieder Holz eingeklebt. Hierzu verwendete ich auf Maß zugerichtetes Holz (es müsste Fichte oder Kiefer gewesen sein) sowie (dank Kurts Tipps) Caravankleber.

Momentan bin ich dabei auch die Kantenleisten neu zu verschrauben und von unten im spritzwassergefährdeten Bereich diverse Verkleidungen aus Aluminiumblech anzubringen - natürlich im Abstand zum Holz, damit es belüftet ist.

Im Folgenden stelle ich einfach ein paar Bilder ein. Vielleicht sieht ja der eine oder andere etwas, was ihm weiterhilft oder hat noch eine Anregung. Ich habe mich an die Reparatur dank dieses Forums herangetraut. Vielleicht kann ich so ein bisschen was zurückgeben.

Viele und allzeit gute Fahrt
Peter

Anzeige vom Forum

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Tossy3 am 13 Jun 2010 10:29:23

Hier nun ein paar Bilder. Ich denke, die Dateibenennungen sprechen zunächst für sich. Ansonsten bitte einfach nachfragen.

Tossy3 am 13 Jun 2010 10:37:16

...weitere Bilder

Anzeige vom Forum


Tossy3 am 13 Jun 2010 10:39:22

...und nochmal Bilder

Alfred0 am 13 Jun 2010 11:57:51

Servus,
ich bin immer wieder beeindruckt über die Handwerklichen Fähigkeiten mancher Forumsteilnehmer.
Da kann ich nur neidisch werde. :(
Weiterhin gutes gelingen


Alfred

turbokurtla am 13 Jun 2010 12:11:25

Ja Peter,
so ist es gut.
Vielleicht noch ein Tipp.
Bei einigen, wirklich sehr guten, Detailbildern, würde ein dazugehöriges Bild einer Totalen, helfen das Detail richtig zuzuordnen.
Kurt

Tossy3 am 13 Jun 2010 12:23:31

Hallo Alfred!

Vielen Dank :-) und einen schönen Sonntag noch!

Viele
Peter

Tossy3 am 13 Jun 2010 12:28:43

Hallo Kurt!

Danke, ch werde versuchen, nächste Woche weitere Bilder einzustellen.

Ich meinte eigentlich nicht die nach unten offenen Fenderverkleidungen. Die will ich durch mit Abstand moniterte Bleche zumachen, weil sie im Spritzwasserbereich liegen.

Schau mal bitte meine Bilder 08 und 07 an. Rechts neben dem Balken der Spannvorrichtung habe ich das neue Holz eingeklebt und noch einen Streifen Sperrholz als Verbindung zum vorhandenen Brett drauf. (Früher war es mit einem Absatz formschlüssig. Dieser musste weg, um das Holz einzuschieben.)

Bei Uwes Fenderecke ist dort von oben nach unten Blech aufgeklebt. Bei mir war vorher Dichtmasse drauf. Ich befürchte, dass es dort nicht ablüften kann, wenn man es zu dicht macht. Durch die Fenderverkleidung ist es ja dort geschützt.

Ich schau aber nochmal nach anderen Bildern.

Viele
Peter

Tossy3 am 13 Jun 2010 12:38:50

ergänzende Bilder

Tossy3 am 13 Jun 2010 12:49:27

...und noch welche.

Diese Leiste meine ich. Dort ist bei Uwe großflächig Blech drübergeklebt worden.

Vielen Dank für die Mühe, die ich mache :-) und viele
Peter

Tossy3 am 13 Jun 2010 12:53:40

Ich habe es so vor, zu versuchen, die obere Eckkappe (Alkoven-Fender) gut mit Dekalin abzudichten und dann das Holz offen zu lassen, damit es "atmen" kann und bei Bedarf trocken kann. Natürlich werde ich es regelmäßig beobachten.

Gerne bin ich an Meinungen interessiert.

turbokurtla am 13 Jun 2010 18:54:49

Jau,
schön langsam versteh ich immer besser, was Du meinst.
Bin halt auch nicht mehr der Jüngste. :D
Also, dieses aufgeklebte Blech ist doch nix anderes, als eine Sandwichwand. Und das ist auch o.k. so.
Das Problem sieht man auf Deinen letzten Bildern, dem Gehrungsstück der Abdeckleiste. Die ist/war ganz bestimmt undicht ! Da läuft dann Wasser an den Schrauben entlang ins Innere des Holzes und von da nach unten. Dort fault es dann.
Da kannst Du auch ohne Blech nix dran ändern.
Also diese Leisten müssen komplett abgebaut und wirklich gut, neu abgedichtet werden. Und nur mit Dekalin !
Dann gibts auch keine Probleme mehr.

Übrigens, Fendt hatte Mitte der 90iger das gleich Problem mit ähnlichen Leisten.
Kurt

Tossy3 am 13 Jun 2010 19:50:29

Hallo Kurt!

Die Leisten waren original nicht drauf. Ich habe sie zur Verstärkung mit Caravankleber draufgeklebt.

Bitte gestatte mir die Nachfrage:
Meinst Du wirklich, dass sie runter müssen? Die halbrunde Fenderverkleidung (siehe Bilder weiter oben) kommt doch davor und von oben will ich alles mit Dekalin dicht machen. Dann dürfte doch in dem Hohlraum gar kein Wasser daran runter laufen. Äußerlich waren bei der Demontage auch keine Spuren dran. Das war alles hinter der alten Dichtmasse.

Die untere schräge Ecke war weggefault, weil mal jemand von unten ein Blech drangeklebt hatte, so dass sich das Wasser darüber staute.

Deshalb dachte ich, dass es so in Ordnung sein müsste.

Vielen Dank und viele
Peter

turbokurtla am 14 Jun 2010 10:24:08

Tossy3 hat geschrieben:Meinst Du wirklich, dass sie runter müssen?

Nein, nein,
schon wieder ein Übertragungsfehler.
War aber mein Fehler, denn ich sprach von den letzten Bildern. :oops:
Das das aber auch so kompliziert ist. :eek:

Ich meinte diese Leisten.

Beho am 14 Jun 2010 11:13:24

Hallo,

Eura A 635 LS, Baujahr 4/2002

Bei einer Dichtigkeitsprüfung wurden die gleichen Schwachstellen festgestellt. Es waren nur leichte Feuchtigkeitsschäden festgestellt worden. Beim Händler wurden dann auf beiden Seiten Bleche eingezogen und eingedichtet. Damit war dann es dicht.( seit 3 Jahren)

aus OWL

Beho

Tossy3 am 14 Jun 2010 18:47:32

Hallo Kurt!

Gut, dass wir noch mal drüber "gesprochen" haben :-)

Ist aber kein Problem. Ich habe ja auch viele Bilder auf einmal eingestellt und den Altzustand nicht so gut vom aktuellen Reparaturstand getrennt.

Ich bin aber erleichtert. Ich hatte mich schon mit dem Stemmeisen gesehen ;-)

Die von Dir gemeinten Leisten sind momentan demontiert. Ich werde sie sehr gewissenhaft - wie die obere Eckkappe und den oberen Fenderrand - mit Dekalin abdichten. Wenn ich die vordere Baustelle fertig habe, werde ich mir alle anderen Leisten vornehmen - aber wohl erst nach dem Urlaub.

Vielen herzlichen Dank erstmal für Deine Bemühungen! :-)

Viele
Peter

Tossy3 am 14 Jun 2010 18:56:05

Hallo Beho!

Wie ich inzwischen mitbekommen habe, ist es ein typisches Eura-Problem dieser Modellreihe.

Bei mir reichte das Abdichten von außen nicht mehr aus. da schon einiges weggegammelt war.

Ich kann nur allen raten, diese Stellen peinlichst genau und möglichst selbst zu kontrollieren.

Das Problem ist aber, dass das Messen von innen ziemlich schwierig ist, weil links in der Ecke Leitungen und rechts das Rohr der Alkovenheizung liegen.

Die Alkovenheizung werde ich erstmal weglassen, da sie bei meinem meiner Ansicht nach kaum was bringt, ich sie aber andererseits auch kaum brauche.

Viele aus Nordhessen
Peter

zotty am 17 Jun 2010 00:35:49

hey peter,
der tread hilft mir weiter.
habe ja die fender auch abgeschraubt zur kontrolle, wenn ich alles zusammen baue werde ich auf die leiste(kederleiste)besonderen wert legen und dekalin schmieren.
werde am alkhoven das gummi der kederleiste auch an bohren damit wasser ablaufen kann.
weiter viel erfolg bei deiner arbeit!
uwe

Tossy3 am 18 Jun 2010 07:18:33

Hallo Uwe!

Das freut mich! Falls Du Fragen hast oder weitere Bilder benötigst, melde Dich einfach.

Dir auch viel Erfolg!

Viele
Peter

Mobuba am 21 Feb 2016 09:30:45

wow...tolle Arbeit

Gast am 31 Jan 2018 23:17:52

Hallo Peter,

ich fürchte mich erwartet an meinem Sport 500 die selbe Arbeit die du schon hinter dir hast.
Ich habe mich nun im Forum angemeldet dass du mir dein Vorgehen zur Demontage der Eckblende evtl. genauer erläutern kannst.

Leider kann ich noch keine privaten Nachrichten schreiben. Könntest du mich ggfs. bitte anschreiben oder evtl. weist jemand Peter auf meinen Post hin?

Grüße und Danke schon vorab,

Daniel

Tossy3 am 01 Feb 2018 00:21:01

Hallo Daniel!

Erstmal herzlich willkommen hier im Wohnmobilforum!

Für Deinen Nässeschaden bekommst Du erst mal mein Mitgefühl ausgesprochen!

Nun stichpunktartig zu Deiner Frage:
- Arbeite ruhig und geduldig. Die teilweise festsitzenden Schrauben sind evtl. durch Korrosion geschwächt und brechen beim zu schnellen Rausdrehen ab.

am Aufbau:
- obere weiße Abdeckkappe: Schraubenkappen entfernen und Kappe abschrauben.
- Endstücke der Kederleisten abschrauben und rausziehen. Sie dürften durch das Dekalin etwas festkleben. (Da es aber nur Dichtmasse ist, sollten sie entfernbar sein.)
- Kederband / Gummi aus der Kederleiste entfernen. (Das würde ich bei der Gelegenheit gleich ersetzen. Ich hab gleich überall neues (blaues) rein gemacht.)
- Nun drehst Du die Schrauben der Kederleiste vorsichtig raus. Sie können im schlimmsten Fall wegen Rostbefall abbrechen. Dann ist eine gute Wasserpumpen- oder Kombizange gefragt.
- Evtl. Lage der Kederleiste markieren.
- Die Kederleiste nun vorsichtig abhebeln / abziehen - Vorsicht: nicht verbiegen.
- Nun kommen die Schrauben des Fenders (halbrunde Abdeckung zur B-Säule des Fahrerhauses) zum Vorschein.
- ...diese wieder vorsichtig rausdrehen.
- Nun kann der Fender zum Fahrerhaus hin (entgegengesetzt zur Fahrtrichtung) herausgezogen werden. (An der B-Säule des Fahrerhauses sind nur abgesetzte Holzklötze, hinter die sich der Rand des Fenders klemmt.)



Bei den unteren grauen Verkleidungen verfährt man ähnlich. Dazu kann ich aber gerne auch noch mal was schreiben. (Bei den grauen Verkleidungen blättert nach ein paar Jahren der Klarlack ab. Man kann ihn dann weiter abblättern bzw. beischleifen und sie neu lackieren.)

Bei Bedarf oder anderen Fragen frag einfach nach! Ich schaue ansich regelmäßig hier vorbei, wenn ich am PC bin.

Ich hatte damals mal eine Materialliste für meine Baustelle zusammen gestellt, in der ich z.B. auch die verwendeten Schrauben eingetragen habe. Sie wird zwar nicht 1:1 bei Dir passen, aber vielleicht hilft sie Dir ja. Solltest Du daran Interesse haben. Schreib es einfach.

Gut ist immer, wenn Du bei Fragen Fotos postest. Dann kann präziser geantwortet werden.

Der Nässeschaden-Spezialist hier im Forum ist übrigens "turbokurtla". U.a. durch seine Beiträge und Tipps habe ich mich damals überhaupt da dran getraut.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und nicht allzu viel faules Holz!

Gast am 01 Feb 2018 09:46:07

Hallo Peter,

vielen Dank für die ausführliche Beschreibung!
Aktuell habe ich nur ein etwa 5x3 cm großes morsches Stück stirnseitig an dem an den Unterboden angrenzenden, senkrechten Holzteil (kann im Moment nicht genau zuordnen welche Funktion das Teil hat), etwa in Flucht zu den Scharnieren das Gasflaschenfachs.

Dass das Wasser nicht von unten kommt ist mir fast klar, der Unterboden rundherum ist bretthart.

Meine nächste Frage ist, ob man sich die Sache mit evtl. geringerem Aufwand auch von innen ansehen kann, oder ersatzweise auch den Kunststoffeinsatz des Flaschenkastens demontieren kann?
Ich schließe die Klappe des Gasflaschenfachs als Ursache nämlich nicht aus. Hast du hiermit Erfahrungen?

Leider kann ich im Moment keine Bilder machen, da das Fahrzeug noch im Winterquartier steht.

Hast du eine Bezugsquelle für das Kederband? Ist dies nur in die Kederleiste eingedrückt?

Woher kam denn schlussendlich das Wasser bei dir, von der Eckabdeckung?

Grüße und nochmals vielen Dank,

Daniel

Tossy3 am 01 Feb 2018 13:32:56

Hallo Daniel!

Zur Beantwortung weiterer Fragen ist es von Vorteil, die genaue Modellbezeichnung und das Baujahr Deines Wohnmobils zu wissen. Zum Beispiel ist meines ein Euramobil 585 LS Sport. LS steht für Längssitzbank. Das nächstkleinere ist ein 515.

Anhand Deiner Beschreibung dürfte es sich um das senkrechte Abschlussbrett des Aufbaus zum Fahrerhaus hin handeln. Das war bei meinem auf der Beifahrerseite auch weggegammelt. Ich habe die Ecke sauber weggesägt und ein dreieckiges Brett hingeklebt.

Man kann in die Ecke eigentlich von unten in den Fender rein schauen.
Da mein Gaskasten keine Kunststoffverkleidung innen hat, kann ich dazu leider nichts schreiben.



Wenn die Dichtungen der Tür des Gasflaschenkastens in Ordnung sind und der Rahmen auch, kann man ihn ansich ausschließen. Klarheit bekommt man aber nur über die Messung mit einem Feuchtigkeitsmessgerät. Hierzu gibt es hier im Forum einen ausführlichen Test und weitere Beiträge. (Einfach mal die interne Suche bemühen.) Der Umgang damit erfordert allerdings etwas Erfahrung, ebenso die Deutung der Werte, weil die Nähe zu Metall (z.B. Kederleiste) oder innenliegende Metallteile (wie Schrauben oder Klammern) die Werte hochschnellen lassen.

Bei meinem Womo kam die Feuchtigkeit definitiv von der oberen Ecke. Es kam auch dadurch, dass beim Dichten anstatt Dekalin teilweise Sikaflex genommen wurde, das sich dann beim Ausshärten ablöste.



Es lief rechts vorne auch von der Markise runter direkt auf diese Ecke.
Es lief aber auch in den Kederleisten des Dachs an der Unterseite des Alkoven am Kederband bis in die Ecke rein. Die Bänder habe ich auch gleich getauscht. Sie werden mit der Zeit hart und das Wasser kann eindringen.

Zu den Leistenfüllern: Frag am besten mal im gut sortierten Fachhandel nach. Leider funktionieren meine damals gespeichtern Links nicht mehr. Ich glaube sie waren von Frankana. Es gibt sich auch in anderen Farben. Aber auch andere Hersteller wie Hymer haben sie damals verwendet.
Frag am besten mal bei Frankana, Reimo oder bei Pieper in Gladbeck nach. Nimm ein Stück als Muster mit.

Die Leistenfüller sind nur rein gedrückt bzw. rein gezogen. Vom Reinziehen rate ich aber ab, weil sie sich dann dehnen und anschließend im Lauf der Zeit zusammen ziehen und an den Enden ausreißen. Dann lieber etwas mehr Zeit investieren.

Dann weiter viel Erfolg!

Gast am 08 Mär 2018 23:54:09

Hallo zusammen,

ich hatte nun Zeit mir die Sache richtig anzuschauen.
Die ganze Sache stellt sich nun etwas anders, und nach meiner Einschätzung glimpflicher dar:

Es geht immer noch um die Klappe des Gasflaschenfachs. Zwischen dem Fach und dem senkrechten Holz hinter dem Fender am Übergang zum Fahrerhaus befindet sich ein etwa 5 cm breiter Streifen Außenwand. Dieser Streifen ist etwa ab halber Höhe des Fachs nach unten weich und aufgequollen.
Das Holz über und unter der Klappe sowie das Holz hinterm Fender ist intakt.

Meine Vermutung fällt auf den Rahmen des Staufachs, dieser scheint an der oberen linken Ecke undicht geworden zu sein. Das Wasser Läuft am Rahmen entlang nach unten. Unten sieht man dann dass das Holz auf dem schmalen Streifen Seitenwand zwischen Klappe und dem Übergangsfender zum Fahrerhaus fehlt.

Ich denke ich werde da nicht viel machen außer den Rahmen der Klappe mit einem Dichtband rundherum abzudichten. Die Rähmen sind ja wohl geklebt und nicht so leicht neu abzudichten. Was meint ihr? Muss von unten etwas getan werden? Nachfolgend noch Bilder.






Gast am 16 Jun 2022 10:15:51

Hallo Peter,

vielen Dank für das Teilen deines Leidensweges, das hilft mir momentan sehr, denn ich stecke wohl in der selben Situation. Mein Eura Mobil 585 DS BJ 2000 hat eindeutig an der Stelle Probleme (gehabt), welche mir beim Kauf im April natürlich verschwiegen wurden.

Auf der Beifahrerseite unter dem Gaskasten habe ich verrottetes, aber trockenes Holz entdeckt. Im Gaskasten sind auch alte Feuchtigkeitsspuren zu sehen.

Auf der Fahrerseite habe ich beim Alkoven restaurieren innen, exakt am Übergang vom Fender zur Seitenwand ein kleines Stück morsches, trockenes Holz entdeckt.

Ein geschultes Auge sieht auch, dass bereits auf beiden Seiten nachgearbeitet wurde.

Hier ein Gesamtbild der Fahrerseite mit demontierter Abdeckung:


Und eine Nahaufnahme, den Großteil des Dekaseals unter der weißen Abdeckung hatte ich da schon entfernt:


Ich hoffe und vermute, dass das Problem hier ebenfalls die Schraube der weißen Abdeckung ist und dass ein frisches Abdichten dieser und der Kedernleiste mit Dekaseal ausreicht, um den Schaden zu beheben.

Das gute: Das Wohnmobil stand die letzten Jahre / Monate immer drin, das Holz ist also absolut trocken! Aus Zeitgründen würde ich jetzt auf ein Austauschen des Holzes - soweit möglich - verzichten.

Mein Plan:

1. Kedernleiste abnehmen, evtl. Dichtungen und Abdeckung tauschen
2. Fender abnehmen und Schaden begutachten

hoffentlich ist alles trocken und nicht komplett morsch, dann würde ich nämlich so weitermachen:

3. Alles sauber machen
4. Fender seitlich mit Sikaflex einkleben (welches genau?)
5. Fender oben zum Alkoven mit Dekaseal abdichten
6. Kedernleiste dick mit Dekaseal abdichten und anbringen
7. Den Stoß Kedernleiste / Dichtung Alkoven mit Dekaseal abdichten.
8. Dichtung am Alkoven abohren? Habe ich schon öfter gehört, damit soll wohl erreicht werden, dass das Wasser nicht in die weiße Abdeckung gedrückt wird sondern zuvor abtropft. Aber hier frage ich mich noch wie genau das funktionieren kann / soll.

Jetzt meine Fragen:

- Der Fender dient scheinbar als "Regenrinne"?
- Muss dann an der Alkoven-Unterseite Wasser in den Fender-Innenraum gelangen können? Wenn ja, sollte ich diesen Stoß doch gar nicht abdichten?
- Falls dem so ist, dann muss doch altes, morsches Holz getauscht werden und gegen neues Holz + Versiegelung (Alublech o.ä.) getauscht werden, denn sonst fault es da in jedem Fall weiter? Der Fender-Innenraum würde ja sozusagen offen liegen und Wasser abbekommen

zu 7: Dekaseal hebt am besten zwischen Montageelementen, die weiße Abdeckung liegt aber nicht an der GFK-Wand an, sondern da ist ein Hohlraum. Diesen möchte ich nicht komplett mit Dekaseal füllen. Wie hast du das gelöst?

Vielen Dank schonmal und Gruß,

Sandro

Tossy3 am 19 Jun 2022 20:32:28

Hallo Sandro!

Ich habe gerade Deinen Beitrag gesehen, habe aber momentan keine Zeit, direkt zu antworten.
Gerne beantworte ich Deine Fragen zu Beginn der nächsten Woche.

Tossy3 am 30 Jun 2022 19:24:02

Hallo Sandro!

Bitte entschuldige, dass meine Antwort nun doch länger auf sich warten lassen hat.

Auf jeden Fall würde ich außen und innen nochmal mit einem Feuchtigkeitsmessgerät messen und nach verfärbten Stellen schauen.

zu 1: Die Dicht- und Abdeckbänder würde ich ersetzen, weil sie sicherlich Alterungsspuren haben.

zu 2: Der Fender hat zum Führerhaus hin eine Dichtung wie bei einer Autotür. Da muss kein Sikaflex hin. Zur Aufbauwand habe ich auch Dekaseal genommen, weil es dauerelastisch bleibt. Gehalten wird er dort ja durch die Aluschiene.

zu 5 und 7: Unter der oberen weißen Abdeckkappe habe ich mit reichlich Dekaseal abgedichtet. Sikaflex habe ich dort nicht genommen, weil dieses aushärtet und sich im Lauf der Zeit von der Wand gelöst hat. Dieses war ein Teil der Ursache des Schadens. Dekaseal quilt zwar etwas raus. Das drücke ich ab und an wieder rein oder habe es am Anfang abgetupft.

zu 6: Nehm nicht zu viel Dekaseal, weil die Schrauben es beim Montieren breit drücken und evtl. im Holz durchdrehen, wenn die Kräfte zu groß werden. Ich habe an der Kartuschenspitzen seitlich eine V-förmige Kerbe eingeschnitten (etwa 6-7 mm hoch und 3-4mm breit, Durchmesser der Düse: etwa 5mm). So gab es eine spitze und gleichmäßige Naht, die sich gut verteilt hat. Wegen der Größe muss man etwas testen. Ich habe an den Außenkanten jeweils eine Naht gezogen und um die Bohrungen und es dann angedrückt und geschraubt.

zu 8: Das Wasser lief unter dem Kederband von oben an die Unterseite des Alkovens und dann bis in den Fender und erzeugte den Schaden. Das Kederband schrumpft im Alter und wird steif. So kann es nicht mehr richtig dichten. An der tiefsten Stelle des Alkovens habe ich kleine Löcher in des Kederband gebohrt, damit es dort ablaufen kann, falls wieder was rein läuft. Ich habe ein Brettchen genommen und mit einem Wendelbohrer für Stahl das Band gebohrt bevor ich es in die Schiene gedrückt habe.

Zu Deinen Fragen:
Eine Regenrinnenfunktion des Fenders konnte ich nicht ausmachen. Im Gegenteil: Er schützt den Holzaufbau des Alkovens. Nach meinem Kenntnisstand sollte er von oben und vorne dicht sein und unten offen, damit Luft dran kommt. So kann das Holz trocknen und fault nicht, wenn doch was dort rein kommt oder von unten hinein spritzt.

Das Holz vom Aufbau würde ich auf keinen Fall direkt mit Blech bekleben, um es zu versiegeln! Dann fault es darunter erst recht weiter!
Turbokurtla gab den Tipp, das offene Holz mit schwarzer Sprühfarbe zu besprühen. Den Tipp kann ich so weiter geben.

Damit von den Rädern kein Spritzwasser mehr an die entsprechenden Stellen kommt, habe ich Alubleche angepasst und mit Abstand (zur Belüftung!) montiert. Hierzu habe ich z.B. Haltewinkel angeklebt und Distanzbuchsen verwendet. Die Bleche habe ich daran verschraubt. Dies war in der Summe recht aufwändig, hat sich bislang aber bewährt.

Ich hoffe, Dir helfen zu können. Wenn weitere Fragen sind, melde Dich.

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