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Gleichstrombus im Womo.....Fluch oder Segen? 1, 2


vero1987 am 29 Okt 2010 19:52:26

Hallo an alle technisch Interessierten

ich lese schon seit geraumer Zeit ziemlich regelmäßig hier im Forum mit, und habe auch ab und zu schon mal meinen Senf zu Fachthemen dazugegeben.

Was mich wundert ist ,daß anscheinend noch nie das Thema Gleichstrom-bus im Wohnbereich des Wohnmobils behandelt worden ist!

Ich persönlich (mit gewissen elektrotechnischen Kenntnissen) finde diese neue Technik im Wohnmobil einfach ätzend. :twisted:

Warum ?

Was soll der Quatsch irgendwelche Funktionen bzgl. Ein.-und Ausschalten von Verbrauchern und die Änderungen dieser Schaltvorgänge bzw. deren Reparaturen im Womo nur mit einem Laptop und einer dazugehörenden Software ändern zu können?

Dieses Laptop hat natürlich nur der Hersteller oder bestenfalls noch der eine oder andere Händler..................und von denen fährt keiner mit mir in Urlaub oder auf Wochenendtour um im Fehlerfall z.B. meine "Dateien für die Beleuchtung" zu reparieren! :D

Dazu kommt u.U. oder auf jeden Fall noch ein Touchscreen-Display an dem natürlich auch keinerlei Reparaturen möglich sind. :!:

Die gute alte "Analogtechnik" (Schalter,Relais,Steuer.-und Laststromkreise,
und ein paar Meter Leitungen mehr im Fahrzeug)ist doch überschaubar und sogar von vielen Leuten,die an sich Laien sind ,u.U. mit Lüsterklemme und kleinem Schraubenzieher zu reparieren. :!:
Man kann sogar über das Telefon von zu Hause aus Freunden,die über tausende Kilometer weit weg in Urlaub sind Tips zur Reparatur geben (eigene Fachkenntnisse vorausgesetzt); und die Reparatur funktioniert, der Urlaub kann weitergehen und muß nicht im allerschlimmsten Fall wegen fehlender Funktionen irgendwelcher wichtigen Verbraucher abgebrochen werden!

Wohin geht der Weg wenn jetzt die nicht immer perfekte, aber fast immer reparable und elektrisch ziemlich überschaubare Welt im Womo durch diesen ganzen Schickmicki-Firlefanz eines Gleichstrombusses wie ich finde völlig unnötig digital verkompliziert wird. :twisted:

Qualitativ höchst hochwertige und sündteure Individual-Ausbauer wie z.B.
Dopfner scheinen aus den von mir genannten Gründen auf diese neue Technologie völlig zu verzichten!
(nicht wegen mir, sind sie selbst drauf gekommen :D )

Wir haben einen Fendt T590 der mit diesem Gleichstrom-Bus ausgestattet ist, in welchen Fahrzeugen anderer Hersteller diese Technik sonst noch verbaut ist entzieht sich meinen Kenntnissen.

Ich möchte fordern : Verehrte Hersteller, besinnt euch auf die alte, bewährte Technik, verbaut keinen Gleichstrom-Bus und ihr habt vermutlich wesentlich weniger Reklamationen in diesem Bereich zu bearbeiten! :!:

Sehe ich das zu eng, oder wie ist die Meinung vieler Wohnmobilisten hier im Forum?

Rolf

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Georg350 am 29 Okt 2010 21:18:23

Rolf, du sprichst mir aus der Seele.
Aber leider geht der Trend bei der Autoindustrie in die Richtung der Bus-Technik. Ich verfluche jeden Bordcomputer.

Georg350

Schrotti-Ks am 29 Okt 2010 21:54:32

Da gibt´s ne ganz einfache lösung gegen .....

EINFACH KEINEN COMPUTER AUF RÄDERN KAUFEN !!!

und wenn die Industrie lange genug nix verkauft werden die was ändern ...

Aber mal im Ernst ... das einzige was diesen Trend stoppen kann ist und bleibt ... Einfach nicht kaufen ....

Ich für meinen Teil habe immer noch eine 70er Röhrengerät, 1. weil ish der meinung bin das Plasma Lcd und LED einfach nicht rankommen bei normalem Fernsehgebraucha ... ok bei Blue Ray wär das was anderes.
und 2. weil ich einfach keine 700Euro für einen Flachen ausgeben möchte der dann nicht mal in der lage ist das Bild der Röhre zu liefern und ich mir diesen HD Quatsch überhauptnicht antuen werde wenn ich nen überscharfes Bild will schau ich ausm Fenster ....

Ich kauf ja auch keinen Polo wenn ich den Ärmelkanal überqueren will ...

Ist aber meine meinung diese muss nicht mit euch übereinstimmen ...

Micha

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frankiafred am 30 Okt 2010 01:28:51

Moin,
ich denke die Kosten stehen hier im Vordergrund.Die "moderne" Technik ist ganz einfach kostengünstiger.Na ja, brauch ich mich nicht mit zu beschäftigen.In meinem 1993er Mobil gibt es keine "moderne" Technik.Will Bussysteme aber nicht schlechtreden.
@Schrotti-Ks
Aktuelle LCD Fernseher sind Röhrengeräten in allen Belangen überlegen.Auch - und vor allem beim Bild.Vor nicht langer Zeit habe ich mir einen neuen TV gekauft.Es wurde ein LCD (Philips wie der Röhrenvorgänger).Natürlich hatte ich auch die ALTEN Testberichte gelesen,wo die Röhre den meisten LCDs noch überlegen waren.Ist schon einige Zeit nicht mehr so,wie ich auch aus eigener Anschauung erfahren durfte.Übrigens hatte mein kleinerer "Röhrenapparat" einen ca.80% höheren Stromverbrauch als der LCD.Moderne Technik hat auch was für sich :wink:
Fred

andwein am 30 Okt 2010 12:38:40

vero1987 hat geschrieben:Hallo an alle technisch Interessierten
Wir haben einen Fendt T590 der mit diesem Gleichstrom-Bus ausgestattet ist, in welchen Fahrzeugen anderer Hersteller diese Technik sonst noch verbaut ist entzieht sich meinen Kenntnissen.
Sehe ich das zu eng, oder wie ist die Meinung vieler Wohnmobilisten hier im Forum?
Rolf

Hallo vero1987,
Zuerst, ich bin vollkommen einer Meinung mit dir.
Zweitens, da ich ein "normalelektrisches Womo" habe interessiert mich die Technik, die in deinem Womo eingesetzt ist.
Kannst du mir Schaltunterlagen etc. zukommen lassen. Fall du mir noch keine KN zukommen lassen kannst, auf meiner HP steht eine Mail Adresse. --> Link
A. Weingand

Schrotti-Ks am 30 Okt 2010 14:54:11

@ frankiafred

Hmmm dann habt ihr alle schlechtere Augen als ich ...

Ein Kumpel von mir hat sich vor 8 Wochen für fast 800Euro den Testsieger mit 104cm Diagonale gekauft .... meinte dann letzte woche bei mir, dein Bild ist aber klarer wie meins .... zum Thema Energieverbrauch ..... meine 70er Röhre braucht 85Watt sein 104cm Gerät 140 Watt würde man den vergleich nun im dreisatz umrechnen bräuchte meine Röhre bei 104cm 118Watt also 22Watt weniger .... das zum Energiesparen !!

Wenn ich mir nun die Schönen Flachen ansehe .... Ok Optisch schöner sind die .... haben mir aber zuvile nachteile .... ich habe auch einen Flachen gefunden der meiner Röhre das Wasser reichen kann .... aber fast 2000euro für nen 104er Gerät sind mir dan doch too much .....

Bei mir geht es eben nicht nur darum, Direkt drauf zu sehen sondern aus allen Winkeln im Raum .... ohne die Kiste Ständig hin und her zu drehen ....

Ich hab halt ein Wohnzimmer ... kommt von Wohnen ... und kein Fernsehzimmer .... wo man immer im gleichen winkel auf die Kiste schaut ....

Micha

mantishrimp am 30 Okt 2010 15:23:32

Hallo,

die Sache mit dem Bus System ist an sich eine feine Sache, wenn sie denn konsequent umgesetzt wäre! Die vielen Funktionen mit konventoneller Technik umzusetzen ist komplizierter und teurer.
Wenn die Womo Hersteller jetzt hingehen würden und eine Schnittstelle für die Fernwartung einbauen würden, wären viele Probleme oder Änderungswünsche total einfach umzusetzen.
Das ist Standard in der Haustechnik aber im Womo scheinbar Herstellerseitig nicht erwünscht. Vielleicht sehen die es als Arbeitsbeschaffungsmethode für die Händler. Anstatt im Werk oder einen externen Fachmann damit zu betrauen, der darauf spezialisiert ist und alles innerhalb kürzester Zeit erledigt.

andwein am 30 Okt 2010 15:43:24

mantishrimp hat geschrieben:Hallo,
die Sache mit dem Bus System ist an sich eine feine Sache, wenn sie denn konsequent umgesetzt wäre! Die vielen Funktionen mit konventoneller Technik umzusetzen ist komplizierter und teurer.

Kannst du "die feine Sache" vielleicht noch begründen und was heißt "konsequent umsetzen" was fehlt denn ??
Was ist mit konventioneller Technik" komplizierter und teurer ???
Das ist eine ernst gemeinte Frage, keine rhetorische. Ich stehe damit nämlich wirklich auf dem Schlauch.
Andreas

frankiafred am 30 Okt 2010 17:00:03

Moin,
@andwein
so ein Bus ist wirklich eine feine Sache.In der Industrie seit vielen Jahren Standard.Denk an die SPS (speicherprogrammierbare Steuerung).Das Schlagwort lautet hier - "Programmieren statt verdrahten".Man spart sich sehr viel Arbeit (UND GELD :!: ).Und nun kommen die Bussysteme ins Spiel.Sie vereinfachen vieles nochmals und reduzieren den Verdrahtungsaufwand auf ein minimum.Ob man so etwas in einem "normalen" Wohnmobil braucht lasse ich mal dahingestellt.Vieles was mit modernen Steuerungen ein Kinderspiel ist,läßt sich auf althergebrachte Art und Weise nur umständlich und viel teurer lösen.

@Schrotti-Ks
läßt sich bestimmt schön diskutieren das Thema :) .Gibt aber mecker von den Moderatoren wenn man sich wieder so weit vom Thread entfernt :wink: .Vielleicht an anderer Stelle?
Fred

tobi02 am 30 Okt 2010 17:58:26

Bussystem sind supergeil wenn es offene Systeme sind. Nur - i.d.R haben die Hersteller solcher Systeme kein besonders grosses Interesse daran ihre Technik für "jedermann" zu öffnen. Man ist dann auf den Hersteller oder seine Lizenzversallen angewiesen und muss für jeden Mist in die Werkstatt.

mantishrimp am 30 Okt 2010 17:58:41

Hallo,

@ andwein: Frankiafred hats eigentlich super erklärt, was mir persöhnlich fehlt ist die Schnittstelle für die Fernwartung. Also ein UMTS Modem zum Beispiel über das sich der Hersteller oder die Servicefirma einwählen kann und alle erforderlichen Daten abrufen kann. Dann bräuchten die Händler sich nicht damit auseinander setzen, was sollen die noch alles beherschen...
Du als Kunde kannst auch darauf zugreifen, siehst also welche Lichter an sind oder ob die Heizung läuft. So hast du die Möglichkeit dein Wohnmobil z.B. im Winterlager zu überwachen (Ladestände der Batterien....). Oder du änderst mit einem Mausklick die Beleuchtungsfarbe im Badezimmer......
Die Benutzeroberfläche noch als App für´s I Phone und schon kannst du alle Funktionen fernsteuern und siehst ob noch eine Tür offen ist von wo auch immer (Mobilfunkverbindung vorausgesetzt).

Gast am 30 Okt 2010 18:19:44

Da gibts noch einen anderen Aspekt:

Wenn die heute zahlungskräftige Klientel mit 7,5 Tonnen Klasse 3 Führerschein dann mal ausgestorben ist, wird derjenige Hersteller König sein, der aus 3,5 Tonnen mehr machen kann.
Also steht die Sperrholzfraktion vor einem technologischen Umbruch. Da wird kein Stein auf dem Anderen bleiben. Dazu gehört auch wie beim PKW das (Gewichts-)einsparen von Verkabelung.

Batterietechnologie, Materialien etc., alles wird auf dem Prüfstand stehen. Und bei jeder technologischen Änderung wird es Stimmen geben die den Stillstand des technischen Fortschrittes fordern.


Ecki

Gast am 30 Okt 2010 18:38:58

Da schließe ich mich an!
Nicht der Bus an sich ist das Problem, sondern ggf. die Ausführung, oft die dort aufgesetzte Software. Ebenso die Qualität der Sonden und sonstigen Fühler die die Drücke, Temperaturen, Flussmenge usw. überwachen.
Alle Parameter des Motors werden ständig beachtet und sobald sich ein Wert kritisch ändert schaltet das System.
Bei den aktuellen Motoren z.B. wäre ein derart geringer Emissionswert (EURO4) nicht möglich, wenn nicht ein derartig großer Aufwand zur Messwertermittlung und Regelung getrieben wird.
Auch die anderen Helferlein am Fahrzeug könnten kaum miteinander zusammenspielen, wenn nicht ein zentraler Rechner per Datenbus alles überwacht.
Kein Mensch hat heute noch ein Drehscheibentelefon, höchstens Landeier, keiner benutzt den "Knochen" zum telefonieren und was gestern war ist vorbei, war sicher nicht immer gut, nur vertraut.
Die meisten Womo-Eigner haben TV an Bord, schleppen den Lappi mit um alle "wichtigen" Kommunikionswege zu haben. Ach???

Warum soll ausgerechnet an Fahrzeugen die Entwicklung stehenbleiben??

Wie vorher beschrieben, wäre die Fernwartung/Programmierung/ Störungsüberwachung der nächste Schritt. Ist in meinem Job seit langem möglich und Stand der Technik und normal.
Stillstand ist Rückschritt!!!

dieter2 am 30 Okt 2010 18:47:58

Ich frag mich nur was in einen Womo so kompliziert ist das ein Bussystem erfordert.

Die paar Lampen,Heizung und Ladegrät machen auch ein paar Kabel.
alles überschaubar.
Bei Ausfall schnell mit ein paar Kabel zu brücken.

Von der Motorsteuerung abgesehen.

Es geht nur um die Herstellungskosten.
Vor Jahren war ich in einen großen Werk was sehr große Autokrane baut.
Da standen zur Demo zwei Gitterboxen gefüllt mit allerlei Kabel.
Der Ing zeigte zur Box mit den riesen haufen Kabeln,das war vorher.
Dann zeigte er auf die Box mit den wenigen,das ist Heute sagt es.
Vieleicht nur noch ein Viertel an Kabeln.

Dieteer

Jobelix am 30 Okt 2010 19:18:25

Schrotti-Ks hat geschrieben:@ frankiafred

Hmmm dann habt ihr alle schlechtere Augen als ich ...

Ein Kumpel von mir hat sich vor 8 Wochen für fast 800Euro den Testsieger mit 104cm Diagonale gekauft .... meinte dann letzte woche bei mir, dein Bild ist aber klarer wie meins .... zum Thema Energieverbrauch ..... meine 70er Röhre braucht 85Watt sein 104cm Gerät 140 Watt würde man den vergleich nun im dreisatz umrechnen bräuchte meine Röhre bei 104cm 118Watt also 22Watt weniger .... das zum Energiesparen !!

Micha


So kann man das nicht stehenlassen.
Dein Dreisatz ist nicht nur falsch - denn Sie sichbare Fläche einer 70 cm Röhre (echte 66cm) ist weniger als halb so gruß wie die eines 104cam großen Geräts. Dazu empfängt man ja fast nur noch 16:9 Programme was die genutze Fläche einer alten 4:3 nochmals reduziert.

Neue 93er LCDs brauchen <50 Watt
--> Link

Außerdem kann ich nicht glauben dass eine 70er Röhre 85 Watt verbraucht. Typisch sind 150 Watt

Also man kann sich auch seine eigene Wahrheit machen
:wink:

Gast am 30 Okt 2010 19:30:37

Heute hatte wir im Ruderclub Arbeitsdienst.
Der Anleger musste raus über Winter. Überholung usw.

Ein nagelneuer Autokran kam an. Größer als bestellt weil kein anderer da war. Ich habe mir vom Bediener in den Montagepausen das System im Detail erklären und zeigen lassen.
War zum Glück der Junioreigner und Ingenieur.

Das was dort in einem derart professionellen Fahrzeug an Datentechnik drinne ist, ist unbeschreiblich. Ein ganzes Rechzentrum!!!! Und teilweise doppelt. Ist natürlich auch ein Sicherheitsfaktor. Was das Ding kostete hatte er lieber verschwiegen.

Dagegen ist "unser" Datenbus Pippifax.

Schrotti-Ks am 30 Okt 2010 20:09:02

@ Jobelix

Muss dir da vollkommen recht geben ....

Beim Satelitentv wird ja alles nur in 16:9 ausgestrahlt .... also auf meinem Planeten der Erde noch nicht ... bei HD vielleicht aber das schaue ich nicht ....

So nun zum Thema Stromverbrauch und zum maß ... mein Maßband sagt 69,5cm Sichbare diagonale es handelt sich dabei um ein Gerät der Firma AEG ( und nein ... nicht Auspacken Einschalten Gehtnicht ) hinten auf dem Geräteaufgleber stehen 85Watt als leistungsaufnachme will du Bild ??? dann gib mailadresse ....

Aber wie gesagt hier wissen ja alle alles besser !!! deswegen flippt ja schon die Mod´s hier aus ....

[mod="Tipsel"] Text entfernt, bitte die AGBs bezüglich respektvollem Umgang.... beachten [/mod]

Jobelix am 30 Okt 2010 20:19:21

Leberwurst

Gast am 30 Okt 2010 22:41:00

Schrotti-Ks hat geschrieben:Micha ..... der Stinksauer ist auf solche Menschen !!!


Das ist doch kein Grund stinkasuer zu sein - Kriege, Hunger Umweltkatastrophen, das sind gründe sauer zu sein

Jetzt trink Dir mal schön ein Wochenend-Pils, knabber ein paar Nüsse und alles wird wieder gut.


charly

P.S: Röhrenverfechter sollten auch nicht nach LCD schauen, sondern nach Plasma, denn die wirken analoger als die LCDs

andwein am 31 Okt 2010 10:45:48

Hallo an alle,
also sorry, ich bin immer noch so schlau wie vorher. Das Thema ist oder war: "Gleichstrombus im Womo"
Ich komme aus der IT und weiss was ein Bussystem ist. Genau deshalb frage ich wo der Vorteil für das Womo liegt.
Die Verbraucher müssen digitale Adressen haben, also Heizung, Bedienteil, Gasflaschenventile, Kühlschrank, Lichter, Steckdosen werden alle umgestellt und digitalisiert ???
Natürlich mit einer Normung ???
Dann erfolgt nach Meinung einiger eine Überwachung im Winterlager, die natürlich Strom benötigt (ohne Strom nichts los) und deshalb die Batterie leert. Aber die leere Batterie kann ich dann mit dem Handy abfragen.
Und wenn im Urlaub in Griechenland kein Kühlschrank geht nehme ich den PC und frage ab ob die Elektronik ihn nicht ausgeschaltet hat ???.
Sorry, sorry für meine Technologiekritik. Ich dachte, jemand hätte schon darüber nachgedacht wenn Fendt das einbaut. Leider habe ich weder bei Fendt noch bei Calira (Fendt-Lieferant) was zu diesem Thema gefunden. Bin ich vielleicht einer Ente aufgesessen ??
Andreas

traveller-71 am 31 Okt 2010 12:31:03

Hallo Andreas,

vielleicht kann ich das Thema Gleichstrom-Bus im Womo etwas "beleuchten", da wir so etwas im Womo haben, allerdings kein Fendt.
Wir fahren einen Rimor Superbrig. Der Superbrig ist von Rimor mit das größte Fahrzeug und hat im Vergleich zu den anderen Modellen ein Bus-System mit einem ControlBoard, welches schon einiges an Infos hergibt.

Das Bus-System besteht aus einer 4-adrigen Leitung. Bus-A, Bus-B, 12V und Masse.
Das System ink. Control-Board ist für alle möglichen Verbraucher ausgelegt, wird in unserem Womo allerdings nur für einige Verbraucher eingesetzt. Bsp, die Beleuchtung und alles was mit dem Thema Wasser zusammenhängt.
Dh vom Hauptverteiler geht es über eine Bus-Leitung an den Lichtverteiler. Wir haben zB Taster am Eingang der Womotür. Von da aus kannst Du verschiedene Lichtgruppen einschalten oder über nur eine Taste alles ausschalten.
Des weiteren geht eine Bus-Leitung an den "Pumpen -Knoten". Über diese Busleitung wird die Wasserpumpe geschaltet, Wasserstand für Frischwasser, wenn der Abwassertank voll usw gemeldet.
Ein Bus geht an den PowerKnoten. Über diesen Bus kannst Du das Ladegerät 230V ein- und ausschalten, kannst entscheiden ob nur die Womobatterie oder auch Fahrzeugbatterie gesteuert wird, über diesen Bus bekommst Du angezeigt, welches Sicherung ok oder ausgefallen sind usw.

Was nicht angeschlossen und damit eigenständig ist, sind Verbraucher wie Kühlschrank, die Truma C6 und die Solaranlage.
Man könnte diese Geräte anschließen, die Funktionen dafür sind im Controlboard vorhanden und ich müßte nur die entsprechenden Knoten dafür besorgen.
Ich hatte zB überlegt ob ich die Solaranalge bzw. den Laderegler über das Bus-System anschieße, habe mich allerdings aus diversen Gründen anderes entschieden.

Vorteile .... bis Bustechnik ist eine feine Sache, man benötigt für wirklich viele Funktionen nur wenige Kabel (da sind die Italien schon recht fit, wie ich feststellen konnte).
Nachteile .... die Fehlersuche ist wahrscheinlich etwas aufwendiger und Ersatzteile wahrscheinlich auch etwas teurer.

Gast am 31 Okt 2010 12:59:08

andwein hat geschrieben:Hallo an alle,
also sorry, ich bin immer noch so schlau wie vorher. Das Thema ist oder war: "Gleichstrombus im Womo"
Ich komme aus der IT und weiss was ein Bussystem ist. Genau deshalb frage ich wo der Vorteil für das Womo liegt.
Die Verbraucher müssen digitale Adressen haben, also Heizung, Bedienteil, Gasflaschenventile, Kühlschrank, Lichter, Steckdosen werden alle umgestellt und digitalisiert ???
Natürlich mit einer Normung ???
Dann erfolgt nach Meinung einiger eine Überwachung im Winterlager, die natürlich Strom benötigt (ohne Strom nichts los) und deshalb die Batterie leert. Aber die leere Batterie kann ich dann mit dem Handy abfragen.
Und wenn im Urlaub in Griechenland kein Kühlschrank geht nehme ich den PC und frage ab ob die Elektronik ihn nicht ausgeschaltet hat ???.
Sorry, sorry für meine Technologiekritik. Ich dachte, jemand hätte schon darüber nachgedacht wenn Fendt das einbaut. Leider habe ich weder bei Fendt noch bei Calira (Fendt-Lieferant) was zu diesem Thema gefunden. Bin ich vielleicht einer Ente aufgesessen ??
Andreas


Hallo Andreas,

ich komme auch aus der ET u. IT und konnte mich anfangs nicht mit den" Bussen" (CAN, etc )anfreunden, weil es keinen Schaltplan mehr gab und man nur noch über Schnittstellen ... Aber halt :( ich bin ja auch an einem Bussystem (INet)angeschlossen und per Software eingeloggt und muss die Adressen wissen wenn ich was abfrage...:roll:

Was îch damit andeuten möchte ist, dass man bereits überall "Datenbus-Systeme" ganz selbstverständlich nutzt, aber plötzlich im "Wohnbereich" Probleme damit hat obwohl das (Zug)Fahrzeug schon seit Jahren diese Technik nutzt(ist nur auf den ersten Blick nicht erkennbar).

Ich habe mich in den ersten Jahren auch schwer getan, das ganze zu akzeptieren. Heute sehe ich schon mehr Vorteile als Nachteile(z.B. Beisp. wogen die Kabelstränge in KFZ gerne mal >100kg!!) .
Die vielen sinnvollen/unsinnigen Funktionen in Fahrzeugen( auch Wohnhäusern, Küchen) machen erst Bussysteme - bei vertretbarem Aufwand - möglich. Unsinnige Funktionen sind halt aus der überbordenden Spielsucht der Software-Gurus geboren.

Fazit: Ich habe mich arrangiert und komme damit klar, dass ich (fast) schon überall den Laptop -auch zur Fehlersuche- benutzen kann/muss.

aus den Tiefen des IN-Bussystems

R.S.

:wink: ... so eine "Abfrage" des WOMO-Status über Handy, während ich im Restaurant speise, wäre schon "hipp"...

frankiafred am 31 Okt 2010 17:14:32

Moin,
@andwein
Für ein Wohnmobil (vielleicht sogar ein großes,teures) das mit allen erhältlichen Spielereien Ausgestattet ist,macht ein Bus gewiss Sinn (gibt ja auch nicht wenige die so etwas mögen :wink: )


In einem "normal" ausgestatteten Mobil würde man mit einem Bus mit Kanonen auf Spatzen schießen (meine Meinung).

Fred

murzel am 31 Okt 2010 20:56:08

Hallo erst mal,
da ich von Berufswegen her mich auch mit so einem Krempel herumschlagen muß, hat das aus meiner sicht, im Wohnmobil nichts zu suchen :ooo:
Du brauchst für die Fehlersuche nen Pc oder Diagnose Gerät, sporadische Kontaktprobleme (Busfehler) hast Du im Wohnmobil schnell mal durch die Erschütterungen beim Fahren. Wie sieht es mit Ersatzteilen aus wenn das Womo mal 10 Jahre alt sind. Kriegst Du als Besitzter die Erstzteile nicht mehr kannst Du Dein Womo ja schon fast entsorgen. Wenn Du dann noch auf die Idee kommst selbst etwas Nachzurüsten hast Du kaum eine Chance selbst den Busaufbau zu ändern.
Für mich kommt so etwas nicht in frage!!!
Arne

singlefreiheit am 31 Okt 2010 22:53:00

Hallo alle,

gut, dass wir hier im Forum Spezialisten für Bussysteme haben. Vielleicht haben wir hier auch noch Softwarespezialisten, die mir weiterhelfen.
Mit dem letzen Bugfix meiner WoMo-Control-Software (Service-Pack 14.2.7) sollte eigentlich nur der Fehler mit dem gelegentlichen Aufheizen des Kühlschranks auf 80 Grad beseitigt werden.
Das hat auch prima geklappt, und zusätzlich ist jetzt die Kühlschrank-Beleuchtung sogar dimmbar. Vom Händler habe ich "unter der Hand" erfahren, dass ich in ca 7-8 Wochen mit dem Problem des überlaufenden Fehlerspeichers zu kämpfen haben werde.
Der Fehlerspeicher ist aus Kostengründen auf eine 1TB-Festplatte zusammengestrichen worden. Geiz ist geil. Ein Team von 32 indischen Software-Spezialisten hat sich dieser Problematik angenommen. Darum werde ich beim nächsten Ölwechsel durch dreimaliges Blinken der Ladekontrolleuchte daran erinnert werden, vom Fehlerspeicher eine Kopie zu ziehen.
Sollte ich dies nicht innerhalb von 8 Minuten nach dem Ölfilterwechsel geschafft haben, wird die Klospülung nur noch an Feiertagen funktionieren. Dies kann ich aber verhindern, wenn ich kurz vor dem Filterwechsel drei Mal das Kupplungspedal trete und mit dem Bremspedal im Morsecode "CLO RUN" eingebe. Ab Service-Pack 14.3.0 ist das aber nicht mehr nötig. Das ab dann auftretende Problem mit der Gaszufuhr zur Heizung soll nur am 29.Februar auftreten. Das ist aber noch nicht sicher.
Nun zu meiner Software-Frage: Ich habe gehört, dass ab Software-Release 15.2. der Klodeckel permanent zugehalten wird.
Hat jemand als vorbeugende Fallback-Solution einen preiswerten Pisspott abzugeben?

Beste
Thomas

vero1987 am 31 Okt 2010 23:06:41

singlefreiheit hat geschrieben:Hallo alle,

gut, dass wir hier im Forum Spezialisten für Bussysteme haben. Vielleicht haben wir hier auch noch Softwarespezialisten, die mir weiterhelfen.
Mit dem letzen Bugfix meiner WoMo-Control-Software (Service-Pack 14.2.7) sollte eigentlich nur der Fehler mit dem gelegentlichen Aufheizen des Kühlschranks auf 80 Grad beseitigt werden.
Das hat auch prima geklappt, und zusätzlich ist jetzt die Kühlschrank-Beleuchtung sogar dimmbar. Vom Händler habe ich "unter der Hand" erfahren, dass ich in ca 7-8 Wochen mit dem Problem des überlaufenden Fehlerspeichers zu kämpfen haben werde.
Der Fehlerspeicher ist aus Kostengründen auf eine 1TB-Festplatte zusammengestrichen worden. Geiz ist geil. Ein Team von 32 indischen Software-Spezialisten hat sich dieser Problematik angenommen. Darum werde ich beim nächsten Ölwechsel durch dreimaliges Blinken der Ladekontrolleuchte daran erinnert werden, vom Fehlerspeicher eine Kopie zu ziehen.
Sollte ich dies nicht innerhalb von 8 Minuten nach dem Ölfilterwechsel geschafft haben, wird die Klospülung nur noch an Feiertagen funktionieren. Dies kann ich aber verhindern, wenn ich kurz vor dem Filterwechsel drei Mal das Kupplungspedal trete und mit dem Bremspedal im Morsecode "CLO RUN" eingebe. Ab Service-Pack 14.3.0 ist das aber nicht mehr nötig. Das ab dann auftretende Problem mit der Gaszufuhr zur Heizung sollen nur am 29.Februar auftreten.
Nun zu meiner Software-Frage: Ich befürchte, dass ab Software-Release 15 der Klodeckel zugehalten wird. Hat jemand als Fallback-Solution einen preiswerten Pisspott abzugeben?

Beste
Thomas


Hallo Thomas

ich komme soeben von der Wochenendtour zurück und habe gerade wenig Zeit zu schreiben.......................kann ich auch gar nicht.............ich wälze mich gerade vor lauter Lachen vor meiner Tastatur!

Ist ja einsame Spitzenklasse, dein Bericht

Rolf

andwein am 01 Nov 2010 11:41:11

Hallo @traveller-71,
Danke für deine Erläuterungen, jetzt bin ich doch ein bisschen schlauer.

Hallo @singlefreiheit,
dein Beitrag ist echt Spitze, genau so habe ich mir das vorgestellt. Und dann packst du auf dem SP deinen PC aus, startest den Debugger und schließt die Klotür mit einer Fall Back Routine.
Andreas

singlefreiheit am 01 Nov 2010 12:33:39

Hallo miteinander,

ein Bus im WoMo bringt sicherlich einen ungeahnten Bedienkomfort und dürfte sogar preiswerter zu realisieren sein wie die konventionelle Technik.
So braucht man z.B. für eine Heizungs-Zeitschaltuhr mit Nachtabsenkung keinerlei zusätzliche Hardware, sondern kann sie durch Software realisieren.
Sowas muss aber von Beginn an mit Weitsicht geplant sein. Hiermit meine ich, dass sich im Software/Harwarefehlerfall der ganze Hokuspokus abschaltet und durch manuelle Bedienung die grundlegenden Funktionalitäten - so wie bei der konventionellen Technik - erhalten bleiben müssen.

Das ist aufwändiger und dann geht allerdings der Preisvorteil des Bussystemes weitgehend wieder verloren.

Es darf nicht sein, dass der Kühlschrank nicht mehr funktioniert weil sich ein zentraler Prozessor aufgrund eines Hardwareproblemes am Abwassertankfühlers aufgehängt hat.
Sowas ist aber zu befürchten. Dann darf der Kühlschrank sich eben nicht mehr über den Bus steuern lassen, sondern z.B. nur noch von seinem eingebauten Bimetallthermostaten.
Diese eigenständige Bedienbarkeit und Funktionalität muss für alle am Bus hängenden Gerätschaften gegeben sein.

Im Motormanagement gibt es ja auch diverse Notlaufprogramme.
Beim Ausfall der zentralen Motorsteuerung kann man mit verminderter Leistung und erhöhtem Spritverbrauch zumindest weiterfahren.
Ich befürchte aber, dass die WoMo-Hersteller nicht so weit denken und vor allem Kosten sparen werden.

Dann ist mein oben beschriebenes Szenario gar nicht so weltfremd und der Kunde mit seinem Bus auf Dauer ausgeschmiert.

Beste
Thomas

frankiafred am 01 Nov 2010 17:40:27

Moin,
wie man herauslesen konnte halte ich ein Bussystem in "einfachen" Mobilen für überflüssig.
Dennoch möchte ich anmerken,daß ein Bussystem über viele Jahre zuverlässig seinen Dienst versehen kann.Wie im Fehlerfall reagiert wird (z.B. Wasserstandssenor defekt) hängt ja auch vom Programm ab.Darauf hat der Bus keinen Einfluß.Ordentlich ausgeführt ist der Bus ein zuverlässiges System.Moderne Autos bleiben ja auch nicht alle naselang liegen (Jaaa,ich weiß E-Pannen sind häufig schuld an Pannen :roll: ).
Hier wird soviel über Sicherheit (ABS,ESP,ASR usw.usw.),Solartechnik,Ladetechnik usw. diskutiert.So ziemlich jeder hier akzeptiert die Technik.Die meisten finden sie richtig und wichtig (Stichwort - "wie kann man Wohnmobile ohne Airbags verkaufen").Da sind Bussysteme die logischer Ergänzung und somit Stand der Technik.
Bussysteme schaffen ja auch Sicherheit.Da Basteln dann nicht so viele dran rum :wink: .
Fred

singlefreiheit am 01 Nov 2010 18:32:23

Hallo alle,

den Wohnmobilherstellern traue ich nicht zu, vergleichbare Qualitätsstandards wie sie in der Automobilindustrie unabdingbar sind, zu erfüllen.
Dazu sind die WoMohersteller viel zu klein.

Hierzu ein Beispiel:

Autohersteller verpflichten ihre Zulieferer immer für eine bestimmte Zeit (z.B. 30 Jahre) Ersatzteile - z.B. Elektronikbaugruppen - nachliefern zu müssen.
Die Elektronikzulieferer müssen also gegebenenfalls die längst stillgelegten Fertigungen von jahrealten Produkten, z.B. ICs, wieder aufnehmen.
Dies kann erforderlich sein, wenn sich z.B. herausstellt, dass ein Motormanagement nach 10 Jahren grundsätzlich seinen Geist aufgibt und millionenfach verbaut wurde.
Aus diesem Grund ist Autoelektronik im Vergleich zur Unterhaltungselektronik so sündhaft teuer.

Welcher Wohnmobilhersteller hat solche Verträge mit seinen Lieferanten?

In der Autoindustrie gibt es einen Softwarequalitätsstandard, dem jegliche Fahrzeugsoftware genügen muss.
Der wurde von "The Motor Industry Software Reliability Association" festgelegt. Darum heisst dieser Standard MISRA: --> Link

Gibt es derartige Standards auch für Wohnmobilelektronik? Mir ist da nix bekannt.

An meinem Wohnmobilaufbau will ich basteln dürfen, z.B. einen Absorberkühlschrank durch einen Kompressorkühlschrank ersetzen dürfen.
Beim Basisfahrzeug oder PKW darf und will ich das nicht.

Beste
Thomas

Gast am 01 Nov 2010 18:46:38

Ich bin zwar eigentlich auch eher ein Fan der "alten" Technik, aber eine bessere Vernetzung der einzelnen Datensysteme könnte doch auch Vorteile schaffen.
Man könnte z.B. eine zentrale GPS Einheit nutzen, um damit Navi, Sat und Solar-Ausrichtung zu versorgen.
Hätte man dann noch eine sinvolle Navi-Software, könnte z.B. bei zu niedrigen Brücken der Brems-Assistent aktiviert werden.
Oder ein aktives Fahrwerk verbauen, dass während der Fahrt optimale Bodenhaftung ermöglicht und im Stand zum Ausrichten / Stabillisieren des Fahrzeugs dient.
Oder endlich mal eine System-Anbindung der Sitze im Aufbau an Gurtstraffer, am Besten in Verbindung mit Airbags.

Ideen gibts genug. Und mit entsprechenden Schnittstellen wird auch den Hobby-Schraubern die Arbeit nicht ausgehen....

Viele ,
westy75

singlefreiheit am 01 Nov 2010 18:59:16

westy75 hat geschrieben:Ideen gibts genug. Und mit entsprechenden Schnittstellen wird auch den Hobby-Schraubern die Arbeit nicht ausgehen....


...und wer übernimmt die Verantwortung, wenn durch das Gebastele der Airbag nicht mehr auslöst?
Wer macht die Tests für das Gesamtsystem? Was passiert, wenn deine selbstgebastelte Solaranlage bei hohen Temperaturen den CAN-Bus lahmlegt und ABS nicht mehr funktioniert?
Ich meine, für den Basisfahrzeugbus sollte der Autohersteller verantwortlich sein und bleiben und sich jegliches Herumgebastele verbieten können.
Der Fahrzeugbus muss aus diesem Grund auch vom Wohnaufbaubus getrennt bleiben. Auch wenn es noch so tolle Ideen durch eine Kombination beider Busse gibt, gibt es da viel zu hohe Risiken.
GPS-Empfänger gibts schon für 19€: --> Link

Beste
Thomas

macagi am 01 Nov 2010 19:45:33

Moin moin,

tolles Thema!
Unter diesem Aspekt habe ich Womoaufbauten noch gar nicht betrachtet.....wahrscheinlich weil ich ein altes Teil fahre.

Wenn ich dieses Thema so lese wird das möglicherweise so bleiben - nicht aus Mangel an Programmierungskenntnissen.....singlefreiheit hat es auf den Punkt gebracht.

Allerdings wird Gebastel generell von den Herstellern eigentlich nicht gewünscht, schmälert es doch zumindest die rendite der Werkstätten. Aus diesem Grunde wird die Optimierung fortschreiten.

singlefreiheit am 01 Nov 2010 20:09:50

macagi hat geschrieben:Allerdings wird Gebastel generell von den Herstellern eigentlich nicht gewünscht, schmälert es doch zumindest die rendite der Werkstätten. Aus diesem Grunde wird die Optimierung fortschreiten.


... und wir sollten uns zusammentun und sowas nur kaufen, wenn

1. jede Gerätschaft vom Bus weggenommen werden kann ohne die Steuerung der restlichen Kisten zu beeinflussen. Ich mag keinen Stromaufnahmeerror, nur weil ich eine Halogenlampe durch eine LED ersetzt habe.

2. jede Gerätschaft, die am Bus hängt auch ohne zentrale Steuerung autark bedienbar ist. Sonst geht die Heizung nicht, weil der Kühlschrank kaputt ist.

3. Open Source, um die Softwarefehler nicht in Indien beseitigen lassen zu müssen und auf das automatische Update via GPRS (womöglich noch auf die alte Handynummer von vor 2 Jahren) angewiesen zu sein.

Sowas wird dann aber teurer als konventionelle Technik. Darum wirds das nicht geben. Sowas wirds nur geben, wenn dadurch Bedienelemente, Anzeigen, Sensoren und Schalter beim Hersteller eingespart werden.

Ich will kein WoMo, bei dem ich alles nur über ein iPhone bedienen kann, nur weil Bedienknöpfe und Anzeigen sooooo teuer sind!!!
Aber das wäre dann erst der nächste Schritt.

Beste
Thomas

Gast am 01 Nov 2010 20:29:25

singlefreiheit hat geschrieben:Ich will kein WoMo, bei dem ich alles nur über ein iPhone bedienen kann, nur weil Bedienknöpfe und Anzeigen sooooo teuer sind!!!
Aber das wäre dann erst der nächste Schritt.

Beste
Thomas


So ganz utopisch ist das wohl nicht:
--> Link :D

Zu den genannten Bedenken:
Natürlich müssen die einzelnen Systeme gegeneinander abgesichert sein.
Aber das funktioniert im PKW Bereich doch auch.
Wenn bei einem modernen PKW das Schiebedach defekt ist, fällt doch deshalb nicht der Airbag aus.
Und wenn man ein anderes Radio einbaut, besteht ja auch keine Gefahr für das ABS oder sonstige Komponenten.
Sinn der BUS Technik ist doch, gemeinsame Bauteile und Datenbahnen für mehrere Anwendungen zu nutzen.

Im Nutzfahrzeugbereich funktioniert das Ganze übrigens schon länger. Da sich dort Vieles im Sonderfahrzeugbau abspielt, bieten die Chassis-Hersteller entsprechende Daten-Knoten an.

Aber bei den Reisemobilen dürfte es noch Jahrzehnte dauern.....

Viele ,
westy75

Gast am 01 Nov 2010 21:38:32

Hallo zusammen,

ganz verstehe ich die Aufregung über "Busse" nicht.

Da sitzen wir vor einem PC, der über diese "Leitungen"(Adressbus, controlbus,....) haufenweise verfügt, sehr gut funktioniert, kaum Probleme bereitet und gut mit Bluetooth, Wlan, Firewire, AV-Schnittstellen usw. (sehr harmonisch)zusammenarbeitet.

Was wurde da alles heraufbeschworen!!!

Haupkriterium/Problem ist zum einen die Software, welche häufiger "Schwächen" aufweist und zum anderen die "Systemschnittstellen"(Kontake in Steck- o. sonst. Verbindungen).
Laut Fehlerstatistik in unserem Unternehmen sind über 98% der auftretenden Störungen kontaktbedingt(fehlerhafte Steckverbindungen, Drahtbrüche,etc) und praktisch keine Elektronikausfälle.

Ich kann mich noch gut an die "Warner" erinnern die ein Chaos prophezeiten als die CAN-Systeme eingeführt wurden ...
Auch die Schweissroboter dürften eigentlich garnicht funktionieren(singlefreiheit, Du weist warum ...)

Ich prophezeie, dass in zehn Jahren kein "Sch..." mehr über diese Thematik ein Wort verliert !

Sorry, singlefreiheit! Hier sind wir leider nicht einer Meinung :wink:

Aber wer die "alte" klassische Technik und die "Neue" versteht, ist klar im Vorteil.

Reisig ,
der in der nächsten Woche zu seinem ersten "Rentnertrip" aufbricht.

macagi am 01 Nov 2010 22:18:30

westy75 hat geschrieben:
So ganz utopisch ist das wohl nicht:
--> Link :D



Goldschmitt App - ich fasse es nicht!

singlefreiheit am 01 Nov 2010 22:19:47

Hallo alle,

die Automobilelektronik funktioniert doch nur deshalb so zuverlässig, weil sie von den Herstellern ausgiebigst und unter
allen möglichen Betriebszuständen getested und optimiert wurde.
Trotzdem ist sie in der Pannenstatistik mit über 40% die häufigste Fehlerursache: --> Link
Wenn an einem derart an Zuverlässigkeit ausgetüftelten System jetzt ein kleiner WoMo-Hersteller was draufpfropft, ohne das
Gesamtsystem hinsichtlich seiner Zuverlässigkeit unter allen Betriebszuständen getestet zu haben, ist dies äusserst riskant.
Er müsste in Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie eine einheitliche und standardisierbare Testspezifikationsplattform
erstellen und die Womo-Elektronik zusammen mit den anderen Anwendungsgebieten (Telematik, Fahrdynamik, Antriebsstrang,
Komfortelektronik) austesten.
Wie sieht es mit der EMV aus? Jeder Autohersteller testet sein Produkt in einer abgeschirmten Halle mit Hochfrequenzstrahlung,
um störende Beeinflussung zu beseitigen. Das machen die nicht nur so zum Spass und welcher WoMo-Hersteller macht das? --> Link

Eine umfassende und systematische Qualitätssicherung derart komplexer Systeme stellt auch für die technologisch und
methodisch sehr gut aufgestellte Automobilindustrie nach wie vor eine große Herausforderung dar und kann niemals von
einem kleinen WoMo-Hersteller alleine geboten werden.

Ich kann mir z.B. durchaus vorstellen, dass durch einen Soft- oder Hardwarefehler in dem WoMo-Add-On soviel Busverkehr
erzeugt wird, dass das Timing für sicherheitsrelevante Baugruppen nicht mehr stimmt.
Bei einem Unfall knallt dann erst die Birne aufs Lenkrad und wird eine Sekunde später vom Airbag in die Kopfstütze gedonnert. Aua.

Dies sind meine Bedenken, wenn in ein so komplexes System eingegriffen wird.

WoMo-Hersteller sollten bei ihrem Kerngeschäft bleiben, wo sie was von verstehen: Schreinerei, Wasserinstallation und überschaubarer Elektrik.
Da haben sie doch noch genug Hausaufgaben, z.B die Dinger endlich dauerhaft wasserdicht zu machen.

Beste
Thomas

traveller-71 am 01 Nov 2010 22:47:02

Hallo Thomas,

singlefreiheit hat geschrieben:WoMo-Hersteller sollten bei ihrem Kerngeschäft bleiben, wo sie was von verstehen: Schreinerei, Wasserinstallation und überschaubarer Elektrik.
Da haben sie doch noch genug Hausaufgaben, z.B die Dinger endlich dauerhaft wasserdicht zu machen.


... genau das machen sie doch. Unser ControlBoard inkl. Bus-System wird nicht vom WomoHersteller entwickelt sondern bei einer Firma eingekauft, welche sich mit dieser Technik beschäftigt.

singlefreiheit am 01 Nov 2010 22:55:46

Hallo traveller,

da will ich aber hoffen, dass der WoMo-Bus nicht in den Basisfahrzeugbus eingreift...

Beste
Thomas

traveller-71 am 01 Nov 2010 23:20:18

singlefreiheit hat geschrieben:da will ich aber hoffen, dass der WoMo-Bus nicht in den Basisfahrzeugbus eingreift...


.... der eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Zumindest in unserem Womo und das ist auch gut so.

singlefreiheit am 01 Nov 2010 23:35:11

traveller-71 hat geschrieben:.... der eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Zumindest in unserem Womo und das ist auch gut so.


Dann gratuliere ich die zu deinem neuzeitlichen Fahrzeug!
So wie du das weiter oben beschrieben hast, scheint das ja auch eine vernünftige Lösung zu sein, gegen die nix spricht.
Es bleibt trotzdem zu befürchten, dass sowas andere auch anders bauen und davor habe ich halt meine Bedenken.

Beste
Thomas

wolfherm am 01 Nov 2010 23:55:52

Mein Gott - ein Bus im Womo!! Schadet das nicht der Außenhaut??? Nicht, dass das noch Dellen gibt.

LG Wolfgang

traveller-71 am 02 Nov 2010 00:20:58

singlefreiheit hat geschrieben:
traveller-71 hat geschrieben:.... der eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Zumindest in unserem Womo und das ist auch gut so.


Dann gratuliere ich die zu deinem neuzeitlichen Fahrzeug!
So wie du das weiter oben beschrieben hast, scheint das ja auch eine vernünftige Lösung zu sein, gegen die nix spricht.
Es bleibt trotzdem zu befürchten, dass sowas andere auch anders bauen und davor habe ich halt meine Bedenken.


... danke .... solange sich die WomoHersteller auf das konzentrieren was sie können oder besser gesagt können sollten sehe ich keine Probleme. Wenn die allerdings anfangen selbst in Sachen Technik zu entwickeln hätte ich auch meine Bedenken.

frankiafred am 02 Nov 2010 02:40:00

Moin,
die Wohnmobilhersteller bauen auch die Basisfahrzeuge nicht selbst und die Heizungen und die Kochstellen und die Kühlschränke und die Ladegeräte und die Kloschüsseln und und und und :roll:
Deshalb glaube ich,daß kaum ein Hersteller ein eigenes Bussystem entwickeln und verwenden wird - sondern wie bei Kochern,Heizungen,Ladegeräten blablabla Zukaufteile nutzt.Es ist nur eine Frage der Zeit bis Bussysteme Standard sind (zumindest ab Mittelklassemobil).
Fred

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