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luftfederung
hallo
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Das Gogolobil unterwegs: in Sibirien, China und Seidenstraße 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 ... 14


Gast am 23 Mai 2011 20:16:59

fuzzy hat geschrieben:kommt halt drauf an wie Du mit Deinem Gerät umgehst !


Das ist sowas von korrekt.
Genau so, wie Bernd das schreibt ist es nämlich.
Es kommt immer, aber absooooolut immer drauf an, wie man mit seinem Gerät umgeht. :)

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Gast am 23 Mai 2011 21:20:52

"...das auch "ganz normale Womos" dabei sind..."

Wenn ich mir auf den Bildern das Verhältnis Weiss/Blau ansehe - gehe ich da recht in der Annahme, dass ohne die zahlende Masse der "weißen Ware" solche Touren gar nicht statt finden würden? Dass diese "weisse Ware" höchst akzeptabel die Strecke schafft, hat sie ja nun schon mehrfach bewiesen - auch ohne permanentes Eigenlob.
Allen Teilnehmern dieser Tour wünsche ich gutes Gelingen und gesunde Heimkehr.

vg gerald

adrian100 am 23 Mai 2011 21:28:42

den Seitenhieb auf die Eifel habe ich wohl gelesen, lach

wir würden solch eine Reise auch gerne mal mitmachen, träum.....


alles alles Gute.....

aus der Eifel

Günter Adrian

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abenteuerosten am 24 Mai 2011 15:04:54

aus Mainz (05)
Kurze Email an mich über Kontakt auf unserer Web-site und ich setze euch in den Verteiler für die Asien-Tour 2011.
Oli
AbenteuerOsten

baschwe am 25 Mai 2011 19:39:36

huhu gogolo,

wir haben gerade erst durch zufall dieses thema entdeckt und bin schlichtweg von den socken, was euren mut, eure abenteuerlust und die ersten berichte und fotos betrifft!

wir drücken die daumen, das jeder tag aufs neue spannend und abenteuerreich sein wird und dass ihr euch allzeit auf euer gogolobil verlassen könnt!

auch wenn ich etwas neidisch bin, so würde ich mit meiner jetzigen womo-kenntnis noch keine solche tour wagen, aber das brauche ich ja auch nicht, denn ich kann ja durch eure berichte praktisch alles miterleben.

danke fürs teilhaben lassen!!!

Gogolo am 28 Mai 2011 13:22:17

Moskau war toll – kein Wunder bei schönem Wetter. Besichtigung von Kreml, Roter Platz, vielen Kathedralen und natürlich der Metro und sonstigen Sehenswürdigkeiten. Am Abend hat der Campingplatzbesitzer die gesamte Gruppe zu Schaschlik, Plinies, Salat, Bier und Wodka eingeladen. Und am nächsten Morgen haben uns russische Wohnmobilisten zu einem 2. Frühstück gebeten. Überall werden wir freundlich und interessiert aufgenommen, denn eine Reise von deutschen Wohnmobilfahrern in Russland ist dort außergewöhnlich.

Abfahrt von Moskau am Montag ganz in der Frühe, damit wir nicht so in den Stau kommen. Trotzdem quälend langsames Vorwärtskommen. Nächste Station ist über Wladimir der Ort Susdal am „Goldenen Ring“. In Wladimir ist ein riesiger Hypermarket – so etwas Großes haben wir in Deutschland noch nicht gesehen.

Am Stellplatz kommen abends nach dem grillen die ersten Mückenschwärme und überfallen uns. Ein kleiner Vorgeschmack auf Sibirien… Dunkel wird es erst nach 22:30 Uhr.

Von Moskau aus ging es nach Wladimir/Susdal. In Susdal (Weltkulturerbe) gibt es unendlich viele orthodoxe Kirchen – sehr schön. Auch viele russische Holzhäuser mit schönen Schnitzereien. Ganz das alte Russland. Einkaufen in einem riesigen Supermarkt am Rande der M7.

Nächste Station war Nizhnij Nowgorod. Fahrstrecke ca. 260km. Wir standen in einem großen Eisstadion – allerdings ohne Eis. Auch diese Strecke war z.T. wieder einmal voller Schlaglöcher und auch frischem Teer…

Über Tscheboksary, der Hauptstadt der Republik Tschuwaschien (eine von 21 autonomen Republiken der Russischen Föderation) fuhren wir sodann nach Kasan, der Hauptstadt der autonomen Republik Tartastan, wo wir gerade auf dem Messegelände gut und bewacht stehen. In allen Städten haben wir Stadtführungen mit örtlichem Führer(in) und Bus. In Tscheboksary wurden wir von hübschen jungen Damen mit Brot und Salz empfangen.

Bisher verlief alles ohne Probleme und auch mit dem Wetter haben wir bisher Glück. Tankstellen gibt es an jeder Ecke und der Diesel wird immer billiger, z.Zt. ca. 55ct für den Liter. Wir fühlen uns überhaupt nicht unsicher und die Eingeborenen sind sehr freundlich. Als wir mal nach dem Weg fragten fuhr einer Einheimischer einige Kilometer vor uns her und lotste uns schnell aus der Stadt. Bisher hatten wir auch nur eine Polizeikontrolle – auch hier ohne Probleme.


Was die Weissware betrifft, so dürfen sie nicht mit, wenn bei >3,5to Vorderradantrieb vorhanden ist - anders gesagt: wenn über 3,5to ist Hinterradantrieb Pflicht. Ansonsten kann die Weissware schon diese Strecken befahren, aber gaaanzh langsam und vorsichtig damit nichts zu Bruch geht. Auf den Bildern ist gogolo nicht zu sehen, da nicht fotogen. Und das Gogolobil war schon weg, ist genau so gschamig.... :D


Habe die Ehre

Gogolo

Gogolo am 28 Mai 2011 13:25:27

Noch das Bild mit Brot und Salz.


Habe die Ehre

Gogolo

oberstdorfer am 28 Mai 2011 13:31:45

Gogolo hat geschrieben:Bisher verlief alles ohne Probleme und auch mit dem Wetter haben wir bisher Glück. Tankstellen gibt es an jeder Ecke und der Diesel wird immer billiger, z.Zt. ca. 55ct für den Liter.

Habe die Ehre

Gogolo


Kannst du mir 20 liter mitbringen :?: :D :D :D

jukeles am 28 Mai 2011 13:31:52

Welch ein Erlebnis für Euch. Danke, dass wir so teilnehmen dürfen.
Ganz viel Glück und noch ebensolche guten Erlebnisse wünschen Euch

Jutta und Mike

CKgroupie am 28 Mai 2011 16:22:19

Danke für die Zwischenmeldungen, Gogolo. Ich verfolge eure Reise auch sehr interessiert und besuche auch immer die Webpage. Ich bin so gespannt wie es weitergeht bei euch!

Mongoleifan am 28 Mai 2011 16:30:25

Na,
dann schon mal Alles Gute für Eure Reise bis zur Mongolei !
Und ich drücke die Daumen, daß das hiesige Diesel-Problem bis dahin Keines mehr ist ! ;-)

vom
Mongoleifan

baschwe am 29 Mai 2011 09:46:47

Hallo gogolo,

seit ich euren thread gefunden habe bin ich immer im bilde :-)

super bilder, toller bericht!

Euch noch weiter viel spass und positive erlebnisse mit der natur und den eingeborenen!

Beduin am 30 Mai 2011 13:55:42

Wieder ein paar neue Zeilen, aber Günther seine sind schöner und informativer --> Link

turbokurtla am 30 Mai 2011 15:40:40

Dafür war er diesmal auf dem Gruppenbild zu sehen. :D
Hi Günter, halt die Ohren steif.
Kurt

Maxima am 30 Mai 2011 15:44:55

Hi Günter,

wie schön, dass Du uns mit so wunderbaren Sehnsuchtsbildern versorgst. Wenigstens eine Freude für uns arme Daheimgebliebene. :cry:

Mich packt das Fernweh! :hallo:

Beduin am 31 Mai 2011 21:36:16

Es gibt neue Bilder, auch von Günter ;D --> Link

Gast am 31 Mai 2011 21:40:56

Super! Danke Ina für den Tip :razz:

jukeles am 31 Mai 2011 21:50:34

Tolle Bilder von einem einzigartigem Erlebnis.
Danke Beduin, habe den Link jetzt auch gespeichert.

LG jutta

Gast am 01 Jun 2011 09:42:58

Ahh, bin beruhigt, dann ist Günter ja doch dabei. :)
Dachte schon langsam, der verkohlt uns und freut sich daheim über die rege Teilnahme in diesem Tröd :D

Maxima am 01 Jun 2011 10:45:21

Beduin hat geschrieben:Es gibt neue Bilder, auch von Günter ;D --> Link


Supertipp Ina. :daumen2:

Beduin am 05 Jun 2011 21:18:07

Es geht weiter ......................... --> Link

wolfherm am 05 Jun 2011 22:21:06

Beduin hat geschrieben:Es geht weiter ......................... --> Link



Schön, aber bei wem fährt denn Xenia mit?

LG Wolfgang

Gogolo am 08 Jun 2011 09:20:20

Zwischenzeitlich ist es schon schwieriger, ein freies WLAN zu bekommen…

Wir waren seit dem letzten Bericht in Kasan, der Hauptstadt der Tataren und sind von dort nach Izhewsk gefahren. Über diese Stadt gibt es nichts nennenswertes zu berichten, es sei denn, dass dort fast die gesamte Waffenproduktion Russlands erfolgt. Izhewsk war bis vor einigen Jahren eine gesperrte Stadt und weder Russen noch Ausländer durften in die Stadt oder die Stadt verlassen. Ich wollte eine alte Frau fotografieren aber sie hat sofort abgewehrt und laut gesagt: „Spiona, Spiona“ !!! . Sehenswert war lediglich eine neuerbaute Kirche und ggf. – wer es mag – das Kalschnikow-Museeum. Die Uhren mussten wir umstellen, wir haben jetzt vier Stunden vor deutscher Zeit.

Von Izhewsk ging es dann über Perm immer näher an den Ural heran bis nach Kungur. Dort standen wir bei einem Hotel nahe eines Eingangs zu Eishöhlen, die sich in dem Permafrostboden befanden. Und weiter ging es nach Jalym, einen ganz kleinen Ort, wo es möglich ist, in freier Natur auf einer Wiese zu stehen. Auf dem Weg haben wir ein Glas guten Honigs und eine Art Paprikagemüse (im Glas) gekauft. Der Standplatz in der Wiese ist aber nur für Allradfahrzeuge möglich, der Rest (Weissware) bleibt auf der Straße stehen. Auch einige Allradler trauen sich nicht in die Wiese, weil es leicht regnet…. Wir stehen natürlich mitten in dieser schönen Natur!!! Am Abend und in der Nacht hat es dann stärker geregnet und der Feldweg in die Wiese sowie der Graben waren nass bzw. voller Wasser. Am Morgen musste ich dann mit Untersetzung und Sperren herausfahren, da sich das Profil des Gogolobils schnell zusetzte. Die Schwierigkeit war nicht die Wiese oder der Graben mit der Böschung, das war alles einfach zu befahren, aber der Feldweg war wie Schmierseife und die Räder hatten fast keinen Gripp. Die nächste Übernachtung ist mitten im Ural, in der Nähe der Grenzlinie zu Asien auf dem Parkplatz eines Skizentrums. Aber vorher fuhren wir noch nach Jekatarinenburg zu einem riesigen Einkaufszentrum. Dort gibt es wirklich alles! U.a. haben wir Guinnes-Bier und Paulaner Dosenbier gekauft. Das Einkaufszentrum hat 83!!! Kassen. Und in dem Zentrum gibt es auch einen OBI und einen IKEA sowie viele bei uns bekannte Markenartikel und deren Geschäfte. Jekatarinenburg, das ist die Stadt in der die letzte Zarenfamilie von den Bolschewiken ermordet wurde, besichtigten wir dann ausgiebig am nächsten Tage. Eine moderne Stadt mit 1,2 Mio. Einwohner und wieder sind viele schöne Kirchen und Klöster an den historischen Stellen... Die nächste Tagesetappe ist dieses mal sehr lange – so ca. 400km und führt uns von Jekatarinenburg nach Tjumen. Aber auch das muss mal sein, damit wir wieder irgendwo (wo es schön ist) einen ganzen freien Tag haben.

Nach Tjumen fuhren wir in die Gegend von Krutinka und von dort über die unendlichen Weiten Sibiriens nach Omsk (nunmehr sind wir 5 Stunden vor unserer deutschen Zeit). Birkenwälder und niedriges Buschwerk wechselten sich ab mit kilometerlangen Feldern der Kolchosen. Ich glaube, diese Felder werden nicht in Hektar sondern in Quaratkilometer gemessen. Wenn da ein Traktor nur eine Spur zieht, dann ist er mindestens eine Stunde unterwegs. Alles ist in saftigem Grün und die frisch gepflügte Erde ist tiefschwarz. Unvorstellbar, dass nur wenige Meter darunter der Permafrost ist.

In Omsk standen wir am Parkplatz eines großen Stadions und unser Gogolobil war mit seiner Karte wieder DER Hingucker! Außerdem war das Fahrzeug frisch gewaschen in einer Waschanlage, wo vier Männer mit Dampfstrahler für 400 Rubel (=10 Euro) den Dreck der letzten Tage sauber herunterwuschen. Das war notwendig geworden, da es an den vorangegangenen Tagen manchmal während der Fahrt und auch Nachts geregnet hat und viel Dreck sich am Fahrzeug angesammelt hat. So sammelten sich an der Landkarte nun bis zu 28 Personen, die voller Neugierde das Nähere über unsere Reiseroute wissen wollten. Oftmals ging die Verständigung nur mit Zeichensprache, aber manchmal auch in Englisch. Ein nettes Pärchen hat sich recht eingehend mit uns unterhalten und einige Zeit später kam die Frau wieder zu uns mit einem Geschenk (Bierkrug aus Omsk) und einem Bild von sich und ihrem Mann – das hat uns wahnsinnig gefreut!


Ein paar Worte zum aktuellen Straßenzustand: die Straßen der letzten Tage vor dem Ural waren stellenweise schon sehr schlimm und selbst beim Gogolobil ist einmal die Federung bis zum Anschlag durchgeschlagen – und das will was heißen. Manchmal sind die Straßen neugebaut und gut, aber dann gibt immer wieder Abschnitte, wo der Frost gewaltige Löcher aufgerissen hat und sich die Teerdecke direkt auflöst . Der Fahrschnitt beträgt auf diesen Straßen für uns 55 kmh, für manche Weissware rd. 30-35 kmh. Die russischen Lastwagen fahren allerdings so 80 kmh und ich versuche hier mitzuhalten. Trotz der gigantischen Federwege unseres Gogolobils scheppert und ächzt es schon manchmal. Ab dem Ural ostwärts waren dann die Straßen in einem überraschend guten Zustand, die Gebiete dort haben halt durch die Bodenschätze mehr Geld… Aber zwischendurch muss man immer auf unverhoffte Bodenwellen aufpassen, die dann bei höherer Geschwindigkeit das Fahrzeug regelrecht in die Luft katapultieren. Die täglichen Fahretappen lagen bisher so zwischen 130km und 500km.

Zum Wetter: bei den Stadtbesichtigungen hatten wir bisher immer recht viel Glück mit dem Wetter und es regnete nicht. Regen gab es lediglich nachts und bei manchen Fahretappen, dann lag die Temperatur bei so rund 15°C. Wenn aber die Sonne scheint (und das ist oft der Fall), dann klettern die Temperaturen gleich bis 28°C hoch! Das haben wir so von Sibirien nicht erwartet. Nach einem schönen Sonnentag ist aber am Spätnachmittag häufig mit einem kurzen, heftigen Gewitter zu rechnen. Dunkel wird es erst nach 23 Uhr.

Bis auf einen kleinen Aussetzer am Ladegerät für die Wohnraumbatterien (nach einem Reset war alles wieder in Ordnung) hat sich das Fahrzeug ganz wacker gehalten und es sind keine Schwächen oder Schäden zu verzeichnen. Hoffentlich bleibt das so bis zum Reiseende, denn wir haben noch viele Kilometer und schlechte Straßen vor uns.


Dieser Bericht ist jetzt etwas länger geworden, aber es hat sich in der Zwischenzeit so einiges angesammelt. Bis zum nächsten Bericht. Bilder gibt es ein anderes Mal.


Habe die Ehre

Gogolo

Gast am 08 Jun 2011 09:53:39

Vielen Dank für die News!!!
Weiterhin alles, alles Gute für Euch!!!

abba am 08 Jun 2011 10:20:33

Danke für die Berichterstattung und weiterhin gute Fahrt!

leikaxy am 08 Jun 2011 11:46:54

Es macht mir immer wieder Gänsehaut die Berichte zu lesen.
Weiterhin viel Gesundheit und gute Fahrt.

baschwe am 08 Jun 2011 12:06:28

danke für den ausführlichen und tollen bericht!

ist fast so, als wäre man dabei und spürt die boden wellen :-)

Beduin am 08 Jun 2011 16:52:02

Klasse das du ein freies WLan gefunden hast :)
Ziehst du jetzt eigentlich meistens mit der Karawane oder nebenher?
Was macht die Gruppendynamik? Vertragt ihr euch, könnt ihr euch riechen :)

Die Reiseleiter haben auch wieder was geschrieben --> Link

ENTDECKER am 08 Jun 2011 16:57:35

Mensch Ina......,
jetzt haste mich ganz schön reingelegt. Ist doch nix Neues :(
Finde Gogolos Bericht besser.

Gogolo,
magst nicht tauschen mit dem Reiseleiter. Übernimmst die Homepage, die Bilder passen ja soweit, aber Deine Texte sind bei weitem interessanter.


Christian

Beduin am 08 Jun 2011 17:02:12

Klar ist Gogolos Bericht besser!! aber der andere hat paar Bilder und das ich den vierten Teil schon eingestellt hatte..........
Voll vergessen :oops: :cry: :twisted: Hein Alzer lässt grüssen :(

Anne42 am 08 Jun 2011 21:37:35

Ina, ich bedanke mich mal ganz ausdrücklich, dass du die Berichte immer einstellst, daher ist es für uns einfach auf dem Laufenden zu bleiben.

Ich wünsche Gogolo und Gogoline weiterhin viel Glück auf dieser tollen Reise.

ENTDECKER am 08 Jun 2011 21:47:39

Ina,
passt schon :D
Vor lauter huddel huddel, bin ich ja voll drüber gefallen.
Ich finde die Kombi ja auch gut, aber Gogolo sollte den Bildereinsteller auf die Seite drücken und dort das Schreiben übernehmen.
Dann hätten wir einen schönen spannenden Bericht mit Bildern untermalt.

Aber lieber das als nix.


Christian

dieter2 am 09 Jun 2011 09:51:47

ENTDECKER hat geschrieben:Ich finde die Kombi ja auch gut, aber Gogolo sollte den Bildereinsteller auf die Seite drücken und dort das Schreiben übernehmen.


Christian


Das würde ich lieber bleiben lassen.
In so einer Gruppe funktioniert das nicht,man ist schnell der Klugscheißer :roll:

Dieter

Bergbewohner1 am 12 Jun 2011 19:29:59

Mensch Gogolo, habe gerade erst den Thread entdeckt, hatte nicht viel Zeit, da habt ihr euch ja was vorgenommen, wünsche dir und deiner Frau eine gute Reise und keine Überfälle. Ist ja recht Anspruchsvoll eure Reise und bestimmt auch nicht ungefährlich.
Also schöne Pfingsten noch
Gogolo
MfG.
Werner

Gogolo am 16 Jun 2011 13:46:36

Seit dem letzten eMail hat sich einiges getan:

Von Omsk sind wir weiter gefahren nach Kargat auf endlos geraden, relativ guten Straßen. Links und rechts neben der Straße sind wieder gigantisch große Felder, von (ehemaligen) Kolchosen bewirtschaftet. Endlos weite Landschaften und die Kilometer ziehen sich so hin. In Kargat gab es dann ein gemeinsames Abendessen – so richtig russisch. Begrüßung mit Salz und Brot, dann reichhaltige gemischte Vorspeisen und ein wohlschmeckendes Hauptgericht mit Fleisch und Kartoffeln. Dazu natürlich Wodka in rauen Mengen, da auch der Bürgermeister des Ortes und der Landrat der Bezirks anwesend waren und zu jedem Trinkspruch ein Wodka getrunken werden musste. Auch ein russische Kapelle spielte russische (was sonst?) Lieder.

Nächste Station war dann Novosibirsk, die drittgrößte russische Stadt mit 1,7 Mio. Einwohner. Wir standen mit den Womos auf dem Gelände der russisch-deutschen Gesellschaft fast in der Stadtmitte. Fast alle Womos finden zwischenzeitlich mit dem Navi gut zu den Stellplätzen in den Städten und brauchen keine besondere Führung oder Treffpunkte vor der Stadt mehr. Für 400 Ruben (10 Euro) habe ich mir bei der Stadteinfahrt in einer Lkw-Waschanlage das Fahrzeug waschen lassen – gleich vier Leute haben mit Dampfstrahlern und Schaumbürsten gewerkelt und alles tip-top sauber gemacht. Die Stadt Novosibirsk selbst ist nicht sooo interessant, wenn man davon absieht, dass dort die Transsibirische Eisenbahn hält und dort auch ein sehr großer Bahnhof ist.

Nach einem Tag Aufenthalt in Novosibirsk ging es dann auf der M53, der Transkontinentalen Straße, nach Mariinsk. Eigentlich nicht weiter erwähnenswert, aber die dortige Polizei hat es sich nicht nehmen lassen die Gruppe vor der Stadt zu sammeln und dann mit Blaulicht uns Sirene durch die Stadt, über rote Ampeln, über durchgezogene Mittelstriche zu unserem Übernachtungsplatz zu escortieren. Am nächsten Morgen um 8 Uhr dann das gleiche Spiel aus der Stadt heraus. Bei der Weiterfahrt waren dann Millionen von Schmetterlinge in der Luft und saßen am Straßenrand um aus Wasserpfützen die aufgelösten Mineralstoffe aufzunehmen. Ich konnte mit dem Fotoapparat gaz nahe herangehen, die flogen nicht weg!

Krasnojarsk, am Jenessei gelegen, war dann ein weiterer Meilenstein unserer Reise in Russland. An diesem Tag (wir blieben dort zwei Nächte) war sowohl Stadtfest als auch der „Tag Russlands“ – ein Nationalfeiertag. Bei der Stadtbesichtigung waren schon di9e Vorbereitungen für die Feierlichkeiten in vollem Gange und die Schaschlikbuden rauchten schon. Natürlich genehmigte ich mir für 3 Euro ein riesiges, superzartes Schaschlik. Manche Leute laufen kostümiert herum und bei dem strahlenden Wetter ist das ganze ein Riesenfest – wären da nicht die Temperaturen von über 30°C (PLUS wohlgemerkt).

Die nächste Station, Kansk, war stellplatzmäßig „unter aller Sau“, der befand sich auf dem Hof einer Autowerkstätte/Spedition und in unmittelbarer Nähe die Bahnlinie der Transsib. Einfach unzumutbar. Wir – und auch viele andere fuhren dann auf eigene Faust weiter in Richtung unseres nächsten Zieles und wir (sowie sechs weitere Mitreisende) fanden nach rd. 40 km ein schönes Plätzchen, ganz idyllisch in einem lichten Birkenwald an einem See gelegen. Es gab dann noch einige Runden „Fruchtzwerge“ (Birnen- und Obstschnäpse), denn unsere Vorräte an Alkohol müssen noch vor dem Iran nieder gemacht werden wegen des dortigen Einfuhrverbots.

Der nächste Übernachtungsplatz, Uk, war wohl für so manche nicht so schnell zu erreichen, denn nach einer tollen Straße mit tadellosem Asphalt war dann schnell der Spaß zu Ende und die M53 war dann nur noch ein breiterer Feldweg, sehr staubig mit tiefen Furchen (vom letzten Regen). Glücklicherweise war für die Nicht-Allrad-Fahrzeuge der Boden trocken, denn der Lehm an der Straßenoberfläche wäre dann wie Schmierseife gewesen und bei 10% Steigung im ersten Gang ist dann schnell die Grenze des Fahrzeugs erreicht. Ich schaffte mit dem Gogolobil trotzdem und wegen der langen Federwege einen Schnitt von 53km/h. Der Ort Uk solbst ist nur eine kleine Ansiedlung und wir stehen im Gelände der dortigen Försterei. Unterwegs lag auf der Straße ein kompletter Auspufftopf und ein Mitreisender fuhr so unglücklich darüber, dass es ihm einen Teil der hinteren Fahrzeugschürze beschädigte und das Nummernschild (unauffindbar) abriss. Ich bin neugierig, ob er bei der Ausreise/Weiterreise deswegen Probleme bekommt.

In Sima kamen wir gerade recht zu einer russischen Geburtstagsfeier in dem Lokal vor dem wir übernacht standen. Viel Wodka, Gesang und Tanz und auch wir wurden etwas einbezogen. Ich konnte nichts trinken, denn am nächsten Morgen ging es zeitig wieder los nach Irkutsk, der letzten Station vor dem ersten richtig großen Highlight, dem Baikalsee. Und in Russland herrscht im Straßenverkehr die 0,00 Promille-Vorschrift. Die Menschen bekommen schon einen asiatischen Einschlag. Habe ich es schon erwähnt? Die Wälder, Felder und Ebenen entlang der Straßen werden endloser und endloser. Zwischendurch mal ein kleines russisches Dorf, eine Tankstelle mit Schaschlikbude und am Straßenrand ab und zu Verkäufer und Verkäuferinnen mit Honig, wildem Knoblauch, Kinderspielzeug und allerlei Tand. Vor größeren Städten sind dann wieder Supermärkte zu sehen, in denen ein sehr reichhaltiges Angebot vorhanden ist.

In Irkutsk haben wir auf dem Parkplatz eines Hotels auch Internetanschluss. Dies dürfe für längere Zeit die letzte Möglichkeit sein, euch über die Reise zu berichten. Die Temperaturen betragen seit einigen Tagen schon über 30° - heute hatten wir 36°!!! Typisch für Sibirien...

Mittlerweile sind wir mit dem Gogolobil auf dieser Reise schon knapp 8.300km gefahren! Und der rote Strich auf unserer Fahrzeug-Landkarte wächst und wächst und wächst immer weiter in Richtung Osten.

Zu den Mücken: es gibt sie, definitiv, Aber wir hatten bislang rechtes Glück mit den berüchtigten Mückeninvasionen. Autan und Nobite helfen aber zuverlässig...

Für Wohnmobilfahrer und solche, die es mal werden wollen und nach Russland möchten: in Russland gibt es sogut wie keine Wohnmobilfahrer. Und demzufolge gibt es auch keine Camping- oder Wohnmobilstellplätze. Mann/frau sucht sich dann halt einen abgeschiedenen, schönen Platz in freier Natur. In einer Gruppe ist das Übernachten in Städten nur auf Anweisung der Behörden möglich! Da wird dann ein Platz zugewiesen. Auch Ent- und Versorgung der Wohnmobile ist ein Fremdwort in Russland. Wasser gibt es zwar in den Städten, aber auf dem Lande sind in den Dörfern nur öffentliche Wasserzapfstellen oder Ziehbrunnen(!!!). Von der Entsorgung des Abwassers und der Fäkalien möchte ich hier gar nicht berichten... Tankstellen gibt es viele, sie werden aber, je weiter man nach Osten fährt immer spärlicher, Aber so alle 50km sollte schon eine zu finden sein. Das Problem ist, dass nicht jede Tankstelle Diesel vorrätig hat und dass an manchen Nicht-Markentankstellen der Diesel schlecht ist. Ein Mitfahrer musste schon deswegen seinen Tank auspumpen. Auch LPG-Gas findet man öfters, aber meine Gasvorräte sind noch fast ungebraucht. So habe ich in den ersten fünf Wochen unserer Reise nur 5,3 kg Gas für Kochen und Heizen/Warmwasser verbraucht.


Bis zum nächsten mal


Habe die Ehre

Gogolo

pipo am 16 Jun 2011 13:59:18

Du vermittelst einem das Gefühl direkt auf dem Beifahrersitz zu sitzen :D
Wundervoller Scheibstil.

Ich drücke euch die Daumen, dass es weiterhin so unbeschwert voran
geht. Toller Bericht aus einem ebenfalls traumhaften Land :!:

leikaxy am 16 Jun 2011 14:03:21

Hallo Gogolo,
es war wieder schön den Bericht zu lesen.
Viel Spaß und vor allem viel Gesundheit weiterhin.

abba am 16 Jun 2011 16:14:56

Hallo Gogolo,

schön, dass Du Dich wieder gemeldet hast und alles o.k. ist. Vielen lieben Dank für den Bericht und die schönen Bilder.

Weiterhin gute Reise und viele neue Eindrücke.

haballes am 16 Jun 2011 16:23:17

Hab Dank für diese wertigen Zeilen.

Pass gut auf dich auf.

Und verlern die deutsche Schrift nicht, denn wir sind neugierig.

jubel am 16 Jun 2011 16:55:46

Vielen Dank für den spannenden Reisebericht und die Mühe die du dir damit machst. Toll so direkt etwas über Land und Leute zu erfahren.

wolfworldwide am 16 Jun 2011 21:00:18

Mir vermittelt er allerdings auch ein bisschen das Gefühl, als hätte man der Gruppe unterwegs durchgehend Fünf-Sterne-Campingplätze versprochen.

Mit fröhlichen n


Wolf

Gogolo am 17 Jun 2011 02:35:37

wolfworldwide hat geschrieben:Mir vermittelt er allerdings auch ein bisschen das Gefühl, als hätte man der Gruppe unterwegs durchgehend Fünf-Sterne-Campingplätze versprochen.

Mit fröhlichen n


Wolf


Nein, Wolf, da hast du etwas falsches "herausgelesen", denn das war von vorne herein klar, dass es auf dieser Reise keine Camper-Infrastruktur im gewohnten europäischen Stil gibt. Nur gab es auch manchmal Plätze, die für mich absolut unakzeptabel waren - z.B. direkt an der Transsib-Eisenbahn, auf dem Hof einer Autoreparaturwerkstätte, usw. Da hatten wir dann die Freiheit selbst ein Stück weiter zu fahren und uns individuell ein schönes Plätzchen in freier Natur zu suchen. Der Reiseveranstalter hat mit dem Angebot, einen "sicheren" Platz anzubieten, seiner Pflicht genüge getan.

Das mit den Stellplätzen wird auf der weiteren Reise sicher nicht besser werden und wir werden oftmals in freier Natur stehen. So werden wir uns die nächsten fünf Tage am Ufer der Insel Olchon im Baikalsee befinden. Auch in der Mongolei sind viele Übernachtungsplätze irgendwo in der Wüste Gobi. Das Womo sollte daher schon für 4-5 Tage autark sein (Strom, Wasser, Abwasser, Gas).


Habe die Ehre

Gogolo

Beduin am 17 Jun 2011 05:51:03

Auch hier gibts was neues zu lesen --> Link

jukeles am 17 Jun 2011 07:34:06

Danke für den Bericht, es ist immer interessant und informativ ihn zu lesen.
Weiterhin gute Fahrt, immer guten Diesel im Tank und beste Gesundheit.
*Daumendrück*

LG jutta

Anne42 am 18 Jun 2011 11:02:47

Gogolo, weiterhin eine gute, interessante Reise! Hoffe bald wieder etwas von dir zu lesen :wink:

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