rump
anhaengerkupplung
hallo
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Das Gogolobil unterwegs: in Sibirien, China und Seidenstraße 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 ... 14


nordlicht03 am 19 Jun 2011 14:24:27

Eine super Reise. Ich lese seit Beginn begeistert mit!
Ich bin aber doch neugierig:
Wie bekommt ihr Nachschub an Gas und Trinkwasser in guter Qualität?
Wie wird Abwasser und Toilette entsorgt ohne die entsprechende Infrastruktur? Nutzt keiner Chemie?

Danke für die tollen Berichte und Fotos und weiterhin Gesundheit, Unfall- und Pannenfreiheit für Euch und die ganze Gruppe!!!

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ferienfahrer am 19 Jun 2011 20:13:16

nordlicht03 hat geschrieben:Wie bekommt ihr Nachschub an Gas und Trinkwasser in guter Qualität?
Wie wird Abwasser und Toilette entsorgt ohne die entsprechende Infrastruktur? Nutzt keiner Chemie?


Und habt ihr alle eine grüne Umweltplakette damit ihr die Russischen Innenstädte nicht zu sehr mit euren Abgasen belastet?

Ist sicher gestellt, dass alle Stell- und Campingplätze mit Ökostrom versorgt werden?

Ironiemodus aus:

In Russland gibt es schon seid einigen Jahren Kanalisation und Trinkwasser!

Beduin am 21 Jun 2011 05:34:16

News :) --> Link

Anzeige vom Forum


Gast am 21 Jun 2011 06:48:32

Beduin hat geschrieben:News :) --> Link


Hallo Ina,

Herzlichen Dank für Deine ergänzenden Links zu dieser interessanten Reise.
Auf einem der Bilder sieht man Gogolo beim Empfang des Gastgeschenks Brot und Salz.
Offenbar hat Arthur öfter ein Netz, wo Gogolo keins hat und umgekehrt.

nordlicht03 am 22 Jun 2011 21:19:14

ferienfahrer hat geschrieben:
nordlicht03 hat geschrieben:Wie bekommt ihr Nachschub an Gas und Trinkwasser in guter Qualität?
Wie wird Abwasser und Toilette entsorgt ohne die entsprechende Infrastruktur? Nutzt keiner Chemie?


Und habt ihr alle eine grüne Umweltplakette damit ihr die Russischen Innenstädte nicht zu sehr mit euren Abgasen belastet?

Ist sicher gestellt, dass alle Stell- und Campingplätze mit Ökostrom versorgt werden?

Ironiemodus aus:

In Russland gibt es schon seid einigen Jahren Kanalisation und Trinkwasser!


Ja nee is klar!!! :-) In weiten Teilen Russlands schon, aber in Sibirien und andern, noch auf der Liste stehenden Ländern, bin ich mir da nicht so sicher...

rudicol am 26 Jun 2011 00:22:59

Lade nicht so viel mit süß sauer Scheiß ein.
Ich will wieder Läberkääs! 8)

Gute Fahrt Günter!!!!
Kommt gesund wieder. :D


Rudi, Meike und Nicola

Beduin am 27 Jun 2011 21:50:40

Mach ich doch gerne :)
Schau ja drei mal am Tag obs was neues gibt, dann kann ich´s auch gleich hier rein tun --> Link

Anne42 am 27 Jun 2011 22:59:35

danke Ina :hallo:

baschwe am 29 Jun 2011 14:33:34

nach wie vor sehr spannend und informativ.

eine beschreibung zum träumen und mitfühlen :-)

hast29 am 29 Jun 2011 14:52:32

Ach wie ist es schön einmal solch einen Bericht live mitzuverfolgen und auch mit jemanden den man "kennt"....

Ich wünsch euch noch eine schöne Reise.....

und irgendwo tief in mir drinnen spricht doch der Neid....ich darf nämlich noch ewige Zeiten arbeiten...

Gogolo am 03 Jul 2011 05:30:49

Die „Rentnerkarawane“ ist in Irkutsk, der Hauptstadt der autonomen Republik der Burjaten eingetroffen. Irkutsk liegt ganz „in der Nähe“ (270km Wegstrecke) des Baikalsees (der erste Höhepunkt unserer Reise) und es ist aber zum fahren ganz schön anstrengend, denn die letzten 40 km sind nur Schotterpiste mit z.T. üblem Wellblech und dicken, fetten Schlaglöchern. Solche Schotterpisten werden in der Mongolei lt. unserem Reiseleiter wohl Standard sein. Einerseits bin ich recht froh um die Blattfederung des Gogolobils denn das fahren ist damit etwas angenehmer, andererseits quietschen diese Blattfedern wenn es trocken ist ganz gotterbärmlich! Die Landschaft hat sich total geändert – waren es bisher Tundra und Taiga, ist hier schon der mongolische Steppeneinfluss sehr deutlich. Am Wegesrand sind schon Schamanenstätten mit vielen bunten Fähnchen zu sehen. In den Wiesen blühen viele Dotterblumen.

Mit der Fähre ging es dann am Baikalsee zur Insel Olchon. Die ganze Insel ist ein Naturschutzgebiet aber wir können mit unseren Fahrzeugen absolut schön (bis jetzt auf der Reise der schönste Stellplatz!) und sehr weiträumig an einem tollen Naturplatz stehen. Direkt oberhalb des Sees an einer rd. 20m hohen Steilklippe und herrlicher Aussicht auf das Wasser (siehe Bilder!!!). Absolut ruhig, nur der Wind ist hörbar. Grandiose Sonnenauf- und –untergänge jeden Tag! Das Wasser des Baikal hat Trinkwasserqualität (ist nach Filterung auch als Brachwasser im Gogolobil geeignet) und dort gibt es auch einen Fisch, der nur im Baikal lebt, der „Omul“, ein Süßwasserhering. Natürlich haben wir gleich ein paar geräucherte Omuls gekauft. Echt gut, diese Fische. Aber jetzt sind erst mal ein paar Tage Erholung und relaxen auf dem Olchon angesagt. Das Wetter ist toll und zunächst wurden vor anderen Aktivitäten die Fahrzeuge versorgt und gewartet – das muss nach über 8500 km auch mal sein!

Die folgenden Tage waren dann ausgefüllt mit dem Besuch eines Schamanen, einer Fahrt mit kleinen Geländefahrzeugen zur Nordspitze der Insel und einem schönen Bootsauflug zu nahe gelegenen kleinen Inseln. Der Schamane war genau der, der schon öfters im Fernsehen zu sehen war und der an der rechten Hand einen gespaltenen Daumen hat. Beim Ausflug zur Norsdspitze der Insel kochten uns die Fahrer bei einem Pause im Wald auf offenem Feuer eine hervorragende Fsichsuppe aus dem Omul. Da mit drei großen Töpfen gekocht wurde bekam ich die Erlaubnis mitzukochen. Das Rezept ist relativ einfach:

Zutaten:

Wasser
Kartoffeln kleingeschnitten
Zwiebeln
Salz
Brühpulver (für Gemüsesuppe)
Dill
Omul in großen Stücken
2-3 Lorbeerblätter
Wodka


Die geschnittenen Kartoffeln werden in dem kochenden Wasser mit Salz weich gekocht. Dann kommen noch die in Ringe geschnittenen Zwiebeln sowie das Brühpulver sowie die Lorbeerblätter dazu. Wenn die Kartoffeln weich sind, dann wird der Fisch hinein gegeben und mit einem guten Schuss Wodka abgeschmeckt. Dann kommt der Topf vom Feuer, so dass der Fisch nur noch „zieht“. Der Clou ist aber, dass kurz vor dem Ende der Gaszeit ein stück brennendes Holzscheit in die Suppe (für ca. 5-10 Sekunden) gehalten wird. Dadurch entsteht ein Raucharoma und die Holzkohle klärt die Suppe. Dazu wird Brot gereicht. Beim Essen wird dann der Fisch mit Löffel und Gabel von den Gräten befreit und gegessen. Hervorragend!

Der Ausflug zur Nordspitze der Insel selbst war abenteuerlich, da die Straßen fast nicht mehr vorhanden waren und Tiefsand und Schräglagen ein befahren selbst mit meinem Gogolobil sehr schwierig gewesen wäre – von der Weißware will ich gar nicht reden.

Am Strand bei unserem Stellplatz wurde ein Saunazelt aufgebaut so dass wer wollte nach dem aufheizen auch ins 6-8° kalte Baikalwasser gehen konnte. Am letzten Abend kam dann noch ein LKW mit Einheimischen und diese kochten für uns frisches Lamm und die Innereien (Würste, Blutwurst und gefüllter Lamm-Magen. Ebenfalls recht gut.

Dann kam der Abschied von der Insel Olchon und es ging die Wellblechpiste wieder zurück zur Fähre ans Festland. Weiter ging es dann nach Aschan zum dortigen Nationalpark wo wir dann wanderten. Auf der Hinfahrt war es sehr bergig mit Steigungen und Gefällen bis 18%. Außerdem kam ein Gewitter mit schweren Sturmböen, Starkregen und Hagel auf. Die Sturmböen rissen sogar Bäume um und manche fielen auf die Straße. Manche Teilnehmer blieben stehen und warteten das Ende des Gewitters ab. Unser Gogolobil wurde durch den Starkregen wieder sauber gewaschen.

Weiter geht es wieder an das Südufer des Baikalsees zurück und daran entlang bis Babuschkin. Von dort ist es nur eine Etappe nach Ulan Ude, wo neben einer Stadtbesichtigung auch das Abschiedsessen für Russland stattfand. Dabei wurden auch die beiden russischen Dolmetscherinnen Svetja und Anja sowie der Mechaniker Illja verabschiedet, denn wir reisen in die Mongolei ein!

Zunächst ging es bis kurz vor die Grenze, damit am nächsten Morgen gleich mit den umfangreichen und zeitraubenden Grenzformalitäten begonnen werden konnte. Wir rechneten für den Grenzübertritt der Gruppe einen Zeitbedarf von einem ganzen Tag ein. Wir standen in einem kleinen Wald auf Sandboden – Bergearbeiten waren notwendig! Allerdings hat es dann in der Nacht zu regnen begonnen und schon wieder war es erforderlich ein Fahrzeug aus dem tiefen Boden herauszuziehen. Der Grenzübertritt am nächsten Morgen war dann spannend: wir waren um 8:30 Uhr an der russischen Grenze und benötigten bis 12 Uhr um die russische Seite „abzuarbeiten“ (Anstehen für Formulare, Formulare ausfüllen, gehen von einer Station zur anderen, anstellen, warten, neue Formulare, Fahrzeugdurchsuchung, passieren von drei Kontrollposten, …). Dann kam die mongolische Seite dran – auch hier wieder alles von vorne. Allerdings waren hier die Grenzbeamten viel freundlicher und hilfsbereiter. Um 14:30 Uhr waren dann alle Fahrzeuge in der Mongolei.

Zum übernachten fuhren wir dann auf einen traumhaft schönen Platz und standen in einer Wiese voller Edelweis!!! und Türkenbund. Zwischenzeitlich hat sich das Wetter grundlegend gebessert und wir hatten einen absolut schönen – fast kitschigen – Sonnenuntergang. Und am nächsten Morgen auch einen ebenso begeisternden Sonnenaufgang.

Die Straßen in der Mongolei sind hier in Grenznähe noch relativ gut, abgesehen von immer wieder auftauchenden fetten Schlaglöchern mitten im Asphalt. Wir haben die ersten 10.000km unserer Reise voll und fuhren dabei vorbei an in dichtem gelb und violett blühenden Wiesen, die sich die Berghänge hinaufziehen. Dazu ein wunderbar blauer Himmel mit kleinen Kumuluswolken. An einem kleinen Fluss machten wir eine Pause, aber um an diese schöne Flussstelle zu kommen musste ich die Straße über eine seeehr steile Böschung hinunterfahren – zurück ging es dann mit Untersetzung diese wohl doch 60-70% steile Böschung wieder hinauf (für das Gogolobil natürlich ohne Probleme).

In Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei hoffe ich wieder Internetanschluss zu finden um dieses eMail abzusenden.





Einige Fahrzeuge hatten zwischenzeitlich schon Probleme. Zwei Fahrzeuge hatten offensichtlich an einer „zweifelhaften“ Tankstelle schlechten Diesel erhalten, ein Fahrzeug beschädigte sich die Heckschürze als es auf der Straße über einen liegengebliebenen Auspuff fuhr und bei einem weiteren Fahrzeug leckt der Kühler und der Turboschlauch wurde undicht. Alle Probleme wurden aber zumindest provisorisch gelöst. Reifenpannen gab es bisher gottseidank noch keine.


Zur Entsorgung (Grau-/Schwarzwasser, Müll) sag ich jetzt mal nichts..... Wasser, Gas und Diesel gibt es fast!!! ohne Probleme




Bis zum nächsten mal


Habe die Ehre

Gogolo

kompakt am 03 Jul 2011 05:49:01

Traumhaft schön! :)

Und wenn ich mir das Foto vom Gogolobil und dem Abhang anschaue, weiß ich spätestens jetzt, warum Du Dir dieses Fahrzeug gewählt hast.

Einfach nur Klasse!!! :)

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung..

Weiter viel Spaß und pannenfreie Fahrt Euch Beiden!! :)

Gerd-R am 03 Jul 2011 06:53:30

Hallo Gogolo,

es bringst Freude deine Berichte zu lesen und die Fotos zu betrachten. Eine tolle Wohnmobilreise. Mit Spannung warte ich immer wieder auf den nächsten Bericht.

Weiterhin eine gute und pannenfreie Fahrt. :daumen2:

Gerd

Gogolo am 03 Jul 2011 07:03:33

Der nächste Bericht wird allerdings etwas auf sich warten lassen, denn ich werde erst in China Gelegenheit und Zeit haben, ins Internet zu kommen. Und vorher sind noch durch die Steppe Dschingis Kahns sowie ein Nationalpark zu besichtigen, in Ulan Bator das Naadam Fest anzusehen (das sind die mongolischen olympischen Spiele - wir haben hierfür sogar Karten bekommen) und dann wird die Wüste Gobi durchquert. Bei der Durchquerung werden wir versuchen, mit dem Gogolobil nicht auf der Piste zu fahren, sondern uns einen "eigenen" Weg zu suchen.


In rund 3 Wochen bin ich dann wieder online - hoffentlich!


Habe die Ehre

Gogolo

Anne42 am 03 Jul 2011 08:25:52

hallo Gogolo, herzlichen Dank für deinen Bericht und die Fotos. Eine wunderbare Reise, ich warte immer schon mit Vorfreude auf deine weiteren Berichte. Weiterhin schöne, interessante Tage wünsch ich euch und eine Fahrt ohne Probleme. :hallo:

Gast am 03 Jul 2011 09:30:56

Sehr interessante Reise machst du und danke auch für Rezepte :razz:
Die Landschaften sind gigantisch!

LG Bettina

ImmerUnterwegs am 03 Jul 2011 09:52:23

Ich bin absolut begeistert. Sicherlich ein grandioses Erlebnis.

pipo am 03 Jul 2011 09:56:40

Ich hätte noch gerne ein Innenraumfoto als ihr die Steigung hochgefahren seit :wink:

Tolle Bilder und ein, wie immer sehr kurzweiliger Bericht.
Viel Spass auf eurem weiteren Weg. Ein euchter Traum den ihr euch da verwirklicht!!!


peter

Gast am 03 Jul 2011 10:53:14

pipo hat geschrieben:Ich hätte noch gerne ein Innenraumfoto als ihr die Steigung hochgefahren seit :wink:



Da ist bestimmt alles in Ordnung , weil:

Bimobil = BisIndienMöglichOhneBesondereInnenraumLädierungen :)

Gast am 03 Jul 2011 10:54:10

Hallo Gogolo,

Danke für Deinen schönen und informativen Reisebericht und die Bilder dazu !
Ihr habt bisher alles richtig gemacht !( Richtiges WOMO für die tolle und anspruchsvolle Reise) !
Wir wünschen Euch weiterhin eine gute, unfall - und pannenfreie Reise!!

Liebe

C & P

CKgroupie am 03 Jul 2011 11:26:46

hallo Gogolo,
vielen Dank für die Zwischenberichte von Eurer grandiosen Reise. Ich lese sie mit Begeisterung und freue mich schon auf jede Fortsetzung!

Gast am 03 Jul 2011 11:29:01

einfach nur Beneidenswert, Danke immer wieder fürs mitnehmen!

bleibt Gesund !



Jion

Mongoleifan am 03 Jul 2011 12:36:08

Herzlich Willkommen in der Mongolei !!!!

Dann sputet Euch mal zu Naadam, denn es ging schon richtig los!
Und falls der Gogolo bis China keinen Internet-Anschluß findet, dann mag er sich bei mir melden, ich habe Flatrate im Hotel ..... ;)

aus UB sendet

der Mongoleifan

wolfherm am 03 Jul 2011 13:11:54

Weiterhin Gute Reise und gesunde Heimkehr.



LG Wolfgang

abba am 03 Jul 2011 13:23:29

Hallo Gogolo,

vielen Dank für diese wunderbaren Bilder und der Fortsetzung Deines Reisebrichtes. Ich freue mich jedesmal. Weiterhin eine gute Weiterfahrt und viele neue Eindrücke.

cw am 03 Jul 2011 13:56:38

:daumen2: Viel Glück für die nächste Etappe.
Liebe
Christoph

nordlicht03 am 03 Jul 2011 22:22:15

Vielen Dank für den, wieder einmal, tollen Bericht und weiterhin Gesundheit und gute Reise!!

nordlicht03 am 05 Jul 2011 19:33:17

Hier gibt's auch was Neues:

--> Link

paul-aus-mainz am 11 Jul 2011 09:33:44

... und es gibt wieder was neues zu berichten: --> Link

jokathi am 11 Jul 2011 16:51:39

Hi allerseits,

ich schaue gerade in meinem Kurort Bad Soden-Salmünster meinen Heimatsender: TV WDR 3 -Daheim und unterwegs. Und was senden die: einen Bericht über die Gruppe, die bereits die russische Weite hinter sich gelassen hat. Verdammt interessant. Kam toll rüber. Gute Werbung für die WoMo-Gemeinde.

Es könnte möglich sein, dass man diesen Stream im Internet-TV noch einsehen kann. Wenn's möglich ist, dann allen viel Spaß dabei.

aus dem sonnigen Bad Soden!
Johannes

Gast am 14 Jul 2011 17:58:23

Da wird man doch vor Neid blass, die Fahren eine Traumtour und ich muß
morgen wieder arbeiten, es ist zum.....


Arno

paul-aus-mainz am 18 Jul 2011 08:11:19

Die Resie geht weiter...

--> Link

Beduin am 18 Jul 2011 17:36:27

Danke dir :)
Ich komme grad fast zu nichts.

Zum einen freue ich mich das die Berichte so kurz sind, zum anderen finde ich es ein bisschen Schade. Der könnte ruhig ausführlicher schreiben, aber dann hätte ich noch nicht mal die Zeit alles zu lesen ;D :roll:

zeus am 18 Jul 2011 19:41:27

Nun habe ich mich in einem langweiligen Dienst durch die 15 Seiten gekämpft. Und es hat sich so gelohnt. Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht. Was für eine Reise :!: Ich bin außergewöhnlich beeindruckt :!:

jukeles am 18 Jul 2011 23:30:01

Wir sind immer wieder beeindruckt von dem Reiseerlebnis.
Gogolo gute Fahrt auch an alle Teilnehmer!

LG jutta und Mike

CKgroupie am 19 Jul 2011 09:28:31

Lese weiterhin begeistert über diese tolle Reise!

Was mich gerade am letzten Bericht erstaunt (beschämt?) hat ist, dass es da lauter Millionenstädte gibt, von denen ich noch nicht einmal den Namen jemals gehört habe!
Man denkt immer, man ist ganz gut bewandert in Erdkunde und kennt sich zumindest theoretisch ganz gut aus in der Welt und dann stellt man fest, dass man nur einen ganz kleinen Teil kennt und weiß und dass es jede Menge weißer Flecken auf der Landkarte gibt, von denen man hier niemals etwas hört.

Gogolo am 19 Jul 2011 10:15:14

Beim letzten Mal (Status#5) hatte ich von der Einreise in die Mongolei berichtet. Zwischenzeitlich haben wir die Mongolei durchquert und stehen nach dem Grenzübertritt schon in China.

Über die Reise durch die Mongolei gibt es so viel zu berichten, dass das in den Einzelheiten wohl diesen Bericht bei weitem sprengen würde. Vorab: es ist ein grandioses Land mit überwältigenden Eindrücken, viel Landschaft, absolut freundlichen Menschen und einem herrlichen Naadam-Fest sowohl in der Provinz, als auch in der Hauptstadt Ulan Bator. Besonders erwähnenswert ist die Durchquerung der Wüste Gobi. Aber zunächst der Reihe nach:

Nach der Einreise fuhren wir durch typisch mongolische Landschaften mit Bergen, die an der Nordseite bewaldet, an der Südseite dagegen mit Wiesen und Gras sowie Blumen überzogen waren. Viele Jurten standen weit verstreut herum. Wir fuhren einfach zu einer hin und hielten an, bedeuteten, dass wir aussteigen wollen worauf die Hunde festgehalten wurden. Dann durfte ich nach Herzenslust fotografieren und wir erhielten auch noch selbstgemachten Aruul (das ist getrockneter Quark, eine typisch mongolische Speise). Den Kindern gaben wir Bonbons. Viele Pferde und Schafherden sind am Wege und begeisterten uns.

Um den Stellplatz, eine riesige Wiese in Ulan Bator zu erreichen muss mann zuerst auf einer abenteuerlichen Straße in die Stadt gelangen, da die Teerstraße gerade gebaut wird. Staub, Staub und nochmals Staub und viele, viele tiefe Löcher und Furchen in der Sandstraße (aber das war noch gar nichts im Verhältnis zur Wüstendurchquerung, wie es sich später herausstellen sollte…). Hier in Ulan Bator konnte ich dann auch den letzten Statusbericht versenden. Hier gab es auch eine deutsche Metzgerei und auch deutsches Brot zu kaufen. Wasser für unsere Wohnmobilversorgung gab es von einem „Tankwagen“ mit 1000l Fass.

Von Ulan Bator fuhren wir in Richtung Westen „aufs Land“ zum Hustai-Nationalpark, wo vor einigen Jahren die Przewalskipferde (die letzten Wildpferde der Erde) nach Aufzucht wieder ausgewildert wurden. Weiter ging es dann zu einem Stellplatz inmitten von Sanddünen und Kamelen. Hier fuhr sich eines unserer großen Wohnmobile derart im Sand fest, dass wir mit zwei Allradmobilen das Ding wieder herausziehen mussten (eines alleine hat es nicht geschafft!!!). Die nächste Etappe war dann noch weiter im Westen der Ort Kharkhorin, der ehemaligen Hauptstadt der Dschingisiden. Eine gewaltige Klosteranlage wurde besichtigt, aber am zweiten Tag war im Ort auch ein örtliches Naadam-Fest. Es war genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte (und auch im Fernsehen gesehen habe), nach den Eröffnungszeremonien mit viel Folklore gab es mongolische Ringkämpfe, Bogenschießen und Pferderennen. Es stellte sich später heraus, dass solche örtliche Naadam-Feste viel ursprünglicher sind als das große zentrale Naadam-Fest in Ulan Bator. Am Abend kam dann noch eine Musikgruppe zu unserem Stallplatz in freier Natur an einem Fluss und auch ein 12jähriges „Schlangmädchen“ zeigte, wie sie sich verwinden kann.

Zurück in Ulan-Bator besuchen wir die offizielle Eröffnungsfeier des zentralen Naadam-Festes, das seeehr farbenprächtig ablief und von Staatspräsidenten eröffnet wurde. Wir hatten sehr gute Sitzplatzkarten im Schatten, da die Temperaturen doch über 30°C waren. Auf den Besuch des dortigen Pferderennens am nächsten Tag haben wir verzichtet, da hunderttausende von Mongolen zur Rennstrecke unterwegs waren. Die Gruppe ist mit dem Bus dorthin gefahren und war für 30km über 2 ½ Stunden unterwegs – und haben vor lauter Menschen nichts – und vor allem keine Pferderennen - gesehen!

Hier in Ulan-Bator ist es dann auch passiert: der Nissan mit Absetzkabine unseres Tourleiters erlitt auf den bisherigen schlechten Straßen (noch vor der Wüste Gobi) einen totalen Rahmenbruch. Das Fahrzeug muss deshalb zunächst hier in Ulan Bator bleiben, wird dort repariert und wird nach China nachtransportiert.

Das nächste Ziel vor der Wüste Gobi war der Terelj-Nationalpark, das Naherholungsgebiet der Bevölkerung von Ulan-Bator In den Jurten gab es Discomusik und Karaoke – sehr laut.

Der Weg in die Gobi verläuft entlang der transmongolischen Eisenbahn, die von Ulan Bator nach Beijing (Peking) führt. Zunächst ist die Straße noch gut und mit löchrigen Asphalt überzogen. Aber dann folgt Piste. Piste, die zunächst in vielen verwzeigten Sandspuren durch Steppengras führt (man sucht sich immer die vermeintlich beste heraus). Bergauf, bergab, mit tiefen Löchern und steinigen Passagen, dazu sogenanntes Wellblech, das ist wellig festgefahrener Sand, der das Fahrzeug kräftig über viele Kilometer durchrüttelt. Die Geschwindigkeit beträgt zwischen 20 und 50 km/h. Die Stellplätze in der Wüste waren teils in Steppengras (versetzt mit Thymian und wildem Schnittlauch – herrlicher Duft!), teils auf sandigen Stellen – aber immer flach. Man hörte nur den Wind, Insekten und Vogelgezwitscher. Dazu prächtige Sonnenunter- und –aufgänge, einen Vollmond und Sternengeflimmer. Unterwegs auf der Strecke begegnete uns eine amerikanische Fahrradfahrerin, die mit ihrem Fahrrad seit Thailand unterwegs war – großen Respekt vor dieser Leistung!

Leider hat uns in der Wüste die Klimaanlage des Ivecos im Stich gelassen, und das eine Woche vor Ablauf der Garantiezeit. Hoffentlich liest Iveco Geisenfelder diesen Bericht auch, damit noch die Reparatur nach der Reise im Rahmen der Gewährleistung erfolgt. Eine später vorgenommene Behelfsreparatur verschafft uns nun wieder Kühle während der Fahrt – und die Hitze kommt erst noch, im Westen Chinas werden 50°C erwartet. Ursache des Klimaausfalles waren die Steuerdrähte zu den Relais, die schon einmal defekt waren – sie waren schlichtweg durchvibriert und wurden provisorisch geflickt (mal schauen, wie lange sie halten…).

Am dritten Tag der Wüstenralley gelangte die Gruppe an eine Tiefsandpassage. Einige Fahrzeuge vor uns steckten schon tief im Sand und konnten weder vorwärts noch rückwärts. Ich fuhr problemlos vorbei und konnte dann mit einem weiteren Allradler abwechselnd die Weissware-Wohnmobile durch die Sandpassage schleppen. Auch einen einheimischen Lkw, der mit einem Anhänger voller Schafe und Ziegen gerade vorbeikam, schleppte ich da durch. Das war ein Riesenspaß – allerdings hat er uns insgesamt so zwei bis drei Stunden Zeit gekostet. Das Wellblech auf der Piste bei der Weiterfahrt wird immer brutaler und alles vibriert und wackelt und knirscht (auch der Sand zwischen den Zähnen).

Fazit der Mongoleireise: mit einem normalen Wohnmobil (ohne Allrad) würde ich die Reise wohl nicht machen, denn die Belastung für das Material ist schon sehr groß (einiges ist innerhalb der Fahrzeuge zu Bruch gegangen). Das Gogolobil dagegen hatte überhaupt keine Probleme, tolles Fahrwerk, kräftiger Motor und große Bodenfreiheit. Lediglich die Klimaanlage…. – ich hoffe, sie hält noch die gesamte Reise durch.

Dann endlich ist der mongolische Grenzort erreicht. Wir übernachteten nochmals kurz vor der Grenze, da mit einem längeren Granzaufenthalt gerechnet wird. Am nächsten Tag dauern die eigentlichen Grenzformalitäten von 9 – 14 Uhr und dann müssen wir noch in einen Zollhof fahren wo wir auf die Erlaubnis zur Weiterfahrt warten. Diese werden wir wohl nicht innerhalb von 30 Stunden bekommen. Gottseidank hat es hier aber ein freies WLAN und darum überbrücke ich die Wartezeit bei 34°C (im Schatten) mit der Abfassung dieses Statusberichtes.


Bis zum nächsten Bericht viele und
Habe die Ehre

Gogolo

Gogolo am 19 Jul 2011 10:20:03

Beduin hat geschrieben:Danke dir :)
Ich komme grad fast zu nichts.

Zum einen freue ich mich das die Berichte so kurz sind, zum anderen finde ich es ein bisschen Schade. Der könnte ruhig ausführlicher schreiben, aber dann hätte ich noch nicht mal die Zeit alles zu lesen ;D :roll:



Hallo Ina,

wenn ich mehr Zeit zum schreiben hätte...aber ich muss ja auch noch reisen!!! :D :D :D

Für Dich noch zwei nette, typische Bilder anbei.


Habe die Ehre

Gogolo

paul-aus-mainz am 19 Jul 2011 10:37:16

... sehr toller Bericht!

DANKE[/b]

Tipsel am 19 Jul 2011 10:38:21

Schön, dass du dich meldest und uns teilhaben lässt. Ich wünsch euch weiterhin eine gute Reise und noch viele tolle Eindrücke.

:kette:

abba am 19 Jul 2011 10:51:03

Hallo Gogolo,

vielen Dank für den tollen Bericht und die tollen Bilder. Ich beneide Dich/Euch, dass Du/Ihr alles das in "echt" sehen könnt, was ich nur aus dem Fernsehen kenne. Wünsche Dir/Euch weiterhin gute Fahrt und freue mich auf die nächsten Berichte.

:blume: :kleeblatt: :blume: :kleeblatt: :blume: :kleeblatt: :blume:

markgraefin am 19 Jul 2011 10:54:40

Hallo Gogolo,
auch von mir ganz herzlichen Dank für die tollen Berichte und schönen Fotos.

Gute Reise weiterhin.


Markgräfin

Maxima am 19 Jul 2011 11:27:51

Hi Günter,

ganz faszinierend Euer Abenteuer!

Solche Bilder kenne ich von Reiseberichten und Dokumentationen aus dem Fernsehen.

Beim Anblick der Straßenverhältnisse kann man sich kaum vorstellen wie manche Strecken mit einem "normalen" Wohnmobil zu bewältigen sind. An die Geräuschkulisse im Mobil haben sich die Besatzungen wohl schon gewöhnt.

Wie wunderbar, dass Du uns so teilhaben läßt.

Ich wünsche Euch weiterhin eine gute Reise und vor allem eine gute Kondition. :hallo:

Gogolo am 19 Jul 2011 11:36:20

Weil ihr alle so lieb seid, noch ein paar Fotos von meinem Wüstenpull (die Bilder habe ich gerade von einem Mitreisenden erhalten). Dann hat das Gogolobil noch ein chinesisches Nummerschild erhalten und chinesische Namen fürs Führerhaus - auch hier noch Bilder (vor 15 Minuten gemacht). Gogoline und Gogolo haben jetzt auch einen chinesischen Führerschein!!!

Das Gogolobil ist (und bleibt) noch schmutzig, denn eine Reinigung ist derzeit überflüssig da wir uns noch in der inneren Mongolei (auf chinesischer Seite) befinden und der Staub allgegenwärtig ist.


Neueste Info: wir müssen noch eine Nacht im Zollhof verbringen...


Alles ist ganz lustig und interessant.


Habe die Ehre

Gogolo

Maxima am 19 Jul 2011 11:40:06

Ein Glück ist das "Gogolobil" dabei, so kommt die "Weissware" auch wieder in Fahrt. :D

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