bexbacher am 01 Aug 2011 19:49:04 Wie bereits die Überschrift hergibt, hat sich eine feuchte Stelle im Eingangsbereich meines Womo´s (Bürstner 647-2; Bj. 2000) direkt am Übergang zum Führerhaus gebildet. Sie hat die Form eines Keils, d.h. an der Türseite schmal, nach innen ungefähr steigt die Feuchtigkeit auf ca. 15-20 cm an. (Ich hoffe, dass man auf dem Bild den Wasserkranz sehen im unteren Bereich sehen kann). Mit dem Feuchtigkeitsmessgerät habe ich versucht die die Quelle zu lokalisieren. Der Stoff nach oben ist völlig trocken. Am Boden wird nach ca. 2 cm keine Feuchtigkeit mehr angezeigt. Gehe ich am Türrahmen hoch gibt das Messgerät Alarm. Allerdings wird mit einem Metallprüfer auch ein Hinweis auf Metall komplett um den Türrahmen angezeigt.
Ein Wassereintritt vom Fenster auf der gegenüberliegenden Seite (4´er- Dinette) konnte von der Werkstatt erkannt und abgedichtet werden. Aber ob dieser Wassereintritt für die Feuchtigkeit neben der Tür verantwortlich ist, da wollte sich die Werkstatt nicht festlegen.
Daher meine Frage in die Runde: Hatte jemand mal einen vergleichbaren Schaden gehabt und könnte einen sachdienlichen Hinweis geben?
Hat jemand eine Idee, ob um die Tür des Bürstner wirklich Metall verbaut sein könnte.
Schon jetzt vielen Dank für jede Rückmeldung.
andwein am 02 Aug 2011 10:05:02 Wenn dein Fahrzeug eine ausziehbare/ausfahrbare Treppe unter dem Einstiegsbereich hat kann die Undichtigkeit bei den Befestigungsbolzen liegen. Andererseits können die natürlich auch dein Messergebnis verfälschen, da Metall.
Wasser kann auch in der rechten Seitenwand zwischen Alkovenunterseite (ist doch ein Alkovenmodell, oder?) und Seitenwand eindringen und nach unten laufen. Dort läuft es dann in den Bodenbereich.
Sind aber alles nur Vermutungen
Andreas
wolfherm am 02 Aug 2011 14:00:19 Es könnte aber auch Feuchtigkeit sein, die über die Fender einzieht. Wahrscheinlich ist da auch Holz verbaut und von außen mit Kunststoff abgedeckt. Kannst du was von unten erkennen?
LG Wolfgang
grautvornix am 02 Aug 2011 16:31:56 Hallo,
kannst du diese graue Verkleidung abnehmen?
falls ja würde ich das als erstes machen, dhinter wirst du warscheinlich mehr sehen können.
Aber wie die beiden vorredner schon sagten könnte entweder am Fender oder am Anschluß zwischen Basisfahrzeug und Aufbau liegen.
Frank
bexbacher am 02 Aug 2011 20:03:58 Hallo Andreas,
ich hab mich noch mal drunter gelegt und dabei folgendes gesehen:
Die Schrauben der Treppe liegen frei (Bild2). Zur Front hin, ist der Boden fett mit (vermutlich) Bitumen gespachtelt. Der Bitumen sitzt fest, reicht aber nicht an das Winkeleisen der Treppe ran. Da könnte an der Treppe Spritzwasser eindringen. Die Schrauben werde ich am Wochenende prüfen
Dann habe ich noch ein kleines Löchlein im Bitumen an der Seite zur Aluschürze gesehen (Siehe Bild 1 - Weißer Punkt neben Alustrebe). Bin mir da nicht sicher ob das da hingehört, denn auch hier könnte Spritzwaser eindringen.
Und dann noch ein kleines Löchlein an einem Metallkasten, an dem die Aluschürze des Fenders angeklebt ist . Das ist mir bislang auch noch nicht aufgefallen, das mach ich auf jeden Fall mal dicht.
Hallo Wolfgang, Hallo Frank,
der Fender ist leider mit Alu verkleidet. Aber der Büstner hat noch einen Holzaufbau. Die Dichtungen vom Anbau zum Fahrerhaus und an der Kante sind unauffällig. Hinter die graue Verkleidung auf der Beifahrerseite im Führerhaus, hatte die Werkstatt in der ich das Fenster abdichten ließ, geschaut, dort war alles Trocken. Auch der Alkoven sei trocken.
Aber ich möchte noch von meiner heutigen Erkenntnis berichten:
Der Brüstner hat ja einen Doppelboden, der zum Fahrerkabine einen Tritt tiefer gelegt ist. Die Trittstufe zum Wohnraum habe ich mal abgeschraubt und mit der Kamera ein Foto von dem Zwischenboden gemacht. Und siehe da, da ist ein Wasserkranz. (Bild 3 und 4 ). Sieht für mich aus, als seit dort auf jedenfall Feuchtigkeit von untern nach oben aufgestiegen????
Leider kann ich die fotografierte Wand mit dem Feuchtigkeitsmessgerät nicht erreichen (Alles ziemlich eng). Ich versuche eine Endoskopkamera aufzutreiben um mir einen nähern Einblick von der Situation im „Keller“ zu machen und werde berichten.
Es grüßt
Heiner
Paul am 03 Aug 2011 15:26:05 ... und da gibt es gerade jetzt ziemlich viele Bürstner 647-2 im Angebot....
Leser am 06 Aug 2011 13:51:46 Paul hat geschrieben:... und da gibt es gerade jetzt ziemlich viele Bürstner 647-2 im Angebot....
Hallo,
dieser Kommentar wird Ihm mit Sicherheit weiterhelfen.
Zum Thema: Schau Dir mal die Seitenschürzen von unten an,
da sollten auf jeden Fall nachträglich Löcher gebohrt sein.
Hier kann von oben über ssie seitliche Außenwand Wasser in die Aluschürzen laufen, welches am Aufbauboden angekommen nicht weg kann und somit in die Seitenwände bzw. in den Aufbauboden zieht.
An der Version mit der Treppe glaub ich nicht so recht.
Schau Dir auch mal die Abdichtung Deines Türrahmens oben an, ebenso die Abdichtung vom Dachübergang zur Seitenwand. (in diesem Bereich, aber auch gesamt) Die Abdichtung der seitlichen Dichtleiste (ca. 2,5 cm breit) sowie auch des Türrahmens verspröden mit der Zeit, -und schon läuft´s durch bis unten, staut sich am Boden und dadurch gibt´s dann zuerst diese häßlichen Flecken und anschließend ein Torfmoor.
Leser
bexbacher am 07 Aug 2011 22:43:06 Hallo Leser,
den oberen Türrahmen habe ich mir angesehen. Die Dichtung wies einen kleinen Spalt auf. Im Rahmen einer „ersten Hilfe Maßnahme“ habe ich mit Dichtmasse und einer schmalen Tülle hinter die Dichtung eine dünnflüssige Dichtmasse gespritzt und so die Dichtung an die Wand geklebt. Ich denke das müsste dicht sein.
Die Seitenschürze habe ich mir auch von unten angesehen. Da waren keine Löcher zu finden. Im Gegenteil, die Schürze scheint von unten gut verspachtelt worden zu sein. Wo sollten die Löcher zu finden sein, bzw. wo sollte man die Löcher nachträglich bohren? Könntest du mir da nähere Hinweise geben?
Auch hier habe ich im Rahmen einer „ersten Hilfe Maßnahme“ den Spalt zum Aufbau mit Dichtmasse provisorisch abgedichtet. Allerdings in 2 Etappen: Erste Etappe beim ersten Anzeichen von Feuchtigkeit bis zum Seitengefach, dann am jetzigen Wochenende bis zum hinteren Radkasten. Nach zwei heftigen Regenschauern am Wochenende ist der Fleck nicht feuchter, sondern sogar trockener geworden.
Ich habe aufgrund deines Hinweises im Forum noch einen weiteren Trade zu dieser Problematik mit dem Thema „Kaufberatung Bürstner A647-2 active“ gefunden. Im Moment ist die Seitenschürze mein „Hauptverdächtiger“.
Das Dach werde ich mir auch noch vornehmen
Ich werde berichten.
Es grüßt
Heiner
siegfriedthiemann am 09 Aug 2011 13:33:37 Hallo Bexbacher, Ich hatte auch so ein Problem bei meinem SEA, die Werkstatt wollte den Kompletten Fender abbauen, sollte irsinnig teuer werden und eine garantie über die richtigkeit wollten sie nicht übernehmen. Ich habe dann dankend abgewunken. An meinem Auto ist genau an der Stelle der Türfeststeller, von außen, für die Aufbautür angebracht und mit langen Schrauben befestigt. Na ja kurz gesagt: über diese Schrauben ist irgendwie Wasser eingedrungen. Ich hab einen neuen Feststeller gekauft das Teil angebracht und nun ist alles dicht. Hat mich 4,50 Euro gekostet.
bexbacher am 10 Aug 2011 21:04:25 Hallo siegfriedthiemann,
der Feststeller habe ich mir schon angesehen. Dort ist alles in Ordnung.
Aber das Stichwort "lange Schraube" werde ich aufgreifen. Denn über dem rechten Rand der Tür endet die Markise und dort ist eine Schraube zum Innern durchgebohrt und der Rand der Markise ist nicht abgedichtet. Dort könnte Wasser hinter die Markise laufen und über die Schraube eindringen. Das muss ich zur Sicherheit auf jeden Fall mir noch genauer ansehen.
Aber seitdem ich meinen "Haupverdächtigen" die Aluschürze von oben (wenn auch nur im Moment provisorisch) abgedichtet habe, hat sich die Feutigkeit deutlich reduziert und war heute nicht mehr messbar.
Was mir hier noch fehlt ist ein Hinweis, an welcher Stelle die "Ablaufbohrungen" an der Unterseite gebohrt sein müssen.
Ob meine Suche allerdings abgeschlossen ist kann ich noch nicht sagen. Der nächste Regenschauer wirds zeigen und ich werde berichten.
Es grüßt
Heiner
Leser am 13 Aug 2011 16:59:04 Hallo bexbacher,
die Aluseitenschürzen von oben abdichten bringt nichts und sieht evtl. auch noch besch..... aus, (könnte sogar kontraproduktiv sein) da kommt an irgendeiner Stelle immer Wasser rein.
Die Bohrlöcher sollten sich im Unterboden im Verlauf der Seitenschürzen ca, 1 cm vom Rand befinden, damit dort von oben eindringendes Wasser wieder austreten kann.
Nochmal gesagt, schau Dir die Dichtmasse am Dachübergang zur Seitenwand genau an, die verwendete Dichtmasse scheint nicht UV-fest zu sein und versprödet mit zunehmendem Alter.
Lass Dir (nach Deiner eingehender Prüfung) von einem "Folienklebefritzen" dort entlang (Dachrundung und seitliche Aluleiste zur Hälfte) eine UV-feste Folie in Farbe Deiner Dekorstreifen (z.B. grau) kleben, schon haste "Dein Leben lang" eine Sorge weniger und sieht nicht irgendwie "gefrickelt" aus. Dann kommt die Sonne nicht mehr an die Dichtmasse.
Die Bohrlöcher solltest Du in jedem Fall machen, (8-10 mm) wenn´s Dich beruhigt, kannst Du sie ja in der Bohrung mit einem Wattestäbchen und etwas Unterbodenschutz behandeln; -aber nicht wieder zuschmieren.
Die Befestigung der Markise eingehend prüfen und ggf. mit Butylmasse abdichten. Es gibt im Autozubehör Karosseriedichtband auf Butylbasis, das macht nicht solche Sauerei wie Kartuschenware und ist für solche Kleinigkeiten hervorragend geeignet. Sowas gehört eigentlich in jede Verschraubung von aussen nach innen, -auch unter die Tür- und Klappenfeststeller, hier wird bei vielen Herstellern reichlich "gespart".
Leser
bexbacher am 17 Aug 2011 19:35:12 Hallo Leser und liebe WoMo Gemeinde,
zunächst mal die gute Nachricht. Mein Fleck trocknet. Aber wegen der Ursache möchte ich doch auf Nummer sicher gehen. Also geht dir Ursachenforschung weiter, denn Torf stechen musste ich noch nicht und will ich auch vermeiden.
Die Aluschürzen habe ich nur provisorisch mit Plastic-Fermit abgedichtet. Plastic Fermit wird normalerweise im Sanitär Innenbereich verendet. Das ist nichts für auf Dauer uns sieht in der Tat bescheiden aus. Die Löcher werde ich bohren, bzw. zuerst versuchen, mit einer Nadel die mal vorhandenen (aber mit Bitumen überstrichenen) Löcher zu finden und freizulegen. Sobald die Löcher wieder einen Abfluss ermöglichen kommt die Knete weg und dann werde ich sehen wie sich die Sache entwickelt. Der nächste Regen kommt bestimmt.
Auch die Aufhängung der Markise ist die Arbeit fürs nächste Wochenende. Über den Zustand werde ich berichten.
Die Leiste am Dach habe ich mir angesehen. Auf dem Dach selbst quillt aus der Gummidichtung auf der ganzen Länge gleichmäßig Dichtmasse raus (siehe Bild). Sie war mal weiß, ist aber stark verschmutzt. Die Konsistenz der Masse ist zäh (wie Butylband) und die Gummilippe klebt wie der Teufel am Dach. Das sollte dicht sein. An der Dichtung der Seite quillt nix raus. Die Gummilippe liegt aber auch hier fest an. Das mit der Folie ist ne gute Idee. Da werd ich mal schauen, was es in de Umgebung so im Angebot gibt und was das kostet.
Und dann möchte ich noch von meinem neuen „Spielzeug“ berichten: einer Endoskopkamera
Im Einstiegsbereich zum Alkoven (rechte bzw. links der Vorhangschiene) ist auf beiden Seiten eine Holzabdeckung. Darunter liegen Kabel für die Beleuchtung. Die Kabel laufen direkt hinter dem Fender hoch und es ist genug Platz um die Endoskopkamera einzuführen. Auf beiden Seiten habe ich die Kamera eingeführt. Auf der Seite der 4-er Dinette, an der das große Seitenfenster undicht war, ist deutlich ein Wasserkranz an der Holzvertäfelung zu sehen. Könnte vom Fenster gekommen sein, evtl. aber auch von außen. Auf der Beifahrerseite ist alles in Ordnung. (Bilder werde ich nachliefern, sobald ich eine Schnittstelle zu meinem PC habe).
Das lässt natürlich die Vermutung aufkommen, dass durch das Seitenfenster Wasser eingetreten und über den Zwischenboden (mit Teppich ausgelegt) auf die andere Seite gelangt und dort hochgezogen ist. Denn auch auf den Bildern im Zwischenboden ist der Wasserkranz auch zu sehen.
Könnte da was dran sein?
Es grüßt
Heiner
bexbacher am 06 Sep 2011 18:28:45 Im letzten Posting habe ich mich gefreut, dass mein Fleck über mehrere Tage trocken war. Die Ernüchterung kam nach dem ersten Regentag, denn aus trocken wurde wieder feucht, obwohl Löcher in der Außenschürze gebohrt, die Möglichkeit des Wassereintritts über die Markisenbefestigung und die Kanten geprüft wurde.
Über eine Endoskopkamera habe ich mir einen Überblick über den Raum hinter der Polsterwand verschafft. Dort verlaufen in einem Zwischenraum Stromkabel und das Heizungsrohr für den Alkoven nach oben. Am Fender glaubte ich einen „Wasserkranz“ zu erkennen. Die Konsequenz, die ich eigentlich vermeiden wollte: alles ausbauen und nachsehen.
Das Ergebnis: was ich glaubte, als Wasserkranz wahrzunehmen, war eine ausgeprägte Holzmaserung. Ansonsten war alles trocken. Das Polster habe ich zum Trocknen mit in die Wohnung genommen und danach im Alkoven so abgelegt, so dass der Teil, der immer feucht wurde, vom Bett aus in den Raum ragte. (War eher Zufall)
Am nächsten Tag war der Fleck wieder feucht und die Verwunderung groß. Aber der Verdacht kam auf, dass sich der Fleck aus der Luftfeuchtigkeit „nährte“.
Zwei Maßnahmen habe ich durchgeführt:
- Den Fleck wieder getrocknet, mit Polsterreiniger behandelt (er ist jetzt fast nicht mehr zu sehen) und nach dem Trocknen imprägniert.
- Die Klimaanlage für 2 Tage laufen lassen um das Wohnmobil zu „entsaften“
Seit 2 Wochen ist die Wand wieder eingebaut. Es hat in der Zwischenzeit 4-mal mächtig geregnet. Die Stelle ist und bleibt trocken. Mein Problem hat sich (hoffentlich nachhaltig) erledigt.
:D An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Alle, die mir in meiner Not Hilfestellung gegeben haben. Jeder Tipp war nützlich und im Rahmen der Ursachenabklärung hilfreich.
Meine Erfahrungen mit der Endoskope-Kamera werde ich gesondert posten, sobald ich eine Schnittstelle für meinen PC habe und Bilder bzw. Filmdateien abspeichern kann.
Es grüßt
Heiner
:cry: :? :D :D
blur am 06 Sep 2011 19:44:29 sorry, hat sich erledigt
Leser am 13 Sep 2011 23:24:34 Hallo,
das mit dem Dachübergang zur Seitenwand kenn ich anders, da hat man wohl in etwas späteren Baujahren was "verschlimmbessert".
Das mit der Folie geht bei dieser Ausführung wohl nicht.
Leser
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