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Südafrika/Namibia mit dem eigenen Wohnmobil


ebi1 am 04 Feb 2014 09:48:48

Hallo zusammen!

Wieder zurück...

Dachte, ich schreibe mal ein paar Zeilen, vielleicht gibt es Leute, die es interessiert. Muss aber gleich dazu sagen, dass ich keine Bilder hoch lade, das ist mir hier zu umständlich. Wie ein Wohnmobil aussieht, ist hinlänglich bekannt und eigentlich wollte ich nur ein paar Tipps loswerden und evtl. vorhandenen Respekt vor einer solchen Reise etwas reduzieren.

Vorbereitung
Auch da will ich nicht viele Worte verlieren. Reiseführer gibt es überall, dazu muss also nichts geschrieben werden. Als Navigationssoftware habe ich mir Tracks4Africa (einfach googeln, man kommt dann bei einem Versender in der Schweiz an) gekauft, den kompletten Kontinent gibt es für 84 €. Dazu noch ein Garmin, die Kombination hat später einwandfrei funktioniert. Unser Wohnmobil haben wir 2012 bekommen, wir haben ein paar Testfahrten gemacht (Norwegen/Tunesien), vor einer Verschiffung sollte man sicher sein, dass alles funktioniert, ist ja klar. Vom ADAC (da braucht man ihn halt) haben wir das Carnet bekommen, das ist ein Zolldokument fürs Fahrzeug. Dazu muss man ca. den halben Fahrzeugwert überweisen bzw. eine Bankbürgschaft hinterlegen. Ohne Carnet kommt man nicht aufs Schiff und auch nicht vom Schiff. Die Ausstellgebühr liegt bei 280 € für Nichtmitglieder, und bei 180 € für Mitglieder. Also kann man locker Mitglied werden, den Service haben, und auch noch ein paar Euro sparen.

Verschiffung
Die Verschiffung erfolgte mit Seabridge, der Name ist ja nicht neu im Forum. Die Organisation der Verschiffung hat superduper funktioniert, das Fahrzeug ist mit seinem kompletten Inhalt in Port Elizabeth in Südafrika angekommen. Die Abholung im Hafen war lächerlich einfach, weil Louis von der Agentur schon alles organisiert hatte. Einfach einsteigen und losfahren. Da wir "nur" zwei Gastanks haben und nicht mit Gasflaschen unterwegs sind, gab es dann aber doch ein Problem. Gastanks bekommt man im südlichen Afrika nicht gefüllt, eine Info von Seabridge, das man an einem bestimmten Ort Gas tanken kann, war irreführend, man konnte nur Flaschen erwerben.

Kosten
Man kann auf der Homepage von Seabridge sehen, was die Sache kostet. Was man sieht, ist aber nicht die ganze Wahrheit. Der Treibstoffzuschlag liegt bei ca. 30%, alles in allem ist das Unterfangen nicht billig und man natürlich nicht davon sprechen, dass sich das irgendwie rechnet. Aber welche Reise rechnet sich schon...

Sprit, Lebensmittel, etc. sind günstiger als in Deutschland, im Restaurant kostet beim aktuellen Wechselkurs das Filetsteak 6-8 €, was auf so ziemlich allen Speisekarten die Obergrenze markiert.

Route
Wir sind von Port Elizabeth gen Kapstadt gefahren, von dort aus nach Windhoek in Namibia, alles in allem ca. 3.000 km. Da wir in beiden Ländern schon mehrfach waren, konnten wir uns den Luxus gönnen, auf die Hotspots zu verzichten und dafür etwas exotischere Dinge zu unternehmen. Über Ziele ist aber schlecht zu sprechen, das muss jeder für sich entscheiden, und nicht liegt mir ferner, als Diskussionen, die hier im Forum gerne ausufern, auszulösen.

Wir waren 3 1/2 Wochen unterwegs und dafür lohnt der Aufwand natürlich nicht. Unser Wohnmobil steht nun auf der Ondekaremba Farm, ein paar km vom Flughafen in Windhoek. Das kostet ca. 40 € je Monat, die meisten Mobile werden etwas günstiger unterzustellen sein, unseres ist ein kleiner Lastwagen auf Basis des MB Vario. Die Fahrzeuge stehen sicher und unter einem Dach. Mit den Leuten dort kann man deutsch sprechen, die Stellgebühr auch auf ein deutsches Konto überweisen, das ist alles bestens organisiert.

Wir werden dieses Jahr noch 2 x dorthin fliegen, nächstes Jahr 3x, dann geht das Mobil wieder aufs Schiff. Bei 6 Reisen sind die Verschiffungskosten auch ok. Sie sind auch ok, wenn man z.B. 4 Monate unterwegs ist, die Zeit haben wir aber leider noch nicht. Windhoek liegt bestens, um in alle Richtungen reisen zu können. Im April reisen wir in Namibia mit ein paar Freunden, im Sommer geht es nach Botswana und Simbabwe. Von Frankfurt aus gibt es Direktflüge mit der Air Namibia. Es geht am Abend los und zum Frühstück ist man da, Zeitverschiebung ist minimal, es gibt keinen Jetlag.

Das war es mal in aller Kürze. Wenn jemand konkrete Fragen hat, KN reicht.

Beste
Ebi

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

segelfreund am 04 Feb 2014 11:30:49

....das klingt gut!
Danke für die Anregung!
Wäre so eine Reise mit dem gleichen Fahrzeug - allerdings nur mit Heckantrieb - auch möglich, oder würdest Du da abraten?


Christian

ebi1 am 04 Feb 2014 11:51:58

Hallo Christian,

kein Problem, wir haben auch einen Ducato mit deutschem Nummernschild unterwegs getroffen. Sehr viele interessante Ziele kann man ohne Piste erreichen, zumindest in Südafrika. Krüger, Garden Route, usw. usw. - alles gute Straßen.

In Namibia ist zumindest die Namib nur mit Piste zu erreichen, da fahren aber auch jede Menge Fahrzeuge ohne 4x4. Etosha ist auf perfekten Straßen zu erreichen. Die extremen Sachen würde ich halt lassen, da reden aber mehr darüber, als es dann wirklich tun. Schwierig ist eigentlich nur, wenn man in der Regenzeit abseits der guten Verbindungen unterwegs ist, das sollte man bei der Planung halt berücksichtigen.


Anzeige vom Forum


segelfreund am 04 Feb 2014 13:24:10

Danke!

TorstenS am 04 Feb 2014 19:47:14

Hallo Ebi,

super Bericht! Ich habe eine (für mich) wichtige Frage:

Wie ich sehe, ist Dein Fahrzeug ein modernes und deshalb mit Russpartikelfilter ausgestattet (vielleicht auch mit AdBlue), das heißt Euro 4 oder Euro 5.

Wie ist die Versorgung mit schwefelfreiem Diesel in Südafrika? Gibt es welchen bzw. hattest Du Probleme damit? Oder das Fahrzeug technisch "abgerüstet"?

Danke sagt
Torsten

ebi1 am 05 Feb 2014 08:47:51

Hallo Torsten,

das Fahrzeug läuft auch ohne adblue, es ist auf Antrag anders codiert. Ich habe ein Fahrzeug "mit hoheitlichen Aufgaben", ähnlich wie die Feuerwehr. Habe auf dem Amt einen Antrag gestellt und dabei geschildert, was passieren kann, wenn das Fahrzeug in der Ferne einen hohen Leistungsverlust hat, das kann das Leben kosten, je nachdem, wo man gerade ist. Der Antrag wurde genehmigt. Die ganzen LKW im südlichen Afrika fahren ohne adblue, sie sind halt anders codiert. In D will man verhindern, dass einer mit grüner Plakette hinten ordentlich was raus haut, das ist auch völlig in Ordnung, zuhause habe ich auch immer adblue drin.

Ich war in Windhoek bei Mercedes kurz in der Werkstatt. War lustig, Oliver samt Kollege sprechen natürlich fließend deutsch. Die haben adblue und ich schütte es rein, auch wenn ich es nicht brauche. Die Luft muss ja nicht verpestet werden, wenn man es vermeiden kann. In Südafrika war ich nicht bei Mercedes, dort dürfte es adblue aber auch geben, weil man dort besser versorgt ist als in Namibia. Für lange Strecken müsste man dann halt ein paar Kanister mitnehmen, wenn es überhaupt nicht ohne geht. Zur Sicherheit kannst Du ja die Firmen anmailen, Antwort kommt sicher.

Den Antrag kann jeder stellen, dann ist Ruhe an der Front, ob er durchgeht, hängt aber von dem Menschen mit dem Stempel ab. Hab auch von Fällen gehört, wo abgelehnt wurde.


Ebi

piloteur am 05 Feb 2014 11:37:35

Hallo Ebi,

das ist eine tolle Art das südliche Afrika zu erkunden. Wir waren 2 mal in Südafrika, Namibia und Botswana. Allerdings mit einem Mietmobil.

Und wir waren froh, daß wir nicht mit unserem eigenen Mobil unterwegs waren.
Wir haben allerdings ein normales Reisemobil von der Stange ohne Aufbauklimaanlage.

Bei sehr heißen Tagen waren wir froh, daß wir kühlen konnten. Und auf den Schotterpisten in Namibia, die man ja nutzen muß um die Sehenswürdigkeiten zu erreichen (Sossusvlei, Fishriver Canyon etc) schepperte es dermaßen im gesamten Wohnmobilaufbau und der Staub war pfundweise in allen Ritzen, Schränken und Schubladen. Auch die Wege in Etosha waren in sehr schlechtem Zustand.
Wir hatten auch einige Reifenschäden.
Wohlgemerkt, wir sind in Südafrika vernarrt, aber man soll die Probleme für das eigene Wohnmobil wohl überlegen.
Um für Namibia zu werben stelle ich mal einige Bilder ein.









ebi1 am 05 Feb 2014 13:01:58

Jetzt hast Du Dir die Mühe gemacht, die ich mir gespart habe. :razz:

Die normalen Mobile sind für die Pisten auch komplett ungeeignet, wobei ich sagen muss, dass ich mit unserem auch immer mal wieder Mitleid habe. Wir haben viele Ziele aber schon besucht, die eine oder andere Piste muss nun auch nicht mehr sein. Klar kann man eines mieten, ist vermutlich auch billiger, das eigene Mobil hat aber schon was. 300 Liter Sprit und fast 500 Liter Wasser geben etwas Freiheit, nicht überall ist man so gut versorgt wie in Südafrika und Namibia.

Hab auf der Farm die Klamotten abgegeben, die sind inzwischen gewaschen, und wenn wir wieder dort sind, müssen wir sie nur einladen. So kann man ohne Gepäck reisen, und die Leute dort sind froh, wenn sie etwas verdienen können.

Weiterhin gute Reise!
Ebi

TorstenS am 05 Feb 2014 19:08:34

Hallo Ebi,

vielen Dank für Deine Erläuterungen zu AdBlue. Gut, dass das Wegprogrammieren im Vario kein Problem darstellt.

Unser Sprinter braucht gar kein AdBlue, wohl aber schwefelfreien Diesel (also solchen mit einem Schwefelgehalt unter 50 ppm). Deshalb will ich noch mal nachhaken: Ist Dir bekannt, welchen Schwefelanteil der im südlichen Afrika an den Tankstellen verkaufte Diesel hat?

Danke nochmal und
Torsten

ebi1 am 06 Feb 2014 12:49:42

Hallo Torsten,

an vielen Tankstellen wird zweierlei Diesel verkauft. Guck mal

--> Link

TorstenS am 06 Feb 2014 14:15:55

Vielen Danke Ebi,

und sehr gut. Offensichtlich ist man in Südafrika modern genug für unsere moderne Umwelttechnologie. Jetzt haben wir eine Option mehr.


Torsten

Winterurlauber am 06 Feb 2014 14:24:42

Hi Ebi,
falls ich das richtig gelesen habe steht dein Womo 2 Jahre in Namibia.
Wie machst du das mit dem TÜV?

ebi1 am 06 Feb 2014 14:50:31

Ich hab TÜV kurz vor der Verschiffung machen lassen, Fahrzeug kommt rechtzeitig zurück.

Es würde aber auch noch eine andere Lösung geben. Rotel-Tours ( rote Busse, wo man quasi in einem Sarg nächtigt) fährt mit dem rollenden Hotel da unten herum. Da fliegt der TÜV hin, der wird bei Mercedes in Windhoek gemacht. Wenn man penibel ist, kann man da den TÜV mit machen lassen. Wenn das Fahrzeug länger als 2 Jahre weg ist, muss man halt in Bremerhaven gleich zum TÜV, wenn das Fahrzeug zurück ist, rotes Nummernschild geht ja auch.

ebi1 am 17 Mär 2014 14:39:48

Fahrzeugversicherung im südlichen Afrika

Mit den normalen Versicherungen sind Fahrzeuge in Afrika nicht versichert, Tunesien und Marokko bekommt man noch geregelt, das war es dann aber auch schon. Hier ein Tipp für Leute, die eine Versicherung suchen. Anita hat alles super gemanagt, deshalb empfehlen wir den Makler, mit dem man in deutscher Sprache kommunizieren kann, gerne weiter.

Ludwig Schröder Insurance
Swakopmund
Ansprechpartnerin: "Anita"

famjga am 25 Jul 2014 07:19:24

Man hört bzw. Liest in anderen Foren ja so einiges über Sicherheit in Südafrika. Kann hier jemand seine Erfahrungen mitteilen?
In Namibia scheint das Sicherheitsproblem kaum zu bestehen. Hat da jemand Erfahrungen und gilt die Sicherheit auch für den caprivi.
Bin auf Antworten gespannt!

ebi1 am 07 Nov 2014 16:16:11

Sorry, etwas spät...

Waren im August u.a. auch im Caprivi unterwegs. Danach auch in Simbabwe. Hab mich da nicht unsicherer gefühlt als anderswo. Bitte KN, wenn ich irgendwie helfen kann.

franzose01 am 19 Jan 2016 22:39:13

Hallo,

Wie hast du deine Gastanks nun befüllt?

Gruß Franzose

ebi1 am 21 Jan 2016 17:37:31

Siehe anderer Beitrag. Überhaupt nicht.

Nachdem die Abholung des Mobils super gelaufen ist, bin ich nachts wach gelegen und habe überlegt, was jetzt noch in die Hose gehen kann. "das Gas" ist mir eingefallen, und das war auch so. Habe in PE alles besucht, was auch nur minimal mit Gas zu tun hat, nix zu machen.

RichyG am 21 Jan 2016 17:44:48

Warst Du auch bei Bobo-Campers? Die befüllen doch ihre Camper auch mit Gas und sind immer sehr hilfsbereit.
Richy

ebi1 am 21 Jan 2016 17:51:02

Klar sind die Leute nett. Die Dinger, die ich gesehen habe, hatten Gasflaschen.

Glaub mir, wir waren echt verzweifelt und haben viel Zeit verballert, alles ohne Erfolg.

Das Forum ist für diese Fragen nicht optimal, das Namibiaforum ist besser, wenn es in die Region geht. Aber auch da konnte man mir nicht helfen, und die Mitglieder sind echt fit. Außerdem ist der Moderator in Namibia ansässig und kennt sich wirklich super aus.

Baer26 am 27 Mär 2016 21:39:54

Hi, könnt Ihr Euren Eindruck in Bezug auf Sicherheit kurz beschreiben?

Solofahrer am 27 Mär 2016 22:18:19

ebi1 hat geschrieben:Siehe anderer Beitrag. Überhaupt nicht.

Nachdem die Abholung des Mobils super gelaufen ist, bin ich nachts wach gelegen und habe überlegt, was jetzt noch in die Hose gehen kann. "das Gas" ist mir eingefallen, und das war auch so. Habe in PE alles besucht, was auch nur minimal mit Gas zu tun hat, nix zu machen.


Hi ebi1, welcher andere Beitrag? Finde leider keinen Hinweis darauf.
Auch ich plane für 2017, mein Fahrzeug mit Gastank über Seabridge nach Port Elisabeth verschiffen zu lassen. Wie hast Du denn nun damals Dein Gasproblem gelöst?!?

RichyG am 27 Mär 2016 22:34:54

Hallo Bär,
aus der Erfahrung von insgesamt 14 Wochen reisen durch das südliche Afrika folgendes:
Grundsätzlich sollte man sich so verhalten wie die ganz normalen Südafrikaner (egal welcher Rassezugehörigkeit).
Man ist normalerweise in den dunklen Abend- und Nachtstunden nicht mehr auf der Straße unterwegs. Schon gar nicht zu Fuß. Wenn, dann mit dem Taxi. Es gibt jedoch in den Städten absolut sichere Zonen (zumindest so sicher wie in Europa). Z.B. die Longstreet oder Waterfront in Capetown. In den kleinen Städtchen sieht es wieder anders aus. Hier fragt man am besten den Campingplatzbesitzer, ob man auch zu Fuß zum Restaurant gehen kann. Man bekommt immer und überall gute und ehrliche Tipps zum Verhalten, wenn man selbst unsicher ist und fragt.
Der Campingplatz sollte vor Einbruch der Dunkelheit erreicht sein. Nachts sollte man nicht mehr mit dem Fahrzeug unterwegs sein. Es sind viele ungenügend oder gar nicht beleuchtete Karren aber auch viele Menschen am Land unterwegs. Die Gefahr in der Dunkelheit mit einem Tier zu kollidieren ist um ein vielfaches höher als in unseren Breiten und sollte sehr ernst genommen werden. Die s.g. Kuhfänger an allen Trucks und vielen Mietmobilen sind nicht zur Zierde angebracht. Fahrzeug beim Fahren grundsätzlich verriegeln, sofern es dies nicht automatisch tut. Beim Mietmobil an die Aufbautüre denken!
Schmuck und teure Foto-/Filmausrüstung sollte in Städten nicht zur Schau getragen werden. Ein wenig Aufmerksamkeit beim Geldziehen an Automaten kann in Südafrika so wenig schaden, wie in Europa. Keine Wertgegenstände offen im Wagen liegen lassen. Bei einem Überfall gibt die Polizei den guten Rat, sofort alles verlangte auszuhändigen. Wer den Helden spielt, hat diese Rolle eventuell zum letzten Male gespielt.
Dies hört sich nun alles ein wenig dramatisch an. Ist man erst in Südafrika einige Tage unterwegs, verliert man die Angst ganz schnell und ist einfach ein wenig aufmerksamer, als hier in Europa.
Die Menschen sind überaus freundlich, herzlich und sehr hilfsbereit. Uns wurde schon bei einigen Pannen sehr schnell und effektiv geholfen. Meist muss man kämpfen, die Helfer zu entlohnen.
Die Situation auf den Campingplätzen wurde von uns immer als sehr safety erlebt. Wir waren beide zum Duschen und das Mobil blieb immer unversperrt zurück. No Problem!
Wer sich auf sein Bauchgefühl, den gesunden Menschenverstand und den Rat von Südafrikanern verlässt, wird einen unvergesslich schönen Urlaub dort verbringen.
Südafrika ist für einen Campingurlaub prädestiniert. Die holländischen Wurzeln lassen grüßen :mrgreen:
Übrigens - wenn Südafrikaner Urlaub in einem der benachbarten Länder machen, sprechen sie oft davon nach Afrika zu reisen. Das war für uns anfangs doch ziemlich ungewohnt ;D , spricht aber auch ein wenig für sich.

RichyG am 27 Mär 2016 22:37:34

Hallo Axel,
schau mal hier: --> Link
ich meine hier ist der von Dir gesuchte Artikel

Solofahrer am 27 Mär 2016 23:22:00

merci, werde der Thread dann mal verfolgen. :)

Keddi am 18 Apr 2017 15:00:25

bei uns tickt ja nun so langsam die Uhr, im Juni geht unser Auto auf die Fähre nach Port Elizabeth und je näher der Zeitpunkt rückt, um so mehr Fragen drängen sich auf.
Am brennendsten ist momentan die Frage nach den Einreisebestimmungen in Südafrika.
Ich weiss, man sich visafrei dort für 90 Tage aufhalten, aber wie berechnen sich die 90 Tage?
Beginnen sie bei jeder Einreise neu?
Oder hat man einfach 90 Tage pro Jahr?
die Webseite von Südafrika gibt dazu leider nicht viel her und mein Anruf beim Konsul brachte mich auch nicht weiter.
Er meinte nur, dass die 90-Tage-Frist immer mit jeder Einreise neu beginnt, vorausgesetzt, ich reise aus meinem Heimatland (also Deutschland) ein.
Aber das tun wir natürlich nicht.
Auf meine Frage, wie das bei einer Ausreise nach Namibia und Wiedereinreise aus Botsuana aussieht, meinte er, das würde - so wie er das sieht - nicht gehen, damit verkäme diese 90-Tage-Frist ja zu einer Farce.
Aber er würde sich auch nicht auskennen, ich müsste halt den Zöllner an der Grenze fragen.
Jetzt hat mir jemand anders gesagt, dass eine "echte Ausreise" schon vorliegt, wenn man zwischendurch mal in Tansania war.
Also dass mindestens ein Land zwischen dem Drittland und der Zollunion liegen muss.
ich finde das alles ziemlich verwirrend, aber von Euch waren doch schon viele in Südafrika, auch für länger.
Weiss jemand Bescheid?
Wir wollen ja erst mal gemütlich durch Südafrika, Namibia und Botsuana, weiter nach Tansania und nach einem längerem Aufenthalt dort wieder zurück nach Südafrika, wir werden also mehr als 90 Tage in Südafrika verbringen, ohne zwischendurch nach Deutschland gereist zu sein.
jetzt schon grosses Dankeschön, Kerstin

Variophoenix am 18 Apr 2017 15:43:48

Ich bin gerade da unten und reise morgen nach Port Elizabeth um zurück zu fliegen.
Wenn du einreist, gibt es einfach einen Stempel mit Datum. Das gleiche wenn du wieder einreist. Die Leute hier sagen das das kein Problem ist. Machen ja viele.

Keddi am 18 Apr 2017 15:59:00

Hm, das wäre natürlich perfekt, zur Not hätten wir für uns ja sogar auch noch einen zweiten Reisepass, aber unser Auto hat natürlich nur ein Carnet, so dass man sehr leicht überprüfen kann, ob und wann und für wie lange wir uns schon in Südafrika aufgehalten haben.
ich habe mir auch schon gedacht, dass es vor Ort vermutlich nicht so dramatisch ist, wie ich es mir hier ausmale, aber man liest halt ziemlich viel, dass Verstöße gegen die Einreisebestimmungen (speziell diese 90-Tage-Frist) mit heftigen Einreiseverböten sanktioniert werden.
Und das wäre natürlich ganz schlecht, wenn uns so ein Einreiseverbot treffen würde....

ebi1 am 10 Mai 2017 08:34:58

Paar Worte zum Carnet: an den Grenzen ist man unterschiedlicher Meinung, ob z.B. Zwischen SA und NAM gestempelt werden muss. Uns wurde der Stempel auch mal verweigert. Das mit Hinweis auf die Zollunion. Unser Mobil ist dann aus SA ausgereist, obwohl es nicht eingereist ist. Unbedingt kann man am Carnet die Aufenthaltsdauer also nicht ablesen. Zumindest, wenn es um ein einzelnes Land geht.

franzose01 am 19 Jul 2017 13:09:39

Salut Kerstin, (Keddi)

wie habt ihr nach Südafrika verschifft? Von wo und mit wem?

Ich werde im Dez. 2017 verschiffen, möchte mein WoMo aber nicht ausräumen... (Info von Seabridge bzw. der Reederei)

Herzlichen Dank für eine Info.

Keddi am 20 Jul 2017 02:58:22

Halo Franzose,
Wir haben mit Seabridge nach PE verschifft, das Auto musste lediglich "blickleer" sein, die Schränke und auch der Kofferraum waren vol, wobei wir Wertsachen wie Laptop, Kamera etc. nicht im WoMo hatten.
Gott sei dank, denn als wir am 03.07. zur Spedition kamen um unser Auto zu holen (die Fähre kam bereits eine Woche vorher an), hat uns der Schlag getroffen.
Ich will hier nicht alles aufzählen, aber es fehlten z.B. der größte Teil unserer Klamotten, unsere Taucheranzüge, alle Handtücher und Strandsachen,der Staubsauger, viele Ladegeräte, fast das komplette Badezimmerequipment einschließlich elektrische Zahnbürste, Stirnlampen, ......
Sogar der fest montierte wechselrichter war ausgebaut.
Die Spedition hat's auf die Hafenarbeiter, bzw. Matrose geschoben und das stimmt wohl auch , denn die Halle, in der das Auto stand, war videografiert und auf den Überwachungsvideos war nichts zu sehen.
wir hatten keine Chance.
Deswegen mein Tipp:
Seid auf jeden Fall VOR eurem Auto in PE, so dass Ihr es selbst aus dem Hafen holen und alles überprüfen könnt.
Bei uns hat das die Spedition gemacht, das WoMo ist einfach durch zu viele Hände gegangen, bevor es bei uns war.
Das alles ist natürlich nicht die Schuld von Seabridge, wir waren ja froh gewesen, so viele Sachen während der Überfahrt im Auto lassen zu können, aber nun sind wir etwas schlauer.
Aber wie der Spediteur sagte, sei das kein Einzelfall, es käme fast kein Auto an, bei dem nichts fehlt.
Dass sogar der Wechselrichter ausgebaut wurde, hat er allerdings auch noch nicht erlebt.
Ansonsten war die abwicklung mit Seabridge absolut super, das war überhaupt kein Problem, du wirst step-by-step durchgeleitet.
Inzwischen haben wir den Schock verdaut und wissen nun auch, wo man in PE am besten wechselrichter bekommt.
Ja, nun sind wir schon seit drei Wochen unterwegs, waren im Addo (absolut super), im Mountain Zebra Park (macht dort unbedingt das cheetah-Tracking), in Hluluwe (super, aber besorgt euch vorher die Rhino-Card, kostet 250 Rand pro Person und ist so eine Wildcard für private Reservate)
Momentan stehen wir in Swasiland und wollen morgen weiter nach Mosambik, ein bisschen baden, bevor es dann in den Krüger NP geht.
Mein Tipp zu Mosambik:
Das Visum an der Grenze kostet ca. 900 Rand für 30 Tage.
Bei der Botschaft in Mbabane hier in Swasiland bekommt Ihr es für 700 Rand, wenn ihr Glück habt, auch von einem auf den anderen Tag.
Achso, vielleicht noch ein Tipp...
Besorgt euch einen mobilen Router mit einer nationalen SIM-Karte, uns hat er schon viel geholfen.
Unser Router hat bei eBay 70,- Euro gekostet, die SIM-Karte mit 2GB Datenvolumen 200 Rand, man kann mehrere Geräte (iPad , Smartphone,..) gleichzeitig betreiben, einfach praktisch.
Und dann viel Spaß in Afrika!
Beste Grüße, Kerstin

Keddi am 20 Jul 2017 03:14:34

... Achso, mach dir wegen der Überprüfung in Bremerhaven keinen Kopf, da kommt ein netter junger Mann und schaut nur nach "gefährlichen" Dingen.
Wir mussten lediglich eine Flasche "Klo-Chemie" rausnehmen, die Überprüfung hat keine 15 Minuten gedauert.

franzose01 am 20 Jul 2017 11:04:15

Hi Kerstin,

danke für die schnelle Rückmeldung. Und vielen Dank für die Tipps.

Habt ihr ne Homepage? Blog?

Darf ich fragen, was für ein WoMo ihr habt?

Keddi am 22 Jul 2017 20:16:19

Klar darfst du fragen!
Wir sind die Verrückten, die tatsächlich mit einem Ducato durch das Südliche Afrika fahren und bislang hatten wir absolut keine Probleme.
Weder auf den Pisten in den Nature Reserves noch auf den Sandpisten hier in Mozambique.
Natürlich ist uns vollkommen klar, dass der Ducato bestenfalls suboptimal ist, aber wir haben nun mal nur dieses eine Wohnmobil und das hatten wir schon, bevor der Traum von Afrika in unseren Köpfen Gestalt annahm.
Und da uns das nötige Kleingeld für so ein tolles Expeditionsmobil fehlt, wurde halt unser Avanti (La Strada) verschifft und - wie gesagt - bislang schlägt er sich wirklich wacker und echt besser, als ich es erwartet hatte.
Ein echter Nachteil - wie sich jetzt im Nachhinein herausgestellt hat - ist natürlich, dass Wohn- und Fahrerraum nicht getrennt werden können, sehr zur Freude des Arschlochs, das unser Auto ausgeräumt hat.

Keddi am 23 Jul 2017 10:49:13

Hi Franzose,
da Richy schon Interesse angemeldet hat und du nun auch danach gefragt hast, habe ich mal einen neuen Thread angelegt.
"Mit dem DUC durchs Südliche Afrika.. GEHT DAS??"
Wenn es dich interessiert, schau mal rein!
Salut, Kerstin

RichyG am 23 Jul 2017 12:49:40

Prima und vielen Dank Keddi :daumen2:

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