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eigentlich wollte ich nur die Füllung der Kofferraumklappe unseres Mobili austauschen. Leider ließ sich der Innenrahmen nicht ohne Bruch entfernen und schon musste eine neue Klappe her. Beim Ausbau der alten Klappenrahmens fiel mir dann auf, dass die Schrauben lediglich Halt im Alu der Außenhaut fanden. :roll: Ein Holzrahmen existierte nicht, was ich bei einer Klappe von 1000*40 doch eher befremdlich fand. Als ich mir die Sache genauer betrachtete, entdeckte ich an der linken und rechten Ecke des Rahmens innen weiches Holz. Na ja, wenn ich eh einen Holzrahmen einziehen möchte, sollte die Beseitigung der zwei Feuchtgebiete nicht so tragisch sein.
Gedacht und ans Werk gemacht. Sperrholz und Styropor herunter genommen. War alles zwar feucht, aber weiter kein Akt. Dann entdeckte ich den Balken, der die Seitenwand mit der Bodenplatte verbindet. Auch feucht und torfig. Irgendwann wird er schon wieder trockene Stellen haben, dachte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn und machte mich dran mehr von dem Balken, Richtung Fahrerhaus offen zu legen. Bis vorne war der gesamte Balken schwarz, modrig und feucht! :cry: Das konnte alles nicht von der Klappe kommen. Und auch nicht vom Wasserschaden im Dach, den ich schon vor einer Weile repariert hatte, da das Styropor über dem Balken trocken war. :!:
Also fing ich an der Sache auf den Grund zu gehen und entfernte den Balken nach und nach. Er war mit der Außenwand verklebt und von der Bodenplatte mit langen Schrauben versehen. Die Bodenplatte scheint zur Außenwand hin mit einem Aluprofil versehen zu sein (weiß auf den Photos) Die Außenwand selbst liegt nur an der Bodenplatte an! Keinerlei Verklebung. Der Beitel zeigt deutlich den zutage getretenen Spalt.
Aber kann hier wirklich Wasser eindringen, es fließt doch eigentlich nicht nach oben! Nun kurze Rede, langer Sinn, heute Abend regnete es mal wieder und schon trat an einigen Stellen, hauptsächlich bei der Dinette zwischen Wand und Bodenplatte Wasser zu Tage. :evil: Kann es sein, dass es sich durch Kapillarwirkung durch den Spalt zwischen Bodenplatte und Wand hochzieht? Eine Beschädigung der Aluhaut ist jedenfalls nicht zu sehen. Auf dem Photo der rote Kreis zeigt die Stelle. Das große Loch ist übrigens der Auslass des Wassertanks ;-). Und photofein habe ich auch nicht aufgeräumt :oops:
Mein Lösungsansatz wäre nun folgender: 1. Die „Naht“ zwischen Bodenplatte und Wand ordentlich mit Sikaflex verkleben. 2. Mit Caravankleber (Ruderer, jetzt TechniColl) einen neuen Balken einziehen. Diesen auch an der Bodenplatte verkleben. 3. Alles wieder ordentlich mit Styropor und Pappelsperrholz verkleiden und mit DC Fix aufhübschen.
Fragen: A Ist das Vorgehen so in Ordnung? B Wie verhält sich das mit der Dampfsperre an den Nähten der Sperrholzplatten, dich ich ja nicht mehr ordentlich verlegen kann, da ich unter das originale Sperrholz nicht herunterkomme?
schöner Mist das ... mit Wasserschäden habe ich auch so meine leidvollen Erfahrungen. Also zu Deiner Frage: Zumindest bei unserem Womo enstand ein Wasserschaden durch Wasser von unten und die Kapillarwirkung. Konstruktionsbedingt sehr ähnlich wie bei Dir. Es war bei uns die fehlende Tropfkante an der Hinterkante, die dafür sorgte, dass Wasser bei anhaltendem Regen zwischen Rückwand und Boden in die Konstruktion eindringen konnte. Abhilfe konnte ich nur so schaffen:
In den Kunststoffwinkel habe ich noch von unten Löcher gebohrt, damit Konsenswasser etc. abfließen kann.
Viel Erfolg erstmal!
emil77b am 03 Aug 2014 09:24:39
Hi Andreas, Rum,
dass das Wasser, bei stehendem Mobil, so wie es außen dagegenregnet innen hochläuft, kann ich kaum glauben. Zu Kapilarwirkung gehört mehr als ein Spalt zwischen 2 Bauteilen, die hier offensichtlich nichtsaugender Natur sind. Leider werde ich aus den Bildern nicht ganz schlau, drum meine Fragen an Andreas:
-So wie es auf den Bildern aussieht, steht Deine Seitenwand auf dem Boden auf, richtig? .. geht die Aluaußenhaut demnach weiter nach unten bis zur Unterkante des Boden? - Du hast offensichtlich 2 verschiedene Bereiche der Fahrzeuginnenseite fotografiert?! Wo ist auf Bild 2 der Klappenausschnitt, wie hast Du den während des Regen verschlossen? Vielleicht kannst Du weiter Übersichtsbilder machen, von innen und außen.
Mein bisheriger Tip wäre, es gibt ein Loch in der Alu-Außenwand
Emil
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womostocki am 03 Aug 2014 14:23:55
Servus Rum, Servus Emil,
vielen Dank für Eure Gedanken und Anregungen! Habe auch noch ein paar Bilder gemacht. Hier ersteinmal ein Überblick über den Innenraum.
Kofferraum:
Dinette rechts Fahrergestühl:
Und noch ein Photo was die Stelle links vom Loch des Ablasses des Wassertanks zeigt, wo gestern abend frisch die Feuchtigkeit zu sehen war. In dem ersten Beitrag hatte ich hier einen roten Kreis herum gemacht:
Generell ist die Wand nicht auf die Bodenplatte gestellt, sondern geht an ihr vorbei. Wie auch das Bild mit dem Beitel zeigen sollte. Genauso wie Rum es gezeichnet hatte. Hinter der Schraube aus der Bodenplatte ist die Wand sehr "dicht" an die Bodenplatte angebracht. Eventuell durch eine Schraube, oder Krampe? Hier waren Wassertropfen zu sehen. Überall, wo die Wand weiter weg war von der Bodenplatte blieb es trocken.
Ich bin von der Kapilar-Theorie auch noch nicht so überzeugt. Aber wenn die Außenhaut beschädigt ist, müßte der Balken genau an der Stelle am schlimmsten aussehen. Er ist aber über die gesamte Länge von 3,60m gleichmäßig verfault gewesen. Aber auch was Rum geschrieben und netterweise gezeichnet hat, spricht für das "Hochsaugen" des Wassers.
Sohnemann und ich werden gleich die äußere Seitenverkleidung abnehmen. Dann sehen wir eventuell mehr. Ich halte Euch auf dem Laufenden und nochmals vielen Dank für Eure Unterstützung!
Und nun wieder ran an den Speck ...
Es grüßt
Andreas
Gast am 03 Aug 2014 15:16:59
Hallo Andreas, bei meinem Eura ist der Wand-Boden-Übergang auch so wie bei Rum gezeigt, Die langen Schrauben sind durchgehend von der Außenwand in den Boden geschraubt, die dadurch entstandenen Löcher im Blech sind dann mit Dichtmittel verschlossen und auf dem Blech mit einer Leiste abgedeckt. Gibt es bei dir auch eine Abdeck-Schiene wo sich das Wasser dahinter sammeln könnte und dann durch die Schraubenlöcher in die Wand gelangt ? Sollte außen eine Schiene sein würde ich auf jeden Fall mal nachschauen ob das Wasser nicht von da kommen kann....
womostocki am 03 Aug 2014 16:13:22
Servus Leuts,
die Schürze ist runter und was soll ich sagen, ich brüll Sch...e :evil: !!!
Bei Euren Autos ist die Seitenwand so weit heruntergezogen, dass sie über die Bodenplatte herausragt, oder wenigstens mit ihr abschließt. Das ist bei unserem belgischen Billigprodukt leider ganz anders. :twisted:
Schaut selbst. So sieht das Auto mit Schürze aus:
Mobili ohne Schürze:
Und nun der Clou!
Die beiden Löcher sind für einen der Halter der Schürze. Diese Halter sind mit insgesamt vier Schrauben in der Bodenplatte befestigt.
Man erkennt sehr gut, dass die Wand bereits weit über der unteren Kante der Bodenplatte aufhört. Abstand der Bodenplatte zur unteren Wandkante ca. 3cm. Bodenplatte und Wand überlappen sich ca um 5mm :? ! Mehr nicht!
Werde also nun meinen ursprünglichen Plan verfolgen und diesen halben Zentimeter mit Sika abdichten und das ganze ordentlich anpressen. Ob das dann irgenwann dicht ist :nixweiss: , bleibt nur zu hoffen. Oder seht Ihr noch andere Möglichkeiten?
Bin für Eure Vorschläge dankbar!
Es grüßt
emil77b am 03 Aug 2014 18:20:04
Hi Andreas,
nochmals zu meiner Frage der Eckverbindung unten am Boden. Die Schrauben kommen von unten, durch den Boden, in das verfaulte Rahmenholz der Wand, Nur die Außenhaut geht ca 5mm weiter runter Was hindert Dich, in diesem Fall daran, ein Tropfblech a la Rum von unten hinter die Aluaußenhaut zu schieben, bevor Du alles neu verbindest?
Emil
Rumbuddel am 03 Aug 2014 20:04:21
Ach du Sch... da fragt man sich wirklich wer sowas konstruiert.
Nur um das jetzt erstmal richtig zu verstehen: Die Bodenplatte liegt in einen Aluwinkel, der um die Kante nach oben rum geht? Der Aluwinkel steht etwas höher als die Bodenplatte? Sieht auf dem ersten Photo mit dem Stechbeitel so aus. Oder ist der bündig mit dem Bodenbelag und das sieht nur so aus, weil der Bodenbelag jetzt fehlt? Die Wand steht auf der Bodenplatte und Außenhaut geht ca. 5mm über den Aluwinkel der Bodenplatte? Und dieser Bereich der Überlappung ist weder verklebt noch abgedichtet? Dann sollte es eigentlich reichen, den Bereich der Überlappung umlaufen zu verkleben.
Wie sieht es denn von unten aus? Die Bodenplatte müsste ja auch umlaufend ein Kantholz haben. Ist das denn noch gut? Hast Du von unten Holz oder GFK? Wie ist denn der Aluwinkel von unten zur Bodenplatte hin abgedichtet?
womostocki am 03 Aug 2014 20:22:08
Servus Emil,
habe mich mal im Zeichnen probiert und bei Rum abgekupfert:
Das gelbe soll die Schrauben darstellen, die durch die Bodenplatte in den nassen Balken hinein gehen. Das grüne wäre dann der Plastikwinkel, der dann an die Seitenwand angeklebt und unter der Bodenplatte eine Lage Dichtmittel (Sika oder Dekalin?) erhält.
Die ganz besondere Herausforderung bei dieser Lösung sind die Halter für die Schürze. Hierzu auch noch ein Photo. Der rote Streifen würde das obere Ende des Tropfblechs darstellen. Der grüne Streifen das obere Ende der Schürze.
Die Schürze ist oben in den Halter eingehängt- Dieser wiederum ist mit vier Schrauben, zwei seitlich, zwei von unten befestigt. Würde ich das Tropfblech so anbringen, wie in der Zeichnung dargestellt, würde ich die Schürze nicht mehr befestigt kriegen. Nun hatte ich überlegt, die Aufnahme-Schiene in der Schürze entsprechend heraus zu schneiden. Dann wird mir die ganze Schürzenaufhängung aber zu instabil, da diese Aufnahme-Schiene nur an einigen Punkten an die Schürze geschweißt ist.
Die einzige Möglichkeit, die ich hier sehe, ist quasi die Außenhaut zu verlängern. Aber dann müßte die Klebung Stoß auf Stoß erfolgen (Stoß Außenwand auf Stoß Tropfblech). Und da hätte ich auch so meine Zweifel. Wenn man das neue Tropfblech unter die Außenhaut legt, haben wir das Ausgangszenario wieder. Oder ich sehe hier den Wald vor lauter Bäumen nicht ...
Auf jeden Fall vielen Dank für Eure Geduld und dass Ihr Euch meines Problems annehmt!
Es grüßt, momentan etwas ratlos,
Andreas
womostocki am 03 Aug 2014 21:03:09
Servus Rum,
vielen Dank für Deine Fragen! Auch hier eine Zeichnung, die es vielleicht besser erklärt. Werde bald der Meister des MSPaint :)
Auf dem Bild mit dem Stechbeitel ist der Bodenbelag schon weg. Die Wand steht nicht auf der Bodenplatte, sondern läuft an ihr, besser gesagt an dem Profil, welches die Bodenplatte umgibt, vorbei. Der Stechbeitel steckte quasi zwischen rot und grün.
Der Bereich, wo die Außenwand das Profil der Bodenplatte überlappt ist scheinbar weder abgedichtet, noch geklebt. Ich habe heute ein paar Krampen endeckt, die durch die Außenwand in den nicht mehr vorhandenen Balken geschossen wurden. :evil:
Die Bodenplatte selbst besteht aus einer Kassettenkonstruktion, die oben mit 6,5 mm Sperrholz verkleidet ist. Auch von unten ist sie mit Holz abgedichtet, wo im Frühjahr frisch Unterbodenschutz herauf gekommen ist. Soweit ich von oben sehen konnte, scheinen die Balken der Kassettenkonstruktion in Ordnung zu sein.
Der Aluwinkel scheint mir an die Bodenplatte angeklebt zu sein. Andere Befestigungen kann ich nicht erkennen.
Hoffe alle Deine Fragen beantwortet zu haben.
Es grüßt
Andreas
emil77b am 03 Aug 2014 22:25:54
Hi Andreas,
bitte nicht die Begriffe Außenhaut der Außenwand (Sandwichplatte) und Außenwand gleichsetzen, das verwirrt :!: Die bauliche Sitution ist wirklich etwas vertrackt :? Hast Du mal versucht festzustellen, ob die gefundenen Klammern (sicherlich fertigungstechnisch bedingt, bei der Herstellung des Sandwich reingeschossen) Lochfraß in der Außenhaut produziert haben, die Einlaufstellen sind :?: Martin 1959 schwört auf ein gewisses Klebeband >> siehe letzte Seite, damit könnte man ggf. eine wasserdichte Abdichtung der unteren cm der Seitenwand zum Boden (Aluwinkel) hinbekommen.
emil77b hat geschrieben:Vielleicht hat Turbokurtla einen Rat für Dich?
Ja. Versteift Euch nicht auf eine/diese Undichtheit im Bodenbereich. Sucht unbedingt auch weiter oben. Wenn bei abstehender Seitenwand der Boden unbeschadet ist und dort wo sie anliegt fault es, dann sagt mir das: Die Nässe kommt von oben durch die Seitenwand. Kapilar kann man bis etwa 5 cm nach oben gelten lassen, weiter nicht. Kurt
womostocki am 04 Aug 2014 07:56:00
Guten Morgen,
wow, Ihr seid ja fleissig! Vielen Dank!
Emil, sorry, es war natürlich nicht meine Absicht für Verwirrung zu sorgen! Ganz im Gegenteil! Deinen Beitrag über Dein Projekt habe ich mir immer wieder zu Gemüte geführt und Du verdienst meinen größten Respekt! Toll, wie Du dass alles planst, angehst und letztendlich klasse löst!
Also die Außenwand besteht aus der Aluaußenhaut und hat innen eine GFK Beschichtung.
Lochfraß ist zum Glück nicht festzustellen. Habe gestern diese Krampenlöcher ersteinmal mit Epoxykleber zugemacht. An Klebeband hatte ich auch schon gedacht. Werde mir daher Deinen Link gleich anschauen.
An die andere Seite mag ich auch noch nicht denken. Zumal auf der Seite die Küche, der Gaskasten und das Badezimmer sind und der Ausbau dieser ganzen Gerätschaften und Schränke erheblich mehr Aufwand bedeutet. Danke für Deinen Zuspruch!
Kurt, vielen Dank auch für Deinen Hinweis! Die Angst hatte ich auch, dass das Wasser von oben kommt. Zumal dort vor einiger Zeit ein Schaden am Ansatz des Alkoven war, den ich mittlerweile gerichtet habe. Aus diesem Grunde nahm ich über dem Balken auch das komplette Sperrholz und Styropor auf der gesamten Länge des Balkens heraus! Aber hier ist alles trocken. Und auch während der letzten, doch teilweise recht heftigen Regenschauer trocken geblieben! Der Boden, auf dem der Balken auflag, hat schon ein paar Nässeflecken. Habe ihn deshalb an einigen Stellen auch hochgenommen. Darunter ist aber alles trocken.
Wenn Du schreibst, dass Kapilarwirkung Wasser bis zu 5 cm hochziehen kann, dann sind die 5mm, die die Außenwand die Bodenplatte überdeckt für das Wasser ein Leichtes! Es war ja auch während eines Regenschauers zu beobachten, dass in der Lücke zwischen Außenwand und Bodenplatte auf einmal Wasserperlen zu sehen waren.
Werde heute abend ersteinmal einen neuen Balken beim Schreiner bestellen, da ich keinen Hobel habe. Und dann anfangen, so das Wetter es zuläßt, den mittlerweile angefertigen Holzrahmen für die Kofferraumklappe einzusetzen.
Nochmals Euch allen vielen Dank!
Es grüßt
Andreas
emil77b am 04 Aug 2014 13:34:39
Hi Andreas,
wenn Du die Klappe wieder eingesetzt hast, kannst Du versuchen das Mobil von unten beginnend mit nem schlauchsprenger abzuspritzen, ein Zweiter schaut innen und sagt bescheid wann und wo was naß wird.
Emil
womostocki am 04 Aug 2014 15:24:22
Servus Emil,
vielleicht stehe ich nun auf dem Schlauch, um mal beim Bild mit dem Sprenger zu bleiben, aber da der Balken ja bereits entfernt ist, die Außenwand somit nicht mehr mit der Bodenplatte verbunden ist, wird es bei dem von Dir vorgschlagenen Test im Mobili sehr feucht werden. Egal, ob mit, oder ohne eingebaute Klappe...
Weiter oben schrieb ich ja schon, dass bei dem damaligen einsetzenden Regen sich bereits erste Wassertropfen zwischen Außenwand und Bodenplatte hochzogen. Normalerweise hätten sie sich sofort im Balken "verspurlost", aber da nun kein Balken mehr da war ...
Es grüßt
Andreas
emil77b am 04 Aug 2014 17:23:43
Hi Andreas,
ich meinte jetzt keine Wasserschlacht, sondern mit ner leichten Brauseeinstellung, abwärts brausend, Regenähnlich, gegen die Außenwand halten. Mit dem von Dir festgestellten "Hoch- (ziehen) laufen" kann ich mich bislang nicht anfreunden, gleich ob der Balken eingebaut ist oder nicht.
Emil
womostocki am 04 Aug 2014 17:42:09
Servus Emil,
davon war ich auch nicht so überzeugt, bis ich es vor einigen Tagen bei einem Regenschauer selbst beobachtete. Das Regenwasser ran die Wand herunter und dort, wo die Wand noch ganz dicht an der Bodenplatte war, zeigten sich Wassertropfen. Wo die Wand weiter weg war, blieb es trocken.
Kurt bestätigte ja auch, dass dieses Szenario tatsächlich bis zu einer Höhe von 5cm auftreten kann...
Trotzdem kann es nicht schaden, noch einmal einen Versuch mit der Gießkanne oder dem Schlauch zu unternehmen. Sicher ist sicher.
Es grüßt
Andreas
kurt2 am 04 Aug 2014 18:32:53
womostocki hat geschrieben:Servus Rum, vielen Dank für Deine Fragen! Auch hier eine Zeichnung, die es vielleicht besser erklärt. Andreas
Hallo Andreas, ich möchte Dir einen Gedanken mitteilen, der sich mir beim Betrachten Deiner Bilder aufzwang.
Auch ich bin mir nicht sicher, ob die Nässe tatsächlich von dem zwar nicht abgedichteten, wie Du schreibst jedoch streng anliegendem, Boden und Wandbaufbau herrührt. Wenn die Konstruktion tatsächlich so ist, wie auf Deinem Bild, das Du für „Rum“ gezeichnet hast (s.o.) kann eigentlich kein Wasser in den darüberliegenden Balken gelangen, wenn der Zwischenraum Aluprofil - Außenwand (rot – grün) dicht ist. Das Wasser läuft entlang der Außenwand auf den Aluwinkel und tropft dann ab.(Eine Abdichtung müsstest Du ggf. nachholen.) Mein Gedanke ist folgender: Was auf diesem Bild nicht eingezeichnet ist, ist der nasse Balken, der sich genau bei dem Wort "Außenwand" befindet (im Beitrag darüber braun gezeichnet) und die Schraube (gelb markiert). Könnte es denn nicht sein, dass diese Schrauben (gelb) nicht abgedichtet sind und das Wasser über diese Schrauben von unten in den Balken zieht?? (Der von Dir grün gezeichnete Aluwinkel war ja nicht angebracht!!). Möglicherweise waren die von Dir beobachteten Wasserperlen Kondezwasser das sich auf dem (kälteren) Alu bildete.
womostocki am 04 Aug 2014 21:57:19
Servus Kurt,
auch Dir Danke für Deine Gedanken! Natürlich kann ich nicht ausschliessen, dass die Feuchtigkeit über die Schrauben gekommen ist. Werde diese beim Wiedereinschrauben in Dekalin tränken.
Als ich den Balken weg hatte und die Außenwand nur an der Bodenplatte anlag, regnete es. Und es waren genau in dieser Naht, wo die Außenwand ganz nahe an der Bodenplatte war, Wassertropfen zu sehen. Die konnten sich nur "hochgezogen" haben. Weit weg von den Schrauben. An dieser Nahtstelle ist keine Dichtung aufgebracht.
Wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, würde ich es nicht glauben. Und dann auch das Argument von Turbokurtla, dass sogar 5cm durch Kapilarwirkung zu überwinden wären.
Momentan tendiere ich zu folgender Vorgehensweise: - Die Naht zwischen Außenwand und Bodenplatte Abdichten. Hier stellt sich die Frage, ob mit Sika, oder mit Dekalin. In meinem jugendlichen Leichtsinn würde ich Sika wählen. - Dann den Balken einkleben und von unten verschrauben. - Auf das Alu der Außenwand (also draussen), das von Emil genannte Klebeband auftragen und zwar so, dass es die Naht (Außenwand Bodeplatte) überdeckt . Eventuell noch eine Lage etwas höher, um etwaige Alulöcher (Krampen) abzudecken.
Ich würde nur allzu gerne den von Rum und Emil vorgeschlagenen Winkel einbauen. Da ist mir aber die Schürze im Weg, leider.
So, der Holzrahmen für die Klappe ist eingeklebt. Der Ruderer Kleber ist ja ein Teufelszeug! Drückt mir die Daumen, dass es heute Nacht nicht regnet! Dann kann ich hoffentlich morgen die Klappe wieder einbauen, nachdem ich den Rahmen ordenlich mit Dekalin versorgt habe.
Dann habe ich gesehen, dass die Truma Terme keinen Halt im Boden mehr hat. Denke, dass ich das mit Zahnstochern und Ponal wieder richten kann. Die Verankerung des Bettes ist aus der Wand gerissen. Muss ich mir auch noch etwas einfallen lassen.
Den Balken habe ich heute beim Schreiner bestellt. Kann ich morgen abholen. Es geht voran.
Es grüßt
Andreas
emil77b am 04 Aug 2014 23:26:58
Hi Andreas,
genau so wie Dein plan ist, würde ichs machen. Mit einer kleinen Änderung :D .. ich habe keinen Winkel vorgeschlagen, würde das tropfblech nach unten gerade oder leicht abgewinkelt einfach unterhalb des Boden auslaufen lassen. Bei mir ist die gegebene Sit ja etwas anders, trotzdem mal meine Lösungen :) Zum ersten Bild: die holzrückwand, welche durch eine Gfk-Rückwand überdeckt wird, wurde von mir länger als im Orig. gefertigt und unten mit Dekalin am Boden abgedichtet (links im Bild). Die Außenhaut der Seitenwand, weiter rechts zu sehen, endet in Höhe der Bodenunterkante, in die sichtbare Fuge dahinter, das Sperrhgolzstück über der Leiste ist nur ein eingesteckter Abstandshalter, wird die Blende von unten eingesteckt, nicht wie bei Andreas außen aufgesetzt.
hinten fehlts nun an überdeckender Länge der Gfk-Rückand. Dort habe ich ein Alublech aufgenagelt, Abdichtung gibts unten keine. Ggf. eindringendes Wasser soll ablaufen können.
Zur unteren Abkantung habe ich leider zu wenige Detailaufnahmen gemacht. Die seitlichen Ecken habe ich durch seperate Alubleche geschützt. Leider hier noch nicht vollendet und schlecht zu erkennen.
Das die orig. hintere Stoßstangenverkleidunh NICHT mehr unter der Rückwand enden wird, wird sichergestellt :D
Jupp, was will ich damit sagen .. wichtig ists, die Konstruktiv erkannten Mängel irgendwie auszubügeln.
Somit vorwärts zu trockenen Wohnmobilen :lol:
An kurt2, .. nu wirds aber wild :)
vergisses mit dem steigenden Wasser an denn Schrauben von unten .. unnnnd vergesst auch kaplarwirkung bei stehendem Mobil. Einzig die Oberflächenspannung des Wasser könnte zu einer gewissen Steigeneigung der Wassersäule bis ca. 2mm beitragen, einfach mal ne pfütze Wasser auf nen Tisch klekkern, den Tich leicht schräg stellen und beobachten, wie sich das Wasser vor Ablaufen am Tischrand verhält .. dann mal mit dem Finger ne Ablaufspur ziehen und vergleichen, wie das Wasser nun über den Rand läuft (Oberflächenspannung ist nun weg). Zur kapilarwirkung gehört Bewegung (vergrößern und Verkleinern des Spalts) .. Pumpwirkung + anstehendes Wasser (geschlossenen Gefäße zB). Sprich, bei Fahrt und Bewegung ist sicherlich einiges möglich, nicht bei stehendem Mobil.
Thx fürs zuhören .. nervenden :lol: der Emil
turbokurtla am 05 Aug 2014 07:20:52
womostocki hat geschrieben: Und dann auch das Argument von Turbokurtla, dass sogar 5cm durch Kapilarwirkung zu überwinden wären.
Das ist allerdings nicht grundsätzlich so, sondern eher die Ausnahme. Auch ist es nur mit darunterliegendem, patschnassem Holz möglich.
womostocki am 05 Aug 2014 07:45:49
Guten Morgen,
nur ganz kurz: Kapilarwirkung benötigt mitnichten Bewegung. Beispielsweise zieht sich beim Löten das Zinn zwischen die Bleche, wenn es einen gewissen Spalt zur Verfügung hat.
Heute Nacht gab es wieder ein heftiges Gewitter. Nachdem ich gegen halb zwei noch aufstand und die Klappenöffnung sicher machte, bin ich heute Morgen gleich ins Mobili und hab mir die Naht zwischen Außenwand und Bodenplattenprofil angeschaut. Und was soll ich sagen: Nässe! Das Wasser kommt definitiv zwischen dem Profil der Bodenplatte und der Außenwand hoch. Es ist mir ja auch suspekt!!!
Die Bodenplatte hatte ich ja schon an einigen Stellen geöffnet. Dort scheint alles trocken zu sein.
So, nun muss ich wieder schaffen ...
Es grüßt
Andreas
kurt2 am 05 Aug 2014 11:30:01
Hallo Andreas, da Du ja nun wiederholt das Hochziehen des Wassers in diesem Spalt beobachtet hast und es final als Ursache Deines nassen Balkens erkannt hast, würde ich als Gegenmaßnahme genau das machen, was Du als Vorgehensweise beschrieben hast. Als Material würde ich auch Sika verkleben, und alles Weitere (Verlängerung etc.) so machen, wie „Emil“ es beschrieben hat.
Ät Emil: Da ich kein Fachmann für derartige Reparaturen bin, beschrieb ich meinen Gedanken mit den Schrauben auch im Konjunktiv, also lediglich um auch diese Möglichkeit mal anzudenken. Die Zeichnung gab Anlass dazu. Wie oft liest man (auch von „Turbokurtla“), dass Wasser über nicht abgedichtete Schrauben ins Holz zieht und dieses dann anständig durchfeuchtet (hier durch Kapilarwirkung in Längsrichtung der Holzfaser). Die verschraubten Bereiche liegen ja im Spritzwasserbereich der Reifen.
womostocki am 05 Aug 2014 22:00:46
Servus Leuts,
der Rahmen der Klappe ist geklebt und hält bombenfest. Ist enorm wie solch ein bischen Holz der Wand gleich Stabilität verleiht. Leider konnte ich die Klappe aufgrund des miesen Wetters heute nicht einsetzen. Habe dafür die Konstruktion gebastelt, um die Wand nach dem Kleben gegen die Bodenplatte zu drücken.
Nun bin ich noch etwas im Zweifel, was ich zum Dichten des Spalts zwischen Außenwand und Bodenplatte nehmen soll. Kurt sagte schon Sika. Ich kann mich erinnern, dass Turbokurtla, ich glaube es war in dem Artikel mit dem Klebeband, eher lieber mit Dekalin arbeitet. Bin da sehr unsicher ...
War heute übrigens schön zu sehen, wie kurz nach dem Regen die Tropfen die Außenwand herunterliefen und sich am Spalt hochzogen. Sie vollführten da richtige Freudentänze. Das werde ich ihnen bald austreiben!
Emil, Dir vielen Dank für Deine ausführliche Beschreibung und Deine Ausführungen. Mit dem Abtropfblech hatte ich ja schon geschrieben, dass ich da aufgrund der Ausführung der Schürzenhalterung nicht weiter komme. Leider! Aber das was Du an dem Fendt vollbringst ist echt bewunderungswürdig!
Nochmals vielen Dank Euch allen für die Unterstützung, Eure Anmerkungen und Ratschläge!
Es grüßt
Andreas
emil77b am 05 Aug 2014 23:20:52
Hi Andreas,
machs so wie Du Dich bereits entschieden hast, mit Sica und Klebeband. Vielleicht gibts zusätzlich irgendwie die Möglichkeit, die Blende an ihrer Oberkante grob zu dichten. Hier würde ich dann, wenn kleben möglich sein sollte, Dekalin nehmen.
Emil :wink:
turbokurtla am 06 Aug 2014 07:08:07
womostocki hat geschrieben:Und was soll ich sagen: Nässe! Das Wasser kommt definitiv zwischen dem Profil der Bodenplatte und der Außenwand hoch. Es ist mir ja auch suspekt!!!
Ichs kanns irgendwie nicht glauben.
Kleb doch mal die Fuge von unten mit Klebeband oder mit Dekalin zu und dann warte das nächste Gewitter ab.
Wennst die Seitenwand mit dem Boden verkleben willst, wäre der Ruderer Kleber das Beste. Ev. noch Sika 221. Kurt
womostocki am 06 Aug 2014 08:10:39
Guten Morgen,
vom Ruderer habe ich noch zwei Kartuschen liegen. Vom Sika habe ich momentan "nur" das 252i zur Verfügung. Notfalls muss ich mir halt noch Ruderer besorgen, weil ich ja auch den Balken damit an der Wand befestigen möchte.
Das mit dem Klebeband ist ein gute Idee! Und auf das schlechte Wetter ist ja momentan auch Verlaß, leider! Ansonsten werde ich mit dem Schlauch oder der Gießkanne nachhelfen. Emil schlug ja schon diesen Test vor, um die Dichtheit der Außenwand zu untersuchen.
Ichs kanns irgendwie nicht glauben.
Kurt, glaube mir, es geht mir genauso! Aber ich sehe keine weitere Möglichkeit, wo die Nässe sonst herkommen soll. - Das Sperrholz der Bodenplatte ist trocken, natürlich durch den nassen Balken in Mitleidenschaft gezogen. Die herausgeschnittenen Stücke waren jeweils an der Unterseite ohne Nässespuren. Und auch das Gebälk der Kassettenkonstruktion leuchtet mir hell und freundlich entgegen. - Von oben her ist auch alles trocken. - Wenn es von den langen Schrauben her kommen würde, wäre der Balken eher punktuell verfault und nicht gleichmäßig in der gesamten Länge
Ich halte Euch auf dem Laufenden!
Es grüßt
Andreas
kurt2 am 06 Aug 2014 09:07:12
Hallo Andreas, hinsichtlich Deiner Unsicherheit "Sika" oder "Dekalin": Du mußt halt wissen, "Sika" klebt, "Dekalin" dichet nur, ohne zu kleben. Deshalb nimmt man z.B. zum Einbau von Fenstern oder Dachluken i.d.R. "Dekalin", weil man es im Falle einer Reparatur wieder halbwegs problemlos entfernen kann. Bei "Sika" schrubbt man sich einen Wolf bis es abgeht.
Aber wenn Du den Ruderer nimmst, wie "turbokurtla" rät, ist es auch gut. Er ist Fachmann.
Viel Glück.
emil77b am 06 Aug 2014 09:20:19
Hi Andreas,
Du schriebst: .. wo die Nässe sonst herkommen soll. .. dazu meine Frage: wo sind die Löcher der Krampen, welche durch Die Außenhaut in den Balken geschossen wurden, abgeblieben? Das Sica 252 solltest Du genauso einsetzen können, wie das 221.
Emil
womostocki am 06 Aug 2014 10:37:54
Servus Emil,
die Löcher der Krampen hatte ich mit Epoxy Kleber zugemacht, wie ich irgendwo weiter oben schon schrub ...
Servus Kurt,
Danke, dass Du mir noch mal den Unterschied erklärt hast. Ich war mir unsicher, ob man die Naht zwischen Außenwand und Bodenplatte nun dichtet, oder klebt. Darüberhinaus habe ich hier im Forum auch schon gelesen, dass zum Einbau von Fenstern oder Klappen Sika empfohlen wurde :eek: ...
Aber dann wird es der Ruderer und somit die teuerste Dichtvariante. Aber schließlich wollen wir ja nicht pfuschen :!: und wollen unser Mobili ja auch noch für ein paar jahre fahren. Ohne kaputte Balken :evil: !
Vielen Dank für Eure Gedanken!
Es grüßt
Andreas
emil77b am 06 Aug 2014 12:27:56
Ähm ja,
also ich kann mich mit der Verklebung des Balkens mit dem Boden, mit dem Ruderer-Kleber nicht ganz anfreunden, hätte da eher außen und innen je ne Dekalin-Längsraupe auf den Boden gelegt und von unten festgeschraubt. Wenns Turbokurtla jedoch so sagt, isses Gesetz :ja:
Emil
womostocki am 06 Aug 2014 13:22:24
Moment! Die Außenwand soll an die Bodenplatte mit Ruderer geklebt werden. Dann wird der Balken gegen die Wand geklebt und von unten verschraubt ... so stelle ich es mir wenigstens vor.
Es grüßt
Andreas
turbokurtla am 06 Aug 2014 14:53:53
womostocki hat geschrieben: Ich war mir unsicher, ob man die Naht zwischen Außenwand und Bodenplatte nun dichtet, oder klebt.
Möchtest Du nur die Naht abdichten oder die Seitenwand wieder richtig fest und ohne Spalt an den Boden befestigen ? Bei ersterem Sika und bei zweitem Ruderer.
womostocki am 06 Aug 2014 16:10:48
Servus Kurt,
die Wand möchte ich zur Bodenplatte abdichten. Dann den Balken mit Ruderer gegen die Wand kleben und diesen mit Schrauben, durch die Bodenplatte verschrauben.
Es grüßt
Andreas
womostocki am 06 Aug 2014 18:07:48
... ich nochnmal ... also es geht darum den Originalzustand wieder herzustellen...
Habe ich es richtig verstanden: Die Naht zwischen Bodenplatte und Außenwand mit Sika verkleben. Dann den Balken mit Ruderer an die Außenwand kleben und anschließend der Balken von der Bodenplatte aus verschrauben? Oder alles mit Ruderer machen? Bin jetzt etwas verwirrt :oops:
Gehe jetzt die Klappe einbauen...
Es grüßt
Andreas
turbokurtla am 06 Aug 2014 19:35:29
womostocki hat geschrieben:.. Bin jetzt etwas verwirrt :oops:
Ich auch. :D Normalerweise ist die Seitenwand mit dem Fußboden verschraubt. Diese Schrauben sind meist außen unter Leisten. Wenn man jetzt ne Wasserschaden Reparatur macht, wäre es gut und bombenfest die neu eingebauten Hölzer mit Ruderer an die verbliebene Wand oder Boden zu schrauben und zu kleben. Oder eben zuerst die Wand wieder aufbauen und dann komplett mit neuen Hölzern anzukleben. Also eine feste, geklebte und verschraubte Verbindung eben. Und das macht man mit Ruderer. Der ist zwar nicht wasserdicht aber er verbindet bombenfest und überbrückt auch Spaltmaße von bis zu einem cm. Normalerweise, wenn ich so was mache, streiche oder spritze ich den Unterboden zum Schluss nur mit schwarzem Lack, das ist dann dicht gegen Spritzwasser. Sollte irgendwo noch ein Spalt sein, innen oder außen, kann man immer noch mit Sika nacharbeiten. Kurt
emil77b am 06 Aug 2014 22:36:12
Hi Andreas,
genau genommen gehts Dir doch darum zu verhindern, dass Wasser ggf. wie bisher eindringen kann.
Wenn ich mir Dein Bild "und nun der Clou" ansehe, möchte ich fast behaupten, du hast die Chance ein Tropfblech hinter die vorhandene Außenhaut der Außenwand (bitte nicht schon wieder mischen :D ) zu schieben, in dem Bereich mit Sika zu verkleben. Deine Halter für die Blende setzt Du dann schön mit Dekalin auf, die Schrauben der Halter werden ebenfalls mit Dekalin versehen. Nun kleisterst Du innen alles fein mit dem Ruderer, setzt anschließend die Schrauben von unten (Verbindung Boden/Seitenwand) ein.
Aber auch ohne Tropfblech solltest du die Außenhaut der Außenwand gut mit Sika am Alu des Boden ankleben können.
Wenn Du Dir nach Aufbau der Seitenwand die Kunststoffverkleidungen anbringst, Dir dabei noch bischen Mühe gibst, dass nicht jeder Regen wie Sauerbier hinter diese Verkleidung laufen kann, sehe ich für die Zukunft keine Wasserschadengefahr.
In diesem Sinne .. Verwirrung beiseite Dichtheit herbei :)
es grü0t Emil
Rumbuddel am 06 Aug 2014 23:25:05
Also erstens, dass das Wasser von unten kommt ist definitiv. Wie ich woanders schrieb hatten wir konstruktionsbedingt das selbe Problem und unsere Lösung hatte ich ja per Bild gepostet. Und jetzt ist es seit Monaten dicht.
Zur Lösung hier: Die Außenhaut ist aus Alu und überlappt ungedichtet ca 5mm den Aluwinkel der Bodenplatte. Warum nicht einfach diesen Bereich umlaufend gut reinigen, dann mit Sikakleber, Polymer o.ä. geeignetem Kleber versiegeln und dann noch das genannte Klebeband drüber? Das geht schnell, sauber, schafft dauerhaft Abhilfe und man kommt nicht mit den Schürzenhaltern in Konflikt.
womostocki am 07 Aug 2014 08:16:48
Servus und Guten Morgen,
genauso werde ich es jezt angehen. Klebeband ist auch schon bestellt. Dann sollte es ersteinmal dicht sein. Anschließend werde ich den Balken, den ich gestern beim Schreiner abholte, dann mit Ruderer einkleben und von unten mit Dekalin getränkten Schrauben befestigen. Und dann sollte auf dieser Seite ersteinmal Ruhe einkehren.
Euch allen vielen Dank für die Unterstützung, Eure Vorschläge und Anregungen!
Es grüßt
Andreas
magicfranke am 04 Sep 2016 10:45:48
Hallo,
habe gelesen, dass Ihr auch Besitzer eines A561 seid. Nun wir haben trotz des Risikos letzten Monat einen gekauft. Der erste Urlaub ist außer der verzogenen schlecht zu schließenden Aufbautür gut verlaufen und keine Mängel sind zu Tage getreten. Aber nach deinen Schilderungen lasse ich jetzt doch noch mal eine gründliche Prüfung auf Dichtigkeit machen, obwohl ich nichts gefunden, bzw. gerochen habe.
Ich würde ich immer über Austausch von Erfahrungen freuen, da dieses Wohnmobil mit der genialen Raumaufteilung doch sehr selten ist.
lg Hermann
magicfranke am 13 Dez 2016 19:10:13
Hallo Andreas,
vielen Dank für die Antwort...hat auch bei mir etwas gedauert, aber jetzt steht der Cristall im Winterlager und ruht erst mal. Kann Dir leider keine KN schicken daher schreib ich Dir einfach so. Ist wohl vom Forum so noch nicht gewollt. Ich hoffe auch Eurem "Exoten" geht es noch gut ??
Unser kurzes Fazit nach der letzten Tour...bis jetzt alles richtig gemacht , alles dicht und trocken und nur kleinere Mängel aufgetreten: automatische SAT Anlage findet nichts mehr...soll wohl am SAT Betreiber liegen. Temperaturregler Kühlschrank abgebrochen...aber dafür gibt es ja noch Ersatzteile...
Aufbautür verzogen...aber noch schliesst Sie ...das Problem scheinen ja mehrere zu haben.
Wir haben uns jetzt noch eine Ventura Wohnmobilnavi mit Rückfahrkamera gekauft..die lass ich dann im Frühjahr einbauen. Ich überlege noch ein SOG System zu installieren und evtl. einen Turbovent ???
Hast Du damit schon Erfahrungen..???
lg Hermann
magicfranke am 20 Jun 2017 23:00:17
Hallo Andreas,
eigentlich sollte die Saison in vollem Gange sein, aber wir haben beim Navi Einbau doch eine Dichtigkeitsprüfung machen lassen. Die hat wie bei Dir im Bereich der Heckklappe einen Nässeschaden 100% Feuchtigkeit auf ca. 60cm Länge ergeben. Sonst lt. Firma Berger alles ok. Habe den Händler damit konfrontiert. Der Schaden wurde dann behoben und die Heck- klappe nochmals abgedichtet. Angeblich waren 2 Risse am Klappenrahme wodurch angeblich das Wasser reingekommen ist.
Soweit so gut, hab dem Händler auch gesagt, weiter hat die Firma Berger nix festgestellt. (boah bin ich sauer)
Bin aber mittlerweile mißtrauisch und hab noch eine 2. ausführliche Prüfung bei der Firma Caravan Metropol in Bautzen durchführen lassen. (lt. der vielen Berichte wohl eine Referenzadresse bei Wasserschäden) Und was soll ich sagen, mir ist immer noch ganz schlecht. Nach 2 Stunden intensiver Prüfung und teilweiser Demontage von Podesten bzw. Möbeln und Aufschneiden der Folienbeschichtung geht der Schaden über die ganze Fahrzeugseite bis zur Sitzgruppe. Sieht so ähnlich aus wie bei Dir. Ich bin bedient. Die Fa. will das beheben und geben darauf auch 5 Jahre Garantie, wobei der Schwerpunkt auf die Abdichtung liegt, damit nix mehr passiert. Aber die setzen dafür 2 Leute a 40 h an. Da kannst Du Dir ja vorstellen was dabei rauskommt. Ich darf allerdings mitarbeiten in der "gläsernen Werkstatt" werde also dabei sein. Da ich den A 561 auch noch länger fahren will, werde ich es wohl tun, da mir selbst das handwerkliche 'Geschick fehlt... Die Arbeiten umfassen : Schürzen und Winkel enfernen, Boden behandeln und Hohlräume versiegeln, Roststellen am Unterboden behandeln. Die Zwischenräume zwischen der Boden und Seitenwand so versiegeln, dass nichts mehr rein kann. Holz und Balken austauschen... Elektrik erneuern (ist wohl ein ziemliches Chaos) Matte auf dem Dachübergang anbringen, da wo immer Wasser stehen bleibt. Ganzes Fahrzeug nochmals abdichten. Und sonst noch einige Kleinigkeiten, die der Cristall mit sich bringt. Aber die geben 5 Jahre Garantie bei 1x jährlicher Prüfung und sind der Meinung das mindestens 10 Jahre Ruhe sind.
Ich hoffe damit meinen Frieden zu finden
Wie geht's Deinem A 561 ...alles dicht ???
liebe Grüße Hermann
womostocki am 22 Jun 2017 07:11:47
Servus Hermann,
vielen Dank für Deinen Beitrag. Das hört sich alles nicht sehr gut an! Ich drücke die Daumen, dass der Händler alle Reparaturen übernimmt. Ich wünsche Dir viel Durchhaltevermögen!
Die Sache mit der Matte im Winkel zum Alkoven würde mich interessieren. Zwar habe ich die Stelle nachgedichtet, stehe dahingehend aber weiteren Anregungen sehr aufgeschlossen gegenüber. Bei uns auf dem Hof stelle ich das Auto immer vorne auf Keile. Durch die verstärkten Vorderachsfedern läuft das Wasser dann nach hinten ab.
Ich kann aber nicht nachvollziehen, warum die Elektrik an der Stelle des faulen Balkens ausgetauscht werden muss. Zwar hat Cristall die Leitungen eher am unteren Limit dimensioniert, sie sollten aber durch den Feuchtigkeitsschaden nicht in Mitleidenschaft gezogen worden sein.
Ein weitere Schwachstelle ist die Verklebung zwischen Alkovenhaut und unterer GFK Alkovenschale. Weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken soll. Es geht um die Nähte unter den Alkovenscheiben. Der Kleber scheint hier mit der Zeit den Geist aufzugeben. Lücken von mehreren Millimetern waren zu erkennen. Habe diese beiden Stellen ordentlich gereinigt und mit DekaSeal MS-5 neu verklebt.
Noch eine Schwachstelle stellte ich hinter dem Kühlschrank fest. Hier war die Isolierung zur Treppe fehlerhaft. Somit drang Spritzwasser nach innen. Auch hier wurde das Holz erneuert.
Zwei Sachen, auf die ich noch hinweisen möchte: - Die Kofferraumklappe wurde von Cristall damals nur in der Außenhaut befestigt. Ich habe hier einen kompletten Holzrahmen neu eingezogen, der dem Ganzen nun eine ganz andere Stabilität verleiht. - Klebt den Übergang Außenhaut untere Bodenplatte gut ab. Nicht das durch Kapillarwirkung wieder Wasser in den neuen Holzbalken gezogen wird. Hier bin ich sogar soweit gegangen, nachdem wieder alles zusammen gebaut war, eine Sika Naht auf die Stelle zwischen Schürze und Außenhaut zu ziehen. Ob das sinnvoll ist, lasse ich einmal dahingestellt, es beruhigt mich aber.
Ansonsten haben wir mittlerweile auch die Hohlräume und den Unterboden behandeln lassen. Nun bleibt nur zu hoffen, dass alles dicht ist ...
Die nächste Herausforderung ist eine neue Alkovenscheibe zu bekommen. Durch einen starken Ast wurde ein Stück aus der Scheibe herausgebrochen. Zum Glück schließt sie noch ordentlich. Ist aber ein anderes Thema.
Ich wünsche Euch, dass Euer Auto bald fertig und dicht ist, so dass es Euch noch viele Jahre erhalten bleibt.
Es grüßt
Andreas
magicfranke am 25 Jun 2017 14:05:09
Hallo Andreas,
bzgl. der Matte frag am besten mal bei Caravan Metropol in Bautzen/Niedergurig nach. Ich hatte dort die intensive Prüfung mit dem Geschäftsführer Herrn Wünsche. Der kann Dir das sicher besser erklären wie ich. Die Matte soll verhindern dass dort Wasser stehenbleibt. Für den Unterboden bzw. die Wand haben die ein spezielles patentiertes Verfahren zum Abdichten auf das Sie bei jährlicher Prüfung 5 Jahre Garantie geben. Bei den ca. 6000.-€ was der Spass kosten soll ist der Wasserschaden mit ca. 4000.-€ eingerechnet. Der Rest ist Holzbodenbehandlung, Unterbodenschutz, Hohlraumversiegelung, zukünftigen Wassereinbruch verhindern. Die Elektrik ist lt. Herrn Wünsche bei meinem Wohnmobil etwas abenteuerlich und ich hätte auch noch eine Fuß Bodenheizung eingebaut...wie die funktionieren soll, keine Ahnungen, wir dann alles geklärt. Auch die Metallleiste am Holzboden, die meiner hat muß entfernt werden. Ist so eine richtige Wundertüte. Ich hab morgen mit meinem Händler ein Gespräch. Kostenübernahme sieht eher schlecht aus ( die Firma hat einen neuen Namen, von der Mutter auf die Tochter übergegangen...riecht nach Rechtsstreit. Besser sieht es evtl. bei einer Rücknahme bzw. einem Tauch aus. Falls ich mich auf einem Tausch einlasse, werde ich diesmal ausführlich prüfen lassen bzw. auch noch mal nach Bautzen fahren. Tauschobjekt ist evtl. ein Chausson Welcome 9 Baujahr 2004 80.000 km hat die gleiche Aufteilung wie der Cristall und es gibt noch Ersatzteile.
Ich werde berichten. lg Hermann
magicfranke am 26 Jun 2017 15:59:38
Hallo Andreas,
heute war das Gespräch mit dem Händler mit unbefriedigtem Ausgang. Der hat ganz schön geschaut wie ich bei dem Tauschobjekt mit meinem "neuen Feuchtigkeitsmessgerät" angerückt bin. Ich hatte mich ja vorher beim Chausson Händler erkundigt und den Tipp erhalten auf jeden Fall die Rückwand und die Heckgarage zu prüfen. Und siehe da...dort schon weich in den Ecken und 100% Feuchtigkeit auf der ganzen Fahrzeugbreite ca 10cm ab Boden. Damit war der Tausch vom Tisch, aber alles andere wird durch die Umfirmierung echt schwierig. Das ganze kann sich also noch etwas hinziehen.