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Moin, wir sind gerade auf der Suche nach einem gebrauchten Wohnmobil. Bei dem vorhandenen Etat wird's wohl leider nur für ein älteres Wohnmobil (Mitte 90iger Jahre) reichen. Nach dem, was ich so im Forum gelesen habe, ist das Schlimmste, was einem beim Aufbau passieren kann, ein Wasserschaden, durch den die Aufbaumaterialien verrotten (Holz etc.). Soweit ich es verstanden habe, gibt es aber auch Hersteller, die gänzlich auf Holz in ihrem Aufbau verzichten und einen Sandwich-Aufbau aus Alu + PU-Schaum verwendet haben. Diese Art von Aufbau müsste doch eigentlich deutlich langlebiger und unempfindlicher gegenüber Wassereintritt sein. Soweit ich weiß, haben die Firmen "Concorde" und "Niesmann & Bischoff (Clou)" diese Art von Materialien in ihren Modellen der 90iger Jahre verbaut. Kennt Ihr noch weitere Hersteller, die man bei der Suche nach einem zwar alten, aber dennoch soliden Aufbau in Betracht ziehen sollte? Oder begehe ich gerade einen Denkfehler, wenn ich gezielt nach diesen (Alu-) Aufbauten suche? Vielen Dank für Eure Hilfe!! Die spaeteren Clous und Flairs haben einen Holzboden. Der Flair1 hat einen dreilagigen Boden. Unten Gfk, in der Mitte die Daemmschicht und dann Holz. Wir fahren schon den zweiten Flair1 und sind sehr zufrieden. Man muss halt einen finden, der gepflegt und trocken ist. Besonderes Augenmerk gilt der Garage und dem Boden unter der Alde und Druckwasserpumpe. Vg Bei der letzten FFB-Tabbert Serie auf Sprinter wirst Du auch fündig. Selbst Unterboden ist GFK und Alde-Warmwasserhezung ist verbaut. G.G.
Hallo, deine Überlegungen sind schon richtig, ob es nun Alu-Sandwich oder Gfk-Sandwich ist wird nicht so wichtig sein, Hauptsache trocken, haltet auch mal Ausschau nach Fahrzeugen mit Kabinen von Mabu, Ormocar und Vario diese wurden auch in den Neunzigern gebaut und hatten Sandwich Aufbauten. Auch Bimobil baut komplett Holzfrei. Weder im Aufbau noch im Boden ist Holz. Alles in Sandwich-Bauweise mit Aluhaut und PU-Dämmung. Habe die Ehre Gogolo Moin moin zusammen, das ein Niesmann Flair 6700 TA Holz und Gammelfrei sein soll dachte ich auch. Mein Flair Bj. 1999, jetzt gerade die 60 tkm geknackt, ist rundum nass und faul. Von Außen und Unten sieht er aus wie neu. Den Anfang machte die ausfahrbare Trittstufe, die sich erst anfühlte als ob sich Schrauben gelöst hatten. Da eigentlich alles gut aussah, baute ich den Kasten aus, der sich im Eintritt im Inneren befindet, um nach der Ursache zu suchen. Der Fußboden war weich, mit dem Finger konnte ich leicht hineindrücken. Nachdem ich dann die Kunststoffhaut geöffnet hatte, fiel ich um, vor Gestank und Entsetzen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Mein erster Verdacht fiel auf den schlecht am Türrahmen abgedichteten Eintrittskasten. Da ich ja vom Fach bin, entfernte ich nun die betroffene Sperrholzschicht bis zum Gesunden Holz, trocknete den Schaum und klebte einen neuen Fußboden ein. bei der Gelegenheit wurde auch der Eintrittskasten verstärkt und die Stufe mit einer neuen, stabileren Abstützung wieder eingebaut. Ein völlig neues Trittgefühl, alles fest. Dann der nächste Schock, in der Garage und rundum, wo immer es möglich ist den unteren Boden zu testen, WEICH !!!. Wie kann das sein, im Winter steht das Fahrzeug trocken in einer Halle, Salz hat es auch noch nie gespürt und außen ist alles dicht. Beim Abbau der Profilleiste, die im Fahrzeug die Konstruktion der Seitenverbindung verdeckt, diese Zierleiste aus Aluminium, zur Krönung auch noch mit Eisenschrauben befestigt, fängt die Luftfeuchtigkeit ein, kondensiert diese bei passender Temperatur, und leitet sie über diese Schrauben direkt in den Holzfußboden. An dem Schadensverlauf ist dies eindeutig zu erkennen. Das Wasser dringt dann langsam ins innere vor , und das Elend nimmt seinen Lauf. Da ich natürlich auch dachte, nur mein Wagen ist betroffen, ging ich auf die Suche. Die Niesmann Fahrzeuge, der etwas älteren Baujahre die mir vor die Augen kamen hatten genau auch diese Problemstellen. Inzwischen bin ich mit der Reparatur in der Garage auch schon fast fertig, und werde bei nächster Gelegenheit die Bilderserie vorstellen. Noch weiß ich auch nicht,was ich mit den vergammelten Stellen an den unzugänglichen Stellen im Fahrzeug anstelle. Zunächst muß unbedingt der Auslöser dieser Schäden, die Aluzierleiste, entfernt werden. Das sind natürlich keine schönen Aussichten., ich werde davon berichten. Schöne , Kajakus. Hallo kajakus, bin gespannt auf deinen Bericht. Ist dein 99-er Flair noch ein Flair 1? Vg
Hallo, das ist aber gar nicht gut, ich hatte gedacht das Niesmann aus den Fehlern vom Clou gelernt hätte, da haben sie ja auch eine Zeit lang Holzböden verbaut, mit dem selben Resultat. :? Wir haben auch einen Flair 6700 Alkoven von 94 und sind sehr zufrieden. Unserer hatte undichtigkeit im Bereich vom Alkoven an den Stößen unter der zierleiste. Und im Bereich vom dach wo der Ringanker gestoßen ist. Das ist alles mit geringem Aufwand zu beheben. Die Heckgarege wurde an unserem von Niesmann & Bischoff saniert und der wasser eintritt behoben. Kritische punkte sind auch im bereich von dem Gaskasten unter der Sitzbank. Bei uns war das wichtigste beim anschauen die Nase und daß das Womo bei der Ankunft zur Besichtigung nicht komplett offen war um schlechte Gerüche zu verbergen Andy Guude! Schau nach einem RMB aus dieser Zeit. CU Vutschko Wir haben auch einen Flair 6700 Alkoven von 94 und sind sehr zufrieden. Unserer hatte undichtigkeit im Bereich vom Alkoven an den Stößen unter der zierleiste. Und im Bereich vom dach wo der Ringanker gestoßen ist,und dann bist du mit dem WoMo sehr zufrieden :gruebel: :nixweiss: didje Hallo, es gibt auch Hersteller die ihre Kabine aus GFK bauen. Anstatt Alu wird GFK als Aussen- und Innenmaterial verwendet. Didje Bei uns im Flair Funktioniert noch alles tadellos. Als wir es gekauft haben war nichts verbastellt,der Möbelbau ist top im Gegensatz zu manche heutigen mobile. Zum Wassereintritt, ich befürchte das es hier im Forum kaum ein Mobil gibt, das keine undichtigkeit in 20 Jahren hatte außer es wurde nicht bemerkt. Nach 20 Jahren keine Mängel, nur etwas Feucht ist dann ok kann man mit Leben didje Wie gesagt nicht verbastellt das macht sehr viel aus. Der Vorbesitzer hat laut belege Birnen Scheibenwischer und usw. alles in der Werkstatt machen lassen. Die Ultraschall Alarmanlage machte Probleme, die ließ er abklemmen :thema: Vielen Dank für die zahlreichen Beiträge!! Ich versuche es noch einmal in einer Liste zusammen zu fassen: Holzfreie Sandwichaufbauten (Alu oder GFK) wurden von folgenden Herstellern verbaut: - Bimobil - Concorde (ab Mitte 1995) - Mabu - Niesmann & Bischoff - RMB - Ormocar - Vario Wenn Ihr weitere Firmen kennt, würde ich mich über eine Ergänzung der Liste freuen. Wir haben einen Wochen, Bj. 95. Wände und Dach sind GFK/PU/Sperrholz Da das Sperrholz nur die innere Schicht ist, ist das m.E. unkritisch. Der Boden ist GFK/PU/Sperrholz, allerdings sind hier einige Latten verbaut. Diese haben keinerlei Bedeutung für die Festigkeit des Aufbaus sondern dienen als Befestigung der Sperrholzplatte. Bei unserem Wagen sind leider die Stauraumklappen nie auf Dichtigkeit geprüft und wieder abgedichtet worden. Daher hatte unser Wagen hinter allen Klappen einen feuchten Boden. Bevor wir den Wagen gekauft haben, habe ich mit einem der Herren Wochen gesprochen und nachgefragt, wie schlimm so etwas im Extremfall sein kann. Er sagte, es sei nicht so schlimm, da das Holz halt keine Bedeutung für die Stabilität hat. Wir sind das Abenteuer eingegangen und sind mehr als zufrieden. Das feuchte Holz haben wir entfernt (war nicht so viel) und haben es wieder etwas beigearbeitet. Heute freuen wir uns an der super Qualität unseres günstigen Wagens! So hält der Aufbau noch ewig! Bürstner TravelVan XPS und auch noch andere Bürstner
Sorry, immer diese Autokorrektur. "Wochner" sollte das natürlich heißen.
Echt, Mitte der 90-er? Das glaube ich aber auch nicht :eek: Gibt es überhaupt WoMo die dicht sind, oder ist es wirklich eine Preis Frage. Oder ist es einfach nur Glück. Aber ich denke die könnten schon Mobile bauen die nicht weg faulen, aber dann wären sie nicht mehr Bezahlbar. didje Ja, es ist eine Preisfrage, siehe mein Profil. 2012 wurde die Serie endgültig aufgegeben, schade. Horst
Davon gibt es geschätzte 95% oder noch mehr, der Pflegezustand ist wohl entscheidender wie die Konstruktionsart, es gibt so viele gut gepflegte Wohnmobile die dicht sind weil die Besitzer sie im Winter in einer Halle stehen haben oder weil sie damit täglich unterwegs sind und Undichtigkeiten sofort auffallen, die Undichten gelangen eben eher zu Berühmtheit weil die Geschädigten im Netz Rat suchen und dadurch entsteht der Eindruck das alle Wohnmobile undicht sind, aber das ist garantiert nicht so.
Jein: Die Schwachpunkte sind in erster Linie die Öffnungen (Türen, Fenster und Klappen, aber auch Dachlüftungen, etc). Bei der Monoquok-Bauweise (schreibt man das so?) fallen die zusätzlichen Problemstellen der Verbindung verschiedener Karosserieteile weg. All das kann man aber im Griff behalten, wenn man darauf achtet und gegebenenfalls mal neu abdichtet. Dann wäre ja eigentlich der Kastenwagen das ideale WoMo was an Dichtigkeit angeht. Was mich mal interessieren würde haben die LKW mit Kofferaufbauten auch Probleme mit Undichtigkeit, und wie hoch ist die Lebens Dauer zb.eines Kühlaufbaus, vielleicht ist ihr jemand aus der Branche. didje
Hallo, bin zwar nicht aus der Branche, hatte jedoch im Sommer ein interessantes Gespräch mit dem Eigner eines Allrad- 2-Achs Merc.-LKW auf dessen Rahmen eine Kühlzelle verbaut war. Die Kühlzelle war voll ausgebaut, mit Fenstern, Luken und Türe versehen, ähnlich einem Aufbau von Hünerkopf --> Link . Auf die Stabilität und Dichtheit angesprochen erklärte er mir, dass der Aufbau dauerhaft absolut dicht ist, weil er separat auf den Rahmen geschraubt sei und zwar nicht direkt, sondern nochmal auf eine luftbalggelagerte Metall-Bodenplatte, um Verwindungen des Rahmens auszugleichen. Auf Grund der Abkoppelung vom Fahrerhaus wirkten ebenfalls keine Verwindungskräfte bei Verschränkungen zwischen Vorder- und Hinterwagen. Er demonstrierte mir das, indem er von der Wiese schräg die Böschung hinauf auf einen Feldweg fuhr. Deutlich war an der beginnenden Steigung bereits die Aufwärtsbewegung des Fahrerhauses zusehen, während der Aufbau noch auf der Wiese gerade fuhr. Gleiches nach Überwindung der Steigung beim "Einknicken" auf den Feldweg. Das Führerhaus fuhr bereits gerade und der Aufbau befand sich noch in der Steigung. In beiden Fällen waren Fahrerhaus und Aufbau praktisch nicht mehr in einer Linie sondern durch die (zugelassene) Verwindung um etliche Zentimeter versetzt. Die Kühlzelle selbst ruhte stoisch gelassen auf ihrem Rahmen. Seit dem ist mir klar, dass eine abgekoppelte Zelle, außer durch Einbaufehler an den Klappen, praktisch nicht undicht werden kann. Andererseits bin ich schon nachdenklich, denn diese Kräfte verteilen sich bei Weißware ja in den Aufbau :eek: :eek: (Hierbei genügt ja schon die Anfahrt einer Steigung, geschweige denn die Kurverei an terassierten CP). Du brauchst Dir also keinen KaWa zu kaufen, sondern es genügt so was hier --> Link :D :D Hallo, Esterel = Voll-GFK in Monocoque- Bauweise. Sind eher im oberen Preissegment, .... dafür aber ihr Geld wert! Du brauchst Dir also keinen KaWa zu kaufen, sondern es genügt so was hier --> Link :D :D Sehr gut aber mit Mercedes, gibt es den auch auf Fiat :lach: :lol: :lach: :lol: Mittlerweile scheinen sich viele Hersteller über eine holzfreie Bauweise sinnvolle Gedanken gemacht zu haben... Ich glaube auch dass es heute schwer ist ein neues Fahrzeug mit einem Holzboden zu verkaufen. Ich würde mir auch kein neues Fahrzeug mit Holz im Aufbau kaufen, und das haben die Hersteller auch schnell registriert. Also können wir Kunden doch noch mit unsrem Kaufverhalten was erreichen didje Nunja die Frage ist dann natürlich wie das Verhältniss der Mehrkosten zur "verlängerten" Haltbarkeit steht... Wenn das Mobil - übertrieben dargestellt - 10% Mehr kostet und nur 5% Mehrwert (z.b. höherer Wiederverkauf, geringeres Wasserschadenrisiko) bringt dann nützt mir Holzfrei nichts... :-) :D Thomas
Das ist sicher ein Faktor, aber auch keine Sicherheit. Eine Halle hat nicht jeder zur Verfügung. Je nach Ort und Verwendung gibts keine oder sie wären unpraktisch. Und sie sind nicht unbedingt dicht, nur bekommen sie so wenig Wasser ab, daß es vielleicht nicht weit genug vordringt. Für andere Wasserschäden wiederum nutzt dir auch Pflege oder ständige (optische) Kontrolle nichts. Bei meinem z.B. wurde die hintere Kantenabdichtung undicht. Von außen war nichts zu sehen. Innen war das Bad und die ganzen Verkleidungen und Einbaukästen davor. Erst als an der Rückwand ein Stelle etwas weich war, konnte man etwas davon bemerken. Da war die Rückwand aber auch schon über einen größeren Bereich herzurichten. Die Plastikfolie der Sperrholzwandverkleidung hat da alles sicher versteckt, bis es nicht mehr ging. Hätte man das messen können - vermutlich. Nur war ich da noch nicht auf so was geeicht und hatte auch kein Meßgerät. Evt. wäre das auch nicht ausreichend. Ich hatte die Stelle nämlich vorher schon bemerkt, dann etwas aufgeschnitten und alles trocken vorgefunden. Erst ein halbes Jahr später war dann Feuchte bemerkbar (Womo steht immer draußen). RK |
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