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Aus- und Umbau MAN TGM 13.240 4x4 BL 1, 2, 3


madden am 26 Nov 2014 14:02:12

Die Reifen müssen eh ausgetauscht werden und so werde ich bei der Gelegenheit gleich auch noch die Felgen wechseln.

Das ist ne Wissenschaft für sich. Welcher Reifen auf welche Felge bei welcher Geschwindigkeit und welcher Last. Dann Freigaben von MAN einholen und und und.

Fürs erste werde ich 365/85 R 20 auf einer 10-20er Felge verbauen. Auf diese Felge kann ich diverse Größen ziehen bis hin zum 14 R 20, für den MAN in Deutschland keine Freigabe erteilt (nur wenn man ihn ab Werk montieren lässt :?: :?: :?: ). In Deutschland ist das größte Maß dann 395/85 R20. Die Reifen sind allerdings schweineteuer.

Ich denke für die Optik macht der neue Reifen schon ganz gut was her und das Auto kommt gleich noch ein paar Zentimeter höher. Freigabe wurde erteilt.

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madden am 26 Nov 2014 14:05:36

Die Perspektive täuscht ein wenig. Es bleibt mehr als genug Platz für einen ordentlichen Federweg. By the way: die Luftfederung erlaubt im Notfall ein Anheben des Hecks um fast 30 Zentimeter! Mal gucken ob er den Druck dann auch über Nacht hält, das man so ggfs auch mal über Nacht schräges Gelände ausgleichen kann.

Jagstcamp-Widdern am 26 Nov 2014 14:09:59

wo willst du eigentlich hin mit dem gerät - sahara ist ja grade nicht so prickelnd :?: :!:

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Klemme am 26 Nov 2014 14:12:35

Hallo,auch von mir ein klares Daumen hoch.
Das ist mal ein richtig geiles Projekt und ich hoffe,wir alle hier lesen noch lange und viel von dir!!!!
In deinem ersten Posting hast du mich direkt angesprochen,immer auf Arbeit,selten krank und wenn,dann ruft der Chef trotzdem noch!!!
Leider bist du keine Ausnahme. Als nächstes war ich natürlich durch die Überschrift (4x4) aufmerksam geworden,habe seit 1994 immer Geländewagen gehabt und damit verschiedene Wohnwagen Sommer wie Winter durch die Lande gezogen.
Seit 2 Jahren bin ich nicht mehr 4x4 unterwegs und zu allem auch noch auf ein Fronttriebler Ducato mit Eura Aufbau umgestiegen.
Bis jetzt bin ich zufrieden mit der Entscheidung,war aber bis jetzt noch nicht im Schnee unterwegs und habe mich auch noch nicht im Sand eingegraben.
Kurz um,ich bin gespannt auf deine Berichte und Fotos!!!
Andreas

mv4 am 26 Nov 2014 14:13:24

madden...darf ich fragen woher der Ausbauer die Sandwichwände bezogen hat?

andwein am 26 Nov 2014 14:16:55

Holla, die Ausbauliste hat es in sich. Ich drücke beide Daumen, viel Erfolg
ganz leicht neidisch (aber nur ganz leicht), Andreas

madden am 26 Nov 2014 14:19:53

So nun nähern wir uns langsam dem heutigen Stand der Dinge.

Am 08.11.2014 wollte ich das Fahrzeug abholen. Ich bin Mittags aus der Firma, ab in den Flieger nach Düsseldorf und von dort trotz Bahnstreik nach Leverkusen gekommen. Als ich dann die Halle betrat, bekam ich einen Schock. Gefühlt war nichts am Fahrzeug geschehen, seit ich 2 Wochen vorher dort war um das Fahrzeug abzuholen.

Das Team war auch ein bisschen unter Stress, aber ich war echt traurig, weil ich nach 9 Monaten ( :oops: ) Wartezeit natürlich ein fertiges Auto mit Blumenkranz und Schampus erwartet hatte :cry: :cry: :cry:

Ich musste also noch eine Nacht in Leverkusen ins Hotel gehen. Gott sei Dank hatte ich in weiser Voraussicht Klamotten und ne Zahnbürste mitgenommen :idea: ;D :lach:

Naja, am nächsten Morgen war es dann endlich soweit und ich konnte mich mit TURTLE auf den Heimweg nach Elmshorn machen. Erst einmal steuerte ich eine Tankstelle an um die beiden neuen Tanks voll zu machen. Lediglich zur Entlüftung der Leitungen war der Inhalt meines alten Tanks verteilt worden, aber die 80 Liter benetzten gerade mal den Biden der Tanks. 720 Liter zu 1,32. Sage und schreibe NEUNHUNDERTFÜNFZIG Euro einmal Volltanken :eek:

OK damit komme ich auch ein bisschen weiter als mit meinem Wohnmobil (Detleffs auf Iveco Basis), der hat nämlich eine mickrige Reichweite von ca. 450 Km.

Auf dem Rückweg brachte ich noch die alten Sitze zu einem Käufer nach Oberhausen.

Und dann durfte ich endlich auf die Autobahn und freute mich wie ein großer Junge.

Die Fahrt war zwar etwas laut, da ich die (neuen) Innenverkleidungen noch nicht montieren hatte lassen (brechen eh immer klammer und so - und die Kabine wird noch zusätzlich Lärm und Temperatur isoliert). Aber das störte mich überhaupt nicht. Ich war mega stolz auf mein Auto!

Lediglich der Astabweiser gefällt mir noch nicht endglücklich. Da muss ich nochmal die Krümmung ändern, aber das hat mehr ästhetische als praktische Gründe. Aber sehr selbst. So stand er nun da:

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madden am 26 Nov 2014 14:20:21

mv4 hat geschrieben:madden...darf ich fragen woher der Ausbauer die Sandwichwände bezogen hat?


kann ich dir nicht genau sagen.

Lancelot am 26 Nov 2014 14:23:18

Megageil ... :daumen2:

950 Hühner fürs tanken .. :eek:

madden am 26 Nov 2014 14:24:14

katze-bruno hat geschrieben:wo willst du eigentlich hin mit dem gerät - sahara ist ja grade nicht so prickelnd :?: :!:


Unsere erste Reise (so denn alles fertig wird) startet am 01.01.2016 nach Südafrika. Eigentlich wollte ich auf eigener Achse nach Kapstadt aber die politische Situation im nördlichen Afrika ist mir im Moment zu unsicher. Deshalb werden wir nach Port Elisabeth verschiffen.

Wir haben beide erstmal ein Sabbat-Jahr eingereicht und wollen 12 Monate Südafrika, Namibia, Botswana, Sambia, Simbabwe, Mosambik, Tansania, Swasiland und Lesotho bereisen. Nach dem Jahr schauen wir mal ;D

Asterixwelt am 26 Nov 2014 14:31:19

Hallo madden,

GW zum neuen Fahrzeug und allzeit eine unfallfeie Fahrt damit.

Für mich der Wahnsinn mit dem Bericht.

Nochmals Danke :lol:



Michael

xbmcg am 26 Nov 2014 14:31:56

Wahnsinn!!! Toll. Ich wünsche Euch alles Gute auf Eurer ersten Tour!
Habt Euch ja eine Tolle Strecke zum Ausprobieren ausgesucht. :top:

silent1 am 26 Nov 2014 14:34:37

Ich halte ja Neid eigentlich für eine ausgesprochen schlechte Eigenschaft aber..... :oops: .

Du kannst mit Recht stolz sein! Hat bestimmt auch das eine oder andere an Nerven gekostet.
Ein bisschen gefeiert hast Du ja schon, wie man auf den letzten Bildern soeben erkennen kann :wink: .
Giantisches Teil, :top: :top:

madden am 26 Nov 2014 14:37:56

Am Sonntag nach der Überführung hatte ich dann eine kleine Fahrzeugbegrüßung in meiner Halle.

Alle meine Freunde und noch ein paar Leute aus dem Allrad-Forum kamen um Turtle zu Hause zu begrüssen. Jetzt kann es endlich losgehen mit dem Ausbau.

Naja noch nicht ganz. Da ich öfters auch mal mit dem Fahrzeug fahren muss werde ich es erstmal als LKW zulassen. Für die Zulassung fehlen aber noch ein paar Sachen.

Der Unterfahrschutz hinten passt nicht mehr zum Fahrzeug bzw. sitzt zu weit vorn. Zudem sollte der eh gegen einen klappbaren ausgetauscht werden. Seitenunterfahrschutz fehlt ganz, bzw. weil die Kästen noch nicht dran sind müsste ich hier eine Zwischenlösung bauen. Das war mir zu doof.

Idee: An meiner Turtle muss noch ein bisschen was gemacht werden, weshalb Sie demnächst in die Werkstatt soll. Unter anderen soll Sie einen Tempomaten bekommen, alle Flüssigkeiten neu, eine neue Tachoeinheit (bei der alten sind die Symbole vor den Leuchten abgeblättert, man erkennt nix mehr), Bremsbeläge sind fällig und TÜV muss neu.

Also hoffte ich eine Werkstatt zu finden, bei der ich dann gemeinsam mit Turtle ein Praktikum machen kann und bei den auszuführenden Arbeiten dabei sein kann um zu lernen, wie man bei dem Fahrzeug z.B. die ESP entlüftet.

Vor ein paar Wochen habe ich verschiedene MAN Niederlassungen meiner Umgebung abtelefoniert um einen Praktikumsplatz zu bekommen.


Im Prinzip waren die Chefs immer bereit mir diesen Wunsch zu erfüllen, nachdem Sie hörten was das für ein Fahrzeug ist und was ich damit vorhabe. Nur die von mir bevorzugte Niederlassung in Itzehoe, MAN Stammhaus, konnte keine Zusage geben und den Niederlassungsleiter konnte ich in den letzten 14 Tagen nicht ans Telefon bekommen.

Nun hatte ich am folgenden Wochenende meine Kinder bei mir und mein Großer hatte ein Fussballspiel. Da ich mit Fussball nix anfangen kann war ich nicht gerade begeistert und schon garnicht davon, das Treffen um 08:30 Uhr war und das 40 km von meiner Wohnung. Also Wecker auf 06:45 stellen und ein bisschen Beeilung war angesagt.

Naja mein großer hat dann auch 2 Tore geschossen (die einzigen seiner Mannschaft - die Gegner 8 mehr :( .

Ich stehe jedenfalls mit einem der Väter zusammen und wir quatschen so über dies und das und kommen irgendwann über Hallen zum mieten für seinen Wohnwagen auf LKW und meine Turtle. Da sagt er mir er arbeitet bei MAN. Ich kannte ja den Namen des Betriebsleiters und fragen ihn ob sein Nachname zufällig V...... sei. Jupp. War er.

Hehehe was für ein Zufall, da treffe ich Sonntags morgens bei Fussball den Niederlassungsleiter von der MAN Niederlassung um die Ecke. Wir waren uns super sympathisch und er gab mir gleich die Zusage für ein Praktikum wann immer, solange ich will und gern auch öfters. Teile? klar! :-). Werkstatthandbücher? Kein Problem. Er kümmert sich drum.

Jippiiiieeehhhhh! Hat sich gelohnt früh aufzustehen.

Ok zurück zum TüV / Staukästen. Ich brauchte also schnell Staukästen. Nun vermittelte mein Kontakt bei MAN mir einen Fahrzeugbauer bei mir im Ort. Dort bekommt Turtle nun gerade individuelle Staukästen und die TÜV Abnahme. Morgen oder Freitag hole ich das Fahrzeug dann ab und es geht hier weiter.

Hoffe euch gefällt der Threat und ihr bleibt am Ball! Wer Lust und Laune hat und aus der Region kommt, kann mich auch gern mal mit nem Sixpack unterm Arm besuchen kommen :D

Martin

wolfherm am 26 Nov 2014 14:45:47

Toll, herzlichen Glückwunsch zu diesem Projekt.

madden am 26 Nov 2014 14:46:15

silent1 hat geschrieben:Ich halte ja Neid eigentlich für eine ausgesprochen schlechte Eigenschaft aber..... :oops: .

Du kannst mit Recht stolz sein! Hat bestimmt auch das eine oder andere an Nerven gekostet.
Ein bisschen gefeiert hast Du ja schon, wie man auf den letzten Bildern soeben erkennen kann :wink: .
Giantisches Teil, :top: :top:


Wenn ich ehrlich bin, ja das hat es und wird es sicher noch.

Klar haben wir gefeiert. Letztendlich hatte TURTLE auch ne ganz ordentliche Verspätung (welche anscheinend normal ist in der Branche, wie ich von einem Kumpel, der ähnlichs grad durchmacht, erfahren habe).

Diese Verspätung zusammen mit dem Betrag den ich in die Hand nehmen musste hat mir so einiges an Bauchweh bereitet. Aber jetzt ist im Moment nur noch Glücksgefühl da.

Martin

buccaneer am 26 Nov 2014 15:02:06

Gratuliere zu dem goilen Fahrzeug,
danke für die Dokumentation,
freue mich mit Dir ...und
geh schon mal SixPacks organisieren :D

Jagstcamp-Widdern am 26 Nov 2014 15:08:40

wohne leider nicht bei den muschelschubsern - aber viel spasz mit der kiste :ja:
wir warten auf die ersten bilder aus der kiesgrube :!:

silent1 am 26 Nov 2014 15:11:12

katze-bruno hat geschrieben:wohne leider nicht bei den muschelschubsern - aber viel spasz mit der kiste :ja:
wir warten auf die ersten bilder aus der kiesgrube :!:

Laß erst mal noch die Bilder vom Innenausbau kommen :ja: .
Wir können ja mal Fahrgemeinschaften organisieren :lach:

Jagstcamp-Widdern am 26 Nov 2014 15:15:18

auf der rückfahrt hast du das teil doch bestimmt mal (ganz kurz) rennen lassen - was geht der denn mit den groszen puschen - 110 :?:

madden am 26 Nov 2014 16:29:03

Also auf der Fahrt waren ja noch die 365/80 R20 drauf.

Damit macht die Kiste nach Tacho und GPS genau 90kmh

Mit den 365/85R20 ca. 4 mehr

mit 395/85 R20 ca 98kmh

mit 14.00 R20 ca. 101

Viel wesentlicher ist aber das Drehzahlfenster bei Reisegeschwindigkeit und das liegt jetzt bei 1850 und geht ungefähr auf 1750 zurück, beim 14.00 R20 auf 1650 rpm

Aber leider bin ich bei meinen 11990 KG zlG voll in der Fahrtenschreiberpflicht, d.h. man fährt da lieber etwas vorsichtiger, damit einem bei der Kontrolle nicht gleich ein fettes Busgeld droht.

Gast am 26 Nov 2014 16:33:10

Hallo Madden,

interessanter Bericht. Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht!

Was hast Du für die Geräuschdämmung des Fahrerhauses geplant?

madden am 26 Nov 2014 16:35:26

Alubuthyl in 4mm und darauf X-treme Isolator

Gast am 26 Nov 2014 17:20:35

Hm, ohne Fachmann zu sein: Wären nicht Schwerfolien sinnvoller als Alubutyl? Das kenne ich eigentlich nur aus dem HiFi-Bereich zum Verschließen der Löcher des Türinnenblechs.

Wegen des gechlossenporigen Schaums des x-treme Isolators stelle ich mir da auch die Frage, ob die geräuschdämmende Wirkung da so groß ist. Aber wie gesagt: Fachmann bin ich da nicht.

Gast am 26 Nov 2014 17:51:57

Hallo Madden,
ich bin begeistert, ein perfekt bis ins Detail geplantes Fahrzeug! Hut ab vor der professionellen handwerklichen Umsetzung, da passt ja alles zusammen, bin gespannt auf den Innenausbau und das Zubehör! :top:

madden am 26 Nov 2014 21:19:28

KC50 hat geschrieben:H...
Wegen des gechlossenporigen Schaums des x-treme Isolators stelle ich mir da auch die Frage, ob die geräuschdämmende Wirkung da so groß ist. Aber wie gesagt: Fachmann bin ich da nicht.



Alubuthyl hat im Prinzip ähnliche Eigenschaften wie Schwerfolien aus Bitumen oder anderen Kunststoffen. Alubuthyl lässt sich am einfachsten verarbeiten. Der X-treme Isolator ist für die Kälteisolierung. Da wo noch Platz ist werden die Hohlräume zusätzlich mit Akkustikflies aufgefüllt. Klappernde Teile werden Butylband zum schweigen gebracht.

Das ist ein moderner LKW also von Haus aus eigentlich ganz gut gedämmt. Im Prinzip ist die Lärmdämmung etwas overdone, aber den Luxus gönnen wir uns :-)

nordlicht03 am 26 Nov 2014 23:06:37

Hallo madden,
hab mich gerade durch den Fred gelesen und bin begeistert!
Lesezeichen ist gesetzt.

Ich wünsche dir viel Erfolg und Ausdauer für dein Turtle und hoffe, dass du immer genug Zeit findest um uns hier weiter mit Infos zu versorgen! :D

madden am 27 Nov 2014 10:08:19

Heute gibt es leider keine neuen Fotos.

Aber ein paar grundlegende Gedanken möchte ich gern mitteilen.

Wasserversorgung:

Geplant (und bestellt ist ein ca. 700 Liter großer Frischwassertank mit 4 Kammern aus UV-stabilem Kunsstoff. Jede Kammer hat eine Reinigungsöffnung und der Tank hat wie Zuläufe, einen Ablauf. Der Tank kann drucklos befüllt werden (Kanister, Kanne) über eine Öffnung wie sie jedes Wohnmobil hat. Zudem aber auch mit einem Schlauchanschluss, an den man über eine selbstansaugende Pumpe Wasser in größeren Mengen aus einem Brunnen, Bach oder Bottich hineinpumpen kann (in diesem Fall durch einen Vorfilter). Die Entnahme des Tanks erfolgt für alle Verbraucher über einen Vorfilter, einen keramischen Microfilter, einen Aktivkohlefilter und eine UV-Entkeimungsanlage. Somit hat das Wasser immer Trinkwasserqualität. Die Wasserleitungen werden in Edelstahleitungen mit verpressten Muffen und Fittingen ausgeführt.

Warmwasser wird über einen Boiler (beheizt über eine Wasserkreisanlage - ähnlich Alde) der für Zeiten in denen man nicht heizt und / oder Feststrom hat erzeugt. Der Boiler verfügt zudem über eine 230 Volt Heizpatrone und ein Volumen von ca 22 Liter Heißwasser.

Für Grauwasser gibt es (leider) eine Hebeanlage, die das Wasser aus den beiden Waschbecken (Küche und Bad) sowie Dusche einen Meter hoch in die Einfüllöffnung eines Grauwassertanks pumpt. Der Tank hat ein Volumen von ca. 180 Litern. Die Hebeanlage und der Tank können durch ein Dreiwegeventil umgangen werden und Grauwasser (ich weiss, daß darf man hier kaum sagen) wird dann direkt unter dem Fahrzeug ausgeleitet. (hier kann man dann einen Kanister, Bottich oder Schlauch anschliessen oder eben die Wüste bewässern) Dadurch würde die Hebeanlage aber deutlich seltener benötigt und damit länger halten.

Schwarzwasser wird in einem 140 Liter Fäkaltank gesammelt. Das WC ist eine Zerhackertoilette mit Vakuumpumpe. Das erschien mir der beste Kompromiss zwischen Komfort, Wasserverbrauch und Haltbarkeit zu sein. Die Ausleitung erfolgt über eine spezielle Pumpe und einen langen Schlauch. Zum Spülen kann der Grauwassertank über den Schwarzwassertank umgepumpt und entleert werden.

Die gesamte Bedienung der Pumpen und Befüllung des Tanks, sowie Wartung der Technik erfolgt in dem Staufach vorn auf der Fahrerseite.

Gasversorgung
Kurz: gibt es nicht. Aufgrund der potentiellen Gefahr von Gas, der wiederkehrenden Prüfungen und der fraglichen Verfügbarkeit von Campinggas in Flaschen oder in einem Tank, sowie dem Volumen dieser Vorratsbehälter, habe ich mich gegen Gas entschieden. Gekocht wird mit Strom, Geheizt mit Diesel. In das Staufach auf der Beifahrerseite kommt allerdings ein Gaskocher auf einem Auszug und ein Platz für eine 10KG Flasche. Der Kasten wird mit einer Aussenküche ausgebaut. Ich denke Flaschen bekommt man überall und der Bedarf, wenn man nur Gas zum Kochen braucht ist minimal. Draussen Kochen macht zudem Spass.

Stromversorgung:
Der wohl größte Einzelkostenblock nach der Kabine.

Die Elektrische Anlage sieht folgendermassen aus:
Das Fahrzeug bekommt eine zusätzliche 150A/24 Volt Drehstromanlage. Somit werden vom ersten Moment an Starter und Versorgungsbatterien optimal und mit den jeweils auf das System abgestimmten Kennlinien geladen. Das Fahrzeug selbst verfügt über eine Standheizung, eine Tankvorwärmung, beheizbare Kraftstoffleitungen und einen beheizbaren Kraftstoffvorfilter(Separ). Für diese Verbraucher stehen 140Ah Gel Akkus zur Verfügung.
Die Verbraucherbatterien bestehen aus einem Paket von 3 Stück LitiumIonen Akkus 24 Volt 180 Ah in parallel Schaltung. Somit stehen mir rund 540Ah zur Verfügung, die auch nahezu zu 90% genutzt werden können. Das entspricht einer vergleichbaren Kapazität von rund 730 Ah bei herkömmlichen Blei Gel Akkus, bei einem Drittel des Gewichts.
Die Akkus und die entsprechende Zentrale Steuerung sind aus dem Hause Victron, welche hauptsächlich im Yacht und Schiffbau Verwendung finden.

Für die 230 Volt Verbraucher (Herd, Backofen, Microwelle, Waschmaschine, Computer) stehen 8000 Watt Leistung in reiner Sinuswelle zur Verfügung. Das ganze wird von einem Victron Quattro 8kw erzeugt. Geladen werden die Batterien über die Lichtmaschine, den Victron Quattro (bei Landstrom und Generatorstrom), einem Generator (Dometic TEC 40D) oder der Solaranlage.

Diese besteht aus 2 Gruppen je 2 24 Volt 300 Wp Leistung. Die Panele werden je 2 in Serie und dann parallel geschaltet, somit ergibt sich eine Eingangspannung am MPPT Regler von rund 72 Volt, welche dafür sorgt, dass auch dann noch Strom geladen wird, wenn teilweise abgeschattet oder wenig Licht zur Verfügung steht.

Sollten die Batterien schwach werden und keine Strom aus den Solarpanelen fließen, springt der im Staukasten auf der Fahrerseite geplante Generator automatisch an (allerdings nur wenn der Deckel des Staufachs geöffnet ist (sonst stirbt er den Hitzetod). Dieser liefert 230 Volt AC oder 12 Volt DC. Leider gibt es Generatoren die 24 DC liefern nur in einem Preissegment jenseits 10.000 €. Da musste ich leider die Kröte schlucken, daß ich entweder ein B2B Ladegerät 12>24 einbaue oder den Umweg über den Quattro gehe (was ich tun werde). Dabei verliert man ein bisschen Leistung aber das ist halt so. Ich denke das wird auch nur ein seltener Fall werden.

buccaneer am 27 Nov 2014 10:21:23

Moin Martin,
zum Thema "draussen kochen" habe ich eine bzw. 2 Fragen:
Hast Du über Petoleumkocher nachgedacht? ... wenn ja und Ablehnung, warum hast Du Dich gegen Pertroleum entschieden?

Ich habe mit Petroleumkochern und -heizung in der Türkei und Nordafrika beste Erfahrungen gemacht. --> Link.
Petrolem war überall einfach zu bekommen.

madden am 27 Nov 2014 10:27:01

Die Küche:

Die Küche besteht hauptsächlich aus einer 1,60 Meter langen Zeile mit Auszügen. Zudem verbaue ich ein Siemens Kombigerät Microwelle/Backofen in kompakter Bauform. Zum Kochen ist ein Siemens Domino Kochfeld mit 2 Induktionsplatten vorgesehen. Die Spüle ist aus Edelstahl und kommt aus dem Hause Blanco und hat lediglich ein Becken und eine Flache Abtropffläche. Noch nicht gelöst ist die Frage nach einem Dunstabzug. Verbaue ich ein Gerät aus dem Hause Dometic, dann stehen mir nur 12 Volt Modelle zur Verfügung und eigentliche wollte ich keine dritte Spannung im Fahrzeug haben (obwohl ich das fürs Fahrerhaus schon aufweichen musste, weil es einfach keine Vernünftigen 24 Volt Radiosysteme gibt. Eine normale Haushaltsdunstabzugshaube erscheint mir nicht geeignet. Ich befürchte das die Motorlager des Lüfters schnell den Geist aufgeben werden.

Oder ich lasse mir etwas simples aus Edelstahl kanten und verbaue einen Industrierohrlüfter. Wenn jemand Ideen und Vorschläge hat ?!?
Kühl und Gefrierschrank (Kompressormodelle) laufen auf 24V DC und 230AC und sind aus dem Hause Isotherm. Ich habe mich für diese entschieden, weil Sie (wie im Yachtbau üblich) auch dauerhaft mit Kränkung funktionieren, sehr solide Verschlüsse und Edelstahlfronten haben.

Viele verbauen für Expeditionsfahrzeuge keine Kühlschränke mit Türen sondern Kühlfächer mit Öffnung oben. Diese habe diverse Vorteile. Die Sachen können nicht rausfallen, Die Türen schliessen immer dicht da sie aufliegen, Kälte bleibt unten auch wenn man mal eben für ne Getränkedose den Kühlschrank öffnet. Aber für mich haben Sie vor allem den Nachteil, das ich Sie irgendwo verbauen müsste wo ich von oben rankomme. Das ist eigentlich nur in der Arbeitsfläche wirklich sinnvoll möglich. Ok, eine Gefriertruhe kann auch in einer der Sitzbänke plaziert sein. An den Kühlschrank will ich aber rankommen ohne umzubauen. Und auch wenn ich grad beim Kochen bin will ich nicht erst alles beiseite räumen um schnell mal nen Schuss Milch, Wein, Butter oder sonst was zu angeln. Also habe ich mich für konvetionelle Bauart mit Türen entschieden.

Beduin am 27 Nov 2014 10:31:19

Hammer :eek: bin heute erst dazu gekommen alles zu lesen. Ewig Schade das ich soooooooooooo weit weg wohne :cry:

Hast noch keine Skizzen wie du es innen machen willst? Die könntest ja dann schon mal zeigen :)

Hatte letztens einen getroffen, der hat seinen Koffer so konzipiert das er ihn im Sommer auf einen Katamaran drauf machen lassen kann. Hat auch was.

madden am 27 Nov 2014 10:33:22

buccaneer hat geschrieben:Hast Du über Petoleumkocher nachgedacht? ... wenn ja und Ablehnung, warum hast Du Dich gegen Pertroleum entschieden?



Jein. Die Petroleumkocher die ich so gefunden habe hatten alle nicht die gewünschte Leistung. Und das Gas kann ich auch gleichzeitig für den Grill benutzen.

wolfworldwide am 27 Nov 2014 10:47:33

Moin Madden,

ich bin völlig fasziniert und frage mich wo Du den ganzen Sachverstand her hast. Es wirkt auf mich, als ob Du Dein Leben lang Expeditionsmobile ausgebaut hast. Ich kenne nichtmal die meisten Firmen, deren Produkte Du verbaust. Wie lange hat es gedauert und/oder welcher Aufwand war für Dich notwendig, um an alle diese Kenntnisse und Produkte zu gelangen?

Mit fröhlichen n


Wolf

Lancelot am 27 Nov 2014 11:07:17

UND : was genau für Produkte verbaust Du da :?:
Wer hat einen 25 l Boiler für Dieselheizungen ?
Welche Dieselheizung ?
Du kochst elektrisch. Mit was ? Auf 12/24V oder per WR ?
Welcher WR ?
Wer liefert die LI-Anlage ? Transwatt ?
Welche Toilette mit welchem Vakuumgenerator ?
Die Tanks sind sicher einzelgefertigt. Bei wem ?

Da drängen sich noch tausend Fragen auf .. :)
Spannend :ja:

Ich glaub, ich muß mir doch einen Sixpack untern Arm klemmen und mal nach HH kommen ... :lol:

madden am 27 Nov 2014 11:24:17

wolfworldwide hat geschrieben:...Ich bin völlig fasziniert und frage mich wo Du den ganzen Sachverstand her hast. Es wirkt auf mich, als ob Du Dein Leben lang Expeditionsmobile ausgebaut hast. ...


Nettes Kompliment! Ich bin Autodidakt. Wann immer ich im Leben Projekte angehe (Hausbau, beruflich, Hobby) lese ich lese ich lese ich bis ich weiß wie die Dinge funktionieren und zusammenhängen.

Im Prinzip bin ich seit Januar mit nichts anderem beschäftigt. Ich will auch nicht behaupten das ich alles kann oder perfekt mache, aber eine gesunde Angstfreiheit und ein wenig Grundverständnis kommen schon zusammen.

Die Beschaffungslogistik ist tatsächlich ein echter Zeitfresser. Bis Du alle Komponenten hast und alles zusammen passt vergehen Wochen, wenn nicht Monate. Und irgendwann kommst Du mit Skizzen nicht mehr weiter. Dann musst Du die Pumpe in der Hand halten um zu sehen wie rum die im Staukasten verschwinden kann und man trotzdem noch an die Sicherung kommt oder welches Anschlussgewinde denn nun tatsächlich am Boiler ist, wenn unterschiedliche Websites unterschiedliche Angaben machen. Bei der Elektroinstallation habe ich abschließend einen Elektroingenieur beauftragt, der mir noch einige Verbesserungen eingebaut hat (Schutzrelais, Shunts, Sicherungen) und die Komponenten aufeinander abgestimmt hat. Der ist mir auch weiterhin Ansprechpartner wenn es um Kabeldimensionen und Programmierung der Victron Komponenten geht.

madden am 27 Nov 2014 11:26:21

Beduin hat geschrieben:...Hast noch keine Skizzen wie du es innen machen willst? Die könntest ja dann schon mal zeigen :)
....


Hallo Ina die habe ich euch hier als ZIP Datei zusammen gepackt, aber den link darf ich hier nicht posten. Hast ne PN

Martin

Gast am 27 Nov 2014 11:30:35

Moin, Moin,

ich glaube ich mache mal einen Ausflug nach Elmshorn :D

Toller Beitrag!! Vielen Dank und liebe aus der NochNachbarschaft!!

madden am 27 Nov 2014 11:40:09

Wer hat einen 25 l Boiler für Dieselheizungen ?
Nicht für Diesel sondern für Warmwasserheizung, somit unabhängig vom Heizmedium. Webasto / Isotherm in allen erdenklichen Ausführungen. Hab gerade mal geschaut. Ist garnicht 25 sondern 16 Liter.
Welche Dieselheizung ?
Webasto 90 ST als "Wasserstation" siehe Inofs hier --> Link
Vorteil: Boiler und Wasserstation sind so aufeinander abgestimmt, das ich die Heizung ausschalten kann und der Wasserkreislauf nur für den Boiler umgeleitet wird.

Als Backup gibt es eine zweite Heizung für die "schnelle" Wärme. Eine Webasto Air Top Evo 40

Du kochst elektrisch. Mit was ? Auf 12/24V oder per WR ?
230 V AC über Wechselrichter, deshalb ist dieser auch in 8kW ausgelegt, damit ich kochen und backen gleichzeitig kann.
Welcher WR ?
Victron Quattro in 8kW
Wer liefert die LI-Anlage ? Transwatt ?
Nein, Batterie Strom Wärme GmbH aus Stockelsdorf bei Lübeck. Die zeichnen auch verantwortlich für die abschliessende Detailplanung siehe Beitrag oben.
Welche Toilette mit welchem Vakuumgenerator ?
Hab ich gerade nicht parat. Ich bin der Meinung es ist ein System von Jabsco in 35 cm Bauhöhe, weil das ganze auf dem Fäkaltank steht (kurze Leitung zum Tank, geringes Risiko für Leckage)
Die Tanks sind sicher einzelgefertigt. Bei wem ?
Ja Individualfertigung durch DL Kunsstofftechnik Dietmar Leyh in Unna

buccaneer am 27 Nov 2014 12:13:09

zum Thema Toilette meine Erfahrungswerte aus der Schifffahrt:
... nachdem ich diverse Zerhacker- und Vaccumsysteme verschlissen habe, bin ich bei einer mechanischen Toi von Rheinstrom gelandet
(überzeugt hatte mich ein Verkäufer der Firma indem er ein zusammengeknülltes Stück Wellpappe mit drei Pumpenhieben ohne Problem und Kraftanstrengung verschwinden ließ)
Vorteil: mehrere Jahre Erfahrung, robuste Materialien (Porzelan, Bronze bzw. Messing, Edelstahl), gute Ersatzteilversorgung, kein Energiebedarf, einfachste Bedienung, Störungsanfälligkeit unbekannt
Nachteil: hoher Preis --> Link

madden am 27 Nov 2014 12:35:44

Zum Thema Möbelbau:

Ich möchte das das Fahrzeug von Innen wertig aussieht und nicht nach zusammengeschusterter Surferkiste. Die Zeiten mit Bulli und OSB Platten sind bei mir definitiv vorüber. Und schließlich soll das Fahrzeug ja auch einen vernünftigen Wiederverkaufserlös bringen, falls ich mich mal zu einem Verkauf entschließe (entschließen muss).

Wie ich eingangs geschrieben habe, waren meine Wünsche in Richtung Actionmobil / Bocklet / Unicat. Die Fahrzeuge sind unglaublich anspruchsvoll konstruiert und perfekt verarbeitet. Im Möbelbau und bei der Ausstattung wird immer aus dem obersten Regal gegriffen. Hat aber eben auch seinen Preis.

Mein Ausbau soll hell werden. Das ist schon mal sehr wichtig. Die Fenster sind im Vergleich zu dem was heute in den großen Wohnmobilen eingebaut wird eher klein (wenn auch 3-4 mal so teuer). Also wird es innen überwiegend weiß sein. Möbelfronten hätte ich gern in weiß gewachster Eiche. Also eher hell aber mit rustikaler Holzstruktur. Der Boden wird passend dazu mit Holzoptik in Vinyl belegt. Die Verschlüsse hab ich och nicht endgültig entschieden. Aber ich denke es werden Schnappverschlüsse mit Griffmulde in Edelstahl werden.

Die Wohnkabine bekommt einen 23 Zentimeter hohen und heizten Zwischenboden. In diesem soll die ganze Technik und die Leitungen untergebracht werden. Die unter Fächer in der Küche werden als Klappen ausgeführt und nutzen den Zwischenboden voll aus. Sie sind somit tiefer und nehmen dann Vorräte wie Konserven, Nudeln, Reis, Getränke, etc. auf.

Rundherum erhält das Fahrzeug Oberschränke als Stauraum für Kleidung etc. Das Bett wird 200x160 cm groß und am Fußende gibt es noch Staufächer (Kabine ist innen ja 2330mm breit). Matratzen System kommt von Froli.

Materialwahl:

Die Wahl des Holzes für den Ausbau, also die Platten ist nicht einfach. Es muss stabil sein, darf sich auch bei hohen Temperaturen und Frost nicht verziehen, muss mit hoher Luftfeuchtigkeit (von außen wie auch durch Duschen, Kochen, Atem) klarkommen und soll möglichst wenig wiegen. Nun ist leider die Stabilität von Holz umgekehrt proportional zum Gewicht.

Auch wenn ich den Großteil des Ausbaus selbst machen werde, so werde ich das Finish von einem befreundeten Profi machen lassen. Der kann es einfach besser und dieser Profi besorgt mir auch das Holz und schneidet es millimetergenau auf seinen CNC Anlagen vor. Er hat mir spezielle Platten empfohlen, die eine Mischung aus Tischlerplatte (stabverleimt) mit Sperrschichten (3-5 pro Seite) und einer Kunsstoffbeschichtung auf beiden Seiten. Fragt mich jetzt bitte nicht nach dem Hersteller.

Diese Platten wiegen deutlich weniger als Birke Multiplex mit HPL Beschichtung aber natürlich mehr als Pappelsperrholz. Die Stärke wird 12 bzw. 18mm betragen. Alle Kanten werden mit ABS Heißleim Umleimern versehen. Das Holz hat eine gute Krafteinleitung. Schrauben halten besser als in Sperrholz und das Material lässt sich optimal Fräsen und Sägen ohne das die Kanten ausfransen. Das Preisniveau liegt bei ungefähr 35% über herkömmlichen beschichteten Multiplexplatten. Alle Verbindungen werden verleimt / geklebt und verschraubt.

Schrauben nehmen einfach besser die Kräfte an den Verbindern auf, sind resistent gegen Feuchtigkeit (zumindest Edelstahl :-)) und die Verklebung sorgt für quitsch- und knarrfreie Verbindungen.

Die Wandbefestigung erfolgt folgendermaßen: In den Bereichen wo Schränke montiert werden sollen, werden 18mm starke Platten auf die Außenwände geklebt. Die Möbel dann auf diesen Verschraubt und mit Dekalin (eigentlich Dichtmittel) aufgeklebt (ganz dünn). Das stellt sicher, das es nicht klappern kann und die Schränke demontierbar bleiben, falls man nachträglich was ändern oder reparieren muss.

Warum nicht die Schränke direkt verkleben? Weil man Sie nie wieder runter bekäme. Eine Verklebung mit Sika 252i ist einfach zu dauerhaft, gerade bei großen Flächen, die man nicht mal eben mit einem Draht "schneiden" kann.

Warum nicht verschrauben? GFK hält leider keine Punktbelastungen aus. Schrauben reißen schnell wieder aus.

madden am 27 Nov 2014 12:37:57

buccaneer hat geschrieben:zum Thema Toilette meine Erfahrungswerte aus der Schifffahrt....


Interessante Lösung, die mich aus ästhetischen Gründen nicht anspricht. Wir werden sehen wie gut meine Lösung ist. Eine Ersatzpumpe hab ich jedenfalls gleich mitbestellt :?

madden am 27 Nov 2014 13:06:37

sonstiges:

Der Zwischenboden wird auf einem Ständerwerk aus Stahl stehen. zum einen aufgrund der Stabilität, zum anderen aufgrund des dadurch entstehendem Platz. Zum Anderen auch weil ich kein Alu schweissen kann :razz:

Für die Sitzplätze im Koffer habe ich einen TÜV geprüften Gurtblock gekauft, da ich keine Chance sehe einen Eigenbau eingetragen zu bekommen. Verbaut wurde dieser hier: --> Link mit einer Erhöhung.

Die ganze Dinette steht zudem auf einem weiteren Sockel (nochmal 20 cm) also eine Stufe, damit der darunter entstehende Freiraum den Tank aufnehmen kann und ausreichend Stauraum für Technik und Ausrüstung bietet. Der Bereich unter dem Tisch wird mit 2 Bodenluken als Stauraum für mein Foto und Filmequipment eingerichtet.

madden am 27 Nov 2014 14:52:02

Ein weiterer Aspekt von dem ich in diesem Threat berichten möchte, sind die Fehler die ich so mache, ich denke das kann im Zweifel weiterhelfen als die mehr oder weniger guten Ideen.

Ein paar davon habe ich bereits gemacht.

1. Fenster im Bad ist zu niedrig.

Ein Badezimmerfenster sollte mgl. so plaziert sein, daß man nicht direkt mit nacktem Hinterm zu sehen ist :lol: Ich habe bei der Festlegung der Einbaupositionen vergessen die 23 Zentimer Zwischenboden zu berücksichtigen Die meisten Fensterpostionen richten sich nach dem Maß der Oberschränke + 5 Zentimeter also Oberkante 40 cm von Kabineninnenhöhe. Das Badfenster hätte aber Höher gemusst, damit man stehend auch hinausschauen kann.

2. Solarpanele zu groß

erst einen Tag vor der eigentlichen Vorbereitung fiel mir auf, daß die Dachluke, die für das Bad geplant war, unter den Solarpanelen sitzen würde, somit unbrauchbar wäre.
Gott sei dank hab ich es noch vor dem Ausschnitt gemerkt und streichen lassen. Aufgrund der Größe der Solarpanels (2 Meter lang 2hintereinander) bin ich direkt mitte Dusche. Es bleibt jetzt noch Platz für eine rechteckige Luke aus dem Yachtbereich in 200 x 400 mm. Zum Lüften denke ich reicht das.

Eigentlich habe ich versucht solche Probleme folgendermaßen zu vermeiden. Ich zeichne (trotz ausgesprochener IT Affinität) noch ganz altmodisch auf Millimeterpapier. Jede Ebene (egal ob Draufsicht oder Querschnitt) wird nochmal auf Transparentpapier nachgezeichnet und so lassen sich die Ebenen gut aufeinanderlegen. Man sieht als bei der Zeichnung der Tür und Fensterpostionen oder Dachausschnitte gut, ob andere Installationen oder Einbauten verdeckt oder im Weg sind. Nur leider habe ich nie eine Zeichnung für die Position der Solar Panels gemacht (war ja eh klar wo die hinsollen ;-)). Also ist mir das auch nicht aufgefallen.

Zuerst habe ich versucht in CAD (Googles SketchUp) zu zeichnen, aber irgendwie finde ich mich da nicht so recht rein. Mir fehlt jemand der mir mal zeigt wie es geht. So war ich dann deutlich schneller, aber eben auch fehleranfälliger.

3. Fehlplazierung Fensterausschnitt Beifahrerseite.

Eine der Grundüberlegungen den Eingang mgl. weit nach vorn zu legen war folgende: Ich wollte eine möglichst lange ununterbrochene Seitenwand auf der Seite für eine lange Markise/Sonnenschutz. Da das Fahrzeug sehr hoch ist, sollte die Markise unterhalb der Fenster laufen (bzw. es wird keine Markise sondern ein Sonnensegel). Ich wollte nun statt einer Markise eine Airlineschiene mit einer Kederschiene vom Heck bis zur Tür durchziehen, doch leider ist entweder die Heckgaragentür zu hoch oder das Küchenfenster hätte 5 cm höher gemusst (wäre auch kein echtes Problem gewesen) um eine Gerade zu ziehen. Leider habe ich das nicht mehr im Kopf gehabt als ich die Fensterpositionen festgelegt habe. Lösung: es wird nur eine Kederleiste die passt eventuell gerade eben so hin. zur Not bekommt die ne kleine Kurve.

4. Gesamthöhe des Fahrzeugs

Nicht wirklich ein Fehler im Sinne von vergessen, aber ein ganz wichtiger Punkt. In Deutschland sind alle Durchfahrtshöhen auf Bundesstrassen auf mindestens 3,70 Meter festgelegt. Auf Autobahnen sogar 4.00 Meter. Im Ausland ist man da nicht so konsequent. Weshalb grundsätzlich die Devise gilt so niedrig wie möglich. Einige Pässe in den Anden und im Himalaya sind mit über 3,50 Metern aufgrund von Felsüberhängen garnicht befahrbar. TURTLE ist jetzt 3,68m nach Umbereifunf 3,72 Meter hoch.

Das lies sich einfach nicht anders machen. Der Zwischenrahmen ist schon recht flach. Ein bisschen Freiheit braucht der Koffer für den Ausgleich von Fahrgestellverwindungen. ich wollte eine Mindeststehhöhe von1,90 im Fahrzeug haben. und der Zwischenboden war ein muss. wie bereits geschrieben als Platz für Tanks, Stauraum und Technik. Also heisst es immer Augen auf beim Strassenverlauf. Ich montiere eine nach vorn gerichtete Kamera auf dem Kabinendach, die nicht Höher ist als die Solarpanele. Bei Bedarf habe ich so eine Perspektive, die es mir erlaubt einzuschätzen ob ich wo durchfahren kann. Insgesamt sind am Fahrzeug 6 Kameras verbaut.

Doppelrückfahrkamera mit zwei Winkeln (Weitwinkel zum rangieren, normal als Rückspiegel), Frontkamera auf dem Dach, jeweils eine unterm Fahrzeug auf beiden Seiten, die bei engen steinigen Passagen helfen sollen Kollisionen von Verteilergetriebe und Achsen zu vermeiden und gleichzeitig helfen z.B. an Ver- und Entsorgungsstationen die richtige Postion zur Tankentlehrung zur finden. Zudem 2 Kameras auf dem Dach zu den Seiten ausgerichtet um aus der Kabine das Umfeld beobachten zu können ohne die Tür zu öffnen. Könnte vielleicht mal wichtig sein, falls man sich bedroht fühlt.

madden am 27 Nov 2014 14:55:16

Und manchmal war ich einfach zu schnell!!!!

Die Toilette hatte ich mit schräger Rückseite bestellt (für Boote) und nicht in der geraden Ausführung. Dumm, zumal der Versand über Spedition richtig Geld kostet.

Als ich den Kühlschrank und den Gefrierschrank bestellt habe, habe ich versehentlich den Kühlschrank ohne Edelstahlfront bestellt. Auch hier aufwendiger Versand per Spedition.

haballes am 27 Nov 2014 15:48:06

madden hat geschrieben:4. Gesamthöhe des Fahrzeugs... über 3,50 Metern aufgrund von Felsüberhängen garnicht befahrbar. TURTLE ist jetzt 3,68m nach Umbereifunf 3,72 Meter hoch.


:idea: --> Link
Mit Reifenfüllanlagen gewinnt man ein paar wichtige Zentimeter ab und an.
Luft hast du ja immer in der Produktion bei solcher Kiste.


:top: Super Projekt. Von mir wirst du beäugt.

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