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Liebe Leut, ich habe in dem "Unterboden-Thread" dieses Thema schon mal angesprochen, aber dort ist es ggfls. falsch. Meine Frage in die Runde ist folgende: Der derzeitige Trend bei WoMos im Unterbodenbreich ist GFK, weil dieser haltbarer und unempfindlicher als Holz sein soll. Soweit so gut. ABER: wie verhält es sich eigentlich mit der Physik im Unterboden? Die Meinungen zum "Absperren" eines Holzbodens mit Unterbodenschutz (Wachs oder was auch immer) gehen ja sehr auseinander. Die Einen meinen der Holzboden müsste aufgrund der "Ablüftbarkeit" offenporig bleiben, die Anderen meinen der Unterboden solle "dicht" gemacht werden. Ich kann dem Argumenten der Offenporigkeit insofern folgen, als daß tatsächlich Wohnraumfeuchte (warme Luft im Wohnraum hat einen wesentlich höheren absoluten Feuchtegehalt (x) als kalte Aussenluft) in den Aufbauboden diffundiert und dort dann ggfls. am Taupunkt kondensiert. Dieses Kondensat könnte dann ggfls. nach Aussen "Ablüften" oder bei entsprechendem Gasdruckgefälle auch wieder in den Innenraum diffundieren. Soweit so gut! ABER wie ist das bei GFK-Unterböden? Dort ist physikalisch genau der gleiche Vorgang, aber wohin "lüftet das Kondensat" denn dort ab? Nach Aussen ist es durch das GFK abgesperrt. Ist der Fussbodenaufbau bei GFK-Versionen anders? Oder diffundiert evtl. Kondensat IMMER wieder nach Innen? Wenn dem so wäre, dann könnte ja ein Holzbodenaufbau auch nach unten hin "abgesperrt" werden: Das aber empfiehlt kein WoMo-Hersteller. Kennt jemand den Fussbodenaufbau eines Dethleffs T5871 (Bj 2013)? Kennt jemand die genauen physikalischen Abläufe im Bodenaufbau? - ach und bitte: nein ich spreche nicht von Undichtigkeiten von unten - dazu bitte keine Kommentare ;-) Tosh In meinem Eura haben ich einen Doppelboden und die Bodenplatte ist aus GFK und natürlich findet ein Luftaustausch nach oben statt. Dafür gibt es auch Lüftungsschlitze, die einen Luftaustausch zum Innenraum ermöglichen. Deshalb und wegen der guten Isolierung der GFK-Platten bildet sich auch kein Kondensat auf diesen. Aber der GFK-Aufbau wird durch Aluschienen verbunden und darauf bildet sich dann im Winter sehr wohl Kondensat. Allerdings nu wenige Tropfen, die ich bei Gelegenheit wegwische. Hallo Tosh Aus Sicht des Taupunktes ist es egal ob Kunststoff oder Holz. Wichtig ist eine genügende Wärmedämmung, so dass auf der Innenseite kein Oberflächenkondensat entsteht. Die Bodenkonstruktion kann diffusisonsoffen oder –dicht sein. Ganz wichtig ist nur, dass die warmseitige Schicht dichter als die kaltseitige ist. Oder beide sind dampfdiffusionsdicht. Flatus .
...also die Wohnrauminnenseite diffusionsdicht zu bekommen halte ich für illusorisch und das ist die wärmere Seite. Möglicherweise hast Du das mit dem Taupunkt nicht ganz richtig eingeordnet: der Taupunkt, vielmehr die Stelle des Taupunktes (im Querschnitt des Bodenaufbaus gesehen) richtet sich nach dem Temperaturverlauf. Dort wo der Temperaturverlauf im hx-Diagramm die 100%-Linie schneidet, dort fällt Kondenswasser an. Im hx-Diagramm ist diese Funktion in Bezug auf die absolute Fuchte (x) und Enthalpie (h) aufgetragen. Ergo: dort wo der Taupunkt liegt fällt Kondensat an. Das kann eben auch in der Dämmung / dem Bodenaufbau passieren, wenn man nicht beide Seite feuchtedicht absperrt. Das kann man vom Innenraum her nie erreichen und deshalb wird an eben diesem Taupunkt Wohnraumfeuchte kondensieren! Idealerweise ist der Taupunkt also in der Styropor/XPS-Dämmung, weil dort der Feuchtegehalt der Luft geriing bis gegen null geht und deshalb dort kein Kondensat entstehen kann! Daher auch nochmal meine Frage ob jemand den Bodenaufbau eines Dethleffs T5871 kennt. Dann kann man den Taupunkt im Schichtenaufbau ermitteln und weiss dann genau ob man nach unten absperren darf oder nicht. Tosh Ich hab das mit dem Taupunkt schon richtig verstanden, Bauphysik ist mein Broterwerb ... :oops: Ja - nö: Zum Beispiel ist eine Kunstharzplatte nahezu diffusionsdicht, ebenso ein Laminat oder ein PVC-Boden. Meine Dusche ist innen mit Chromstahlblech bekleidet, was diffusionsdicht ist. Wenn man will geht das schon. Bei Kastenwagen besteht ja üblicherweise die Aussenhaut aus Stahlblech. Da ist eine diffusionsoffene Konstruktion ja schon gar nicht möglich (komme jetzt keiner mit Hinterlüftung, das geht schon gar nicht). Als muss ein dampfdichter Aufbau gemacht werden. Oder man lernt wie Amphibien zu leben. Flatus . Übrigens - und warum sollen sich deiner Meinung nach Holz- oder Kunststioffboden in Bezug auf den Taupunkt unterscheiden? Flatus .
...nein Holz und GFK unterscheidet sich bestenfalls vom Dämmwert...sonst nicht. Also nochmal auf das Thema Diffusionsdichtheit kommend: nein ich werde meinen Aufbau nicht Diffusionsdicht nachträglich abdichten ...wäre ja schade um den schönen Innenausbau ;-) Zurück zum Thema...
HAllo, meines Wissens besteht ein "GFK Unterboden" nicht ausschließlich aus GFK, sondern lediglich aus einer GFK Platte, die zwischen dem üblichen Unterboden und dem Fahrgestell geschoben wird. (Es soll auch "GFK- beschichtete" Unterböden geben, dazu kann ich aber nichts sagen). Diese GFK Platte wird abgedichtet, so dass keine Feuchtigkeit von außen eindringen kann. Das von Dir beschriebene Kondensat diffundiert nach innen. Die GFK-Unterbodenplatte ist höchst unempfindlich gegen Nässe und Steinschlag etc. So wie oben geschildert ist es jedenfalls bei meinem WoMo. Meiner Meinung nach (ohne die Physik ,absolute Fuchte (x) und Enthalpie (h) zu berücksichtigen :roll: ) ist die Diskussion über Kondensat im Boden hinfällig, weil man das Womo als Ganzes sehen muss. Der Taupunkt ist jeweils an der kältesten Stelle im Womo und in der Regel nicht im Boden. Ist aber ausdrücklich nur meine Meinung ...an alle: Danke für die Beiträge, aber ich hätte gern fundierte Beiträge mit physikalischem Hintergrund. Aussagen wie "diffundiert nach innen" etc. ohne Begründung ist leider nicht aufklärend sondern eher eine Mutmaßung - derer es hier im Forum schon genüge gibt. Ich möchte das Thema jetzt einmal sachlich und fachlich begründet klären - Danke! Tosh Vielleicht sollte man bei der ganzen Diskussion auch noch beachten, ob der Aufbau auf einem "Leiterrahmenchassis" (nach unten/oben offen) oder auf ein "Flachbodenchassis" (nach oben unzugänglich geschlossen aber nicht dicht) gesetzt wird. Es ist in meinen Augen schon wichtig, ob Nässe, von unten kommend, abtrocknen kann (Leiterrahmen) oder ob die eindringende Nässe zwischen "Flachboden" und Aufbauunterseite (GfK/Holz) nicht abtrocknen kann. Man sollte, meiner Meinung nach, nicht immer nur einen Aspekt sondern alle Faktoren betrachten! Andreas
ich fürchte das weiß nicht mal der Hersteller, wie könnte sonst eine Rolle Haushaltspapier am Boden festfrieren? der Hersteller schriebzu im Prospekt: "..Massiv-Doppelboden, rundum isoliert ohne Kältebrücken, vollflächig winterfest beheizt...." grüße klaus Moin moin zusammen, das Problem ist doch immer gleich. Wenn Wasserdampf in einen Werkstoff eindringt und dann kondensiert, fangen mehr oder weniger die Zerstörungsprobleme an. In ordentlich verarbeitetes Gfk kommt Wasserdampf nur schlecht hinein, deshalb hält es auch sehr lange . In unbehandeltes Holz kommt Wasserdampf sehr leicht, und wenn es dann nicht sehr gut belüftet wird , vermodert es recht flott. Je nach Konstruktion gibt es dann früher oder später die Probleme. Schöne , Kajakus Moin, vielleicht solltet Ihr Euch alle mal über den Taupunkt (Bauphysik) im Netz informieren, um die Zusammenhänge zwischen den Temperaturgefällen, dem U-Wert von Baustoffen und die Entstehung von Kondensat zu begreifen. Es hat jedenfalls nichts mit von außen eindringenden Wasserdampf, Kältebrücken, von unten eindringendem Wasser etc. zu tun. Es hat vielmehr etwas mit Temperaturgefälle in Baustoffen zu tun und wo der Taupunkt in diesem Baustoff liegt. Mehr auf der warmen Innenseite oder mehr auf der kalten Außenseite ? Wenn der Taupunkt mehr auf der Innenseite liegt, gibt es halt die Feuchtigkeitsprobleme. Meistens hilft ordentliches Lüften ! Selbst in den Sommermonaten gibt es einen Taupunkt, obwohl keine kalten Minusgrade vorhanden sind. Aus diesem Grund werden z.B. alte Steinhäuser von außen her gedämmt, damit der Taupunkt möglichst nicht mehr im Mauerwerk vorhanden ist. Es wird versucht, den Taupunkt in die Luftschicht zwischen dem Mauerwerk und der Isolierschicht zu bekommen. Die Luftschicht wird ausreichend von außen her belüftet. Somit gibt es keine Feuchtigkeitsschäden. Aus diesem Grund werden heute die meisten Wohnmobile auch aus GFK und Sandwichplatten gebaut. Holz bzw. Sperrholz werden auf Dauer hin immer verrotten. Cord Hallo snurfer, als Sandwichplatten werden Verbindungen von Platten mit eingeklebten, möglichst leichten, Kernen genannt. Wie zwei Brotscheiben mit Wurst dazwischen. Solche Sandwichplatten werden in sehr vielen Arten angeboten. Nur als Beispiel mit Alu-Schaum-Alu, GfK-Schaum Gfk, Alu-Schaum-Gfk, GfK-Schaum-Holz , Alu-Schaum-Holz usw. Auch anderes Kernmaterial wird eingesetzt, wie z.B. Balsaholz oder Honeycombs. Die sind so vielfältig auf dem Markt, das ein Überblick schwer fällt. Ein Konstrukteur sucht sich dann das für sein Projekt passende aus. Schöne , Kajakus. Moin Kajakus, im Grunde genommen ist es völlig egal, welche Sandwichplatte Du nimmst. Der Taupunkt bei einer z.B 24mm Sandwichplatte ist annähernd gleich, egal ob die Beläge Alu, GFK, Sperrholz oder sonstiges Material ist. Interessanter wird es, wenn man anstatt der 24mm Platten auf z.B. 36mm Platten verwenden würde/könnte wo der U-Wert viel besser ist. (U-Wert ist der Wärmedämmwert). Dadurch würde aber das Fahrzeuggewicht viel schwerer in die Zuladung kleiner. Die Sandwichplatten werden verwendet, damit das Gewicht in Fahrzeugen verringert und der Wärmedämmwert verbessert wird. Die Belagsart je nach Verwendung und Beanspruchung. Der U - Wert bei einer 24mm dicken PVC Sandwichplatte beträgt übrigens 1,19 W/m². Hast Du schon mal auf einer Haustür/Fenster mit PVC-Füllung auf der Innenseite Kondensat durch den Taupunkt gesehen ? Ich nicht ! Ich sehe immer nur die Feuchtigkeit durch das schlechte Lüftungsverhalten meiner Kunden. Macht Euch doch nicht über alles einen schweren Kopf. Cord (... als Bautischlerei hat man wöchentlich mit den "Taupunktproblemen" der Kunden zu tun. Mein Rat ist: Lüften !!!) Also natürlich geht die Wohnraumfeuchte in den Doppelboden! Die geht immer dort hin wo es kalt ist. In der Vakuumtechnik werden sgn. Cryopumpen verwendet, die beruhen darauf dass ein kalter Punkt alles kondensiert. Bei unserem Eura mit Doppelboden kann man auch beobachten, dass sich Feuchte manchmal an den Wänden hinten an den Klappen und an der Wand bildet. Ich denk das ist Kondensat der Wohnraumfeuchte, die eben nach unten gelangt. Ich habe es noch nicht eindeutig festmachen können wann diese Kondition sich einstellt, ich meine das war als wir länger nicht gelüftet haben bei schlechtem Wetter, allerdings nicht so kalt dass die Heizung - und somit die Lüftung - viel gelaufen ist. Es scheint mir nämlich dass die Zirkulation viel ausmacht. Die Luft muss im Doppelboden zirkulieren können. Wenn an diese Zirkulierung unterbricht passieren Dinge wie zB das Festfrieren der Zewa Rolle. Wir hatten was Ähnliches mit den Hundhandtüchern, die in der Nähe des Eingangs unten im Doppelboden deponiert waren, zugänglich durch die Klappe im Fussboden von innen. Ich habe da mal reingefasst, und die Dinger waren nass, richtig nass, hatte schon das Schlimmste befürchtet. Der Boden neben den Handtüchern (nahe Aussenwand und Radkasten) hatte Kondensat. Handtücher also nach oben geholt, Feuchtemesser raus, und gleich Wände gemessen - Wände selbst trocken, also kein Leck. Am nächsten Tag war unten alles trocken, also hatten die Handtücher die Zirkulation unterbunden, und gleichzeitig das entstehende Kondensat aufgesaugt. Bei niedrigerer Aussentemperatur ohne Zirkulation wären die vielleicht auch festgefroren, wie die Zewa Rolle. Ich habe übrigens auch mal erwogen, ein thermisches FEM Modell des Womos zu basteln, war mir aber dann doch zu aufwendig. Einfache Steady State Betrachtungen reichen fürs meiste, und Luftströmungen sind sowieso zu aufwendig. Hallo alle, der Standartaufbau der Bodenplatte ist ein Sandwich, aus unten Schichtholz - Mitte geschlossen poriger Schaum - oben Schichtholz. Das ist aus Gewichts- bzw. Stabilitätsgründen notwendig. Weiter muss der Boden tragfähig, Verwindungssteif sein und Befestigungsmöglichkeiten für die Montage der Seitenteile, Möbel, ... besitzen. Zusätzlich werden bei einigen zur Abdichtung des Bodens GFK-Platten verwendet. Das Problem bei einer Abdichtung des unteren Holzboden ist, dass fast alle Beschichtungen schrumpfen und risse bekommen (Haarrisse), kann auch bei GFK durch die Verwindungs- und Auflagekräfte, sowie bei Alterung auftreten. Also ist ein elastischer, atmungsaktiver Anstrich (offenporig) die Alternative. Hallo Snurfer, Die Fenster und Türen in meinem Haus sind aus Holz, da gibt es keine Probleme mit Kondensat. Welche Fenster sind mit PVC gefüllt ? ? Davon habe ich noch nicht gehört. Was für Probleme ein ungünstig gelegener Taupunkt in meinem Flair anrichten konnte, habe ich in meinem Beitrag am 26.9.2014 in "Aus welchem Materialien sind die Aufbauten der Hersteller" geschildert. Da hat das Kondensat die Innenschicht der Sandwichplatte aus Sperrholz großflächig verdorben. Leider kann man sich auch mit guter Pflege nicht dagegen wehren, es ist eine schlechte Konstruktion. Schöne , Kajakus. den Taupunkt kann man über U-Wert, Dicke, Temperaturdifferenz näherungsweise auch grafisch bestimmen ![]() die Grafik zeigt den Temperaturverlauf in einer üblichen Womo-Wand, Innen Holz, dann Styrodur, außen Alu alte Architektenregel sagt: innen dichter als außen !!! also außen diffusionsoffen im Womo ist es aber umgekehrt, d.h. Feuchtigkeit kann von innen in das Isoliermaterial diffundieren und kondensiert am Taupunkt. Das Kondensat kann dann infolge von Temperaturwechsel etc nur in Richtung Holz wandern. Verhindert werden kann durch eine innenliegende Dampfbremse (0,2 mm PE-Folie, Alufolie...) daß überhaupt Feuchtigkeit ins Dämmaterial kommt, wobei Schwachstellen ganz übel sind (wegen des höhere Dampfdruck innen pfeift die Feuchtigkeit dann in dieses Loch) Kajakus hat die Folgen für seinen Flair gut beschrieben. Fragt mal euren Hersteller ob er eine Dampfbremse verbaut hat. bei einer Alu-Styrodur-Alu oder GFK-Styrodur-Alu Bauweise spielt das alles keine Rolle, da sowohl Alu als auch GFK satt diffusionsdicht sind grüße klaus Moin moin zusammen, die Dampfsperre ist schon vorhanden und funktioniert auch. Doch was nützt es, wenn diese durch die eingedrehten Schrauben zerstört wird , so wie wohl nicht nur bei mir. Schöne , Kajakus.
Bei 0° ist der Taupunkt aber nicht. Hängt von der lokalen Feuchte usw ab, kann auch bei 10 oder 15° sein. Richtig. Chic meinte m.E. die 0°C als Beispiel bei einer angenommenen diskreten Luftfeuchtigkeit von innen, von aussen ja Dampfsperre durch Alu oder GFK. Von außen kommt nur die "Kälte" = fehlende Wärme = Betrag der Brown'schen Molekularbewegung(0 bei -273°C = 0° Kelvin. Bzgl. Beziehung Luftfeuchte relativ u. absolut /Temp./Taupunkt: einfache Faustrechnung aus der Fliegerei zur Vorhersage Wolken/ Nebelbildung: Näherungsweise kann 1 m³ Luft bei 5°C 5g Wasser aufnehmen, 10" C 10g Wasser, 15° 15g, 20° 20g, 25° 25g, 30° 30g. Erreicht eine Luftmasse bei 20° 20g Wassergehalt , ist sie gesättigt =100% Luftfeuchte = am Taupunkt= Kondensation = Tröpfchenbildung = Nebel-/ Wolkenbildung = Sicht gegen 0. Über Dreisatz: Hat eine Luftmasse v. 20°C 50% Luftfeuchte, enhält sie 10g /m³. Kondensation also bei Abkühlung auf 10°C , mit Bodennebel ist also am Abend zurechnen, was eine Sichtlandung unmöglich machen kann. Nochmals zum Womo: Da Wand v. außen dicht, kann Feuchtigkeit nur von Innen kommen. Bei Bewohnung Expiration u. Transpiration . Taupunkt in Isolation, Tiefe abhängig v. Temp.-Diff. innen/außen u. Material sowie Luftfeuchte/Taupunkt. Winterlager: Temp. innen = außen mit gleicher Feuchte ohne Kondensation. Deshalb Lüften statt Heizen, wenn man letzteres nicht aus anderen Gründen muß (z. B. frostempfindliche Geräte/Güter) Gr. Richi ...na endlich mal eine "echte" Fachdiskussion !!! Sehr schön. Zum Thema: Meine Frage bezog sich ausschliesslich auf den Bodenaufbau und dort nur zur Klärung der richtigen Unterbodenbehandlung! Der grafisch dargestellte Temperaturverlauf (von Willi_Chic) verdeutlicht sehr schön meine Frage. Also nochmal zurück und konkret: Wenn der Fussbodenaufbau wie folgt ist (von innen gesehen): Laminat/Innraumboden - Dämmung (Styrodur/Styropor) - Holzplatte dann wäre der Taupnkt wahrscheinlich irgendwo in der Dämmung und je nach verwendetem Material dann mehr oder weniger schädlich (Styrodur nimmt kaum Wasserdanpf auf, kein Kondensat (evtl. nur im Bereich von Vertrebungen in der Dämmschicht - wenn vorhanden). Ergo wäre es doch dann egal, ob man den Unterboden absperrt oder nicht, solange man verhindert, daß aon Aussen Feuchtigkeit eindringt. Also z.B. Wachse o.ä.. Wozu dann diffusionsoffene Beschichtung? Entwickelt sich richtig gut hier die Diskussion - danke! Tosh Wie bereits erklärt, entsteht Kondensat im Sandwichinneren durch Temp.-Diff. Aussen-Innen, variabel zwischen den Werten je nach Tiefe u. Wassergehalt der Luft, ausgedrückt in Luftfeuchte. Kondensationort = Taupkt.-Tiefe ist der/die Temp.- Ort/Schicht, an der Sättigung erreicht wird. Weitere Vorraussetzung ist die Dampfdurchlässigkeit der Deckschichten (0 = Alu u. GFK, > 0 Sperrholz. Also ist bei den Alu/GFK automatisch eine Dampfsperre nach Außen, nebenbei bei Alu/Metall höhere Wärmeleitfähigkeit als bei GFK = andere Baustelle. Luftaustausch nur nach innen u. hier notwendig, wenn atmende u. schwitzende Lebewesen inside. Die Wand muß Feuchtigkeit aufnehmen, sonst läuft das Wasser die Wand runter (s. Blechgehäuse/beschlagene Autofenster, auch blechbelegte Garagen mit Festfrieren/Reifbildung je nach Temp., wobei hier noch die höhere Wärme-Leitfähigkeit/kälter ins Spiel kommt.). Nicht nur der Wand geht es so, auch dem Boden, obwohl hier durch den meist Kunstoffboden ein höheres Diffusionshindernis besteht. Kommt es nun in der Wand/Boden zu Kondensationswasser, muß das wieder irgendwann raus, bevor es Unheil anrichtet. Und das geht nur über Temp.Feuchte-Verhältnisse (Luftbeschaffenheit u. Trocknen), die keine Kondensation zuläßt. Weiter sind offenporige Diff.-Flächen notwendig. Bei GFK Boden ist wie bei Aluwänden Diff. nur nach oben =innen möglich, was nat. viel langsamer geht. Bei Holzaußenböden habe ich auch Diff-Möglichkeit n. außen, Trocknung geht viel schneller. Deshalb o f f e n p o r i g e r Anstrich!!!! Was nochnicht geügend gewürdigt wurde, ist die Kapillarwirkung der versch. Materialien. Diese versucht nämlich das Wasser zurückzuhalten u. wirkt beim Trocknen der "Wegdiffusion " des Wassers entgegen (Schwamm trocknet langsamer als wenig poröses Matarial). Im Gegenzug unterstützt sie die Kondensation. Deshalb geschlossenporiges Material besser als offenporiges, s. Styropor<->Styrodur. Und: Holz = organ. Material, feucht hervorragende Speise f. Mikroben, s. Torfbildung. Gr. Richi
Wir wissen nicht wo der Taupunkt wirklich ist, weil wir auch die Oberflächentemeratur nicht kennen. Wenn die Lufttemperatur sagen wir mal 15 Grad ist, dann ist die Oberflächentemperatur ja deutlich kleiner. Das Bild von willy_chic stimmt in so fern nicht als es den Wärmetransfer von Wand zu Luft innen vernachlässigt - das kann man nicht. Typischerweise gibt es dafür noch eine Übergangskonstante die die übertragenen Leistung linear als Funktion der Temperaturdifferenz zwischen Gas (Luft) und Wandtemperatur beschreibt. Ohne Luftströmung wird für diese Konstante ca 1 W/m^2/K angenommen, bei Zwangskühlung geht das so Richtung 10 W/m^2/K. Außen gilt das strikterweise natürlich auch, hab ich jetzt aber weggelassen. Bei 0,1 W/m/K für die Wand, Dicke 30mm und Wandtemperatur außen -10° beträgt dann die tatsächliche Wandtemperatur innen bei 1, 2 und 5 W/m^2/K (also verschiedene Luftströmungsverhältnisse) jeweils -4, 0 und 5 Grad. Styrodur ist eigentlich besser als 0,1 W/m/K, dann kommen die Temperaturen auch etwas hoch - aber es ist eine Frage wie der tatsächliche Wandaufbau aussieht, und welchen Luftstrom die Heizung tatsächlich macht. Nun versteht man auch gut wieso die Rolle festfrieren konnte - die Konvektion durch die Heizung war weg, und die Wandtemperatur ging einfach unter Null...... Ich denke dass unter normalen Umständen der Taupunkt direkt an der inneren Oberfläche liegt.
Genau so ist es. Beim Standard - Sandwich ist in der Regel auf den geschlossen porigen Schaum, von Innen, Sperrholz aufgeklebt (Wasserfester Spezialkleber). Bei veralteten Konstruktionen mit Styropor / Styrodur .... und Holzlatten benötigt man eine Dampfsperre (Folie). Eine Dampfbremse wird im Hausbau nur im Dach eingebaut, um die dahinter liegende Dämmung des Daches nicht zu schädigen. In dem die Feuchtigkeit in das Dämm-Material eindringt und somit den Taupunkt in Richtung der Dachinnenseite verschiebt und sich Schimmel bildet. Ein Wohnmobil ist durch die eingebauten Zwangsentlüftungen Dampf-diffusions offen. Die beschrieben Problematik betrifft doch eher nur die Doppelboden Besitzer, die diesem Problem mit großzügiger Lüftung entgegen wirken können, oder den Doppelboden mit einer höheren Temperatur als den Innenraum beheizen. TeXas
...wenn das so ist, dann kann der Holzunterboden abgesperrt werden, oder? Abgesperrt?? abgesperrt = diffusionsdicht Weil es nach Deiner Logik nicht notwendig ist, da das Kondensat bestenfalls auf der Innenraumseite ist und dort könnte es ja auch wieder nach innen abtrocknen - oder? Die Frage ist eher was für einen möglichen Schaden eine dichte Schicht anrichten kann, falls doch irgendwie Wasser reinkommt. Reichert sich dann ja an, und irgendwann beginnt der Moder... |
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